Näf macht Videospiele für Mord verantwortlich

(Zeit Fragen) Roland Näf, Vizepräsident der SP im Kanton Bern, ist die schweizer Version von Joachim Herrmann. Er setzt sich für ein Verbot von „Killergames“ ein, die eine notwendige Voraussetzung für Amokläufe seien. In einem nun auch bei „Zeit Fragen“ erschienenen Artikel, sieht er Zusammenhänge zwischen dem Mord eines 15-Jährigen und Videospielen, weshalb Produzenten und Verkäufer die Anklagebank mit dem Täter hätten teilen müssen:

„Der Tatplan […] entspricht nicht persönlichen Alltagserfahrungen, sondern ist vielmehr die Übernahme von Klischees und Strategien, wie sie in Filmen und Computergames zur Selbstverständlichkeit geworden sind. […] Der Konsum gewaltverherrlichender medialer Angebote bedeutet eine effiziente Schulung für die Durchführung von Gewalthandlungen.“

Zum Artikel

(Danke an Shane Fenton.)

49 Gedanken zu “Näf macht Videospiele für Mord verantwortlich

  1. „Eine Analyse aller jugendlichen Amokläufe bestätigt vier Bedingungen. Alle sind zwingend, dass es überhaupt so weit kommt:
    1.Persönliche Probleme des Täters
    2.Zugang zu Waffen (vor allem grosskalibrige Schusswaffen)
    3.Massiver Konsum von Killergames und Horrorvideos (allg. mediale Gewalt)
    4.Ungenügende Wahrnehmung der Signale vor der Tat (mangelnde Sensibilität des Umfeldes)
    Fehlt einer dieser Faktoren, kommt es zu keinem Amoklauf.“

  2. Ja natürlich und Brenda Ann Spencer hat 1979 sicher auch schon CoD gespielt.
    Mich würde interessieren wann sie endlich bei dem 3fach Mörder (71) von vor ein paar Wochen oder dem Bombenleger (in die 40) tags darauf endlich „Killerspiele“ entdecken.

  3. Man muss schon ziemlich naiv und infantil sein, um zu glauben, dass Straftäter die Klischees und Strategien von Filmen und Computerspielen benötigen würden, um Gewaltverbrechen begehen zu können.
    Denn Menschen welche wirklich den Entschluss gefasst haben andere zu verletzen, führen diese Tat auch aus und brauchen für so etwas keine Vorlage, sondern nur einen Wissensschatz von normalen Grundkenntnissen.

  4. @reptile das hab ich mich auch schon gefragt, noch dazu kann ich mir nicht vorstellen das ein halbwegs seriöser Spielehersteller das so nennt, Shootertitel sind ja eher episch/patriotisch angehaucht.

  5. „Es handelt sich dabei um asiatische Comics, sogenannte «Animes».“
    .
    Für den Autoren sind, obwohl er eingangs noch sagt, man könne diese Taten nicht auf eine Ursache herabreden, ganz klar, eindeutig und notwendig nur die ‚gewaltverherrlichenden Medien‘ Schuld, eine andere Ansicht wird überhaupt nicht erwähnt.
    .
    Nein, ich kommentier da erst gar nix weiter. Ich drifte bei jedem Versuch in Sarkasmus ab.

  6. Also für mich stimmt da vorne und hinten nichts.
    a) Es wird behauptet, man lerne In PC-Spiele das Morden an seinen Familienangehörigen. Als „Beweis“ sieht man dann, dass er einen Plan hatte.
    b) Man erreicht sein Ziel nicht immer „unbestraft“. In GTA wird man z.B von der Polizei verfolgt. Auch wird mal ebenso hingestellt, dass Mörder von Familien Vorbilder für die Täter seien
    c)Der Junge ist wohl in den Strudel einer derbe Jugendkriminal-Organisatsion (Drogen) geraten. Um dort Mitglied zu werden musste er einen Mord begehen. Aber es wird so dargestellt als würden die Jugendlichen wie in Jackie Chans „First Strike“ eine Art Spiel spielen. Aber was haben Drogen mit Spielen zu tun?
    d)Nur weil die Leute Spitznamen werwenden, heist es nicht das sie Fantasie und Realität vermischen
    e)“Als Beispiel zu erwähnen sind die Latex-Handschuhe, das Tötungsinstrument und der Geissfuss“ Es wurde erwähnt das er keine Fingerabdrücke hinterlassen wollte und das Messer (?) als Tötungsinstrument hat nicht mit Videospielen zu tun (was ist ein Geisfuß?)
    f) Es sind nicht Animes. Solche Filmchen heißen Hentais. BTW wird somit der eindruckerzeugt, dass Animes für Kinder gedacht oder nur für pornographiche Zwecke benutzt würde.

  7. Hannibal Lecter (oder wie man seinen Namen schreibt) und Jack the Ripper gab es vor den Videospielen und Fernsehen.
    Wie also will er uns erklären, kamen diese beiden dazu „Serienmörder“ zu werden, wenn sie keine Videospiele hatten?

