Lara muss weichen

(Stern) Malte Arnsperger hat sich in Winnenden umgesehen, um die Nachwirkungen des Amoklaufes zu dokumentieren. Hierbei hat man auch einen Videospielladen aufgesucht:

„In einem Regal an der Wand stehen die Plastikhüllen von hunderten Computerspielen, „aber Killerspiele verkaufe ich nicht“, beeilt sich Panzanaro anzumerken. Doch nicht nur, weil er aufgefordert wurde, die lebensgroße Pappfigur der Action-Heldin Lara Croft aus seinem Ladenfenster zu entfernen, spürt Panzanaro den seit dem Amoklauf gewachsenen Unmut der Bevölkerung gegenüber Computerspielen.“

Gegen Waffen ist ein wachsender Unmut offenbar nicht feststellbar. So werden LARPs und LANs verboten während man Schießwettbewerbe für Kinder unter 14 Jahre erlaubt. Schießstände werden in Schulen errichtet und man bewirbt „Schießen auf den Schulhof“ sowie für Kinder.

57 Gedanken zu “Lara muss weichen

  1. Ist ja auch klar…
    Waffen töten keine Menschen. Menschen tun es und die werden durch Computerspiele und Paintball zum Töten animiert. (Zitat aus der inneren Logik eines typischen ,,Killerspiel´´-Kritikers)

  2. Man sollte sich keiner emotionalen Menschen beugen.
    Ich hoffe das dort auch nie wieder die selbe normalität einzieht wie vorrher sondern eine reifere, wobei ich dem Ladenbesitzer raten würde zu gehen..so für 10 Jahre, wenn die Leute begriffen haben das es nicht an Spielen lag.
    .
    mfg
    Seth, der irgendwo hinundhergerissen ist zwischen mitgefühl und dem ablehnen des unverständnises, welches Spielen eine Teilschuld geben soll.

  3. klar, dass gerade in einem betroffenen Ort die Emotionen eine ganz andere Rolle spielen, dafür habe ich sogar noch ein Stück weit Verständnis. Gerade die Angehörigen der Opfer suchen halt einen Grund, wieso diese schreckliche Tat geschehen ist.

    So etwas wie „Schießen auf dem Schulhof“ ist aus meiner Sicht pervers…von mir aus dürfen die Schützen schiessen, wo sie wollen (denn auch der Schiesssport löst aus meiner Sicht keine Amokläufe aus), aber ein Event auf einem Plakat in solch einer Zeit SO anzukündigen, ist doch sehr gewagt.

  4. So wies scheint haben die sich von den Medien beeinflussen lassen – anders kann ich mir diese ablehnende Haltung nicht erklären.
    Schützen ja, Spiele nein so scheint wohl das Motto in dieser Gegend zu sein. Wenn ich der Ladenbesitzer währe würde ich auch über einen Standortwechsel nachdenken, andererseits ist es für einen kleinen Laden wohl schwer woanders fuß zu. Seh das ja in meiner Umgebung, da gibt es keine Läden für Spiele mehr. Mussten alle nach kurzer Zeit wieder schließen, nur einen gibts heute noch, der hat aber die PC Spiele aufgegeben und verkauft nur noch Computersysteme und bietet Schulungen an – scheint sich aber für ihn zu lohnen. Das schöne bei diesen Händler ist ja, dass ich ihn mit aufgebaut habe, am Anfang war das Geschäft in einen kleinen Keller eines Hauses irgendwo im nirgendwo und heute hat er nen kleinen Laden an der Hauptstraße.

  5. Waffen töten keine Menschen. Sie helfen nur dabei. Warum also unsere schönen Gewehre und Pistolen verbieten, gebt sie den Kindern, aber so Massenmörderwerkzeuge wie Counter Strike, wo es darum geht mit der Kettensäge kleine Schulmädchen zu vergew[ZENSIERT]en, oder Lara Croft: Tomb Raider, wo es darum geht mit der Kettensäge kleine Schuljungen auszuweiden, oder so, die natürlich verbieten. Ist doch klar, Kettensägen werden ja nicht vom Schützenverein benutzt. Und es gibt noch keine „Kleine Schulkinder mit der Kettensäge […]“-Steuer.

