Ignorant oder bewusst geschmacklos?

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Es gefällt sicherlich keinem, wenn sein Hobbie von Joachim Herrmann in die Nähe von Kinderpornographie und illegalem Drogenkonsum gerückt wird und einem von der Staatsanwaltschaft Darmstadt nebenbei auch noch das Recht streitig gemacht wird sich über derartige Vergleiche aufzuregen. Auch ist es gewiss kein schönes Gefühl, wenn Videospiele vermehrt nur noch unter der Ladentheke gehandelt werden oder man Name und Anschrift beim Kauf eines Spieles hinterlassen muss. Man bekommt dabei den Eindruck das gewaltdarstellende Videospiele etwas anrüchiges, gesellschaftlich unerwünschtes seien. 

Um zu dieser Annahme zu kommen muss man nicht einmal paranoid sein, denn grade diese Einflussnahme auf das Rechtsempfinden der Bevölkerung ist gewünscht. So befürwortet Josef Kraus, der Präsident des deutschen Lehrerverbandes, ein Verbot von „Killerspielen“, da dies „das Unrechtsbewusstsein der Eltern und Kinder schärfen“ würde. Während nach den Spielekillern Renate und Rudi Hänselelektronischen Trainingsprogramme […] von der Gesellschaft geächtet“ werden sollen sollte es nach dem Medienwirkungsforscher Lukesch auch „in der Gesellschaft geächtet werden, wenn jemand mit solchen Spielen Geld verdient„. Der Medienpsychologe Rudolf Weiß geht noch einen Schritt weiter und wünscht sich eine „gesellschaftliche Ächtung […] bis zur jugendlichen Freundin, die ihren Freund vor die Wahl stellen sollte, sich mit ihr anstatt mit bluttriefenden Computerspielen zu beschäftigen.“.

Aber auch andere springen auf diesen Zug auf. So fordert der bayrische evangelische Landesbischof Johannes Friedrich, ebenso wie der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion Hans-Peter Uhl, „Computerspiele, deren wesentlicher Gegenstand das Töten ist, […] gesellschaftlich zu ächten„. Mit den Verboten von drei eSport-Turnieren und einer LAN-Party wird dies nun Wirklichkeit. Selbst Regine Pfeiffer attestiert angesichts von Berichten der Gamer, dass man manche Formen der Ächtung bereits  „unter der Überschrift Diskriminierung unterbringen“ könne.

Dass auch Gamer dieser Auffassung sind und sich über die staatlich verordnete Diskriminierung beklagen ist selbstverständlich. Die Art wie sie das tun aber nicht immer. Wenn man im englischsprachigen Raum auch schon gerne mal vom „fascist anti-videogame state“ spricht und News mit Donald Duck als Nazi aus dem Film „Der Fuehrer’s Face“ illustiert mag das schon unpassend sein. Aber manche Aktionen, die man hierzulande mitbekommt, schlagen dem Faß doch den Boden aus.

In Kommentaren und Foreneinträgen wird angesichts der eskalierenden Diskussion über gewaltdarstellende Videospiele auch mal gemutmaßt, dass Spieler bald nur noch mit einem gelben Stern – mit der Aufschrift „Gamer“ versehen – auf die Straße gelassen werden. Dieser Vergleich sollte speziell hier in Deutschland genauso unmöglich wie die grafische Umsetzung, die seit einigen Wochen im Netz kursiert, sein. Solche Aktionen lassen sich eigentlich nur durch die Anonymität des Netzes erklären.

So glaubte man zumindest, bis man auf Fotos der ersten Gamer-Demos ungläubig gewisse Plakate entziffert. Da besitzen bestimmte Personen doch tatsächlich den Nerv mit Sprüchen wie „Wollt ihr den totalen Generationenkonflikt?“ sowie – als Kommentar dazu, dass bestimmte Supermarktketten Videospiele und Filme aus dem Sortiment gestrichen haben – „Wir verkaufen nicht an Gamer!“ (inklusive „Gamer“stern) auf die Straße zu gehen und dabei auch noch den Glauben zu haben den Gamern damit etwas gutes zu tun.

Abgesehen davon, dass man bei Gamern höchstens von einer Diskriminierung und nicht von einer Verfolgung sprechen kann, sollten sich diese Vergleiche von selbst verbieten. Auch wenn man, aus welchen Gründen auch immer, annimmt, dass es angebracht sei hier nach Parallelen zu suchen, sollte es offensichtlich sein das man mit solchen Aktionen den Gamern schadet und nicht nutzt. So distanzieren sich im Forum der „Aktion Jugendkultur“ selbst Spieler von diesen Schildern und konstatieren entmutigt:

Auf der Demo wurde nicht das Vorurteil vom dumpfen Killerspieler abgebaut, sondern bestätigt.“

Ich bitte übrigens darum derartige Inhalte weder in Forum, Gästebuch oder Newskommentaren dieser Seite zu hinterlassen. Nicht weil man Spielern dadurch einen Bärendienst erweist, sondern weil ich solche Vergleiche schlicht und einfach unmöglich finde.

147 Gedanken zu “Ignorant oder bewusst geschmacklos?

  1. HM?!?! ich weiß nich was man dazu sagen soll auf der einen seite sage ich zu freunden im bezug auf killerspieledebatte „wollt ihr den totalen generationskonflikt“ aber auf der anderen seite finde ich es auch richtig das man diskriminierung nicht mit einer verfolgung vergleichen sollte.

  2. Darf ich mal fragen, was die beiden Plakate eigentlich miteinander zu tun haben, oder warum wird das so hingestellt? Stigma Videospiele = neue Bild-Zeitung?

    Zu den Vergleichen: Wenn uns schon das Ausland auf diese Weise sieht, könnte dann nicht ein Fünkchen Wahrheit dran sein? Selbst sieht man sich ja nicht immer so kritisch, aber manche haben es scheinbar immer noch nicht kapiert, dass wir nicht im Knuddelland der Glücksbärchis leben.

  3. hm also ich muss sagen das mir das schild mit dem Generationenkonflikt gefällt, eben weil es dieses abgewandelte Zitat ist und auch gleichzeitig auf die vergangenheit im umgang mit neuem jugendlichem denken hinweißt
    das der judenvergleich einfach nur blödsinnig ist sollte klar sein…

  4. Das wir in Deutschland keine Vergleiche mit irgendwelchen Ereignissen aus der Zeit Nazi-Deutschlands machen dürfen, ist eigentlich hinlänglich bekannt. Diese werden grundsätzlich gegen einen verwendet, egal ob sie angebracht sind oder nicht.
    Ich stelle mir die Frage, ob dem auch noch so ist, wenn man statt auf Judendiskreminierung auf die, in Deutschland, weniger stigmatisierte Diskreminierung der (verdamt ich weiß das politisch korrekte Wort gerade nicht) schwarzen Bevölkerung, andeutet. Was allerdings bei uns auf Grund des geringeren Bekanntheitsgrades auch weniger Wirkung erziehlt.
    Es ist ein schwieriges Thema. Da Symbole und Analogien aber schneller wirken als Erklärungen sollten wir Gamer uns, gemeinsam, geeigneter Analogien und Symbole bedienen.

  5. schön das du anscheinend nur Seite1 im Thread gelesen hast…

    Ich wollte mit diesem und den anderen Plakaten aufzeigen, wie eine schleichende diskriminierung der Gamer stattfindet.
    Die anderen waren zB die Zitate von Beckstein und J.Herrmann.
    Klar, sind wir in Deutschland noch nicht soweit, das alle Gamer sich öffentlich „outen“ müssen oder das alle Geschäfte zu solchen fadenscheinigen Begründungen greifen wie Kaufhof

    „“
    Mit diesem Schritt möchten wir ein weiteres Zeichen für unsere soziale und gesellschaftspolitische Verantwortung setzen
    „“

    aber damals kam es auch nicht über Nacht.
    Solche Diskriminierungen gehen immer schleichend. Und wenn Politiker und Medien lang genug darüber berichten wird es immer schwerer, solche Dinge wieder auszuräumen.

    Aber eins wurde damit erreicht, es wird darüber gesprochen! zwar nicht auf großer Bühne aber immerhin ein Anfang

    mfg

  6. @Booomboy

    da gebe ich dir recht auch bei dem satz “Sowas wie mit Hitler wird uns nicht noch mal passieren”. genauso wie mit der stasi wird uns ja auch nicht mehr passieren und guckt euch mal die onlinedurchsuchungen an ist fast das gleiche

  7. Wenn jemand die industrielle Vernichtung von ganzen Teilen der Bevölkerung mit der momentan Gamer-Hetze gleichsetzt, dann ist das nur mit grober Unkenntnis der Geschichte erklärbar. Da liegen zum Glück noch Welten dazwischen.
    Dennoch bleibt festzustellen, dass die Ausgrenzungen in der Gesellschaft zunehmen. Die Ränder werden breiter, alles was nicht zur vermeintlichen Norm passt wird Repressalien ausgesetzt. Im Endeffekt bekommen Gamer jetzt zu spüren, was Andersaussehende, seien es jetzt Gothics oder traditionelle Moslems, schon seit Jahren zu spüren bekommen. Einer Bekannten von mir ist letztens gekündigt worden, weil sie bekennende Wicca ist.
    Und das sind schon Symptome wie sie totalitäre Strukturen auch zeigen. Hier macht es durchaus Sinn, mit Plakaten wie dem Ersten („Wollt Ihr…?“) mit der groben Kelle darauf hinzuweisen. Das mag geschmacklos sein, verfehlt seine Wirkung aber nicht.

  8. @Gurash:

    Zwischen „Diskriminierung“ und „Verfolgung“ (und anschließender „Vernichtung“ vieler Menschen) besteht aber ein himmelweiter Unterschied. Ja, es ist toll, wenn darüber gesprochen wird – aber ich würde es gerne sehen, wenn positiv über unser Anliegen gesprochen wird. Symbole wie der „Gamerstern“ tragen sicher nicht dazu bei.

  9. Und so beginnt es:
    http://www.zachseinblog.de/index.php/2009/07/30/sos-kinderdorf-lehnt-spende-von-gamernetzwerk-ab/

    Manche wissen anscheinend gar nicht, wie froh sie sein können, dass in Deutschland als Protest nur ein paar krasse Schilder (wobei es in Zeitungen schon viel krassere Karikaturen gab) gezeigt werden. Wer den kleinen Blick über den Tellerrand nach Frankreich und Griechenland wagt (von der Realität in anderen Ländern will ich jetzt gar nicht anfangen), für den wird das Erwachen aus dem Dornröschenschlaf wohl nicht so unsanft. Soziale Unruhen bald auch bei uns? Die Globalisierung macht es wohl möglich, ob es uns gefällt oder nicht.

  10. @Gurash
    Endlich mal jemand der der es Ausspricht.

    Der Vergleich zielt meiner Meinung nach nicht auf das Ende des Holocausts ab sonder auf den Anfang der Verfolgung.

    Und wenn man den Anfang der Judenverfolgung mit der stetig mehr werdenden Diffamieung der Gamer vergleicht, dann zeigt uns die Vergangenheit sehr gut, wo unser Weg noch in führen kann.
    Und gerade deswegen ist eine übertriebene Darstellung auch nicht so verkehrt.

  11. @ Boomboy
    Den Zentralrat der Juden fragte ich an deiner statt lieber nicht. Er ist nicht dafür bekannt für was anderes als sich selbst einzutreten und auch kein Freund irgendwelcher gearteten Vergleiche.
    Aber es gibt bestimmt andere historisch Gruppen die einem da entgegenkommender sind und die auch ein verwertbares Symbol haben.

  12. Ich denke keiner denkt, dass ‚Gamer‘ irgendwann vernichtet werden sollen o. Ä., aber diese Anspielung erfordert erstmal einen Funken Humor, den die meisten Gamer besitzen. Humor heißt ja nicht, dass man drüber lachen muss.. Die Kritiker sagen, dass man damit den Holocaust verharmlost oder wie auch immer, aber eigentlich will man einfach nur auf die Diskriminierung aufmerksam machen und das an der Stelle, die dem deutschen Bürger am meisten wehtun sollte, nämlich mit Vergleichen zum dritten Reich. Ich finde gerade dass dieser radikale Vergleich stattfindet zeigt einfach nur dass Gamer sich in eine Ecke gedrängt fühlen und absolut keine andere Möglichkeit mehr sehen von dem Staat auch nur ansatzweise wahrgenommen zu werden. Das können wir doch alle bestätigen.

  13. Ich bestätige,Egocide.

    @Nyarla,
    Normalerweise darf ein Unternehmen keinen Mitarbeiter aufgrund seiner Religion oder Herkunft kündigen, das ist sowas von rechtswiedrig.
    Es sei denn, dass durch ihre Religion die Arbeit zum erliegen kommt bzw. der Arbeit Probleme bereitet die die Existenz des Unternehmens gefährden.

  14. @Patrick
    Von Vernichtung etc war (von meiner Seite) nie die Rede, es zielte immer darauf das Gamer in Deutschland immer stärker diskriminiert werden.

    Die Politiker mit Rechtsextremen gleich zu setzen ist übertrieben.
    Wir Gamer werden vermutlich nie irgendwo „zusammengetrieben“. Dagegen gehen sie ja vehement vor, Absage über Absage von bösen LANs zeigt ja das sie das nicht wollen.

    Und brennende Autos, zerstörte Strassenzüge wie in Frankreich oder Griechenland kann definitiv auch keine Lösung sein. Wir müssen zeigen wie mit uns umgegangen.

    Das ich dabei anscheinend die Geschmacksgrenzen einiger überschreite habe ich mir gedacht.

    Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.

  15. Wir könnten jetzt sicher noch stundenlang drüber diskutieren ob Nazivergleiche angebracht sind oder nicht, aber sie werden uns nicht weiterbringen. Beim „Volk“ wird es zum Großteil Kopfschütteln verursachen und es wird sich eher negativ auf uns auswirken. Ich denke, daß wir mehr erreichen, wenn wir Flyer (zB die von Stigma) mit Argumenten verteilen.

  16. Ich finde die Vergleiche durchaus angebracht. Womit sollen wir uns denn sonst zur Wehr setzen, verdammt nochmal, blöd rumschwafeln?
    Nein aber mal ehrlich, ich sehe nicht das das „Image“ der Gamer dadurch bestätigt wird oder sonst was, das Bild vom waffenvernarrten, menschenhassenden Außenseiter-Gamer hat sich dank der Medien und Politiker schon seit Jahren in den Köpfen der uninformierten Leute eingebrannt. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht wo das Problem ist. Diese Bilder und Vergleiche sind ein Zeichen für die Machtlosigkeit gegenüber den ganzen Lügen. Und da Hitler direkt die Vergangenheit Deutschlands ist und es so ein extremes Thema ist, bietet es sich wunderbar an für Vergleiche. Lieber die Leute mit schockierenden Vergleichen aufwecken als stundenlang debattieren und nie etwas erreichen!

  17. Auch wenn es durchaus stimmt, dass es „damals“ nicht übernacht angefangen hat, halte ich solche Vergleiche, gerade mit dem Stern, für schwachsinnig und ziemlich herabwürdigend gegenüber den wahren Opfern. Immerhin ist noch kein Gamer wegen seines / ihres Hobbies verprügelt oder getötet worden und schon gar nicht staatlich saktioniert und organisiert. Zudem fußte dei gezielte Verfolgung der Juden nach 1933 bereits auf einen viele Jahrzehnte alten Antisemitismus. Die Nazis haben den lediglich kanalisiert und gemäß ihrer Ziele weiter unterfüttert. Des weiteren kann sich die Diffamierung von Gamern gar nicht so weit hochschaukeln, weil es heute über das Internet, Handys und anderes so viele Mittel gibt, Zensur und Verfolgung öffentlich zu machen und damit vor der Welt anzuprangern (siehe Iran). Das nimmt der Verfolgung eine wichtige Stütze, mämlich die Anonymität. P.S. Ich bin kein Jude, sondern überzeugter Atheist.
    .
    Abgesehen von dem moralischen Aspekt, haben die Schöpfer der Plakate schon eine armselig geringe Fantasie, dass sie sich alter und dermaßen vorbelasteter Symbole bedienen müssen anstatt eigene zu entwerfen. Wer es nötig hat, mit solchen Vergleichen zu kommen, der ist auch nicht besser als Hermann und Co und schadet unseren gemeinsamen Zielen, nämlich der gesellschaftlichen Anerkennung unseres Hobbies.