    Das bringt mich jetzt zu einem Bericht der vorhin in Punkt12 gezeigt wurde.
    Und zwar gibt es eine Art „Kids Guard“ für Kinder, die z.B. des öfteren vor oder nach der Schule von Mitschülern verprügelt worden sind und ständigen Hänseleien ausgesetzt sind.
    Die Kinder werden einerseits von einem dieser Kid Guards zur Schule und wieder nach Hause „eskortiert“.
    Andererseits wird den Kindern ein Verteidigungskursus angeboten, damit sie sich selbst wehren können, sollte mal keiner dieser Kid Guards zur Stelle sein.
    Einer dieser Trainer sagte folgendes: „Als ich damals in eurem Alter war, hörte man auf, wenn man am Boden lag. Heute ist es anders. Heute wird weiter gemacht und Grenzen überschritten. Mobbing ist heute sehr stark vertreten und verursacht extrem schwerwiegende seelische Schäden“ – so in etwa.
    Also der Herr Näf sollte endlich mal einfach seine Fresse halten und sich auf Deutschen Schulen mal umsehen wie dort die Schüler miteinander umgehen.
    Und die die Mobben sind meist welche aus Problemfamilien die nicht mal Geld für PC und Konsole haben, also scheidet das typische Klisché „Videospiele=Mörder“ total aus.

  8. Also bis zu der Stelle schon genial der Artikel:
    -Zitat-
    Entsprechende Gegenstände nahmen sie als Wertsachen wahr:
    Der Angeschuldigte müsse nach vollbrachter Tat mit seinem Mofaanhänger zu R […] kommen, damit sie einige Gegenstände wie Computerspiele, X-Box und weitere Wertgegenstände zum Hause I […] wegschaffen und das Ganze wie einen Raubmord aussehen lassen würden.
    -Zitat Ende-

    Also ich halte eine XBOX360, welche einen neuwert von über 200€ haben kann(je nach Ausführung) schon für eine „Wertsache“, genauso, wie alles andere, was einen gewissen Wert hat. Der Goldring der Oma, der 180€ kostet ist nicht mehr Wertsache, als Videospiele des gleichen Geldwertes.
    Hier sieht man schon zu Beginn eine leicht realitätsferne Argumentation.

    Vermutlich hat der Autor einfach zuviel mit seiner Modelleisenbahn gespielt und glaubt, die XBOX gibts direkt mit Videospielen direkt vom militärisch-industriellen Komplex umsonst geliefert -.-

    Volksverblödung pur sowas.

  9. So ein Spaßvogel. Wenn Spiele zu Amokläufen / Gewalttaten führen, dann wäre es doch mal an der Zeit, dass die „Experten“ eine Checkliste aufzustellen, was denn alles notwendig ist. Das erleichtert allen Seiten doch sooo sehr die Arbeit und man weiß immer, wo man steht. Computerspiel (check), Tatwaffe (check), Motiv (check), Death List (check), Ablenkungsmanöver (check), Fluchtfahrzeug (check),… *zynisch*
    .
    Der Typ ist echt eine Lachnummer, man lese nur mal diesen Absatz des Artikels, bei dem er aus der Anklageschrift zitiert und eine Verbindung zu Spielen herleitet:
    „Gemäss Tatplan mit dem Mitangeklagten K […] hatte der Angeklagte vor (…) zur Spurenverhinderung Handschuhe zu tragen, um die Tat als Raubmord erscheinen zu lassen, einen stumpfen Schlaggegenstand zu verwenden und die Wohnung zu verwüsten, die Tatnacht beim Gehilfen I […] zu verbringen und hernach mit K […] die Flucht nach Rorschach anzutreten.“
    Komisch, offenbar kennen diese Eidgenossen keine i-beliebigen Fernsehkrimis, Thriller oder Serien á la CSI und NCIS, denn dort können eben jene „Tatpläne“ nach dem gleichen Muster Wocher für Woche immer wieder neu beobachtet werden.
    .
    Insgesamt klingt der Artikel, wie auch „Vereinigung gegen mediale Gewalt“ wie eine Kopie des Kölner Aufrufs oder des AAWs.

  10. @ El Konsolero
    Ägyptische Mythologie ? Wie kommst du denn darauf? Das ist doch ein kulturell-geschichtliches Thema und hat doch garnichts mit gewalthaltigen Videospielen zu tun. Nein, wir junge Menschen haben doch nach Trilliarden von virtuellen Opfern doch gar kein Gespür mehr für solch ein erhabenes Thema. Und Stargate? Naja, könnte so gerade hinhauen. Sind ja schließlich auch Medien. Aber dann gehören Star Wars und Star Trek ebenfalls in diese Rubrik. Da müsste man aber auch jede Menge Fantasy mit der Realität vermengen.
    Zum Artikel:
    Typischer Polemik-Aufguss von vorgestern mit fatalem Leugnen ernsthafter gesellschaftlicher Probleme. Die Annahme, Taten würden nie zur Ausführung kommen, wenn Videospiele nicht im engen Zusammenhang zum Täter stehen, grenzt schon fast an Paranoia.
    Das ist gewaltverharmlosend und unverantwortlich. Solch realitätsfernes Handeln ist einfach nur traurig. Noch trauriger ist, das sowas als Wissenschaft bezeichnet werden darf.
    Ich mach mir jetzt auch `nen Aufguss, bis später.

  11. Also für die, die nicht wissen was ein Geisfuß ist:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gei%C3%9Ffu%C3%9F_%28Werkzeug%29

    Ansonsten:
    Das mit der „Videospiel“-Taktik ist leicht entlarvbar: Wenn die Idee aus Spielen stammt, wie konnte dann jemand diese Dinge in Computerspielen umsetzen, wenn es sie vorher nicht gab? Alles was in Computerspielen auftaucht, seien es Mörder mit Masken und Haken, Gangster mit Raketenwerfern, Terroristen mit Bomben oder Deppen mit Kettensägen, gab es schon länger als Computerspiele.

