Münchner S-Bahn: Killerspiele schuld?

(financial times) Mittlerweile ist es offenbar üblich für jede Gewalttat von Jugendlichen “Killerspiele” verantwortlich zu machen. Auch im Fall eines Münchners, der von zwei Jugendlichen tödlich verletzt wurde, spekuliert man bereits über die Rolle von Videospielen. Während der Münchner Merkur von Anregungen spricht:

Die Kameras in der U-Bahn mögen Taschendiebe und Schmierfinken abschrecken, nicht aber hemmungslose Schläger, die sich ihre Anregungen aus Gangster-Rap und Killer-Spielen holen.”

ist bei der Offenbacher Post von einem “Rausch” die Rede:

Solche Täter denken nicht an die Folgen. Aufgeputscht von Killer-Spielen oder was auch immer sind sie im Rausch.”

68 Gedanken zu “Münchner S-Bahn: Killerspiele schuld?

  1. Der von der Offenbacher Post hat seine eMail Adresse angegeben, man könnte sich doch gleich mal beschweren, so zu sagen direkt an der Quelle. Diese beiden Irren gehören weggesperrt, der 18 Jährige sollte das volle Strafmaß nach Erwachsenenstrafrecht bekommen. Die Taten solche Spinner sind doch Wasser auf die Mühlen vor Herrmann und co.

  2. was soll man zu soviel Dummheit noch sagen?

    Ich schäme mich ja schon fast dafür, mit solchen Journalisten, Politikern und einzelnen sogenannten Wissenschaftlern im gleichen Land zu leben!

  3. Mir fehlen die Worte.
    Nicht, weil ich solche an den Haaren herbeigezogene Berichterstattung nicht mittlerweile gewohnt wäre, sondern die _Selbstverständlichkeit_, mit der reale Gewalt inzwischen durch Videospiele (oder “Gangster-Rap”, freue mich schon auf das nächste “School Wars”-Desaster *scnr*) erklärt wird.
    Es wird nicht gewartet, bis die Polizei auch nur ein Wort dazu gesagt hat, die Schuld bei “Killerspielen” zu suchen ist wohl bei manchen wohl bereits zum Reflex geworden, über den man nicht mehr nachdenkt.

  4. Mich erinnert das ganze an den römischen Senat der 150 v. Chr. die Zerschlagung des karthagischen Reiches bei jeder noch kleinsten Gelegenheit forderte.

  5. Ceterum censeo Carthaginem esse delendam!

    Ich bin auch dafür den Schreiberling freundlich darauf hin zu weisen, daß er keine ahung hat worüber er schreibt und ihm Rat und Tat zur Seite zu stehen.

  6. Ich glaube ich verzichte dieses mal sogar darauf, eine Email an diese Schmierfinken zu schreiben. “Des isch emme Ochs in’s Horn pfetzt” wie man hier sagt.

    Gruß
    Aginor

  7. War irgendwie klar, dass die Presse wieder mal den friedlichen Gamern die Schuld in die Schuhe schiebt. Ist somit für mich nicht weiter überraschend. Mich würde es nicht wundern, wenn die Leute, die die Gewalttat verübt haben Mitglieder in einer rechten Organisation sind… Desweiteren frage ich mich ob die Täter zur Tatzeit angetrunken waren, sowas währe auch noch eine wichtige Info. Hoffe mal, dass sich die Polizei durch solche falschen Berichte nicht von ihren Ermittlungen abhalten lässt.
    Jetzt könntets mal beweisen, dass ihr was drauf habt…

  8. @ D-Jay
    Angeblich soll einer der Jugendlichen stark alkoholisiert gewesen sein.
    War ja klar: man macht es sich wieder einfach. Die wahren Hintergründe sind wohl wieder nicht aufzufinden. Da kann man sich sicher sein, dass in den nächsten Tagen sich ein Innenminister oder ein Kriminologe zu Wort meldet, um über die Bedrohung der ,,Verrohten Jugend´´ zu berichten.
    Coming soon: Brute-Wie die Jugend das Töten lernte…
    Von den Machern der Meisterwerke ,,Hysterie um die Jugendkultur´´ und ,,Am Anfang war das Wort…Killerspiel´´
    Demnächst in allen Zeitungen, Interviews und Talk-Shows

  9. Ginge es nach mir würde eine Alkoholisierung nicht mehr als Strafmilderung gelten, die meisten Straftäter saufen sich mittlerweile absichtlich die Hucke voll um später nicht mehr richtig belangt werden zu können und Mörder und nichts anders sind diese Jugendlichen würden bei mir auch nicht mehr unter das Jugendstrafrecht fallen.

