Beinahe 40 000 Mitzeichner

(stern) Während die Petition „Gegen ein Verbot von Action-Computerspielen“ fast 40 000 Unterstützer sammeln konnte ist die Zeichnungsfrist einer Petition für ein „Verbot von Killerspielen“ ausgelaufen. Nur 258 Personen unterzeichneten die Petition. Zahlen über die Petition des „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden„, die in Arztpraxen und selbst in Schulen um Mitzeichner werben, sind dagegen noch nicht bekannt. Noch bis zum 26.09 läuft die Aktion, die ein „Verbot von Killerspielen, die dazu dienen, Menschen zu ermorden,“ verlangt.

Zur Petiton (Die gegen ein Verbot.)

26 Gedanken zu “Beinahe 40 000 Mitzeichner

  1. Bin ja schon gespannt, wie die beiden noch offenen Petitionen ausgehen und ob sie einen Einfluss auf die politische Entscheidung haben werden.
    Ich persönliche glaube und hoffe ja, dass die Petition vom „Aktionsbündis Amoklauf Winnenden“ nicht viele Unterstützer finden wird. Ich persönlich halte deren Unterschriftesammlung sehr fragwürdig. War es nicht auch schon der Fall, dass sie Schulkinder beauftragten zuhause Unterschriften zu sammeln?
    Bleibt wohl abzuwarten zu welchen Ergebnis diese Aktion kommt. Im Vergleich zu der des Deutschen Bundestages scheint diese aber eine viel längere Laufzeit zu haben, wenn ich richtig informiert bin, daher dürften die Ergebnisse eigentlich nicht vergleichbar sein.

  2. ich halte es für wünschenswert wenn die anzahl wirklich weit über 50.000 steigen würde. die petition für ein verbot war ja auch absolut schlecht begründet und wahrscheinlich sogar für kritiker zu doof. finde bei der petition gibts auch für die politiker gar nichts zu diskutieren. das aaw bekommt täglich stapelweise unterschriftenlisten zugesendet, aber naja da muss man ja auch nur unterschreiben ohne sich registrierren zu müssen ;) eine richtige begründung hat das aaw auch nicht angegeben. eigentlich gar keine.
    das argument: „(Vor-)schnelle Verbotsforderungen werden den vielschichtigen Aspekten solcher Ereignisse nicht gerecht, wirken im Gegenteil eher verharmlosend und verhindern so eine gründliche Aufarbeitung“ halte ich für ein sehr gutes.

  3. *zugesandt. sry der eintrag war etwas durcheinander. das video ist übrigens auch recht gut, scheint aber schon älter zu sein, da winnenden nicht erwähnt wird.

  4. morgen werden 45000 bis dienstag 50.000 voll, das wäre dann eine woche gewesen seit start.
    Wenn eine Petition nach innerhaltb von 3 wochen soviel zusruch hat darf der Petent vorsprechen, is mir ehrlichgesagt genug ;)

  5. Bei mir im Forum ist nun auch nen Link zur Petition drin. Ich musste das aber erstmal mit dem Admin abquatschen, denn eigentlich soll das Forum, politisch keine Richtung zeigen. Habe aber ne Ausnahmegenehmigung bekommen und vieleicht kommen ja noch nen paar Stimmen dazu, selbst wenn es nur 1% der User sind, wären es schon nen paar Stimmen. :D

    MfG Cooper

  6. verdammt..dreifach post:
    .
    Petition: Straftaten gegen die öffentliche Ordnung – Gegen ein Verbot von Action-Computerspielen (40414)
    .
    aber bei Nr. 408xx

  7. Schön das es so viele Unterschriften gibt aber es wird ignoriert werden wie einst die Petition gegen Internetsperren darauf kann man wetten, 10 Stimmen für ein Verbot der Spiele wiegen in der Politik schwerer als 10.000 Stimmen gegen ein Verbot von Computerspielen.

  8. 40788
    .
    @Doktor Trask:
    So böse ist es ja auch nicht man sollte diese noch größer bekommen als die gegen stopp
    dann werden die medien sicher masiv aufschrecken.
    Happy Voting.

  9. @LeChuck Es gibt ein paar formulierungsfragen die nicht OK sind, die Begründung und die Vorschläge darin sind aber ehr optional zu sehen, auch weil die Petenten evtl. nicht genug wissen haben um eine genaue Analyse und Begründung abzugeben.
    .
    Bei der Petition gegen Internetzensur hingegen war es genau andersherrum, hier hatten die Politiker keinen Plan. ist etwas heickel bei unseren jetzigen „Volksvertrettern“. die legen alles so aus wie es ihnen in den kram passt und nicht so wie es gemeint ist.
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    MfG
    Seth

  10. „Schön das es so viele Unterschriften gibt aber es wird ignoriert werden wie einst die Petition gegen Internetsperren“

    Das mag sein, ist sogar sehr wahrscheinlich. Aber selbst wenn, gar nicht mitzuzeichnen ist noch schlechter.

