Kulturelle Deutungshoheit

(zisch) Bei unseren schweizer Nachbarn wird weiter über das von der SP geforderte Verbot von “Killergames” diskutiert. In der Neuen Luzerner Zeitung hinterfragt Daniel Saner die Motive der Verbotsbefürworter. Die Grenze zwischen Jugendschutz und Zensur wäre überschritten, wenn über Altersfreigaben hinaus Erwachsene durch Verbote bevormundet werden:

“Bei der Frage um das Verbot von Medien mit expliziten Inhalten geht es nicht um eine eventuelle negative Beeinflussung psychisch labiler Jugendlicher[…]. Es geht allein um die Frage, ob wir die Kulturfreiheit mündiger Bürger einschränken und Politiker für uns entscheiden lassen wollen, was der Einzelne für «richtige» oder «entartete» Kunst zu halten hat.”

Hierzulande wurde von Heribert Rech erneut ein Verbot von “Killerspielen” gefordert, während der Kriminalpsychologe Rudolf Egg davor warnt den Einfluss von Videospielen auf Amokläufe zu überschätzen.

45 Gedanken zu “Kulturelle Deutungshoheit

  1. “«richtige» oder «entartete» Kunst”
    Bei uns hat man ja auch schon Killerspiele als entartungen bezeichnet…
    BUMM
    Aber mit dem Großen Nazi Hammer oder?

    Aber dass daref man ja nur wenn man bei de Zeitung ist…
    Happy Coding.

  2. “Der Innenminister sprach sich erneut dafür aus Killerspiele zu verbieten – sie tragen nach seiner Überzeugung zur Verrohung der Jugend bei.”

    Mal abgesehen davon das die Einschätzung dieses “Experten” wohl kaum Ausschlag für ein Verbot sein sollte zeigt allein schon die eRklärung “Verrohung der Jugend” was für ein Problem er tatsächlich hat. die Jugend wurde ja nach der Einschätzung früherer Konservativer bereits durch Karl May und Rockmusik “verroht”. Später war das dann plötzlich nicht mehr so schlimm.Der gute Herribert stellt sich damit in die Lange Reihe derer die ihre eigene Jugend idealisieren während sie die heutige verteufeln. Sehr arm aber für einen CDU Innenminister typischer Standart.

    “Zudem müsse die Medienkompetenz von Jugendlichen gestärkt und ein positives Schulklima geschaffen werden.”

    Unter Medienkompetenz versteht der bestimmt einen “Dududu” pädagogischen Zeigefinger der den kleinen Kindern (so 16-18) sagt was nicht in den “christlich demokratischen Wertekonsenz” passt.

    Zudem müsse die Medienkompetenz von Jugendlichen gestärkt und ein positives Schulklima geschaffen werden.

  3. @Rey Alp
    In einem Interview mit einem CDU-Politiker vor 3-4 Jahren in der Bild war das, wer genau es sagte weiß ich aber auch nicht mehr.

  4. Rey Alp: Wortwörtlich? Quelle?
    Quelle: ka ist schon länger her…
    Aber es war ein Satz von einen Politiker etwa
    “Diese Entartungen muss man Verbieten da…” Damit warne die Killerspiele gemeint.
    Es war nach dem letzen Amoklauf oder so?…
    Doktor Trask: “vor 3-4 Jahren”?
    Solange wieder her?
    Dann war es vor dem Amoklauf davor…
    Ich finde den Linkt leider nicht mehr…
    @Doktor Trask:
    Aber er hat Entartung bzw entarteten Dingen Gesprochen… stimmts?
    Deswegen hatte ich auch gesagt, dass man die Nazi Keule anders betrachten sollte.

  5. @TRB

    Bei google finde ich dich im Forum^^:

    “Seid dem Satz “diese Entartungen (K-Games) müssten verboten werden” kann ich Menschen die es so sagen nicht mal mehr böse sein…
    Denn von Entartungen zu entarteter Kunst ist ja nicht viel hin besonders wenn man versucht Spiele endlich als Kunst anerkannt zu bekommen.”

  6. ^^ Rey Alp ja ich mich auch, aber sowas denke ich mir nicht aus…
    Man sollte wirklich alle Links mal Speichern …
    oder ausdrucken… ^^
    -.-
    Ich such mal weiter Irgend wo war vermutlich sogar hier ein Link und dann
    habe ich mich darüber sogar aufgeregt… dass habe ich nicht vergessen…

    Happy Googeling…

  7. @The_Real_Black
    Aber er hat Entartung bzw entarteten Dingen Gesprochen… stimmts?
    Deswegen hatte ich auch gesagt, dass man die Nazi Keule anders betrachten sollte.

