Tipps für Journalisten

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Neben einer zunehmenden Anzahl fundierter Artikel finden sich in anderen Texten noch immer vermeidbare Fehler und kleinere Ungereimtheiten. Sicherlich verbreiten Journalisten nicht absichtlich falsche Informationen, aber regelmäßig wird man nicht genügend Zeit haben, um jede Kleinigkeit zu recherchieren. Dieser Text soll Autoren ein bisschen Recherchearbeit abnehmen und einige allgemeine Schwachstellen bei Artikeln über „Killerspielen“ aufzeigen.

1. Klare Terminologie

a) „Killerspiel“:

Wenn von „Killerspielen“ gesprochen wird, weiß jeder sofort, was gemeint ist: Der in der Öffentlichkeit geführte Diskurs über die möglichen Auswirkung medialer Gewaltdarstellungen auf die Psyche der Nutzer. Zu mehr taugt dieses Schlagwort aber auch nicht. Denn ein konkretes Videospiel kann nur schwer als „Killerspiel“ bezeichnet werden, da es keine allgemeingültige Definition gibt. So fasst die Justizministerin Zypries unter dem Begriff der „Killerspiele“ nur solche Medien zusammen, die nach § 131 StGB bereits jetzt verboten sind. Ihre Kollegin von der Leyen versteht den Begriff etwas weiter und sieht auch solche Videospiele als „Killerspiele“ an, die nach § 15 JuSchG indiziert sind. Da der wohl bekannteste Ego-Shooter „CounterStrike“ weder verboten noch indiziert ist, handelt es sich bei ihm also nach der Auffassung unserer Ministerinnen um kein „Killerspiel“. Selbst von der geplanten Ausweitung des bestehenden Verbotes von „Killerspielen“ soll nach der Auskunft des bayrischen Innenministers Joachim Herrmann „CounterStrike“ nicht betroffen, also kein „Killerspiel“ sein.

Das problematische an dem Terminus „Killerspiel“ ist also, dass jeder, der ihn verwendet, damit etwas anderes meint. Das hält die Medien jedoch nicht davon ab, diesen Begriff weiterhin zu gebrauchen. So wurden von der Presse nach einzelnen Ego-Shootern wie „CounterStrike“ und „Doom“ anfangs noch aufgrund einer Verwechslung auch Rollenspiele wie „Final Fantasy“ als „Killerspiel“ bezeichnet. Während diese Fehler in den letzten Jahren z.B. vom „Kölner Aufruf“ und dem Politmagazin „Panorama“ noch korrigiert wurden, ist es in den Medien seit 2009 offenbar gängige Praxis, Rollenspiele wie „World of Warcraft“ unter der Kategorie der “Killerspiele” zu subsumieren. Selbst das wiederum aufgrund einer Verwechslung als „Killerspiel“ bezeichnete Strategiespiel „Warcraft III“ gilt nun als „Killerspiel“. Ursprünglich wurden auch nur reale Geländespiele wie Paintball und nicht Videospiele als “Killerspiele” bezeichnet.

Wenn man den Begriff „Killerspiel“ verwendet, sollte man ihn also nur als Hinweis auf den oben erwähnten Diskurs, aber nicht als Fachwort für die Bezeichnung eines konkreten Videospiels benutzen.

b) Beispiel für Konfusion:

Die bei der Verwendung des Begriffs “Killerspiel” entstehende Verwirrung lässt sich gut anhand der Frühjahrskonferenz der Innenminister der Länder schildern. Dort wurde im Mai 2007 ein Beschluss gefasst:

“Dieser sieht vor, dass eine erforderliche Verschärfungen des Jugendschutzes und ein ausdrückliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot virtueller Killerspiele umzusetzen ist.”

Ich war so frei nachzufragen, was nach der Auffassung der Herren Minister denn ein Killerspiel sei. Die Antwort ist ebenso erschreckend wie witzig:

“Ein Ergebnis liegt noch nicht vor.”

Es wurde somit beschlossen, dass “virtuelle Killerspiele” verboten werden müssen, ohne zu Wissen, was ein Killerspiel ist.

c) Verwendung:

Nichtsdestotrotz eine nicht abschließende Übersicht von Videospielen, die bisher als Killerspiele bezeichnet wurden:

– Doom (Ego-Shooter): Dieses Spiel ist wohl deswegen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten, weil die Täter des Amoklaufs von Littleton Fans von “Doom” waren. Im Tagebuch schreibt einer der Täter, dass das Massaker “wie Doom” sein werde. Der Vorsicht halber: Weder in “Doom” noch in einem der Nachfolger ist es das Ziel, einen Amoklauf durchzuführen, es ist lediglich einer der ersten bekannteren Ego-Shooter. Zum Teil wird auch behauptet, dass das Spiel von der US-Army zur Senkung der Tötungshemmung von Soldaten entwickelt worden sei. Wahr ist, dass das Militär eine modifizierten Variante von Doom, “Marine Doom”, genutzt hat. Jedoch nicht zur Senkung der Tötungshemmung oder als Schusstraining sondern um Gruppentaktiken und die Orientierung in unbekanntem Gelände zu trainieren.

CounterStrike (Ego-Shooter): In der Öffentlichkeit ist “CounterStrike” als das Spiel bekannt, das vom US-Militär entwickelt wurde um die Tötungshemmung von Soldaten zu senken, das das Töten von möglichst vielen Schulmädchen und Lehrern zum Ziel habe,  das dem Spieler die Möglichkeit bieten würde Gegner zu zerfetzen und von jedem Amokläufer, wie auch den Tätern von Erfurt und Emsdetten, exzessiv gespielt wurde. Keine dieser Aussagen ist wahr, bei “CounterStrike” handelt es sich “nur” um den weltweit populärsten und meist gespieltesten Online-Shooter.