    Was die meisten Politiker (und viele andere Menschen) bis heute nicht begreifen: Die Computerspiele haben die technische Entwicklung vorangetrieben. Für eine Office-Software sind die Ansprüche weit nicht so groß. Ausserdem haben die Computerspiele eine Entwicklungsgeschichte hinter sich. Man ist nicht gestern auf heute gekommen, und hat aus dem nichts gesagt: „Ach wir programmieren jetzt mal Ego-shooter“.
    Der Kritik, die Petitionen seien windelweich geschrieben, muß ich allerdings zustimmen. Wahrscheinlich haben die Petitienten Angst, das bei restriktiverer Forderung noch weniger Menschen mitzeichnen. Ich bin offen gesagt nicht der Anhänger von „Löschen statt sperren“. Vieles hat die Gesellschaft eben auszuhalten, wenn sie es mit Freiheit und freier Meinungäusserung ernst meint. Ich ärgere mich furchtbar über diese scheinheiligen Leute, die das (Freiheit und freier Meinungäusserung) wollen, sich darüber aber beklagen, das last.FM von Nazi-Musik überschwemmt wird. Ich muß sagen, mir ist bewußt noch keine Nazi-Musik im Last.FM über den Weg gelaufen. Benutzer mit „rechten Symbolen“ als Avatar habe ich allerdings schon gesehen. Ok, was solls?
    Und wenn ich an den Fall Fritzl in Österreich denke, hätten wir den durch Sperren oder „Löschen statt sperren“ verhindern können? Ich frage mich, werden solche Berichterstattungen wie „Fritzl“ oder „Dutroux“ im Internet überhaupt noch möglich sein? Werden diese nicht auf einer Sperrseite landen?
    Und was die „Killerspiele“ betrifft (und nicht nur „Killerspiele“), geht mir die derzeitige Regelung viel zu weit. Ich will im Zweifelsfalle auch zugriff auf die geschmacklosesten Sachen haben können. Die derzeitige Regelung schafft es ja, das ich nicht mal erfahre, das es gewisse Spiele, Musik oder Videos gibt. Was von der BPjM indiziert wird, unterliegt einem Werbeverbot!
    War hier jemand schon mal in einem Sexshop? Kein schönes Bild. Ein Sammelsurium aus Kitsch, „Schund“ und dazwischen versteckt ein paar Perlen. Es gibt da kein Qualitätsbegriff mehr. „Friß oder stirb“ heißt es für den Kunden. Ich will nicht leugnen, das es vielleicht 5 Sexshops in Deutschland geben mag, die auf Qualität achten.
    Abgesehen davon, gibt es analog zu Sexshops keine Adultshops für Computerspiele. Im Grunde bin ich also eher dafür, das solchen Institutionen wie die BPjM und anderen Zensurbehörden vom Erdboden verschwinden.
    Die Petitionen sind ein Hauch besser als nichts, und darum habe ich auch mitgezeichnet, und werde bei weiteren passenden Petitionen mich beteiligen.

  11. Das hatte ich noch vergessen: Es kann doch nicht angehen, das es nicht möglich ist, eine unzensierte Version von SLIMEs „Bullenschweine“ zu bekommen!

  12. Yeeeehaaaaaa!!!! Soweit die gute Nachricht. Bleibt abzuwarten, was die aus Winnenden zustande bringen – ich fürchte da wird auch einiges zusammenkommen, was dann zu einem interessanten Schlagabtausch Befürwortern und Gegnern von Verboten führen dürfte.

  13. Also die petition vom Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden ist wirklich sehr zweifelhaft.
    Wenn die in arztpraxen unterschriften sammeln wo den ganzen tag eh die rentner sitzen und sich über gott und die welt aufregen und in schulen (wohl möglich grundschulen? ;) ) dann sieht man doch worauf das hinaus läuft.

    Um jeden preis mit vielen unterschriften dastehen, noch dazu kommt das die online petition gegen ein verbot knapp einen monat läuft wärend die verbots petition bei ihrem ende um die 3 monate gelaufen ist.

    Ich würde ja sagen wir holen zum gegenschlag aus, man kann nicht nur online zur petition beitragen. Auch schrifftliche unterschriften werden zur petition am ende zugezählt, wie wäre es wenn man unterschriftlisten in lokalen game shops verteilt und bei lan parties (wenn denn noch welche stattfinden)? Auch die gamescom in köln wäre ein guter ansatzpunkt leider endet die petition vor der gamescom :(

  14. Bevor ich zu meinen Post komme erst noch eine kurze Info… ich hab den Text schonmal gepostet, nur zeigt er ihn bei mir nicht an, daher mach ich jetzt unter nem anderen Nick nochmal, weil ich speziell den Artikel vom Bundestag sehr interessant finde (bin Dom200)

    Vielleicht geschieht ja ein Wunder und wir erleben einen Führungswechsel zur kommenden Bundestagswahl, dann würde eh ein anderer Wind wehen – auch im Bezug auf die Verbotsdebatte. Im Moment ist es leider so, dass die ganze Sache nur immer in eine Richtung läuft im Deutschen Bundestag. Hab hierzu heute auch einen interessanten Artikel gefunden ( http://www.bundestag.de/aktuell/presse/2009/pm_090710.html ). Der zeigt ganz deutlich wie es im Bundestag zur Zeit abgeht – sprich inwieweit auch Fraktonszwang besteht und vor allem wie mit Abweichlern umgegangen wird – das Interview behandelt zwar einen anderen Bereich, aber ich denke, der lässt sich genausogut auch auf die Verbotsdebatte ( ganz gleich ob jetzt bezogen auf Internet, Spiele, Paintball, Schützen und Co.) anwenden.

    Im Moment ist es ja leider so, dass die Sache mit den Spielen und auch das Problem mit Paintball, Schützen und Co. größtenteils einseitig behandelt wird und somit bleibt es abzuwarten ob die Petition gegen ein Verbot überhaupt Erfolg haben kann. Es ist halt so das Stimmen oder Untersuchungen, die gegen Games argumentieren, obwohl in der Minderheit, mehr Gehör finden.

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