Augsburger Mediengespräche

(via KSS, BLM) Am 20.07 werden im Augsburger Rathaus die “Augsburger Mediengespräche” stattfinden. Das Thema: “Computerspiele und Gewalt – Helfen Verbote weiter?”. Referenten sind unter anderem Christine Haderthauer (Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen), Prof. Dr. Helmut Lukesch (Institut für Experimentelle Psychologie), Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow (Institut für Medienwissenschaft) und Verena Weigand (Referentin für Jugendschutz und Medienpädagogik der BLM und Leiterin der Stabstelle der Kommission für Jugendschutzmedien (KJM)).

21 Gedanken zu “Augsburger Mediengespräche

  1. Naja – das wird mal wieder was werden.
    Wenn man sich die oben angegebenen Links mal durchliest, wird schon wieder klar, dass es eine einseitige Diskussion wird.
    Die Ursachenforschung für Gewalttaten unter Jugendlichen oder von Jugendlichen gegen Außenstehende läuft hier nur immer auf eines hinaus und da muss man kein Hellseher sein – siehe aktuell die gewaltsamen Übergriffe der schweizer Schüler. Da wurden auch schon wieder die Spiele als mögliche Auslöser ins Gespräch gebracht (stand erst am Samstag in der Zeitung).
    Ich erwarte mir von dieser Diskussionsrunde nicht gerade sehr viel, vor allem, da die sicher wieder, wie ja bei uns zur Zeit üblich, keine Ahnung haben von dem was sie reden.

  2. hmm, wieso habhe das Gefühl das das kaum in den Breiten Medien sein wird, wenn es pro-games ausfällt…also so wie immer.

    wobei man nicht wiess wie eine mitarbeiteren von Frau v.d.L. reagiert, es gibt ja auch im Familienministerium noch Menschen mit Hirn…man muss vom Chef ja nicht auf die Mitarbeiter schließen.

    mfg
    Seth

  3. “Nach den vorliegenden wissenschaftlichen Ergebnissen besteht kein Zweifel daran, dass zwischen aggressiven Gedanken, gewalttätigem Verhalten und der Nutzung gewalthaltiger Spiele durchaus ein Zusammenhang bestehen kann.” achja? :s also ich glaube eigentlich dass die mehrheit der teilnehmer gegen ein verbot ist, bis vielleicht auf die frau aus bayern.

  4. “Nach den vorliegenden wissenschaftlichen Ergebnissen besteht kein Zweifel daran, dass zwischen aggressiven Gedanken, gewalttätigem Verhalten und der Nutzung gewalthaltiger Spiele durchaus ein Zusammenhang bestehen kann.”

    Was ist denn das für eine Aussage? “bestehen kann” ???

    Das is ja wie wenn ich sage, es ist wissenschaftlich bewiesen das Politik dumm machen kann. Wobei das vielleicht sogar stimmt :P

  5. yo ich habe noch eine wesentlich abenteuerliche These….seine lieblingsmannschaft beim fußball verlieren zu sehen steigert die gewallt, ich bin dafür das ab jetzt nur noch unentschieden gespielt werden darf.

  6. Beim zweiten Link steht im Text, dass “Killerspiele” nichts sympathisches an sich haben, dafür aber vieles was sorgen bereitet…
    Soviel zur Neutralität.

  7. “Nach den vorliegenden wissenschaftlichen Ergebnissen besteht kein Zweifel daran, dass […] durchaus ein Zusammenhang bestehen kann.”

    In jedem anderen Forschungsfeld wäre die wissenschaftliche Karriere nach so einem Fazit wohl beendet…

  8. Die Namen und Institutionen kommen mir irgendwie bekannt vor. Da sitzen bekannte Klüngel herum, die eh einer Meinung sind und sich nun in einer öffentlichen “Diskussion” gegenseitig bestätigen können, dass sie ja so Recht haben.

  9. Bei Recherchen stellte ich zuletzt fest, dass Lukesch zu meiner Überraschung den Kölner Aufruf nicht unterschrieben hat – konnte das kaum glauben. Gibt es nicht eine (erweiterte) Liste der Betreiber, auf der sein Name doch auftaucht?

  10. oh die haben schon ahnung…aber Ahnungen ohne Wissen sind Spekulationen.
    Ahnung ohne Wissen und das nicht auseinanderhalten können von Spielen und Schusswaffen allerdings ist totale Dummheit.

  11. Also ich halte von sochen Expertengesprächen auch wenig, da meiner Erfahrung nach meist vor allem Spiele-Gegner eingeladen werden bzw. sich für solch eine Diskussion interessieren.

  12. Mich erinnert das alles an die Diskussionen gegen He-Man/Mask/Dino Riders etc.-Aktionfiguren, die neue Deutsche Welle/Hip Hop/Punk/Rockmusik, Comics und Trickserien/Trickfilme in den 80er Jahren, dort tauchten ebenfalls alle 2 Tage neue Experten/Wissenschaftler/Pädagogen/Kirchenvertreter und Studien auf die besagten dass das alles schädlich für die Jugend sei und auch damals gab es viele Politiker die Verbote wollten, heute wissen wir das diese Leute und Studien Unrecht hatten.

