Recherche

Es gibt von Spielekritikern in die Welt gesetzte Mythen über “Killerspiele” die etwas zu fantastisch anmuten aber leider nur schwer überprüfbar sind.  So zum Beispiel die Behauptung, dass Ego-Shooter vom US-Militär entwickelt wurden um die Tötungshemmung von Soldaten zu senken. Quellen, die dies belegen würden, sind mir nicht bekannt. Aber irgendwas muss ja dran sein wenn Wissenschaftler und Politiker diese Behauptung regelmäßig aufstellen. Dass man solche Berichte nicht leichtfertig als unwahr abtun sollte lehrt uns die GameStar. Diese hatte festgestellt, dass es, anders als vom Kriminologen Christian Pfeiffer behauptet, in Deutschland kein frei verkäufliches Spiel geben würde, in dem Brutalität durch extra Punkte belohnt werde. Tatsächlich hatte Pfeiffer doch recht, in einem einzigen Spiel ist dies tatsächlich der Fall.


Ähnlich absurd klingt auch diese Spielbeschreibung von Wolfgang Bosbach:

Es gibt Spiele, keine Sorge den Namen will ich gar nicht nennen, da fliehen Menschen vor Foltermaschinen, rufen halbnackt um Hilfe und jetzt ist es Aufgabe des Spielers zu töten, aber nicht die Angreifer, sondern die ihn um Hilfe anflehen. Je mehr Hilfesuchende er tötet, desto höher steigt er im Level, desto erfolgreicher ist er in Anführungszeichen.”

Mittlerweile konnte ich in Erfahrung bringen, dass sich Bosbach auf die Fachzeitschrift einer Polizeigewerkschaft bezieht. In der Ausgabe 06/07 soll ein Spiel mit den angeführten Inhalt beschrieben werden. Leider wurde mir der Titel der Zeitschrift nicht mitgeteilt und bei den in der Universität verfügbaren Zeitschriften konnte ich im besagten Zeitraum nichts finden. Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand den Titel der gesuchten Zeitschrift mitteilen könnte. Möglicherweise handelt es sich um ein nicht bundesweit erscheinendes Magazin. Auch bei den Publikationen der DPolG und GdP findet sich der Artikel nicht, sofern ich ihn nicht übersehen habe.

62 Gedanken zu “Recherche

  1. @Rey,
    davon gehe ich sogar aus!

    Was die Annahme geht, Ego-Shooter werden von der US-Army hergestellt habe ich folgende Theorie:
    Und nutzen die US-Army sowohl auch das FBI sogenannte Schießkinos.
    Am Anfang der Schießkioära wurden Areale noch per Computer hergestellt, sowas nutzt wohl noch die Bundeswehr (bei der schlechten Grafik erscheint sogar Pacman highendmäßig).
    Ich denke darauf beziehen sich diese Leute: Virtuell dargestellte Welt+Soldat mit Waffe=Ego-Shooter.
    Heute nutzt die US-Army und das FBI alledings Filmsequenzen wie es der Tierquäler Schünemann in seinem Schießkino für Jäger ebenfalls tut.
    Das ist wohl das worauf sich diese Leute immer berufen, denn außer uns Gamer wissen es die alten Bürger dieses faschistischen Landes nicht.

  2. Interessant. Man sollte allerdings bedenken, dass Bosbach damals bei hart aber fair aber eigentlich bloß eine Szene beschrieben hat, da von einem ganzen Spiel zu sprechen wäre wohl zuviel, eine Szene, die (auch) völlig aus einem Zusammenhang gerissen worden sein könnte.
    Ich tippe dabei auch auf ein nichtkommerzielles Spiel, möglicherweise sogar ein missverstandenes Kunst-Projekt.
    Ansonsten halte ich beim Militär vielmehr als “Marine Doom” aus den Neunzigern für nicht wirklich recherchierbar, arbeite zufällig gerade am Militärkapitel meiner Promotionsarbeit wos genau darum geht: so ist der Vorwurf der ja auch erhoben wird, die Spiele wurden so “erfunden”, eben falsch. Es gibt vielfältige Verstrickungen mit dem Militär von Anfang an: von der gesamten Industrie, die ursprünglichen, tschechischen Operation-Flashpoint-Macher gründeten in Australien ein eigenes Studio für “ernsthafte” Militärsimulationen, usw. Gerade das mit der Tötungshemmung halte ich aber für eine ganz einfache Tradierung der Ausführungen Dave Grossmans – dessen Vorstellungen genau darauf hinauslaufen, wie Michael Wagner irgendwie doch auch gezeigt hat?
    Dazu braucht man die Schmöcker Grossmanns gar nicht lesen denk ich, dazu reicht die Sichtung von dessen Rezeptionsgeschichte möglicherweise schon aus – vor allem das Interview mit Helga Zepp-LaRouche von 2002, die so begeistert von ihm zu sein schien, dass sie das Interview nach Winnenden heuer neu veröffentlicht hat.
    Der Mann scheint schließlich eine große Überzeugungskraft zu haben: was der erzählt wird blindlinks geglaubt – hab ich einmal hier in Graz selbst erlebt. Auch die Ausführungen zum Thema von Frau Schiffer aus Erlangen (Institut für Medienverantwortung) scheinen darauf zu basieren: auf eine Nachfrage bekam ich als hard fact mehr oder weniger bloß dessen Namen zurück.
    In der aktuellen Ausgabe der Computerspielzeitschrift GEE Ist ab Seite 50 übrigens eine schöne Reportage über den Einsatz von Simulationen bei der Bundeswehr zu finden.