    Dieser Herr Näf macht selbst mich aggressiv.

    Gruß
    Aginor

  12. Lächerlich. Das nötige „Sachwissen“ zur durchführung einer solchen Tat kann man aus verschiedensten Quellen beziehen, selbst aus dem ein oder anderen Kriminalroman.
    Zumal Videospiele wesentlich weniger dieser Aspekte vermitteln können, als beispielsweise Filme oder Serien. Zumindest ist mir kein Spiel bekannt indem man explizit Handschuhe anziehen muß um keine Fingerabdrücke zu hinterlassen oder den Tatort so herrichten muss das es nach Raubmord aussieht.

    Der Entschluss zur Tat kommt auch nicht von ungefähr und wären Videospiele wirklich ein unabdingbarer Faktor für Jugendliche Amokläufer, wie es hier dargestellt wird, dürfte es keine Taten von nicht-spielern geben.

    Es ist wirklich besorgnisserregend wie Leute wie Näf ihre abstrusen Anschuldigungen immer wieder unters Volk bringen können und dafür Beifall ernten.

    Es scheint gar so, das man statt die wirklichen Gründe herausfinden zu wollen, lieber das unvernünftigste tut.

    Z.B. als in Europa die Pest wütete wurden reihenweise Katzen gemordet, da man diese im Verdacht hatte mit dem Teufel im Bunde zu sein.
    Dabei hätten gerade die Katzen helfen können den wahren Überträger der Krankheit, die Ratte, zu dezimieren.
    Der effekt war also genau der Gegenteilige, die Ratten konnten sich ungehindert ausbreiten und damit auch die Pest.

    Es liegt wohl in der Natur des Menschen immer die dümmste aller Optionen in betracht zu ziehen.

  13. Also wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber ja herzlichst lachen. Unfassbar was der sich zusammen reimt. Ich würde mich schämen so einen Mist zu veröffentlichen. Ich fasse es gerade echt nicht, wie hohl muss man sein. Unglaublich!!!

  14. Sorry muss mir noch mehr Frust von der Seele schreiben. Der ganze Text ist voll mit so abenteuerlichen Spekulationen, das muss man erstmal hinbekommen. Das ist ja schon fast ne Leistung. Das hat wirklich das Niveau des Kölner Aufrufes erreicht. Wie kann man nur alles mögliche ausblenden und so wahllos Zusammenhänge konstruieren? Immernoch unglaublich!!!

  15. „Zeit-Fragen“ gilt als ehemaliges Blatt des „Vereins zur Förderung der psychologischen Menschenkenntnis“ (VPM) http://www.agpf.de/VPM.htm
    Also, dass der Näf jetzt als anerkannter „sozialdemokratischer“ Politiker jetzt auch dort schreibt finde ich schon ernst.
    Ich schrieb die im Zuge der ersten Veröffentlichungen zum Kölner Aufruf, welche dort in einer Vielzahl getätigt wurden, auch einmal an – jedoch bevor ich von diesen angenommenen Verbindungen zum VPM Wusste.
    Das Menschenbild das dort transportiert wird scheint mir hingegen eindeutig zu sein: es ist aus meiner Sicht kein anderes als das des VPM Und wie kompatibel dieses zu den üblichen Vorwürfen gegen „Mediengewalt“ zu sein scheint für mich nur mehr bedenklich zu nennen. „Mediengewalt“ wird so ja niemals als respektable Beschäftigung oder Auseinandersetzung, Reflexion von schrecklicher Gewalt in Lebenswirklichkeiten, wahrgenommen, sondern immer nur mehr oder weniger als eigenes, beständig affirmativ interpretiertes, Verbrechen. Bis hin dann eben zu Aussagen wie dieser, dass Produzenten und Händler (also auch Kreative???) bei Gewaltverbrechen im Zuge dieser irgendwo mit auf einer Anklagebank sitzen sollten…

    Für mich toppt die Veröffentlichung eines Textes von Näf dort das alte Interview der deutschen Ehefrau Lyndon La Rouches mit David Grossman – entlarvend und erschreckend zugleich. Aber vielleicht schließt sich der Kreis zu einem bestimmten Verständnis von „Sozialdemokratie“ so, wenn man diesen Kommentar von einer gewissen Gabriele Liebig bei dem von Helga Zepp-La Rouche geführten „Schiller-Institut“ aus dem Jahr 2004 liest: http://www.schiller-institut.de/seiten/journal/anhang/schillerzeit_kommt_04_42.htm

  16. Erstmal ein paar Haare spalten: „Asiatische Comics“ heißen Manga nicht Anime. Anime sich Animationsfilme bzw. Serien. Beides hat nicht zwingend etwas mit Pornografi zu tun. Hierfür wäre die richtige Bezeichnung Hentai.
    So genug Haare gespalten

    „Der Tatplan, auf den sich die Jugendlichen stützten, entspricht nicht persönlichen Alltagserfahrungen, sondern ist vielmehr die Übernahme von Klischees und Strategien, wie sie in Filmen und Computergames zur Selbstverständlichkeit geworden sind:
    Gemäss Tatplan mit dem Mitangeklagten K […] hatte der Angeklagte vor, den Vater, die Stiefmutter und die beiden Stiefgeschwister zu töten, zur Spurenverhinderung Handschuhe zu tragen, um die Tat als Raubmord erscheinen zu lassen, einen stumpfen Schlaggegenstand zu verwenden und die Wohnung zu verwüsten, die Tatnacht beim Gehilfen I […] zu verbringen und hernach mit K […] die Flucht nach Rorschach anzutreten.“
    Wo sind da jetzt die „Klischees“? Wie hätte es ein Täter gemacht der nach „persönlichen Alltagserfahrungen“ geplant hätte?