– Final Fantasy VII (Rollenspiel): Nachdem die Bild berichtet hatte, dass auf der Computerfestplatte der Täter von Tessin “Final Fantasy VII” gefunden worden sei, wurde auch dieses als “Killerspiel” bezeichnet. Im Vorfeld der Tat hatten die Täter jedoch den Film “Final Fantasy” gesehen. Das Computerspiel “Final Fantasy VII” galt zu dieser Zeit noch nicht als “Killerspiel”, jedoch gibt es für Spielekonsolen den Ego-Shooter “Final Fantasy VII – Dirge of Cerberus”, mit dem man das Computerspiel möglicherweise verwechselt hat. Auch das Politikmagazin Panorama hatte “Final Fantasy” als Beispiel für ein “Killerspiel” angeführt, diese Nennung nach einem Hinweis aber entfernt.

– FarCry 2 (Ego-Shooter): Tim K. soll nach einem Artikel des Spiegels den Abend vor der Tat mit “FarCry 2” verbracht haben. Die Ablauf der Flucht habe nach der Bild auch dem Inhalt des Spiels entsprochen. Nach Informationen der Polizei entspricht die Darstellung des Spiegels nicht der Wahrheit, es gebe keine Beweise dafür, dass Tim K. am Vorabend der Tat “FarCry 2” genutzt habe. Auch weist der Inhalt von “FarCry 2”, das in Afrika spielt, wenig Parallelen mit dem Amoklauf auf.

Diverse Ego-Shooter: Mittlerweile werden als Beispiele für “Killerspiele” wahllos Ego-Shooter genannt. So z.B. beim “Kölner Aufruf” mit “Call of Duty” ein konventioneller Shooter vor dem Hintergrund des 2. Weltkrieges und “Halo”, das als Zugpferd für Microsofts Spielekonsole xbox eingesetzt wurde.

– Grand Theft Auto IV (Third-Person-Shooter): Die “Grand Theft Auto”-Reihe ist durch die Kritik des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens (KFN) und dessen Direktor, Christian Pfeiffer, in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten. Für den bereits nur zensiert freigegebenen Vorgänger sowie für den aktuellen Teil, GTA 4, fordert er eine Indizierung. Bei GTA 4 handelt es sich nicht um einen Ego- sondern um einen Third-Person-Shooter, dem von Regine Pfeiffer (Schwester) auch Antisemitismus und Schwulenfeindlichkeit vorgeworfen wird.

– Der Pate (Third-Person-Shooter): Ebenfalls vom KFN wird “der Pate” bzw. die “Don-Edition” als Beispiel für die Unfähigkeit der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) angeführt. Das Spiel hätte nicht freigegeben werden dürfen sondern hätte nach § 131 StGB verboten werden müssen. Regine Pfeiffer bezeichnete den Publisher wegen “dem Paten” als “Schweinefirma” und versuchte erfolgslos den Hersteller zu verklagen. Joachim Herrmann sagte, dass man an der Erfolglosigkeit der Klage sehen würde, dass der § 131 StGB nicht ausreicht und eine Verbotsausweitung notwendig sei. Mitarbeiter des KFN veröffentlichen im Übrigen Artikel in Fachmagazinen, in denen sie beklagen, dass das Spiel hätte verboten werden müssen.

– World of Warcraft (Onlinerollenspiel): Zeitgleich zum Amoklauf von Winnenden wurde vom KFN eine Studie veröffentlicht, in der auf das Suchtpotential von Videospielen hingewiesen wurde. Unfähig zwischen der Gefährdung durch “Sucht” und der möglichen Auswirkung auf die Aggressivität zu unterscheiden, haben viele Journalisten – wie beispielsweise auch Spiegel Online und der Spiegel – “World of Warcraft” mit dem Amoklauf in Verbindung gebracht, so dass es seither ebenfalls als “Killerspiel” gilt. Im Nachhinein wurden von Christian Pfeiffer auch mehrere Gründe angeführt, die die Bezeichnung als “Killerspiel” rechtfertigen sollen. Das Spiel hätte wegen der Gewaltdarstellungen nicht ab 12 sondern erst ab 18 Jahren freigegeben werden dürfen. Mehrere Monate vorher wurde die Aufzählung von “World of Warcraft” als “Killerspiel” offenbar noch als Irrtum angesehen, nachdem man ihn bemerkt hatte wurde das Spiel aus dem “Kölner Aufruf” gestrichen.

Warcraft III (Strategiespiel): Viele Politiker und Journalisten schaffen es nicht zwischen dem Strategiespiel “Warcraft III” und dem MMORPG “World of Warcraft” zu unterscheiden. Neben Mischformen wie “World of Warcraft 3” und dem Strategiespiel “World of Warcraft” kam es schließlich dazu, dass “Warcraft III” als Killerspiel gebrandtmarkt wurde. So wurden unter anderem mehrere eSport-Turniere mit der Begründung verboten, dass dort auch das ab 12 Jahren freigegebene Strategie- und “Killerspiel” “Warcraft III” gespielt werde.

d) „Gewaltverherrlichende Videospiele“:

Einige Journalisten und Politiker haben bereits erkannt, dass der Begriff „Killerspiel“ etwas schwammig ist, und suchen nun händeringend nach Synonymen. Mit dem Begriff „gewaltverherrlichendes Videospiel“ meint man, einen solchen Ersatz gefunden zu haben, so dass von manchen Politikern nun ein Verbot „gewaltverherrlichender Videospiele“ gefordert und auf den Umstand hingewiesen wird, das ca. 5 % der in Deutschland freigegebenen Videospiele „gewaltverherrlichend“ seien. Das Problem hier ist, dass es sich bei diesem Wort (auch) um einen juristischen Terminus handelt. Als „gewaltverherrlichend“ werden solche Videospiele bezeichnet, die nach dem § 131 StGB bereits aufgrund der bestehenden Gesetzeslage verboten sind. Es gibt also weder 5 % freigegebene „gewaltverherrlichende Videospiele“ noch ist es notwendig, ein Verbot zu fordern, das haben wir ja schon.

