8 Gedanken zu “Literaturhinweise

  1. Was für ein Mist! Die „Signale“, die ein potentieller Amokläufer vor der Tat gibt – also das was die Leute um ihn herum bemerken sollten wird als letzter Punkt genannt. (erster Link)
    Und immer wieder wird eine bestimmte Quelle zitiert: „vgl. Anderson 2004;“ da zieht man sich doch glatt mit den eigenen Haaren aus dem Schlamassel…
    Außerdem: wie aussagekräftig sind denn bitte Fragebögen bei Kindern zwischen 12-15? Jetzt mal ehrlich, das kann doch keiner ernst nehmen – das tun die Kids nämlich auch nicht. Ich hab als Kind auch angekreuzt was cool war, oder was mein Nachbar angekreuzt hat. (Und wer gibt denn in dem Alter freiwillig zu, dass die Eltern einen _nicht_ GTA4 spielen lassen? Damit wäre man auf der gleichen Stufe, wie die armen Kids, die „schicken Pulli von Oma, mit dem niedlichen Kätzen“ anziehen mussten.)

    Wir sollten auch mal anfangen solche Studien zu unseren Gunsten zu veröffentlichen, als Selbstverteidigung gegen diese möchtegern-Psychoanalytiker.

  2. So einen Scheiss tue ich mir gar nicht erst an, denn es ist doch schon offensichtlich das all die Seelenklempner sich doch nur einen wissenschaftlichen Namen machen wollen, um dann wie Christian Pfeiffer öfters im TV zu einer Sendung eingekauft zu werden.

  3. Gelangweilt klicke ich http://www.vgmg.ch/forschung/forschung.htm und dan auf den Link „Modell zur Erklärung eines Schulamoklaufs“ also hier http://www.vgmg.ch/artikel_presse/Winnenden_eine_Analyse.pdf?=93

    Erwartungsfroh auf eine plausible Erklärung für einen Amoklauf sehe ich dann folgende 4 Punkte:

    1.
    Persönliche Probleme des Täters
    2.
    Zugang zu Waffen (vor allem grosskalibrige Schusswaffen)
    3.
    Massiver Konsum von Killergames und Horrorvideos (allg. mediale Gewalt)
    4.
    Ungenügende Wahrnehmung der Signale vor der Tat (mangelnde Sensibilität des Umfeldes)

    Naja… was soll ich noch großartig sagen. Solche Sätze hätte mir auch jeder Michel an den Kopf knallen können. Doch unter diesen 4 „Ursachen für einen Amoklauf“ steht der absolute Super-Gau der dem ganzen Bericht jegliche Glaubwürdigkeit nimmt:

    „Fehlt einer dieser Faktoren, kommt es zu keinem Amoklauf.“

  4. „Die Gameindustrie in den Fussstapfen der Tabakindustrie“ – Ganz schön starker schwachsinniger Tobak. Klingt genauso wie „Spiele die dazu dienen Menschen zu ermorden“ vom AAW. Machen Spiele abhängig? Einige vielleicht. Machen Spielen den Spieler oder die Menschen seiner Umgebung krank? Nein!!!
    .
    Ziemlich gruseliger Lektüre insgesamt. Die Propagandaministerien der Diktaturen der Welt hätten es nicht besser hinbekommen.

  5. „1.
    Persönliche Probleme des Täters
    2.
    Zugang zu Waffen (vor allem grosskalibrige Schusswaffen)
    3.
    Massiver Konsum von Killergames und Horrorvideos (allg. mediale Gewalt)
    4.
    Ungenügende Wahrnehmung der Signale vor der Tat (mangelnde Sensibilität des Umfeldes“
    .
    Möp :D ok wie war das mit dem CIA bericht…die meisten hatten garkeine „Killerspiele“ sone verarsche, wenn das war ist warum hört man dann nie von einem mob der einer Lanparty entsprungen ist ein waffengeschäft gestürmt hat und die innenstadt gecleart hat? (ich benutze „bewusst gecleart“)
    .
    Wenn solche vollpfosten mir sagen wollen was gewallt ausslöst dann möchte ich dennen eine Kopfnuss geben…
    .
    MfG
    Seth

