Bundestagskandidat der Linken für Verbot?

(abgeordnetenwatch) Dass sich die Linke offiziell, wie auch in dem von uns geführten Interview, gegen ein Verbot und eine Ächtung von Spielen und Spielern ausspricht, hat sich in der Partei offenbar noch nicht rumgesprochen. Während bereits seit längeren Teile der Linken den „Kölner Aufruf“ unterstützen fort mit Edgar Di Benedetto nun auch ein Kandidat für die Bundestagswahl ein „Killerspielverbot“:

„Meine persönliche Meinung dazu ist, das jegliche Killerspiele, Kriegsspiele verboten werden müssen. Meine Begründung dazu ist, dass diese Spiele Gewalt verherrlichen.“

Er räumt jedoch ein mit der Thematik nicht vertraut zu sein und kündigt eine detallierte Antwort an. Bis dahin werde er sich darüber informiert haben, inwieweit gewaltdarstellende Videospiel zur Entstehung von Gewalt beitragen.

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24 Gedanken zu “Bundestagskandidat der Linken für Verbot?

  1. naja die bekannten ‚einzelmeinungen‘. was die LINKE angeht rede ich mir eigentlich ein, dass sie auch weiterhin gegen verbote sein wird, besonders wegen den erfolgen bei der landtagswahlen.

  2. Ihr glabt doch nicht wirklich das die linke oder die anderen die warheit sagen in den Interviews wenn die wisse wer da fragt dann kommt doch nur das was ihr lesen wollt.

  3. Also ich denke zumindest für die, die in dem betreffenden Wahlkreis die Erststimme abgeben können, ist das eine wichtige Information. Seit dem ich weiß, wie „mein“ zur Wahl stehender SPD-Abgeordneter bei den Internetsperren abgestimmt hat, hat er auch keine Chance mehr auf meine Stimme.

  4. Ja und ich bin der Meinung das die Linken verboten werden müssen….aber gut ich geb Egocide Recht es wird sich um eine Einzelmeinung handeln. So einer wird sich in jeder Partei finden lassen die offiziell gegen ein Verbot ist (außer vllt. bei den Piraten :) ). Solche gibt es auch bei den Grünen, wahrscheinlich auch in der FDP (mir ist jetzt keiner bekannt) und ganz sicher in der SPD. Mich würde interessieren ob der irgendwie von der Parteileitung gerügt wird dafür, schließlich haben die sich angestrengt Gamer zu ködern.

  5. Noch so ein Wahlkampftroll!

    Sry, aber hier passt doch nun wirklich der Satz:
    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!

    Zitat:
    Er räumt jedoch ein mit der Thematik nicht vertraut zu sein und kündigt eine detallierte Antwort an.

    Jaja, ich erlese mir auch mal schnell sämtliche Wirtschaftsthemen und werde dann Wirtschaftsminister!

  6. Also fassen wir mal zusammen:
    Positiv:
    – er gibt zu das er sich nicht mit der Thematik auskennt
    – er sagt das er sich damit beschäftigen wird
    – er will eine detailierte Antwort folgen lassen
    Negativ:
    – Verwendung des Begriffs „Killerspiel“
    – pauschale Verbotsforderung obwohl er, wie er zugibt, keine Ahnung hat
    – er begründet die Verbotsforderung mit Gewaltverherrlichung, die aber schon durch den §131 StGB geregelt ist. (zeigt das er absolut keine Ahnung hat).

    von den positiven Punkten kann man noch den 2. und 3. streichen falls er keine ausführliche Antwort folgen lässt.

  7. Meine persönliche Meinung dazu ist, dass dieser Kandidat sofort ausgetauscht werden sollte. Meine Begründung dazu ist, dass er keine Peilung von der Materie hat sonst wüsste er das „Gewalt verherrlichende“ Spiele bereits verboten sind!

    Weil bei allen „großen“ Parteien mindestens einer so einen Blödsinn verzapft wähle ich wieder brav die Partei deren Plakate von der CDU überklebt wurden.

  8. ZITAT:
    „Weil bei allen “großen” Parteien mindestens einer so einen Blödsinn verzapft wähle ich wieder brav die Partei deren Plakate von der CDU überklebt wurden.“

    ;-)

    JA ein Happy Ändern noch.

  9. Die Partei sollte Herrn Edgar Di Benedetto ganz schnell in die Schranken verweisen will sie keinen Imageschaden bei den geneigten Wählern verursachen, die Linke wird Hauptsächlich von Jüngeren gewählt und mit Menschen wie Herrn Edgar Di Benedetto die ohne Nachdenken und ohne Wissen solche Aussagen tätigen verscherzt man es sich mit denen, die Linke steht sowieso nicht ünerall gut da, allein schon wegen der Vergangenheit einiger weniger Parteimitglieder da muß man nicht auch noch sowas negatives beisteuern.

  10. @Kraid
    Er wird sich wohl mit den Pfeifferstudien etc. beschäftigen und sich vielleicht ein oder zwei Killerspielevideos zeigen lassen so wie das bisher alle gemacht haben die behaupten sie hätten sich eingehend mit dem Thema auseinander gesetzt.

  11. Bis er in einer zweiten Antwort näher spezifiziert, was genau er mit „jegliche Killerspiele, Kriegsspiele“ meint (eines der beiden? beides? realitätsnahes Setting oder auch ‚Krieg der Sterne‘? Shooter oder auch andere Genres?), sollten die Spieler in seinem Wahlkreis meiner Meinung nach davon absehen, ihn zu wählen.
    Möglicherweise kennt er §131 StGB wirklich nicht – für einen Kandidaten für ein legislatives Amt nicht eben schmeichelhaft. Möglicherweise ist er auch wirklich für ein Verbot – was ihn mangels der Notwendigkeit eines solchen nicht besser dastehen ließe.