    Ja hat das hat er.
    Stimmt das sollte man.
    (PS: Ich überlege die ganze Zeit wer genau es gesagt hat aber mir fällt der Name nicht mehr ein, ich weiß nur noch es war ein Er, er war schon etwas älter, war kein unwichtiger Provinzpolitiker und er war Christdemokrat)

  8. @Rey Alp:
    Ka ich finde es nicht mehr…
    habe x Links hier im Forum geguggt…
    ka zum glück sagt Doktor Trask, dass er
    es auch gelesen hat sonst würde ich es
    auf allgemeinen Irsinn und Verfolgungs-
    wahn schieben…
    —————————————
    @All:
    Wenn einer sich auch daran erinnert oder
    sogar einen Link hat bitte hier Posten!
    Ansonsten werde ich noch Irre!
    Danke.
    ..
    Happy Select * from Universe

  9. @The_Real_Black:
    Habe nichts entsprechendes finden können.
    .
    Aber bei CDU-Politiker muss ich euch kurz offtopic entführen:
    “Die Stadtverbandsspitze der Gelderner CDU hat die personalisierte elektronische Post der Fraktionsmitglieder ohne deren Wissen umgeleitet. Ein CDU-Mitglied hat jetzt Strafanzeige gestellt.”
    http://www.rp-online.de/public/article/geldern/753402/CDU-liest-heimlich-Mails-mit.html
    .
    Auf gulli.com steht dann noch zusätzlich zur rechtlichen Auffassung der Überwacher:
    “Nach geltendem Recht sei “eine Mail wie eine Postkarte zu bewerten”, so Stadtverbands-Vize Marianne Ingenstau. […] Man darf gespannt sein, ob diese Ansicht beim Gericht und auch bei den Gelderner Bürgern auf Gegenliebe stoßen wird.”
    .
    Es ist interessant, wie zu fortgeschrittener Uhrzeit solche Berichte sich mit Begriffen wie “Vorratsdatenspeicherung”, “dMail” und dem technischen Verständnis, das man bei vielen Politikern oder teils auch Polizisten (BKA) erkennen kann, zu sehr abenteuerlichen und enorm beängstigenden Theorien aufschaukeln.

  10. @The_Real_Black
    “Entartung” scheint ein erst relativ spät als historisch belasteter Begriff wahrgenommen wordendes Wort zu sein.
    Die BPJM Hat irgendwie nachweislich bis in die 60er Jahre hinein damit operiert, und es war wohl auch bei AntifaschistInnen nicht gerade unweit verbreitet für “Schmutz und Schund”… Persönlich finde ich gerade “Schund” ja nicht viel weniger problematisch
    Ich habe das Wort in der “Killerspiele”-Debatte noch nicht bewusst vernommen und kann mich eben auch an keine solche Aussage erinnern. Finde das aber so auch irgendwie irrelevant – die Probleme beginnen für mich weiterhin bereits bei Reden von “Verrohung”, etc.

    Zum eigentlichen Topic: ich freue mich damit zu sehen, dass nicht nur die NZZ Eine ausgesprochen kritische Haltung bei dem Thema mittlerweile eingenommen hat und stelle mit Verlaub fest, dass ich derlei in deutschen Qualitätszeitungen tatsächlich noch nie vernommen habe… Auch wenn ich diesen Luzerner Text sogar für etwas übertrieben halte – immerhin hätte sich der Herr Näf mit seinem Artikel bei diesen “Zeit-Fragen” auch seinerseits schon ins Aus katapultieren können, aber dafür sind gewisse sektiererische Zusammenhänge wohl zu unbekannt und wird sich besagter Publikation grundsätzlich diesbezüglich zu unkritisch genähert… Leider… Darüber hinaus sind Vorstellungen kultureller Sauberkeit nach wie vor zu weit verbreitet; also ist der Text von Saner wohl wieder gerechtfertigt;
    wenn aber noch jemand meint, dass der “Einfluss” einer Kulturform “überschätzt” wird, da tun sich aus meiner Sicht schon wieder ganz neue Abgründe auf… Der “Einfluss” worauf? Auf welche Norm? Welche “erwünschte” Kultur – als Homogenität oder was?

  11. Heribert Rech hat abermals bewiesen das der Mensch eben doch nur ein haarloser Affe ist und eben nicht das höchstentwickelte Lebewesen auf diesem Planeten, denn anscheind ist die Aussnahme bei uns Menschen die Regel.

  12. @Doktor Trask: Ich denke es war Spiegel Online aber
    ein nicht wirklich bedeutender Politiker…
    ka link nicht mehr gefunden…

    @Rey Alp: bis ich die Stelle wieder finde
    ziehe ich mein Statement mal zurück…
    Zum Glück habe ich Doktor Trask der es auch
    mal gelesen hat.

    Wenns wirklich 3 Jahre her ist kann man den
    Link einfach finden sowieso vergessen da gibt es
    wichtigeres und neueres zum drüber aufregen ^^

    B2T:
    Mortipher: “elektronische Post der Fraktionsmitglieder ohne deren Wissen umgeleitet”
    WTF? Wie bitte? WAS?!
    So eine News ist nicht nur bitter sondern sollte groß im TV laufen damit alle wisses was für Leute sie Wählen! “Sind ja keine Analogen Briefe… da gibt es ja keine Regeln..”
    @CDU: DAS INTERNET IST KEIN RECHTSFREIER RAUM!
    EMAILS SIND KEIN RECHTSFREIE RRAUM!
    UND DASS GILT AUCH FÜR EUCH!