Dieser Begriff ist also, abseits der korrekten Verwendung bei bereits verbotenen Videospielen wie „Manhunt“, noch weniger geeignet als das Wort „Killerspiel“ um bestimmte Videospiele zu bezeichnen.

e) „Gewalthaltige Videospiele“:

Durch die Übersetzung des Englischen „violent videogames“ wird auch von „gewalthaltigen Videospielen“ gesprochen. Nun muss man aber eingestehen, dass in Videospielen keine Gewalt enthalten ist, sondern nur virtuelle Darstellungen von Gewalt. Auf die Spitze hat es hier das „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“ getrieben, das allen ernstes Videospiele verbieten will, „die dazu dienen Menschen zu ermorden“. Zutreffend wäre eher die etwas sperrige Bezeichnung als „Gewalt darstellende Videospiele“.

Man sollte vielleicht den Versuch, krampfhaft die „Gewalt“ in das Wort zu bekommen sein lassen und wie bei Actionfilmen von Actionspielen sprechen oder gleich das Genre (Ego-Shooter, Rollenspiel, Strategiespiel, etc.) nennen.

2. Vollständigkeit

a) Verbotsforderungen:

Man kann regelmäßig lesen, dass einzelne Personen oder Gruppierungen ein Verbot von „Killerspielen“ verlangen. Das impliziert, dass es bisher kein Verbot gibt, was aber nicht zutrifft.

Anstatt von Verbotsforderungen sollte davon gesprochen werden, dass das bestehende Verbot gewaltverherrlichender Videospiele (hier ist der Terminus korrekt) ausgeweitet werden soll.

b) Verbot:

Es sollte auch nur dann von einem Verbot gesprochen werden, wenn eines gemeint ist. Als die Familienministerin die Voraussetzungen der Indizierung gesenkt hatte, konnte man in manchen Artikeln – wenn auch nur in der Überschrift – von einem„Killerspielverbot“ lesen. Tatsächlich bedeutet die Indizierung jedoch nicht, dass ein Videospiel verboten ist, sondern lediglich, dass die öffentliche Werbung und der öffentliche Verkauf wie auch die Abgabe des Spieles an Minderjährige untersagt ist. Faktisch wirkt die Indizierung zwar wie ein Verbot, da kein Publisher ein Spiel veröffentlicht, das er nicht bewerben kann, aber das Produkt an sich kann unter bestimmten Voraussetzungen noch legal erworben werden.

Es sollte also sauber zwischen den verschiedenen Maßnahmen – USK „ab 18“/“keine Jugendfreigabe“, „kein Kennzeichen“, Indizierung und Verbot – unterschieden werden.

c) Rechtslage:

Es wird gerne und oft unterschlagen, dass es auch abseits von Verboten Maßnahmen gibt, die die Weitergabe von Videospielen an Kinder untersagen. So kommen ganze Fernsehsendungen über „Killerspiele“ ohne Erwähnung der USK aus oder erwecken sogar den Anschein, dass die Weitergabe an Kinder ohne Verbot legal sei. Tatsächlich darf ein Spiel nur dann an Kinder und Jugendliche weitergegeben werden, wenn es von der USK die entsprechende Altersfreigabe erhalten hat.

Es sollte klargestellt werden, dass Verbote nicht notwendig sind, um Minderjährige zu schützen (für diese sind die meisten Actionspiele auch ohne Verbot tabu).

d) Forschung:

Es wird nicht selten geschrieben, dass die Nutzung von „Killerspielen“ zu realer Gewalt führen würden. Manche, wie z.B. der Kriminologe Christian Pfeiffer oder der Politiker Roland Näf, behaupten sogar, dass „Killerspiele“ eine notwendige Voraussetzung für Amokläufe seien bzw. ohne sie nicht stattfinden würden. So passt es auch ins Bild, dass die Kriminologin Britta Bannenberg sagt, dass jeder Amokläufer solche Spiele genutzt habe.

Anders als behauptet haben in den USA nur 12 % der jugendlichen männlichen Amokläufer an Schulen Interesse an Actionspielen gehabt (wobei von den 37 bis zum Jahr 2000 erfassten Amokläufen 9 vor der Veröffentlichung des ersten “klassischen” Ego-Shooter “Wolfenstein 3D” bzw. 3 vor dem ersten nach meinem Wissen als “highly aggressive” bezeichneten Spiel “Zaxxon” stattfanden.) . In Deutschland hatten zusammen mit dem jüngsten School-Shooting in Ansbach nur 50 % der Täter große Teile ihrer Freizeit mit solchen Spielen vebracht. Die Behauptung, dass jeder Amokläufer derartige Spiele genutzt habe, ist also falsch. Selbst der Täter des bisher blutigsten Amoklaufs an einer amerikanischen Schule hat keine „Killerspiele“ genutzt.

Es spielte nicht jeder und auch nicht die Mehrheit der Amokläufer „Killerspiele“. Angesichts des Umstandes, dass diese Spiele bei Jugendlichen sehr verbreitet sind und zu der normalen Freizeitgestaltung vieler junger Männer gehören, müsste man sogar die Frage stellen, ob Amokläufer „Killerspiele“ nicht weniger stark nutzen, als es in ihrer Altersgruppe üblich ist.

Damit stellt sich natürlich auch die Aussage, dass ohne “Killerspiele” keine Amokläufe stattfinden würden, als falsch heraus:

Die Nutzung von Videospielen ist keine notwendige Voraussetzung von Amokläufen.

Tatsächlich gibt es bezüglich der Wirkung zum Teil sehr widersprüchliche Ergebnisse, wobei von vielen Wissenschaftlern eine Tendenz bestätigt wird: Manche Videospiele sollen unter bestimmten Bedingungen geeignet sein, als einer von vielen Faktoren (wie Gewalt in der Familie) die Persönlichkeit von Personen, die einer Risikogruppe angehören, zum Negativen hin verändern zu können.

Dabei kann bei der Mehrheit der Personen aber keiner und bei manchen sogar ein positiver Effekt festgestellt werden. Hierbei sollte auch zwischen der Kurz- und Langzeitwirkung unterschieden werden. Während des Spielens wird der vermutete Effekt oft von anderen Faktoren überlagert. Insbesondere der von der dargestellten Gewalt unabhängige Frust führt zu einer höheren Gereiztheit als die Gewalt. So wurde in Studien festgestellt, dass Spieler bei kniffeligen Autorennspielen aggressiver als bei Ego-Shootern sind. Eine Langzeitwirkung gilt als naheliegend. Dabei glaubt man jedoch nicht, dass der Gebrauch direkt zum Amoklauf führt, stattdessen geht man von einer „schleichenden“ Persönlichkeitsveränderung aus. So soll man die Umgebung feindseeliger wahrnehmen, z.B. hinter einem versehentlichen Anrempeln eher Absicht vermuten.

