Gaming als Leitmedium der Jugend

(Rheinischer Merkur) Till Hein beschäftigt sich unter dem Titel „Brutal Normal“  mit gewaltdarstellenden Videospielen. Er räumt nicht nur mit gängigen Vorurteilen auf, ohne die vermutete Wirkung von Videospielen zu verharmlosen, sondern stellt auch klar, dass die soziale Komponente im Vordergrund stehe.  Einen kleinen Faux pas leistet man sich dann aber doch: So spricht man über  „Strategiespiele wie „World of Warcraft““. Erschienen ist der Text übrigens morgen.

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22 Gedanken zu “Gaming als Leitmedium der Jugend

  1. „Wenn bei einem Amokläufer solche Games auf dem PC gefunden werden, ist das ähnlich aussagekräftig wie die Entdeckung von Turnschuhen in seinem Zimmer.“

    Herrlich, einfach nur herrlich :-)

  2. der gesamte Beittrag ist eigentlich recht zufriedenstimmend.

    Nachweislich positive Effekte des Spielens am Computer sind kürzlich auf einem anderen Feld nachgewiesen worden: Action-Games sind – so absurd das klingen mag – gut für die Augen. US-Forscher der University of Rochester beobachteten, dass Menschen, die viel Zeit mit Reaktionsspielen am Computer verbringen, ein besseres Sehvermögen haben als Nichtspieler. In Experimenten konnten sie fein abgestufte Grautönen besser unterscheiden. Die umstrittenen Games fördern also ausgerechnet das Differenzierungsvermögen. Zumindest optisch!

    …. ich glaub ich bewerbe mich demnächst für die Qualitätskontrolle bestimmter Produkte … (hrhr)

  3. Also obwohl ich den Begriff „Gamer“ und „Gaming“ nicht gerade toll finde und lieber einfach Videospieler/Spieler benutzen würde, denn genau das ist man ja, finde ich den Bericht gut.

  4. Lol der spielt Hattrick wie geil. Naja 6. Liga is schon eigentlich nicht schlecht, immerhin gibts in dem Spiel für Deutschland bereits 10 Ligaabstufungen.

    Ansonsten schöner Artikel, gut das man WOW und WC I-III manchmal verwechselt passiert (nicht nur Journalisten).

  5. LoL erst dem Pfeiffer und nun der Autor… Ist das irgendwie eine Art „Krankheit“ das man MMORPG nicht von einem Strategiespiel unterscheiden kann oder einfach nur schlechte Recherche?

    Aber sonst toller Artikel, schade nur, dass davon das verblödete Völk nichts erfahren wird (zu denken zumindest die jenigen Politiker, die die Medien kontrollieren).

  6. So verkehrt ist es ja nicht MMORPGs als Stretegiespiele zu bezeichnen. Es gibt zwar spezielle Rollenspieserver, aber auf den meisten Servern findet kein oder kaum Rollenspiel statt, in dem Sinn das man tatsächlich „in character“ spielt. Teamspeak/Ventrilo/Mumble/etc. die ja für viele Clans/Gilden/Factions praktisch Pflicht sind, sind ja auch eher auf den taktischen Aspekt des Spiels ausgerichtet. Insbesodnere „end game content“ wie komplexe Raids, Instanzen und „mass PvP“ haben praktisch nurnoch taktische und strategische Aspekte. Spass machet es trotzdem.
    Man hat zwar einen Character/avatar mit dem man spielt, aber bei vielen Spielern gibt es für diesen keine entwickelte Persönlichkeit oder Rolle, sondern sie sehen ihren Character nur als die Summe seiner Attribute und Fertigkeiten.

  7. Nur weil man nicht RP spielt macht das noch lange nicht ein spiel zu einem strategie spiel. Sicher ist auch strategie im spiel, aber wenn man in einem spiel einen character „züchtet“ so verpasst man ihm allein durchs equipment/skillung/attribut verteilung schon eine rolle ohne das man dafür andere leute mit „oh hallo edler recke“ anquatschen muss.

    Es gibt btw auch genug gilden die selbst im teamspeak IC bleiben… das finde ich persönlich sehr befremdlich aber wems gefällt. Trotzdem finde ich das ein spiele genre sich nicht wirklich dadurch ändert wie man das spiel wahrnimmt. Ansonsten könnte man fast jedes game als „rollenspiel“ bezeichnen nur weil sich der eigene character gemäß seiner rolle verhält und man persönlich vielleicht sogar mitmacht ;)

  8. In der Tat ist es nicht so verkehrt WoW als Strategiespiel zubezeichnen. von der spielmechanik her ist es das auf jeden Fall. Aber soviel Einischt und Verständniss der Matierie trauen ich keinem der Schreiber von Abhandlungen zu dem Thema zu.