    Happy IT Technik…
    Wie wärs mit ein paar Verschlüsselten Mails?
    Ob die dann anfangen würden die zu Entschlüsseln?
    Ist die CDU für die DE Mails? Wenn ja OMG!

  13. @Pyri
    jede Form von Kultur hat irgendwie Einfluss auf den Menschen der es konsumiert, das Theater will lehren, in Musik werden Botschafen übertragen und und und. Ein Einfluss muss ja nicht psychischer Natur sein, so ist nach einer Studie die 3D Vorstellung bei Shooterspielern besser und die Reaktionsfähigkeit wird trainiert. Nun gehen Spielekiller ja davon aus das das Spielen von Shootern und co generell aggresiv macht, sprich sie sehen einen großen Einfluss auf die Jugend. Da sag dieser Kriminologe das der Einfluss überbewertet wird. Also geht er nicht davon aus das der Einfluss generell schlecht sein muss.

  14. @Markus:
    Das klingt für mich etwas anders:
    “«Sie können schon eine Verstärkungsrolle spielen – aber sie lösen nicht solche Amoktaten aus.»”
    Das ist zum einen durchaus ein psychischer (psychologischer?) Einfluss (der Mann ist ja auch Kriminalpsychologe) und er geht davon aus, dass gewalthaltige Spiele “eine Verstärkungsrolle” spielen können.
    Ich kenne mich in Psychologie nicht aus und der Artikel ist auch recht kurz, von daher weiß ich nicht, was genau seiner Ansicht nach ‘verstärkt’ wird während er gleichzeitig davon ausgeht, dass diese Spiele keine “Amoktaten” auslösen. Will sagen: wenn die Taten auch ohne die Spiele geschehen, wieso sollte dann relevant sein, ob diese etwas verstärken oder nicht? Vielleicht wird es auch nur erwähnt, um endlich von dem Stigma wegzukommen, ich weiß es nicht.
    Auch finde ich es schade, dass er den Begriff “Amok” verwendet, denn zumindest bei Erfurt und Emsdetten dürfte klar sein, dass die Täter ihre Taten lange geplant hatten und nicht plötzlich durchgeknallt sind (für Winnenden warte ich auf den abschließenden Polizeibericht bevor ich mir ein Urteil erlaube).
    .
    @The_Real_Black:
    “Große Koalition fordert mehr Rückhalt für Bürger-Mail-Projekt”
    http://www.heise.de/ct/Grosse-Koalition-fordert-mehr-Rueckhalt-fuer-Buerger-Mail-Projekt–/news/meldung/141517
    .
    Ja, die CDU ist dafür, genauso die SPD. Dass die beiden miteinander inzwischen wieder stärker liebäugeln als die CDU mit der FDP missfällt mir da sehr. Inzwischen sehe ich für die Wahl die Chancen für weiterführen der Großen Koalition und Schwarz/Gelb bei 50/50.
    Die CDU entscheidet, ob es ihr wichtiger ist, den Sozialstaat weiter zu demontieren (Wunschpartner Gelb), oder den Rechtsstaat (Wunschpartner Rot). Beides ist wohl mit beiden Partnern möglich (*hurra Kolaitionsverträge*), aber mit unterschiedlich viel Widerstand bei einzelnen Themen, anhand deren Gewichtung man sich dann den Wunschpartner heraussuchen kann.
    Achja, und ich glaube nicht, dass das Thema im Wahlkampf in den großen Medien hochkommen wird, weshalb ich das hie und da erwähne. Persönlich würde ich mir ja wünschen, sie würden einen Blogger abmahnen (erfolglos versteht sich), der über das Thema berichtet, der Streisand-Effekt (Beispiel für Google: Jako (die Marke)) würde den Rest erledigen…

  15. hmm würde weder SPD noch CDU regieren würde ich eine Ampelkoalition bevorzugen wo rot die Linke wäre ;>
    .
    ich würd so gern Parteien in die Ministerien wählen und nicht den BT entscheiden lassen wer was macht…ein FDP’ler als Arbeitsminister…adé du schöne Welt…

  16. “«Sie können schon eine Verstärkungsrolle spielen – aber sie lösen nicht solche Amoktaten aus.»”
    Stimmt das klingt irgendwie paradox.
    Einerseits lehnt er eine negative Wirkung ab, andererseits dann wieder doch nicht.
    Oder war es vielleicht ein versuch zu sagen “wir können noch nicht beurteilen in wie weit brutale Videospiele sich auf die Psyche von Kindern und Jugendlichen einwirken”.

