Schramberger Gymnasium wünscht sachliche Diskussion

(Schwarzwälder Bote) Der Schulleiter Bernhard Dennig ist nach wie vor über die Kritik am Projekt einer „Killerspielfreien Schule“ und dem Umstand, dass diese größtenteils anonym in Foren geäußert werde, überrascht: „Gewöhnlich haben anonyme Schreiber dezidierte Gründe, ihre Identität zu verbergen„. Ziel der Initiative sei weiterhin ein freiwilliger Verzicht der Schüler auf „Killerspiele“. Überwiegend wolle man verhindern, dass 12-13 Jährige ab 18 Jahren freigegebene „Killerspiele“ nutzen, ob sich die Verpflichtung auf Minderjährige beschränkt ist unklar. „Killerspiele“ seien solche Spiele, die „die grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen darstellen und dem Spieler die Beteiligung an dargestellten Gewalttätigkeiten ermöglichen„.

Das ist die Definition, die auch in dem von Bayern angestrebten Verboten von „Killerspielen“ gebraucht wird und gegenüber dem bestehenden Verbot auf die zusätzlichen Voraussetzungen der Verharmlosung und Verherrlichung verzichtet. Viele Spiele, die in der Öffentlichkeit als „Killerspiele“ gelten, werden von dieser Definition nicht erfasst. An anderer Stelle spricht man aber auch von Spielen, die „in denen ein realitätsnah simuliertes Töten von Menschen in der fiktiven Welt wesentlicher Bestandteil der Handlung ist und der Erfolg des Spielers im Wesentlichen vom Töten abhängt„. Hierunter könnten auch viele Strategiespiele fallen. Auch versucht man sich an der Definition eines „Ego Shooters“. Das sei in Spielen ein Täter, der die Möglichkeit habe „Gewalttaten der wüstesten Art“ zu begehen. Weitere Informationen gibt es in einem Interview mit Dennig.

Zum Interview

26 Gedanken zu “Schramberger Gymnasium wünscht sachliche Diskussion

  1. Der Versuch die Eltern und schüler drauf hinzuweisen solche Spiele nicht zu spielen ist in Ordnung. Jedoch weiß dieser Mann wohl noch nicht, was Killerspiele sind. Schickt ihm doch mal jemand einen netten Brief mit dem Inhalt des Reiters „Rechtslage“ und ein paar Verse von Cheryl Olson…

  2. das ist doch belanglos ob jmd ein kommentar anonym abgibt oder nicht. man kann doch auch anonym diskutieren, es geht doch nur um die fakten.
    dass man nicht möchte dass minderjährige an spiele ab 18 kommen ist ja noch ok, dann sollte es aber eine schule sein die den jugendschutz fördert und nicht die allgemeine ächtung. unglaublich dass menschen bei so was nicht mit kritik rechnen.

  3. @Markus
    Wohl kaum und hätte er nur ein wenig Ahnung was in Deutschland alles auch den Erwachsenen *Killerspielern* an Ächtung, Vorurteilen, Mißtrauen, Angst und Haß durch Menschen wie ihn entgegenschlägt wäre er vielleicht etwas vorsichtiger mit seinen Äußerungen.

  4. Gut ganz so schlimm ist es mir noch nicht ergangen, aber wenn man sieht wieviele Personalchefs das Internet nach Bewerbern durchforsten, wird man schon vorsichtiger. Aber gut wenn er will kann er sonst was von sich posten, am besten er gibt gleich noch die komplette Bankverbindung mit PIN an :) .

  5. Es ist kein seltsamer Sachverhalt in Foren und Gästbüchern durch die Verwendung eines Pseudonyms anonym zu bleiben. Es ist sogar eine muß, um zu verhindern das zukünftige Arbeitgeber Meinungsäusserungen von Bewerbern googlen.
    In Fall einer Schramberger Schule gehe ich z.B. davon aus das ein Lehrer der sich im Internet gegen die Hetzjagd auf Killerspiele-Spieler ausgesprochen hat kein Chance auf Anstellung mehr hat.