Viel wichtiger ist es jedoch, auch den Kontext zu vermitteln. Die Wirkung von Actionfilmen wird zum Teil mehr als doppelt so hoch wie die von Actionspielen angenommen. Es kann sogar festgestellt werden, dass der Anblick von Geld (kurzfristig) das Mitgefühl senkt, und Personen, die als Kind regelmäßig Süßigkeiten gegessen haben, sind krimineller als ihre Altersgenossen. In Großbritannien wurde auch festgestellt, dass Fastfood aggressiv macht. Trotzdem kommt niemand auf die Idee Geld, oder Pizzen zu verbieten.

Eine isolierte Darstellung der Wirkung von Videospielen sollte vermieden werden, da ansonsten der Eindruck erweckt wird, dass allein diesen eine ominöse Gefahr anhafte, die tatsächlich aber selbst in unseren Brieftaschen und Kühltruhen allgegenwärtig ist. Auch sollte vermittelt werden, dass die Reaktion nicht zwingend ein Verbot sein muss, sondern gegebenenfalls auch nur ein verantwortungsbewusster Umgang geboten sein könnte.

Auch sollte man das Phänomen der Amokläufe nicht nur bei Jugendlichen betrachten. Bei Amokläufen handelt es sich um kein Phänomen der Neuzeit, derartige Taten gibt es seit mehr als 400 Jahren. Mit einem Durchschnittsalter von 34,8 Jahren (nach anderen Quellen überwiegen die Täter mit einem Alter zwischen 30 – 40 Jahren.) kann auch nicht von einem Phänomen unter Jugendlichen gesprochen werden. Über Massaker an Schulen wird lediglich mehr berichtet. In den USA wurde die Öffentlichkeit bereits in den 70ern auf Amokläufe aufmerksam, als Postangestellte reihenweise Kollegen erschossen. Deshalb heißt „Amoklaufen“ in den USA auch „going postal“. Tatort ist meist der Lebensmittelpunkt. Bei Briefträgern die Post, bei Schülern die Schule. Dennoch gibt es auch in Deutschland Amokläufe von Erwachsenen in Schulen.

Amokläufe (an Schulen) sind weder neu noch beschränken sie sich auf Jugendliche.

e) Vollzugsdefizit:

Regelmäßig wird die Notwendigkeit eines Verbotes damit begründet, dass Testkäufe zeigen würden, dass Minderjährige an für sie nicht geeignete Videospiele gelangen können. Hier sollte man nicht unter den Tisch fallen lassen, dass es bei Alkohol und Tabakwaren ähnliche Probleme gibt. Im Vergleich schneiden die Verkäufer von Videospielen sogar besser als ihre Kollegen ab. Während 40 % der Testkäufer an hochprozentige Spirituosen gelangten konnten nur 20 % Videospiele “ab 18” erwerben. Ein Verbot von Alkohol wäre nach dieser Argumentation also erst recht erforderlich.

Es sollte nicht vergessen werden, dass sich das Vollzugsdefizit des Jugendschutzes nicht auf Videospiele beschränkt.

3. Recherche

a) Hersteller von „CounterStrike“:

Wie zuletzt von Günther Beckstein wird von vielen Politkern behauptet, dass der Ego-Shooter „CounterStrike“ vom US-Militär entwickelt wurde. Die Wahrheit ist, dass das Spiel nicht vom Militär, sondern von zwei Studenten als Freizeitprojekt programmiert wurde (Ausführlichere Informationen).

b) Amokläufer und „CounterStrike“:

Es wird immer und immer wieder behauptet, dass die Täter von Erfurt und Emsdetten fanatische Spieler von „CounterStrike“ waren. Während im Fall von Erfurt direkt im Bericht der Gutenberg-Kommission steht, dass das nicht der Fall war, hatte der Täter von Emsdetten in einem Forum geschrieben, dass er kein “CounterStrike” spielen würde.

c) Jugendgewalt:

In Pressemeldungen wird oft behauptet, dass „Killerspiele“ am Anstieg der Jugendgewalt schuld seien. Tatsächlich geht die Jugendgewalt aber sowohl in den USA als auch in Deutschland zurück.

Solche Aussagen sollte man nicht ungeprüft bzw. unkommentiert stehen lassen, wo es doch in Zeiten des Internets ein leichtes ist, innerhalb von Sekunden den Wahrheitsgehalt zu überprüfen.

4. Symbolfotos

a) Stimmigkeit:

Es ist schon vorgekommen, dass ein Artikel über Spiel A mit einem Bild des (blutigeren) Spiels B illustriert wurde. Auch solle die Abbildung das Spiel in dem Zustand zeigen, in dem es freigegeben worden ist. So ist z.B. nur die zensierte Version von „CounterStrike 1.6“ in Deutschland freigegeben. Hier wäre die Bezugnahme auf ein Bild, dass die unzensierte Version zeigt, irreführend.

Es sollte darauf geachtet werden, dass die Fotos wirklich das beschriebene Spiel abbilden.

b) Nachgestellte Bilder:

Offenbar ist es vielen Agenturen zu aufwendig ein Bild von einer spielenden Person zu machen. Oft setzt man den „Spieler“ lediglich vor einem Monitor und zeigt auf dem Bildschirm entweder im Browser oder als Desktophintergrund einen Screenshot des Spieles an. Das ist besonders dann peinlich, wenn es dilettantisch umgesetzt wird. So ist z.T. noch das Interface des Browsers zu sehen oder man kann in der zweiten Variante noch die Desktopsymbole erkennen.

Es sollten keine Bilder verwendet werden, die erkennbar nachgestellt sind. Bedienelemente des Browsers und Desktopsymbole sollten nicht abgebildet werden.