  10. Pingback: Tweets die X erwähnen Stigma Videospiele » Blog Archive » Münchner S-Bahn: Killerspiele schuld? -- Topsy.com

  11. Ich hatte mich schon gefragt wenn die ersten damit anfangen mit den üblichen Anschuldigungen um sich zu werfen.

    Ich weiß echt nicht mehr was trauriger ist, das dieser Mann seine Zivilcourage mit dem Leben bezahlen musste, oder das jetzt wieder gewissePersonen und Gruppen diese Tat nutzen werden um sich selbst zu profilieren.

  12. 1.Warum wird immer diese alte Mann namens Pfeiffer für eine Sache eingeladen wo er keinerlei Kompetenzen hat?
    Er ist Kriminologe und kein Gamingexperte, sollte also endlich in den Ruhestand damit wir endlich unsere Ruhe haben.
    2.habe ich auch was zu dieser Kacke aus dem Offenbacher Drecksblatt geschrieben

  13. Na endlich spricht der Münchner Merkur aus, worauf ich schon immer hinweise:
    “Negermusik” (Ganster Rap) ist genauso Schuld am Amoklauf wie “Killerspiele” ;)

    Allerdings muß jemand auch mal sagen das dass Opfer irgendwie auch Täter gewesen ist.
    Es ist ein 50 jähriger Manager gewesen !
    Wie diese Manager sind, weis man ja. Neoliberale Heuschrecken denen Profit über alles geht und die an allen Schuld sind:
    Globale Erwärmung,
    Finanzkrise nach mislungenen Staatlichen Wohnungsbauförderungen,
    Kriege mit NATO Beteiligung ( gibt es eigentlich auch andere ? ),
    Menschen in der dritten Welt die Verhungern weil sie keine Arbeit haben,
    Menschen in der dritten Welt die vom Westen ausgebeutet werden wenn sie Arbeit haben,
    Menschen in den Industrieländern die wegen billigen Importen keine Arbeit haben und deswegen ihre Eigentumswohnung und ihr neues Auto verkaufen und von Hartz IV leben müssen und sich keine Biolebensmittel mehr leisten können,

    …das 17 & 18 jährige Autochone Mitbürger keine Arbeit haben und die deswegen in Alkoholismus und Kriminalität ableiten.
    Mal schauen, ob der Kerl sich demnächst so meldet:
    http://www.youtube.com/watch?v=lXhLAdPFROs

    Mir kommt auch ein ganz schrecklicher Verdacht auf – hat das Opfer eventuell Killerspiele gespielt ?
    In Managerkreisen sind Killerspiele (z.B. Paintball, oder Risiko, oder Monopoly) ja nicht ganz unbekannt. In der Managerszene kursieren auch Bücher wie “Sun Tzu: Kunst des Krieges”, “Clausewitz: Vom Krieg” “Musahi: Das Buch der fünf Ringe”…
    Solche “Machwerke” und Killerspiele haben einen negativen Einfluß, da sie die falsche Vorstellung vermitteln das Gewalt manchmal eine Lösung sein kann. Sowas braucht eine wehrhafte Demokratie nicht. In einer Wehrhaften Demokratie wie sie z.B. Herr Fromm fordert ist der Bürger nicht wehrhaft, die Vorstellung das er zu Gewalt greifen muß um sich oder andere zu schützen ist unerwünscht.
    Kein Wunder das dieser Manager sich schützend vor die Kinder gestellt hat um sie davor zu schützen ausgeraubt zu werden.
    Eine völlig falsche Entscheidung. Zum Einen ging es nur ums Geld (gut, ein Manager…) zum Anderen muß jemand der so etwas tut damit rechnen das er selber Gewalt einsetzen muß oder das er zum Opfer fremder Gewaltausübung wird.
    Und wenn wir Deutschen eines aus den Schrecken des zweiten Weltkriegs gelernt haben in denen junge Amerikanier, Briten, Franzosen, Polen (und sogar Deutsche Flüchtlinge in US- Uniform) in einem brutalen Krieg die Nazis gestoppt und die KZs befreit haben ist es eins:
    Krieg und Gewalt sind keine Lösung und haben noch nie etwas gebracht.