    Wer im vorherigen Text zwischen „Counter“ und „verbieten“ weniger als 4 Fehler findet ist potentieller CDU/CSU Wähler und sollte sich schnellstens indizieren lassen, damit die Zensur nicht zu kurz kommt (die hat schließlich Familie, 7 Kinder, 3 Hunde, 5 Katzen, 2 Papageien und so eine komische Echse, oder war das jemand anders)…[/sarcasm]

    Aber mal ehrlich, was soll das? Schießen auf dem Schulhof? Ja toll, bringt denen noch bei wie sie am besten Amoklaufen können, aber bitte in der falschen Reihenfolge, so wie zuerst Selbstmord begehen und dann der ganze Rest. Manche Politiker sollte man echt einsperren.

  6. Es tut mir ja echt leid um die Leute, aber irgendwann is gut.

    Dass der arme Mann nen Umsatz Einbruch hatte ist auch nicht zu verantworten.

  7. Ich betone nochmals an dieser Stelle, weder Waffen noch Videospiele, noch Autos, noch Nachrungsmittelzusätze töten Menschen/Tiere/Kinder/Politiker. Töten ist eine aktive Handlung und kann als solche nicht von einem Gegenstand vollzogen werden. Aber das alleine ist schon nicht in die Köpfe zu bekommen.

  8. Ich mag mich irren, aber ist Lara Croft nicht sogar ein gutes Vorbild? Sehr intelligent, selbstbewußt, zielstrebig,… Zudem wird lediglich in wenigen Passagen der Level gekämpft, während man sonst einiges an Geschicklichkeit und Köpfchen braucht. Ein Glück, dass ich kein Verkäufer bin, sonst müsste ich wohl noch meine Lebensgroße TR:L Lara verscherbeln.
    .
    Wird echt immer trauriger diese Hexenjagd. Ich rechne schon fast damit, dass ein aufgebrachter Mob einen Spieleladen stürmt.

  9. Propaganda fruchtet besonders gut, wenn die Leute sehr von einem Ereigniss betroffen sind, darum glauben sie den Lügenberg gegen Videospiele.

  10. „Schülerin Anastasia pflichtet ihrer Rektorin bei. „Die Gemeinschaft ist viel besser geworden. In unserer Klasse wird keiner mehr ausgegrenzt, wie es vorher war.““

    Mal etwas direkter formuliert: Warum muss immer erst sowas passieren, damit das Ausgrenzen in einer Klasse aufhört und sich die Schüler ändern?

  11. letztenendes sind wir Primaten und rudeltiere und wie bei wölfen wird auf einem immer rumgehackt, von wegen höcht entwickelte lebensform ;)

  12. „Bedürfnis nach Nähe
    Im Raum 404 der Containerschule hat sich Astrid Hahn, die Schulleiterin, ihr Büro eingerichtet. Es ist stickig an diesem Julinachmittag in ihrem kaum 20 Quadratmeter großen Zimmer. Doch sie will sich nicht beklagen. „Wir sind froh, dass wir wieder zusammen sind“, sagt sie. Astrid Hahn spricht von „kleinen Schritten in eine gewisse Normalität“ “
    —-
    Es ist ja sehr gut nachzuvollziehen, wieso niemand mehr in dieses Gebäude will…
    Aber ehrlich gesagt stört mich der Gedanke, dass es so lang nicht besucht wird. Es erreicht für mich dadurch einen Status eines Denkmals und das kann meines Erachtens zu keiner Normalität führen. Im Gegenteil erschwert es den Schülern die Situation langatmig, sollte es erst später wieder benutzt werden (was war/ist dann noch die Norm?).