  12. Das wird man immer haben, abgesehen von (Wert-)Konservativen, bei Leuten die einer solchen Friedensbewegung irgendwie nahe stehen, dass Bilder vom Krieg nunmal so gesehen werden. Noch dazu ist das ja auch klar als Meinung formuliert gewesen erstmal – finde es etwa schlimmer, wenn gesicherte Erkenntnisse, „Überzeugungen“, transportiert werden. Da meint man dann ja auch noch sowas irgendwie begründen zu können, und da beginnen die Probleme für mich – gerade was den Geschmack und das Empfinden Andersdenkender betrifft.

  13. Naja, die Linken sind ja eher nen bissl pazifistisch ausgelegt, sieht man ja an deren Verteidigungspolitik ect. und da kommt sicher mal vor, dass der ein oder andere was gegen pheezes Kriegsspielzeug hat.

  14. Wieso? Hat jemand von linken Populisten etwas anderes erwartet? Die werden sich auch in Zukunft immer mit dem Wind drehen, keine Sorge!

    Warum wird dieser Schlag ins Gesicht hier auch noch verteidigt? Haben alle die Linke gewählt?

  15. Omg das kommt mir vor wie das Gespräch was ich heute mit meinem Dad hatte.
    Der will unbedingt die CDU und FDP wählen obwohl ich ihm die ganzen Volkslügen und Volksverarschungen auf den Tisch gepackt habe.
    Und von den Piraten hat er nichts gehört.
    Woran das liegt?
    Wer kontrollierte noch mal die Medien?
    Ach ja genau, die großen Parteien!
    Darunter die CDU die munter „gratis“ Wahlkampf betreibt.

  16. @ mr.can
    Ich will den Schmarn ja nicht verteidigen, sondern nur erklären, wie irgend ein Hinterbänkler mal seinen Namen ins Spiel bringen will, und wenn man das sagt, was alle anderen sagen hört ja keiner zu.^^

  17. Einer spiegelt ja nicht die Parteilinie wieder und schließlichist das ja kein „offizielles Schreiben“ welches von anderen Mitgliedern abgesegnet wird. Wobei ich immer wieder sagt das die SED/PSD/Linke 40 Jahre lang unter Beweis gestellt hat wie gut sie verbieten und zensieren kann.

    @Booomboy dann überred ihn wenigstens zur FDP je stärker die sind desto schwieriger wird es für die CDU mit Verboten.

  18. Apropro Medien. Bei den kürzlich erfolgten Landtags- und Kommunalwahlen haben die ÖR wegen den Twittern rumgehammert, da durch diese mögliche Wahlergebnisse schon vorher rauskämen und die Wahlen somit beeinflusst werden würden… Da hab ich mich dann gefragt warum die Sender selbst immer die ganzen Wahltrends veröffentlichen dürfen … das ist ja dann genauso Manipulation. Was ich in diesem Zusammenhang noch viel schlimmer finde, ist die Tatsache, dass speziell die ÖR Sendungen produzieren in denen sich die Moderatoren / der Moderator mit Führungspersonen der CDU/CSU – wie erst vorgestern Schäuble – über andere Parteien (in diesem Fall die Linke) lustig machen!!!
    Ist aber auch irgendwie klar, dass jetzt wieder die bösen Twitterer an allem Schuld sind, schließlich kommen die ja aus dem Internet und das ist, wie wir ja alle durch die Aussagen unserer „kompetenten“ Politiker und Medienvertreter wissen, böse.

  19. Bei den Linken muß ich immer an Lutz Heilmann denken, den Ex – Stasi – Schläger, der im November 2008 die deutsche Wikipedia lahmlegen wollte. Ihm gefiel halt nicht, was dort über ihn zu lesen war. (Es widersprach ja auch seiner bis heute aufgestellten Lüge auf bundestag.de, er habe nur „verlängerten Wehrdienst“ geleistet.) Er erwirkte immerhin, daß von wikipedia.de aus nicht mehr auf die Inhalte weitergeleitet werden durfte.
    .
    Parteiinterne Kritik? Zumindest keine, von der ich damals gehört hätte. DDR-Sitten halt.
    .
    Nicht viel weniger beängstigend fand ich, daß ein deutsches Gericht den Scheiß mitgemacht hat.

  20. Wäre ich nicht sehr skeptisch, was die Erfolgschancen angeht, würde ich diese Argumentationsstruktur ja gerne mal in einer Hausarbeit ausprobieren.
    „XY böse ist, weil ich sage, dass es so ist, auch wenn ich keine Ahnung davon habe.“ :D

  21. Sorry, aber so ein Abgeordneter ist für die Linken einfach untragbar.
    Das Beispiel von Che & Fidel Castro zeigt doch, das der Kapitalismus nur durch Gewalt überwunden werden kann. ;)
    Das Problem ist nicht die Gewalt in den Spielen, sondern das in den Spielen – weil sie aus den USA oder dem Westlichen Kulurkreis stammen – die Gewalt sich gegen die Falschen Personen richtet.
    Warum nicht mal ein lehrreiches Spiel über die Kubanische Revolution ?
    Im Stil eines Strategiespiels müsste man erstmal die Schergen des kubanischen Diktators ausmanövrieren, dazwischen gibt es immer wieder Egoshooter einlagen.
    Zum Schluß wird das ganze zu einer Aufbausimulation, wo man den Sozialismus aufbauen muß, inklusive Schauprozeßen gegen ehemalige Mitkämpfer. ;)

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