  18. jaja, alle finden es toll das im Iran für Demokratie, Pressefreiheit und Co getwittert wird…. und hierzulande sind einige Politiker der Meinung im Bundestag müsse es Twitterstörsender geben weil Twitter der Feind der Demokratie ist… soviel zum Thema Doppelmoral in unserem Land.
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    Es stimmt, Antisemitismus gibt es bereits seit den alten Römern, aber es gibt auch seit jeher Angst vor allem neuen und das, was die Jugend „toll“ findet, war bei der älteren Generation schon immer suspekt oder das Wurzel allen Übels (angefangen von Romanen, über Roch´n´Roll, der AntiBabyPille bis HeavyMetal) soweit gab, und ich fürchte wird es immer einen Generationenkonflikt geben.

  19. Was soll es denn dann sein, wenn nicht politische Verfolgung? Diskriminierung kann vieles bedeuten, aber par tout nicht von Verfolgung sprechen zu wollen, weil offensichtlich kein Leib und Leben bedroht wird, halte ich doch für sehr verharmlosend.

    Schließlich kann auch das womit man sich in seiner Freizeit wie hier beschäftigt bis zum jeweiligen Denken weitreichende gesellschaftlich-soziale Folgen haben: im Privat- wie Berufsleben. Etwas als möglicherweise „geschmacklos“ zu apostrophieren finde ich dabei schon auch interessant – worum geht es bei der Ablehnung von Spielen denn dann, wenn nicht um Empfinden und Geschmack?
    Und welche Ignoranz? Die eigenen kulturellen Vorstellungen zu hinterfragen?
    Ich denke, mit dieser News-Meldung werden massive Defizite deutlich was Geschichte und Politik im Deutschland des 20. Jahrhunderts betrifft: wo soll das enden, wenn weiter so getan wird, als ob hier keine Rechte von andersdenkenden Menschen massiv verletzt würden und der Staat als etwas dermaßen selbstverständlich unantastbares und seinerseits moralisch gefestigtes hingestellt wird. Woran erinnert ein solches Staatsverständnis ebenfalls doch nochmal…

    Glaubt hier wirklich jemand ernsthaft diese News-Meldung so rechtfertigen zu können, dass Entwicklungen vor einem dreiviertel Jahrhundert einmal plötzlich begonnen hatten und dann 1945 auf einmal wieder aufhörten, sowie hernach kommendes später ja nicht damit in Verbindung zu bringen wäre – so kommt mir das nämlich vor… Schade
    Antifaschismus geht aus meiner Sicht jedenfalls ganz anders – sofern diese News überhaupt Ausdruck davon sein soll…

    @Patrick
    in der „Zeit“ soll nach Winnenden folgendes gestanden haben: „Wir müssen uns neben die Jugendlichen setzen und uns den ganzen Müll ansehen, den sie sich einverleiben und verbreiten, und wir müssen ihnen den Respekt entgegenbringen, ihnen zu sagen, dass es Müll ist“, zitiert nach Tim Rittmann.
    Mit welchen „Argumenten“ soll etwa solchen Vorstellungen, noch von „Respekt“, begegnet werden?

  20. Immerhin ist noch kein Gamer wegen seines / ihres Hobbies verprügelt worden.
    .
    Das kommt noch wartet es nur ab wenn amn Gamer schon auf überlste beleidigt werden, öffentliche Ächtung gefordert und getätigt wird und Sprüche abgelassen werden wie *Man solte euch an die Wand stellen* oder *Für Leute wie sie sollte man die Gaskammern wieder einführen* ist es nur noch eine Frage der Zeit bis auch körperliche Gewalt angewandt wird.

  21. @Crusader
    Welche staatliche Willkür wurde im Iran durch die genannten Telekommunikationsmöglichkeiten denn verhindert? Hier geht es doch um die Vermittlung von Unrecht, eine Demokratisierung des Journalismus, wofür es auch erstmal Unrecht geben muss – und gar nicht um dessen Bekämpfung?
    Aber wäre es nicht besser, dass es zu einer Unrechtssituation überhaupt nicht kommt – diese noch im Vorfeld zu verhindern. Auch der iranische Staat exisitiert in seiner aktuellen Form bereits seit über einem Vierteljahrhundert…
    Und ich bezweifle stark, dass sich aufgrund der genannten Möglichkeiten daran in Zukunft viel ändern wird – wie denn auch?
    Und mit schönreden ist denk ich niemandem geholfen

  22. Quote: „Ich bitte übrigens darum derartige Inhalte weder in Forum, Gästebuch oder Newskommentaren dieser Seite zu hinterlassen. Nicht weil man Spielern dadurch einen Bärendienst erweist, sondern weil ich solche Vergleiche schlicht und einfach unmöglich finde.“ –

    Ich weiß nicht, wo ich das schonmal gehört hab…….. Du findest etwas unmöglich und somit soll es nicht sein. Sorry, das ist genau das Gleiche, was die Politiker machen. Nur, dass du es schöner verpackst. Jeder sollte seine Meinung sagen dürfen.. und mit so einer „Bitte“ entmutigst du viele Leser/Poster, überhaupt noch zu argumentieren.

    Zum Thema Judenstern: Das geht natürlich etwas zu weit, aber scheinbar wird man ja sonst nicht gehört. Es ist einfach nur ein überspitzter Vergleich, um überhaupt erstmal gehört zu werden. Wenn man dann die Aufmerksamkeit hat UND noch die richtigen Argumente und Sachlichkeit, dann hat man gute Karten, etwas in der Bevölkerung zu ändern/informieren.

  23. Wenn die Öffentlichkeit uns sonst kein Gehör schenkt, dann ist es manchmal nötig sich besagtes zu beschaffen. Und da muss man manchmal zu drastischen Mitteln greifen.
    Ich finde die dargestellten Dinge zwar hart an der Grenze – aber ich kann es verstehen.
    Die Gleichgültigkeit ist hier das Problem – die meisten nicht-Gamer, mit denen ich spreche, haben kein Interesse an dem Thema. Sie sind zwar meiner Meinung (Verbot=Bullshit), aber ansonsten ist es Ihnen egal.
    Wenn es eine Erinnerung braucht, wie die Dinge hier schon mal gelaufen sind, dann auch mit solchen Vergleichen. Die Gegenseite arbeitet bekanntlich mit ähnlichen Vorschlaghammer-Parolen (z.B. KiPo-Vergleich).
    Nun, vielleicht sollten wir Spieler -bekanntlich ja eher intellektueller Natur- statt des Sternes doch eher die Weiße Rose zeigen…

  24. Weiße Rose klingt gut. Da werden wohl auch viele was mit anfangen können.

    Alternativ schlage ich vor wir entwenden ein weiteres aktuell benutzes Symbol. Christen tragen doch gerne diesen stilisierten Fisch am Auto. Da könnte man auch prima Gamer reinschreiben.

  25. Also mit meinem Kommentar hab ich für die Spieler gesprochen und dass ich das verstehen kann undas toleriere, aber ich muss auch zugeben, dass das bei denen, die Computerspiele sowieso schon kritisieren, eher das Gegenteil bewirkt. Und auch neutrale Personen halten das erst mal für übertrieben.
    Also: Verständnis für die Vergleiche haben, aber diese Art des Protests nicht in der Öffentlichkeit fördern. Uns fallen hoffentlich noch bessere Wege ein, um auf die Missstände aufmerksam zu machen.

  26. @Egocide
    Mir gehen die Ideen aus, habe Politiker angeschrieben, Zeitungen und TV Anstalten ebenso, habe Flyer verteilt, habe Aufklärung auch außerhalb meines Bekanntenkreises getätigt, habe Petitionen unterschrieben und verbreitet, habe Werbung für Petis und Demos gemacht etc. etc. etc.

  27. Hört um Gottes Willen mit diesen Nazivergleichen auf. Das hat in diesem Land noch nie irgendeiner Sache genutzt, eher im Gegenteil.

  28. also an gott glaub ich nicht :)
    .
    und abgesehen von juden und nazis bekommste doch in deutschland keine reaktion mehr…petitionen mit 135k mitzeichnern werden ignoriert…um ehrlich zu sein bin ich überrascht das noch nichts schlimmeres passiert ist, daran sieht man aber auch das gamer im schnitt friedfertiger sind als andere junge menschen. (man denke an die ausschreitungen von links- und rechtsextremen)
    .
    MfG
    Seth

  29. Wir werden von Moralfaschisten verfolgt, also warum sollten wir nicht auf eine Weise und Art demonstrieren und kritisieren, welche es deutlich macht, dass wir es hier mit einer Art des Faschismus zu tun haben und nicht Moral oder irgendwelchen Werten?

  30. Ich erinnere daran, dass Juden in Deutschland auch nicht von Anfang an in KZs geschickt wurden. Das begann schleichend. Ich nehme an, die Spieler möchten nicht auf die Judenverfolgung des Dritten Reichs hinweisen, sondern auf die schleichende Diskriminierung, die es schon gab, ehe die systematische Vernichtung begann. Und dass die Gamer in Deutschland in einer ähnlichen Lage sind – siehe die Sache mit SOS Kinderdorf – ist nicht von der Hand zu weisen. „Deutsche, wehrt euch! Kauft nicht bei Juden!“ – „Deutsche, wehrt euch! Verkauft keine Killerspiele!“ trifft durchaus den Nagel auf den Kopf…
    .
    Dass im Ausland der Nazi-Vergleich naheliegend ist (du hast in deinem Artikel nicht erwähnt, dass das Bild mit ‚Nazi-Donald‘ von einer englischsprachigen Website stammt – erinnert mich an gewisse TV-Sendungen, wo Ein Hr. Fromm und andere auch Spielszenen in dem Kontext zeigen, der ihnen passt… ;) ), sollte niemanden wundern. Lies einmal die Kommentare amerikanischer oder britischer User zu Themen wie „Gears of War banned in Germany“ oder einfach zum Artikel über die BPjM in der englischen Wikipedia. So werden die deutschen Restriktionen halt international von der Gamer-Szene, die in ihren jeweiligen Heimatländern zumeist mehr Freiheit und Akzeptanz genießt, gesehen. Hat nichts mit Geschmacklosigkeit zu tun. „Germany is a fascist country“…
    .
    Diesen Artikel hättest du dir jedenfalls sparen können, denn bewusst oder unbewusst schwingst du dabei die gleiche Moralkeule wie die Spielegegner… ;)

  31. @Booomboy Natürlich ist ihr nicht platt mit dem Argument gekündigt worden: „Sie sind Wiccca!“ Sondern ganz subtil, dass das ja wohl eine Sekte sein, die perverse Praktiken betreibe. Sie arbeitete in einer sozialen Einrichtung, und da würde sie mit ihrer Moral einen schädlichen Einfluss haben.
    Was das mit Gamern zu tun hat? Solange unwidersprochen Gamer mit mordgeilen Päderasten gleichgesetzt werden, ist es nur eine Frage der Zeit bis uns das gleiche blüht. „Ächtung“ geht deutlich über Missbilligung hinaus. „Ächtung“ bedeutet Ausgrenzung, „Ächtung“ bedeutet den Verlust von Rechten. Es ist noch keine 40 Jahre her, da durfte man nicht mal Briefträger werden, wenn man in der falschen Partei war.
    Neben schierer Ignoranz ist es natürlich auch das Spekulieren auf Wählerstimmen bei der Generation Kugelschreiber, die Politiker zu so einer Hetze bewegt. Daneben kommen auch religiöse Beweggründe hinzu, wie Herr Pfeiffer, der ja das „Killerspiel“-Verbot u.a. mit dem alten Testament begründet (http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C26425732_L20.pdf). Und gegen Gottes Gebot mit Christen diskutieren… viel Spaß dabei ;-)

  32. Wenn übertriebenes Selbstmitleid und das Geschichtsverständnis von Grundschulabbrechern aufeinandertreffen passiert eben so etwas…
    Da läuft offensichtlich etwas verdammt schief in Deutschland.

    @LiquidSnake OH! Also wenn das amerikanische 14-Jährige in Internetforen sagen, dann muss es wohl stimmen. Die sind ja tatsächlich Experten in europäischer Geschichte und Faschismus!
    Leute wie du sollten mal ein Wochenende in Nordkorea verbringen, bloß um die Perspektive und die grottenschlechten Vergleiche ein wenig geradezurücken.
    SOS Kinderdorf = „Kauft nicht bei Juden“!?

    Katastrophe!

  33. Nochmal: Ich kann die Verzweiflung nachvollziehen, aber was hält jemand davon, der es schon für übertrieben hält, dass wir auf die Straße gehen? Oder solche die den ‚Hexenjagd‘-vergleich für übertrieben halten. Vielleicht bekommt man ja so aufmerksam, aber Schlagzeilen wie „Gamer vergleichen Politiker mit Nazis und sich selbst mit verfolgten Juden“ bringen nichts.

  34. Tut zwar nicht wirklich was zur Sache, aber wenn man sich das alles durchließt kann man zu der Erkenntnis kommen, daß Atheisten die vernümftigeren Menschen sind.
    Schade das wir in einem christlich dominierten Land leben. Wäre dem nicht so, wäre es viel schwerer für die ganzen Politiker und Medien ihre Doppelmoral zu propagieren.

  35. @Pyri
    Ich habe nicht geschrieben, dass im Iran die Verfolgung der Demonstranten durch neue Medien verhindert wird. Aber dadurch, dass etwa viele mit ihren Handy Fotos / Filme machen können, findet eine ganz andere Form der Dokumentation jenseits staatlicher Medien statt, die es ermöglicht weitere Perspektiven eines Ereignisses zu erfahren. Durch die Verbreitung über das Netz kann dann die ganze Welt so fast in Echtzeit davon erfahren und darüber diskutieren. Diese Bekanntheit von Ereignissen ist gerade für die Arbeit von NGOs oder der UNO sehr wichtig, weil diese im Gegensatz zu einzelnen Menschen oder Staaten wesetlich mehr bewegen können. Klar sind den Möglichkeiten auch Grenzen gesetzt, aber erst die internationale Bekanntheit eines Ereignisses kann internationale Reaktionen hervorrufen.

  36. „dass man bei Gamern höchstens von einer Diskriminierung und nicht von einer Verfolgung sprechen kann“

    Das ist so nicht ganz richtig. Ich hab von einigen spielern bereits gehört das sie auf grund ihres bekannten killerspiele konsums von gesellschaftlichen veranstaltungen ausgeschlossen, gemobbt, geschlagen / getreten und bespuckt wurden.
    Man muss nur in dem falschen dorf zuhause sein, dann wird aus diskriminierung recht schnell eine verfolgung.

    Dennoch, auf wenn sich mir persönlich solche vergleiche auch immer wieder ins hirn schleichen, finde ich es nicht angebracht sie dermaßen plakativ an die öffentlichkeit zu tragen.

  37. (wir) spiele werden auf eine stufe mit kinderpornos, amokläufern gestellt. unsere polikter rufen dazu auf games(uns) zu ächten für spiele die sowieso nur für erwachsene sind und bei uns schon cut ersheinen. in den medien meist (die rentner sender) ard, zdf. wird so unrealistisch über spiele berichtet dass sogar ich davor angst bekommen würde wenn mich damit nicht auskennen würde. es wird versucht den import von spielen zu aus benachbarten ländern zu stoppen.immer wieder werden schärfere gesetze gefordert, obwohl wir schon den härtesten jugendschutz der welt haben. mag ja net der hellste sein. aber wenn da so sachen kommen wie halt da oben zu sehen ist. kann mans schon verstehen. weils den ärger ausdrückt den die leute haben. natürlich ist es nicht gleich zu setzen das weiss wohl jeder. (die piraten wird auch niemand aus überzeugung wählen) …

  38. @meso

    Das ist scheisse aber keine Verfolgung:
    -> Als Verfolgung „bezeichnet man eine systematische, gesellschaftliche und/oder staatliche Benachteiligung und existenzielle Bedrohung.“

  39. Eine Radikale antwort auf eine radikale hetzkampagne. Kann es verstehen das es geschmacklos wirkt. Es ist aber nicht minder geschmacklos, wie die vorwürfe der games gegner. Ja! Der Judenstern ist wirklich geschmacklos. Allerdings schaut mann bei geschmacklosigkeiten eher mal hin. Bin nicht der typ der immer friedlich SEIN SOLL wenn ich mit Kinderschändern in einem Topf geschmissen werde. Wer zügelt die fanatischen Volkshetzer? Welches Forum oder webside sagt dennen die sollen mal ihre lügen und hass einstellen?!