    Zum Gamestar-Spiel: war das mit den Extrapunkten bei “Der Pate”, sage nicht “Don Edition” :-D Eine kolportierte Sache zwischen Pfeiffer und dem ehemaligen Chefredakteur Gunnar Lott auf irgendeiner größeren Veranstaltung, und hatte mit dem Magazin eigentlich nichts zu tun? Erinnere mich jedenfalls, dass Lott die Geschichte im Gamestar-Podcast wo er auch über seine Begegnung mit der Schwester Regine sprach, und/oder auf seinem Blog http://kaliban.de/ so erzählte.

  3. Jüngstes Beispiel für die Verbreitung des ESvUSMeudTvSa – Mythos: Der jüngste SPIEGEL – Artikel über die ESL zitiert einen Psychiater mit eben dieser Aussage (http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,635876-2,00.html). Wahrscheinlich stelle ich aber auch nur mal wieder überzogene Ansprüche an die Qualität journalistischer Arbeit. In dem genannten Artikel wurde WoW ursprünglich als “Schieß-Spiel” entlarvt; inzwischen wurde dieser Abschnitt aber editiert.

  4. Ich vermute, der ESvUSMeudTvSa – Mythos besitzt deshalb so große Anziehungskraft in manchen Kreisen (z. B. bei den Unterzeichnern des Kölner Aufrufs, inklusive der Geschwister Pfeiffer), weil er ein Ur – Klischee der alten 68er bedient: Nämlich 1. Kinder sind von Natur aus gut und 2. Alles Böse kommt vom US-Militär.
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    Da allzu plumper Anti-Amerikanismus aber nur an den extremen Rändern des politischen Spektrums akzeptiert ist, mit denen Psychiater X oder Chefredakteur Y als inzwischen arrivierte Alt-68er nicht in Verbindung gebracht werden möchten, wird der Anti-Amerikanismus halt in Form solcher und ähnlicher Mythen sublimiert. Diese Mythen brauchen dann nicht mehr hinterfragt zu werden. Und wenn das US-Militär an allem schuld ist, hat man es schön bequem.
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    Ein Beispiel für einen ähnlichen, auf Anti-Amerikanismus gegründeten Mythos ist z. B. die Verschwörungstheorie von der Urheberschaft der CIA für die Anschläge vom 11. September 2001. Ich bin jedesmal entsetzt, was für Leute, die man eigentlich als “gebildet” und “weltoffen” bezeichnen würde, gerade diesem speziellen Unfug anhängen.
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    @ Pyri in Sachen Helga Zepp-LaRouche: Der “geblümte Fleischberg” (O-Ton Kalkofe) hatte ja dieses Jahr auch wieder Wahlkampf für die BüSo, den deutschen Ableger der LaRouche – Sekte. Klar, daß sie da schreiben muß, wie arm die Jugend heute dran ist, weil den Kindern nicht die Werte des sekteneigenen Schiller-Instituts und der LaRouche-Jugendbewegung nähergebracht werden. “Wäre ich damals [1976, als Helga zum ersten Mal als Kanzlerin kandidierte] gewählt worden, wäre die Welt heute in einem besseren Zustand.” (Helga herself, BüSo-Extra vom 03.08.2009)
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    P.S.: Kann sich jemand eine griffigere Abkürzung als meine für den “Ego-Shooter vom US-Militär entwickelt, um die Tötungshemmung von Soldaten abzubauen” – Mythos ausdenken?

  5. @ Rey Alp: Oder Bosbach lügt auch einfach. Es ist ja für einen guten Zweck, da ist das nicht so schlimm.
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    Das erinnert mich an die Hardcore – Christen, die seit 30 Jahren behaupten, D&D wäre des Teufels. Jack Chick, “Dark Dungeons”, anyone? Da wäre z. B. die Geschichte von Herrn Chicks gutem Freund, William Schnoebelen, der sich nicht zu blöde vorkam, zu erzählen, er sei vor seiner Bekehrung zu Jesus ein Satanist und Zauberer gewesen. Und eines Tages seien ein paar Autoren von TSR zu ihm als erfahrenem Schwarzkünstler gekommen und hätten ihn um Rat gebeten: Er solle doch prüfen, ob Magie in D&D (ihr wißt schon, Magic Missile und Melf’s Acid Arrow, usw.) auch authentisch dargestellt sei. Ja, war sie, fand er.
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    Wer’s nicht glaubt und selbst nachlesen möchte, was bekehrungswütige Christen so alles zusammenspinnen können, bitteschön: http://www.chick.com/articles/dnd.asp
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    Vielleicht bezieht unser guter Herr Bosbach seine Informationen ja aus einer ähnlichen Quelle wie Herr Schnoebelen, der bekennende Ex-Satanist und wiedergeborene Christ?

  6. Zu dem shootern erfunden vom militär ding:
    Habe letztens das buch “Masters of Doom” gelesen das von der geschichte der beiden ID software gründer John Carmack und John Romero erzählt. Den wohl unbestrittenen erfindern der ego-shooter so wie wir sie heute kennen.

    Auch in dem buch wird das thema ego-shooter beim militär behandelt, so hat das militär damals wärend des großen Doom hypes ein Doom Mod gebastelt zum einüben von gruppen-taktiken aber das war eine eigenentwicklung des militärs die Doom lediglich als engine benutzt hat (das besagte “Marine Doom”). Aber ausser dieser sache war das militär nirgends in irgendeiner entwicklung beteiligt, weder bei Doom noch bei Wolfenstein 3D. Im gegenteil es erzählt sogar sehr gut wie videospiele sich damals entwickelt haben und das waren hauptsächlich junge nerds die auf eigene kosten gearbeitet haben ohne eine große industrie dahinter.