  17. @Rey Alp
    Beides geht so bei “Mediengewalt” jedoch von der Annahme aus, dass diese tendenziell bejaht wird – also schreckliche, eigentlich natürlicherweise negative Darstellungen von Gewalt als positiv wahrgenommen werden, bis Vorbildcharakter inne haben. Schließlich wird ein Kausalprinzip von Ursache und Wirkung in dieser Form auch nicht verlassen: die mögliche Verstärkung spielt dann lediglich auf dem Weg zum Ziel Gewaltverbrechen eine Rolle. Und von einer bloßen Beschäftigung oder Auseinandersetzung mit Gewalt als Thema im Rahmen einer Fiktion wird so doch nicht ausgegangen, das heißt die öffentlich ablehnende Haltung dazu trotz dieser Differenzierung weiterhin übernommen;

    versuchsweise einfach ausgedrückt: es ist nicht so “schlimm”, dass ein Verbrechen darauf folgt (Kausalprinzip), kann aber “schlimmer” werden wenn sowieso schon was im argen liegt. Dass “Mediengewalt”, oder wovon auch immer da stellvertretend alles gesprochen wird (Killerspiele etc.), individuell völlig unterschiedlich wahrgenommen wird, spielt sowohl bei einer Rede von “Verursachung” als auch “Verstärkung” keine Rolle, und aus meiner Sicht wird das so überhaupt nicht thematisiert bis womöglich gar abgestritten – zugunsten eines normierten Geschmacks und Empfindens, die mit vorgeschobenen Werten dagegen letztlich scheinbar überhaupt nicht zur Debatte stehen.

  18. @Rey Alp:
    Also Differenzierung zwischen Verursachung im Sinne von “nur die Spiele sind Schuld, ohne sie wäre es dazu nicht gekommen, andere Faktoren sind vergleichsweise weniger relevant” und Verstärkung im Sinne von “sie können als einer von vielen Faktoren mitwirken, den Täter zu seiner Tat zu treiben, sind jedoch nicht als alleinige oder gewichtigste Ursache anzusehen”?
    So würde das dann wieder Sinn machen.

  19. So hab ich das auch gemeint das Beispiel physisch war auf die Einflüsse bezogen. Sprich nicht jeder Einfluss ist negativer oder psychiologischer Natur. Die Existenz einer Risikogruppe auf die Spiele negative Einflüsse haben können steht mehr oder weniger außer Frage (also auch Spielesucht, Realitätsverlust). Politiker unterstellen aber das diese Risikogruppe die Mehrheit oder zumindest ein großer Teil ist und bauen darauf Verbotsforderungen auf. Die “Verrohdung” der Jugend, sprich der allgemeinen Jugend wird auf Spiele zurückgeführt, was schlichtweg Realitätsverzerrung ist. Ob es eine Risikogruppe für Gewalt gibt kann ich so nicht beurteilen aber vorstellen könnte ich es mir durchaus. Diese Risikogruppe wäre dann aber auch anfällig auf Filme, Bücher, usw. also kein Videospiel spezifisches Problem. Was ich eigentlich meinte ist das wenn einer sagt Videospiele haben einen Einfluss das nicht automatisch negativ sein müsste. Weiterhin kann sich eigentlich in Deutschland kein Experte hinstellen und sagen gewalthaltige Spiele haben überhaupt keinen Einfluss, der würde außer in Gamerkreisen nicht ernstgenommen, oder als Verharmloser dargestellt. Man kann Deutschland nicht von jetzt auf gleich umerziehen auf Spiele sind nicht schädlich. Dazu sind kleine Schritte nötig wie eben zu sagen der Einfluss ist nicht halb so groß wie einige vermuten.

  20. @Markus
    Aber wäre es auch schon zuviel, dass man sagt: ja es gibt Leute, die können mit den Spielen nicht so gut umgehen, die sehen die Gewalt darin und denen gefällt diese auch nicht nur im Spiel – wollen sie auch in ihre Lebenswirklichkeiten übertragen und die “Mediengewalt verstärkt” so Gewaltverbrechen, aber es gibt auch Leute die das ganz anders sehen, die Gewalt in den Spielen anders wahrnehmen. Sich mit Gewalt darin gerade deshalb beschäftigen, weil sie diese in ihrem realen Umfeld eben nicht haben wollen, etc: also vom Alltag aus gesehen keine Schützengräben vor der Haustür, gewalttätige Gangs in der Nachbarschaft, etc.
    So könnte man ja auch die Frage stellen: wer will das schon? So an einen “gesunden Menschenverstand” appellieren. Wer möchte denn im Schützengraben liegen und um sein Überleben kämpfen, oder wirklich marodierend durch die Straßen ziehen?

