Interview mit einem USK-Mitarbeiter

(Gamestar) “Er überfährt Passanten, zündet Lazarett-Zelte an und versucht, Pixelleichen zu stapeln: Marek Brunner hat einen außergewöhnlichen Beruf. Im Interview erklärt der Leiter der USK-Testabteilung seinen Alltag und spricht über Counter-Strike, Zensur und traurige Erotikspiele-Hersteller.”

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8 Gedanken zu “Interview mit einem USK-Mitarbeiter

  1. Gutes Interview, hab ich mir gestern bei GameSar.de durchgelesen.
    Hatte bei dem Interview den Eindruck, dass sich die USK von den Kritikern nicht bedroht sieht. Vielleicht ist an den Verbotsforderungen doch nicht soviel dran. Komisch ists ja schon, dass das genau zur Wahl wieder zum Thema gemacht wird – meinen wohl echt, dass sich dadurch massiv Stimmen gewinnen lassen. Man wird ja sehen, ob sie recht behalten, allerdings glaube ich, dass es diesmal nicht klappen wird und sie massiv an Stimmen einbüßen müssen, was aber nicht nur an der Killerspieledebatte liegt :) . Bei den älteren Leuten (Rentner – die schon welche sind) können sie vielleicht noch Punkten, durch die Rentenversprechungen etc. aber bei den jungeren sicher nicht.

  2. Da gibt es zwei Punkte, die ich bei der USK kritisch sehe. Das erste fällt unter den Begriff “divide and conquer” (teile und herrsche). Wie kann ich, als Tester, ein richtiges Bild von einem Spiel haben, wenn ich nur einen Teilaspekt des Spiels testen darf, wobei sich mir die weitere Frage stellt, ob ich überhaupt so einen Tunnelmikroskopblick durchhalten kann? Andererseit, wie kann der Prüfer das Spiel richtig einschätzen, wenn er nur die Einzelergebnisse der Tunnelblicks-Testspieler bekommt?
    Das erscheint mir alles sehr subjektiv und falsch zu sein.

    Das andere ist die Aussage, das in deutschland jeder Erwachsene, jedes Computerspiel besitzen und spielen darf. Das ist nicht wahr, und es wird auch nicht durch immerwährende Wiederholungen wahr.
    Klammern wir mal aus, das es beschlagnamte Spiele gibt, also Spiele, die richtig und echt verboten sind. Es gibt noch die indizierten Spiele, also die Spiele, die nicht beworben werden dürfen. An diese Spiele kann man nur kommen, insofern man Kenntnis von diesen Spielen hat. Da diese Spiele nicht beworben werden dürfen, hat man im Zweifelsfalle keine Kenntnis von der Existenz dieser Spiele, und kann sie sich demzufolge auch nicht beschaffen.

  3. @Arbol01
    Na das mit dem besitzen und spielen dürfen stimmt schon – verkaufen und verschenken bloß nicht, die Frage ist so eher wie und wo die Spiele zu bekommen sind
    Vielfach bleibt da oft nur der Weg ins Ausland, und das hat schon mit der USK Zu tun

  4. Zitat: Bei den älteren Leuten (Rentner – die schon welche sind) können sie vielleicht noch Punkten, durch die Rentenversprechungen etc. aber bei den jungeren sicher nicht.”
    .
    – Leider haben die Rentner eine besonders hohe Wahlbeteiligung.
    und unter den jungen Leuten wollen nur 30-40% ganz sicher zur Wahl gehen.
    (dieses Jahr)
    (hab ich irgendwo gelesen)

  5. Trotzdem bleibt es Tatsache das die Firmen wegen der USK schneiden denn ist denen was zu hart wird es nicht freigegeben was den Titel dann zum Indizierungsfreiwild macht oftmals erhält ein Titel auch eine im Internationalen Vergleich ungerecht hohe Einstufung um das zu verhindern bleibt nur der Griff zur Zensurschere.

  6. Also ich habe selbst ein Interview mit einem Mitarbeiter der USK geführt und der wirkte auf mich recht stark daran interessiert, das typische Bild der Computerspiele zu verändern. Es war aber auch kein Tester sondern eher einen für Öffentlichkeitsarbeit. Ansonsten ist dieser Spruch:” Es ist kein Spiel verboten” und so weiter halt schwachsinnig, weil in Diktaturen auch nicht jede Zeitung von der Regierung kontrolliert wird. Die Zensur verselbstständigt sin und die Leute zensieren von alleine. Aber ich bin froh über jedes Interview der USK, welches Zeigt, dass dort doch ein wenig mehr Sachverstand vorzufinden ist als in den Regierungskreisen.

  7. Mit einem hat die USK aber doch recht solange ein Spiel nicht beschlagnahmt ist das jeder der die Volljährigkeit erreicht es im Laden der einem das Spiel anbietet kaufen auch Indizierte und Importe aber dann halt eben nur unter der Ladentheke doch 90% aller Läden tun das nicht, die bieten sowas nicht an weil a die Nachfrage bei Ottonormalkäufer angeblich nicht da ist und b weil man um den Ruf des Ladens fürchtet, wenn man bedenkt das manch ein Geschäft sogar einige der ab USK 12er (Warcraft 3) und fast alle USK 16ner (Counter-Strike/Conflict Desert Storm/Conflict Vietnam/Conflict Global Storm)und überhaupt alle mit USK KJ entfernen verwundert das nicht. Aber das von Gestern was ich genannt hatte trifft auf die USK zu, die Selbstzensur ist für die Firmen in aller Regel die einzige Möglichkeit die gleiche Alterseinstufung wie der Rest der EU zu erhalten bzw. überhaupt eine Einstufung zu erhalten.

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