Lücken in Wahlprogrammen

Egal welches Wahlprogramm man sich als Gamer ansieht: Eindeutige Stellungnahmen für oder gegen ein Verbot, wie es zuletzt von den Innenministern der Länder gefordert wurde, sucht man vergeblich. Bei den Grünen spricht man sich gegen Bundestrojaner und Internetsperren aus, aber Computerspiele werden nur bei den Chancen der digitalisierten Welt für mittelständische Unternehmen angesprochen. Etwas mehr findet sich bei der FDP: Man fordert Kindern Medienkompetenz zu vermittelt, damit diese “Medienangebote ihrem Alter gemäß kritisch nutzen zu können” sowie im Online-Bereich den Jugendschutz weiterzuentwickeln und auf “Praktikabilität und Effektivität” zu prüfen. Eine Aussage pro oder contra Verbot fehlt dennoch.

Bei der Linken setzt man sich – ganz sozial – für ein “Fair Work”-Siegel bei Videospielen ein, zu einem Verbot konnte ich aber nichts finden (Dafür aber ein Zitat von Nelson Muntz!). Bei der SPD findet sich auch nicht viel mehr: Im Regierungsprogramm ist nur die Idee eines Medienführerscheines für Kinder und Jugendliche enthalten. Bei der Union hat man Videospielen verhältnismäßig viel Platz gegönnt, neben der obligatorischen Forderung nach der Vermittlung von Medienkompetenz findet sich auch die Aussage, dass man “die Entwicklung hochwertiger, kulturell und pädagogisch wertvoller Unterhaltungsmedien” durch eine Aufwertung des Deutschen Computerspielpreises fördern wolle. Hier findet sich auch eine Formulierung, in der sich ein Verbot verstecken könnte. Besonders interessant ist, dass sich die Stelle nicht etwa auf Jugendgewalt sondern auf “grundlegende Wertentscheidungen” bei der elterlichen Erziehung bezieht:

“Zur notwendigen Solidarität mit den Eltern gehört auch, grundlegende Wertentscheidungen unmissverständlich deutlich zu machen, die für die Erziehung wichtig und unverzichtbar sind. Der Staat hat die Verpflichtung, durch geeignete gesetzgeberische Maßnahmen und einem konsequenten Vollzug dafür Sorge zu tragen, dass gewaltverherrlichende Computerspiele Kindern und Jugendlichen nicht zugänglich gemacht werden.”

(Wer hofft im ergänzenden Programm der CSU ein Verbot zu finden, wird übrigens enttäuscht.)

Etwas traurig. Selbst bei den Piraten spricht man sich im Wahlprogramm nicht explizit gegen ein Verbot aus. Auf Nachfrage wird einem im Forum aber mitgeteilt, dass mit dem Bekenntnis zum Grundgesetz “alles Nötige diesbezüglich gesagt” sei. Angesichts der unkritischen Haltung gegenüber der BPjM kommen da jedoch Zweifel auf.

39 Gedanken zu “Lücken in Wahlprogrammen

  1. So wie ich das sehe wird in keiner Partei von den mehr oder weniger unliebsamen Inhalten der Spiele als Sache Kreativer auch im Rahmen einer Ausdrucksfreiheit gesprochen

  2. Naja, aber die CDU macht doch in der regel immer das ganz große fass auf wenn es ihre einstellung geht. beim nutzen von gewalthaltigen medien würden proteste laut, dass dies sehr wohl den nutzen der unterhaltung hat.
    bei grundlegenden wertentscheidungen ist der protesthebel nicht so leicht anzusetzen, da hier diser hier sowieso falsch verstanden worden werden will. außerdem klingt das doch wunderbar. liese müller wirds lesen und sich darüber freun.

  3. Der letzte Satz des Artikels verwirrt mich etwas, schließlich ist die Haltung gegenüber ein allgemeines Herstellungsverbot nicht mit der Haltung gegenüber der BPjM vergleichbar. Das sind 2 Paar Schuhe.

  4. Doch also eigentlich sprechen die Piraten sich sehr deutlich gegen ein verbot aus,zu sehen auf irer site unter dem Stichwort Ego-Shooter.Ausserdem machen sie doch jetzt auch in CS-Spielen diese Plakate das sie gegen ein herstellungs-und verbreitungsverbot sind

  5. Genau wegen solchen Formulierungen sinkt die Wahlbeteiligung in DE. Wie schwer kann es sein, ene Pro und Contra-Liste zu erstellen, auf der alles verständlich aufgelistet ist? Das wird einem doch schon in der Schule beigebracht, nicht alles unnötig kompliziert zu machen.

  6. Voraussetzung dafür, Chrono, ist, dass dies erwünscht ist, was es m.E. nicht ist. Egal, wie man mit diesem Thema umgeht, es ist ‘falsch’. Bekennt man sich FÜR ein Verbot, verliert man Stimmen bei den Jungwählern, bekennt man sich DAGEGEN, rücken einem die Moralapostel auf die Pelle (“Denkt denn niemand an die Kinder?”), was den guten Ruf speziell bei der älteren Wählerschicht (der Mehrheit) nicht förderlich ist. Ergo bleibt der ‘Mittelweg’: Man schweigt das Thema tot oder formuliert sein Parteiprogramm ähnlich schwammig wie die BPjM ihre Indizierungskriterien, um nach der Wahl von sich behaupten zu können, ja “von Anfang an dafür / dagegen gewesen” zu sein…

  7. Was ist an der Haltung der Piraten zur zur BPJM auszusetzen ? Ich kann dem gesagten jedenfalls nur zustimmen, und hat ja auch nichts mit dem Verbot von Spielen zu tun….