    Der Kern der Vorwürfe besteht doch darin, dass man sagt: da gibts Leute, vorwiegend sind es junge Männer, die spielen so Spiele weil sie gewaltverliebt sind und wollen andere mit dieser Gewalt womöglich auch in einer Realität tyrannisieren. Die Gewalt wird ja erstmal auch von den größten GegnerInnen nur im Videospiel gesehen, doch die Gefahr wird eben in einer Realität vermutet. Dass die “Computergewalt” in eine Realität getragen wird

    Gerade im Christentum wurde Gewalt früher bildlich auch oft als Abschreckung noch gefördert, man denke nur an den Bauernbrueghel, Dürer oder Bosch. Das ist eine tatsächlich relativ junge Auffassung, Darstellungen von “Blut und Morde” beständig als positiv gemeint zu interpretieren und womöglich auch gar keine andere Interpretation davon erst zuzulassen. Ich weiß schon, dass Electronic Arts gegenwärtig Die göttliche Komödie à la “God of War” umsetzt, aber vom alten Brueghel heißt etwa ein Bild mit lauter expliziten Gewaltdarstellungen “Triumph des Todes”: auch wenns als Spiel vielleicht keinerlei Sinn machen würde, aber was da etwa für eine moralische Empörung allein wegen des Titels wär – da würde es glaub ich auch nicht lange dauern bis jemand die oft genannte “Nazikeule” auspacken würde und es mit Frau Riefenstahls “Triumph des Willens”-Film in Verbindung bringen, etc.

    Gegen “Mediengewalt” aufzutreten macht für mich ja auch nur dann Sinn, wenn man glaubt, dass diese Schaden in einer Realität anrichten kann: also wenn schon nicht (direkt) zu Verbrechen führt oder diese eben “verstärkt”, so doch zumindest negative Begeisterung fürs Militär auslöst (also zum Beispiel die Jugend militarisiert)

  21. Naja es ist ein sehr schmaler Grad den man bei der Erklärung der Anziehung von Spielen (Gewaltspielen) treffen muss zwischen Verharmlosung und dem Zustand wo man dein eigenses Wort gegen dich verwenden kann. Hierbei finde ich es angebracht von einer Risikogruppe zu sprechen. Schließlich gibt es für alles eine Risikogruppe (Auto fahren, Alkohol, Rauchen,…) all diese Dinge müssten nach gleicher Auffassung verboten werden, wenn man mit der Risikogruppe das Verbot erzwingen will.
    Auch ist die Darstellung von Gewalt in den meisten Spielen alles andere als positiv, sie ist nötig. Ist es nicht die Moral die wir begebracht bekommen wenn man in Spielen gegen Terroristen kämpft? Wenn man in CoD Europa von den Nazis befreit, was entbährt da der Moral die wir gelernt haben? Man darf in Deutschland Soldaten nicht als Mörder bezeichnen aber wenn man in einem Spiel in die Rolle eines Soldaten schlüpft spielt man einen Mörder? Für mich ist diese Auffassung total widersprüchlich. Verbotsforderer sehen nur die einzelne Tat nicht den Kontext (die Story) dahinter.
    “weil sie diese in ihrem realen Umfeld eben nicht haben wollen”
    Das ist durchaus schwierig warum macht man virtuell etwas was man reell nie machen würde/könnte? Nun weil man sich mit anderen (oder dem Computer) messen will. Man will zeigen was man kann dabei ist es egal ob Rennspiel oder Shooter.
    Zur Nazikeule ich kenne diesen Maler nicht aber es stammt sicherlich aus einer Zeit vor den Nazis. Der Sprachkontext ändert sich mit der Zeit, so haben wir nach der NS Zeit begebracht bekommen diesen damaligen Wortschatz zu verteufeln. Schon deshalb würde es so etwas als Spielnamen nicht geben. Allgemein find ich auch das man mit der NS Vergangenheit umgeht wie mit der Büchse der Pandora, bloß nicht öffnen. Ich halte das für übertrieben.
    Worauf ich hinauswollte ist das wenn dieser Experte sagt Einflüsse werden überschätzt dann sollten wir zustimmen anstatt zu überempfindlich zu reagieren und ihm halbe Feindseligkeit zu unterstellen weil er sagt das es Einflüsse gibt.

  22. @Markus:
    “Das ist durchaus schwierig warum macht man virtuell etwas was man reell nie machen würde/könnte?”
    Gegenfrage: warum macht man dieses nicht in der Realität?
    Weil man dabei anderen Lebewesen schaden würde.
    Im Videospiel gibt es keine Lebewesen. Die Frage ist also: warum es virtuell nicht tun, wo Spiele doch absolut sichere “Räume” sind, innerhalb derer niemand verletzt werden _kann_?
    .
    “Worauf ich hinauswollte ist das wenn dieser Experte sagt Einflüsse werden überschätzt dann sollten wir zustimmen anstatt zu überempfindlich zu reagieren und ihm halbe Feindseligkeit zu unterstellen weil er sagt das es Einflüsse gibt.”
    .
    Nur spezifiziert er diese Einflüsse eben indem er sagt, “Sie können schon eine Verstärkungsrolle spielen”.
    Er sagt “können”, nicht “müssen” und er sagt nicht (zumindest im Artikel), wie groß die “Risikogruppe” ist, innerhalb derer diese Einflüsse verstärkend wirken. Sehr viel mehr gibt der Artikel über seine Sicht von Videospielen nicht her.

