Gymnasium hält an "Killerspielfreier Schule" fest

(Schwarzwälder Bote) Die Plänen vom Schramberger Gymnasial-Schulleiter Bernhard Dennig, seine Schüler zu einem Verzicht von gewaltdarstellenden Videospielen zu bewegen, hat online zu mehrheitlich ablehnenden bis beleidigenden Reaktionen geführt. Durch entsprechenden Unterrichtsstoff, z.B. im Rahmen der Suchtprävention, will man ein Problembewusstsein schaffen und eine Ächtung medialer Gewalt erreichen. Am Ende der Kampagne soll offenbar eine Selbstverpflichtungserklärung der Schüler stehen auf die Nutzung von „Killerspielen“ zu verzichten. Man werde nach Informationen des Schwarzwälder Boten trotz der Kritik an dem Vorhaben festhalten. Schließlich würde sich das Projekt auch gegen solche Spiele richten, die für Kinder und Jugendliche bereits rechtlich nicht freigegeben sind. Ebenfalls sei es klar, dass „passionierte Spieler gewalthaltiger Computerspiele uns nicht applaudieren„.

28 Gedanken zu “Gymnasium hält an "Killerspielfreier Schule" fest

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  2. Suchtprävention?
    gute Idee, dann können auch die Themen Alkohol, Zigaretten und sonstige Drogen aufgegriffen werden…

    mal ehrlich: ok, Computerspielsucht ist nen Problem, aber darum geht es den Damen und Herren dort ja nicht. Die haben sich total in eine Richtung verrannt und wollen das jetzt durchziehen; das geht aber nur so lange gut, bis die ersten Eltern was dagegen sagen….hoffentlich tut das einer.

    mfg
    „ein passionierter Spieler gewalthaltiger Computerspiele“

  3. das was da versucht wird ist gehirnwäsche unter einem billigen Vorwand!
    Unterste Schublade sowas. Schule soll bilden und nicht den Kindern einen Lebensweg aufdiktieren!

  4. Generell fänd ich es nicht schlecht, das Thema im Unterricht zu diskutieren (was sicherlich inoffiziell auch geschieht). Aber es den Schülern derart aufzudrücken, ist das Letzte.

  5. „Mit dem eindeutigem Votum, die Medienkompetenz der Schüler zu stärken und auf einen freiwilligen Verzicht von Spielen hinzuwirken, »die grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen darstellen und dem Spieler die Beteiligung an dargestellten Gewalttätigkeiten ermöglichen«“
    .
    „Medienkompetenz stärken“ findet meine volle Unterstützung, aber dann darf man doch nicht von Anfang an sagen „Das ist pfui Kind, das darst du nicht!“. Dadurch findet wieder mal keine Auseinandersetzung, sondern eine Verdrängung statt.
    .
    @Schule / Politik: Geht doch mal zur Abwechslung mit allen Medienthemen offen und ohne Scheuklappen um, dann habt ihr vielleicht die Chance, das ihr etwas erreicht, weil sich die Menschen erst dann eine eigene Meinung bilden und „kompetent“ werden können. ;)

  6. Als angehender Lehrer würde ich diesem Gymnasium dezent absagen (wie viele meiner Kommis auch). Mal sehen, wie lange es dauert, bis die Schule um Nachwuchs-Lehrkräfte ringt.

    Nebenbei: Damals auf der Schule in religion musste ein freund von mir sein t-shirt (Bombenspezialist usw) umdrehen. tja er hats nicht gemacht und wurde rausgeworfen (aus der unterrichtsstunde). nunja, bis zur nächsten relistunde haben wir dann für jeden im kurs so ein t-shirt bestellt und es haben tatsächlich alle angezogen! SO sprachlos hab ich unseren werten lehrer noch NIE gesehen.

  7. Ganz ehrlich die Schüler auf der Schule tuen mir richtig leid…
    Es ist kein Wunder das sie dieses Programm ablehnen und Beleidigen -.-
    würde ich ja auch! Und wenn die Schüler was dagegen sagen bekommen die bestimmt eine Straf arbeit bzw werden erstmal gemustert ….
    Und das auch noch auf ein Gymnasium !
    Ich denke gerade die Schüler die auf ein Gymnasium gehen wissen, das , das Programm da der letzte müll ist ^^

  8. Ich richte einen Aufruf an die Schüler, sich diesen Maßnahmen zu widersetzen. Nicht deswegen weil gewalthaltige Spiele toll sind oder auch nicht, sondern deswegen weil es eine Einschränkung ihres Privatlebens ist.

    Gruß
    Aginor

  9. Das eigentlich schlimme an der Sache ist, dass dies alles im Zeichen des Ammoklaufes von Ansbach steht, der in keinster Weise mit den besagten Spielen in Verbindung steht … er hatte ja keine, also existiert ja auch keine Verbindung damit!!!

  10. @D-Jay
    Dieses „Projekt“ hat doch schon vor Ansbach begonnen, diese Nachricht wäre also auch ohne diesen Amoklauf gekommen. Das perverse ist das über Ansbach nichts mehr berichtet wird. Erst recht nicht das diesmal keinerlei Verbindungen zu Spielen bestehen kann, aber nein stattdessen werden ältere Amokläufe und Versuche ausgekramt um uns zu schaden.
    @Aginor
    Diese Idee mit dem Aufruf ist richtig gut.