    Ansonsten: Wenn man keine Ahnung hat, sollte man sich schlau machen. „Ego Shooter“ bezieht sich auf die Perspektive. In einen Third-Person Shooter schlüpft man ja auch nicht in die Rolle einer „dritten Person“.
    Bezeichned ist auch, das Herr Dennig nicht den Namen der angeblichen Killerspiele nennt. Das lässt den Schluß zu, das nur er wiedergibt, was er vom Höhrensagen kennt möglicherweise aus dem Kölner Aufruf, in dem die Verschwörungstheorie von einem „Militärisch-medialen-Komplex“ verbreitet wird ?
    Zu Herrn Dennings Information: Inzwischen wurde in manchen Medien sogar schon das ab 12 Jahre freigegebene „World of Warcraft“ als Killerspiel bezeichnet.
    Ich gebe ihn zwar in der Sache recht – Spiele die ab 16 oder ab 18 freigegeben sind gehören nicht in Kinderhände.
    Das selbe trifft aber auch auf Alkohol und Pornographie zu – ohne das Herr Dennig eine Aktion zur „Schnaps- und Pornofreien Schule“ ausruft…

  6. 1. So etwas wie ein Killerspiel existiert nicht und jeder der dieses Wort benutzt, beleidigt direkt jeden Gamer in Deutschland, ganz gleich welchen Alters, da unterstellt wird, dass wir hier ein Verbrechen begehen würden oder noch schlimmer, dass wir Mörder wären, aber dies ist weder der Fall, noch hat diese Darstellung von Video- oder Computerspielen irgendetwas mit der Realität zu tun.
    2. Im Internet herrsch Anonymität aus Datenschutzgründen und Schutz der eigenen Persöhnlichkeit, sprich die stellt die Norm dar und etwas, weil man irgendwelche niederen Motive hätte. Namentlich bekannt sollte man im Internet nur werden, wenn man an die Öffentlichkeit will, sich präsentieren oder vertrauen gewinnen möchte.
    3. So etwas wie ein „freiwilliger Verzicht“ findet am Schramberg Gymnasium doch nicht statt, sondern die Schüler werden von falsch informierten und medientechnisch unfähigen Lehrkräften (und Eltern) dazu gedrängt (oder vieleicht sogar gemobbt) ihr Hobby aufzugeben und damit wird das Grundrecht der freien Persönlichkeitsentfaltung verletzt und eine Ächtung von Video- und Computerspielern vorangetrieben, was in einem demokratischen Rechtsstaat ein Unding und Verbrechen ist.
    4. Nach seinen Aussagen zu Urteilen, ist der Schulleiter Bernhard Dennig nichts anderes als ein moderner Maschienenstürmer, welche aufgeschreckt durch die Unwahrheiten, welche nach dem Amoklauf von Winnenden verbreitet wurden, jetzt wie ein aufgeschrecktes Huhn rumrennt und die Schüler belästigt.
    Ein Mann in seiner Position sollte sich wirklich erst mit einem Thema (in seinem Fall ein ganzes Medium) auseinandersetzen, bevor er losrennt und solche Sachen anstallt, ansonsten sollte er sich überlegen, ob er wirklich die geeignete Person für diesen Job ist.

  7. Ja wir haben alle ganz bösartige vorsätze deswegen wollen wir anonym bleiben *händereib*
    Naja mal ernsthaft, bei den forderungen nach „gesellschaftlicher ächtung“ was bleibt einem da sonst übrig? Am ende googelt mein zukünftiger arbeitgeber mich, findet meine posts hier und entscheidet sich dann mich nicht einzustellen weil ich ja potentiel gefährlich bin.