    Eins ist jedoch ganz sicher:
    Die Täter können nichts dafür, ihnen droht maximal 10 Jahre Jugendstrafe, und wenn sich ein Experte (Herr Doktor Pfeiffer, hier meine ich Menschen wie Sie !) es als Gutachter vor Gericht schafft den Richter davon zu überzeugen das Killerspiele oder Negermusik daran Schuld sind, kommen sie schon früher frei und dürfen wieder U-Bahn fahren.

    Natürlich erzählen uns die selben Experten das die Jugendkriminalität abnimmt und kein Problem ist, aber Killerspiele und Negermusik trotzdem verboten werden müssen.
    Klar, wenn man ein dickes Bonzenauto statt U-Bahn fährt und die eigenen Kinder auf eine teure Privatschule (mit Rugbyunterricht) statt auf die Rütli-Hauptschule schickt hat man mit Jugendkriminalität kein Problem…

    Gut sei Dank gibt es aber noch Alternativen zum Killerspiel. Wie ein Karlsruher Killerspielkritiker mir mal gesagt hat geht der Trend immer mehr zum Zweitbuch.
    In meinem Zweitbücherregal steht seit kurzem das Buch, sehr empfehlenswert:
    http://www.amazon.de/Kritik-reinen-Toleranz-Henryk-Broder/dp/3937989412

  14. Herr Pfeiffer ist Kriminologe. Er ist Experte für Jugendgewalt. Er hat also Kompetenzen. Warum sollte er bei einem solchen Fall nicht gefragt werden? Und er hat in dem Interview weder Killerspiele erwähnt noch irgendwelche polemischen Ergüsse von sich gegeben.
    Im Gegenteil, er hat da gerade sehr gute Punkte angesprochen. Ich weiß also nicht was Du schon wieder hast, Boomboy. Hast Du den Beitrag überhaupt angeschaut? Oder hab ich was verpasst?

    Gruß
    Aginor

  15. Ich habe der Offenbacher Post folgendes geschrieben weil mir langsam der Kragen platzt:
    Warum eigentlich immer diese unverschämten Lügen über die Spieler? Müssen junge Menschen besonders wenn sie Computerspieler sind wirklich bei jeder Straftat Einzelner als politisch-mediale Sündenböcke herhalten? Haben sie keine Angst das die heutigen Sündenböcke die sie ja in Zukunft als Leser brauchen für immer vergraulen? Wir die Bürger dieses Landes wollen die Wahrheit und keine Lügenmärchen durch Presse und Politik zur Selbstdarstellungen einzelner Politiker und Presseblätter, auf sowas verzichten wir Deutsche gerne.

  16. @Aginor
    Die alten Medien haben wieder ganz bewust Fragen gestellt die Dr. Pfeiffer zur Verbreitung seiner Ideologie verwenden konnte.
    So spricht er sich gegen ein härteres Jugendstrafrecht aus – obwohl er ganz genau weis, das die Täter schon mehrmals vor dem Jugendrichter gestanden sind.
    So behauptete er das die Jugendgewalt rückläufig ist – schön, wenn man ein dickes Auto statt U-Bahn fährt und das eigene Kind in Neuseeland auf eine Schule (mir Rugbyunterricht) und nicht in Berlin auf die Rütli Hauptschule geht…
    kann man natürlich schon die Meinung vertreten das die Jugendgewalt nicht so schlimm ist.
    Und das Jugendliche Intensivtäter die schon mehrmals vor dem Jugendrichter gestanden sind auch bei einem Mord noch nach dem Jugendstrafrecht verurteilt werden sollten…

  17. @Aginor,
    nein ich schaue mir keine Sendungen,Interviews und sonstige Sitzrunden mit diesem Mann mehr an.
    Er vertritt eine Politik die OutofDate ist und solche Leute bremsen unsere Gesellschaft nur aus.
    Ich bin sehr wohl für ein härteres Jugendstrafrecht, ja ich bin auch dafür das Jugendliche und Kindern die jemanden “ganz bewusst” umgebracht haben nach dem Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden.
    Unser Strafrecht ist doch ein Witz egal ob für Jugendliche oder Erwachsene.
    Und wehe es passiert auch nur ein kleiner Formfehler, schon wird ein Urteil wieder aufgehoben.
    Wer hat sich denn so einen Mist ausgedacht?
    Zudem verstehe ich auch nicht wieso solche unbelehrbaren Jugendlichen nicht nach der 2.Straftat für mindestens 1 Jahr ins Gefängnis kommen?
    Die legen es doch förmlich darauf an, dass man sie bestraft.

