Sie hat, sie hat nicht?

(Süddeutsche) Nachdem Mitte Mai eine Schülerin mit Schwert und Molotov-Cocktails ein Blutbad an ihrer Schule anrichten wollte, wurden überraschend schnell detaillierte Informationen zu ihrem Gebauch von Videospielen verbreitet. So schrieb der focus:

„Wie ihr Idol spielte sie am Computer stundenlang „Counterstrike“ (CS). In dem Ballerspiel schlüpfte Tanja O. in die Rolle des siegreichen Kämpfers. Am PC vergaß sie die Probleme mit ihren Klassenkameraden oder ihren strenggläubigen Eltern. Da war sie nicht mehr die Außenseiterin aus der 10b, sondern ein geachteter Krieger, der mit einem Maschinengewehr seine Gegner ausschaltete. In ihrer wirren Fantasie „trainierte“ sie für den Ernstfall. Dazu passte auch ihr virtuelles Kampfpseudonym: „Tim K.““

Nach einem Bericht der Süddeutschen kommen Zweifel auf, ob das tatsächlich zutrifft:

„Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat ein inzwischen erfolgtes jugendpsychiatrisches Gutachten keine Anhaltspunkte für eine verminderte Schuldfähigkeit ergeben. Auch gebe es keine Anhaltspunkte für einen ausgedehnten Gebrauch von Computerspielen der Jugendlichen.“

Bereits nach Winnenden gab es widersprüchliche Berichte. So soll der Täter nach dem Stern „CounterStrike“ gespielt haben soll:

„Er spielte gerne Counter-Strike, aber die Parallelwelt der Gewaltspiele löste nicht sein richtiges Leben ab.“

Und der Spiegel wusste sogar, dass er kurz vor der Tat „FarCry2“ gespielt habe:

„Informationen des SPIEGEL hat der Amokläufer von Winnenden, Tim K., noch am Abend vor der Tat das Computerspiel „Far Cry 2“ gespielt. […] Neben „Far Cry 2“ hatte K. auch die Schießspiele „Counter Strike“ und „Tactical Ops“ installiert.“

Die Polizei dementierte diese Aussage, was in dem nach wie vor online verfügbaren Artikel vom Spiegel aber nicht erwähnt wird:

„Laut der Polizei Waiblingen gibt es keine Beweise dafür, dass Tim K. den First Person Shooter “Far Cry 2? am Vorabend des Amoklaufs gespielt hatte. Auch kann die vom “Spiegel” genannte Zeit des Ausschaltens des PCs nicht bestätigt werden.“

Seltsamerweise wurde der möglicherweise von Tim K. stammende Steam-Account, der lediglich 0,1 Stunden Spielen von „CounterStrike: Condition Zero“ in den letzten zwei Wochen anzeigte, nirgendwo offiziell erwähnt. Auch bei anderen Amokläufen gibt es in Presseberichten gewisse Unstimmigkeiten. So sollen weder der Täter von Erfurt noch der Amokläufer von Emsdetten Fans von „CounterStrike“ gewesen sein, was in den Medien jedoch anders dargestellt wurde:

„Wie der Amokläufer von Emsdetten war auch der Amokläufer von Erfurt als fanatischer CounterStrike Spieler bekannt.“ (hartaberfair)

Während die Gutenberg Kommission die Aussage Robert betreffend korrigierte:

„Weil in einem Buch […] ein […] nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmendes Bild […] gezeichnet wird, muss ausdrücklich klargestellt werden, dass Robert Steinhäuser nicht […] die Nächte durch CounterStrike gespielt hat und CounterStrike auch kein Dauerbrenner von Robert Steinhäuser gewesen ist. Für die gegenteilige Angaben […] haben sich […] keinerlei Anhaltspunkte ergebeben.“

Hatte Sebastian selbst sich vor der Tat in einem Forum zu seiner Nutzung von „CounterStrike“ geäußert:

„2. spiele ich nicht CS, sondern mappe nur!“

Zum Teil gibt es auch Gerüchte, wonach Steinhäuser nicht einmal einen Internetzugang hatte, so dass er „CounterStrike“ nur eingeschränkt hätte nutzen können. Während die fragwürdigen Informationen der Presse weit verbreitet sind fehlen für diese Gerüchte jedoch zitierbare Quellen.

43 Gedanken zu “Sie hat, sie hat nicht?

  1. Schwert und Explosivstoffe erinnert für einen Amoklauf in einer schule erinnert mich ehrlichgesagt mehr an Mangas und Animes. Aber gut wir wollen der noch nicht in Verruf geratenen Szene ja keinen Schaden zu fügen.