    Kann das buch jedem der englisch kann nur empfehlen, so erfährt man sehr gut etwas über die geschichte von videospielen und deren entwicklung zum heutigen mainstream produkt. Ist auch sehr schön geschrieben, hab das buch förmlich verschlungen.

    Und zu bosbach sag ich mal garnix… würde mich nicht wundern wenn er da von irgendeinem WoW quest redet wo mal wieder alles verdreht und gewendet wird bis es sich so schockierend liest. Allgemein sind solche äusserungen doch zu 90% frei erfunden, genau wie vor einigen jahren die berichterstattung über counter strike wo es ja angeblich darum geht lehrer und schulmädchen zu erschiessen und es bonuspunkte für die mädchen gibt oder was auch immer. Und kaum schreibt einer sowas wird das von den meisten doch einfach copy&pasted so lange bis alle es als wahr empfinden weil es überall steht und dann macht sich niemand mehr den aufwand das zu hinterfragen.

  7. @Pyri:
    Bzgl. des Spiels und GameStar: in der Tat eine interne Angelegenheit zwischen Regine Pfeiffer und Gunnar Lott, hier nachzulesen: http://kaliban.de/2007/12/viel-feindviel-ehr/
    “Ich habe nämlich Spiegel.de mal gesagt, dass es “in Deutschland kein Spiel gibt, bei dem man für den Grad der Gewalt belohnt wird”. Das war nicht ganz korrekt, in EINEM Spiel, Der Pate (Electronic Arts), gibt es das doch. In keinem anderen, soweit ich weiß, aber immerhin in einem.”
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    Bzgl. Bosbach:
    Lächerlich.
    1.) Keinen Namen nennen, damit man das ja nicht überprüfen kann. Die Gefahr, dass sich dann irgendwelche Leute auf die Suche nach diesem Spiel machen würden, ist angesichts §131 StGB kaum als Grund ausreichend.
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    2.) Eben wegen §131 ist es irrelevant, ob solche Spiele existieren oder nicht, da sie in Deutschland sowieso nicht vertrieben werden dürften und es nicht möglich ist, ein Herstellungsverbot im Ausland zu erwirken (wär ja noch schöner).
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    3.) Wie immer, aber auch hier zu wenig Informationen. Was war das genau für ein Spiel, wer hat es wozu programmiert usw. usf. ?
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    4.) Ein Spiel solchen Inhalts wäre kommerziell kaum anzubieten, die Gewinnspanne dürfte minimalst sein, welcher Publisher würde da seinen guten Ruf riskieren?
    Wurde das Spiel überhaupt veröffentlicht, wenn ja wie? Oder im kleinen Kreis getauscht?
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    5.) Davon ausgehend wird es wohl – so dieses Spiel tatsächlich existieren sollte – ein nicht-kommerzielles Spiel gewesen sein. Und jetzt? Was genau will er dagegen unternehmen, dass solche Spiele, vermutlich im Ausland, auf nicht-kommerzieller Basis programmiert werden können?
    Will er womöglich Papier verbieten, damit darauf keiner nicht-kommerziell irgendwelche gewaltverherrlichenden Texte schreibt? Oder Zeichnungen anfertigt?
    Oder eine Totalüberwachung installieren lassen, damit solche Machwerke frühzeitig entdeckt (will heißen, wenn sie ins Internet gestellt werden, ein Publisher gibt doch seinen Namen nicht für so ein Programm her) und die Hersteller vor Gericht gestellt werden können?
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    Allein wegen §131 ist Herrn Bosbachs Beispiel als reinste Meinungsmacherei entlarvt, denn wenn er nach all der Zeit, die er schon gegen Spiele hetzt, noch keine Kenntnis von diesem § oder seinem Inhalt hat, ist er für das Amt eines Abgeordneten inkompetent.
    Jemand, der für die Legislative zuständig ist, sollte sich mit den bestehenden Gesetzen auskennen (dass das bei der CDU nicht der Fall ist, haben wir im Wahlkampf mit dem Gebrabbel über einen “rechtsfreien Raum” zur Genüge erläutert bekommen) – von jedem, der einen Beruf ausübet, erwartet man doch zumindest eine gewisse Ahnung von dem Thema, auf dem er seinen Beruf ausübt, desto mehr, wenn er sich in einem speziellen Bereich hervortun möchte.
    Wenn er dagegen Kenntnis davon hat, dann ist sein Beispiel als Argument für Forderungen jedweder Art unbrauchbar und dient einzig und allein der Stimmungsmache gegen gewalthaltige Videospiele, z.T. indem es dem überbeanspruchten Begriff “Killerspiel” ein weiteres Gesicht gibt. Ungeachtet natürlich der Tatsache, dass eine Verbotsforderung von solchen “Killerspielen” sinnlos wäre, da längst umgesetzt.