  23. @ Mortipher
    Es stimmt schon, das der Artikel einige Fragen offen lässt. Aber es wird ja auch aus einem Gespräch mit Rudolf Egg zitiert. Wir wissen nicht, wie das gesamte Gespräch aussieht. Mir wäre es auch lieber, wenn es bezüglich der Wirkung von Gewalt in Videospielen spezifizierte Antworten zu lesen oder auch zu hören gebe. Aber man muss auch die Höhepunkte der Polemik-Parade einige Monate nach Winnenden im Hinterkopf behalten. Da wurden die Positionen so sehr mit ,,heißer Luft´´ aufgeblasen, dass sie so gewaltig überrepräsent wurden und man die eigentlichen Probleme und Ursachen übersah. Wenn nun so langsam ein wenig Vernunft einkehrt, um mal wieder zurück zur sachlichen Ebene zu kommen, dann halte ich Herrn Eggs Aussagen fürs Erste für zufriedenstellend. Als nächstes müsste, und da gebe ich dir Recht, die Risikogruppe spezifiziert werden und auch die genaue Wirkung. Ich vermute, das sich bei diesem Punkt die Diskussion wieder in gemächliche und erhitzte Positionen aufteilt, bis dann wieder Sachlichkeit einkehrt.
    Ich sehe hier also den Beginn der wahren Debatte. Hoffen wir nur, dass dieses zarte Pflänzchen nicht wieder durch unnötige, unschöne Stellungnahmen erstickt wird. Stichwort: Roland Näf et al.

  24. @hecter specter
    so in etwa wollte ich das auch formulieren (war müde :) )
    @Mortipher
    das Argument das man das in der Realität nicht machen kann weil man andere verletzen würde seh ich ein wenig kritisch, darauf kann man kontern warum verspürst du den Drang das zu tun und was ist mit einer Risikogruppe die diesen “Skrupel” vor der Realität nicht hat? Wo wir wieder bei der Aggressivität wären. Das der Herr Egg die Risikogruppe nicht näher spezifiziert ist schade aber verständlich, die Gruppe (nach heutiger Auffassung) wäre wahrscheinlich recht groß (sozial Schwächergestellte, Mobbingopfer,…). Bis man da genauer werden kann würde es sicher noch ein wenig dauern und es würde Studien bedürfen. Ich nehme mal an die Zeitung hätte schon geschrieben wenn er sagt er ist für ein Verbot, schließlich werden diese Leute meist stärker zu Wort gelassen als die die sagen Verbot ist sinnlos.

  25. @Markus
    Das verstehe ich nicht. Weshalb springen Menschen mit einem Gummiseil von Brücken, oder mit dem Fallschirm aus einem Flugzeug?

    In Spielen spielt man aus meiner Sicht zudem stets irgendwelche Rollen: ich spüre dabei keineswegs den Drang irgendwelche verbotenen Sachen zu machen – ein Schauspieler mag manchmal etwa lieber auch die Bösen geben als einen strahlenden, tugendhaften Helden.
    Dass ich mich darin, in Spielen, mit negativen Dingen wie Gewalt beschäftigen möchte, bekundet für mich lediglich ein Interesse am Thema Gewalt – als andere wäre bereits eine Unterstellung: gerade dieses Denken, ausgehend von Lebenswirklichkeiten immer einen böswilligen Wunsch zu unterstellen, halte ich dabei für so problematisch.

  26. Man könnte ja general fragen warum tut ein Mensch das was er tut, zbsp. warum geht der Mensch arbeiten obwohl er eigentlich nicht will, warum achtet der Mensch auf Umgangsformen, warum achtet der Mensch auf das Äußere von dem was er isst wo doch nur die funktionalität also die Ernährung im Fodergrund, stehen sollte, warum spielt der Mensch wenn es doch keinen schafenden Aspekt hat, warum steht der Mensch früh auf und geht spät ins Bett wo es doch nicht gesund ist sowas zu tun, warum feiert der Mensch, warum mobbt der mensch andere, warum drängt es den Menschen dazu sich anderen Menschen mitzuteilen, man kann eigentlich bei allen und jedem fragen WARUM?

  27. @Pyri
    war vielleicht etwas schwer raus zu lesen aber genau das meinte ich. Ich bin nicht derjenige der sagt das man diesem Drang verspürt, allerdings wird uns das angedichtet. Ich bin nur der Meinung, dass eben wegen dieser Andichtung (von außen) dieses “weil ich es in der Realität nicht tue” – Argument schlecht ist für eine Diskussion mit einem Kritiker. Dein Schauspielervergleich ist gut aber Filme, Schauspiel und co. sind im Gegensatz zu Videospielen angesehen. Deshalb muss man da (meiner Meinung nach) langsam vorgehen, oder einfach warten (bin ich nicht dafür, wir leben im hier und jetzt). In nicht all zu ferner Zukunft wird man über Kritik an Videospiele genauso lachen wie heute über Kritik am Filma, an Zeitungen,… .