  2. Was mich wundert das gerade der Spiegel auch ab und zu positieve Beiträge zu Computerspielen liefert. Ich errinere an den Beitrag über die Kreativität der Counter-Strike Spieler(Maps erstellen usw)

    Kommt halt immer drauf an. Die ganzen „Breaking News“ werden wohl von den „alten Hasen“ der Spiegel-Redaktion geschrieben die wohl ganz offensichtlich waschechte Videospiel-Dämonisierer sind. Hier zum Beispiel ein ganz neuer Beitrag der in eine vollkommen andere Richtung rudert:
    http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,640413,00.html

  3. @MW-Snake

    oder Kill Bill (wo sogar Selbstjustiz und Rache „verherrlicht“ wird) bzw. diverse andere Filme, aber die sind natürlich Kunst. ~.~

  4. hm. Also unser blatt hier (general anzeiger/ Bonn) war da mal erfreulich nüchterner. die schrieben nur was von einem vierseitigen Abschiedsbrief und eben dass das mädel eben NICHT viel gezockt hätte. Hat mich selbst ziemlich gewundert…

  5. @ FlorianHense
    Der Spiegel ist auch meiner Meinung nach eines der objektiveren Magazine in Deutschland, bei denen habe ich am ehesten die Hoffnung, das dort in recht naher Zukunft auch in der Printversion mal ein objektiver Bericht in Bezug auf „Killerspiele“ und deren Verbindung zu realer Gewalt kommt.
    Die legen meist nicht so sehr auf die große Knüllerschlagzeile wert wie andere Magazine und Zeitungen.

  6. Leider liest man im Spiegel einen Haufen Mist. Und Leider ist das auch kaum irgendwo sonst anders. Der Spiegel mag qualitativ besser sein als die BILD oder der Fokus, aber nur ein kleines bisschen.
    Wenn es drauf ankam hat der Spiegel sich jedes mal der allgemeinen Hysterie angeschlossen. Das betrifft nicht nur das Thema „Killerspiele“ sondern auch andere.

    Gruß
    Aginor

  7. MW-Snake
    Die Anime und Manga-Szene hat in Deutschland einen ähnlich schlechten Ruf wie die *Killerpiel und Splatterfilmszene* als Sammler und Fan muß ich sowas ja wissen.

  8. @ Doktor Trask

    Wir sind von einer freien und toleranten Gesellschaft einfach ziemlich weit weg in diesem Land. Wehe man bewegt sich nur ein bisschen ausserhalb der Masse, dann hast du gleich den Staat im Nacken und wirst schief angesehen. Jemand der ab und zu seine Frau verprügelt hat in diesem Land doch ein höheres Ansehen als jemand der zugibt WoW zu spielen.

  9. @amegas & Doktor task, ja das Problem kenne ich auch, egal was man für Musik hört, Bücher/Mangas liest od halt zockt. Menschen die sich nicht selber gerne damit befassen werden das immer kritisch beäugen. wie Marry Poppins so schön sagte “ manche Menschen können nur so weit sehen wie ihre Nase reicht“ schade wie recht sie damit hatte -__-
    Es gibt ja auch noch den Stern, wie ist das magazin den im Bezug auf die Debatte? (verfolge die printmedien nicht so genau)

  10. Toller Artikel im Spiegel. Die Parallelen zur „Killerspiel-Debatte“ sind nicht von der Hand zu weisen.

    Wer hat nochmal gesagt: Wer nichts aus der Geschichte lernt, wird sie wiederholen.

    Definitiv ein Argument das man jedem Spielekritiker unter die Nase reiben sollte, schließlich dürften einige dieses Spiel noch aus ihrer Jugend kennen.

    BTT: Das die Presse immer sehr schnell ist mit derartigen Behauptungen, dürfte ja jedem hier schon aufgefallen sein.

    Ich denke mir das so: man behauptet vorsichtshalber schonmal das der Täter exzessiv Computerspiele gespielt hat, 2 zeilige Richtigstellungen an irgendeiner unauffälligen Stelle kann man immer schnell unterbringen und das auch nur wenn eine gefordert wird, was meist nicht der Fall ist.