  18. Ich behaupte nach wie vor: Die Union ist schuld.
    Sämtliche deutschen Amokläufe haben sich in CDU-Regierten Bundesländern abgespielt, die Hochburg der U-Bahngewalt ist München: Hauptstadt von Bayern, Heimat der CSU. Die Zusammenhänge liegen doch auf der Hand. Diese Parteien müssen schnellstmöglich verboten werden wenn wir zukünftigen Gewaltausbrüchen vorbeugen wollen!

  19. @Alrik:
    “So behauptete er das die Jugendgewalt rückläufig ist”
    Laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2008 ist die Anzahl an Tatverdächtigen Jugendlichen im Vergleich zum Vorjahr um 4.2% gesunken (PKS08 S. 28, ausführlicher auf S. 72), mehr als in allen anderen Altersschichten. Seine Behauptung ist also durchaus gedeckt.
    http://www.bka.de/pks/pks2008/index2.html

  20. Und er hat auch nicht gesagt das sei nicht schlimm, sondern er hat explizit erwähnt dass vor allem in sozialen Brennpunkten noch Handlungsbedarf besteht.
    Wenn man mit Anschuldigungen kommt, dann sollten die wenigstens eine Grundlage haben. Und nicht könnte, sollte würde, sondern konkret. Sonst sind wir kein Haar besser als die, die wir kritisieren.

    Ich teile auch seine Einschätzung, dass in diesem Fall eine härtere Strafandrohung nichts genutzt hätte. Denn wenn man der Meinung ist, dass man nicht erwischt wird, dann ist einem die Strafe wurst. Auch wenn ich eigentlich auch der Meinung bin, dass es für viele Verbrechen härtere Strafen geben sollte. Jugendstrafrecht ist meiner Meinung nach zu Recht ein Streitpunkt.

    Gruß
    Aginor

  21. Das Perfide an den beiden Passagen aus dem Münchner Merkur und der Offenbacher Post ist, daß die Aussagen ganz bewußt so schwammig gehalten sind, daß sie praktisch unwiderlegbar sind.
    .
    Keines der beiden Blätter behauptet einen kausalen Zusammenhang zwischen “Killerspielen” und dem Mord – der ließe sich ja auch so leicht nicht belegen. Statt dessen wird munter gemutmaßt, die Täter hätten sich mit “Killerspielen” oder was auch immer (vielleicht gar Alkohol?) berauscht, oder sich ihre Anregungen sonstwoher geholt (als ob es für das pandemische “Abzocken” irgendwelcher Anregungen bedürfte). Genauso funktioniert Propaganda: Man muß nicht unbedingt Tatsachenbehauptungen aufstellen; mitunter genügt es auch, einen Zusammenhang nur oft genug anzudeuten, damit dieser vom Empfänger irgendwann als bekannt und damit “wahr” wahrgenommen wird.
    .
    Ich sehne mich langsam in die gute alte Zeit (so um 2002) zurück, als für einen Zusammenhang zwischen Computerspielen und dem Erfurt – Massaker noch ein tagelanges “Abtauchen” Steinhäusers in CS konstruiert werden mußte.
    .
    Bleibt nur zu hoffen, daß das Zeitungssterben irgendwann auch diese Vertreter qualitätsvermeidenden Journalismus’ erreicht und die betreffenden Redakteure den Weg in die Arbeitslosigkeit antreten.

  22. Ich denke gerade bei solchen Tätern spielt es doch keine Rolle OB sie erwischt werden, sondern es ihnen einfach egal!
    Wahrscheinlich haben sie keine Schulabschlüsse und damit auch keine Arbeit und das wiederum führt dazu das sich Familie und sogenannte Freunde von einem abwenden und wenn das passiert haben solche Leute nichts mehr zu verlieren und da ist Gefägnis doch eine gute Alternative.
    Man ist immer umgeben von irgendwelchen Leuten die auch schlimme Dinge getan haben, man hat ein Dach übern Kopf und bekommt regelmäßig was zu essen.
    Außerdem sollte man doch wissen das gerade an Bahnhöfen und Umgebung Videokameras sind, also entweder waren die total dämlich oder es war ihnen wie gesagt einfach egal ob sie erwischt werden.