    Nagut auch ohne die gesellschaftliche ächtung wäre ich hier anonym.. ich will die post von der nigerianischen betrugsmafia nicht auch noch in meinem fax oder realen briefkasten haben. Die im email postfach reicht mir schon.. und das ist noch einer der harmloseren gründe warum man vorsichtig sein sollte mit den eigenen daten im internet. Aber ich glaube da braucht man nichtmal versuchen es dem herrn dennig zu erklären, der gehört doch garantiert zur spezies der „internet ausdrucker“ :P

  8. Anonymität führt schnell dazu, das man etwas wesentlich härter formuliert als man es getan hätte, wenn man unter realem Namen geschrieben hätte. Allerdings ist die Nutzung eines Nicks grad bei umstrittenen Themen Pflicht. Das Internet vergißt nicht so schnell. Zudem können Äußerungen leicht recherchiert werden. Was vor 2 Jahren von Herbert Meier als Leserbrief in der Zeitung stand, mag schnell vergessen werden und auch schwer aufzufinden sein, aber eine Online Recherche eines Arbeitgebers fördert schnell allerlei über die Zielperson zu Tage. Genau deswegen sollte man sich in kritischen Themen (und dazu gehören Gewaltspiele) nicht mit realem Namen äußern, da dies schnell ein Stolperstein werden kann.

  9. mal ganz abgesehen von der rückverfolgung des namens. muss man sich im realen leben stets bei jmd vorstellen, mit dem man eine diskussion führen will? wenn ja, reicht doch der vorname oder nicht? und der vorname ist schwer rückzuverfolgen. ob ich mich nun bernd nenne oder tobias oder eberhardt ist völlig ohne bedeutung, außer ich gebe nachname an und am besten noch die adresse. das ist doch nicht normal.
    naja der mann möchte es gerne so sehen dass wir ein schlechte gewissen haben o.ä. warum auch immer. da wird sich doch schon irgendjemand zu geäußert haben. wo soll die ’sachliche diskussion‘ überhaupt stattfinden?

  10. Ich würde den eigenen Namen auch nicht mehr erwähnen aus folgenden Gründen. Es wird viel Schindluder getrieben mit den persönlichen Daten so wird in Namen anderer viel Mist geschrieben, es wird gemobbt, es wird Betrug auf Kosten anderer begangen, man kann wenn man die Daten eines anderen hat dessen Leben via online ruinieren.

  11. @Manni
    Deswegen reden die meisten hier auch von „killerspielen“ und nicht von killerspielen. Das ist schonmal ein kleiner aber feiner unterschied ;)

  12. Killerspiele, ein normaler verständlicher Begriff, denn: Killerpolitiker, Killerlehrer, Killerschulleiter, Killerjournalisten sind ja auch alles normale Begriffe, da diese Menschen Hobby töten wollen, in dem andere widerrum auf Strichmännchen klicken…

  13. Ich hab gerade folgenden Kommentar im Schwarzwälder Boten geschrieben:
    „Indem Herr Dennig die Verwendung von Pseudonymen im Internet kritisiert, beweist er eindrucksvoll, dass er keinerlei Ahnung hat, was Medienkompetenz in Zeiten des Web 2.0 bedeutet und wie ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Medium Internet aussehen sollte. Setzen Sechs! “

    Setzen Sechs! Das wollte ich schon immer mal zu nem Lehrer sagen! :)

  14. Würde gern das ganze Interview zerlegen, aber an einem Satz bin ich einfach hängen geblieben:
    „Besorgniserregend ist vor allem eine neue Generation fotorealistischer Spiele, in denen Gewalttaten besonders authentisch begangen werden können, also z.B. der Schmerz der Opfer realistisch nachvollzogen werden kann.“