    Was den Leuten in erinnerung bleibt, ist die Fette Überschrift „Amokläufer spielte Counter-Strike“.
    Würde man in einer x-beliebigen Statt zufällig ausgewählte Passanten fragen, ob Steinhäuser oder Tim K. gern Killerspiel-Spieler waren, würde ein Großteil mit „Ja“ antworten.

    Der Imageschaden der durch derartigen Hörensagen Jornalismus verursacht wird ist kaum wieder gut zu machen.
    Auch in 10 Jahren wird es noch Leute geben die es für erwiesen halten, das die o.g. Personen durch „Killerspiele“ zu ihren Taten getrieben wurden.

  11. Schöner Artikel vom Spiegel. Die im Artikel genannte Mutter erinnert mich stark an das AAW.

    Ja das mit dem Anime´s hab ich auch schon mitbekommen. Mein Cousin nervt mich auch immer wie ich mir nur so einen „Mist“ ankucken kann. Naja zum Glück hab ich viele Animefans unter meinen Freunden. Leider sind die Leute intolleranter als sie predigen. Schaut euch nur mal Berichte zum Thema „Cosplay“ an, nur Vorurteile drin.

  12. Mir fällt dazu nur immer wieder das Schlagwort „Qualitätsjournalismus“ ein. Auflage scheint eben doch desöfteren über Inhalt zu stehen.
    .
    @MW-Snake:
    Das einzige Anime, das mir dazu einfiele, wäre Higurashi no Naku Koro ni (engl.: When they cry).
    .
    @Doktor Trask & amegas & dead_puppet:
    So negativ hab ich es bislang nicht erlebt. Eigentlich nur so, dass Anime/Manga als „Kinderkram“ oder „sexistisch“ eingestuft wurden, aber (komischerweise) noch nicht in die Splatterecke.

  13. Es gibt halt Autoren die einfach mal einen Artikel schreiben und der wird veröffentlicht. Einige Autoren schreiben dann positiv zu Computerspielen, andere negativ. Und dem „Spiegel“ ist es am Ende scheißegal was in ihrem Blatt steht. Auch wenn sich die Artikel gegenseitig wiedersprechen. Beide liefern Auflage und das ist entscheidend. Traurig aber wahr.

  14. Seit Miyazaki (Studio Ghibli) Filme sich auch in Deutschland stark steigender Beliebtheit erfreuen, sind Anime/Manga nicht mehr so schlimm in Verruf. Und die junge Generation (Pokémon, Dragonball, YuGiOh, etc.) wird schließlich auch erwachsen.
    Früher waren es Road-Runner, WoodyWoopecker und Co. bei denen ich immer gefragt wurde, warum ich mir so einen Mist ansehe – jetzt sind das große Klassiker.

    Beep-Beep!!………………

  15. @Danny da hst du Recht, es ist nchtmehr ganz so schlimm aber blöde Fragen warum ich mich soundso anziehe od mcih damit beschäfftige kommen trotzdem oft genug und wenn sich das noch mit Games koppelt ist man eh am Arsch.
    deswegen habe ich mich irgendwann garnicht mehr bemüht es einzelnen recht zu machen.
    Es kann aber natürlich nciht angehen das eine gesammte Szne/Jugendkultur in Veruf gerät nur weil jemand mit Schlagzeilen Kohle scheffeln will.

  16. Der Spiegelartikel ist wirklich interessant und zeigt mal wieder sehr deutlich, wie schon immer Sündenböcke in der Jugendkultur gesucht wurden. Als langjähriger Rollenspieler habe ich mich auch schon des öfteren mit Pat Pulling auseinandergesetzt, in dem Zusammenhang kann ich sehr die Lektüre „The Devil’s Web“ (das Teufelsnetz) empfehlen – für all die Computerspieler, die sehen wollen, dass die zurzeit laufende Hetzkampagne bereits ebenso fadenscheinige Vorläufer hatte…

  17. Und daran sieht man doch, dass die Medien politisch kontrolliert werden.
    Alles was gegen Videospiele ist wird veröffentlicht, alles was Videospiele in einem guten Licht stehen lassen würde hingegen nicht.