    “Es ist nicht korrekt, die Vorgehensweise der BPjS Zensur zu nennen, weil es dasnämlich nicht mal annährend ist. Es wird nur eine bestimmter Teil der Bevölkerung aus erzieherischen Gründen vorerst von dem Genuss des Inhaltes eines bestimtten Mediums ausgeschlossen. Sobald sie alt genug sind, dürfen sie laut Gesetz dann auch den vormals verbotenen Inhalt konsumieren, wie alle anderen. Keine Spur von Zensur.”

  8. Platt gesagt: ich will Medienangebote nicht “kritisch nutzen”, sondern ich will spielen und Spaß haben. Das ist nicht real, sondern es sind Computerspiele.
    Gibt es eine Partei, die die Probleme der Realität auch in der Realität sucht?
    Spiele sind nicht echt. Man begründet die Gewalt auf den Schulhöfen ja auch nicht mit Grimms Märchen, weil da der Wolf die Großmutter gefressen hat, bevor ihm der Jäger den Bauch aufgeschlitzt und mit Steinen gefüllt hat, oder?

  9. Ich glaube auch, wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass das Thema “Killerspiele” die meisten Menschen in diesem Land nicht besonders bewegt. Arbeitslosigkeit, Innere Sicherheit, Wirtschaftskrise, Bundeswehreinsätze, Umweltpolitik usw. sind Themen, die den meisten (zu Recht) wesentlich wichtiger sind. Sich dann bei einem so heiklen Thema wie einem “Killerspiel”-Verbot, bei dem – wie LiquidSnakE ja schon sagte – im Grunde jede Forderung politisch falsch ist, auch noch klar zu äußern, ist wohl etwas zuviel verlangt. Gerade von Politikern.

  10. @Seraphora
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    “Es wird nur eine bestimmter Teil der Bevölkerung aus erzieherischen Gründen vorerst von dem Genuss des Inhaltes eines bestimtten Mediums ausgeschlossen.”
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    So ist es in der Theorie. In der Praxis bedeutet die Indizierung aber der wirtschaftliche Tod eines Produktes. Es wird dann auch nicht für Erwachsene vertrieben, so dass man es meist gegen einen Aufpreis aus dem Ausland importieren muss. Die Indizierung wird selbst von Christian Pfeiffer als beinahe so wirksam wie ein echtes Verbot bezeichnet. Selbst Rainer Fromm schwärmt davon, dass man indizierte Spiele selbst als Erwachsener in vielen Geschäften nicht mehr erwerben kann. Die Indizierung ist also nicht nur ein Mittel des Jugendschutzes sondern wegen der Zerstörung der Marktchancen ein faktisches Vetriebsverbot.

  11. Seraphora: genauso argumentieren auch Politiker: sie nehmen das Gesetz, die Verodnung in Reinform und ignorieren die tatsächliche reale Wirkung, die von dem Ideal, welches das Gesetz darstellen sollte mitunter massiv abweicht.

    Indizierung verhindert Verkauf -> hohe investitionen sind bei Videospielen nötig -> der Hersteller muss(!) sein Produkt selbst zensieren um hohem wirtschaftlichem Schaden aus dem Weg zu gehen.

    Das ist in etwa so, als würde man ein Haus bauen, es gäbe kaum klare Richtlinien zum Hausbau und am Ende, nachdem man selbst 300 000Euro ausgegeben hat sagt der Staat dann: “Abreißen!”.

    Mag sein, das dies nicht direkt Zensur ist, es ist nur der Versuch manipulativ in den Wettbewerb einzugreifen um staatlich unerwünschte Elemente zu beseitigen.

    Ich nenne es Zensur, wenn der Staat Dinge, die er moralisch nicht in Ordnung findet so sanktioniert, das eine unzensierte Verbreitung quasi ausgeschlossen ist.

  12. @LoElle
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    Wenn Wiefelspütz sagt, dass ein Verbot von Killerspielen nach der Wahl sicher kommen werde, würde ich davon – egal wieviele das jetzt interessiert – als Gamer gerne was im Wahlprogramm lesen. Aber ich denke im Endeffekt hast du recht. Ein Wahlprogramm hat sicherlich wenig mit dem zu tun, was kommen wird. Es zeigt einem nicht was man wählt sondern es dient als Werbung dazu gewählt zu werben. Die Parteien schreiben darein, was die Wähler hören wollen und nicht was man nach der Wahl tun wird. Es kann passieren, dass das identisch ist, aber es muss nicht der Fall sein.
    Toll finde ich das insbesondere bei der Union, bei der man die Dogmata der Wähler pflegt. So wird unter anderem von einer wachsenden Jugendgewalt gesprochen, obwohl doch selbst Pfeiffer im Auftrag von Schäuble festgestellt hat, dass sie nicht zunimmt.