    „Von Bedeutung dürfte dabei auch sein, dass Täter in Computergames oder Filmen ihre Ziele unbestraft erreichen…“
    Deshalb hab ich auch nach dem Bankraub in GTA IV 4 Sternen…

    „Ohne Vorbilder in Killergames und Gewaltvideos wäre es wahrscheinlich beim Tötungswunsch geblieben, trotz der «akuten angespannten Familiensituation». “
    Klar durch Nachrichten über brutale Überfälle und Anschläge würde man ja auch nicht auf so eine Idee kommen

    Was das mit den „Übernamen“ (ich würde ja eher Spitznamen oder Nicknames sagen) angeht muss ich mal fragen: In welchem Game kommt bitte ein Re vor? Anubis ist der Gott des Todes aus der ägyptischen Mythologie. Das wäre bei jemanden der vor hat jemanden umzubringen passend. Hat also nichts mit Games oder Filmen zu tun. Wenn man das aus dem Winkel betrachtet ist „RE“ bestimmt ein Tippfehler und sollte mal Ra heißen. Dies wäre wenn ich nicht völlig falsch liege der oberste Gott der ägyptischen Mythologie (und somit der Anführer der Gruppe).

    Die Handschuhe sind dazu verwendet worden keine Fingerabdrücke zu hinterlassen (wenn er nicht will das ein Verdacht auf ihn fällt ist das nicht aus irgendeinem Spiel abgeguckt sondern einfach logisch). Das Messer ist einfach nur ein verhandenes Mordwerkzeug gewesen. Der Kerl versucht in alle Handlungen etwas hinein zu interpretieren aber Fakt ist dass die Wirklichkeit nicht die Fiktion nachahmt sondern umgekehrt.

    Ich hab Mega-Shooter gefunden: http://www.preisroboter.de/ergebnis16916392.html *rofl*
    Nee also wenn man sich schon Gamenamen aus den Fingern saugt sollte man einen nehmen der glaubwürdig ist.

  17. @Murray XVII
    Genau genommen heißen „asiatische Comics“ auch nicht Manga, sondern lediglich japanische. (Süd-)Koreanische hingegen etwa Manwhas, usw.
    Anime wären so gesehen auch eher bloß japanische Animationsfilme – außer in Japan, dort gilt auch ein Zeichentrickfilm von Walt Disney als „Anime“.

    Haarspalterei würde ich das übrigens gar nicht nennen, das allein zeugt für mich schon vom mangelhaften Respekt welchen man so anderen, fremden Kulturformen entgegen bringt: wenn ich von Literatur spreche, mach ich mich schließlich auch lächerlich wenn ich ein Libretto mit einem Roman verwechsle.
    Bereits da müsste ich, bei dieser scheinbaren Ignoranz – das ist doch alles nicht schwer zu recherchieren wenn man schon darüber schreibt – von einem eklatanten Wertegefälle sprechen


  18. Sexuelle Gewalt auf dem Handy und am Computerbildschirm
    Parallel zum Konsum medialer Gewalt in Computergames und Horrorfilmen spielen bei männlichen Tätern oft menschenverachtende Darstellungen von sexueller Gewalt eine Rolle. So lautet einer der Anklagepunkte gegen den Mitangeklagten K auf Pornographie im Sinn von Art. 197 StGB, weil er Dateien pornographischen Inhalts speicherte:
    Es handelt sich dabei um asiatische Comics, sogenannte «Animes». Diese insgesamt 20 Dateien enthalten pornographische Abbildungen mit grossem Gewaltanteil sowie z.T. kinderpornographischem Charakter. Namentlich ist zu sehen, wie scharfe, spitze Gegenstände in weibliche Geschlechtsteile gestossen werden. Ebenso werden Frauen und Mädchen gequält, gefesselt, geschlagen oder ihnen sonstwie Schmerzen zugefügt und dabei sexuell missbraucht. (Staatsanwaltschaft Schwyz, Anklageschrift gegen K)

    Ich erinnere an die Statistik aus JAPAN!
    Danke für eure Aufmerksamkeit…

    Happy Ändern…

  19. Bei dem was er an dieser Stelle zu Pornos sagt fällt mir eines schon auch noch auf: als ob man in der Schweiz für das speichern von „Dateien pornographischen Inhalts“ allein angeklagt werden könnte.
    Verboten ist in der Schweiz hingegen doch auch nur was in anderen Ländern ebenfalls als „harte Pornografie“ gilt: in dem Fall eben offenbar virtuelle Kinderpornographie
    Dass er dabei nur von „zum Teil“ mit kinderpornografischem Charakter spricht empfinde ich so äußerst suggestiv in Richtung eines generellen Verbots von Pornografie allgemein? Bitte mich da zu korrigieren falls ich mich irren sollte, bin mit den Schweizer Gesetzen noch weniger vertraut als mit anderen ;-)

  20. @The_Real_Black:
    diese hier?