Eine weitere Fehlerquelle ist der „Spieler“. Ego-Shooter werden (am PC) mit den Fingern der linken Hand auf der Tastatur (üblicherweise die Tasten AWD bzw. die Pfeiltasten) und mit denen der rechten an der Maus gesteuert. Da die Maus offenbar nicht immer aufs Bild passt liegt manchmal auch die zweite auf dem Keyboard. Oder aufgrund eines bei Journalisten verbreiteten Irrtums wird dem „Spieler“ einfach ein Joystick in die Hand gedrückt, der für Ego-Shooter nicht verwendet wird.

Die Steuerung des Spieles sollte richtig imitiert werden.

Des Weiteren sollte auch die Kameraperspektive stimmen. Weil normale Spielszenen oft zu unspektakulär sind wird oft ein „Wallpaper“ verwendet. Der zeigt das Spiel aber nicht mehr aus der Perspektive des Spielers sondern wie in Filmen aus einer Perspektive, die das Geschehen gut einfängt. Aus einer solchen Perspektive wird ein Ego-Shooter aber nicht gespielt, so dass ein solches Bild offensichtlich nachgestellt ist.

Bei der Kameraperspektive sollte es sich um die Ego-Perspektive handeln.

c) Waffen:

Um die Verbindung zwischen „Killerspiel“ und Amoklauf herzustellen liegen bei einigen Symbolfotos Pistolen neben der Tastatur. Spätestens derartige Abbildungen haben nichts mehr mit dem gewöhnlichen Spielen eines Ego-Shooters zu tun.

Phantasiebilder sollten nicht so verwendet werden, als ob sie die übliche Spielnutzung wiedergeben würden und gegebenenfalls gekennzeichnet werden, wie es der Pressecodex auch vorschreibt.

Ich hoffe, dass diese Ratschläge für den einen oder anderen eine Hilfe darstellen und vielleicht zu einer sachlicheren Berichterstattung über gewaltdarstellende Videospiele führen.

5. Videospiele als Jugendkultur

In vielen Berichten werden Videospiele als Freizeitbeschäftigung für Kinder und Jugendliche dargestellt. Man meint, dass auch gewaltdarstellende Videospiele für Minderjährige entwickelt werden, da Videospiele ja auch mehrheitlich in dieser Altersgruppe gespielt werden würden.

Tatsächlich sind Videospiele schon längst eine gängige Freizeitbeschäftigung bei Bürgern jeden Alters. In den USA sind die Nutzer von Videospielen durchschnittlich 35 Jahre alt, in Österreich 30 und in Deutschland 34. Diese Grafik zeigt den Anteil der Gamer in den verschiedenen Altersgruppen (Quelle: Die Computerspieler):

 statistik

Es sollte nicht der Fehler gemacht werden Videospiele als “Kinder-” Spiele oder “Jugend-” Kultur darzustellen. Die 14-19 Jährigen stellen zwar die Altersgruppe, in der Gamer den höchsten Anteil haben, aber das durchschnittliche Alter liegt bei ca. 34 Jahren.

80 Gedanken zu “Tipps für Journalisten

  1. Auch wenn ich alter Schwarzseher nicht glaube, dass sich wirklich etwas an der Berichterstattung bessern wird, so bin ich dennoch froh, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, die gängigen Vorurteile und Fehler in den Berichterstattungen zusammenzutragen und konstruktiv zu kritisieren. Dafür ein großes Lob und ein ebenso großes “Danke!”.

  2. Sry, Doppelpost:
    Würde empfehlen, den Beitrag als Sticky oben an der Startseite festzumachen, er bringt doch sehr vieles sehr gut auf den Punkt.

  3. Oder besser noch, auch wenn es wesentlich mehr Arbeit macht wieder ein Vid draus machen mit Fehlerbildern etc etc. und damit wieder ab auf Youtube. Damit erreicht man zumindest einige und vielleicht ist darunter sogar der ein oder andere Journalist.

    Ansonsten echt super Beitrag. Mit viel Mühe beschrieben und nix wurde ausgelassen.

  4. Vielen Dank für den tollen Beitrag. Ein oder zwei Stellen wie z.B. “Freizeitgestaltung junger Männer” könnte man vielleicht sogar noch etwas relativieren; klar sind männliche Jugendlich die größte Spielergruppe, aber ich finde es durchaus erwähnenswert, dass gewaltdarstellende Computerspiele nicht ein “Rückzugsgebiet” oder “Sammelbecken” für eine bestimmte demografische Gruppe sind, sondern mittlerweile sehr breit in der Gesellschaft durchaus positiv rezipiert und aktiv gespielt werden – von der Kindergärtnerin, dem hart arbeitenden Handwerker bis zum Juristen oder Arzt.

  5. http://www.tagesschau.de/kommentar/berlusconi208.html

    Kommentar
    Italien unter Berlusconi bietet ein bestürzendes Bild
    Von Gregor Hoppe, ARD-Hörfunkstudio Rom

    “Und das alles, weil ein Gesetz nicht der Verfassung entspricht? Wer die Argumente der Berlusconi-Anwälte gehört hatte, traute seinen Ohren nicht mehr: Das Recht sei gleich, nur die Anwendung dieses Rechts nicht. Oder: Der Premier sei nicht primus inter pares, sondern primus super pares – also Erster über Gleichen. Bitte?”

    HAHA Happy Regime noch ^^
    ist schon bitter sowas zu hören

  6. @Mortipher:
    ja festpinnen ist eine gute idee ^^
    Dies ist mal Genial zusammengefasst was uns schon seit langem ärgert an der Presse
    Happy Linking ^^ damit auch jeder gleich nachsehen kann wer da mistgebaut hat ^^

    Happy Coding.

  7. Tolle Punkte!
    Ich frage mich aber immer, ob es bei den Symbolfotos und nachgestellten (Stand-)Bildern im Print oder online vielfach nicht auch um was ganz anderes geht: urheberrechtlich relevante Materialien nämlich, und dann kommt aus Public-Domain-Archiven halt etwas völlig falsches auch zustande

  8. @Rey Alp
    Arbeite das bitte weiter aus und setze es oben in die Fußleiste ein (zwischen Medienkritik und Witerführendes etwa) sowas ist sehr nützlich.