  8. Das Millitär programmiert 1 nicht selber und 2 haben sie auch weder das Spiel noch das Genre Ego-Shooter erfunden, das erste spiel entstand an einer Universität und der erste Ego-Shooter Maze-War war ein ziviles Projekt kein Millitärisches welches vom Milltär entwickelt oder in Auftrag gegeben worden wäre da hat das Millitär nichts mit zu tun, wahr ist aber dass das Millitär zur Taktikschulung Spiele nutze und dies auch immer noch tut, die genutzten Spiele werden extra für das Millitär umgeändert um Taktiksituationen üben zu können. Selbst entwickelt hat das Millitär diese aber auch nicht es sind Auftragsarbeiten, das erste vom Millitär genutzte Spiel war Battlezone natürlich in einer angepassten Version, dann noch Doom welches in der Millitärversion Marine Doom heißt das aber mit dem ursprünglichen Doom nur noch die Engine gemein hat auch Operation Flashpoint gibt es in einer angepassten Version für das Millitär. Extra fürs Millitär entwickelte Spiele gibt es nur eines und das war Full Spectrum Warrior das sich aber von der späteren Verkaufsversion enorm unterscheidet, Americas army diente nicht als Trainingsspiel sondern rein zu Werbezwecken, auch wichtig ist das sich genanntes bisher nur auf die US-Armee bezieht, die deutsche Bundeswehr zbsp. nutzt keine Spiele zur Taktikschul sondern lediglich Schießkinos zur Ergänzung von Taktiklehre als Ex-Bunderwehrsoldat kann ich das nämlich so bestätigen das die Bundeswehr keine Games nutzt und Freizeitaktivitäten fallen ja wohl nicht unter Training. Übrigens nutzt auch die Polizei Schießkinos und nein Spiele nutzten die auch nicht werder in den USA noch hierzulande.

  9. Ich bin Journalist und habe damals mit Herrn Bosbach telefoniert um zu klären, welches Spiel er meint. Er sagt er sei sich zu 90 % sicher, dass es sich um “Prey” handeln würde. Ich habe Prey nicht gespielt, glaube aber nicht, dass die geschilderten Szenen in dem Spil vorkommen. Wahrscheinlich meinte er “Manhunt”, das aber schon seit 2004 indiziert ist.

  10. @amegas

    Könntest du das vielleicht im Forum näher erläutern?

    @LeChuck

    Danke für den Hinweis. Dummerweise meinte Bosbach, dass solche wie von ihm beschriebene Spiele verboten werden müssten. Manhunt war zu dem Zeitpunkt der Äußerung aber eben nicht nur indiziert sondern auch zusätzlich verboten – scheidet also aus. Zu Prey, da bin ich auf mithilfe angewiesen, ich habe es nie gespielt. Das einzig verwerfliche was ich davon in Tests gelesen habe war, dass in Cutscenes auch Kinder sterben. Ganz dunkel erinnere ich mich auch noch, das man vielleicht sogar “infizierte” oder “Zombie”-Kinder bekämpfen muss. Aber ist das mit der Beschreibung vergleichbar?

  11. Pingback: Tweets die Stigma Videospiele » Blog Archive » Recherche erwähnt -- Topsy.com

  12. Prey ist eher mit Doom vergleichbar, ein witziger shooter aber nicht wirklich schockierend im grad der gewalt soweit ich mich erinnere. Wobei das auch ne ganze weile her ist das ichs durchgezockt habe.

    Bonuspunkte für irgendwas gibt es da aber nicht, wie gesagt shooter nach doom3 art mit ein bischen mehr story aufgepeppt. Nichtmal an sterbende kinder in cutszenes oder nackte leute irgendeiner art erinnere ich mich. Da hat bosbach wohl den erst besten shooter als beispiel genommen und gehofft das niemand ihn widerlegen kann weils nunmal nicht so bekannt ist.

  13. Btw nochmal eben nen review gelesen: Man erschiesst selbst keine menschen, die werden meist von aliens wärend cutscenes getötet wärend man mehr oder weniger zum zuschauen verdammt ist. Die “kinder” die man “tötet” sind geister… und um ehrlich zu sein bezweifle ich das prey das erste spiel ist so man geister in kinderlicher form beseitigt.

    Eine cutscene mit einem sterbenden kind gibt es wohl auch entgegen meiner vorherigen posts, aber erinnern kann ich mich daran nicht wirklich. Wohl ein zeichen dafür wie “killerspiel” abgehärtet ich wohl bin, oder doch eher ein zeichen dafür das ich realität und virtualität unterscheiden kann im gegensatz zu bosbach..

  14. @Rey Alp
    Absolute einzelheiten kann ich nun nicht nennen was ich aber mit ziemlicher sicherheit weiss ist das man in keiner situation irgendwelche wehrlosen, harmlosen kinder und frauen tötet. An sowas würde ich mich erinnern da sowas spielerisch ziemlich fad wäre.

    Ob es nun moralisch verwerflich ist geister die kindern ähneln zu beseitigen das wäre eine längere diskussion, immerhin sind geisterkinder nix wirklich neues in filmen…

  15. Ich hab auch Prey gespielt und kann bestätigen, dass man niemals irgendwelche hilflosen Menschen bzw. Kinder töten muss. Die Geister sind äußerst wehrhaft und daher äußerst lästig. Allerdings gibt es einige heftige Szenen in dem Spiel. Anfangs ist man, wie bereits erwähnt, dazu verdammt zuzusehen, wie die Aliens den Großvater der Spielfigur töten und gegen Ende des Spiels ist man gezwungen die ebenfalls von den Aliens entführte Freundin zu töten, da sie nach Alienexperimenten nicht mehr zu retten ist.
    Das war’s auch schon an den wirklich krassen Szenen. Ansonsten ist Prey ein guter, kurzweiliger Shooter, der mir viel Spaß gemacht hat, ich kann ihn nur empfehlen (er sieht zwar wie Doom3 aus, ist aber viel abwechslungsreicher) ;)

  16. Also. wenn es Prey nicht ist: Kramt doch bitte die Zeitschriften der Polizeigewerkschaften eures Bundeslandes mal kurz aus dem Leitz-Ordner und kuckt in dem besagten Zeitraum nach, ob ihr den Artikel findet^^.