    UN Rape Rates per 100,000
    .
    Canada 78.08
    Australia 77.79
    USA 32.05
    Sweden 24.47
    UK 16.23
    France 14.36
    S. Korea 12.98
    Germany 9.12
    Russia 4.78
    Taiwan 4.08
    Japan 1.78
    – Stand: 2006
    .
    Was der plötzliche Ausflug in (hier sogar fiktive!) sexuelle Gewalt in einem Artikel über Mord zu suchen hat, hat mich schon bei Tim K. und seinen BDSM Fotos (so er sie wirklich auf dem Rechner hatte und das nicht in die Kategorie „am Abend davor mit Far Cry 2 in Stimmung geschossen“ fällt) verwundert.
    .
    Ich glaube ja, da wird mit aller Macht versucht, den Täter als Monster darzustellen, das man nicht verstehen kann, außer eben dass die „Killerspiele“ es zu dem gemacht haben, was es ist/war – der Mensch, der zum Täter wurde, interessiert bei solchen Fällen nicht mehr, nur noch das Monster, denn wo bliebe sonst das *besondere*, das diesen Mordfall von anderen unterscheidet und somit als Beleg für die Bösartigkeit von „Killerspielen“ oder hier jetzt auch Hentai qualifiziert?

  21. Sry, Doppelpost:
    @Pyri:
    .
    Mir fällt daran nochmal besonders die Wortwahl „kinderpornografischem Charakter“ auf. Wenn es Kinderpornographie im Sinne der Schweizer Gesetze wäre (die ich nicht kenne), dann würde ein derart tendenziös geschriebener Artikel sich doch nicht mit einer so umständlichen Formulierung aufhalten, aus der man eben herauslesen kann, dass es keine ist.
    Ergänzt man noch einige für Manga/Anime und dadurch eben auch Hentai typische Faibles (der Artikel auf wikipedia zu ‚kawaii‘ ist ganz ok, sollte es jemand näher interessieren), dann kann man hier durchaus von auf Unkenntnis basierender Beeinflussung reden. Mit Journalismus hat das nichts mehr zu tun.

  22. @Mortipher
    Ich denke halt, so wie hier bei Näf wird in dieser Form immer etwas negatives im anderen zu entdecken geglaubt.
    Er wird ja vielleicht doch einmal einen „Anime“ gesehen haben, welcher ihm dann unter Umständen halt nicht gefallen hat oder so
    Mir scheint ja, dass keine Gewaltdarstellung für jemanden wie Roland Näf sinnvoll erscheint…

    Den „kawaii“-Artikel auf der deutschen Wikipedia kann ich auch nur empfehlen – wie als Ergänzung zu dem was ich vorher zur VPM Hier schon schrieb den Artikel zu dieser historischen Organisation: http://de.wikipedia.org/wiki/Verein_zur_F%C3%B6rderung_der_Psychologischen_Menschenkenntnis#cite_note-3
    Ich finde, jeder der sich der Publikation namens „Zeit-Fragen“, „Current Concerns“ oder „Horizons et débats“ – mittlerweile stellen sie teilweise auch italienische und sogar spanische Übersetzungen an – nähert, sollte sich auch heute noch vorher über diese Organisation informieren.

  23. so da muss ich auch mal was loswerden zum thema amokläufe:
    hier alle amokläufe von deutschen schülern (bzw. ex-schülern bis maximal 5jahren nach verlassen der schule) bis 2000

    11. Juni 1964: Ein geisteskranker Invalide (42) tötet in der katholischen Volksschule
    des Kölner Vororts Volkhoven zehn Menschen. Er gibt vom Schulhof
    aus mit einem Flammenwerfer durch ein offenes Fenster mehrere
    Flammenstöße auf eine Klasse neun- bis elfjähriger Kinder ab und
    ersticht danach zwei Lehrerinnen mit einer Lanze. Acht der 28 schwer
    verletzten Kinder sterben. Der Täter vergiftet sich.

    3. Juni 1983: Ein Exil-Tschechoslowake (34) erschießt in einer Schule
    in Eppstein-Vockenhausen (Hessen) fünf Menschen:
    zwei zwölfjährige Schülerinnen, einen elfjährigen Schüler,
    einen Lehrer und einen Polizisten. Danach erschießt der Täter sich selbst.
    Ein Lehrer überlebt schwer verletzt. Das Motiv des als aggressiv
    geltenden Amokschützen bleibt rätselhaft.

    9. November 1999: In Meißen (Sachsen) stürmt ein 15 Jahre alter Gymnasiast maskiert
    in ein Klassenzimmer und ersticht seine Lehrerin. Er hatte die Tat
    angekündigt und wird kurz darauf gefasst. (erster „richtiger“ amoklauf)

    16. März 2000: Weil er am Vortag von seinem Realschulinternat in Brannenburg (Bayern)
    verwiesen wurde, schießt ein Schüler (16) den Leiter der Anstalt
    in den Kopf und fügt sich dann selbst schwere Verletzungen zu.
    Das 57-jährige Opfer der Straftat stirbt sechs Tage später.