  11. Medienkompetenz Schön und Gut, aber von wem sollen die Schüler Medienkompetenz lernen wenn die Lehrer selbst keine haben?

    Das sie keine haben, zeigt schon die pauschale Verurteilung von – die Vorurteile im Bezug auf – und die Forderung der Ächtung von gewalthaltigen Videospielen.

    @MtW: ich würde gerade dort zusagen und den Medienkompetenz Unterricht übernehmen.
    Das hätte den Vorteil, das die Schüler wirklich was dabei lernen können und nicht nur den kläglichen Versuch erleben dürfen sich Ideologisch auf Linie bringen zu lassen.

  12. Ansbach ist bei uns um die Ecke. Es sind ja zum Glück keine Menschen ums leben gekommen. dieser amoklauf kommt den politikern glaube ich sehr ungelegen. die haben sich doch schon auf tote und killerspiele usw „gefreut“ (sorry für die wortwahl) um vor der wahl nochmal richtig die sau raus zu lassen mit verboten und gesetzesänderungen usw… ABER: keine „killerspiele“ gespielt, war mobbing-opfer, psychisch angeknackst, hat keine schusswaffen benutzt, „nur“ zwei schwerverletzte. und WO ist hier die werte ZENSURSULA? Kein aufschrei, keine verbotsforderungen von was-auch-immer?

  13. …auf einen freiwilligen Verzicht von Spielen hinzuwirken, »die grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen darstellen und dem Spieler die Beteiligung an dargestellten Gewalttätigkeiten ermöglichen«.

    Er möchte also, dass seine Schüler auf Spiele verzichten, die unter § 131 StGB fallen und in Deutschland nicht verkauft werden dürfen? Zumindest verstehe ich das so, wenn er schon den „131er“ teilweise zitiert.

  14. Ein freiwilliger Verzicht auf seelische und körperliche Grausamkeiten untereinander, auf Ausgrenzung und Erniedrigung aus Profilierungssucht, die die Opfer auf Jahre schwer zeichnen und erschreckend oft in den Selbstmord treiben wäre wohl der richtige Weg.
    Dann müsste man aber zugeben, dass an der eigenen Schule gemobbt wird (was sowieso passiert, wer das leugnet lügt einfach).
    Wie mich solche Doppelmoral ankotzt, hauptsache irgendwo mit draufkloppen aber die unangenehme Wahrheit vertuschen.

    Und was die KiPo-Recherchen angeht: Warum auch immer ein Schulrektor meint er müsse privat aufdecken wie „leicht“ man an KiPo-Material gelangt. (komischerweise bin ich in 10 Jahren noch keinmal auf Entsprechendes gestoßen, dachte hier wimmelt es davon…)
    Als medienpolitischer Sprecher und einer der wenigen Experten im Bundestag kann man das bei Herr Tauss schon eher verstehen, aber irgendein Rektor dem eh keiner ernsthaft zuhört? Und der pikanterweise auch noch dort arbeitet wo hunderte junger Menschen auf ihr späteres Leben vorbereitet werden…

    „Ich kann gar nicht soviel fressen wie ich kotzen möchte“ passt irgendwie.

    -.-

  15. Wenn meine Schule mit sowas ankommt, werde ich sowas nicht unterschreiben, alles was recht ist, aber das geht niemanden was an.
    Leider haben wir so einen ambitionierten Schulleiter, dem ich zutrauen würde, sowas zu machen, um unsere Schule in ein gutes Licht zu rücken.
    .
    Gruß
    DerMarc42

  16. @DerMarc42
    Was ist wenn du unter Druck gesetzt und dazu gezwungen wirst zu unterschreiben (zbsp. schlechte Noten, überreden der Eltern das du unterschreibts, Nachsitzen etc.), manche Lehrer/Rektoren machen sowas um ihren Willen durchzusetzen.

  17. @DoktorTrask Das fällt dann schon unter Nötigung, wenn nicht sogar Erpressung. Da wäre dann ne Anzeige gegen den Rektor/Lehrer, mehr als nur richtig. Dies geht natürlich nur wenn die Eltern hinter einem stehen.

  18. Strafanzeige kann jeder Erstatten, eine Straftat muss von der Statsanwaltschaft verfolgt werden, egal ob jetzt ein 50 Jähriger oder ein 5 Jähriger davon berichtet.

  19. Ist doch eigentlich egal, so ein Wisch hat absolut keine Macht, du unterschreibst denn und 2 Stunden später siehst du gemütlich wieder vor CS…

  20. @Doktor Trask
    Ich glaube, auch wenn mein vater generell Spielen abgeneigt ist, ist er doch ein mensch, der sehr daran glaubt, das jeder seinen eigenen Stiefel durchziehen soll. Und wenn jemand so in die Privatsphäre eingreift reagiert er alergisch und er mag meinen Schulleiter nicht, also alles in allen glaub ich nicht, das sie ihn überzeugen könnten.

    Und wenn jemand aus unserer Familie von der Schule schlecht behandelt wird, dann ruft er schon mal das Oberschulamt an (hatten wir mal mit meiner Schwester und einer Lehrerin, die meinte, eine 3 wäre zu gut und eine 5 würde viel besser zu ihr passen, obwohl sie auf der ersteren stand).
    Gruß
    DerMarc42

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