  18. @El Konsolero

    Cosplay habe ich mal mitgemacht, wollte zuerst nicht mitmachen gerade wegen der dummen Kommentare der Leute und den Vorurteilen. Als Thema hatten die Leute die mich überredet hatten Resident Evil/Biohazardfiguren. Hat mal einer von euch die Blicke gesehen (Reicht von erstaunt/belustigt, über verärgert bis hin zu panisch) wenn man mit mehreren Autos in denen teils mehrere Leute in Wissenschaftler, Umbrella UCBS-Söldner, Stars, Zombie oder RPD Outfits sitzen? Ein unvergessliches Erlebnis. Noch einmal werde ich sowas aber auch nicht nochmal machen. (War einer der Umbrella UCBS-Typen)

  19. @Dr.trask
    jaaa, cosplay, zu geil. indirekt habe ich mal in meiner Firma das mit Schuluniformen in Japan probiert zu erklären… fragt besser nicht ;-) d

  20. Wußte ich gar nicht, daß die Mangasammler auch so schlecht drann, immerhin liegen die bei Thalia inzwischen bergeweise rumm.
    Allderings werde ich auch immer schief angeschaut, wenn ich zugebe Animes und Spltterfilme zu konsumieren.
    Und Kill Bill orientiert sich ja an Mangas, was insbesondere in Teil 1 sehr gut zu sehen ist.
    Naja unabhängig davon werden die Herren Reporter immer einen Hinweis auf eine Mindrheit finden die sie beschuldigen können.
    Rein finanziel ist das schon für die wichtig. Stell dir mal vor du teilst deinen Konsumenten mit, daß sie Schuld seien.

  21. @amegas:
    Ja dass Thema hatte ich auch mal wie soll man erklären, dass es in Japan normal ist, dass eine Masseurin in Japan auch mal Schuluniformen an hat… und selbst auf höheren Schulen es Uniformen gibt…
    .
    Sätze wie: „sind dann alle Japaner Pädos“ usw muss man erst mal wieder legen…
    .
    Auch Mangafans habens schwer das ist doch Kinderkram…
    bis mal welche Hantai sehen ^^ …
    „Aliententakel???? ihhh und sowas ist für Kinder? Wie können die Japaner nur“
    (X.X)‘ *Kopf auf Tisch hau* *bonk!* *bonk!* *bonk!* …

    Happy Coding.

  22. @dead_puppet
    Der Stern ist leider kaum besser als Spiegel, Focus, oder Bild sie haben nur selten gute Artikel zum Thema und sie widersprechen sich genauso oft wie die anderen Magazine.

  23. Stand 71038
    Die haben ne neue seite…
    epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=4958
    .
    happy demo…
    *hust* demokratie.

  24. @The_Real_Black
    Haha ja solche Sätze wie den von dir genannten Tentakelsatz kenne ich auch nur zu gut.
    Ist etwas gezeichnet ist es für Kinder, entsandt etwas am Rechner ist es für angehende Amokläufer und fließt irgendwo Blut oder gibt es nackte Haut zu sehen ist es für kranke/perverse Sonderlinge.

  25. @Doktor Trask:
    Da muss man erst mal eine Geschichtsstunde ansetzen, dass die Leute begreifen, dass in Japan schon etwas länger Zeichnungen für alle Altersgruppen da sind…
    Dass ist wie ne Flut mit nem Fischernetz auf zu halten…
    problem ist auch, plötzlich sind alle Mangas gleich pervers…
    PS Schnitberichte zu Mangas…
    Brustansatz ihhh ihhh weg
    Blut bei einer Jugendserie weg weg ihh ihhh nichts für Kinder…
    usw usw…
    Manchmal kommt einen die Idee, dass es menschen gibt die Feidselig gegenüber anderen Kulturen sind…
    Happy Vorurteilebeseitigen…

  26. @ Dr. Trask und TRB

    JO da bin ich ganz eurer Meinung. Hier sind die Menschen zu intollerant um andere Kulturen anzuerkennen. Genauso verhält es sich mit den sogenannten Rapegames, die ausschließlich in Japan produziert und vertrieben werden. Neulich nen Artikel drüber gelesen, die Leute waren schockiert wie man sowas spielen kann. Tja dass ist eben Japan, die ham dort einfach nen leichteren Umgang mit dem Thema Sex und leben ihre Fantasien auf die eine oder andere Weise aus. Das Japan eine der niedrigsten Sexualstraftatenrate hat (was wohl auch auf sowas zurückzuführen ist) ist dann natürlich wieder mal nebensächlich

  27. @El Konsolero es ist doch so, dass wenn du deinen Frust nicht woanderst abbauen kannst du es in der Realität tust, natürlich gehen verschiedene Menschen unterschiedlich an ein Game/Medium heran , den einen beruhigt es wenn er seine Wut an Pixelfiguren auslassen kann, den anderen Putscht das Rumgeballere nur noch mehr hoch.
    Ich denke wenn Leute mit einem starken sexuellen Trieb ihre Gelüste/Fantasien in diesen Games (von denen ich sogar mal aus langeweile welche spiele und ich bin ein Mädchen XD)
    ausleben können.
    Dann ist die Wahrscheinlichkeit geringer das sie es in der Wirklichkeit tun.
    So sehe ich es auch mit GewaltGames, bist du sackig tu lieber jemand imaginärem weh als dass du auf reale Menschen los gehst.
    Die „Amokläufer“ gehören zu den Personen denen diese Form der Kompensierung nicht genügt doch das will niemand sehen.