    So, Stopp. Anhalten. Mir wird schwindlig. Nein, doch nicht, einfach nur schlecht.
    Der Mensch will allen Ernstes eine sachliche Diskussion führen und dann sowas? Spucke ich jemandem, mit dem ich mich sachlich unterhalten möchte, noch eine Beleidigung ins Gesicht, nachdem ich bereits zu seiner Ächtung aufgerufen habe? Das ist für ihn „sachlich“?
    .
    „Schmerz der Opfer“ ist das Härteste, das ich seit Herrns Herrmanns Kinderpornovergleich gelesen habe.
    Ich sehe darin zweierlei:
    Erstens eine _ABSOLUTE_ Ignoranz des Unterschieds zwischen Virtualität und Realität. Sein restliches Vokabular („ermorden“, „Straftaten begehen“) legt ebenfalls nahe, dass er diese Unterscheidung nicht trifft. Beziehungsweise er den Spielern unterstellt, diese Unterscheidung nicht zu treffen.
    .
    Zweitens, dass es Spielern eben darum ginge: ihren „Opfern“ „Schmerzen“ zuzufügen. Das ist das Beleidigendste, das ich seit Herrn Herrmanns Kinderpornovergleich lesen musste. Es gibt keine „Opfer“, es gibt keine „Schmerzen“! Meint der Kerl ernsthaft, dass irgendjemand diese Spiele spielen würde, wenn man dort „Opfern“ „Schmerzen“ zufügen würde, außer den Menschen, die gerne Tiere quälen?
    .
    Wir haben hier ein erneutes Beispiel für einen Menschen, der das Konzept von Videospielen fundamentalst! missverstanden hat. Den Spielern wird hie und da vorgeworfen, nicht zwischen Realität und Virtualität unterscheiden zu können.
    Und dann lässt man einen Menschen, dessen Äußerungen eben genau diesen Schluss zulassen, über eine Ächtung, kein „freiwilliges Verzichten“, eine Ächtung eben des Mediums entscheiden, das er so fundamentalst! missverstanden hat.
    .
    Wenn er aufgrund dieses Missverständnisses Spielen nichts abgewinnen kann, dann bitte, ist sein gutes Recht. Aber das endet, laut dem so oft von ihm herangezogenen Grundgesetz und der von ihm so oft angerufenen Rechtsstaatlichkeit, genau dort, wo es das Recht anderer berührt.
    Wenn er als Privatperson die Spiele nicht mag, dann ist das seine Sache. Seine Schüler deshalb in seiner Funktion als Rektor einer staatlichen Schule zur Ächtung dieser Spiele aufzurufen, ist aber nicht mehr nur seine eigene private Sache, sondern Sache aller seiner Schüler. Und da endet sein Recht.

  15. Das erste „Computer-Killerspiel“ wurde von der US-Armee zum Training von Soldaten entwickelt.

    Ziel: Abbau der natürlichen Tötungshemmung.

    Erfolg nach Auskunft der Militärs: Durchschlagend.

    Eine riesige Fangemeinde überwiegend männlicher Jugendlicher in Deutschland verbringt ihre Freizeit mit Prügeln und Töten am PC. Über eine Million Kinder und Jugendliche nutzen Killerspiele regelmäßig. Selbst indizierte oder mit Altersbeschränkung (16 bzw. 18 Jahre) belegte Brutalspiele werden in den meisten Fällen ohne Alterskontrolle über den Ladentisch gereicht (Testkäufe der „Hart aber fair“-Redaktion am 11.3.09).

    „Sagt uns nicht der gesunde Menschenverstand, dass ein Dauerkonsum solcher Produkte schadet?“, fragte Bundespräsident Horst Köhler laut bei der Trauerfeier zum Gedenken an die Opfer von Winnenden. Er finde, dieser Art von „Marktentwicklung“ sollte Einhalt geboten werden.

    Der Präsident der Deutschen Stiftung für Verbrechensbekämpfung Hans-Dieter Schwind fordert nach dem Amoklauf von Winnenden laut einem Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung ein totales Verbot von Computer-Gewaltspielen sowie eine weitere Verschärfung des Waffenrechts. Der Kriminologe meint, dass der 17-Jährige auf der Flucht noch weiter um sich geschossen habe, sei ein Verhalten, das Jugendliche auch in Spielen wie Counter-Strike oder Crysis lernen könnten. Medieneinflüsse seien zwar keine vorrangigen Faktoren, sie begünstigten aber solche Gewalttaten.