  28. @Markus
    Wenn du mit *in nicht all zu ferner Zukunft* 25 bis 35 Jahre meinst dauert die Anerkennung wirklich nicht mehr lange. Dann sind nämlich die meisten Kritiker nicht mehr da oder einfach zu alt und zu viele mit dem Medium Spiel groß geworden als das sich dann noch eine negative Debatte über Spiele lohnt, vorraus gesetzt natürlich das Spiele bis dahin nicht verboten das Internet nicht unter Staatskontrolle und die totale Überwachung nicht durchgerungen wurde.

  29. Na so lange würde ich nicht schätzen, die Prozentsätze der Verbotsforderer in D geht doch zurück. aber 10 – 15 Jahre werdens wohl doch werden bis sich es für Moralaposteln nicht mehr lohnt. Auch der Parteinachwuchs aller Parteien spricht sich gegen ein Verbot aus und in ein Paar Jahren werden auch deren Mitglieder wichtigere Funktionen haben.

  30. @Markus
    Ich lese aber auch öfters, dass gerade eine Defensivhaltung der Gamer kritisiert wird. Die Gamer sind so schon in eine Verteidigungsposition gedrängt worden und versuchen sich aus dieser zu rechtfertigen. Jedoch wäre ein vorsichtigeres Vorgehen bis Schweigen der Gamer oft vielleicht wirklich besser. Ich weiß es nicht
    Dabei bin ich mir auch keineswegs sicher ob das Problem nur Spiele betrifft, oder nicht doch auch andere (Medien-)Bereiche:
    so mögen Filme zwar grundsätzlich viel angesehener sein – eine Rede von “Gewaltfilmen” gibt es aber auch dort, inklusive breiter Ablehnung für diese. Die Meinungen gehen dabei zwar etwas auseinander, ein Tarantino wird gelobt, es werden aber auch irgendwie mehr Filme tatsächlich verboten als Spiele. Zugegeben: zum Teil, weil die Inhalte mancher groß produzierter Filme wirklich wesentlich krasser sind als die von Spielen… Die andere Seite, Frau Pfeiffer etwa, hält das gegenwärtige Gewaltdarstellungsverbot für Spiele so aber schon wieder für ungeeignet und möchte dieses für Titel wie den “Paten” doch ausbauen???
    Spiele könnten sich auch so entwickeln, dass die heute beanstandeten Gewaltinhalte darin verdrängt werden – also genau so wie es sich die Moralapostel wünschen. Eine Firma wie Nintendo, so sehr ich sie schätze, kommt von Familienfreundlichkeit ausgehend auch heute schon überall mit einem anderen Image an: im Nintendo-Kanal auf der Wii wurde kürzlich über die Seniorenmeisterschaft im Wii-Sports-Bowling berichtet – aus einem Altersheim. Und ich sprach kürzlich mit einer Frau hier in Österreich über Spiele für ihre Kinder – die hätte nicht gedacht, dass es für die Wii überhaupt brutale Titel gibt – mitunter sogar die brutalsten (Mad World, Manhunt 2)

  31. Naja ich bin der Meinung das wir nicht aggressiv auftreten sollten, sondern anderen zeigen das wir bereit sind eine sachliche Debatte zu führen. Schweigen halte ich wiederum für falsch es fängt doch schon dabei an seine Familie davon zu überzeugen das man nicht gewalttätig wird durch Spiele. Filme sind im allgemeinen angesehener man sollte Versuchen die Debatte weg von Spielen hin zur medialer Gewalt im allgemeinen führen. Ein der Fanszene für Filme wird genauso über Indizierungen und Moralaposteln gewettert wie bei Gamern (lies dir mal die schlechten Bewertungen für Scarface bei Amazon). Hab ich das richtig verstanden Frau Pfeiffer will mir meinen Lieblingsfilm verbieten? War die nicht für die Sucht “zuständig”? Naja ich glaub nicht das die da weiter kommt da kann sie gleich ersteinmal beim “Tatort” mit dem Streichen anfangen.
    Naja Nintendo das sind sowieso die liebsten Menschen der Welt (ich halt nicht viel von Wii, aber das ist ein anderes Thema). Auch Microsoft will mit der 360 stärker in den Familiensektor es gibt ja auch überall Jugendschutzeinstellungen auf Konsolen (für Rechner glaub ich auch) hier gilt es Aufklärungsarbeit leisten. Viele Eltern wenden sich doch an Politiker und sagen das sie nicht wissen wie sie ihre Schützling vor Gewalt “schützen” sollen und fordern deshalb Verbote. Womit fangen Moralaposteln Stimmen bei der Wahl? Mit Unwissenheit und eben diese muss man bekämpfen und da hilft es nichts sich hinzustellen und zu sagen schei… Union oder sonst was. Das man sicherlich nicht Herrmann, Beckstein, Pfeiffer und co umstimmen kann ist klar aber wenn denen der Rückhalt der Gesellschaft fehlt was wollen sie machen?