    sonstige „Amokläufe“ in Deutschland bis 2000

    11. Juni 1964, Volkhoven : Ein geistesgestörter Invalide tötet in einer Schule im nordrhein-westfälischen Volkhoven mit einem selbstgebastelten Flammenwerfer zehn Menschen und verletzt zwanzig weitere. Der Täter vergiftet sich danach mit einem Pflanzenschutzmittel.
    20. August 1974, Neunkirchen : Ein kaufmännischer Angestellter tötet bei einem Amoklauf in Neunkirchen im Saarland fünf Menschen mit Pistolenschüssen und verübt danach Selbstmord.
    3. Oktober 1976, Heide : Ein 50jähriger Amokläufer erschießt im schleswig-holsteinischen Heide drei Menschen mit einem Kleinkalibergewehr und verletzt drei weitere zum Teil schwer. Anschließend erschießt er sich selbst.
    25. Juni 1982, Nürnberg : Ein 26 Jahre alter Rechtsextremist erschießt drei Ausländer in einer Diskothek in Nürnberg und verletzt drei weitere schwer. Nach einem Schusswechsel mit der Polizei tötet er sich selbst.
    3. Juni 1983, Eppstein-Vockenhausen : Ein Mann bringt in einer Schule im hessichen Eppstein- Vockenhausen drei Schüler, einen Lehrer und einen Polizisten mit Schüssen um, 14 weitere Schüler werden verletzt. Der Täter richtet die Waffe gegen sich selbst.
    29. August 1985, Karlsruhe : Ein 32jähriger Mann erschießt bei einer Amokfahrt durch mehrere Karlsruher Vororte fünf Menschen; vier weitere werden zum Teil schwer verletzt.
    4. März 1988, Dorfen : Ein 37jähriger Jugoslawe tötet im bayerischen Dorfen drei Polizeibeamte mit Schüssen aus einer großkalibrigen Waffe und verletzt einen weiteren schwer.
    9. März 1994, Euskirchen : Mit Pistolenkugeln und einem Sprengsatz tötet ein von seiner Freundin wegen Körperverletzung verklagter Mann in einem Gerichtssaal in Euskirchen sechs Menschen – unter ihnen seine Freundin und den Richter, sechs weitere verletzt er schwer. Der Täter selbst überlebt den Amoklauf nicht.
    30. März 1995, Berlin : Fünf Vietnamese sterben in einem Krieg zwischen zwei verfeindeten Mafiabanden. Sie werden in einer Wohnung exekutiert aufgefunden.
    7. April 1995, Bremen : Bei einem Banküberfall erschießt der Täter in der Filiale zwei Menschen, einen Angestellten und einen Kunden. Er kann später festgenommen werden.
    28. Juli 1995, Köln : Auf dem Messegelände stürmt die Polizei einen entführten Bus. Der Geiselnehmer, der in den USA lebende 31-jährige Israeli Leon Bor, begeht Selbstmord. Das Geiseldrama begann um zehn Uhr, als ein blauer Stadttour-Bus in der Nähe des Doms zu einer Rundfahrt startete. Bei einem Stopp in Köln-Deutz erhob sich der Mann und zog eine Sturmhaube und einen olivgrünen Kampfanzug über. Als die von Passanten alarmierte Polizei erschien, begann der Mann auf die Beamten zu schießen. Ein Beamter wurde in den Bauch getroffen. Während der folgenden Stunden gelang vier Geiseln die Flucht, die vierte wurde vom Täter durch einen Schuss verletzt. Als die Polizei um 17.44 Uhr stürmt, findet sie den Fahrer und eine weitere Geisel erschossen.
    12. Mai 1996, Berlin : Eine Fehde zwischen verfeindeten Gruppierungen in der vietnamesischen Zigarettenmafia fordert im Berliner Stadtteil Marzahn erneut sechs Tote. Drei Tage später kommen bei einer Vergeltungsaktion drei weitere Vietnamesen ums Leben.
    1.April 1997 Reilingen : Eine Tote und sieben zum Teil schwer Verletzte hinterlässt ein 25jähriger US-Amerikaner nach einem vermutlich durch ein Beziehungsdrama mit seiner 25jährigen Freundin ausgelösten Amoklauf im baden-württembergischen Reilingen.
    13. April 1998 Bad Klosterlausitz : Ein 32jähriger Sprengstoffexperte des Landeskriminalamts Thüringen hält mit einem 13stündigen Amoklauf die Polizei in Thüringen und Bayern in Atem. Bei einem Streit mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin erschießt er einen 25jährigen. Auf der Flucht verletzt er einen Zivilfahnder schwer und nimmt eine Geisel.
    15. Juni 1998, Ribnitz-Damgarten : Ein 55jähriger läuft wegen Streitigkeiten in seinem Schützenverein Amok. Er tötet zwei Menschen und verletzt zwei weitere, bei der Verhaftung begeht der Mann Selbstmord.
    23. August 1998, Wolfsburg : Ein 57 Jahre alter Familienvater erschießt in Wolfsburg (Niedersachsen) seinen Schwiegervater und zwei Brüder seiner Frau. Vier andere Familienmitglieder werden verletzt.
    16. Mai 1999, Dillingen : In Dillingen schießt der 36-jährige Amokläufer Hermann Günter Ewen in einem Tanzlokal wahllos um sich und trifft zwei Menschen tödlich. Anschließend geht er zur Wohnung eines Bekannten und erschießt diesen und dessen Frau. Im französischen Grenzort Siereck-les-Baines dringt er in ein Wohnhaus ein und verletzt den Wohnungsinhaber tödlich. Der Amokläufer richtet sich am nächsten Tag selbst in einem Hotel in Luxemburg. Elf Menschen werden zum Teil schwer verletzt.
    1. August 1999, Hagen : In Hagen eröffnet ein 24-Jähriger ohne Vorwarnung das Feuer auf einen Streifenpolizisten. Der Beamte stirbt eine Woche später. Auf der Flucht erschießt der Täter eine 41-jährige Frau und tötet sich dann selbst.
    13. August 1999, Uelzen : Ein 31jähriger Ex-Boxer ersticht während der Essensausgabe in der JVA Uelzen den stellvertretenden Anstaltsleiter mit einem Messer, drei weitere Personen verletzt er schwer. Anschließend begeht der Mann Selbstmord.
    1. November 1999, Bad Reichenhall : Im oberbayerischen Kurort Bad Reichenhall schießt ein 16-jähriger wahllos auf Passanten vor seinem Elternhaus. Drei Menschen werden getötet und sechs weitere zum Teil schwer verletzt. Unter den Verletzten befindet sich auch der Schauspieler Günther Lamprecht. In der Wohnung finden die Beamten die Leichen des mutmaßlichen Täters und dessen Schwester.
    9. November 1999, Bielefeld : In Bielefeld erschießt ein 34-Jähriger aus Wut über einen zurückgewiesenen Heiratsantrag vier Frauen und drei Männer einer Großfamilie. Nach stundenlanger Flucht tötet sich der Mann in Tübingen mit einem Kopfschuss.
    8. März 2000, Zwintschöna : Bei einer Zwangsräumung eines Hauses nahe Halle werden fünf Leichen entdeckt, die von vier Kindern und ihrer Großmutter. Der Familienvater, der für die Taten verantwortlich ist, wird am nächsten Tag bei einem Selbstmordversuch festgenommen.
    1. Juni 2000, Westerholt : Im ostfriesischen Westerholt läuft ein 54-jähriger Arzt nach einem heftigen Streit vor einem Supermarkt Amok und erschießt zwei Männer. Drei weitere Menschen werden verletzt.
    14. Juni 2000, Dortmund : In Dortmund schießt ein offenbar psychisch kranker 31-Jähriger auf zwei Polizisten, die ihn kontrollieren wollten, weil er nicht angeschnallt war. Ein 35-jähriger Beamter stirbt noch am Tatort, seine 25 Jahre alte Kollegin erleidet einen Beinschuss. Auf seiner Flucht hält der Täter in Waltrop neben einem Polizeiwagen und feuert ohne Vorwarnung hinein. Eine 34-jährige Polizistin und ein 36 Jahre alter Kollege sterben. Der Täter tötet sich mit einem Kopfschuss.
    22. Dezember 2000, Salzgitter : In Salzgitter erschießt ein 24-Jähriger sechs Familienangehörige und verletzt seine Mutter lebensgefährlich.