  17. @Roland

    War glaube ich nach dem Amoklauf von Winnenden eine Fersehsendung. Möglicherweise die mit dem Regelwald^^.

    @Sky

    Ich hatte auch in der “Kriminalistik” nachgesehen (in der Bibliothek), konnte da aber auch nichts passendes finden.

    @amegas

    Guta Frage, Wowler vor!

  18. @LeChuck
    Also im Titel “Manhunt” kommen überhaupt keine Kinder vor, im Spiel selbst – also während des Gameplays – soweit ich es gespielt habe nicht einmal Frauen. Es beschreibt eine trostlose urbane Welt, Strassen, Hinterhöfe und sonstige Einrichtungen die von mehr oder weniger Fremden gegenüber äußerst aggressiven, gewalttätigen Männerbanden bewohnt werden in die der Anti-Held des Spiels, ein verurteilter Schwerverbrecher, geworfen wird. Diese “jagen” ihn dann, deshalb der Titel: er bezieht sich also eindeutig auf die Hauptfigur welche der Spieler, die Spielerin, steuert, als Opfer: nicht Täter. Die einzig wehrlose Figur ist am Ende dessen Antagonist, der Bösewicht im Spiel, ein Fernsehproduzent

    Das von Bosbach und “Prey” habe ich schon einmal gehört. Ganz verstehe ich nicht, welchen Sinn es machen soll eine solche Behauptung weiter zu untersuchen, wenn sich Bosbach anscheinend selbst nicht ganz sicher war um welches Spiel es sich dabei gehandelt haben soll…

  19. Das mit Todesritterquest bei WoW könnte sein:
    Allerdings fliehen die Menschen nicht vor Foltermachinen sonder vor dem anrückenden Untoten und Sie sind auch nicht halb nackt. Man muss dann als Todesritter fliehende Dorfbewohner und Soldaten töten für eine Quest. Es sollte aber beachtet werden das man zu dem Zeitpunkt storytechnisch noch unter Einfluss das bösen Lichkönigs steht, von dem man sich dann im weiteren Verlauf der Story lossagt. Todesritterstartgebiet ist allgemein alles bissel makaber, aber alles im Rahmen wenn man sich so anschaut was es an Filmen und Büchern gibt wo anscheinend keiner Probleme mit hat.

  20. @amegas:
    Konkret würde es wohl um diese Quest gehen: http://www.youtube.com/watch?v=gB78LhbvdnI
    Bei 2:20 sieht man den Spieler eine fliehende Bäurin (nicht halbnackt, aber wohl schulterfrei) angreifen, die sich daraufhin zusammenkauert und via Textmessage um Gnade fleht. Sie flieht vom Stützpunkt, in dem der Spieler zu Beginn steht und in dem auch ein paar Folterinstrumente stehen. Liest sich hundertmal grausamer als es sich spielt.
    Noch erwähnenswert: der Todesritter ist zu Beginn unzweifelhaft ein böser Charakter, so wie man z.B. in GTA unzweifelhaft einen Verbrecher spielt. Daraus abzuleiten, man würde mit den Handlungen sympathisieren, ist etwas, das man mal auf z.B. Literatur übertragen sollte – “wer Krimis liest, will gerne morden” oder so.
    .
    Also, wenn Bosbach wirklich das meinen sollte, dann argumentiert er jenseits eines für mich noch irgendwie nachvollziehbaren Wertesystems. Sollte das wirklich zutreffen, so hoffe ich, dass er niemals eine Bibel in die Hand kriegt, denn wenn WoW schon eine solche Empörung hervorruft, würde er bei der Lektüre der Bibel vermutlich gesundheitliche Schäden davontragen.

  21. Aber wenn ich mir das Datum von der Zeitschrift auf die sich bezogen wird anschaue, können wir das ganze mit WoW auch wieder verwerfen, da zu dem Zeitpunkt WotLK noch nicht annährend draußen war.

  22. Wenn man einen Ladefehler hat kann man bei Wow durchaus halbnackte sehen, gilt allerdings nicht für NPCs.

    Kann nicht jemand den guten Herrn Bosbach mal anschreiben und fragen, welches spiel er meint?

  23. @MadMarvin:
    Stimmt, gar nicht mehr bedacht. Eine andere Quest fällt mir spontan nicht ein, aber härter als die Todesritteranfangsquests wird es eh nicht mehr.

  24. @Pyri
    Das scheint ja dann schon ein ziemlich alter Hut zu sein :) . Wer weiß wie die Leute heute dazu stehen. Mann muss nämlich trotz allem eins beachten… die Leute dieser Parteien haben viele Stimmen verloren und haben angekündigt zu sehen, woran das lag und es könnte ja die Möglichkeit bestehen, dass auch diese mal umdenken… weil wennse so weitermachen, wird es nix mehr mit Stimmenzugewinn.

  25. Da nur die SPD “wirklich” verloren hat und Bosbach CDU Mitglied ist wird der wohl über nichts nachdenken. Und selbst wenn sie sich Gedanken darüber machen würden, anzuerkennen, dass junge Wähler die CDU nicht wählen wegen ihrer “Killerspiel-Politik” und etwas in der Richtzung zu unternehmen, ich glaub, die würden eher ihre Hand abfaulen lassen.