  13. @Subnauda:
    Früher gab es Menschen die in Hölen lebten…
    vor der Höhle gab es einen Busch mit giftigen Beeren.
    Einer der die Beeren kennt sagt: „Esst diese Beeren nicht sie töten euch!“
    5 tote später steht der einer wieder da: „Habt es ihr jetzt bemerkt!“
    Ein zweiter kommt viele Muskeln ein Jäger:“ Red doch nicht! Ich lass mir doch nichts von einem schwänchling sagen“
    Der Jäger nimmt eine Hand voll der Beeren schluckt sie und…
    bricht unter qualen zusammen und sein Tot zieht sich über Stunden hin,
    aber seit dem essen diese Höhlenbewohner nicht mehr diese Beeren…

    Der Mensch begreift erst etwas wenn es es sieht, vorher kann man sich auch mit einer Wand oder einem Monitor unterhalten… Die Menschen haben jetzt gesehen was passiert wenn man jemanden mobbt… er kommt und knallt einen das Hirn gegen die nächste Wand, dank der Ironie des Leben ist es genau diese Wand mit der sich der welcher es Kommengesehen hat die ganze Zeit unterhalten hat… es ist jetzt nicht verständniss gegenüber den früheren „Opfern“ es ist einfacher egoistischer Selbstschutz!

    Man sollte viel öfer auf die hören die aus lauter Frust sich mit Wänden unterhalten denn die haben meistens recht… Wie lange gibt es das Problem des Mobbens schon?
    Jahrzehnte… jetzt wird was gemacht… traurig…

    Coding.

  14. Ein nicht so guter Artikel in einem ansonsten tollen Blog.
    Für das Sportschiessen gilt doch das selbe wie für „Killerspiele“: Millionen Menschen üben es als Freizeitbeschäftigung aus und wollen nicht kriminalisiert werden, nur weil ein Irrer durchdreht.
    Übrigens geht es den Sportschützen an allen Ecken an den Kragen. Man muss sich als „Waffenfetischist“ beschimpfen lassen, heute wurde im Bundesrat die WaffG-Verschärfung durchgewunken (und lasst Euch nicht vom Aktionsbündnis erzählen, es sei nichts verschärft worden – das stimmt nämlich nicht!) und es sind weitere Verschärfungen in Planung. Und die werden alle nicht dazu geeignet sein, einen nächsten Amoklauf zu verhindern.
    Hört endlich auf, mit den Fingern auf andere zu zeigen! Nur durch diese Aufsplitterung schaffen es die Politiker, ständig an allen Ecken und Enden die Gesetze zu verschärfen, bis man sich in diesem Land nicht mehr frei bewegen kann.

  15. er meint das ehr im zusammenhang= Spiele werden geächtet aber Waffen werden munter an kinder verteilt die ja angeblich geschützt werden sollen, auf der denkbases der politiker haben sie sich damit als heuchler entlarft

    selbstverständlich töten auch waffen keine menschen, es sind immer menschen.

  16. @Daniel
    um ehrlich zu sein, hab ich davon nichts mitgekriegt. Darf man jetzt ab 18 in den Schützenverein? komisch, ich darf bald nichtmal mehr Shooter spielen und bin länger volljährig.
    Bei allem Respekt… Schützenverein… auf dem Schuldhof… das ist nunmal wirklich übertrieben und diejenigen die meinen es geht ihnen an den kragen, sollten es am besten wissen :)

  17. Zitat von Seth:
    „letztenendes sind wir Primaten und rudeltiere und wie bei wölfen wird auf einem immer rumgehackt, von wegen höcht entwickelte lebensform ;)“

    In einen Wolfsrudel wird nciht immer auf einen Rumgehackt so lange er weiß wo sien Platz in der Rangordnung steht. Anders beim Menschen, der hackt so lange rum bis es nciht mehr geht.