  24. Das ist doch mal eine klare Aussage, die nicht lange um den heißen Brei herum schleicht. Yoshiyuki Tomino, Schöpfer des Gundam-Universums, redete sich auf der japanischen CEDEC-Konferenz ein wenig in Rage und sorgte für eine der unterhaltsamsten Tiraden des Jahres: Videospiele sorgen laut Tomino für den Tod des Planeten, sind böse und eine totale Zeitverschwendung. Und erst der ganze Strom, der dafür draufgeht…

    „Ich halte Videospiele für böse“, sagte der 67jährige Tomino. „Gaming gehört nicht zu den Aktivitäten, die unser tägliches Leben auf irgendeine Weise fördern. All diese Konsolen verbrauchen doch bloß Strom. Nehmen wir an, es gibt auf dem Planeten drei Milliarden Leute, die vollkommen unproduktiv sind und ihre Zeit verschwenden. Was würde mit unserem Planeten passieren, wenn man noch zehn Milliarden hinzufügt? Videospiele unterstützen den Tod unseres Planeten.

  25. …und die größten Masenmörder mit den zugehörigen Phantasien gabs schon als es das Wort „neue Medien“ noch nicht gab.

    …und alle haben mitgemacht in Deutschland in der Sovietunion und in China.

    …und das ganz ohne Filme und oder Computerspiele.

    …nur Bücher die gab es schon – vielleicht sollte man Bücher gleich mit verbieten.

    …vielleicht sogar gleich verbrennen….

    Bitte entschuldigt meinen Sarkasmus.

    Ich wähl die Piraten!!!

    schöne Grüße RoDD

  26. Welchen Stragien etwa aus SWAT und anderen Tatik Schootern? Übrigens scheint der Mensch schon vorher zur weit schlimmern Gewalttaten fähig gewesen zu sein was vermutlich jedem ausser diesen Leuten klar sein drüfte.

  27. @thurius
    ja, aber gerade Gundam ist derzeit für Sony in Japan DAS Große Ding wenn es um die Playstation 3. Dort kommt bald ein neues Spiel dazu nämlich raus, und ob Tomino-san nicht auch davon was hat – wer weiß ;-) Die bringen sogar ein Gundam-Bundle mit der neuen Slim in Japan…

  28. klingt nach einer sehr einfachen Rechnung: Ohne Killerspiele keine „Amokläufe“…
    Hat nicht letztens ein Rentner ein paar Leute übern Haufen geballert, weil das Haus seiner Tochter versteigert werden sollte? Leider finde ich grad die Meldung nirgends…
    Aber wenn Killerspiele da schon verboten gewesen wären, dann, ja DANN wäre sowas nicht passiert! Er hat halt einfach die Klischees aus Film und Computerspielen übernommen.

  29. Genau das hab ich weiter oben auch schon gesagt. Einen Tag später hat dann noch ein Mann in den 40ern mehrere Bomben gezündet. Aber das waren ja keine Amokläufe die werden nur von Jugendlichen (Zockern) begangen.