  23. Um meine Argumentation nicht zu verwässern hab ich das verschwiegen und mich stattdessen aufs Bundesland konzentriert. Die Vorgehensweise hat mir deutsche Nachrichtenmagazine beigebracht.

  24. @Mortipher & Aginor
    Was solls, ob seine Behauptung gedeckt sind oder nicht ?
    Warum brauch ich für meine Anschuldigungen eine Grundlage ?

    Ich hab mir vorgenommen wie die Spielekiller zu arbeiten.
    Ich hab nie behauptet moralisch besser zu sein als diese Typen. Im Gegenteil, ich hab mir vorgenommen noch populistischer und niederträchtiger zu argumentieren als sie.

    Mit ihrer linken Kuschelpädagogik verderben sie Deutschlands Jugend. Da ist jedes Mittel erlaubt, um sie zu stoppen.

  25. @Boombay und Alrik:

    Obwohl ich den Pfeiffer auch nicht mag, so habe ich mir das Interview doch angesehen, und finde es das Vernünftigste von allen, was ich bisher zu dem Fall in München gehört habe.

    Zu dem Fall selber bin ich der Meinung, das eigentlich an jede Haltestelle und jeden Wagen der S- und U-Bahnen Sicherheitspersonal gehört. Als kräfige Leute, die zupacken können, aber nicht ungerechtfertigt prügeln. Wenn man berücksichtigt, das es Messer gibt, sollten diese Leute auch mit Kettenhemden ausgestattet sein.

    Wahrscheinlich ist so etwas aber wieder viel zu teuer.

    By the Way: Warum hört man über solche Fälle aus dem Ausland so wenig? Ich wüßte nicht, das Zürich solche Probleme hätte.

  26. @Cygnus X-1:
    Mein erster Verdacht war Joachim Herrmann. Nun ist’s eben sein Chef.
    Ich finde das niederträchtig. Im Wortsinn.
    Ich hätte gute Lust, Seehofers Verhalten mit dem von Althaus zu vergleichen. Aber das erspar ich mir lieber. Widerwärtig. Geradezu ekelerregend.

  27. @Janosz: Wieso “sry”? Ich würde fast copy-paste machen^^

    Die sollen mir mal verraten warum es schon seit Jahrzehnten prügelnde jugendliche Halbstarke gibt obwohl die bösen bösen “Killerspiele” erst sein etwa 20 Jahren existieren?

    Nur weil sie jetzt einen Sündenbock für die Gewalt auf der Welt gefunden haben muss auf dem immer rumgetrampelt werden.

    [ironie]Ein Schüler droht einem anderen Schläge an wenn er ihm nicht sein Pausenbrot gibt? Der hat zuviel GTA gespielt![/ironie]
    Das ist doch echt nicht normal.

  28. Folgender Kommentar stammt von mir… als Antwort auf einen verwunderten Antwortkommentar des Autors des zweiten Artikels.

    Warum die Erwähnung von “Killerspielen” solche Reaktionen hervorruft? Weil immer wieder Medien “Killerspiele” als mögliche oder tatsächliche Ursache für alles mögliche heranziehen. Weil Sie außer “alles mögliche” ausgerechnet die “Killerspiele” nennen. Weil “Killerspiele” noch nicht mal ein irgendwie definierte Begriff ist. Weil andauernd von “Killerspielen” geredet und über sie geschimpft wird, obwohl niemand weiß was damit eigentlich gemeint ist. Weil aber jeder glaubt es zu wissen. Weil manchmal gewaltverherrlichende Spiele mit Actionspielen gleichgesetzt und beide “Killerspiele” genannt werden (gewaltverherrlichende Spiele sind in Deutschland seit Jahren verboten und nicht im Handel erhältlich, auch nicht unter der Ladentheke, da sie nicht veröffentlicht werden dürfen). Weil “Killerspiele” für jeden Spieler von Ego-Shootern oder Actionspielen oder Rollenspielen, die ja auch immer wieder beschimpft werden, einfach nur noch ein Begriff ist, der für die Unwissenheit und Naivität der Medien und die sinnfreie Aktionspolitik der Regierung steht!