  32. @Pyri
    Das mehr Filme verboten werden als Spiele könnte daran liegen das auch weitaus mehr Filme als Spiele auf dem Markt kommen.
    – Was andere Medien und deren Ablehnung angeht bzw. denen starke Vorbehalte entgegen wehen sind zbsp. Animes, Mangas und Comics nach wie vor stark betroffen, desweiteren gibt es immer noch einige Musikrichtungen die sich in der Gesellschaftsakzeptanz sehr schwer tun.

  33. @Markus
    Nein nein, nicht den Film “Der Pate”, sondern das Spiel dazu von Electronic Arts. Der Regisseur Francis Ford Coppola hat sich ja auch vom Spiel distanziert und dabei von einem “Missbrauch” seines Filmes gesprochen. Frau Pfeiffer wollte sogar die Firma deshalb irgendwie verklagen, welche eigentlich ja gar keines deutschen Ursprungs ist und mit dem außergewöhnlichen Gewaltdarstellungsgesetz sonst nirgendwo quasi konfrontiert werden kann, Frau Pfeiffer hatte aber letztendlich keinen Erfolg gehabt – also das ist auch schon vorbei denk ich: http://www.regine-pfeiffer.de/?p=281 – in diesem letzten Blogeintrag von ihr kann man auch noch einen Offenen Brief dazu lesen. Aber im Prinzip Schnee von gestern das alles glaub ich
    Vom KFN Gab es damals aber auch noch einen eigenen Text – wo das Thema “Pate” und Gewaltdarstellungsverbot behandlet wurde – da bei zwei Links mein neuerlicher Beitrag hier aber erst freigeschaltet werden müsste, erspar ich mir den Link lieber. Fand den Text auf der KFN-Homepage seltsamerweise jetzt auch nicht mehr, müsste das PDF Hier bei mir aber irgendwo noch haben. Falls noch Interesse daran bestehen sollte, einfach PN Mit einer Mail-Addi in das hiesige Forum und ich schau mal nach ob ich den Text bei mir finde;
    @Doktor Trask
    Das ist sicher alles sehr richtig.

  34. Naja also die Gewaltdarstellungen in der Pate sind schon nicht von ohne (für deutsche Verhältnisse) deshalb wurde ja auch der Pate 2 stark geschnitten (hab die Uncut :) ). Nun was Fancis Ford Coppola davon hält ist glaub ich eine andere Sache, der hatte eher was gegen die Umsetzung und das er nicht gefragt wurde. Ich fand beide Teile recht gut allerdings fast nur wegen dem Filmhintergrund. Danke für dein Angebot mit der PDF aber wenn ich sowas lese bekomm ich nur unnötig schlechte Laune :) .

  35. OT:
    Neues aus Niedersachsen:
    “VolkswagenStiftung pumpt 315000 Euro in den “Perfect Storm” gegen “Killerspiele””
    .
    Besagte “VolkswagenStiftung” hat schon zuvor die “Studie “Medienverwahrlosung als Ursache von Schulversagen?” von Christian Pfeiffer” mit 700.000 Euro finanziert – in welche Richtung der Wind weht, liegt also auf der Hand.
    .
    Quelle: http://evildaystar.de/2009/09/volkswagenstiftung-pumpt-315000-euro-in-den-perfect-storm-gegen-killerspiele/

  36. Nur gut, dass ich schon seit jeher einen Ford fahre.

    Die Aktion von VW ist bestimmt politisch bedingt. Würde mich nicht wundern wenn ein paar Politiker von der CDU/CSU bei denen im Ausichtsrat sitzen :) . Vielleicht haben die aber auch einfach ein Interesse daran, dass die C-Partei im Amt bleibt, da die ja schließlich auch Millionen Beträge für Automobilkonzerne erübrigen :) .

  37. @Pyri:
    War mir glatt entgangen, danke. Dann hoffen wir mal, dass die Geschichte einen Dialog fördert anstatt die Fronten noch weiter zu verhärten.

  38. @D-Jay
    natürlich sitzt bei VW ein CDU/CSU Politiker im Aufsichtsrat.
    Die Volks Wagen AG ist eine Firma, der zu etwas weniger als 20% dem Land Niedersachsen gehört.
    Regierungsvertreter der Landes Niedersachsen sitzen deswegen im Aufsichtsrat, je nachdem wer gerade in Niedersachsen die Regierung stellt. Prominente Vertreter der SPD wie z.B. Gerhard Schröder haben auch schon als Aufsichtsrat gedient.
    Und egal wer in Niedersachsen regiert, keine Partei die dort im Amt bleiben will kann es sich leisten auf die Forderungen der gut organiserten VW Mitarbeiter nicht einzugehen.

    Ach ja, über das laufende Geschäft hat ein Aufsichtsrat wenig einfluß, dafür ist der Vorstand zuständig der vom Aufsichtsrat kontrolliert wird.

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