  18. Erinnert mich an meinen Heimatort und da ist teils sogar mit den negativen Reaktionen und Gefühlen sowie den Haß (Ja Haß es ist teils wirklich blinder Haß im Spiel wenn es um Spiele geht) den Spielen, Nutzern, Unterstützern, Verkäufern etc. gegenüber noch schlimmer aber da ich schon zweimal darauf Bezug genommen hatte schreibe ich jetzt ertsmal nichts weiter dazu.
    Trauig das eine ehemalige Jugend-, Kultur- und Popikone nun den Ruf des bösen nacheilt in den 90igern und auch noch am Anfang des neuen Jahrtausends wurde Lara als die moderne Frau schlichthin gepriesen sogar die Bild lobte Tomb Raider und ihre weibliche Heldin Lara Croft und man weiß ja wie die Bild normalerweiße über Spiele berichtet.

  19. Wenn man sich einmal ansieht, welche Politiker am lautesten für Verbote trommeln, Spieler kriminalisieren („Computerspieler stehen für mich auf dem Niveau von Kinderporno-Konsumenten“) und „obrigkeitsstaatliche“ Gewaltphantasien äußern („Razzien und drei Jahre Knast für Counterstrike-Spieler!“, „Was die in China können, können wir auch“), dann sind das in der Mehrzahl, wie es dann immer heißt, „passionierte“ Schützenbrüder oder Jäger. Derartige Einlassungen sind von einer derartigen Aggressivität und bisweilen Mißachtung von Anderen und deren Rechten, wie man es zum Teil aus totalitären Regimen kennt. Mit der tollen „Wertevermittlung“ – daß man durch Herumballern Achtung vor der Natur oder vor dem Anderen erlange -, die Schützenbrüder wie Uwe Schünemann behaupten, kann es dann ja nicht weit her sein. Wenn die Wertevermittlung nämlich darin bestünde, dann hätten wir ein ganz gravierendes Problem…

  20. Nachtrag: die letzten beiden „Tomb Raider“-Spiele wurden von der USK jeweils ab zwölf Jahren freigegeben. Vier Jahre unter den jeweiligen PEGI-Einschätzungen ab 16
    Aber wie verhält es sich eigentlich mit Boxen? „Fight Night Round 4“ – ebenfalls schon freigegeben ab zwölf Jahren in Deutschland…

  21. @Pyri
    Dafür sind die Aktion und Horrorspiele hier sogar stark zensiert noch höher eingestuft, was anderswo unzensiert ab 16 oder gar ab 12 Jahren durchgeht bekommt hier Keine Jugendfreigabe manchmal sogar gar keine Freigabe. Sportspiele wie Boxen werden in Deutschland seit jeher niedrig eingestuft Wrestling, Boxen, Karate aber auch Football und Ice hockey erhält im Ausland in der Regel eine höhere Wertung als hier bei Spielen mit Erotik ist es genauso Playboy the Mansion war hier ab 16 überall anders ab 18. Tomb Raider haftet immer noch das Popikonenimage an deshalb die niedrige Einstufung. Auch Spiele mit Mittelaltersetting werden niedrig bewertet was man an The Elder scrolls IV Oblivion sieht bei uns war es ab 12 Jahren freigegeben überall anders aber erst ab 16 Jahren hätte der Held aber eine Pistole getragen und kein Schwert und damit Gegner getötet wäre das Spiel in Deutschland mit sicherheit nur in einer zensierten ab 18 Fassung erhältlich.

  22. „Wössner streitet aber ab, dass die Nutzung von Luftgewehren die Hemmschwelle senke. Das seien die einschlägigen Computer- und Internet-, vor allem die Killerspiele, die solche Schäden anrichten.“

    Thema verfehlt.. setzen 6!
    Wer hat denn behauptet das luftgewehr schiessen die hemmschwelle senkt? Darum gehts doch garnicht.. allerdings sind solche veranstalltung der perfekte weg in ein waffenliebhaber darsein.