  40. Mh, also ich weiss nicht so recht wie ich diese News einordnen soll…..

    Um Aufmerksamkeit zu bekommen muss man leider schockieren, auch wenn manche Sachen vielleicht geschmacklos sind.
    Kennt einer noch den PETA-Werbespot über Viehtransporte??

    Auserdem, wir kennen ja alle sicher die Berichte, die uns Gamern vorwerfen, wir würden in unseren Spielen massenweise Frauen vergewaltigen und uns an Blutbädern erfreuen.
    DAS ist auch geschmacklos, unangebracht und eine glatte Lüge !!!

    Ich glaube auch, dass wir Gamer aktuell machen können was wir wollen,
    es wird uns immer negativ ausgelegt :(

    PS.: Ich habe nicht alle Kommentare genau gelesen, hab da grade nicht die Zeit dafür ;)

  41. „OH! Also wenn das amerikanische 14-Jährige in Internetforen sagen, dann muss es wohl stimmen. Die sind ja tatsächlich Experten in europäischer Geschichte und Faschismus!“
    .
    Das habe ich nicht behauptet. Ich verstehe die Verwunderung des Autors bloß nicht. Die Nazi-Vergleiche gibt es bereits seit dem „Ban“ von ‚Wolfenstein 3-d‘, also ein bisschen länger als diesen Artikel…
    .
    „Leute wie du sollten mal ein Wochenende in Nordkorea verbringen, bloß um die Perspektive und die grottenschlechten Vergleiche ein wenig geradezurücken.“
    .
    Und du solltest eventuell dein Wissen über Nordkorea auffrischen, denn ein Vergleich Nordkoreas mit dem dritten Reich ist geradezu absurd – oder muss ich vielleicht dir ein bisschen Nachhilfe in Geschichte geben und die Verbrechen Nazi-Deutschlands im Detail vor Augen führen?
    .
    „SOS Kinderdorf = “Kauft nicht bei Juden”!?“
    .
    SOS Kinderdorf = Demonstration der von unwissenden Politikern angestachelten sozialen Ächtung

  42. Auf das intellektuelle Niveau von Amokläufer- und Pädophilievorwürfen hinabzusteigen ist wohl kaum eine Lösung. Erstens beherrschen das die entsprechenden Proponenten des Killerspieleverbots wesentlich besser und zweitens wird man mit solchen primitiven Vergleichen sicher nicht Regine Pfeiffers Antisemitismusargument entgehen.

    Wieso man Menschen noch extra darauf hinweisen muss, dass das Bevormunden erwachsener Spieler sicher nicht mit der Verfolgung und Vernichtung von 6 Millionen Juden, Homosexueller, „Asozialer“, Dissidenten usw. vergleichbar ist, entzieht sich völlig meinem Verständnis!

    Eines ist auf jeden Fall klar: Auf die „Mündigkeit“ mit den betreffenden Spielen/Filmen/Medien umgehen zu können, können diese Leute jedenfalls nicht pochen! Ein Bärendienst, diese Demos! Vielen Dank dafür!

  43. Es kommt IMO auch etwas auf die Interpretation des ganzen an.
    Z.B. wird nirgends explizit gesagt das die deutschen Politiker Nazis seien oder das man uns Gamer in Lager stecken wird.

    Ich sehe das ganze eher als eine Warnung, eine art worst-case-scenario.
    Das das Ganze glücklicherweise wohl nie so schlimm wird wie es damals gewesen sein soll (wir wissen das alles ja auch nur aus den Geschichtsbüchern und die scheibt bekanntlich der Sieger), ändert aber nichts daran das gewisse Parallelen zu erkennen sind.

    Wir haben nunmal ein großes Problem mit der Vergangenheitsbewältigung, am liebsten würden es einige Leute totschweigen.
    Und denen muß man das ganze halt unter die Nase reiben, bis sie kappieren was sie da eigentlich tun.

  44. @LiquidSnakE
    “ein Vergleich Nordkoreas mit dem dritten Reich ist geradezu absurd”
    War im Kontext von Faschismus bzw. Totalitarismus geschrieben, auf den Rest erspare ich mir eine Antwort.

  45. Das ist scheisse aber keine Verfolgung:
    -> Als Verfolgung “bezeichnet man eine systematische, gesellschaftliche und/oder staatliche Benachteiligung und existenzielle Bedrohung.”“

    Und wie weit sind wir davon noch weg? Es ist uns nicht mehr erlaubt uns in geschlossener gesellschaft zu treffen (lan veranstalltungen). Die medien sind so ziemlich komplett auf uns eingeschossen und die generele bevölkerung sieht nurnoch das bild vom kindermordenden sozial verkümmerten killer-nerd und das wir unsere daten bei nem stinknormalen einkauf „melden“ müssen weil wir ja potentiel gefährlich sind ist auch schon passiert.

    Wie fingen die meisten verfolgungen denn an? Meinst du da wurden vom einen moment auf den nächsten sterne verteilt und geschäfte geschlossen und dann eine woche später leute in züge gesetzt und zu lagern gefahren?

    Das ist und war ein schleichender prozess der doch jedesmal gleich abläuft, man nimmt vorhandene voruteile und baut diese langsam aus um auch nen großteil der bevölkerung hinter sich zu haben. Genau das passiert zur zeit und ich finde es lächerlich das man dann solche vergleich dann gleich als tabu bezeichnet wenn sie zu einem gewissen grad zutreffen.

    Ich sage nicht das es so kommen wird aber ich sage sehr wohl das man nicht so tun sollte als gäbe es keinerlei gemeinsamkeiten. Die art nach der hier angst und hass verbreitet wird ist sehr wohl systematisch und kann zu viel schlimmeren führen. Ich warte nur darauf das irgendwann ein guter deutscher bürger nen bösen killerspieler in notwehr erschiesst damit das ganze richtig eskalieren kann.

  46. Ajajaj, dass wir es nicht mit einer Verfolgung wie im dritten Reich zu tun haben ist natürlich klar. Das wir es aber mit faschistischen Elementen zu tun haben lässt sich kaum von der Hand weisen. Stichwort: Kulturfaschismus. In dem Punkt hat nie eine Entnazifizierung stattgefunden, es wurden ja noch bis weit in die 60er hinein bestimmte mediale Erzeugnisse mit der Begründung „entartet“ verboten oder indiziert. Heute spricht man halt von „Jugendgefährdung“ Mit dieser Begründung werden ja nach Erwachsenenmedien (ab 18 !) beschnitten. Das muss man sich mal vorstellen, Erwachsenenmedien und Jugendgefährdung…..

    Und das eine gesellschaftliche Stigmatisierung der Gamer eingetreten ist, sollte einen nach 7 Jahren beständiger Hetze nicht wundern. Und müssten wir in den letzten 7 Jahren nicht gelernt haben, dass mit uns NICHT diskutiert wird? Das die Verantwortlichen ÜBERHAUPT kein Interesse haben mit uns zu diskutieren. Deswegen führt auch jegliche Argumentation a la „xy schadet unserem Image; xy liefert dem Politiker z Munition gegen Videospiele“ ins Leere. Die haben sich schon die Diffarmierungen der letzten 7 Jahre größtenteils aus den Fingern gesaugt, es ist egal was wir tun, die diffarmieren trotzdem weiter. Dazu sollten wir uns nicht unser Verhalten und unsere Argumentationsweise von denen diktieren lassen. Außerdem sollte man sich das Recht auf freie Medienwahl (und auch Medieninhaltswahl) nicht erbetteln, sondern einfordern.

    Auch wenn die „Verfolgung“ nur wenig mit der Judenverfolgung im 3. Reich zu tun hat, so sind doch Grundmuster zu erkennen. Und vielleicht bringt man ein paar Leute dazu, dass sie mal nachdenken. Wie war noch der Theatergrundsatz: „Übertreibung verdeutlicht“

  47. @Mr. Can: Weil vor der Vernichtung die Bevormundung kam, nebenbei ist der Holocaust Geschichte und sollte auch so behandelt werden und nicht du es durchblicken lässt, ihn zur unfehlbaren deutschen Erbsünde erklären, welche man achten müsste.
    Und so taugt die ganze Sache nur noch als warnendes Beispiel oder als Vorlage für eine scharfe Kritik und die Behauptungen das diese geschmacklos oder unangebracht wären, ist ein Schwachsinn der mit dem voranschreiten der Zeit nur noch mehr zu Wahrheit wird.

  48. Wenn Verfolgung lediglich „eine systematische, gesellschaftliche und/oder staatliche Benachteiligung und existenzielle Bedrohung“ sein soll, dann ist wohl bei keinem Internet-Dissidenten der Welt davon zu sprechen – sollen sie halt aufhören für ihre Überzeugungen einzustehen und den Computer sein lassen, dann kommen sie womöglich auch nicht in Haft, oder wie? Zugunsten einer von wem und wie auch immer aufgestellten Norm dagegen? Was soll das und die Ausgrenzung Andersdenkender dann bedeuten? Welches Unrechtsbewusstsein kommt hier zum Vorschein?
    Zur Erinnerung: für „diejenigen, die die brutalen, verbotenen Spiele spielen“ hat der niedersächsische Innenminister auch bereits mal angedacht, dass diese „damit rechnen“ müssen „dingfest“ gemacht zu werden – http://www.stern.de/politik/deutschland/:Killerspiel-Debatte-Das/578137.html
    Und was heißt es wenn selbst hier Verdrängungsmechanismen greifen sollen, ein Bezug auf „Inhalte“ die sich auf historische Diskriminierungen beziehen „unterlassen“ werden soll

    Destructoid ist eine aus meiner Sicht kulturell sehr wertvolle Seite welche sich mit vielen Aspekten des Gamings auseinandersetzt. Ich finde es sehr bedenklich wie hier in dieser News-Meldung mit einem offenen Umgang bei dem Thema in anderen Ländern umgegangen wird
    In Ländern, wo eine Konfrontation damit halt leider immer noch möglicher erscheint als es deutsche Verhältnisse offenbar zulassen

    Und wenn die Seite schon „Stigma Videospiele“ heißt: welchen Unterschied macht es, ob man mit einem „Stigma“ nun geboren wurde, davon bin ich auch betroffen, oder ob dieses in seiner Freizeit und die öffentliche Sicht auf eine Beschäftigung in dieser „angeeignet“ wurde?

  49. @Murnau
    „Weil vor der Vernichtung die Bevormundung kam“
    Puh, „Bevormundung“ nennst du das also? Ich gebs auf, anscheinend gibts bei manchen nicht mehr viel zu retten.

    Bei der Verharmlosung des Holocausts sind offenbar nicht mehr die Rechten federführend. Finde es erschreckend wie viele sich berufen fühlen, diesen Mist den wir am Beginn der Seite sehen können, auch noch zu verteidigen.

  50. „höchstens von einer Diskriminierung und nicht von einer Verfolgung sprechen kann“
    noch sprechen kann, aber wir werden ja immer weiter in eine Ecke gedrängt…

    „fascist anti-videogame state“
    Dieser Satz sollte uns mächtig zu denken geben oder?

    MW-Snake: „Der Vergleich zielt meiner Meinung nach nicht auf das Ende des Holocausts ab sonder auf den Anfang der Verfolgung.“
    Genau so sehen es viele:
    Was müssen wir in einem, in fünf in zehn Jahren alles ertragen?
    ???

    Ich stimme Egocide zu, dass „Gamer sich in eine Ecke gedrängt fühlen und absolut keine andere Möglichkeit mehr sehen von dem Staat auch nur ansatzweise wahrgenommen zu werden“
    Seit der Forderrung zur Ächtung, dem Kipo vergleich usw…
    haben die Poltitiker und die Medien einen Kurs eingeschlagen der in einer Rechtsspirale nach unten führt… wir haben mit diesen Weg nicht angefangen! Wir wurden zu diesen Schritten getrieben!

    Doktor Trask:
    „Immerhin ist noch kein Gamer wegen seines / ihres Hobbies verprügelt worden.“
    Aber wie viele hat man nicht eingestellt?
    Wieviele wurden weil sie Computerspiele spielen gemobbt da sie keine Fußballfans waren?
    Fußballfans haben schon viele Gamer gemobbt nur zu info…
    Und wieviele „Schwächere“ wurden schon in Schulen geschlagen? Wieviele spieleten am PC?
    DASS HATTEN WIR ALLES SCHON…

    Rey Alp: „Verfolgung: … und existenzielle Bedrohung.“
    Keine Ausbildung zu bekommen bzw keinen Job, keine Übernamhe in einen Vertrag ist keine „existenzielle Bedrohung“ oder was? … DOCH ES IST EINE „existenzielle Bedrohung“ !!!
    Wenn man aufgrund seines Hobbys nicht eingestellt wird ist man dank Harz 4 usw weit unter dem was man Vernünftiges Leben nennt!…

    MW-Snake: Gamer Fisch ist keine üble idee…
    Aber welche dep*** von Christen erinnern sich an ihre eigene Vergangenheit wie es mit ihrem Verein angefangen hat?… PS da war ein Jude daran beteiligt… und Christen wurden Jahrhunderte lang verfolgt…

    mr.can:
    „Niveau von Amokläufer- und Pädophilievorwürfen hinabzusteigen ist … keine Lösung“
    Was heißt da „hinabzusteigen“?
    Diese Vergleiche kommen von Oben von der Regierung?
    Von unserer gewählten Elite der Politiker…
    Wenn einer solche Vergleich am Stammtisch machen würde ok dan würde ich nicht ernst nehmen und sagen ok eine kleine Alkstimme die mal Dampfablässt, aber ein POLITIKER, ein gewählter Volksvertreter sollte solche vergleiche als geschmacklos abartig und undemokratisch erkennen und vermeiden!

    Densor:
    „Ich warte nur darauf das irgendwann ein guter deutscher bürger nen bösen killerspieler in notwehr erschiesst damit das ganze richtig eskalieren kann.“
    einmal zu viel V wioe Vendatta gesehen?

    Happy Coding.

  51. @mr.can: Ich verharmlose den Holocaust nicht, ich sage offen das er mir am Arsch vorbei geht, da er ein vergangenes Ereignis ist, welches bei mir keinen Sonderrechte genießt.
    Dieses Ereignis berührt mich persöhnlich eben halt genau so wenig, wie die Amokläufe oder der 11. September und sofern es keinen nutzen für mich hätte, würde ich keinen Gedanken daran verschwänden und deswegen finde ich es einfach nur lächerlich, dass sich hier jetzt Leute hinstellen, welche wie ich genau so dazu keine persöhnliche Beziehung haben und meinen, dass wäre Geschmacklos.

  52. @TheRealBlack
    So zu tun als sei Bayern etwas anderes als ein riesiger Stammtisch erscheint mir ein bisschen Realitätsfremd. Vor allem die Annahme dass jemand wie Joachim Herrmann, irgendeine „Elite“ der Gesellschaft darstellt.
    Es ist populär gegen „Killerspiele“ zu sein, das ist alles. Klassische Feelgood Weltenretter Politik. Ist doch nichts neues.

    Hab bei „hinabzusteigen“ sowieso das Fragezeichen in Klammer vergessen, da ging ich nämlich noch davon aus, dass die meisten von uns Spielern tatsächlich noch in der Lage sind reale Geschichte von paranoider Opferhaltung zu unterscheiden. Wer tatsächlich glaubt, dass ihn die Polizei bald zwecks Internierung und Zwangsarbeit abholt, der hebe die Hand.