  29. Ich habe dort noch folgendes geschrieben.

    Sehr geehrter Herr Enders,
    die jahrelange falsche Berichterstattung über Killerspiele und die *Hetze* gegen Spiele un deren Nutzer von Seiten der Presse und der Politiker hat dafür gesorgt das den Spielern mittlerweile offener Haß aus der Bevölkerung entgegen gebracht werden, bei jeder Straftat heißt Killerspiele hier und Killerspiele da,
    seit Jahren suchen friedliche Spieler das Gespräch werden aber nicht angehört oder
    gar bloßgestellt von Politik und Medien gleichermaßen, es wird Zensiert und Verboten was das Zeug hält, Gamer dürfen in vielen Städten keine Veranstaltungen mehr durchführen wie wie zbsp. das Finale des internationalen Intel Friday Games Night (IFGN) etc. etc. etc. und das sorgt dann für solche Reaktionen. Spiele sind nicht alles aber wenn man wegen einem harmlosen Hobby ständig als medial-politischen Spielball dient kann man sich schon aufregen.

  30. Auf N-TV hatte grad der Leiter der Drogenanstalt es bestätigt, dass die Jugendlichen dort zur Behandlung waren/sind.
    Man hätte ihnen aber solch eine Tat nicht zugetraut.
    Hinzu kommt noch ein Kriminalpsychologe namens Christian Ludke der aussagte “die Straftaten werden zwar weniger, aber brutaler”.
    Auch sagte er “viele Jugendlichen sind aus Angst vor Existenzlosigkeit sehr aggressiv und meist fehlt da nicht mehr viel bis diese Wut auch Unschuldige trifft”. (nicht der genaue Wortlaut)

  31. man muss der OP aber anrechnen dass sie die harsche Kritik nicht gelöscht hat. Vorschlag: Diplomatischer, und ne ordentliche Erklärung wären jetzt noch gut. Könnte ja sein, das man mal zu diesem Schreiber durchdringt…

  32. Gerade lief darüber ein beitrag bei Extra auf RTL, muss sagen das ich überrascht bin ist ja ansonsten nicht gerade so das brüller format.

    So gab es sogar einen hauch von gesellschaftskritik und “killerspiele” waren eigentlich kein thema. Lediglich der RTL streetworker hat einen satz der sorte “übertriebener konsum von gewaltspielen” gebracht.

    Das einzige was mir da negativ aufgefallen ist das die U-Bahn schläger pauschal in den selben topf mit amokläufern geworfen wurden. Meiner meinung nach haut das nicht wirklich hin, solche prügelattacken werden meist von gewaltbereiten jugendlichen im unteren sozialen bereich begangen. Diese haben in den meisten fällen sehr wohl einen freundeskreis dieser trägt in vielen fällen auch dazu bei das solche dinge überhaupt erst passieren (rudelverhalten, “cool” sein wollen vor den anderen).

    Wohingegen amok-läufer in der mehrheit ja eher als scheue introvertierte einzelgänger beschrieben werden. Das sind 2 komplett unterschiedliche gruppen menschen. Die eine gruppe praktiziert reale gewalt täglich so das sie normal wird bis es irgendwann zuweit geht. Wohingegen die meisten amokläufer viel zu schüchtern für sowas waren, dort ist es eher ein langer zeitraum wo sich frust anstaut und dann plötzlich entlädt in einer sehr massiven tat.

    Das sind meiner meinung nach 2 völlig unterschiedliche phänomene die man absolut nicht gleichstellen kann. Amokläufer sind eher introvertierte “nerds” mit wenig sozialen kontakten. Wohingegen solche “prügler” oft sehr wohl rege soziale kontakte haben und in diesen oft auch als die “coolen” agieren, also alles andere als sozial vereinsamt sind.

    Ist der generations konflikt wirklich so groß das mir sowas als 26 jähriger auffällt wärend “experten” älterer generationen da derartig pauschalisieren?

  33. Aginor und Densor, also bitte…
    …zukünftige Amokläufer sind doch nicht Opfer “solcher” Menschen, sondern ganz klar das arme Opfer des militärisch-industriellen-Komplexes, der ihre Köpfe infiltriert hat …


    Was mich am meisten beeindruckt: auf Seiten, die vornehmlich von jungen Menschen besucht werden, ist man sich im klaren über die Zusammenhänge. Sobald der Altersdurchschnitt der User steigt oder es sich gar um 1:1 überträge von den Printmedien handelt, steigt die Wahrscheinlichkeit für primitivste “Killerspielhetze” stark an.