  9. Jepp, die Symbolbilder sind einfach peinlich.
    Journalisten würde es ja auch nicht lustig finden wenn man einen Artikel über Journalisten mit einem Symbolphoto illustriert auf dem ein TFT mit Wikipedia-Screenshoot und eine Flasche “Maria Cron” zu sehen ist. ;)

  10. Pingback: Tweets die Stigma Videospiele » Blog Archive » Tipps für Journalisten erwähnt -- Topsy.com

  11. *Daumen hoch Admin*
    .
    Die Medien sind als ganzes in der Bringschuld, denn auch wenn die reißerischen und falschen Beiträge nur von einer Minderheit stammen: Computerspiele sind nicht das einzige Thema, bei dem viel Mist erzählt wird. Daher sollte die oberste Verpflichtung für alle Journalisten darin bestehen, bei jedem Aspekt auf sachliche und kontextuell richtige Darstellung zu achten. Ist das aus Zeitgründen nicht möglich, sagt das und spekuliert nicht drauf los! Alles andere führt lediglich dazu, dass der massive Glaubwürdigkeitsverlust der Medien immer weiter fortschreitet. So wird eine ganze Branche runter gezogen, obwohl sie anderfürsich von großer gesellschaftlicher Bedeutung ist.
    .
    Also verehrte Journalisten, die ihr diese Zeilen lest:
    Seit kritisch, nicht nur gegenüber den Inhalten eurer Beiträge, sondern auch gegenüber euren Kollegen, die sich nicht an elementare Grundsätze halten. Denn: Es gibt Dinge wie den Pressecodex nicht umsonst und wenn ihr dagegen verstoßt, untergrabt ihr in einer aufgeklärten Welt letztlich nur eure eigene Glaubwürdigkeit und tragt zur Diskreditierung eures ganzen Berufsstandes bei!

  12. Coole Sache. Man sollte eigentlich meinen, das sowas zum guten Ton gehört wenn man als Journalist tätig ist. Ich würde das prinzipiell ja an alle Redaktionen schicken, die sich dieser Fehler in den letzten 8 Monaten schuldig gemacht haben.

  13. 4b) “im Browser oder als Desktophintergrund einen Screenshot des Bildes an.”

    Sollte das nicht “einen Screenshot des Spiels an.” ?

  14. Insgesamt eine gute Übersichtsdarstellung, allerdings wäre ich hier:

    “Anders als behauptet haben in den USA nur 12 % der jugendlichen männlichen Amokläufer an Schulen Interesse an Actionspielen gehabt.”

    bei der Erwähnung des Secret Service Reports vorsichtig, was die Aussage zu den 12% betrifft, weil sie sehr leicht kritsierbar ist. Der Bericht des Secret Service umfasst nur eine Auswahl von School-Shootings aus dem Zeitraum 1974-2000, von den medial präsenten und “neueren” Taten ist dort also lediglich Columbine dabei. Eine aktuelle Gesamtstatistik bis 2009 wird ganz sicher eine höhere Prozentzahl aufweisen. Das bessere Argument dürfte hier der Verweis darauf sein, dass das Interesse an Spielen bei den Tätern nicht höher als bei Betrachtung der Gesamtbevölkerung bzw. vergleichbarer peer-group ist.

  15. @ Rey Alp: Zu 4. Symbolphotos:
    .
    Man könnte noch den Hinweis anfügen, daß gem. § 28 JuSchG Abs. 2 und 4 ordnungswidrig handelt, wer Kindern und Jugendlichen Spiele und Auszüge von Spielen (z. B. Scrrenshots) vorsetzt, die für ihre jeweilige Altersstufe nicht freigegeben sind.
    .
    Das gilt z. B. wenn zum Zwecke des “Aufpeppens” einer oh so mitreißenden Reportage Klein-Tommy (Alter: 9 Jahre) vor z. B. die ungeschnittene Version von Fallout 3 gesetzt wird, damit man ein schönes Photo von spritzendem Gedärm bekommt.
    .
    Wenn der Redakteur sich dann rausredet, daß Klein-Tommy ja sein Sohnemann sei und er als Erziehungsberechtigter sein Einverständnis gegeben habe, ist das zwar juristisch keine Ordnungswidrigkeit mehr, aber dafür auch ein wunderschönes Eigentor…

  16. Sehr schöner Versuch, Vielen Dank, das werde ich auch ein Paar Presse-Kollegen zuschicken!

    Gleichzeitig habe ich ja fast die Befürchtung, die miserable Lage um unsere Pressewelt und ihre Berichterstattung zum Thema “Killerspiele” liegt nicht an der Inkompetenz der Kollegen. Ich habe das Gefühl, dass hier ein Auftrag erfüllt wird, ein vielleicht auc h ungeschriebener Auftrag, einen Sündenbock für die Amok-Katastrophen zu finden. Anstatt es im Bereich Familie, Erziehung, Bildung etc. zu suchen. Denn das wäre dann mit vielen Reibereien und bösem Blut verbunden und so, bei den Lobbys.

    Von daher ist es besser, einfach alles auf die “Killerspiele” aufzuwälzen, dann werden vielleicht ein Paar Geeks protestieren, aber der Gemeine Leser bleibt der Presse erhalten, besonders wenn man ihn bildtechnisch und informationsmanipulatorisch dabei unterstützt.

    Er bleibt erhalten, mitsamt aller Problemen und eigentlichen Beweggründen für Amokläufe.

    Anders ausgedrückt, jeder neue Artikel über die sogenannten Gefahren der “Killerspiele” ist nichts anderes als eine direkte Unterstützung des Amoks, als ein weiterer Schritt zu neuen Amokläufen, als eine aktive Pasivität im Bezug auf den fortsschreitenden Kultur- und Gesellschaftszerfall. Denn dadurch wird nichts geändert, keine Problematik erkannt und alles bleibt beim alten… Vielleicht bin ich zu pessimistisch in diesem bezug, aber anders kann ich mir die mediale Inkompetenz der Pressemenschen nicht erklären.