  53. @TRB

    Mir geht es hier ähnlich wie mr.can. Ich rätsel immer noch über den Titel. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass jemand selbst wenn er im Geschichtsunterricht gepennt hat die Diffamierung von Gamern mit der Schoah vergleicht. Selbst wenn man beleidigt und zum Teil vielleicht sogar diskriminiert wird ist das keine Verfolgung. Gamer werden nicht als minderwertiges Leben bezeichnet, uns wird nicht das Recht auf Leben streitig gemacht und es fordert auch niemand eine industrielle Vernichtung. Allein dass ich das hier schreiben muss finde ich schon grotesk. Hier Vergleiche anzustellen ist außerhalb jeder Verhältnismäßigkeit. Anders bei Marihuana wird selbst bei verbotenen Spielen nicht einmal der Besitz bestraft. Nichteinmal das Spielen verbotener Spiele ist kriminalisiert. Hier von einer Verfolgung zu sprechen lässt einfach jegliche soziale Kompetenz vermissen. Haben die Kritiker von Spielen doch recht und die Nutzer von „Killerspielen“ verkümmern emotional? Das würde auch erklären warum ihr selbst nicht merkt was gefährliche Vergleiche ihr hier anstellt. Das ist auch nicht nur bloß geschmacklos sondern schon nah an der Grenze zur Verharmlosung des Holocausts – ich habe hier auch schon einige unerträgliche Kommentare gelöscht. Schließlich muss ich mich nicht zuletzt an die in Deutschland herrschende Rechtsordnung halten.

    Was mich aber komplett verwirrt ist, dass selbst diejenigen, die solche Vergleiche für angebracht halten diese hier öffentlich bringen. Kriegt ihr Geld von Pfeiffer oder Herrmann? Spielt ihr keine „Killerspiele“ und seid tatächlich Maulwürfe? Daran, dass selbst einige vernunftbegabte Gamer hier Probleme mit euren geistigen Ergüssen habt solltet ihr doch erkennen, dass ein normaler Durchschnittbürger aus nachvollziehbaren Gründen angesichts eurer Aussagen die Hände über den Kopf zusammenschlagen und nur noch mehr für ein Verbot dieser Spiele mit den offenbar schädigenden Auswirkungen auf die Psyche eintreten wird.

    Warum bringt ihr kontinuierlich einen Vergleich mit dem ihr euch jedes mal mehr ins Abseits schießt? Seid ihr einfach so stur, selbstverliebt und egoistisch, dass ihr eure persönliche Überzeugung – der Vergleich ist angebracht – über die Interessen aller Gamer an einer Normalisierung der Debatte stellt? Warum schüttet ihr immer weiter Benzin ins Feuer, wenn wir es doch löschen wollen? Ich verstehe das wirklich nicht.

    Zu den hier vorgebrachten Argument, dass man so kommen müsse, weil man mit sachlichen Argumenten keinen Erfolg hat. Hiermit habt ihr noch weniger Erfolg und vergrault sogar einen Großteil der Gamer.

    Merkt ihr eigentlich noch was ihr tut? Das ist keine Provokation sondern politischer Selbstmord. Durch eure Aussagen in der richtigen Zeitung kann Gamern mehr geschadet werden als es der Kölner Aufruf und das AAW je könnten. Warum macht ihr trotzdem damit weiter uns einen Sargnagel nach den anderen reinzuschlagen, weil ihr glaubt recht zu haben und das auch öffentlich bestätigt bekommen haben wollt? Herr im Himmel…

  54. @Rey Alp
    An etwas nicht erinnert werden zu wollen ist eine Sache, mit einer solch verqueren Logik anderen noch zu unterstellen sie seien die „Maulwürfe“ eines Pfeiffer oder Herrmann wieder etwas anderes.
    Ich glaube eher, dass auf Argumente hier gar nicht eingegangen wird.
    So zu tun, dass wenn etwas nicht gerade industrielle Vernichtung darstellt mit historischen Diskriminierungen auch nicht in Beziehung zu bringen ist, aus meiner Sicht im Gegenteil schon fahrlässig zu nennen
    Wer Begriffe wie „geschmacklos“, „emotional verkümmert“ und „normal“ verwendet, sowie die „soziale Kompetenz“ anderer dermaßen in Frage stellt, sollte aus meiner Sicht keine mangelhaften Geschichtskenntnisse beklagen. Wirklich nicht – vor allem dann nicht, wenn es „politischer Selbstmord“ in einer „richtigen Zeitung“ die sich für ein „Killerspiele“-Verbot einsetzt sein soll, wenn solche Bezugnahmen genommen werden.
    So scheint es mir nicht einmal ansatzweise von Interesse zu sein, welche Ursprünge kulturelle Sauberkeitsvorstellungen und Verbotsforderungen für die kreativen Fiktionen Erwachsener in diesem Fall (auch) haben {könn(t)en}. Dass Computerspieler „dingfest“ gemacht werden sollen ist darüber hinaus belegt
    Und eine „Verharmlosung des Holocaust“ kann es auch eher sein, wenn so getan wird als wäre alles was damit in Zusammenhang steht gegenwärtig und zukünftig aus der Mitte einer Gesellschaft heraus nur abwegig, unvernünftig und absurd
    So zu tun ist verantwortungslos für mich

  55. @Pyri

    Ich habe diese Worte in dem Wissen genutzt, dass du sie kritisieren wirst. Es kommt aber nicht darauf an was du oder ich von deren Verwendung halten, sondern was die Öffentlichkeit denkt.

    „@Rey Alp
    […] mit einer solch verqueren Logik anderen noch zu unterstellen sie seien die “Maulwürfe” eines Pfeiffer oder Herrmann wieder etwas anderes.“

    Ach ihr wollt uns Gamer aus eigenem Antrieb völlig altruistisch in die Pfanne hauen?

    „historischen Diskriminierungen“, darüber kann man sprechen. Aber man muss nicht das Extrem anführen, dass der Diskussion nun wirklich in keiner Hinsicht was bringt. Und zu den Anfängen der BPjM/S, deren Vorgänger wurde vor den Nazis gegründet.

  56. @Mr.Can: Im Gegensatz zu dir denke ich nicht in „Ecken“, sondern bilde mir meine eigene Meinung, aber schön zu sehen wessen Geistes Kind du bist, deine politisch motivierte Polemik kannst du dir also stecken.




    @Rey Alp: Das einzige traurige an dieser Sache ist, dass du nicht bemerkst, dass du dich mit deiner Kritik auf dem selben Niveau wie das AAW befindest und solange müsste man sich fragen, ob du überhaupt noch bemerkst, was du da eigentlich tust.
    Für dich oder irgendeine neunmalkluge Diffinition mag das noch keine Verfolgung sein, aber viele von uns fühlen sich verfolgt, scheiss doch darauf, ob da ein System dahinter steckt oder es irgendwelchen offiziellen Regeln folgt.
    Fakt ist auch das wir keinen „politischen“ Selbstmord begehen könnten, da an uns schon der politische Rufmord verübt wurde, also warum sollten wir nicht anfangen zu Schockieren?
    Immerhin haben wir doch schon lang in dieser Richtung überhaupt nichts mehr zu gewinnen.

    Zudem verschließt du deine Augen auch vor der Tatsache, das dies hier die Überzeugung von sehr vielen Gamern ist, dein Vorwurf, wir würden unsere Überzeugung über die anderer Gamer stellen, also eher auf dich zutrifft.
    Auch ist es Tatsache, dass die Debatte weder „normal“ war, noch das sie jemals „Normalisiert“ sein wird, da hier für das Interesse bei den Leuten fehlt, die diese losgetreten haben und da ist es einfach naiver Idealismus zu glauben, dass dies jemand der Fall sein könnte.

  57. „Gamer werden nicht als minderwertiges Leben bezeichnet“
    Gamer sind Krank, Dick, Dumm, Alleine und Traurig…
    ganz anders als die zB Fußballer…
    die sind Gesund, Muskulös, Fit in Strategie, im Team und immer Glücklich…
    tya…
    ps „blass“ oben und „braun gebrannt“ unten könnte man erweitern…

    Rey Alp:
    „Nichteinmal das Spielen verbotener Spiele ist kriminalisiert.“
    Wurde aber schon gefordert…
    „Hier Vergleiche anzustellen ist außerhalb jeder Verhältnismäßigkeit“
    Ich bin schon auf einigen Seiten unterwegs gewesen, seit dem Kipo vergleich ist ein Damm gebrochen den wir aber nicht zerstört haben… seit her gibt es viel mehr solcher Vergleiche!
    Dann die Forderung nach Ächtung, die Medien lügen usw das war der Zweite Dammbruch! Uns steht das Wasser bis zum Knie da bricht noch ein
    Damm „viele ab 18 Spiele werden in einigen Ketten nicht mehr verkauft“ Jetzt steht das wasser bis zum Po.
    Petition Netzsperren kann man ja mit einen Klick unterschreiben und man sollte die Zensur auf Killerspiele ausweiten …bumm… jetzt geht der pegel bis zu den Schultern…
    Wann ersaufen wir? Was muss noch passieren?
    ps dammbruch name und anschrift beim Spielekauf abgeben… wie weit steht das wasser?

    „Allein dass ich das hier schreiben muss finde ich schon grotesk.“
    Ich auch, natürlich werden wir nicht getötet habe ich niebehauptet, aber wir werden wie eine Bedrohung behandelt… Auch sind einige Vergleiche zu hart, aber einen Politiker der etwas bei dem keine Lebende Reale usw Person zu schaden kommt mit Kipo vergleicht ist das nicht erträglich und noch unerträglicher ist es, dass dieser Poltitiker nicht sofort seinen Posten räumen musste!

    zur „existenzielle Bedrohung“
    Wiki „Umgangssprachlich bezeichnet Existenz auch die wirtschaftliche Lebensgrundlage eines Menschen“
    wenn man Menschen auf Verdacht es könnten Amokläufer sein nur weil sie Computerspiele spielen nicht einstellt ist es… ja was? Vorsicht? Irrsinn? Panik mache Auswirkung?
    Was ist es?

    „Warum schüttet ihr immer weiter Benzin ins Feuer, wenn wir es doch löschen wollen?
    Ich verstehe das wirklich nicht.“
    Nichts für ungut… du sieht ja zu wie es vor sich hin brennt löschen ist was anderes…
    und dass verstehe ich nicht…
    Viele sind am Punkt Feuer mit Feuer zu bekämpfen… bzw Gegenfeuer zulegen.
    ICH SEHE DASS NICHT SO die Petition läuft ja noch,
    aber man muss die Leute machen lassen, denn wenn man die jetzt auch noch absägt und ihnen in den Rücken fällt haben die nur noch mehr Wut… was dann auf Demos passieren könnte will ich mir mal lieber nicht ausmalen…

    „Ignorant oder bewusst geschmacklos?“
    geschmacklos! leider die meisten nicht bewusst…
    und da liegt das Problem…
    Wie ich schon im Forum schireb wenn wir mit Hirn nichts machen
    machens die Deppen und wies aussieht kann man am Amanfang dieser Seite sehen…
    Das ist aber anscheinend keinen Recht aber was selber machen auch nicht…
    Tya mit irgendwas muss man sich abfinden…
    da wir nichts machen wollen als uns darüber aufzuregen bzw zu heulen wie schlimm wir drann sind müssen wir uns damit abfinden, dass die nicht wo weit „vorausdenker“ ihre Aktionen machen um Frust abzulassen…

    „“historischen Diskriminierungen”, darüber kann man sprechen.“
    Gut dann was darf man als vergleich herziehen?
    „Umerziehung von Homusexuellen“ da ja Schwul sein fürher eine Geisteskrakheit war?
    „Verfolgung der Christen“ da sie gegen das Römische Reich waren?

    Murnau: „also warum sollten wir nicht anfangen zu Schockieren?“
    Problem ist, dass Poltiker und Medien mit dem Schokierne angefangen haben…
    jetzt da sich die Lage über eine Zeit aufgeschaukelt hat zu sagen, dass es zu weit geht ist ganz klar berechtigt, aber welchen ruf hätten wir zu verlieren?

    Happy Coding

  58. „Ach ihr wollt uns Gamer aus eigenem Antrieb völlig altruistisch in die Pfanne hauen?“
    Warum sollte das auf Spielerseite überhaupt jemand tun wollen, aus welcher Motivation heraus?
    Ich weiß nicht ob hier einmal Kommentarregeln aufgestellt wurden, aber wenn bestimmte Bezugnahmen eben nicht erwünscht sind, könnte man das doch auch noch nachträglich festlegen. Da würde ich mich auch daran halten: bei Schnittberichte gibts die schließlich auch – in Bezug auf die Vermeidung einer Verunglimpfung ganzer Institutionen.

    Bei hunderttausenden und mehr Shooter-Spielern in ganz Deutschland sind Demos mit wenigen hundert Teilnehmern doch nicht sehr viel: wer da wo mit welchen Vergleichen in der Mehr- oder Minderheit ist, ist mir so auch nicht ersichtlich.

    Wenn jemand aufgebracht ist und sich ungeschickt anstellt kann man aber auch mal Nachsehen haben: mir sind grenzwertige Plakate auch negativ aufgefallen in Videos die ich von den Demos gesehen habe – tendiere aber halt eher dazu so was zu ignorieren und Bezugnahmen doch gelten zu lassen.
    Was ist mit den ganzen unsäglichen Hitler-Bush-Vergleichen, auch auf Demos oder sonstwo, bis hin zur auch Spiele-kritischen glaub ich („Command & Conquer Generals“ mit Renate Schmidt?) SPD-Politikerin Herta Däubler-Gmelin?

    Grundsätzlich: was sind die Vorwürfe welche den Spielen und Spielern gemacht werden? Das geht von Rainer Fromm, der Ende 2007 beim CCC Offen Bezug zu seinen Erfahrungen bei der NPD Gemacht hat doch häufig in Richtung Militarismus und Rechtsextremismus. Weiß nicht mehr genau in welcher Fernsehsendung auch einmal von „Nazis und Familienvätern“ die Rede war, womit ein Publikum von Spielen umrissen werden sollte – bei Panorama glaub ich.
    In Amerika wird das ganze offener gesehen – da werden schon Eingaben für gesetzliche Alterskontrollen mit Faschismus in Zusammenhang gebracht. Da gibt es eine demokratische Tradition die aus meiner Sicht eben auch zu respektieren wäre

    Ich glaube eher, dass das Problem in unpolitischen Äußerungen liegt – wenn etwa jemand noch immer sagt „bloß spielen“ zu wollen oder so, oder „mir egal wenn keine Spiele mehr verkauft werden dürfen“ usw. Und sich um das „Stigma Videospiele“ gar nicht kümmert

  59. @Rey

    du hattest zwar drum gebeten hier keine Argumente zu bringen die FÜR solche Vergleiche sind. Nur komischerweise gibt es Leute die eine andere Meinung vertreten. Und diese, wenn jemand seine so in den Raum wirft auch verteidigen. Das nennt man Meinungsfreiheit.
    .
    Ich finde es interessant, das du Leuten (in dem falle mir) direkt unterstellst von Pfeifer und Co zu kommen. Ich kann dir versichern, dem ist nicht so.
    Um es hier nochmals klarzustellen:
    Meine Idee hinter diesem Plakat war aufzuzeigen, wie sich ein Unternehmen über die Köpfe mündiger Bürger hinwegsetzt und mit dem fadenscheinigen Grund „wir haben einen moralischen Auftrag“ alle FSK18 Titel aus dem Programm nimmt. Statt zu kontrollieren, ob der Knirps da vor mir schon 18 ist, werden lieber die Ladenhüter entsorgt und das scheinheilig als „Gute Tat“ verkauft.
    Mit der Verwendung des Sterns wollte ich in keinsterweise den Holocaust leugnen, verharmlosen oder verunglimpfen oder was hier sonstnoch vorgeworfen wurde.
    Anderst wie viele, die deine Meinung vertreten, kann ich den Holocaust (das töten von 6,2Mio Menschen) von der vorher stattfindenden Diskriminierung unterscheiden.
    Es ging darum zu zeigen, dass hier (wieder) eine Personengruppe diffarmiert und (schleichend) als Sündenböcke (diesmal für Amokläufe und die verrohung der Jugend) hingestellt werden. Dies geschieht (wieder) durch „Experten“ und Politiker (Pfeifer Beckstein Herrmann etc.)
    ,
    Aber schön, da DU ja ein solch kreativer Kopf bist, entwerf doch mal ein Plakat zu dem Thema „Diskriminierung der Gamer in der Öffentlichkeit“. Ich bin für jede Idee offen. Ich hatte ja meine Ideen im Vorfeld der Demo ins Forum (www.vdvc.de) gestellt, da kamen keine Einwände. Ich war mit den Plakaten 1h vor Demo beginn auf dem Stephanplatz, keine Einwände. Viele haben sie fotographiert, keinerlei Einwände…
    .
    Eine Demo steht ja noch an. Zu der ja wieder viele ihre Ausreden zücken warum sie nicht teilnehmen können/wollen.
    ca 1000 Teilnehmer aus ganz Deutschland zeigen ja wie viele Gamer denken „ach trifft mich nicht, sollen andere zur Demo gehen; ich zock lieber CS, geh raiden etcetcetc
    .
    .
    Ich bin dabei wenn es ans löschen geht, aber überleg mal was mehr Brennstoff hat, mein Plakat oder dein Blogeintrag

  60. @Murnau
    „denke ich nicht in “Ecken”, sondern bilde mir meine eigene Meinung“
    Wirklich? Auf welcher Basis? Die einzigen „Ereignisse“ die dich interessieren, sind doch die die dir nützen.