  34. @maSu
    Es sind immer die Jungen die nicht blind sind, es sind immer die Jungen die sich wehren und die was ändern wollen und es sind immer nur die Jungen die mit Vernunft vorgehen und sich nicht belügen lassen, alte Menschen scheinen wirklich ziemlich dumm zu sein anders kann ich mir sowas nicht erklären.

  35. Hallo,
    falls einer mag sollte man bitte bei der OP etwas ruhe in den Thread bringen. So könnte man eventuell sehen was der Redakteur noch zusagen hat. Würde mich schon interessiere.

  36. @Amegas
    Soll er und seines gleichen ruhig merken was sie anrichten und sollen sie ruhig die Wut der Bevölkerung ausgesetzt sein, negativ wird man so oder so über uns berichten egal ob wir nett sind oder nicht.

  37. Wird nun Spiele spielen mit Drogenmissbrauch gleichgestellt und bald Strafbar gemacht? xD
    Hinkt der vergleich zwischen Computerspielen und Brettspielen, Räuber und Gandarme wirklich so sehr und wo liegt die Grenze?!? Macht die Regierung bald Kindergärten/Schulen und Spielplätze/Parks dicht da man dort ya zum spielen animiert würde… !?

  38. @Murray XVII:
    Er hat Drogen- und “Killerspiel”-Konsumenten mit Konsumenten von Kinderpornographie verglichen.
    Die entsprechenden Zitate von Joachim Herrmann:
    “Killerspiele widersprechen dem Wertekonsens unserer auf einem friedlichen Miteinander beruhenden Gesellschaft und gehören geächtet. In ihren schädlichen Auswirkungen stehen sie auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie, deren Verbot zurecht niemand in Frage stellt.”
    .
    “Ich möchte betonen, dass sich der Vergleich von Killerspielen mit Kinderpornografie nur auf die Schädlichkeit für den Nutzer bezieht. […] Ich meine aber schon, dass unsere Gesellschaft auch Killerspiele ächten sollte. Dass das häufige Konsumieren von Killerspielen abstumpfend wirken und die Gefahr einer Nachahmung in sich bergen kann, ist wissenschaftlich erwiesen. Dies gilt für Killerspiele und für Kinderpornos gleichermaßen.”
    .
    “Ich glaube nicht, dass Menschen, die auf ihren Computern aktiv reihenweise Leute umbringen, die am Boden liegende angeschossene Opfern “regelrecht hinrichten”, so dass das Blut spritzt – dass diese Menschen sich durch meine Worte verletzt fühlen können.”
    .
    http://stigma-videospiele.de/wordpress/?p=1769

  39. OK ich hab es etwas falsch formuliert aber ich bin der Meinung dass KiPo Konsumenten fast genau so schlimm sind wie die die so einen Dreck produzieren.

    Was Drogensüchtige angeht bin ich der Meinung dass die ruhig machen können was sie wollen solange wie sie niemand anderen gefährden denn für die Produktion ihrer Suchtmittel muss wenigstens keine unschuldige Kinderseele leiden.

  40. @amegas
    Die Gefängnisstrafen wurden von Schünemann gefordert.

    Richtig doch war er nicht der erste, Beckstein hatte seiner Zeit sogar 3 Jahre Haft für Killerspieler gefordert und Schünemann *nur* 2 Jahre und Stoiber immerhin noch ein Jahr und er war auch der erste der sowas gefordert hatte.

  41. Sämmtliche Zeitungen und Politiker schlachten den Mut des Müncheners gnadenlos für ihre Zwecke aus, das ist Abscheulich, Wiederwätig, Ekelhaft und Menschenverachtend hoch Zehn, die Tat des Mannes sollte mit Respekt behandelt werden doch das tut der Politisch-Mediale-Komplex nicht, mich kotzt dieser Politisch-Mediale-Komplex nur noch an.

  42. LoL ich finde die Antwort von den Hr.Winter sehr lustig:”Vor 14 Jahren hat mein Kater auf die Fensterbank gekotzt. Ich glaub die Killerspiele waren schuld an die Fensterbankkotze. Denn der Kater hatte keine Hemmungen gehabt, auf die Fensterbank zu kotzen, egal ob da jemand von draußen meinen Kater beobachten könnte. Dazu habe ich nicht weniger recherchiert als Ralf Enders.”
    Damit hat dieser Mann vollkommen Recht!