    Solche leute gehören in die dritte welt exportiert, da findet man dann viele fans die zwar gerne mit ihrer AK rumrennen und kindersoldaten ausbilden aber computer als teufelszeug bezeichnen weil mans nicht versteht. Armes deutschland…

  23. @Cyclonos
    Hast du dir mal die Kommentare durchgelesen??
    Mann, mann.
    Dieser Preston hat ja mal einen an der Meise – oder liege ich da etwa falsch? ;)

  24. XD wenn du der selbe bist dann würde ich mich bei solchen aussagen nicht wundern geistige kompetenz abgesprochen zu bekommen…
    .
    „Preston (10.7.2009, 22:50 Uhr)
    Ja, ich glaube es
    Ich persönlich glaube sogar, daß CS-Spieler einen an der Klatsche haben:
    für mich ist das schlichtweg Gewaltpornografie. Und da man es (solange es erlaubt ist) nicht von unter 18jährigen fernhalten kann, muß es schlichtweg verboten – oder zumindest so kriminalisiert werden wie Pornografie.
    D.h. jemand, der es an unter 18jährige verkauft (oder zum Download anbietet), gehört in den Knast.
    Alles besser als der nächste Amoklauf.“
    .
    pornografie ist übrigens nicht kriminell, wenn sie das wäre stehen demnächst beim kinderzeugen polizisten neben dem bett und gucken ob dir sex spaß macht..wehe dir.
    .
    Es waren keine Amokläufe es waren Massaker, für einen Amoklauft sind diese taten zu Zielgerichtet, Hauptpunkt von Amok ist Willkühr und Planlosigkeit. So war die Vorstellung fundamentaler Christen im Mittelalster wo Lust mehr oder weniger Strafbar war, es wurde tatsächlich erwartet das die Leute sich Nachthemden anziehen mit löchern drin damit sie den Partner nicht nackt sehen müssen…zum glück hat sich solcher Irrsinn nicht durchgesetzt.
    .
    MfG
    Seth

  25. Typen wie dieser Preston sind meines Erachtens gelenkte Meinungsmacher aber wichtig ist das mit einem Artikel auf der Sternseite wieder noch viel mehr Leute auf die Petition aufmerksam gemacht werden und noch mehr Leute mitzeichnen.

  26. Also wenn in disem Land nicht bald WIRKLICH etwas GROSSES zu UNSEREN Gunsten passiert,
    glaube ich nicht, das es ein gutes Ende nimmt – in Bezug auf unser Hobby.
    Und ich meine,wenn ich von etwas GROSSEM Spreche, nicht eine Pettition mit 3 Millionen
    unterzeichnern, die eh wieder bloß belächelt wird…

  27. Hab gestern durch Zufall beim Durchzappen beim SWR einen Beitrag über die Aktionsgruppe von Winnenden gesehen, die sich darüber beklagt haben, dass sie von der Politik (FDP) angeblich im Stich gelassen wurden. Im Hintergrund war ein Waffenverbotssymbol (durchgestrichene Waffe mit roten Kreis) und ein „Killerspielverbotssymbol“ (durchgestrichener „Killerspiel“schriftzug mit roten Kreis).
    Im Prinzip ging es dabei um die Waffenproblematik, da aber die „Killerspiele“ auch im Bild gewesen sind ist es eigentlich klar, dass diese auch im Gespräch bleiben sollen.
    Vielleicht ändert ja die Petition an der Sache etwas, schließlich sind es schon über 30.000 Unterstützter während die Aktionsgruppe Winnenden meines Wissens nur 2000 haben.