  13. Wieso werden eigentlich immer nur leute bei solchen “neutralen” diskusionen eingeladen die selbst keine Computerspiele gespielt haben. So gut wie nie werden leute eingeladen die sich in diesem Medien auskenne. Ich weiß eigentlich nicht mehr ob ich weinen oder lachen soll weil lauter leute über 35 einem was über Jugendkultur erzählen wollen und früher wo sie selbst jung waren nie was vom leben mitbekommen haben. Jetzt aber meinen das sie sie die experten auf dem Gebiet sind weil sie Studien von unserm Freund Pfeiffer kennen

  14. @Lord Neikon
    Würde man Leute einladen die Wissen über Spiele haben würde die Neutralität nicht gewart bleiben so die offiziale Erklärung. Die Wahrheit ist aber das man Angst hat jemand könnte den Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen und unwissende Aufklären, man möchte einfach einen Diskurs haben der in die richtige Richtung läuft, sprich eine Diskusion die sich gegen Spiele und für ein Verbot ausspricht und das klappt nicht wenn Wissende dabei sind.

  15. Hmm das scheint wohl auch fürs TV, ARD und Arte mitgeschnitten zu werden, da unter den Leuten auch ein Moderator, Thomas Kausch, die Moderation hält.

  16. ich habe den damen und herren dort einfach mal eine kleine beschwerde geschrieben, warum dort wieder einmal nur spielehasser zu wort kommen dürfen.
    irgendwas muss man ja tun, und wenn es noch so klein ist.

  17. @Booomboy
    Ich will ja nichts sagen aber die schmeißen sowas stets in die Ablage P dennoch denke ich ist es sinnvoll sich zu beschweren, gibt es genug Beschwerden merken sie vielleicht das sie nicht den Nerv der Zielgruppe getroffen haben.

  18. @ Lord Neikon
    Nur weil jemand selber Spielt macht ihn das nicht zum Experten.

    Ein angesehener Experte hat diese Thema natürlich studiert. Ausserdem hat er mindestens einen Doktortitel. Das ist in der heutigen Zeit, wo auch der Pöbel – ich meinen natürlich Mitbürger aus der Bildungsfernen Schicht – studieren kann besonders wichtig.

    Wer er sich zudem nur ausschließlich wissenschaftlich damit beschäftigt hat bringt ihn das noch besonderes Ansehen in der Fachwelt ein, da er sich nie “an die Industrie” verkauft hat. Damit wird er auch automatisch vom Verdacht des Lobbyismus befreit, der Vertretern von Firmen und Interessenverbänden ja immer anhängt.
    Schließlich weis ja jeder das Lobbyismus schlecht ist.

    Ach ja. Wer am 20. in Augsburg ist kann sich das sicherlich ansehen und auch fragen stellen.
    Z.b: ob man sich heute über ein Verbot von Killerspielen noch streiten müßte, wenn man es nicht vor 50 Jahren versäumt hat ein Verbot von Negermusik und Schundheften zu erlassen ?
    Oder ob es nicht die Schuld der 68er im Lehrerzimmer ist, das immer mehr Kinder so wenig in der Schule lernen das sie zwischen Realität und Virtuallität nicht mehr unterscheiden können ?
    Und wenn das Thema zum militärisch industriellen Komplex kommt, ist auch sicher die Frage erlaubt ob nicht die CSU hinter Counterstrike steckt, schließlich übt man da den Einsatz der Bundeswehr im Inneren und den Finalen Rettungschuß. Und zwar in einer Form, die an die Schießkinos erinnern, in denen die SEKs der Länder für den Einsatz gegen friedliche Demonstranten enthemmt werden ;)

    Wenn Du sie nicht überzeugen kannst, verwirre sie, und genieße ihre Verwirrung. Manchmal muß man jemand tiefer in den Irrgarten schicken, damit er herausfindet.

  19. Also ich habe den Leuten dort mal eine Mail geschrieben, dass ich persönlich sehr stark vermute, dass dort wieder eine Hetze fortgeführt wird und es dort so gut wie keine wirklichen “Experten” gibt, die sich neutral und objektiv mit dem Thema auseinander setzen werden.
    Ich habe heute eine Antwort erhalten, hier der Wortlaut:

    Sehr geehrter Herr ,

    vielen Dank für Ihre Stellungnahme zu den Augsburger Mediengesprächen. Wie Sie dem beigefügtem Grußwort von Prof. Ring anlässlich der Munich Gaming in diesem Jahr entnehmen können, betrachtet die BLM – auf dem Panel vertreten von Verena Weigand – die Thematik Computerspiele sehr differenziert und bestimmt nicht polemisch und einseitig verdammend. Und als “Andersdenkenden” und selbst passionierten Gamer und Beirat im eSport-Bund haben wir Herrn Prof. Müller-Lietzkow auf dem Podium, so dass wir schon hoffen, dass eine sehr kontroverse Diskussion geführt werden kann. Der Moderator wird gewiss das Seinige dazu beitragen.

    Mit den besten Grüßen aus München

    Tanja Nagel

    Tanja Nagel
    Veranstaltungsorganisation

    Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM)
    Heinrich-Lübke-Str. 27
    81737 München
    Tel. 089 / 63808-324
    Fax 089 / 63808-340

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