  43. Wg. der PC Games News … könnte mir schon vorstellen, warum es solche falschen Berichte gibt – wurde ja auch schon von PC Action gesagt bzw. angedeutet. Die jahrelange negative Berichterstattung und auch die Unterstützung seitens der Politik motivieren doch eher sowas zu veröffentlichen, denn wenn es der CDU wirklich mal gelingen sollte ein Verbot durchzusetzen, stehen die Autoren bzw. Magazine/Zeitungen etc. als Helden dar, die es mit ermöglicht haben “das Böse” auszumerzen. Die ältere Gesellschaft schluckt das ja eh – meistens jedenfalls – zumindest sagt das die Theorie.

  44. Die Gamercommunity wird mir zunehmend unsympathisch. Vor allem weil immer wieder (auch gerade hier) Heuchelei an der Tagesordnung ist. Einerseits zu sagen “Nein nein, die Videospiele sind nicht an sowas schuld” und damit den Mainstreammedien widersprechen, andererseits kommt genau dasselbe Stammtischgeschwätz à la “Jugendstrafrecht abschaffen, Kinder nach Erwachsenemstrafrecht verurteilen, Gesetze sind zu lasch, Harte Strafen bringens” ablassen. Das passt nicht Leute. Das klingt so, als wenn ihr die Vorurteile der Gegenseite bestätigt und ihr wirklich nur euer Spielzeug beschützen wollt, aber ansonsten einer Meinung mit denen seid. Dann muss man euch aber auch fragen, was euer Problem ist. Wegsperren und Verbieten ist ok, außer es geht um “unser” Spielzeug? Prävention ist doof, lieber richtig auf die Fresse (heißt harte Strafen)?

    Ne Leute, das is mir nix. Dann verzichte ich lieber auf “Gewaltspiele” und versuche die anderen Probleme durch Prävention zu lösen (wie es eben die 68-er wollen), als das mir “unser” Spielzeug bleibt und der Rest nur mit “Knüppel drauf” geregelt wird.

    Ihr braucht euch doch nicht wundern wenn wenn solche Artikel geschrieben werden! In anderen Bereichen grölt ihr doch auch mit solchen Hetzern mit.
    Dann haben wir unser “scheitern” – also das Verbot von gewalthaltigen Videospielen – redlich verdient.

    Viel Spaß noch, so ändert ihr gar nichts.

  45. @SwA
    Die Gamercommunity wird mir zunehmend unsympathisch.

    Dann geh bitte, es zwingt dich niemand hier zu sein, such dir ein neues Hobby wie Stricken da mußt du dich auch nicht für andere Fremdschämen.
    Spiele mit Straftätern vergleichen und sich darüber beschweren warum manch einer sich fragt wie es sein kann das selbst Leute die unzählige Akteneinträge haben nicht belangt werden ist mit Verlaub sehr herb und unverschämt.
    Wer echte Straftäter im Schutz niehmt und lieber auf harmlsoe Leute wie uns die Gamer losgeht so wie du es tust hat, tut mir Leid das ich dir das sagen muß, seinen Verstand in der Mülltonne entsorgt anders kann man es nicht ausdrücken.

  46. @Doktor Trask
    Ich denke Gaming ist und war nie das Hobby von der beleidigten Leberwurst ;-) …” euer Spielzeug” das ist der entlarvende Satz.

  47. @amegas
    Ja das habe ich auch schon vermutet da aber ein *euer Spielzeug, das eingeklammerte *unser* Spielzeug, Gewaltspiele und das ihr an Stellen wo es merkwürdig klingt etc. im Text keine wirklichen Beweiße sind habe ich mich dazu auch nicht geäußert.
    Was ich noch schreiben wollte, wer denkt wir gamer seien Eiskalt, Gefühllos, Rück und Respektlos sollte sich mal angucken was in der Politik und Presse so alles läuft auch und gerade im noch aktuellen Fall, dieses Ausschlachten der Tat etc. ist nämlich genau das was man uns Gamern ja sehr gerne unter die Nase reibt, wären Gamer so wie es gerne behaupet wird würden wir uns bestimmt nicht über den Fall in München, zu sanfte Strafen für Gewalttäter, mangelnde Zivilcourage und co. aufregen.

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