    Was speziell Lara betrifft finde ich es eine Unverschämtheit, dass die so schlecht dargestellt wird. Lara auf die Stufe von „Erwachsenenenspielen “ zu stellen ist ja mal sowas von abartig. Hab vor kurzen auf der Wii Anniversary durchgespielt und hab natürlich auch schon die anderen Teile bis auf zwei durchgespielt und dort ging es meistens nur um das Lösen von Rätseln, wie z. B. wie komme ich wo hin bzw. krieg ich die Tür auf etc. Falls es mal zu einem Kampf gekommen ist, waren es zu 90 % meistens Tiere – speziell jetzt auch in Anniversary. Hier zeigte Lara sogar Reue als sie gegen Menschen kämpfen musste … aber gut, die Leute die was gegen Spiele haben kennen sich damit ja eh nicht aus…

  28. Wie wäre es denn, wenn man die Zahl der Verkehrstoten dadurch verringert, dass man alle Autorennspiele verbietet? :)
    Wenn keine Kinder mehr Autorennen zocken, machen die Erwachsenen weniger Unfälle.
    Umgekehrt scheint es ja zu funktionieren – die Erwachsenen dürfen keine Shooter mehr spielen damit die Jugendlichen weniger Amok laufen.

    Was für ein verlogener Schwachsinn. Aber Hauptsache, die Jagd-, Schützenvereins- und Waffenlobby darf weiterhin scharf in der Gegend rumballern.

  29. @Phaidros
    Mein reden! Hatte zu einem anderen Thema schon mal angeregt, dass auf Autos dicke fette „ab 18“ Aufkleber raufgepappt gehören. Denn: Jedes Jahr sterben wesentlich mehr Menschen durch Leichtsinn oder gar Vorsatz auf den Straßen, als durch Schusswaffen. Aber solche Forderungen gehen ja nicht in der Autorepublik Deutschland…

  30. joarjoar….
    es werden eh viel mehr menschen durch zigaretten, autos, kriege, hunger, armut, besteck, gartenwerkzeug, hamster und franzosen getötet als durch CDs und DVDs, ich meine, habt ihr schonmal versucht, euch vorzustellen, wie man einen menschen mit einem computerspiel töten soll?
    aber zum ernst der sache:
    es sterben wirklich mehr menschen durch drogenmissbrauch und armut als durch amokläufe
    ich denke, man sollte evtl. Dort eher ansetzen..

    und noch ein kommentar zum thema:
    mich wundert immer wieder, dass bei den killerspielen
    Egoshooter, Strategiespiele, Rollenspiele, LAN-partys, LARPs, Paintball und Laserdrom (ich hatte davon noch nie was gehört bis zu diesem medienzirkus nach winnenden) gennant werden aber niemals AIRSOFT
    ich meine, mich freut das, als aktives mitglied der airsoftgesellschaft in europa isses echt praktisch net befürchten zu müssen entsprechend sein hobby einzubüßen..
    aber findet ihr es net auch seltsam, dass beim PAINTBALL mit diesen komischen farbkugelwerfern und snowboardoutfits die realitätsnähe zum problem und verbotsgrund angegeben wird und Airsoft mit realistischen waffen-replika und original militärischer ausrüstung und vorgehensweise nicht einmal nachgefragt wird?

  31. Es muss aber nicht bedeuten das das AAW auch wirklich über hunderttausend Unterschriften haben, nur weils auf deren Site steht.
    Vielleicht ist es auch nur ein Bluff damit wir Gamer denken „nun ist alles vorbei“ und gar nichts mehr tun.
    Zudem muss man alle Unterschriften von Kindern abziehen, da diese meiner persönlichen Meinung nach keine Berechtigung haben für was zu unterschreifen was für sie so oder so nicht erlaubt ist und wovon sie auch nichts wissen.

  32. Das AAW hat eine eigendynamik die stark jugendgefährdent ist…ich fand ja auch krass wo ein Bewohner sagte: „..es wird jetzt auch niemand mehr ausgegrenzt…“ man soll jetzt da nicht soviel reininterpretieren aber, das war schon eine sehr „ungünstige“ Aussage.