  13. Ich denke aber auch, dass man irgendwo bemerkt hat, dass man damit ganz schön vielen Leuten auf den Zeiger geht. Hinzu kommt natürlich, dass – Hand aufs Herz – unsere Games ja nuneinmal Games sind, und somit kaum “wichtig” genug für das Parteiprogramm.
    Nur weil uns das so wichtig ist, muss das ja noch lange nicht heißen, dass andere das ganze für wichtig genug erachten. Ich bleibe vorerst bei den Piraten.

  14. Also wenn eine Partei bei Games mist baut und lügt, wie kann ich dieser Partei dann bitte bei Themen wie: “Arbeitslosigkeit, Innere Sicherheit, Wirtschaftskrise, Bundeswehreinsätze, Umweltpolitik” vertrauen?!

    Loelle? Würdest du einem Schünemann, der bei Videospielen richtig viel Mist erzählt, soweit vertrauen, ihm die innere Sicherheit zu überlassen?

    Ich nicht. Daher erwarte ich auch im Programm einer jeden Partei einen klaren Standpunkt zu jedem Thema, das in den letzten Jahren aufgekommen ist. “Killerspiele” gehören definitiv dazu.

    Wie soll man sonst die Arbeit einer Partei bewerten und beurteilen, in welche Richtung es zukünftig gehen könnte?!
    (mal abgesehen davon, das es bei den großen Parteien derzeit eh nur Rückschritte gibt, die Richtung als nur “hinten” lauten kann…)

  15. Also Leute. Jetzt mal ernsthaft. Ihr wählt eine Partei nur deshalb nicht, weil im Wahlprogramm nichts über Killerspielverbote ausgesagt wird?
    Es gibt viel wichtigeres als das.
    Ich mache mir nicht um solche Verbote sorgen sondern über die Ausweitung der Überwachung.
    Und wer immer noch die FDP wählen will, sollte sich im Klaren sein, dass diese die Bürgerrechte auch einschränken wird (wenn sie an der Regierung beteiligt wird). Kein geringerer als Westerwelle hat dies so gesagt.

  16. Ich denke, wenn grundsätzlich ganz konkret von keinen (weiteren) Verboten in Wahlprogrammen die Rede ist – anscheinend auch bei der CSU Nicht (!?) – so kann man auch schonmal ganz froh darüber sein :-)

  17. Naja, der unterscheid zwischen den Piraten und den anderen Partien ist ja nicht, dass die einen ein “Killerspiel-Verbot” im Wahlprogramm haben und die anderen nicht sondern dass die einen durch ihre Aussagen und pol. Pläne eines anstreben und die anderen eben nicht. Wahlprogramme sind ja nicht unbedingt politisch bindend. Die Piraten haben sich explizit gegen ein “Killerspiel-Verbot” ausgesprochen. Aber der Hinweiß, dass so eines eh nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist ist eigentlich in Bezug auf eine Wahl sehr löblich. Andere Parteien machen Werbung mit sachen, die eh schon durch Gestze geklärt sind oder nicht in ihrem Zuständigkeitsbereich fallen. Siehe nur: Koch zur doppelten Staatsbürgerschafft oder Grüne in Hamburg zum Kohlekraftwerk. Besser kein Wahlkampf mit “Killerspielen” als falsche Versprechungen zu machen. Wie die Piraten zu Computerspielen stehen dürfte jedem klar sein.

  18. @J.S.
    Ich finde sehr wohl das man durch sowas seine entscheidung treffen kann. Seien wir mal ehrlich, die wenigsten wähler haben genug ahnung von allen themen um überhaupt zu merken wenn eine partei mist baut bzw. ein punkt im wahlprogramm zwar für den unwissenden ganz toll klingt aber für jemanden der sich mit dem thema auskennt absoluter quatsch ist.

    Die meisten leute müssen sich da auf die aussagen der politiker verlassen und auf die presse. Das sowas aber nicht wirklich zutreffend ist weiss wohl jeder stigma leser.

    Von daher finde ich es sinnvoller seine wahlentscheidung auch an themen zu koppeln von denen man wirklich ahnung hat. Themen bei denen man auch erkennen kann das eine partei auf dem richtigen weg ist und nicht nur wählerfang betreibt weil sie auf den ersten blick super erscheinen aber langfrisstig eher schädlich sind.

    Ich für meinen teil bin da sehr skeptisch wenn es darum geht blind den politikern zu vertrauen nach dem motto “die wissen schon was sie machen deswegen muss ich mich damit nicht auskennen” aus dem einfachen grund das dort wo ich auch mitbekomme was wirklich passiert die politik entweder total versagt hat oder aber absoluten mist vor hat.

    Die hochgelobte gesundheitsreform zB ist/war absolut fatal für den ambulanten bereich, davon bin ich selbst betroffen weil ich in dem sektor arbeite. Aber bei jeglicher kritik an selbiger heisst es das nur die bösen gierigen ärzte ein problem mit selbiger hätten was absoluter blödsinn ist. Am ende leiden nämlich der service und die leistungen für den patienten darunter und nicht die “gierigen” ärzte.

    Von daher mache ich meine entscheidung an themen fest bei denen ich auch mitreden kann (wozu auch “killerspiele” gehören”) anstatt dem gesamtbild das oft durch wahlversprechen verschöhnt wird.