  28. das mit dem cosplay ist aber besser geworden, hab ich den Eindruck. Als hier in bonn zum ersten mal die animagic war gabs auch nur dumme Berichte darüber, dieses jahr haben sies beim ga auf die titelseite geschafft ohne hämische kommentare und mit einer recht guten erklärung, was manga überhaupt sind.
    Mittlerweile laufen auch immer Eltern und ihre Kindern über das gelände wenn ani ist und fotografieren cosplayer, viele fragen auch, warum die das überhaupt machen und sind eher verwundert und neugierig denn sonstwas. Natürlich ist das bei längst nicht allen so, aber ich merk schon, dass sie da was gebessert hat. Auch wenn gewisse cosplaytruppen wohl immer eine erhötes risiko haben schief angesehen/beleidigt/angepöbelt zu werden (hetalia z.b. oder generell alles, was in soldatenuniform daher kommt oder länderflaggen mit sich schleppt….und die, die halbnackt herumlaufen…aus anderen gründen….)

    zum prozess: bin echt gespannt was die bekommt…ôô

  29. Naja El Konsolero, die niedrigste Sexualstraftatenrate hat dort garnix zu bedeuten. Das hat größtenteils einfach mit dem schamgefühl zu tun so das die meisten delikte garnicht erst zur anzeige kommen.

    Es gibt nicht umsonst „u bahn grabscher“ zeitschriften und extra ubahn wagons nur für frauen. Das hat dadrüben nämlich schon ausmaße angenommen die nichtmehr feierlich sind. Sicherg ehört das teils auch zur „kultur“ dort aber auch nur weil es in asiatischen ländern oft so war/ist das die frau dort weniger rechte geniesst.

    Solltest mal die frauen/mädels dadrüben fragen was die davon halten in der ubahn begrabscht zu werden, ich bezweifle das die antworten werden „das ist toll so, das ist unsere kultur“ ;)

    Man muss auch da unterscheiden, man kann nicht alles gutheissen nur weils wo anders zur kultur gehört (bestes beispiel die streng islam gläubigen länder, da kommt auch niemand auf die idee ninja-burkas und abgehackte hände wegen kleindiebstahl toll zu finden weils dort zur kultur gehört).

    Von daher muss man schon vorsichtig sein was man nun alt „kultur“ bezeichnet und auch noch toll findet. Und ich sage das als riesen japan und anime fan, solange kranke sachen nur in der virtuellen/gezeichneten welt passieren kann ich das voll tolerieren. Aber manchmal entstehen dadurch doch recht eigenartige sub-kulturen die man nicht auf teufel komm raus toll finden muss weils dort zur inoffiziellen kultur gehört.

  30. @Densor
    „extra ubahn wagons nur für frauen.“
    kann ich bestätigen, ich dachte zuerst..suuuuper lauter Mädels und ich mitten drinnen, bis mir gedämmert hat dass es vermutlich dass ist was du angesproocehn hast ;-)….aber als dummer Ausländer kann einem das ja passieren. Habe zur Vorsicht an der nächsten Station gewechselt, japanische Gefängnisse sollen übel sein ;-)

  31. Naja du gehst ja auch nicht aufs frauen klo und freust dich „super lauter mädels!“ :D

    Aber ich glaub dir als unwissendem gaijin würde man das wohl nicht so übel nehmen ^^
    Japan hat aber auch tolle sachen wo ich mich frag warum wir sowas nicht haben, zB die toiletten mit dem extra knopf der einen sound abspielt als ob man spühlt. Um unangenehme geräusche zu übertönen und wasser zu sparen. Mmh vielleicht eine marktlücke in deutschland?

  32. hihi siegreicher kämpfer? was den vielleicht w Counterterrorist und wollte nur den Terror bekämpfen? ^^
    Was wenn sie harry potter gelesen hätte oder gar den film beseßen hatte.^^

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