  30. Läuft ein junger Mensch mordend durch die Gegend = Amoklauf durch Videospiele.
    Erschießt ein Polizist seine Frau, seine Kinder und sich selbst = Beziehungstat / ging um Geld.
    Erschießt ein Jäger seine Ex-Frau, seine Kinder und Freunde seiner Kinder und sich selbst = Beziehungstat.
    Erschießt ein Ü50 seine Frau im Gericht = Es ging um Geld.
    Erschießt ein Ü40 ein paar Fremde = Es ging um Geld.
    Und tötet einer unter 30 Jahren = es waren Videospiele.

    So sieht die Rechnung von diesen Volldeppen aus.

  31. Meiner Meinung nach sind Politiker wie Näf oder Christian Pfeiffer für unsere Kinder gefährlicher als jedes Killerspiel.
    Dadurch das sie die Täter entschuldigen indem sie die Schuld für Mord und Totschlag den Medien zuweisen, untergraben sie das Fundament unserer christlich-abendländischen Kultur, die darauf beruht das jeder Mensch ein Gewissen und einen freien Willen besitzt.

    Solche Politiker tragen nicht unmaßgeblich dazu bei, das jugendliche Mörder und Totschläger nicht mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden, sondern schon nach wenigen Jahren wieder frei kommen.

  32. @Alrik
    C.P.ist ein Ex-Politiker, er ist jetzt *nur noch* Leiter der KFN bekommt aber breite Unterstützung durch die Politik und das nicht nur in Form von irgendwelchen Geldern.
    Was den eigentlichen Text angeht kann ich dem nur zustimmen.

  33. @Thruius:
    “Ich halte Videospiele für böse”, sagte der 67jährige Tomino. “Gaming gehört nicht zu den Aktivitäten, die unser tägliches Leben auf irgendeine Weise fördern. All diese Konsolen verbrauchen doch bloß Strom. Nehmen wir an, es gibt auf dem Planeten drei Milliarden Leute, die vollkommen unproduktiv sind und ihre Zeit verschwenden. Was würde mit unserem Planeten passieren, wenn man noch zehn Milliarden hinzufügt? Videospiele unterstützen den Tod unseres Planeten.“

    Hat der Mann zuviel DeathNote geschaut? Dort will der „Held“ dann auch die Welt reinigen und alle Verbrecher, aber bald auch all jene umbringen, die sich einfach nicht produktiv genug in die Gesellschaft einbringen.

    Kann im übrigen nur allen mal „DeathNote“ empfehlen, wohl der genialste Anime den ich jemals sehen konnte und er zeigt auch ganz gut, was passiert, wenn einzelne Menschen zuviel Macht haben…

  34. Denn selben Vorwurd den Herr Tomino den Spielern macht könnte er auch den Lesern seiner Mangas machen denn die vernichten die Wälder, wo glaubt er kommt das Papier den her? Vom Mond?! Und den gleichen Vorwurf kann er auch den Leuten machen die seine Gundamserien und Filme gucken, was denkt er denn womit VHS, DVD, BR-Player, Filmprojektoren etc. laufen? Mit Zahmpasta?! Die Dinger verbrauchen Strom und die Leser und Filmegucker schaffen auch nichts produktives ganz im Gegenteil die sitzen genauso untätig und nutzlos herrum wie die Gamer und Animes und Mangas zeichen ist auch nichts was die Gesellschaft auch nur einen einzigen Schritt nach vorne bringen kann das sollte er vielleicht mal bedenken und wer sollte sich auch in Erinnerung rufen das er allein an den gundamlizenzen sehr viel verdient, Gundman ist die in Japan am meisten in Spielen versoftete Mangavorlage überhaupt, Gundamspiele verkaufen sich in Japan oftmals besser als die Final antasy Spiele und was los ist wenn ein Final Fantasy spiel escheint und wie gut sich die verkaufen weiß hier denke ich mir mal so ziemlich jeder. Ich finde man ist nie zu alt zum nachdenken und dazu lernen das gilt auch für Menschen wie den Herrn Tomino.

  35. Wieso regt ihr euch über den Herrn Tomino so auf ?
    Es gibt viele solcher Weltverbesserer die davon träumen mit Verboten eine bessere Welt zu schaffen.
    Natürlich glauben diese Leute, in dieser besseren Welt dann zu jenen zu gehören die sagen wo’s lang geht. Schließlich sind sie ja soviel schlauer und intelligenter als der Rest der dummen Massen auf die sie mit verachtung herabsehen.

    Aber Gott sei dank gibt es ja Vorbilder wie man mit der unproduktiven Masse die nur Videospielen will umgehen kann.
    In der DDR gab’s z.B. kein Hartz IV, dafür Jugendwerkhöfe in denen Unproduktive und Asoziale Jugendliche resozialisiert worden sind.
    Und wie wir alle wissen ist der Sozialismus immer noch eine gute Idee, die bislang nur falsch umgesetzt worden ist.
    Hätte die DDR ein bisschen mehr Härte gegenüber den Unproduktiven gezeigt, gäbe es sie vermutlich heute noch… ;)

  36. @Alrik
    Wieso regt ihr euch über den Herrn Tomino so auf ?

    Weil ich Astro Boy und Gundam eigentlich mag und dann kommt Tomino und verbreitet totalen Unsinn und das wo er auch nicht gerade wenig an Spielen verdient immerhin wird keine Anime und Mangareihe sooft versoftet wie Gundam und auch von Astro Boy gibt es zig Spiele.

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