  19. Kleiner nachtrag:

    Das beste beispeil ist doch das ewige versprechen von steuersenkungen. Vorallem nachdem milliarden in die banken gepumpt wurden frage ich mich doch wo das geld dann herkommen soll wenn auch noch die steuern gesenkt werden.

    Sicher wären steuersenkungen toll, keine frage. Die folge selbiger wären aber das dann an anderen enden gespart wird wie zB noch mehr an der bildung. Das interessiert aber die wenigsten leute, die lesen “oha steuersenkung! tolle sache!” und machen ihr kreuz ohne sich der folgen bewusst zu sein.

    So ein verhalten gilt es zu vermeiden und wenn man dann eben seine wahlentscheidung an themen koppelt von denen man weiss das sie kein totaler blödsinn sind (wie eben die steuersenkung oder aber auch “killerspiele”) dann finde ich persönlich das wesentlich sinnvoller als bei 75% der themen stur zu sagen “klingt gut auf den ersten blick also passt mir das so und der rest wird wohl auch toll sein” und dann ein kreuzchen zu machen.

  20. Mag sein das euch die Praktik der BPJM nicht gefällt, Zensur ist es trotzdem nicht, und ich habe auch keine Problem damit wenn bestimmte Spiele für jugendliche nicht zugänglich sind. Dass es dann auch schwerer ist für Erwachsene drann zu kommen liegt in der Natur der Sache.

    Aber es kommt doch auch keiner auf die Idee zu verlangen Pornos für 12 Jährige zugänglich zu machen nur weil es sich sonst um Zensur handeln würde, man muss die Kirche schon im Dorf lassen. Der Markt für Erwachsenenspiele ist vorhanden aber in Deutschland eben im Sinne des Jugendschutzes streng reglementiert. Möglichkeiten dieses “Problem” im Sinne von Spielern und Herstellern zu lösen sind Sache des Marktes.

  21. Ähnlich ist es bei der Abwrackprämie: kurzzeitiger Stimmenfang bzw der Versuch sich als Wohltäter dar zu stellen. Die Automobilindustrie wird in Deutschland die nächsten Jahre so richtig Probleme bekommen, da nun soviele ein neues Auto gekauft haben, das der Autohändler, von dem ich meinen Wagen habe (ja auch ich schlug zu, dazu später mehr), glaubt es wird 3-5 Jahre dauern, bis die Anzahl der Neuanmeldungen von KFZ wieder auf einem Niveau ist, das man auf dem Automarkt aufatmen könnte.

    Das liegt eben daran, das nun alle neue Autos haben, erstmal nicht in die Werkstatt müssen und nun wohl 10-15Jahre das gute Ding fahren, bevor sie ein neues kaufen.

    Und warum sogar ich zugeschlagen habe: nun jeder Bürger muss die Abwrackprämie von seinen Steuergeldern abstottern. Der Staat ist nicht das unbekannte reiche Wesen, welches Geld aus dem Nirvana absaugt.
    D.h. jeder, der sich kein neues Auto gekauft hat, hat mir ein wenig Geld geschenkt. Schön blöd, wer da nicht zugreift, wenn er es kann.

    Sieht das die Mehrheit da draußen?

    Die ganzen Probleme da draußen werden ignoriert, weil man günstig auto-brumm-brumm kaufen kann.

    Da werden vor Wahlen noch Versprechungen gemacht, die Renten würden nicht gekürzt, um die alten Omis und Opis noch zu bauchpinseln, mit der Folge, das die nächsten Generationen so richtige Probleme bekommen.
    Aber ist ja egal, solange man die Probleme einfach nur 4 weitere Jahre leugnen kann.

    Und wenn die Autohändler und die Industrie dann den Bach herunter gehen, dann kann man sich sogar noch erneut als der große Retter präsentieren, der wieder zig Milliarden Euros verschleudert um ein Problem zu lösen, welches ohne den vermeindlichen Retter nie existiert hätte.

    Demokratie funktioniert nicht… wenn der durchschnittliche Mensch einfach zu dumm ist.

  22. Seraphora: an dem Tag, an dem ich indizierte Spiele an einem Automaten vor der Tür ziehen kann, an dem Tag, an dem ich an jeder Tankstelle indizierte Spiele kaufen kann, an dem Tag würde ich dir recht geben.

    Fakt ist einfach: derzeit sind harter Alkohol und Tabakwaren an jeder Ecke einfach zu bekommen, aber Videospiele müssen derartig unsinnig sanktioniert werden… seltsame Welt oder?!

    Und zu Pornos: ich muss von zuahuse nicht weit laufen (genau wie bei meiner Freundin) und ich finde einen Ort, an dem ich Hardcorepornos aus dem Automaten ziehen kann, indizierte Videospiele aber nicht.

    Genial!

    MACH DIE AUGEN AUF!