    Abgesehen davon, fällt es mir schwer jemandem dem Amokläufe, der Holocaust und der 11. September „am Arsch vorbei [gehen]“ das zu glauben.
    Wenigstens ist dir im Sommer wahrscheinlich nicht so heiß.

  61. @Gurash
    Ich glaub hier geht es um Probleme mit Symbolen.
    Der gelbe Davidstern ist so schon ein no-go anscheinend, egal in welchem Zusammenhang: ich komme aus Österreich und unser Wappen zeigt etwa eine gesprengte Eisenkette als Erinnerung an die nationalsozialistische Diktatur.
    Habe auch schon festgestellt, dass ein durchgestrichenes Hakenkreuz in Deutschland öffentliche Probleme verursachen kann
    Gebe zu, ich verstehe das nicht: kann etwa an NPD-Aufmärschen deswegen nichts „besser“ finden, weil dort keine Swastikas auftauchen dürfen

  62. @Mr.can: Auf der Basis von Pragmatismus, Logik und einer gehörige Portion von Menschenkenntnis und ob es schlecht ist, dass ich mich nur für das interessiere, welches auch einen Nutzen für mein Leben hast, kannst du nicht beurteilen, da du absolut keine Ahnung habe, was ich für nützlich und unnütz halte.
    Also steck dir deine primitiven Anschuldigungen stecken, welche von nichts anderem gespeist werden als von der Unfähigkeit die Meinung anderer Menschen zu ertragen.

  63. „@Densor
    Man trachtet uns nicht nach dem Leben.“

    Ich könnte ja jetzt sagen „noch nicht“ aber so pessimistisch bin ich nicht ;)
    Trotzdem sehe ich nicht wie diese aussage irgendwas ändert, am anfang der judenverfolgung wurde denen auch nicht nach dem leben getrachtet. Vielmehr wurde wert auf gesellschaftliche ächtung gelegt (klingt komisch bekannt oder?) welche nunmal auch finanzielle konsequenzen für betroffene hatte (klingt komisch bekannt oder?) und wie wurde das ganze erreicht? Durch die presse und die politik die systematisch jüdische menschen zu nichtmenschen erklärt hat mit grusselgeschichten vom kinderfressenden judenmonster das die kohle schäffelt (böse killerspieleindustrie die die jugend verroht?).

    Sicher ist beides weit voneinander entfernt, aber meinst du wirklich die menschen damals hätten gedacht das irgendwann hunderttausende menschen in KZ’s verfrachtet werden? Ne die haben das auch nicht kommen sehen. Ich sage natürlich nicht das den gamern das gleiche passieren wird aber man kann auch nicht abstreiten das gewisse ähnlichkeiten vorhanden sind.

    „Densor:
    einmal zu viel V wioe Vendatta gesehen?“

    Ne ich denke da eher an den Baader Meinhof Komplex und das attentat auf Rudi Dutschke ;)

  64. @mr.can
    Ich glaub, was für das Leben anderer wichtig ist sollte doch diesen überlassen bleiben – soviel Selbstbestimmung sollte man anderen schon zugestehen, ohne ihnen indirekt gleich (Gefühls?-)Kälte zu unterstellen. Es muss einem doch nicht alles gefallen wie andere denken, was ihnen wichtig ist, aber vielleicht trifft dieses über andere bestimmen wollen und sich Urteile über diese zu erlauben doch auch den Kern wenn gegen die Spiele vorgegangen wird…

  65. Ich bin der Meinung, das diese „News“ wieder verschwinden sollte !!!!
    Über dieses Thema, was angebracht ist oder nicht könnt ihr euch im Forum auslassen !!!
    Auf einer NEWS (=Nachrichten !!!!) hat das eigentlich nix zu suchen !!!!!

    „Ich bitte übrigens darum derartige Inhalte weder in Forum, Gästebuch oder Newskommentaren dieser Seite zu hinterlassen. Nicht weil man Spielern dadurch einen Bärendienst erweist, sondern weil ich solche Vergleiche schlicht und einfach unmöglich finde.“
    <= Gleiche Argumentation wie unsere "Freunde" in der Politik !!!!
    "Gefällt mir nicht, verbiete ich!!"

    Was dem Autor hier gefällt oder nicht ist nicht wichtig und hat wie gesagt auf der News-Seite nichts verloren!!

    BITTE DIESE NEWS LÖSCHEN !!!!!

  66. @Densor
    Die spätere industrielle Vernichtung wurde darüber hinaus auch geheim durchgeführt, weshalb sie von heutigen Nazis auch immer noch geleugnet wird. Es wurden im Gegenteil zumindest ansatzweise noch Mythen darüber aufgebaut, was mit den Menschentransporten angeblich NICHT Geschehen sei oder darüber gelogen wie Menschen in Anstalten angeblich eines natürlichen Todes zum Opfer fielen und eben nicht in diesen systematisch ermordet wurden. Vielleicht wird das auch zu wenig berücksichtigt, wenn gegen solche Bezugnahmen geschrieben wird…
    Soll heißen: die industrielle Vernichtung fand weitgehend unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt, und worum es hier geht ist doch stets öffentliche Diskriminierung – also könnte man auch erst gar nicht auf die Idee kommen, dass hier etwas mit der Shoah, dem Holocaust als industrielle Vernichtung, in Verbindung gebracht werden sollte: auf Demonstrationen oder sonstwo.
    Auch das eine Plakat mit dem Bezug zur Goebbels-Rede betrifft dies

    Darüber hinaus hab ich auch meine Probleme damit, wenn vorschnell von „Vergleichen“ gesprochen wird: ein Vergleich ist eigentlich doch eine direkte Gegenüberstellung. Ich sage der und der, oder das und das ist wie etwas/jemand anderes. Oder nicht: stelle so noch Gemeinsamkeiten und Unterschiede fest. Wenn ich etwas auf was anderes anwende, übertrage, ist das ein einfacher Bezug für mich – der ein Hinweis auf einen Sachverhalt oder Zusammenhang sein kann.
    So ist eher zu fragen weshalb solche Bezugnahmen unerwünscht sind – unangebracht erscheinen, als nach der moralisch verwerflichen Dimension eines Vergleichs von Unvergleichbarem

  67. @reptile:
    Was willst du jetzt damit sagen?
    Bist du für Zensur? Willst dem Admin vorschreiben was er macht?
    .
    Kleiner Blick in andere Foren… „Adolf Picture Thread“’s, vergleiche der deutschen Zensur mit Faschisten usw sind in anderen, Ausländischen, Foren weit verbreitet und werden dort als normal erachtet… wenn einer ein Problem hat soll er mal versuchen im Ausland solche Threads zu verbieten…
    Mal sehen wie diese Foren Reagieren würden wenn ein Deutscher
    versucht ihnen zu verbieten einen Thread zu machen…

  68. @TRB:
    „Was willst du jetzt damit sagen?
    Bist du für Zensur? Willst dem Admin vorschreiben was er macht?“

    Wieso kommst du jetzt mit so was von wegen Zensur !?
    Das hier ist keine News, da kann man auch im Forum drüber diskutieren, dafür ist es da!
    Auserdem sieht es eher so aus als ob das keine Diskussion mehr ist sondern nur
    ein gegenseitiges angemotze.

    Und du, TRB, mit deinem „Bist du für Zensur?“
    beweist mir, dass es in dieser Diskussion wohl nicht ohne Anschuldigungen und ähnliches geht…

    Als Gamer sollten wir ja eigentlich zusammen halten, aber solche Themen wie dieses hier zeigen doch, dass da nicht so viel ist :(
    Schade eigentlich…..

  69. @reptile:
    „Gefällt mir nicht, verbiete ich!!“ ist Zensur.
    Oder was wolltest du damit ausdrücken?
    Wenn der Admin das für News hält sind es News.
    Wenn ein Star über die Straße rennt sind das für viele auch News…

    „Als Gamer sollten wir ja eigentlich zusammen“
    dann würde man nicht versuchen andere von ihrer meinung abzubringen…
    „aber solche Themen wie dieses hier zeigen doch, dass da nicht so viel ist“
    ja man Schade dass ein Thema wie: „Was sind News?“ hier so für Zwist sorgt…

  70. @The Real Black
    Doktor Trask:
    “Immerhin ist noch kein Gamer wegen seines / ihres Hobbies verprügelt worden.”

    Das hat jemand anderes gesagt und ich habe darauf Stellung bezogen und gesagt dass das noch kommen wird, wenn schon Gamer, beleidigt werden, sie unter Generalverdacht des Amoklaufes stehen, sie mit Terroristen und Kinderschänder gleichgeschaltet werden, man sie wegen ihres Hobbys kündigt oder nicht einstellt, von Veranstaltungen ausgrenzt, wütende Eltern ein Gameshop verwüsten und Kunden und Angestellte in Angst und Schrecken versetzen, man die Öffentliche Ächtung fordert, man fordert Ehe/Freundin oder Games, man von Umerziehung spricht, wenn man Haftstrafen für Gamer fordert, wenn man Personalien von gamer aufniehmt aber von anderen Kunden nicht, wenn vor Gameshops Demonstranten stehen, wenn Flyer gegen Games und Gamer verteilt werden etc. etc. etc. dann kommt es irgendwann auch zu Gewalttaten gegen Gamer. Du hast meine Antwort aus dem Kontext gerissen und ihn eine andere Erscheinung verpasst, bei dir sieht es aus als hätte ich gesagt das obrige gesagt dabei habe ich lediglich daruf geantwortet.

  71. mr.can, ich empfehle dir wirklich dringend, dein Wissen über das dritte Reich auffrischen…
    .
    Ansonsten stimme ich Murnau zu:
    .
    „@mr.can: Ich verharmlose den Holocaust nicht, ich sage offen das er mir am Arsch vorbei geht, da er ein vergangenes Ereignis ist, welches bei mir keinen Sonderrechte genießt.“
    .
    So sieht’s aus. Ich war am Holocaust nicht beteiligt und würde mich niemals an einer Hetze gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen beteiligen. Mich geht der Holocaust absolut nichts an – warum soll man sich für etwas schuldig fühlen, woran man keine Schuld hat? Weil es schrecklich war? Buhu…
    .
    All meine damaligen Verwandte waren seinerzeit Nazis. Ob sie (die Männer, die bei der Wehrmacht waren) am Holocaust beteiligt waren? Wer weiß, ich habe die von ihnen, die ich noch kennen lernte, nie danach gefragt. Und, Überraschung: Es ist mir egal. Sie haben für ihre Zugehörigkeit zum deutschen Reich bezahlt. Manche kehren nicht aus dem Krieg zurück, andere waren in Gefangenschaft und fast alle verloren ihren Besitz – Bauernhöfe, Wohnungen, Häuser. Sie verloren ihre Habe und lebten fortan in einem zerstörten Österreich und einem geteilten Deutschland. Sie haben bezahlt, es ist VORBEI. 60 Jahre sind vergangen, irgendwann MUSS es genug sein. — Das erwähne ich nur, um das mögliche ‚Argument‘ der ‚Erbsünde‘ im Keim zu ersticken.
    .
    Du bist nichts als ein Effekthascher, mr.can – und damit auf dem Niveau der Spielegegner. Die fragen: „Denkt denn niemand an die Kinder?“ – du fragst: „Denkt denn niemand an die NS-Opfer?“ – oh dear…

  72. Auch wenn ich gerne weiter an der Debatte pro/contra dritte Reichsvergleiche teilnähme, bin ich der Aufassung wird sollten an dieser Stelle aufhören und gegenseitig fertig zu machen.
    Keinem von uns und erst recht nicht dem Kampf gegen die Diskreminierung ist damit geholfen, wenn wir uns selbst zerfleischen.

    Auch wenn wir nicht immmer einer Meinung sind, so sollten wir, mindestens solange bis wir EIN nach aussen trages Bild haben, zumindest so tun, als hätten wir eines.
    Soll heißen, wir unterstützen jeden der sich für unsere Sache einsetzt.
    Und wenn jemand dabei einen Vergleich anstellt, der negativ aufstossen könnte, dann verurteilen wir ihn nicht, sondern bemühen uns das Bild gerade zu rücken.

    Denn das versteht man unter Zusammehalt. Solange wir uns untereinander fetzen, ist kaum damit zu rechnen, daß uns auch nur irgend jemand ernst nimmt.

  73. LiquidSnakE: „60 Jahre sind vergangen, irgendwann MUSS es genug sein.“
    Ja sollte langsam so sein…

    Doktor Trask: „Du hast meine Antwort aus dem Kontext gerissen und ihn eine andere Erscheinung verpasst“
    Sorry… ich wollte nur sagen, dass es jetzt schon soweit ist, dass Kinder wegen ihres Hobby/ nicht Fußball als Hobby gemobbt wurden/werden. Zum Glück soll sich das gebessert haben da Computerspiele mehr im kommen sind.

    MW-Snake:“Und wenn jemand dabei einen Vergleich anstellt, der negativ aufstossen könnte, dann verurteilen wir ihn nicht, sondern bemühen uns das Bild gerade zu rücken.“
    ja sollte man versuchen, denn Verbote oder einen von einer Demo scheuchen da er ein nicht passedes Plakat hat würde uns nur mehr spalten

    Happy Coding.

  74. „“60 Jahre sind vergangen, irgendwann MUSS es genug sein.”

    Es wäre schön, wenn dem so wäre, doch leider sind in Deutschland sehr wohl noch immer Strukturen des 3.Reichs vorhanden.Diese Zeit war ja kein Betriebsunfall, von dem heute keine Spur mehr übrig ist.(Bester Beweis: Die international beispiellose Selektion behinderter Menschen aus dem Regelschulsystem) In der aktuellen Diskussion um die Ächtung von Games und Gamern spieglt sich sehr wohl eine Einstellung, die private Freizeittätigkeiten, die nicht dem gesunden Volksempfinden entsprechen, aus diesem Land verbannen zu wollen. Hierbei spielen die alten Sauberkeitsphanasien (Deutschland als Land ohne Killerspiele) eine große Rolle. Es ist doch kein Zufall, dass wir das Land sind, dass wegen solcher „Schmutzmedien“ den größten Behördenapparat einer „Demokratie“ beschäftigt. Deshalb halte ich die Demonstrations-Aktion keineswegs für Geschmacklos, sondern sie ist eine natürliche Reaktion auf geschmacklose Vorgänge (KiPo – Vergleiche etc).

  75. @Rey: danke für die Gedanken hier, wichtig dass sowas mal geäußert wird.

    Wem der Holocaust am Arsch vorbei geht der hat meiner Meinung nach ein riesen Problem. Klar sollten wir uns dafür nicht schuldig fühlen, aber 6 Millionen Tote sollten einem zu denken geben. Wir sollten aus der Geschichte schon was lernen. Wem das 3. Reich am Arsch vorbei geht, der macht es meiner Meinung nach nur Nazis heute einfacher als es sein müsste (ich sage ausdrücklich NICHT er sei selbst ein Nazi, aber Unwissenheit war schon immer die Basis für Ideologien)

    @Murnau: akzeptiere bitte dass auch andere dich kritisieren dürfen, du kritisiert andere ja auch.