  33. @Rey Alp

    Wenn mich nicht alles täuscht kam das gestern im Radio… kann aber auch sein, dass ich mich da verhört habe, weil schließlich musste ich ja auch auf die Straße achten. Vielleicht waren das nur die Stimmen für ein strickteres Waffengesetz, weil da wurde ja der Beschluss vom Bundestag am Freitag (also gestern) angesprochen, was eigentlich auch der Grund gewesen ist, dass sie dann auf das AAW verwiesen haben, die anscheinend dafür auch eine Unterschriftenaktion hatten – wenns nicht ein und dieselbe ist – sprich Killerspieleverbot inbegriffen.

  34. @Densor:
    „Waffenliebhaber-Dasein… mit der AK rumrennen… dritte Welt..“

    Geht’s noch?

    Fast jede Sportart hat irgendwie mit Gewalt und Aggression zu tun. Ausser Schiessen. Und Billard vielleicht noch.

    Wenn jemand versucht, die Mitte einer Zielscheibe milimetergenau zu treffen, dann ist das keine Gewalt.

    Ich bin mir sicher, Dich nerven die ganzen Leute, die über „Killerspiele“ labern obwohl sie nichts davon verstehen. Und woher hast Du Dein Bild übers Sportschiessen? Aus dem Spiegel? Von RTL? Vom Aktionsbündnis Winnenden?

    Ich spiele Egoshooter und ich bin Sportschütze, diese beiden Hobbys haben für mich folgenden Unterschied:

    Am Computer schiesse ich auf Darstellungen von Menschen, allerdings rein virtuell. Da bekomme ich u.U. einen Adrenalinstoss und kann mich abreagieren. Ich habe damit aber kein Problem, da ich Fantasie von Realität unterscheiden kann. Ich spiele ja sozusagen in einer Art Film.

    Mit echten Waffen schiesse ich auf Pappscheiben. Da finde ich absolute Ruhe, es geht um Konzentration, ums „draußen sein“, um das beherrschen von Technik. Aggressionen abbauen? Funktioniert beim sportschiessen nicht.

    Das Bild von „Waffen“ und vom „Schiessen“, das man durch Filme und Spiele hat, das hat mit dem echten Sportschiessen nichts zu tun.

    Einfach mal über den Tellerrand schauen. ;)

    @Janosz:

    WENN ein PB-Verbot kommt, dann wird das so formuliert sein, dass es auch Airsoftspieler betrifft, so nach dem Motto „Kampfspiele mit Waffennachbildungen, bei denen Tötung simuliert wird…“.

    Es sollte sich keiner zu sicher fühlen.

  35. @daniel
    Das Bild von “Waffen” und vom “Schiessen”, das man durch Filme und Spiele hat, das hat mit dem echten Sportschiessen nichts zu tun.

    Diese Aussage ist ein Eigentor, nichts weiter als Polemik dieses Bild hat man nämlich nicht von da dieses bild formen die Printmedien (Bild zbsp.) den Leuten in den Kopf hinein. Merkt ihr den nicht das die Politik und die Medien uns Gamer, euch Schützern, Jägern, Paintballer, Filmliebhaber etc. gegeneinander aufhetzen/ausspielen? Wieso tun wir uns nicht endlich zusammen, wieso haßen wir uns lieber wir haben doch alle ein und das selbe Problem und das heißt Politik und Medien.

  36. Hallo Doktor, wieso Eigentor? Das war überhaupt nicht gegen Games oder Filme gerichtet. Aber Games und Filme sind eben Fantasie, nicht Realität. Da dienen Waffen einem anderen Zweck als die Sportwaffe eines Sportschützen. Ich meinte damit also nur, dass viele das Sportschiessen deshalb kritisieren, weil sie eine nicht ganz realistische Vorstellung von Waffen haben.
    .
    Ich stimme Dir absolut zu, dass alle gegen den Verbotsfetischismus der Politiker zusammenhalten sollten.