  23. Seraphora hat Recht. Genau DAS ist ja so ‘genial’ an der Indizierung: Sie stellt vordergründig keine Zensur dar. Ihre Wirkung entspricht allerdings der von Zensur.
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    Man darf über indizierte Medien nicht berichten, weil das als Werbung ausgelegt werden könnte (und was genau ‘Werbung’ ist wird selbstverständlich nicht näher erläutert, um eventuell doch eine Berichterstattung zu ermöglichen) – wir haben also Zensur der Pressereiheit. Indizierte Medien werden somit totgeschwiegen, weshalb Menschen, die sich nicht auf ausländischen Websites umsehen, gar nicht wissen, dass sie existieren. Das wirtschaftliche Debakel ist somit vorprogrammiert. Oder auch nicht, wer weiß – indizierte Medien dürfen nämlich auch nicht in den Verkaufscharts aufgeführt werden (Lächerlichkeit kennt keine Grenzen…), wie gut sie sich also verkaufen, ist nicht bekannt.
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    Viele Spiele werden gar nicht erst Deutsch lokalisiert (ein ‘Manko’, mit dem ich, als ‘O-Ton-Fetischist’, leben kann) oder auf den dt. Markt gebracht, bedingt durch das juristische Risiko (wird ein Spiel beschlagnahmt, hat der Publisher ein großes Problem) und die wirtschaftliche Unrentabilität. Die Kriterien für die Indizierung sind schwammig und die Gremien sind niemandem Rechenschaft schuldig, da ihre Sitzungen anonym und unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden – sie können also, sei es aus moralischen oder gar religiösen Gründen (in der BPjM sitzen Vertreter der Kirchen! – Wie war das noch mit der Trennung von Staat und …?), nach Belieben Willkür walten lassen. Die Indizierung hebelt also das Grundgesetz richtig schön aus – es findet keine Zensur statt, die Wirkung ist letztlich aber die gleiche. Ich beziehe das nicht zwangsläufig auf Videospiele – http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=636
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    Die BPjM ist einer modernen Demokratie unwürdig und muss weg, da sie keinen offen sichtbaren Nutzen erfüllt, außer, einem Staat durch die Hintertür Zensur (und Informationskontrolle) zu ermöglichen, der in seinem Grundgesetz beteuert, selbige fände nicht statt.
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    Warum vergleicht eigentlich dauernd jemand Videospiele mit Pornographie? Bei Pornographie agieren reale Menschen. Würden in Ego-Shootern, beispielsweise, reale Menschen erschossen, könnte ich den Vergleich verstehen, allerdings wird so niemand dadurch geschädigt…
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    “Möglichkeiten dieses “Problem” im Sinne von Spielern und Herstellern zu lösen sind Sache des Marktes.”
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    Aha. Werfen wir einen Blick nach China. Dort gibt es Demonstrationszonen, wenn du aber dort demonstrierst, musst du mit Verhaftung rechnen. Genau so sieht es nämlich für ein indizierten Medien in Deutschland aus: Man darf es unter den Ladentheke verkaufen, tut man es aber, muss man mit Verlust rechnen (niemand kauft das Spiel, oder, schlimmer, ein Gericht zieht es ein -> Verlust des kompletten Bestandes). Deswegen tun’s viele nicht. Ich nehme an, Möglichkeiten, das chinesische ‘Problem’ im Sinne von Menschenrechten und Oppositionellen zu lösen, ist Sache des Volkes? So ein Unsinn. Es ist Sache der POLITIK – und NUR der Politik -, einen zeitgemäßen Jugendschutz zu etabliren, der NICHT zum Volkesschutz ausartet. Man hat sich nicht einfach mit Gesetzen zu ‘arrangieren’, die ohne jede Grundlage bestehen.

  24. So kann man mir natürlich auch dir Worte im Mund rumdrehen…

    Regelung über den Markt heisst ganz einfach das z.B. vom Hersteller ein Möglichkeit gefunden werden muss die Spiele auf dem hiesigen Markt ohne Aufwand verkaufen zu können wenn er das denn will. Dazu könnte man einfach auch generell auf sehr aufgeputsche Gewaltdarstellung verzichten, die ja angeblich eh keiner braucht. Und inzwischen ist die USK (welche ja im Falle einer Einstufung die Indizierung verhindert!) in dieser Hinsicht ja durchaus dazu übergegangen explizite Gewaltdarstellung in einem durchaus hohem Maß zu akzeptieren wenn sie nicht purer Selbstzweck ist, und das begrüße ich auch.

    Warum man Gewaltspiele mit Pornos vergleicht sollte eigentlich nicht mehr erklärungsbedürftig sein. Beide sind sicherlich ohne Frage für Kinder nicht das richtige Unterhaltungsmittel, und ich finde generell nichts verwerflich daran das der Staat hier einen gewissen Riegel vorschiebt. Über Form und Umfang kann man immer diskutieren, aber es sollte selbstverständlich sein das es hier Regelungen geben muss, und dazu zähle ich durchaus auch ein Verbot eines Filmes oder eines Spiels im Extremfall.

    Und das Problem das man über indizierte Medien nicht berichten darf ist nun wirklich keines, jeder der sich für diese Spiele interessiert, wie ich übrigens auch, weiß sehr genau wo er sich darüber informieren kann.