    Meine Meinung: so Zeugs muss überhaupt nicht sein. Ja, manche Politiker gehen in Richtung 3. Reich, das müssen wir klar sagen, aber das geht zu weit.
    Wisst ihr, die meisten hier sind noch jung und (relativ) unerfahren. Geht mir ja ähnlich. Aber wir müssen einfach berücksichtigen wie unsere Aktionen wirken. Und sowas kommt nun mal nicht gut an, selbst wenn ihr Recht hättet wäre es schädlich.

    Gruß,
    Mars

  76. Übrigens: wer glaubt Gamer wären die einzige Gruppe die gesellschaftlich nicht akzeptiert ist der sollte dringend mal die Realität um sich herum anschauen. Es gab in Deutschland schon immer Diskriminierung und Verständnislosigkeit, nur jetzt bemerken wir das zum ersten Mal am eigenen Leibe.

  77. @LiquidSnakE
    „ich empfehle dir wirklich dringend, dein Wissen über das dritte Reich auffrischen…“

    „Du bist nichts als ein Effekthascher, mr.can – und damit auf dem Niveau der Spielegegner. Die fragen: “Denkt denn niemand an die Kinder?” – du fragst: “Denkt denn niemand an die NS-Opfer?” – oh dear…“

    Sagt Mr. Irgendwann-muss-mal-Schluss-sein! Lies einfach weiter deinen Ernst Nolte, David Irving oder wo immer Typen wie du ihre Informationen beziehen und gib Ruhe, bevor ich mich noch vergesse!
    Muss eben jeder selber wissen wie er sich öffentlich als dumpfer Ignorant darstellen will. Der Rest der Spieler sollte sich mit Artikeln wie dem oben von solchen Leuten distanzieren und retten was noch zu retten ist.
    Bis jetzt hats in den Medien ja zum Glück noch keiner mitgekriegt. Hoffentlich mischen sich nicht noch Glatzen dazu, dann wärs endgültig aus.

  78. mr.can:
    „Der Rest der Spieler sollte sich mit Artikeln wie dem oben von solchen Leuten distanzieren und retten was noch zu retten ist. Bis jetzt hats in den Medien ja zum Glück noch keiner mitgekriegt. Hoffentlich mischen sich nicht noch Glatzen dazu, dann wärs endgültig aus.“

    Sorry, aber mit solchen Aktionen würdest du diese Menschen in die Hände der „Glatzen“ treiben da man sie so vertreibt… und solche merken sich dann auch von welcher Gruppe sie verstoßen wurden. Sowas kann auf einer Demo dann schnell eskalieren… seit vorsichtig wen ihr vertreibt…

    Happy Coding.

  79. Vielleicht könnten die Herren mit dem „Mea Culpa“-Syndrom jetzt auch aufhören der Spielerschaft den Dolch in den Rücken zu stoßen (schöner Vergleich gell, könnt ihr gleich wieder loslegen).

    Wer meint der Ein oder Andere habe Bildungslücken, der möge ihm einen Link zu einem Fortbildungsangebot geben.

    Daher von mir:http://www.schulz-von-thun.de/buch.html

  80. @Snake

    Ich versuche euch eher davon zu überzeugen, dass es nichts bringt euch selbst einen Dolch in den Rücken zu jagen. Nichts anderes macht ihr, wenn ihr solche Vergleiche öffentlich bringt.

  81. „Sorry, aber mit solchen Aktionen würdest du diese Menschen in die Hände der ‚Glatzen‘ treiben da man sie so vertreibt…“

    Menschen die man in die Hände von Glatzen „treiben“ kann, sind mir aber sowas von egal; die sollen mit den Hohlbirnen ihren Spaß haben solange sie wollen. Aber Spinner die ihr Schicksal mit dem der Juden während des 2.WK (oder generell) vergleichen, vertreiben mich jedenfalls mit Sicherheit von jeder Demo.
    So etwas ist einfach nur zum Kotzen, daran hat sich auch schon der Abschaum von PETA gehörig die Finger verbrannt.
    Wenn ihr so in die Schlagzeilen kommen wollt, bitte. Aber sicher nicht mit mir!

    Die Sache mit der Dolchstoßlegende ist ja wohl hoffentlich nur als billige Provokation gemeint.

  82. Dann würde ich vorschlagen, dass du so etwas nicht mehr provozierst, indem du solche News verfasst, denn das bei solch einem radikalen Thema harte Worte fallen ist unvermeidbar.

  83. @Rey: sorry wenn ich was provoziert hab, bemühe mich zu beherrschen.

    @snake: hier hat keiner ein mea-culpa syndrom. Bitte lies doch die Beiträge bevor du sowas unterstellst. Die Bücher von Schulz von Thun hab ich übrigens gelesen. Das ist genau der Grund warum ich solche Schilder nicht sehen will.
    Was heißt hier Spielerschaft? Wenn hier jemand der Dolch in den Rücken gestoßen wird dann ist es Leuten mit sehr extremen Positionen, die von der Mehrheit der Gamer nicht unterstützt werden (dazu verhalten sich die zumindest zu ruhig)

  84. @mr.can
    Dann rede mit den Leuten und sage ihnen dass das nicht gut ist die meisten Gamer sind verünftiger als du denkst, die lassen dann zumeist ihre Plakate verschwinden, motzig sein bringt keinem was. Ich rede mit den Leuten ja auch, man muß nur ruhig, sachlich, ehrlich und ohne Beleidigungen argumentieren können.

  85. @Rey Alp
    Nein das sagte keiner du solltest nur wieder zur alten Form finden monentan lesen sich deine Beiträge ein wenig zu sehr wie die der Bild wenn du verstehst was ich meine, finde die Schilder genau wie du auch sehr unglücklich gewählt. Das sage ich hier auch offen aber den Leuten daraus einen Strick drehen wie du es tust oder gar eine Spaltung der Gamer zu provozieren wie es manch anderer hier tat halte ich für fatal. Ich hoffe es ist okay für dich das ich so offen zu dir und über dich geschrieben habe ich will dir und andere nicht unnötig vor dem Kopf stoßen.

  86. Kein Ding, Kritik kann ich vertragen. Da ich hier meine Meinung geschrieben habe ist der Beitrag natürlich nicht objektiv – meinst du das oder was anderes mit Bild Niveau? Welche Beiträge meinst du denn genau?

  87. @snake: hier hat keiner ein mea-culpa syndrom. Bitte lies doch die Beiträge bevor du sowas unterstellst. Die Bücher von Schulz von Thun hab ich übrigens gelesen. Das ist genau der Grund warum ich solche Schilder nicht sehen will.

    Ich denke mal die Personen, die damit ereichen wollte, haben es schon verstanden.

    Und vor mir war die Anspielung auf die Dolchstoßlegende natürlich ein gezieltes provozierendes Stilmittel.

    und @Rey Alp,
    polarisieren hmm ja ok.. aber ist uns das dienlich? die Gegenpartei tut dies deutlich weniger.

    Oder um nochmal zu dem Feuervergleich zurück kommen. Bei zuviel Polarisation löschen wir nicht mehr ein Feuer, sondern zünden uns gegenseitig die Hosen an, wärend sich das eigentlich zu löschende Feuer weiter ausbreitet, bis es nicht mehr zu löschen ist.

  88. @Rey Alp
    Ja das und dein Schreibstil, der alte war sachlicher und daher besser.
    Tja Rey Alp was die Auslandsberichtersattung angeht bin ich ehrlich gesagt manchmal erstaunt was da abgeht,da sind unsere Vergleiche noch relativ harmlos auch wenn wir die besser nicht nutzen sollten es gibt andere Wege für unser Hobby und uns selbst einzustehen aber wie ich es bereits sagte ich kann die Leute verstehen das sie das machen aber ich rede dann mit ihnen und erkläre ihnen warum es besser ist auf die Plakate zu verzichten einen Vorwurf vermeide ich aber, ich denke mal die Seiten aus dem Ausland bzw. die Berichterstattngen sind dir soweit alle geläufig.

  89. @Rey Alp
    Hättest es stehen lassen sollen. So könnten die anderen wenigstens sehen mit was für Typen sie im Boot sitzen. Wenn sich einer in seinem Recht jetzt endlich wieder „die Wahrheit“ sagen zu dürfen bedroht fühlt, ist das eben ein Reizthema.

    @Mars
    „Wenn hier jemand der Dolch in den Rücken gestoßen wird dann ist es Leuten mit sehr extremen Positionen, die von der Mehrheit der Gamer nicht unterstützt werden“
    Bist du dir da sicher? Bis jetzt liest sich das eigentlich ziemlich deprimierend…

  90. @MW-Snake

    Wo ich, unter anderem auch mit den drei Videos, kritisiere, dass die Debatte von Medien und Politikern unsachlich und mit unpassenden Vergleichen geführt wird wäre es wenig glaubwürdig, wenn ich dann bei Gamern beide Augen zudrücke.

    @Doktor Trask

    Ich habe meinen Schreibstil eigentlich nicht bewusst geändert, ich versuche nur immer krampfhaft Formulierungen zu vermeiden, die ich in juristischen Texten verwende. Dir sind also alle neueren Texe – Bauernopfer, Vorgänge, Ignorant, Kinderdörfer, etc. – zu reißerisch? Könntest du einen längeren Text nennen, bei dem ich noch „gut“ geschrieben habe?

  91. Sehr guter Artikel – fehlt nur noch der Hinweis auf Godwins Gesetz!

    Damit das Punkt-Godwin-Konto auf unserer Seite etwas ausgeglichener wird sollten wir vielleicht eine Erweiterung auf Kinderpornos einführen. Reductio ad Kinderporno – schon allein weil Frau von der Leyen die Nazis erst nach den Pädophilen aufs Korn genommen hat.

  92. Sicher können so Bezugnahmen zur Nazizeit auch nicht mehr als Ausdruck von Gedankenlosigkeit sein

    Vielleicht hab ich da den falschen Zugang, aber wenn ich höre: jemand fühlt sich benachteiligt – von Ungerechtigkeit betroffen – und der jemand kommt mir auch für die einen geschmacklos mit einem Davidstern daher, dann möchte ich zuhören – wissen warum er sich so fühlt: was mir der zu sagen hat, warum auf Demonstrationen mit solchen Schildern handiert wird, bevor ich diesen kritisere weil er ein unangebrachtes Symbol verwendet hat.

    @Doktor Trask und Rey Alp
    ich glaub nicht, dass sich der Schreibstil von Rey Alp wirklich verändert hat.
    Manchmal verstehe ich die Besonderheit von ausgemachten Begriffen nicht, und das mag damit zusammenhängen, dass ich eben kein Jurist bin ;-)
    Aber ohne überheblich klingen zu wollen hab ich mir schon immer gedacht, dass da womöglich mal ein Text kommen wird von Rey Alp, welcher die Spielerseite für die einen zu hart anpackt: ohne hiermit etwas unterstellen zu wollen, aber ich glaub ich komm jetzt schon zwei Jahre regelmäßig hier her – oft mehrmals täglich – und auf der Spielerseite allgemein wird die Wertigkeit der Spiele halt ganz unterschiedlich gesehen.
    Den einen kümmert die Politik samt Verbotsandrohungen in Deutschland überhaupt nicht – die kommen auch nicht hierher oder anderswo wo politisiert wird, auch dann nicht, wenn sie womöglich viel mehr spielen als die regelmäßigen Besucher dieser Seite und anderer ;-) Haben als Vielspieler dann auch keine Zeit für so ein Engagement – vorsichtig ausgedrückt…
    Und da ist es halt so, dass die einen Spiele eher als soziale Freizeitbeschäftigung wahrnehmen – mit Freunden in Gemeinschaft Spaß zu haben, und andere – da spreche ich Doktor Trask an – das zwar womöglich nicht anders sehen, aber halt schon Erfahrungen gemacht haben, die auch massive Diskriminierungen darstellen (können)

    Das wird eben alles oft sehr unterschiedlich wahrgenommen meiner Ansicht nach. Im Zweifelsfall können manche – damit meine ich wieder Rey Alp – wohl auch auf Spiele verzichten, und das ist ihr gutes Recht. Davor habe ich Respekt und das bewundere ich sogar

    Ich für meinen Teil könnte das hingegen nicht so gut, bin als Österreicher aber (noch) auch nicht direkt betroffen davon. Mich soweit zu integrieren, dass ich sag: ok, ich geb das spielen auf – ist nicht so wichtig für mich – das möcht ich nicht, ganz einfach deshalb, weil ich doch auch glaub, dass ich damit niemanden schade

  93. Ich stimme dem Admin zu:
    Nazivergleiche schaden uns. Und ja, sie schaden uns mehr als das, was die Gegenseite macht.

    Im Übrigen finde ich es sehr interessant, was teilweise hier so in den Kommentaren zu lesen ist. Ich finde das bestätigt nur, was die News aussagt.

    Gruß
    Aginor

  94. Nazivergleiche sind IMHO nur dann zulässig wenn sie den Kernpunkt treffen.

    Dazu muß man nicht die gesellschaftliche Ausgrenzung und anschließende Vernichtung von Deutschen mit jüdischer Religon ( oder von Deutschen, deren Vater oder Großvater mal die jüdische Religon ausgeübt hat ) bemühen.

    Das dritte Reich hatte auch eine Zensur, die mit dem Begriff der „Entarteten Kunst“ und dem „Gesunden Volksempfinden“ gearbeitet hat.

    Politiker wie Joachim Herrmann verwenden diese Begriffe zwar nicht, aber ihre Äusserungen sind nach dem selben Muster geformt.


    Generell finde ich es übrigens zum Kotzen das man behauptet man dürfe in Deutschland nicht über die Judenverfolgung diskutieren oder wir Deutschen würden gezwungen uns zu schämen.
    Ebenso halte ich Vorwürfe gegenüber den Zentralrat der Juden, dieses Schamgefühl zu schüren um eigene, sinistere Interessen (Geld, wie immer bei den Juden, oder ? ) zu verfolgen für brechreizerregend.

    Aus einem einfachen Grund: Die Juden die im dritten Reich als erste verfolgt und vernichtet wurden sind Deutsche gewesen, erst die Nazis haben sie zu Juden gemacht.

    Und es wurden nicht nur Deutsche jüdischen Glaubens verfolgt und vernichtetet, sondern auch andere Deutsche: liberale, konservative, sozialdemokratische Politiker und Künstler die den Nazis im Weg gewesen sind, Schwule, Lesben, „Zigeuner“, „Asoziale“ ( wie Mädchen die mit 16 Schwanger geworden sind und den Vater nicht nennen konnten / wollten )…
    Wie gesagt, das sind alle Deutsche gewesen die von einem Deutschen Staat verfolgt und vernichtet wurden.
    So mancher Jude, Zigeuner, Schwule oder Asoziale der später vom deutschen Staat verfolgt und ermordet wurde hatte im ersten Weltkrieg für Deutschland gekämpft.
    Wenn man all diese Opfer nur als Juden und nicht als Deutsche wahrnimmt, dann haben die Nazis nachträglich eines ihrer Ziel erreicht. Und wenn nur noch der Zentralrat als Mahner wahrgenommen wird dann ist etwas faul in dieser Republik.

  95. Da ist so einiges faul, aber ich denke wir sollten auf einer Seite zum Stigma Videospiele auch vorrangig nur darum bemühen. Alles was sonst noch schief geht hat bestimmt auch eigene Seiten.

  96. @MW-Snake
    Ja sicher haben die die aber es schadet auch nicht darauf hinzuweißen immerhin sitzen wir alle im gleichen Boot Names Deutschland und niemand kann uns dann noch den Vorwurf machen das wir nur an uns und unseren Vorteil denken zudem hat dieses jeder für sich denken doch dazu geführt das jeder jedem die Schuld gibt wenn er in einer ungünstigen Lage ist, siehe da als Beispiel die Schützen und die Gamer die einen sagen ihr seit Schuld an Amokläufen worauf die anderen sagen nein ihr daran Schuld und das am Schluß aber weder der eine noch der andere Schuld hat wird übersehen.