  26. @MW-Snake
    Wie LeChuck schrieb, der mit Bosbach persönlich telefoniert haben will, ist sich dieser selbst nicht ganz sicher welches Spiel er bei Plasberg damals mit diesem Zitat gemeint hat, zu 90% soll es eben “Prey” gewesen sein… Irgendwie erinnert mich die Situation jetzt hier schon sehr an Samuel Beckett. Absurdes Theater :-D

    Sorry, aber wie soll über die Zeitung einer Polizeigewerkschaft jetzt ein halbes Jahr später herausgefunden werden welches Spiel Bosberg Mitte März mit diesem Zitat gemeint hat, wenn er es im Anschluss offenbar selber schon nicht (mehr) so genau gewusst haben will? Dies legt doch auch nahe, dass er den Titel deshalb nicht nannte weil er ihn nicht genau wusste und nicht etwa, weil er ihn aus strafrechtlichen oder jugendschutzrechtlichen Gründen nicht sagen wollte.
    Das ganze passt doch auch wunderbar ins Bild zum Rest der Sendung: von der Regenwald-Nummer Bosbachs über die Show welche Plasberg und Bosbach über den Rapper Kaas abgezogen haben bis zu den mystifizierten CS-Szenen

  27. Nicht zu vergessen die ominöse DVD die mal immer wieder hervorgezogen wurde nach dem motto “hier habe ich was ganz was böses! glauben mir nicht? na dann gucken wirs uns an! wie? lieber doch nicht? okay”.

    Wie das drohen mit der hand in der tasche die zur pistole gekrümmt ist :D

  28. @Pyri:

    Genau so ist es. Er wusste einfach nicht wie das Spiel heißt. Er meinte aber wohl Manhunt. Schade, dass er es nicht genannt hat, dann hätte der N1-Kollege vielleicht einen Punkt mit dem Hinweis machen können, dass Manhunt längst verboten ist.

    Dass er mir im Gespräch dann Prey genannt hat, war m.E. einfach Zufall bzw. eine Verwechslung. Das war halt ein anderes Spiel, das ihm mal als besonders menschenverachtend geschildert wurde.

    Ich glaube übrigens, dass es keine Broschüre der Polizeigewerkschaft, sondern ein Vortrag bei der Unions-Fraktion war, von dem Herr Bosbach seine Eindrücke her hat. Sicher bin ich mir allerdings nicht.

  29. @Rey Alp:

    “Dummerweise meinte Bosbach, dass solche wie von ihm beschriebene Spiele verboten werden müssten. Manhunt war zu dem Zeitpunkt der Äußerung aber eben nicht nur indiziert sondern auch zusätzlich verboten – scheidet also aus.”

    Ich glaube, und das ist jetzt vielleicht ein bisschen bitter, das Bosbach gar nicht wusste, dass Manhunt verboten ist.

  30. @Buzzti
    Mir kommt vor auf die Folterszene in Prey bin ich in dem Zusammenhang auch schon hingewiesen wurde, doch sehe ich da keine Hilfesuchenden die man für Punkte noch schändlich Leid antun kann, und der Spieler, die Spielerin, scheint eben wie Du schon richtig gesagt hast eher gezwungen zu sein das Geschehen passiv zu verfolgen und den Gefolterten nicht helfen zu können den Foltermaschinen zu entkommen :-(
    In Manhunt wüsste ich darüber hinaus überhaupt keine Hilfesuchenden, außer die Figur welcher der Spieler, die Spielerin, steuert, und den Fernsehproduzenten

  31. @LeChuck
    Ich habe bei Aussagen vieler PolitikerInnen den Eindruck schon gewonnen, dass diese vom Gewaltdarstellungsverbot in Deutschland wenn überhaupt nur wenig wissen, wenn sie sich über Spiele äußern – gerade was eine leichtfertige Rede von “Gewaltverherrlichung” betrifft
    Zur Verteidigung dieser Spielekritiker möchte ich aber schon anführen, dass gegenwärtig in Deutschland halt auch “nur” etwa zehn Titel davon betroffen sind, und das ist für die Leute eben viel zu wenig an Verboten…
    Sorry fürn Doppelpost

  32. @LeChuck
    Ich besitze das Spiel Prey und kann sagen dass das was Herr Bosbach schildert in dieser Form nicht vorkommt, wahr ist das es eine Maschine am Anfang des Spieles gibt die Menschen umbringt da die Aliens die man im Spiel bekämpft Menschen als Nahrung und Ersatzteillager nutzen, die Aufgabe des Spielers ist es die Menschen zu retten nicht zu töten und von der Tötung der Opfer sieht man nicht viel bzw. gar nichts die *Schlachtermaschine* die die Menschen tötet geht bei dieser Aktion zu und alles was dann passiert spielt sich im Kopf des Spielers ab aber nicht auf dem Bildschirm und das Spiel ist ab 18 also nichts für Jugendliche oder gar Kinder.

  33. @Rey alp
    …dass in Cutscenes auch Kinder sterben. Ganz dunkel erinnere ich mich auch noch, das man vielleicht sogar “infizierte” oder “Zombie”-Kinder bekämpfen muss. Aber ist das mit der Beschreibung vergleichbar?

    In der ersten Version die Anno 1998 auf der E3 gezeigt wurde kam das vor wurde aber später verworfen sowas wollte man dem Spieler dann doch nicht vorsetzen.