  25. “Dazu könnte man einfach auch generell auf sehr aufgeputsche Gewaltdarstellung verzichten, die ja angeblich eh keiner braucht.”
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    Ich schon. Manche Spiele brauchen ein entsprechendes Maß an Gewalt, um atmosphärisch adäquat rüberzukommen. Was passiert, wenn man diese Gewalt auf Jugendkonformität stutzt, sieht man anhand von ‘The Darkness’ (USK KJ) und ‘Soldier of Fortune II’ (dt. PC-Version).
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    “Warum man Gewaltspiele mit Pornos vergleicht sollte eigentlich nicht mehr erklärungsbedürftig sein.”
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    Ist es aber. Ich teile deine Ansicht nicht, weshalb mich der Gedanke dahinter interessierte.
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    “Beide sind sicherlich ohne Frage für Kinder nicht das richtige Unterhaltungsmittel, und ich finde generell nichts verwerflich daran das der Staat hier einen gewissen Riegel vorschiebt.”
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    Also erzieht der Staat die Kinder, nicht die Eltern? Gut zu wissen.
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    Und bevor du mit dem Pseudo-Argument der desinteressierten bzw. unwissenden Mütter und Väter kommst: Das ist deren Problem, kein staatliches.
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    Übrigens sind manche Videospiele keineswegs “ohne Frage” nicht “das richtige Unterhaltungsmittel” für Kinder. Manche Videospiele, die in Deutschland ab 18 oder indiziert sind, wurden in Rest-Europa, den USA, Australien und Japan teilweise ab 12 oder 16 freigegeben. Somit ist dies lediglich die Auffassung USK bzw. die BPjM.
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    “Über Form und Umfang kann man immer diskutieren, aber es sollte selbstverständlich sein das es hier Regelungen geben muss, und dazu zähle ich durchaus auch ein Verbot eines Filmes oder eines Spiels im Extremfall.”
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    Und was hat ein VERBOT mit Jugendschutz zu tun? Würde man dem Handel astronomisch hohe Bußgelder auferlegen, sodass ein einziger Gesetzesverstoß einen kleinen Shop bereits in Konkurs treiben könnte (die Gefahr also zu groß ist) und die Einhaltung der bestehenden Reglementierungen (exklusive Indizierung, also rein der Altersvorgaben) durch unregelmäßige Testkäufe kontrollieren, wäre dem Jugendschutz wirklich gedient. Verbote hingegen sind Zensur, da der Staat kein Recht hat, mündigen Erwachsenen etwas vorzuenthalten, solange es nicht gegen geltendes Recht verstößt (und ob der § 131 auf Videospiele anzuwenden ist, sehe ich höchst kritisch: Es ist nicht real. Wie kann reale Gewalt verherrlicht werden, wenn sie virtuell stattfindet?).
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    “Und das Problem das man über indizierte Medien nicht berichten darf ist nun wirklich keines”
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    Du findest die Beschneidung der angeblich freien Presse unproblematisch? Ich spreche nicht nur von der Fachpresse, sondern von Tageszeitungen, die ebenso weniger über indizierte Bücher, Filme, Videospiele etc. berichten dürfen. Zudem werden indizierte Medien von Preisverleihungen und Präsentationen ausgeschlossen, was Events wie die GamesCom und den dt. Computerspielpreis zur Fars verkommen lässt, da internationale Millionseller in Deutschland häufig nicht prämiert werden können. Das alles ist OK – “für den Jugendschutz”?
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    “jeder der sich für diese Spiele interessiert, wie ich übrigens auch, weiß sehr genau wo er sich darüber informieren kann.”
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    Also wissen es auch Jugendliche, was das ganze Unterfangen mit dem Werbe- und Vorführverbot sinnlos macht.
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    Das Problem: Der 0815-Gelegenheitskäufer (also kein Hardcore-Gamer, der täglich mindestens 10 Mal die News bei eurogamer liest), der bei Saturn durch den Laden schländert und ein indiziertes Spiel vielleicht gekauft hätte, tut es nun nicht, weil er von dessen Existenz nichts weiß…

  26. @Seraphora

    “Dazu könnte man einfach auch generell auf sehr aufgeputsche Gewaltdarstellung verzichten, die ja angeblich eh keiner braucht. Und inzwischen ist die USK (welche ja im Falle einer Einstufung die Indizierung verhindert!) in dieser Hinsicht ja durchaus dazu übergegangen explizite Gewaltdarstellung in einem durchaus hohem Maß zu akzeptieren wenn sie nicht purer Selbstzweck ist, und das begrüße ich auch.”

    Damit meinst du noch nicht 2007 und 2008, oder? Da bin ich noch anderer Meinung:
    -> http://stigma-videospiele.de/wordpress/?p=881
    Dass sich danach großartig was geändert hat, habe ich bisher noch nicht feststellen können.