  16. Wie bei mir üblich habe ich mich auch zu diesem „Gymnasium“ mit meinem richtigen Namen und Hintergrund geäußert. Es ist halt auch eine kulturelle Kluft aus meiner Sicht, wenn man die Anonymisierungen im Internet – Nicks, virtuelle Identitäten – so auslegt, dass ja angeblich „ansonsten“ sich jemand nur dann anonymisiert, wenn er (tatsächlich) etwas zu verbergen hätte. Da ich um diese Behauptungen bis Unterstellungen weiß, möchte ich da auch keine Angriffsfläche bieten. Es ist für mich aber schon traurig zu sehen, wie andere durch solch indirekte Anschuldigungen angegriffen werden: die Gründe nicht mit seinem richtigen Namen zu schreiben sind vielfach nämlich auf alle Fälle gut.

    Eine Antwort auf meine Reaktion hab ich übrigens nicht erhalten.
    Bei dieser andauernden Beschreibung der Vorgänge in Spielen als Verbrechen, moralische Unwerts-Taten, und nich Auseinandersetzungen mit Zusammenhängen, wundert mich das auch gar nicht. So ist wohl keinerlei Verständnis zu erwarten. Leider

  17. @Alrik
    Was ist das denn für ein knüllerlink, da kommt man ja aus dem staunen nicht mehr raus. Besonders gut hat mir der teil gefallen:

    „Matthias Horx, Zukunftsforscher

    Horx nimmt an, dass Computerspiele Arroganz und Renitenz als charakterliche Effekte beförderten. Seine Vermutung lautet, dass Computerspieler aufgrund der Spielerfahrung, sich gegen Horden von Monstern und gegnerische Armeen durchsetzen zu können, eine souveräne, unbeeindruckte Haltung („Coolness“) gegenüber der (Erwachsenen)Welt zeigen. Wahrscheinlich ist es aber nicht zuletzt das Gefühl, Teil einer besonderen Community zu sein, die mit esoterischem Technikwissen ausgestattet ist, das die lässig unbeeindruckte Distanziertheit motiviert.“

    1. Was ist ein „zukunftsforscher“? Sowas wie eine pseudowissenschaftliche bezeichnung für einen hellseher? Oder ist das tatsächlich etwas annerkanntes?

    2. Na wenn computerspiele arroganz und coolness fördern dann frage ich mich wie selbige amokläufe auslösen sollen. Wer cool und arrogant ist lässt sich doch nicht von so ein paar bullies und aus seiner sicht „niederen menschen“ aus der ruhe bringen.

    3. Bei den äusserungen von politik und presse die ihre unbeholfenheit bei „esoterischem Technikwissen“ zeigen bleibt einem ja fast nix anderes übrig als sich der „erwachsenen welt“ überlegen zu fühlen.. und das sage ich mit meinen nun auch nicht jugendlichen 26 jahren.

  18. Nachtrag: dass Renitenz dermaßen negativ ausgelegt wird ist schon bemerkenswert finde ich, ist eben unerwünscht in einem gleichgeformten, normierten Staat. Mehr als beängstigend – sorry fürn Doppelpost

  19. Naja ob er das negativ meint oder nicht, er zeichnet hier ein bild das so ziemlich dem absolutem gegenteil eines typischen „nerds“ entspricht.

    Entweder sind die übermässigen zocker nun introvertiere verängstigte kellerhocker die angst vor der gesellschaft haben oder arrogante eiswürfel? Was denn nun?

    Aus persönlicher erfahrung muss ich eher sagen das leute die übertrieben viel zocken alles andere als cool und arrogant im alltag sind. Geht es um das spiel ihrer wahl in einem internetforum kommt vielleicht eine gewisse arroganz zutage. Aber sowas wirkt sich doch nicht auf den alltag aus. Weil die leute genau wissen das ihr wissen über spielemechaniken einen nicht-zocker mal weder beeindruckt noch interessiert.

    Allein dieser ganze part vonwegen „esoterisches technikwissen das ihm das gefühl gibt überlegen zu sein“ ist doch absolut lächerlich. Das ganze wird nämlich so dargestellt als ob die doofe jugend mit ihrem nichtsnützigen technikwissen plötzlich mehr wissen will als die „alten“.