    Viele Grüße,
    Daniel (Gamer, Filmfan, Schütze, Hundebesitzer)

  37. Man müßte sich außerdem einmal fragen, wo die ganzen „Ertüchtigungen“ herkommen. So ziemlich alle waren einmal Ertüchtigungen zum Krieg. In England war einmal Bogenschießen für alle wehrfähigen Männer sogar verpflichtend, weil dann und wann der König mal wieder auf die Idee kam, ein bißchen Krieg zu führen. Und auch die Schützenvereine sind nicht entstanden, weil jemand grüne Uniformen, Blasmusik und Scheibenschießen so toll fand, sondern zum Beispiel aus der Selbsthilfe heraus, nämlich als Lynchmob gegen Straßenräuber. In den „Befreiungskriegen“ gegen die Franzosen rekrutierte man auch aus Schützen und Jägern, die zum Teil auch Guerilla-Kampftechniken anwendeten. Und man hatte keine nennenswerte „Tötungshemmung“, weil „man“ mit Strauchdieben eben „kurzen Prozeß“ machte, weil es entweder „die oder ich“ hieß, oder das die böse andere Seite war, gegen die man sich doch wehren mußte, oder im Zweifelsfalle man sich einreden konnte, daß von den hundert Pfeilen oder Kugeln, die die eigene Truppe so gleichzeitig abgeschossen hatte, der oder die eigene schon niemanden getroffen haben wird. Daß alle diese „Sportarten“ heute als Freizeitbeschäftigen angesehen werden und nicht mehr unbedingt mit dem Militärischen assoziiert werden, zeugt letztlich davon, daß solche Zuschreibungen zeitabhängig sind.

  38. Nochmal, Leute, Computerspiele, Paintball, LARPs, LANs, das ist den Leuten eigentlich scheißegal. Es sind nur Sündenböcke, die gebraucht werden, damit die Masse keine Fragen stellt. Man sollte sich nicht auf die Debatte einlassen, da sie nicht ergebnisoffen ist. „Killerspiele sind böse“, punkt. Das ist die Debatte. Zu einem anderen Ergebnis werden die etablierten Medien sowie die Verantwortlichen in der Politik NIE kommen. Da kein anderes Ergebnis gewünscht ist.

    Man muss weg von der Debatte, ob Computerspiele „schädlich“ im Sinne von Aggressionen sind. Das glaubt kein halbwegs klar denkender Mensch. Man muss das ganze als Scheindiskussion entlarven und den Verantwortlichen auf die Füße treten. Es sind schon Revolutionen aus geringerem Anlass ausgebrochen, vielleicht ist die „Killerspieldebatte“ der Funke für die nächste. Sprengstoff wäre an sich genug da.

  39. Mit Sprengstoff meine ich natürlich „gesellschaftliche Spannungen“. Nur damit die Jungs vom BKA das nicht falsch verstehen.

    (Wie verängstigt man doch geworden ist, wenn es einem notwendig erscheint, dass extra erwähnen zu müssen)

  40. Im Grunde haben Politik und Presse eines ihrer Ziele erreicht die Gruppen der Computerspieler, Paintballer, Schützen etc. gehen aufeinander los, es gibt keine Gemeinschaft mehr, niemand stellt fragen und vor allen die Anzahl derer die sich gegen die Presse und die Politik stämmen wird künstlich klein gehalten. Wir sollten endlich aufwachen und uns zusammentun alleine ist jede Gruppe schwach gegen die Presse und die Politik gemeinsam aber können wir was erreichen dazu müßten wir aber das von der Politik und der Presse ausgegrabene und an den einzelnen Gruppen verteilte Kriegsbeil wegwerfen und uns endlich die Hände zur gegenseitigen Unterstützung reichen.

  41. Der englische Fußball war in Deutschland bis ins frühe 20. Jahrhundert eine Randsportart und wurde vor/während dem ersten Weltkrieg von der Wehrmacht gepusht. Fußball galt als Kampfsport und sollte die Soldaten für den Einsatz an der Front abhärten und ihnen die nötige Aggressivität geben, um im Kampf Mann gegen Mann „ranzugehen“.

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