  27. @Seraphora: Ich finde, Du bist da zu naiv! Erstens, Ich weiß nicht, wo ich mich im zweifelsfalle informieren kann. Als die “DOOM”-Ableger Heretic und Hexen herauskamen, habe ich das nur zufällig mitbekommen, weil ich in einen kleinen (inzwischen nicht mehr existierenden) Spieleladen gegangen bin, der diese Titel hatte. Die Preise waren “Sex-Shop-Preise” da die Software ja auch nicht in normalen Geschäften angeboten wird, weil diese Geschäfte sonst eine abgetrennte Abteilung brauchen. Der Vergleich mit den Sex-Shops kommt nicht von ungefähr, denn in einem Sex-Shop ist alles teurer als normal (man bin ich Froh, das ich vieles über das Internet erledigen kann).
    Wenn jetzt das Argument kommt, ich könne mich auch über ausländische Quellen informieren, so ist das irreführend. Denn erstens muß ich mal wissen, das es da etwas gibt, was mich interessieren könnte. Deswegen ist die Werbung ja so wichtig. Zweitens kann ich meistens ein Spiel, wenn ich denn darüber stolpere, gar nicht beurteilen, ob das Spiel etwas für mich ist.
    Die Praxis der Indizierung ist für mich jedenfalls pure Zensur, auch wenn andere das anders sehen.
    Und was das Argument der Gewalt betrifft, gibst Du Entscheidungen gerne aus der Hand? Hast Du gerne jemanden, der für dich entscheidet, ob etwas zu brutal für Dich ist oder nicht?
    Ich entscheide lieber selbst, ob ich etwas noch ertragen kann, oder ob ich es nicht kann. Ich will sicher kein Manhunt spielen, und auch kein GTA. Ich will das selbst in der Hand haben. Sonst kommen da Leute, die nach dem Argument gehen: Weil mir das zu brutal ist, muß es allen anderen Menschen auch zu brutal sein.
    Nehmen wir mal das Spiel “Prey”. Was meinst Du wohl, wieviel Leute das Spiel schon vom Anfang her für zu brutal erachten würden? Persönlicher Geschmack als Kriterium für Indizierung, Zensur und Verbot! Nein, das geht mir zu weit. Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich alle Behörden und Instutionen, die in diesen Bereichen tätig sind abschaffen. Man kommt sich ja vor, wie zu Kaiser Wilhelm II-Zeiten.

  28. Wahlprogramme dienen vor allem dazu, die eigenen Mitglieder für den Wahlkampf zu motivieren und sind deswegen weniger an die Wähler und mehr an die Mitglieder gerichtet.

    Das typsiche CDU / CSU / SPD / FDP / GRÜNE / LINKEN Mitglied steht aber nicht wegen / gegen Killerspiel nach Feierabend auf der Leiter um Wahlplakate aufzuhängen oder Samstags in der Fußgängerzone am Infostand.

    Für die meisten Mitglieder dieser Parteien sind Wirtschafts- und Sozialpolitik die Fragen die sie wirklich motivieren.

  29. Hmm irgendwie sieht das für mich nach Strategie aus!
    Dadurch das keine Partei klar Stellung zieht, versucht man noch jeden Gamer in Deutschland anzusprechen “wähl uns”.
    Denn dem Gamer wird vorgelogen “wir sind nicht gegen dein Hobby” und somit denkt der Gamer “okay ich wähle euch”.
    Also lasst euch nicht verarschen, die Piraten haben eins klar ausgesagt, dass sie gegen Verbote sind bei der FDP bin ich mir nicht so sicher ob die ihr Gesagtes halten, wenn sie mit der CDU koalieren und die anderen Parteien kann man getrost, zumindest als Gamer, vergessen.

  30. Mir fällt auf, das hier sehr oft das Argument fällt: “man kann sich doch im Internet informieren/mit diesen Spielen versorgen”.

    Ja, das können wir heutzutage glücklicherweise (mal schaun wie lange noch), aber vor 20-30 Jahren sah das ganze noch anders aus und da wurde auch schon munter indiziert und beschlagnahmt (vor allem Filme).

    Zum Porno-Vergleich: Äpfel != Birnen.

  31. Was bitte hat ein Gelegenheits-PC-Spieler mit Spielen wie Doom3, Postal, Soldier of Fortune oder ähnlichem zu tun ?? Der Gelegenheitsspieler der so ein Spiel nicht kennt und da zufällig im MediaMarkt drüber stolpern würde, der würde es auch nicht kaufen.

    Und ich habe auch Pornos nicht mit Spielen verglichen, ich sagte nur das beides nicht in Kinderhände gehört, wer seinem 12 Jährigen gern Gang-Bang Videos in die Hand drücken will kann das ja gerne tun wenn er der Meinung ist dass das Kid selbst entscheiden soll was es verkraften kann und was nicht. Auf ein gewisses Grundverständniss von Jugendschutz sollte man sich schon einigen können, un dich war eigentich immer der Meinung das hier eine relativ Gemäßigte Ansicht vetreten wird, nach dem Motto Jugendschutz ja, Bevormundung Erwachsener nein.

    Das Verbot von dem ich oben Sprach hab ich explizit als Extremfall dargestellt, Filme (ja, da gibts das schon lange) wie Faces of Death sind solche Extremfälle, alles andere kann und darf man sich ab 18 kaufen, wenn auch mühsam, also handelt es sich bei Indizierung weder rechtlich noch praktisch um eine Zensur. Wenn ich für mein Indiziertes Spiel eben zu nem Spezialladen gehen muss anstatt es beim MediaMarkt im Regal zu kaufen, oder es eben gleich Online bestelle dann kann ich damit im Sinne des Jugendschutzes Leben. Selbstverständlich wäre es mir lieber ich könnte das auch im Supermarkt um die Ecke holen, aber das Leben ist kein Wunschkonzert, und die Rechte anderer Menschen sind eben auch zu beachten. In diesem Sinne halte ich die Einschränkungen keineswegs für den Untergang des Abendlandes.