  34. “da fliehen Menschen vor Foltermaschinen, rufen halbnackt um Hilfe und ”
    FT – “Fallout Tactics”
    http://www.youtube.com/watch?v=bmFzou_B3Ik
    ab 0:55
    – “halbnackt”
    zu Prey.
    Die Maschine am anfang kann man wieder anschalten… als sie durch einen NPC abgeschaltet wurde … beim Skript läuft das so ab ein Geist fliegt durch eine Wand man sieht wie 2 Kinder gegen eine Glas scheibe klopfen dann kommt der Geist wieder fährt in das Mädchen welches dann Explodiert … mit Blut und Körperteilen … dann steht der sehr Böse Geist in Kinder Form da packt sich den Jungen im Raum wirt diesen gegen eine Stahlspitze auf der das Kind dann stecken bleibt. Danach verwandelt sich das Geisterkind wieder in das Aliengeist und Sprengt die scheibe, dass der Spieler weiter kommt…
    .
    Ja als man einen Bus findet spuken die Geister plötzlich los …
    .
    Die Maschine die die Menschen ausweidet ist schon blutig, also ab 18 ist das Spiel schon, aber was sieht man Wirklich?
    “Mensch” kommt an … schreit auf dann kommen Zacken aus der Maschine spießen den NPC auf… noch ein wenig schreien… dann kommt ein Dickerzapfen der das “Herz” aussticht, aber dann Fährt die Ganze Maschine zu. Man hört noch ein paar derbe Geräusche dann ist der Mensch weg und es bleibt nur ein Blutfleck übrig…
    .
    In jeden Horrorfilm sieht man mehr …
    Happy Coding.

  35. FT zeigt aber nur eine Cutszene in der der Spieler nichts tun kann und die Angreifer sind ja allesammt Maschinen.

    Ja die Szene kannte ich noch bei Prey, die Entwickler haben von den Spielern und den fachmagazinen ja auch Schelte bekommen deswegen kaum einer mochte sowas sehen und auch hier ist der Spieler nicht der Täter.

  36. Besagte Szene in “Prey” ist wirklich sehr explizit aber das ist ja nicht der Punkt. Es wird ja von Spielegegnern versucht den Anschein zu erwecken das man diese Gräueltaten selber ausüben kann um damit eine Art sadistischen Trieb auszuleben (oder was immer die sich denken). Ich denke da auch an das Rainer Fromm “Meisterwerk” vom ZDF wo dasselbe auch bei der Erschiessungsszene von Modern Warfare versucht wird.
    Man unterstellt den Spielern pauschal das sie sich mit absolut jeder Figur in einem Spiel identifizieren könnten, sogar mit NPCs (vorrausgesetzt sie sind böse). Eigentlich absurd, kein Mensch behauptet das Leute die “Saw” schauen Lust an der Folter andere Menschen hätten und kein Mensch würde einem unterstellen ein verkappter Serienkiller zu sein nur weil man “das Parfüm” gelesen hat.

    Aber bei Spielen ist die Hetzjagd ja eröffnet. Da fühlen sich kampferprobte Alt68er genau so wie angemoderte Konservative derart im Recht das sie hirnlos auch die dümmsten Gerüchte und Schauermärchen nachplappern und dabei vom Pöbel auch noch Applaus erwarten.

    Bei soviel Ignoranz will man nur noch saufen bis man Wolperdinger sieht.

  37. Ich behaupte mal, die Pfeiffers und Bosbachs beschäftigen ein riesiges Heer an Leuten, das für sie das Netz nach entsprechenden Spielen durchforstet in der Hoffnung, dass sie etwas finden, dass ihre Behauptungen unterstreicht. Ob das Spiel nun quasi unbekannt ist und bestenfalls von einer kleinen Gruppe gespielt wird, ist dabei offenbar egal, hauptsache man hat den Beleg für die eigene Hetze gefunden. Ob sie wissen wovon sie reden ist zumindest im Falle von Bosbach wohl ebenfalls egal. Ein aufgeschnappter Name, eine teilweise erdichtete Handlung und schon gilt wieder “Pfui! Böse! Schlimm! Menschenverachtend!”

  38. Es ist schon erstaunlich, daß es ganz seelbstverständlich ist, daß Schußwaffen bei den erweiterten Selbstmorden (sogenannte Amokläufe) die Waffen nicht “schuld” sind aber die Killerspiele schon.

    http://www.rp-online.de/hps/client/opinio/public/pjsub/production_long.hbs?hxmain_object_id=PJSUB::ARTICLE::456743&hxmain_category=::pjsub::opinio::/politik___gesellschaft/deutschland/personen_-_parteien

    http://www.gdp.de/gdp/gdp.nsf/id/_dp200905/$file/DeuPol0905.pdf

    …nur mal so als ergänzende Literatur.

    Gute Nacht!

  39. Ich denke es gibt hier mehrere Möglichkeiten, welches Spiel er gemeint hat:
    Entweder es ist tatsächlich ein Flash Spiel oder von einigen Hobbyentwicklern entwickeltes Spiel. Das niemand kennt und deshalb niemand auch benennen kann. Da dies aber eh nicht die breite Masse oder gar nur eine sehr kleine Gruppe spielen und dies nicht kommerziel verkauft wird, steht dies überhaupt nicht zur Diskussion.

    Oder es ist eine Szene aus einem Spiel. Ich beziehe mich mal auf den Frontal 21 Bericht wie Cyclons erwähnte: In Call Of Duty 4 Modern Warfare schlüpft man ziehmlich zu Beginn in den entmachteten Präsidenten eines Arabischen Staates (*hust Irak*). Dieser wird dann in einem Auto durch die Stadt gefahren (zu seiner Hinrichtung !) und man sieht Soldaten rumlaufen, in Häuser einbrechen und nunmal auch eine Massenhinrichtung.
    Frontal 21 behaupten dann, dieser Hinruchtungen sollen bei der “sadistischen Rahmenhandlung” “den Spielspaß wohl anheizen” http://www.gamestar.de/kolumnen/1955529/kleine_fehler_grosse_luegen.html