  97. Das versteh ich sowieso nicht. Ich gebe den Schützen keine Schuld. Ich bin mir als Erziehungswissenschaftler sehr sicher wo die Schuld liegt. Aber das ist halt etwas komplexer und vorallem nicht so einfach, wie nur einen Schuldigen zu finden.

  98. @MW-Snake
    Erzeihungswissenschaftler? Darf ich da deine Vermutung mal lesen? und wie siehst du die Wirkung solcher Bilder und Texte wie die in dieser Meldung auf Erziehungsberechtigte?

  99. @Alrik
    Schön! Und nach deiner ausgiebigen Geschichtestunde findest du den Vergleich immer noch angemessen?

    „das sind alle Deutsche gewesen die von einem Deutschen Staat verfolgt und vernichtet wurden“
    Die Menschen die man in jedem anderen Land, welches die Deutschen in die Finger gekriegt haben vernichtet hat, waren das auch Deutsche? Behaupten jetzt Leute inzwischen schon, dass nur Deutsche unter den Nazis zu leiden hatten? LOL, „lasst uns Deutsche mit unserer deutschen Geschichte doch in Ruhe!“ Für dich ist Auschwitz wahrscheinlich irgendwo in Bayern!

  100. @mr.can
    Ich denke du interpretierst da zuviel hinein niemand hat gesagt das andere Länder nicht unter Deutschland leiden mußten ganz im Gegenteil aber er hat sich jetzt nun einmal nur auf die Situation innerhalb Deustchlands beschränkt, das auch die hier lebenden Ausländer denn Deustchen zum Opfer fielen hat er nicht abgestritten.

  101. Hm, mag schon sein. Aber dass es manche immer noch nicht kapieren ist einfach nur übel.

    Wieviel fehlt noch bis zu „Gestern hat mir in der U-Bahn ein Typ eine reingehauen. Mir gehts schon fast wie den Juden im 3.Reich!“?

  102. Ich denke es gibt hier ein riesiges Missverständnis.

    Niemand der Vergleiche mit Nazis herbeiführt will 50 Millionen Tote oder die Grausamkeiten aller beteiligten Länder verharmlosen. Vielmehr wollen wir doch damit Missstände aufzeigen und das so deutlich wie es geht, weil wir, faktisch belegbar, Diskriminiert werden durch Aufnahme von Personalien, Bevormundung, Zensur, Beleidigungen, Ignoranz und Desinteresse gegenüber unserer Erklärversuche, ect. ect….

    Wenn man nicht gehört wird geht man auf die Straße, das ist ja wohl der Sinn von Demonstrationen. Nett reden zu wollen ist ja scheinbar nicht möglich also muss man sich durch „schockierende“ Vergleiche Gehör schaffen.
    Also, es liegt nicht eine Verharmlosung des 2. Weltkrieges vor, sondern eher die Gefahr einer Verharmlosung unserer momentanen Situation, und es geht hier nicht um Meinungen, sondern um Fakten.

  103. @Doktor Task
    Kurz gesagt: Mangelndes Interesse der Eltern an ihren Kindern. Eine allgemeine Verrohung durch den „Überlebenskampf“ in unserem jetzigen Wirtschaftssystem, damit zusammen hängt natürlich auch die Überforderung des Nachwuchses, durch zuviele und zu frühe Aufgaben.
    Ansonsten sind Amokläufer keine Ruddeltiere, die jeweiligen Fehler die dazu geführt, müssen individuell betrachtet werden. Ganz typisch ist natürlich ein gestörtes Verhältniss im Elternhaus, was damit zusammenhängt, daß viele Eltern schlichtweg überfordert sind mit der Erziehung und in der Schule kann ein Elternhaus nicht ersetzt werden. Und das Schüler oder Ex-Schüler in ihrer Schule Amoklaufen ist doch klar. Das ist ihr Lebensmittelpunkt und der Ort an dem ausserhalb des Elternhauses alles zentriert.

  104. @MW-Snake
    Hm das ist auch das was ich selbst aus Erfahrung und Beobachtung weiß bzw. was ich darüber sagen/schreiben kann, es ist sehr gut zu wissen das es auch Erziehungswissenschaftler gibt die das auch so offen sagen was nicht stimmt wie du es tust einige deiner Kollegen gehen darauf ja kaum bis gar nicht ein, zumindest ist das das Bild das man durch Politik und Presse über Menschen deines Berufstandes erhält.

    Ein Punkt zu den Eltern: Die Eltern wissen oft wirklich nicht was in ihren Kindern und an deren Schulen geschieht, die Kinder sagen es ihnen auch nicht besonders gerne, oft aus Scharm und und der Sorge darum das sich die Eltern unnötig sorgen, das war bei mir und den meisten meiner Schulkameraden zumindest so und dabei hatte ich immer ein sehr sehr gutes Verhältniss zu meinen Eltern und auch bei meinen Klassenkameraden war das nicht anders.

  105. Ich bin auch eine Generation jünger als viele Kollegen.
    Bei den Eltern hast du auf jeden Fall recht, daher finde ich sollten diese viel mehr Fortgebildet werden. Aber das läuft ja nur auf freiwilliger Basis. Meiner Meinung nach, sollte der Staat die Mittel die er in Verbotsorgien und gekaufte Studien investiert lieber in die Medienkompetenz seiner Bürger investieren. Leider wird Medienkompetenz nur gefordert und nicht gefördert.

  106. @Trask:

    Nur eine kleine Kritik an deinen Beiträgen: Wenn du Punkte verwenden würdest um deine Schachtelsätze etwas zu unterteilen wäre das alles etwas einfacher zu lesen. Ich bekomme da fast Augenschmerzen. ;)

  107. Aber sie platzen dir nicht aus den Augenhöhlen oder? 8o)
    Ja ist schon klar was du meinst aber manchmal lassen sich solch wunderbare Texte kaum vermeiden und so lang sind meine Texte ja in aller Regel auch nicht.

  108. @Pyri
    Besonders toll finde ich aus dem Interview mit Schünemann folgendes:

    Reporter:
    Herr Schünemann, seit ein paar Wochen läuft im Kino ein neuer James-Bond-Film, nichts anderes also als die verfilmte Geschichte eines „Egoshooters“. Auch hier wird Gewalt verherrlicht – und diesen Film kann man sich schon im Alter von zwölf Jahren ansehen. Warum wollen Sie „Killerspiele“ verbieten, nicht aber den Bond-Film? Ist das nicht scheinheilig?

    Schünemann:
    Offenbar haben Sie sich noch kein „Killerspiel“ angeschaut, sonst würden Sie nicht eine solch naive Gleichstellung mit einem James Bond herstellen. Das ist eine ganz andere Qualität. Bei den „Killerspielen“ geht es darum, dass die Spieler selbst zum Töten animiert werden. Sie müssen auf einen Knopf drücken. Dadurch wird etwa ein Arm mit einer Kettensäge abgetrennt. Diese Handlung wird zudem positiv bewertet, wenn man sein Opfer zuvor quält. Fürs Arm-Abtrennen gibt es 100 Punkte, fürs Kopf-Abtrennen 1000 Punkte. Das ist pervers und gehört sofort verboten.



    Ich bin 27.
    Ich spiele seit gut 21 Jahren die digitalen Spiele und seit guten 15 Jahren bin ich Sammler digitaler Spiele und informiere mich seit gut 13 Jahren über digitale Spiele so gut wie es nur eben geht aber ein Spiel wie es Herr Schünemann beschreibt ist mir bis jetzt noch nie unter gekommen und ich bezweifle das es ein solches Spiel überhaupt gibt und noch mehr zweifle ich daran das ein solches Spiel jemals in Deutschland erhältlich wäre.
    Man kann durchaus sagen das Herr Schünemann bewußt lügt um seine Ziele zu erreichen, persönliche Meinungen und Ablehnungen haben allerdings in der Politik nichts zu suchen, man muß sich an eindeutige Fakten halten man darf als Politiker keine Gesetze Aufgrund von Mutmaßungen oder gar persönlicher Neigungen erlassen und das weiß er auch.

  109. Wenn du so etwas schreibst gibst du schon viel zu viel nach. Einerseits hinterfragst du nicht ob fiktive Videospielegewalt tatsächlich „pervers“ (bzw. perverser als in anderen Medien) ist, akzeptierst dies also unterschwellig und andererseits gibt es solche Spiele bestimmt, dadurch wird dein Argument hinfällig.

    Letztlich kriegt man auch bei jedem Onlinespiel oder RPG Punkte für Kills, wenn du seinen Vorwurf das sei pervers einfach hinnimmst, hat er dich genau wo er dich haben will. Vielleicht wärs vorteilhaft wenn sich auch Gamer solche Strohmänner einfallen lassen würden. Muss gestehen mir fällt da gar nichts ein…

  110. mr.can: „andererseits gibt es solche Spiele bestimmt“ „pervers“
    Mänerfang/Menschenjagt ist so ein Spiel zumindest wurde es mal so von einen Politiker beschrieben. Andererseits gibt es in Japan Spiele/Zeichentrickbücher in denen perversere Sachen, die den Kipo-vergleich rechtfertigen, offen verkauft werden.
    Wieso eins davon verbieten? bei beiden kommen keine Menschen zu schaden also
    ist es als Pervers zu bezeichnen nicht gerechtfertigt…

    Gewalt gegen echte Menschen ist pervers!
    Komisch ist da nur, dass man immer noch Wehrpflicht hat bei den Menschen ausgebildet werden um echte Menschen umzubringen…

    @mr.can: „Vorwurf das sei pervers einfach hinnimmst“
    Stimmt sowas dürfen wir nicht hinnehmen, aber leider haben genügend den Kipo vergleich auch hingenommen… tya… und deswegen haben die uns schon dort wo sie uns wollen.
    „Gamer solche Strohmänner einfallen lassen würden“
    Nette idee, aber keiner von uns ist so dumm, dass er als Strohmann herhalten würde
    ;-)

    @Doktor Trask’s Quelle:
    http://www.stern.de/politik/deutschland/:Killerspiel-Debatte-Das/578137.html


    R:Was für Spiele haben Sie schon gespielt?
    S:Ich habe nicht gespielt, sondern ich habe mir diese Szenen aus mehreren Spielen zeigen lassen.

    *waaah*waah* Game Over
    Für eine weitere Amtszeit werfen sie bitte ihre Spenden das vergangenen Jahres ein.


    R: Was stört Sie an der USK?
    S: Die USK funktioniert nicht. Wenn die Spiele, die ich gerade beschrieben habe, teilweise ab 16 Jahren frei gegeben sind, dann kann das nicht richtig sein…

    Das ist so pervers, dass es keine Alternative zum Verbot gibt.

    Tya keine ahnung aber klappe aufreißen… toll.
    Game Over 2!


    R: Demnächst müssen also alle Spieler mit Razzien zu Hause rechnen?
    S: Natürlich. Diejenigen, die die brutalen, verbotenen Spiele spielen, müssen damit rechnen, dass sie dingfest gemacht werden. Das halte ich auch für richtig.

    Sorry aber dass ist ein Dammbruch und da fragen sich welche wieso immer mehr Nazi vergleiche aufkommen…
    Game Over 3! Spiel zu ende.
    Bitte lassen sie einen anderen Mitspieler an die Regierung.

    Happy Coding.

  111. Das finde ich auch so richtig toll:
    .
    Reporter: Es gibt unter den Egoshooter-Spielern zweifellos auch gewaltbereite Einzelgänger. Aber schießen Sie nicht mit Kanonen auf Spatzen, wenn Sie alle Spieler kriminalisieren?
    Schünemann: Ich kriminalisiere niemanden.
    Reporter: Demnächst müssen also alle Spieler mit Razzien zu Hause rechnen?
    Schünemann: Natürlich. Diejenigen, die die brutalen, verbotenen Spiele spielen, müssen damit rechnen, dass sie dingfest gemacht werden. Das halte ich auch für richtig.

  112. @Trask: SChon viel besser Doc. ;) Aber war nicht so böse gemeint wie es vieleicht geklungen hat.

    On Topic: Also das mit den Razzien wusste ich gar nicht o_O Und dann wundert sich echt einer über diese Vergleiche wenn wir bzw sie deutschen Gamer Razzien wegen VIDEOSPIELEN ins auge schauen??

    Sorry aber meine Meinung zu dieser ganzen Diskussion ist dass sie nichts bringt ausser das Lager der Gamer zu spalten… Diejenigen die gegen die Judenvergleiche sind werden eh sich nicht davon überzeugen lassen das der Vergleich gerechtfertigt ist und diejenigen die dafür sind bzw. die die Vergleiche „eingeführt“ haben werden auch auf ihrer Position bestehen bleiben…. So gesehen ein klassisches Pat….

  113. Ich frage mich, ob die Apologeten der „Gamer sind die Juden von heute“ – Plakate die Parallelen zu den Transparenten der Rechten auf den jährlichen Aufmärschen im Februar in Dresden (Stichwort: „Bombenholocaust“) sehen?

    Wenn ich auf einer Gamer-Demo solche Parolen sehe, drehe ich um und gehe wieder nach Hause. Neben sowas mag ich nicht einherlaufen.

  114. Mußt du nicht aber ich sagte es schon einmal reden hilft und du kannst nicht alle Demonstranten in einen Topf werfen,
    nur weil einige wenige etwas unschönes tun gleich zu sagen alle sind so klingt doch sehr nach den Leuten über die wir uns so gerne beschweren weil sie uns die Spiele klauen.

  115. Ich betrachte das so ähnlich wie z. B. mit dem Kölner Aufruf: Wenn ich da mit unterschreibe, mache ich mir alle Aussagen des Pamphletes zu eigen (und muß mich dafür auslachen lassen). Ich werfe ja auch gar nicht alle Demonstranten in einen Topf; das tut aber garantiert die Gegenseite. „Gamer sind emotional verkümmert, beziehen ihre Bildung aus Killerspielen und haben Null Sozialkompetenz.“ Bingo!

  116. Das streite ich ja auch nicht ab ganz im Gegenteil das habe ich ja selber auch schon gesagt,
    aber als Gamer sollte man mit den anderen Gamern reden und sie nicht als was weiß ich verteufeln und wenn es jemand danach immer noch nicht einsehen will kann man sich immer noch von diesen Leuten distanzieren auch wenn die Politik verallgemeinert so denke ich doch gibt es da darußen immer noch Leute die wissen das nicht alle Gamer dumm, ungebildet und sozial verkrüppelt sind.
    Wie ich bereits sagte ich kann die Leute verstehen auch wenn ich Nazihinweiße nicht gut halte Vergleiche sehen immer noch ein wenig anders aus als das was die meisten Gamer bisher in Deutschland getätigt haben.

  117. Also gut, ich oute mich hier (trotzdem mehr oder weniger anonym) als Verfasser des Plakats „WOLLT IHR DEN TOTALEN GENERATIONENKONFLIKT?“.

    @Alrig: Du sprichst mir aus der Seele, wenn man gesellschaftliche Verbindungen zur Nazizeit erkennt, sollte man diese auch anprangern dürfen/können/müssen.

    Den Gamer-Stern finde ich zwar auch recht überzogen, das wird wohl nicht annähernd Realität werden. Bevor sowas passiert werden alle Gewaltspiele verboten (entartete Kunst) und alle Menschen gleichgeschaltet. Wie im Nationalsozialismus üblich. Als Worst-Case-Szenario kann ich mir aber schon vorstellen, dass man die Leute, die in Zukunft trotzdem Lust drauf haben und mit nem Killerspiel erwischt werden, zur Behandlung eingeliefert und dann gemäß der „Leitkultur“ (CDU) umprogrammiert. Ich spreche jetzt von ner Wahnvorstellung, die in so 10-20 Jahren locker in die Realität umgesetzt werden könnte, wenn sich keiner wehrt. Ob das Amokläufen die Basis entzieht?