  9. …Dennoch scheinen Killerspiele die Psyche zu beeinflussen. Als Forscher in einem Experiment Versuchspersonen nach einigen Stunden am Ego-Shooter aufforderten, andere Personen durch Lärm zu „bestrafen“, drehten sie die Lautstärke prompt weiter auf.

    Das hätten die auch gemacht wenn sie noch gar nicht gespielt hätten einfach deshalb weil man es ihnen gesagt hat, die Menschen machen vieles was andere ihnen sagen auch sowas.

  10. Steht dort aber nicht zumindest kann ich es nicht finden.
    Brutalo-Computerspiele wie „Doom“ oder „Counter-Strike“ haben einen schlechten Ruf. Doch erhöhen sie die Gewaltbereitschaft junger Menschen tatsächlich, wie Politiker und Journalisten behaupten? Fachleute sind da zurückhaltend. „Amokläufer sind Menschen mit einem sehr speziellen Krankheitsbild“, sagt der Medienpsychologe Werner Wirth von der Universität Zürich. „Mit Sicherheit sind Computerspiele nicht die Ursache für die Gewaltexzesse.“ Bis zu 80 Prozent aller männlichen Jugendlichen spielen gelegentlich sogenannte Ego-Shooter, so Wirth: „Wenn bei einem Amokläufer solche Games auf dem PC gefunden werden, ist das ähnlich aussagekräftig wie die Entdeckung von Turnschuhen in seinem Zimmer.“

    Dennoch scheinen Killerspiele die Psyche zu beeinflussen. Als Forscher in einem Experiment Versuchspersonen nach einigen Stunden am Ego-Shooter aufforderten, andere Personen durch Lärm zu „bestrafen“, drehten sie die Lautstärke prompt weiter auf. Länger andauernde Effekte auf die Gewaltbereitschaft konnten die Psychologen aber nicht nachweisen.

  11. Aber es ist in der Regel doch ein zeitintensives Hobby.“ Durchschnittlich wenden die Spieler 20 Stunden pro Woche dafür auf. Intensivspieler kommen auf bis zu 100 Stunden.

    Also Berufstätige kriegen nie und niemmer die 100 Stunden voll in der Regel nicht einmal die 20 Stunden, die Stundenanzahl mag vielleicht auf Schüler, Studenten und Arbeitslose zustimmen aber nicht auf Berufstätige zumindest nicht wenn sie in Ganztagsbeschäftigungen sind. *Ich will natürlich nicht über die oben genannten Leute herziehen, sie schlecht machen oder sonstwie schädigen also bitte nicht falsch verstehen*

  12. Die Frage bei diesem Kurzzeit Effekt ist vor allem, wo ist die klare Aussage? Ich tippe mal darauf, das ähnliches bei Actionfilmen oder auch bei Sportlern nach einem Match auftreten würde.

  13. Der selbe Kurzzeiteffekt tritt auch bei der Arbeit, bei Gärtnern, Gesellschaftsspiele wie Mühle und Schach spielen, oder dem Autofahren auf eigentlich tritt er bei so ziemlich allen auf was auch nur im geringsten Maße Stress auslöst.

  14. @Pyri
    Leitmedium

    Als Leitmedium bezeichnet man in der Publizistik- und Medienwissenschaft ein spezifisches dominierendes Einzelmedium in einer bestimmten historischen Phase der Medienentwicklung, welchem „eine Hauptfunktion in der Konstitution gesellschaftlicher Kommunikation und von Öffentlichkeit zukommt“.
    In einer leicht abweichenden Bedeutung wird der Begriff auch für einzelne Medienangebote gebraucht, die einen besonders starken Einfluss auf die öffentliche Meinung und auf andere Massenmedien ausüben. Diese Bedeutung wurde durch den Medienwissenschaftler Jürgen Wilke im Jahr 1999 geprägt, der ihn zunächst auf Titel der gedruckten Presse bezog und als Kriterien unter anderem heranzog, welche Medien von Journalisten häufig bei der Recherche konsultiert werden.

  15. Gleich mal den Arrtikel durchlesen. Ich denke der Begriff „Gamer/Gamer“ gehört da rein, schließlich ist das doch eine „coole“ Jugendkultur…auch wenn ich immer nut von „Zocken“ spreche^^

  16. Ich kriege (grad leider nicht mehr Berufstätig :*( an die 25, allerhöchstens 30 Std die Woche hin ^^ … arbeitslos grad mal aller höchstens 50 (wenn absolut NICHTS los ist). Aber 100 stunden… eine woche hat 168 Stunden… nehmen wir 9 stunden schlaf (*7) kommen wir auf 63 stunden schlaf… also haben wir 5 Stunden übrig die wir gern als diffirenz zählen zum Schlafen nehmen dürfen ^^ ergo … ich kenne solche Leute nichtmal aus WOW – nie gehört :/
    ich kann mir das nur so erklären, dass man die Statistik eines chinafarmers genommen hat, bei denen man das Personal 24h7d auswechselt 0o

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