  6. Die gesamten Studien und Texte enthalten die allseitsbekannten polemischen Äußerungen, wie sie in Funk und Fernsehen zu hören waren. Auch kein Wunder, schließlich stützen sich die Kritiker auf diese Texte.
    Ganz dreißt fand ich dieses ,, Erklärungsmodell für Amokläufe´´:
    zuerst erscheint es mir grotesk, eine Tat zu erklären, die garnicht erklärt werden kann, weil sie einfach verhältnismaßig viel zu selten vorkommt (verhältnismäßig, weil EINMAL ist schon zuviel) und die Täter gegenüber ihren Taten keine Aussagen mehr machen können, was viel Raum für Spekulationen lässt. Als nächstes möchte ich lobend erwähnen, das Herr Roland Näf nicht von EINER Wirkungsursache ausgeht, dafür allerdings vier von ihm aufgestellte Thesen als unabdingbare Hauptursachen für einen Amoklauf darstellt:
    1) Private Probleme des Täters
    2) Zugang zu Waffen
    3) Massiver Konsum von medialer Gewalt
    4) Ungenügende Wahrnehmung der Signale
    Diese führt er weiter unten aus und nennt das dann seine Analyse und stellt gleich noch seine Forderungen gegen diese Probleme auf und vergisst dabei nicht zu betonen, das die Politik sich hierfür einzusetzen habe.
    DAS ist kein Erklärungsmodell, sondern ein Schreiben mit politischen Forderungen, mehr nicht! Er liefert keine Argumente für seine Thesen, noch belegt er die Wirksamkeit bzw Notwendigkeit seiner Forderungen.
    Zu den ,,Hauptursachen´´:
    a: Ich hätte Punkt 1 und 4 zusammengefasst bzw. hätte diese beiden Punkte mit einigen anderen, wie emotionaler Druck, psychische Verfassung, Drogenkonsum etc. unter Situation des Täters aufgeführt
    b: Zwischen Punkt 2 und 3 bemerkt man die übliche Unverhältnismäßigkeit: Verschärfung des Waffengesetzes – Verbot von gewalthaltigen Videospielen
    Übrigens: Näf widerspricht sich selbst, schon in diesem kurzen ,,Werk´´
    Er sagt, alle von ihm aufgeführten Punkte seien für einen Amoklauf zwingend notwendig.
    Bei Punkt 2 schreibt er aber, dass die Wahrscheinlichkeit eines Amoklaufes vom Zugang zu Waffen abhänge. D.h. mit Waffen wäre es wahrscheinlicher, aber ohne immerhin noch möglich. Hiermit widerspricht er sich. Gut, er könnte sich auch unglücklich ausgedrückt haben. Ich hätte geschrieben, dass die Möglichkeit eines Amoklaufes vom Zugang zu Waffen abhängt.
    Zu Punkt 3: In seinen Thesen stellt er Videospiele als eine Hauptursache von Amokläufen dar. In seinen Ausführungen ergänzt er diesen Punkt mit den Faktoren Stress und Drogenkonsum. Näf behauptet, dass eingeübte Mechanismen aus Videospielen unter Stress oder Drogenkonsum ergriffen werden. Weiter unten in seinen Forderungen ist allerdings nichts von Aufklärungskampagnen über Alkohol und Drogen zu lesen. Recht inkonsequent.
    Dieser Text ist exemplarisch für alle weiteren Texte, dort lassen sich fragwürdige Thesen finden, die durch noch fragwürdigere Methoden ersonnen wurden. Wie wohl sonst ist die Behauptung zu erklären, dass ein Amoklauf nicht stattfinden kann, wenn der Täter keine gewalthaltigen Videospiele gespielt hat. Viel Spass beim lesen. Oder besser, viel Geduld, denn die braucht ihr nämlich, ach ja:´ne Kanne Roybosch-Tee auch :)

  7. zu 3.
    „Massiver Konsum von Killergames und Horrorvideos.“

    So ein Schwachsinn wieder. Seit wann ist das „zwingend“?
    Darf es dann keine Amokläufe mehr geben, wenn es keine Killerspiele mehr gibt?
    Ist das die Vorstellung die unsere Politiker haben?
    Dazu nur ein großes LOL.
    Und wenn es keine Autos mehr gibt
    => keine Unfälle
    => Autos verbieten? ^^


    gg ;->

  8. Hm, also, ihr habt recht mit dem Erklärungsmodell. Das ist einfach nur noch traurig.
    Die anderen Studien könnt ihr allerdings nicht so einfach beiseite wischen. Schließlich sind das tatsächlich wissenschaftliche Studien, und der Vorwurf von Boomboy ist da eine reine Spekulation. So ein Niveau sollten wir hier eigentlich nicht pflegen.

    Was als Kritik allerdings hier angebracht werden muss ist dass keine Quelle Studien zitiert die zu gegenteiligen Ergebnissen führen. Es sind zwar nicht os besonders viele, aber es gibt dazu neuere Studien.

    Mal sehen was ich schaffe davon zu lesen.

    Gruß,
    Mars

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