    „WOLLT IHR DEN TOTALEN GENERATIONENKONFLIKT?“. Damit wollte ich einen Vergleich zur Nazizeit ziehen, in der Propaganda die Gesellschaft so im Griff hatte, dass man dieser alles schlechte (Weltkrieg, Judenverfolgung, Verbrennung von Kunst und Literatur) als das absolut positivste verkaufen konnte und darauf setzen konnte, dass alle sagen „JAAAAAaaaaaa“. Der Generationenkonflikt soll zeigen, dass mit der Gesellschaft auch die Wählerschaft überaltert. Und Rentern zu verklickern, „Computerspiele gehören abgeschafft“ ist wie einem Kind einen Lutscher zu klauen. Ich denke mir halt: Warum dürfen andere Erwachsene Erwachsenen unserer Generation sagen, wie sie ihr Leben zu leben haben und uns einfach unser Hobby verbieten? Während beim Biathlon alle klatschen? Wenn ich beim Radfahren durch den Wald in 2 Stunden 30 Jägersitze entdecke, läufts mir eiskalt den Rücken runter. Zielt grad der 31. auf mich und verwechselt durch seine Sehschwäche (durch die Überalterung) die Mountainbike Hörner mit nem Geweih? Drei meiner Nachbarn haben übrigens den Schrank voller Gewehre UND Söhne im Haus. Geht das in Ordnung, dürfen Deutsche wieder an die Waffe und darf man „entartetes“ wieder verbieten? Bei Adenauer hieß es noch „Jedem Deutschen, der jemals wieder eine Waffe in die Hand nimmt, soll die Hand abfaulen“. Heute ist Deutschland Waffenexport-Europameister!!!!!! Und wir haben nichts besseres zu tun, als gewaltfreie Gamer an den Rand der Gesellschaft zu drängen und Hersteller der Spiele (Crytech) in die Emigration zu treiben.
    Man kann es eigentlich nur positiv sehen: Die „Gamer“ sind eine Minderheit, die sich nicht wehrt, die tw. nicht wahlberechtigt ist und die eh keiner haben will. Wahlkampf auf deren Kosten ist billig und nach jedem Amoklauf besonders effektiv.

    Die Rückseite des Plakats lautete übrigens „Deutschland den Deutschen: Killerspieler raus“. Im Petto hatten wir noch „Auch beim Fußball wird geschossen“ und „Schach ist Völkermord“, ein Kommentar eines Mitdemonstranten dazu war: „Stimmt, vor allem darf weiß anfangen und hat dadurch einen unfairen Vorteil“.

    Auch ich habe mal was von Schulz von Thun gelesen und mir war vor der Demo schon bewusst, dass die Kommunikationskanäle, die ich mit meinen Plakaten anspreche völlig anders bei den Adressaten ankommen. Beim einen als dummer, plumper, sinnloser Vergleich mit der Nazizeit, beim anderen „hmm, warum sagt der das? steckt da was dahinter?“ und bei wieder jemand anderem „Nein! wir wollen keinen Generationenkonflikt!“. Über den „Schaden“ der Plakate, auch des Gamer-Sterns kann man nicht einfach so spekulieren! Sogar von ner Computerspiele-Gegnerin hab ich positive Rückmeldung bekommen: „Ich find die Spiele scheiße! Aber ich find auch, dass die die euch nicht verbieten dürfen.“

    @den Verfasser des Artikels:
    wir waren zu dritt mit diesen Plakaten mehr als eine Stunde auf der Demo in KA und hatten von allen Seiten ausschließlich positive Kritik von Gamern. Beschwert hat sich keiner. auch von den Passanten konnte ich in der Mimik eher Schmunzeln als Bestürzung beobachten. Und den Karlsruhern würde ich jetzt nicht bescheinigen, sie seien Geschichtslegasteniker/Gesichtslegasteniker.

    Ums zusammenzufassen: Die Plakate waren reißerisch und hatten Wirkung. Außerdem waren sie auf dieser Demo ziemlich allein. Es gab noch zwei mal „Ich bin kein Amokläufer“ auf DinA4 ausgedruckt(!!!) und ein paar große Piratenpartei und Juso-Fahnen. Ohne diese Plakate hätte Karlsruhe gedacht „Hey, die Heavy Metal fraktion der jungen Sozialdemokraten macht mit der Informatikergruppe der Piratenpartei ne „wählt uns“-Kundgebung. Die „Ich wähle keine Spielekiller-T-shirts waren zwar ganz nett, die Zuschauer hätten diese ohne die Plakate leider nur mit ganz vielen „??????????“ aufgenommen.
    Und der Vergleich mit Rechts ist imho berechtigter als eh und je, gerade weil derartige gesellschaftliche Veränderungen wie die kommenden Verbote und ausweitenden Überwachungen (Gestapo lässt grüßen) politisch wieder „in“ sind und schon vor einem Verbotsschild von rechtsradikalem Inhalt im Internet noch die Killerspiele verboten werden müssen.

    In Baden-Württemberg gab es auch schon Fälle, dass Antifa-Anhänger nicht in den Schuldienst durften. Als NPD-Parteimitglied hat sich noch keiner Sorgen gemacht. Auch wurde einer wegen des Verkaufs von durchgestrichenen Hakenkreuz-Aufnähern verklagt. Die politische Strategie scheint mir: „Nazizeit vergessen/ausblenden, propagandistische Tricks der 30er und 40er anwenden und einen neuen Sündenbock dafür finden. Adenauer würde sich im Grab umdrehen! Und dir lieber Autor werfe ich vor, die Ausblendung aller politischer Gefahren, die uns wieder näher zur Nazizeit bringen, zu unterstützen.

    @alle Gamer: Wacht mal endlich auf und weckt die Gesellschaft! Mehr Plakate, mehr Teilnahme, noch bessere Sprüche, Aufklärung. Und zieht euch besser (nicht so Metal/Nerd-mäßig) an. Dann bekommen die Leute keine Angst mehr vor euch und stellen sich eher dazu.

    Grüßle aus Schwaben,

    Doctor Horrible

  118. Nochwas, was sich Politik im Gegensatz zu Demonstranten erlauben „darf“ Einen ganz hohen Stellenwert hatten bei den Nazis Euphemismen wie etwa Kristallnacht, Endlösung, Säuberung… Das ganze ging natürlich auch mit Hetzparolen und Wortkreationen wie „Rassenschande“. Da dachte doch jedes Kind damals automatisch: „das muss was ganz Schlimmes sein“. Dass heute Politiker mit „Killerspielen“ auf genau diese Propagandatricks zurückgreifen müssen, um wählbar zu bleiben, empfinde ich schon als Verbrechen gegen die geschichtliche Verantwortung Deutschlands. Das ganze geht ja mit dem Gleichsetzen von Konsumenten von Kinderpornographie und Killerspielen weiter. Wenn 70% der Bürger keine Ahnung davon haben, was mit Killerspielen überhaupt gemeint sein soll, „wissen“ jedoch alle, dass es bedrohlich und kriminell sein muss. Allein durch die Propagandaartige Wortwahl.

    Mein nächstes Plakat lautet übrigens: „Killerporpagandaverbot für CDU-PolitikerInnen“

    Grüßle, Dr. H.

  119. oder „Wollt ihr den totalen Überwachungsapparat?

    P.S.: weiter gehts am 12.9. in Berlin: „Freiheit statt Angst“

    P.P.S.: Hoffentlich hocken da nicht auch wieder so viele in WOW-Raids und CS wie damals in Karlsruhe.

  120. @Dr. Horrible

    Die Frage, wer was warum (nicht) darf, sollte für dich doch zweitrangig sein. Wenn es darum geht etwas für uns Gamer zu tun kommt es darauf an, ob das was wir tun schadet oder nutzt. Und auch wenn du positives Feedback bekommen hast glaube ich nicht, dass das bei Nichtgamern auch der Fall ist.

  121. @Rey Alp

    Ich glaube du machst dir zu viele unberechtigte Sorgen. Bisher hab ich von keinem außer von zwei überbesorgten Spielern gehört, dass wir mit unseren Plakaten über die Strenge schlagen. Getreu dem Motto: Immer aufs Image achten. Aber unser Image ist doch eh, wir kriegen nichts auf die Reihe, haben keine Meinung, sind total gefühllos (meine Plakate sind da doch emotionaler als: „Gewaltspiele bitte nicht verbieten“), sitzen nur vorm PC, sind nicht an der Welt interessiert.
    Wenn irgendwo die Demokratie symbolisch mit nem Sarg zu Grabe getragen wird gibts sicher auch Leute, die sagen: „Nee, mit Tod oder Religion darf man das nicht in Verbindung setzen und außerdem ist das maßlos überzogen. SO SCHLIMM IST DAS DOCH GAR NICHT bzw. SO SCHLECHT GEHTS UNS DOCH AUCH WIEDER NICHT.“ Macht sowas auch schlechtes Image oder kommts manchen nur so vor?
    Meine Frage ist jetzt: Denkst du, die ganze Sache geht irgendwann von alleine wieder vorbei? Ich und da bin ich nicht allein geh davon aus, dass sich die Debatte gegen uns noch verschärft. Auch nach der Wahl. Auch vor dem nächsten Amoklauf. Die Maschine läuft. Anders als nach Erfurt.

  122. @Rey Alp:
    Gerade bei der Demonstration war das Feedback für das „Wollt ihr den totalen Generationenkonflikt?“-Transparent fortwährend positiv. Wie Doc Horrible schon geschrieben hat, kamen von „Nicht-Gamern“ durchaus bestätigende Gesten, ob es ein Mann fortgeschrittenen Alters war, der mir (als ich das Plakat in Händen hielt) mit seinem Daumen und einem freundlichen Gesichtsausdruck Zuspruch zukommen ließ oder selbst Polizisten, die uns „trotz“ des Spruches nicht mit Feindseligkeit gegenübetraten, sondern das Gegenteil der Fall war.

    Der Spruch deutet auf den existenten Generationenkonflikt hin und die provokante Frage ist ja, ob ein „totaler“ Konflikt gewünscht sei, der sicherlich kommen würde, wenn die Menschen weiterhin einäugig den Politikern aus der Hand fressen. Leute die so einen Spruch nicht hinterfragen und nur den Vergleich zum Nationalsozialismus sehen, die kann man auch nur schwer überzeugen etwas anderem zu folgen. Ein gewisser Grad des Freidenkens gehört eben schon noch dazu um etwas ändern zu können.

  123. @Horrible und Snow

    Ich selbst glaube auch, dass es für „uns Gamer“ noch schlimmer werden wird. Gerade deswegen sollte man Aktionen, die den Spielekillern Munition liefern, lieber lassen. Wenn sich meine Sorgen als unberechtigt herausstellen würden wäre ich froh, aber mehr als zwei Gamer werden schon Zweifel haben. So teilt man z.B. auch in der neusten GameStar meine Bedenken.

  124. @Rey Alp:
    Ich teile deine Sorgen schon auch. Ich denke, dass wenn wirs jetzt in der Masse total übertreiben („wir wollen nicht ins Gamer-KZ“), dann werden wir nicht ernst genommen. Aber auch, wenn wir anfangen, Lügen aufzutischen (wie’s uns die Politik derzeit vormacht und fast schon provoziert) oder wenn wir mit Argumenten kommen, die schwächer sind als die, die gegen uns stehenden: „3D-Spiele verbessern die Kontrastfähigkeit des Sehens und schärfen den Orientierungssinn“ oder „Kein IT-Fortschritt ohne Gamer“.
    Die Emotion, die die ganze Killerspieldebatte bei uns auslöst und die uns auf die Straße treibt muss halt auch nach außen getragen werden. Das wird passieren, auch wenn wir jetzt hier sagen, dass wir das nicht zu arg wollen. Irgendeiner bannt dann seine Gedanken doch aufs Plakat.
    Den Gamer-Stern seh ich arg an der Grenze, wobei ichs schon auch nachvollziehen kann, dass jemand damit rumläuft, grad wenn Kaufhäuser die Spiele aus dem Angebot nehmen oder noch krasser: reine Erwachenen-LANs auf kommunaler Ebene unterbunden werden, was gerade in BaWü ständig passiert. Wenn man ne LAN machen will, muss man sich ja mittlerweile im Geheimen treffen. Größere LANs sind praktisch nicht mehr möglich. Sowas führt dann schon dazu, dass man sich durch nen Stern Luft macht. Ein anderes Symbol wär natürlich weniger kontrovers. Sollte halt harmlos sein. Vielleicht ein neonrotes Dreieck. Die Aufschrift „Killerspieler“ wär dabei vielleicht sogar verständlicher als „Gamer“. Und das Bild des öffentlichen Prangers und die sozialen Abgrenzung wär auch erreicht.
    Wobei: Das ultimative Symbol ist natürlich der rote USK-Kleber mit „Killerspieler“ oder nur „18“ und nem schönen halbdurchsichtigen Rand.

    Auf wirkungsvollere Demos

    Grüßle, Dr. Horrible

    P.S.: Vielleicht liegts an der Situation in Baden-Württemberg, dass der Gamer-Stern hier gar nicht so übertrieben ist. Wie siehts bei euch im Norden und Osten (Bayern) aus?

  125. da bisher noch nichts von Seiten der Spielegegner passiert ist, könnte es sein, dass sie das Thema gar nicht breittreten wollen. Wir sind der berechnete Kollateralschaden und keine Partei, auf deren Zitaten herumgehackt werden muss. Was wir sagen und tun scheint üblerweise völlig egal zu sein.
    Wenn sich jetzt doch einer über unsere Sprüche öffentlich aufregt (Pfeiffer o.ä.), dann riskiert er/sie, dass sich manche doch denken:“wenn das ganze Killerspiel-Zeugs so klar ist wie bisher dargestellt, warum regen sich Spieler dann überhaupt auf? -Irgendwas stimmt da nicht“ Ist denkbar höher als der (für Gegner) positive Effekt: „Die Killerspiele-Assis sind so abgestumpft, dass sie sogar den Holocaust lustig finden.“ Der Gamerstern war zum Glück auch nicht unkommentiert und zeigt Verbindungen zur aktuellen Politik auf.

  126. Ich denke das Problem ist auch, dass die eigentlich mit Toleranz wenig gemein habende Diskriminierung von Gamern als gut verstanden wird. Wie es ja auch „toll“ ist, wenn Nazis aus Hotels gejagd werden – ein Paradebeispiel für eine wehrhafte Demokratie. Ich selbst (im Norden) habe bei LANs noch wenig Probleme gehabr, weil ich auf keinen teilnehme. Ich spiele meistens nur im kleinen Kreis mit 2-8 Freunden. Da braucht man keine Gebäude der Stadt.

  127. Ich bin auch ausschließlich auf MiniLANs von bis zu 15 Leuten, da brauch ich auch kein öffentliches Gebäude. Wenn ich aber morgens meinen Kaffee verschütte, weil ich auf heise.de folgendes lese: „weitere ab 18-LAN in Baden-Württemberg durch Druck seitens der Gemeinde wegen ‚Killerspielen‘ abgesagt (…) während (in der gleichen Gemeinde) das Jugendturnier des Schützenvereins stattfindet“, Dann nehm ichs persönlich. Hier geht auf dem Land und in der Stadt gar nichts mehr. Es heißt: Junge, Killerspiele darfst du nicht spielen, die machen dich zum Amokläufer. Hier hast du ein Gewehr und ne Knarre, geh üben. Dass Gamer in Baden-Württemberg so auf Demos abgehn ist doch fast Pflicht, vor dem Hintergrund. Dort finden sich dann auch viele, die eigentlich auch nie auf MassenLANs sind. Und dafür, dass für die IFNG 1000 angemeldet waren und grad mal Knapp 300 da waren, von denen wiederum vielleicht 1/3 gar nicht bei der LAN angemeldet waren, das zeigt
    A: dass es Gamern wirklich egal ist, wie es um ihr Hobbie steht oder
    B: dass viele denken, ne Demo bringt eh nix oder
    C: die Karriere auf dem Spiel steht, wenn der Chef im Fernsehen sieht, dass man „Killerspiele“ spielt oder
    D:???

    Ein Polizist (zu unserem Schutz, etwa 60 Jahre alt) meinte zu mir übrigens, er hat sich mal durchgefragt, und die meisten Teilnehmer sagen, dass sie eigentlich gar nicht spielen, sondern aus Prinzip hier sind. zum Zocken hätten sie keine oder sehr wenig Zeit.

    s.h.: http://www.heise.de/ct/LAN-Party-wegen-Killerspielen-abgesagt–/news/meldung/141541
    (Die Meldung kam nach der Demo in Karlsruhe rein)

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