  32. @Seraphora

    Du hast insoweit Recht, das rechtlich gesehen die Indizierung keine Zensur ist. Sie führt nur bei Herstellern zu einer mehr oder weniger freiwilligen Selbstzensur. Viel schlimmer ist aber noch, dass sich die Veröffentlichung eines indizierten Produktes nicht lohnt. Sie bedeutet den wirtschaftlichen Tod des Produkts. Sogar Pfeiffer sieht in der Indizierung ein Mittel, durch das man die Herstellung von “Killerspielen” verhindern könne, da die hohen Entwicklungskosten durch ein indiziertes Spiel nicht wieder reingeholt werden können. Ganz funktioniert das natürlich nicht, da man global ja noch einen Markt hat. Aber vielleicht ist ja in Deutschland schon der ein oder andere Hersteller wegen der Indizierung von der Herstellung mancher Spiele abgerückt. Definitiv wird aber darauf verzichtet internationale Spiele, die in Deutschland indiziert werden könnten, hierzulande zu veröffentlichen. Also wenn selbst Pfeiffer sagt, dass die Indizierung der Sargnagel für den Erfolg eines Spiel ist und geeignet sei bereits die Herstellung zu verhindern wirst du dich doch jetzt nicht an dem Wörtchen Zensur aufhängen. Egal wie wir es nennen, es beschränkt und trifft erwachsene deutsche Gamer. Inwiefern diese Beschränkung im Sinne des Jugendschutzes nötig ist, ist eine andere Diskussion.

  33. So ich geh nun an die nächste Straßenecke, hol mir da n Porno, eine Schachtel Zigaretten und etwas Schnaps!

    Warum ich das mache?

    Weil es in 100km umkreis keinen Laden gibt (den ich kenne) der indizierte Videospiele verkauft und mir langweilig ist…

  34. @eifriege diskussion die eigendlich ins forum gehöhren würde, nun aber hier geführt wird:

    ok, es ist die rede davon , dass im extremfall spiele in deutschland beschlagnamt werden, bzw verboten werden, bzw, quasi nicht erscheinen. finde ich richtig.
    ABER: unter solchen spielen verstehe ich dann tietel wie “holokauster tycoon” (sorry aginor, ich hau wieder die nazikarte raus). das so ein spiel in gewisser weise gegen menschenwürde etc pp verstoßen würde ist klar.
    nicht dazu zähle ich jedoch spiele wie “prototype”. in ganz europa erschienen, nur in deutschland nicht.

    zum pornovergleich: gut, gehen wir da mal ein wenig weiter. Pornos haben in jedem größeren videoladen ihren gesonderten bereich. bei fsk 18 spielen misst man diesen jedoch in den läden die diese spiele aus den regalen genommen haben. pornos haben ihre “lobby” 18spiele aber nicht. wobei es mich nicht stören würde wenn man 18 spiele auch in gesonderten bereichen ausstellen würde. man würde sie aber noch ausstellen.

    darüber hinaus wird niemand auf die idee kommen pornos zu schneiden (man möge mich berichtigen, ich kenne mich nicht allzu gut aus) obwohl diese jugendgefährdene inhalte haben. bei spielen ist das anders. diese werden in deutschland munter gekürzt und geschnitten, obgleich sie wie pornos nicht für kinder gedacht sind und somit nicht auf ein für sie erträgliches maas gesschnitten werden müssten.

    ok, man könnte hier nun argumentieren, dass die spiele so oder so erscheinen würden, nur eben indiziert. wesswegen der hersteller die spiele selbst kürzt. schön und gut, nur das eine indizierung, wie oben von rey_alp erklärt einem wirtschaftlichem untergang gleich kommt. somit entscheiden sich viele firmen ihre spiele erst garnicht hier zu verkaufen, etwa “prototype”. so kann die politik sagen dass sie ja nichts verboten hat und ihre hände in unschuld waschen.
    es ist quasi so, als würde man wodka in deutschland nur verwässert verkaufen, damit es für jugendliche weniger schädlich ist.

    außerdem redet bei pornografie auch niemand von einem notwendigen verbot, zumindest nicht allzu laut. bei fsk 18 und sogar zum teil fsk 16 und 12 (wc3) werden diee forderungen aber laut und immer lauter.

  35. @Hejoba: “Erotik” Filme werden geschnitten siehe Schnittberichte…
    “Der Bär… Der Bär… Da steppt der Bär…” usw…
    Pornos… vermulich nicht… ^^

    @Rey Alp: Selbstzensur ist Zensur! Und eins der ersten Zeichen, dass ein Staat seine Demokratischen grundsätze verloren hat… Meinungsfreiheit sollte unantastbar wenn niemand dabei zu Schaden kommt… Also Snufffilme und Kipos sind Verboten rest Legal offen uncut…

    B2T:
    Wenn bei einen Thema das Zweitrangig schon gelogen und überzogen wird was denkt ihr
    wird bei richtig wichtigen Themen gemacht? Noch mehr gelogen und betrogen…
    Also kann man Killerspiele schon gerne mal als Indikator sehen was alles
    bei einer Partei alles schief läuft…

    Happy Coding.

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