  17. Zu den Bildern:
    Ich fände es ja mal spitze, wenn man eine Fotomontage macht, wo bestimmte Politiker vor dem Computer sitzen. Einfach nur der Desktop ist zu sehen. Bildunterschrift:

  18. sry für doppelpost! es fehlt die bildunterschrift…
    -“Wo muss ich draufdrücken, dass Kaffee raus kommt?” Politiker zeigen ihre Inkompetenz mit modernen Medien-

  19. @Rey:

    ich müsste mal suchen, aber es hat jemand in einem öffentlichen Vortrag zu den Ursachen von Amokläufen Herrn Pfeiffer erwähnt mit einer Untersuchung die 4 notwendige Faktoren identifiziert hat, unter denen Spiele NICHT waren.

  20. Mal wieder ein herrvoragender Text von dir. Hast du eigentlich schon mal daran gedacht selber Journalist zu werden? :)

    Trotzdem ist mir ein kleiner Fehler aufgefallen:
    “Damit stellt sich natürlich auch die nächste Aussage als falsch heraus:
    Die Nutzung von Videospielen ist keine notwendige Voraussetzung von Amokläufen.”
    Die Aussage müsste sich im Zusammenhang mit dem vorangegangenen Text nicht als falsch, sondern als richtig herausstellen.

  21. @Trurl

    1. Ich glaube nicht wirklich, dass meine Schreibe für einen jornalistischen Artikel ausreicht.

    2. Mit der nächsten Aussage ist die oben im Text gemeint. Ich weiß, dass das unglücklich geschrieben ist. Aber siehe einfach 1.^^.

  22. Der Journalist, dem ich diese Seite empfohlen habe, fand den Artikel sehr anregend, aber meint auch, daß viele Leute mit “Ego-Shooter” nichts anfangen können und “gewaltverherrlichende Videospiele” nicht überschriftentauglich sei.

  23. Super Artikel, sollte in jeder Redaktion hängen!

    Meiner Meinung nach sollte man bei Punkt 2d) etwas vorsichtiger sein. Hier hielte ich einen Ton wie z.B. in http://de.wikipedia.org/wiki/Gewalt_in_den_Medien für besser, also eine Darlegung, dass die Studienlage keineswegs eindeutig ist und oft politisch motiviert. Ansonsten macht sich dieser Artikel wegen “cherry picking” angreifbar und erreicht so nicht sein eigentliches Ziel. Stattdessen würde ich noch mehr betonen, dass sehr viel mehr junge Erwachsene Shooter spielen, als die Öffentlichkeit annimmt.

  24. Guten Tag,

    doch hier lesen Journalisten mit. Wenn ich noch darauf hinweisen darf: Da ist was mit den Verneinungen durcheinander geraten:

    “Damit stellt sich natürlich auch die nächste Aussage als falsch heraus:

    Die Nutzung von Videospielen ist keine notwendige Voraussetzung von Amokläufen.”

    Um aus dem letzten Satz einen falschen Satz zu machen, streiche “keine” ersetze “eine”.

    beste Grüße,
    Gereon Hoffmann
    Journalist

  25. Hallo Leute,

    ich bin Grafik-Designer, habe Kommuniktionsdesign studiert und zugegebener Maßen keine Ahnung von so gut wie jeder Art von Videospielen. Allerdings ärgere ich mich auch oft über die eindimensionale und oft auch falsche Darstellung in der Presse bei diesem und anderen Themen.

    Ich finde den Artikel auch sehr gut, wenn auch nicht in allen Bereichen (leider). Schön schlüssig sind die Bereiche1-3, was die Darstelung, also Bereich 4 angeht finde ich geht Ihr etwas hart ins Gericht. Wenn da mal die Montage nicht so toll ist finde ich das nicht schlimm, auch nicht wenn die Bilddarstellung nicht die Ego-Perpektive zeigt. Es geht schließlich um eine Illustration, ähnlich wie das Bild in diesem Artikel (am Anfang), dass ja auch einen Joystick zeigt, der ja wie erwähnt (kenn mich da nicht so aus) nicht in den betreffenden Spielen verwendet wird. Wenn natürlich eine Waffe neben der Tastatur postioniert wird geht das gar nicht, da ja damit gezielt impliziert wird, dass Videospiel-Nutzung und Waffenbesitzt Hand in Hand gehen.
    Noch eine kleine Kritik: ich finde die Sachlichkeit, mit denen der Artikel beginnt sollte sich durchziehen. Gelegtlich merkt man aber, dass sich hier die Videospiel-Branche verzweifelt z wehren verucht. Ich kann einerseits dieses Betreben gut versetehen, andererseits denke ich dass es eher Kontraproduktiv ist. Von der Gefaht zu reden, “die tatsächlich aber selbst in unseren Brieftaschen und Kühltruhen allgegenwärtig ist.”, also vor allem die Verwendung der Worte “tatsächlich” und “allgegenwärtig”, stimmt wohl so nicht. Schließlich wurde wohl auch der Einfluß von Geld und Fastfood nicht wissenschaftlich bewiesen. Fraglich ist auch, ob alle Amokläufer vorher eine TL-Pizza verspeist haben. Die Autoren stellen sich in diesem Zusammenhang nicht besser dar, als die Journalisten, die sie (zu recht) kritisieren. Das ist schade, macht das nicht, das habt ihr nicht nötig!

    Was leider wirklich fehlt ist die Verantwortung der Eltern gegenüber ihren Kindern. Wer nicht für die entsprechende Altersklasse freigegebene Spiele seinen Kindern weitergibt, oder auch nur keine Ahnung hat, mit was sich die Kleinen die Zeit vertreiben hat seine Erziehungspflicht meiner Meinung nach nicht erfüllt. Eltern gehen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nach und denken, für die Erziehung seien andere, z.B. die Lehrer verantwortlich.

    Leider haben es viele Journalisten nötig, sich diesen Artikel durchzulesen. Immerhin steht er jetzt schon auf BildBlog.(dort gab es auch vor einigen Tagen den Verweis auf einen Bericht, der “Sims” als “Killerspiel” bezeichnet hat. Das weiß ja sogar ich, dass das nicht stimmt).
    Gut finde ich auch den Einwand, dass hier der gute Ruf der Presse und auch ihre Funktion in der Gesellschaft auf dem Spiel stehen. Da muss eine gute Recherche schon im Vordergrund stehen. In diesem Sinne @MountainKing : Super-Recherche-Beispiel mit der amerikanischen Studie! So sollten das doch alle machen.