    Nur entspricht das leider der wahrheit, hab da vor einiger zeit einen interessannten blogpost gelesen (sry kein link mehr) wo genau dieser umstand eines generationskonfliktes beschrieben wurde.

    Vor 1-2 generationen war es noch normal das die jungen sich an die alten gewendet haben wenn sie etwas wissen wollten. Gab halt noch kein google.. und was „die alten“ dann gesagt haben war dann nunmal die wahrheit. Mit diesem verständniss sind die leute aufgewachsen.

    Nun aber sind die jungen von damals inzwischen die „alten“ von heute und erwarten das sich die jugend von heute mit ihrem wissenshunger nun an sie wenden damit die nun an der reihe sind „allwissende“ zu spielen. Nur doof das es inzwischen das internet und google sogar für die hosentasche gibt womit sich jeder 15 jährige detailiert über jedes thema seiner wahl informieren kann und somit den „alten“ auch widersprechen kann und deren meinung in frage stellen kann.

    Damit kommen dann nunmal nicht alle klar.. die haben sich darauf gefreut endlich an der reihe zu sein den dorfältesten zu spielen und überhaupt wie kann so ein jungspund es waagen jahrzehnte langer erfahrung zu wiedersprechen?

  20. Der Staat muss sich einfach dafür einsetzen stark gegen die Verkäufer von „Videospielen“ ab 18+ einzugehen als von dessen rechtmäßigen Konsumenten.
    Man muss die Verkäufer einfach nur drum, drängen.
    Denn so gibt es mehr anerkennung vom Staat, denn so wird der Handel dieser Spiele für die Konsumenten als auch für den sonstigen Staat in der Wirtschaft eingehen.
    Dies ist selbstverständlich politisch und Menschenverständlich korreckte wirtschaftliche „Politik“ als auch ein gutes handeln für das hart arbeitende und hochzahlende Volk.
    So kann besser eingeschrängt gegen Jugendlich vogehen die trotz Verbotes sich solche Spiele Kaufen können da die Verkäufer sonst nur nach Profit ausgehen als für den Menschlichen „Wohlstand“, als auch für das recht für die Bürger, die sich Rechtlich Dank Ihres korreckten „Ausweises“ solcher Videospielmedien annehmen dürfen, ohne dabei verrückt zu werden und ohne ein „School Shooting“ anzurichten.

  21. @Scarpoundflame
    Also aus persönlicher erfahrung muss ich sagen das es als jugendlicher einfacher ist alkohol und tabak ohne persokontrolle zu kaufen als videospiele.

    Selbst vor 10 jahren als die alterseinstufungen auf games nicht binden waren hat sich so mancher verkäufer quer gestellt mir als 16 jährigen manche games zu verkaufen. Aber danach zur tanke gehen und ne pulle wodka mitnehmen war kein problem.

    Natürlich ist das nicht stellvertretend für die gesamtsituation die kann man als einzelner schwer beurteilen. Aber ich glaube vorallem durch diese „kilerspiele“ debatte ist das bei den verkäufern wesentlich besser im gedächniss. Allerdings finde ich es lächerlich wenn jemand harten alkohol/tabak an jugendliche verkauft und dafür ne leichte abmahnung/kleine geldstrafe bekommt aber wenn jemand ein USK16 game an nen 15 jährigen verkauft fordert die politik gleich mal übertriebene geldstrafen die nicht nur klein-betriebe ruinieren würden sondern höchstwahrscheinlich auch den mitarbeiter den job kosten würde.

    Da hilft es auch nicht besonders wenn dann „hart aber fair“ sinnfreie testkäufe macht und ziemlich alt aussehende 15 jährige in den media markt schickt um gefährliche „killerspiele“ (command&conquer USK16) zu kaufen und das dann als großen skandal zu vermarkten. Als nächstes werden dann 11 jährige 2 wochen vor ihrem geburtstag in den laden geschickt um testkäufe bei USK12 spielen zu machen damit man danach wieder laut „skanadal!!“ schreien kann…

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