    Da Leute wie Bosman Spiele nie selbst spielen und nur Videoschnipsel zu sehen bekommen, kann ich mir gut vorstellen, dass es wirklich eine Szene aus Prey oder einem Vergleichbaren spiel ist. Wahrscheinlich hat er dann verwechselt, dass der Spieler nur PASSIV zuschauen und nichts unternehmen kann. Doch für Bosman wäre es ja aktiv. Man spielt doch. Und das mit dem Leveln klingt für mich, als hätte er das erfunden, dass es noch reißerischer klingt. Zumal es kein Spiel – außer Der Pate (ein Spiel mit Filmhintergrund !) – wo man fürs grausame Töten Punkte kriegt, bzw mehr Punkte kriegt

    Ich finde nichts für Ungut, diese Recherche sowieso sinnlos. Das Zitat ist schon länger her und eindeutig wird man dieses Spiel eh nicht finden können. So oder so ist sein Zitat eh entkäftet wegen den oben genannten Gründen

  40. Ist die dt. Version von Prey nicht auch geschnitten?
    Also die Szene im verlinkten Video ist schon nicht ganz ohne.

    Das Jemand der Spiele nur von derartigen Videos kennt, keinen Unterschied zwischen geskripteten Story Sequenzen und dem eigentlichen Spielgeschehen sieht ist nicht weiter verwunderlich.

  41. @kraid
    Nunja den unterschied nicht kennen und dem spieler eine aktive rolle geben ist schon ein unterschied.

    Man kann sich nicht hinstellen und behaupten “in spielen ist alles schlimmer weil man es selbst macht” wenn in den meisten beispielen die genannt werden der spieler da garnix selbst macht. Sondern solche situationen wie auch in einem film viel mehr dazu dienen eine atmosphäre aufzubauen und der spieler in den seltensten fällen wirklich aktiv daran teilnimmt.

    Von daher muss man sich schon entscheiden was man will… entweder es ist schlimm weil man in spielen “teilnimmt” aber dann muss man eingestehen das der spieler in diesen situationen eben nicht teilnimmt. Oder aber man müsste behaupten sowas ist schlimm egal ob man teilnimmt oder nicht aber dann müsste man auch anfangen gegen filme und bücher vor zu gehen.

    Von daher finde ich das schon arg sinnfrei.. den unterschied ob die spielfigur selbst diese aktion begeht oder ob sie nur zeuge dieser situation ist den erkennt man auch als nichtspieler in videos. Selber blödsinn wie die aufregung über die hinrichhtungs szenen bei der fahrt in CoD4, es gibt dutzende filme wo sowas gezeigt wird teilweise sogar noch viel realistischer und beklemender inszeniert (flehende opfer die noch geschlagen werden) aber da schreit niemand nach.

  42. @Densor
    Naja, du siehst das nun aus der Sicht eines Spielers. Herrn Bosbach wird das aber sicherlich nicht sonderlich interessieren und wird den Unterschied zudem auch nicht kennen. Vielleicht steuert der Spieler ja die Maschine “who knows?”. Aber wie dem auch sei ob man nun einer Zwischensequenz zusieht oder der Spieler aktiv etwas steuert, es ist Bosbach u.a. egal. Die wollen die Spiele weg haben. Den geht es nicht um Jugendschutz, den geht es nicht um Straftaten, solche Leute sind von der puren Existenz solcher Spiele einfach so stark schockiert, dass sie alles tun würden was in ihrer Macht steht um ihr Ziel zu erreichen. Bestehende Gesetze, die Wahrheit oder ähnliches interessiert die auf dem Weg dahin nun wirklich nich. Also hilft es, wenn man den Unterschied wirklich nicht kennt, weil man dann, gestärkt durch die eigenen Überzeugungen und den eigenene Glauben seine Behauptungen weiter ausschmücken kann.

    Somit kann man die moralische Empörung in der Zuhörerschaft weiter vergrößern damit diese, ohne das kennen von Fakten o.ä. auch für ein Verbot von solchem Schund sind.

  43. …außer Der Pate (ein Spiel mit Filmhintergrund !) – wo man fürs grausame Töten Punkte kriegt, bzw mehr Punkte kriegt.

    Ich besitze das Spiel es gibt sowas dort nicht, was gemeint ist der *Angstparometer* bei den Geldeintreibermissionen wo man Leute einschüchtert um Schutzgeld zu erpressen (Man spielt ja die Mafia in den 30igern und die taten sowas), je mehr man die Leute einschüchtert desto mehr zahlen die aber man darf es nicht im Spiel übertreiben denn rutscht die Leiste in den kritischen Bereich zahlen die Figuren nichts und wer die tötet bekommt auch nichts ist ja klar, ja man vergeigt dadurch sogar Missionen und für das Passanten erschießen gibt es auch keine Punkte es kommt nur vor das einige Figuren Geld verlieren welches der Spieler aufheben kann aber das gibt es auch bei Saints Row, Scareface und GTA.

  44. @kraid
    Ist die dt. Version von Prey nicht auch geschnitten?

    Nein dieses Spiel gehört zu den ganz wenigen die es unzensiert nach Deutschland geschafft haben.

  45. Auch die CDU hat verloren, und ganz besonders die CSU. Und die merken es auch. Ob sie es kapieren? Keine Ahnung. Aber auch die CDU-Wähler werden weiter schwinden. Kam neulich im Radio, dass die Wahl zumindest in BW hauptsächlich durch die Menschen über 60 entschieden wurde. Doch noch viele jüngere, die nicht wählen gingen. Da sollte man halt auch mal anpacken und Interesse wecken. Wer will sich denn gerne von Rentnern vorschreiben lasen, wie demnächst die eigenen Arbeits- und Lebensbedingungen aussehen werden?

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