    Sodenn, ich könnte noch mehr schreiben, aber ich denke den Rest wise ihr selber. Danke für die Geduld derer, die das gelesen haben.
    Hoffen wir, dass Journalismus wieder etwas neutraler und objektiver wird. Sonst fürchte ich haben wir hier bald amerikanische Zustände. Und das wird in Sachen Amok-Lauf auch nicht weiterhelfen.

  26. Da war Cheshire Cat wohl ein bißchen schneller.
    Noch eine kleine Anmerkung:
    Der Bericht in dem die Sims als Killerspiel bezeichnet wurden war gefaket und genau darauf wird auch auf BILDblog hingewiesen.

  27. gute sache, bringt das meiste auf den punkt. die armeslig-montierten bilder sprechen ja für die kompetenz der redaktion/des autors und die zeit, die sie mit dem spielen der spiele verbracht haben.

    überhaupt: wieviele der “killerspiel”-autoren haben diese auch nur 20sek lang gespielt?

    nOir

    PS.: ich würde noch erwähnen, dass nicht nur die medien, sondern auch(nur?) die eltern der kinder/jugendlichen in die pflicht genommen werden müssen. wie schon geschrieben, sind die meisten “pöhsen” spiele ja eh schon verboten. wenn eine mutter ihrem sohn dann GTA XY unter den weihnachtsbaum legt, muss sich keiner wundern, dass in der grundschule regelmäßig wörter wie “nutte” und “kalashnikov” fallen!

  28. …Danke das Ihr euch die Mühe gemacht habt.. seit meiner (mit dem Berufeintritt einhergehenden endenden) Zeit als aktiver Killerspieler verfolge ich immernoch die Medienberichte, in denen noobs versuchen Otto Normalverbraucher zu erklären, das jeder Ego-Shooter der Belzebub ist. In meiner Hochphase als aktiver Spieler sowohl im WEB als auch auf LAN-Parties (in der Chronologie etwa zur gleichen Zeit wie der Amoklauf in Erfurt) habe ich besonders die Hexenjagd der BILD (Bezugnehmend auf CS dabei mit Bildern von Soldier of Fortune aufmachend) und des Herrn Glogauer “sie kennen doch Doom, nicht das kennen sie doch” und seine absolute Unkenntnis (angefangen mit der richtigen Aussprache) mit Fassungslosigkeit verfolgt. Leider kämpft ihr gegen Windmühlen, dennoch vielen Dank!

    Axel Gieck
    Diplom Ingenieur

  29. Danke für diese Mühe. Vielleicht liest es hier kein Journalist, aber ihr könnt es an Zeitungen schicken und ihnen sagen, dass sie euch als junge Zielgruppe vertreiben wenn sie solche Fehler machen. Und dass ihr an gut recherchiertem Journalismus zu diesem Thema interessiert seid.

    Ich habe die ZEIT abonniert und werde ihnen diese Liste schicken, mit dem Hinweis dass ich das Abo abbestellen werden wenn spielerverhetzende (*g*) Artikel erscheinen.

  30. Pingback: man kanns garnicht oft genug verlinken « Klemmbroetchen’s Weblog

  31. Pingback: Killerspiele: Tipps für Journalisten : netzpolitik.org

  32. Klasse Arbeit, aber ich glaube nicht, dass der Bericht hier etwas ändern wird. Wenn es den Politikern oder Fernsehsendungen nicht in den Kram passt, werden sie es in keinen Bericht packen, das würde mit guten Beiträgen wie diesen geschehen. Aber wenn Kommentare wie “Ey, Alter, ich bring dich um”(sehr überspitzt) kommen, nehmen sie es in den Berichten auf und sagen, dass “Killerspiele” nur Aggressionen hervorrufen, verschweigen aber, dass es Berichte mit überzeugenden Argumenten GEGEN sie gibt. Ich habe noch längst nicht so viele Berichte über Killerspiele gesehen, die neutral sind und noch weniger ,die für sie sind (leider). Es steht also nicht gut um die Ego-Shooter, Rollenspiele ,etc ,aber ich hoffe es gibt bald eine Wende, wobei die wirklich brutalen und gewaltVERHERRLICHENDEN “Spiele” von den gewaltHALTIGEN Spielen unterschieden werden.

    Übrigens: Ich bin ganz klar gegen Spiele ohne Sinn, in denen nur getötet wird, ich bin für Spiele wie Call of Duty oder Medal of Honor, in denen AUF KEINEN FALL GEWALT VERHERRLICHT WIRD!

    Und Gruß an alle, die mein Kommentar ganz gelesen haben;).

  33. Es geht doch !
    Habe schon fast aufgegeben nach Artikeln zu suchen, die das Thema “Killerspiele” objektiv, nüchtern und vor allem einfach behandeln.
    Ich empfehle den Artikel in Wikipedia zu veröffentlichen (falls nicht bereits passiert).
    Tolle Arbeit, Respekt !

  34. Das Hauptproblem ist doch leider, dass “Journalisten”, die sich nicht die Mühe machen, über das Thema ihrer Texte zu recherchieren, sich auch nicht die Mühe machen werden, diesen Text zu lesen, selbst wenn man ihn ihnen auf die Stirn nagelt.

  35. Pingback: Killerspiele « …Kaffee bei mir?

  36. Pingback: Was ich loswerden will (17) « Duestere-Grenze Blog

  37. Pingback: Leitfaden für die Journalisten in Bezug zu Killerspielen | Scatterd

  38. Pingback: _World of Warcraft und andere Killerspiele « Das_Tafel-Blog

  39. Pingback: Twitted by Jeuner

  40. Hallo,

    Ein wirklich guter Artikel. Danke! Ich bin auch Journalist und ärgere mich oft über die verallgemeinernde Darstellung seitens einiger Kollegen. Vor allem, weil das eben nur die wahren und wesentlich komplizierteren Gründe für Amokläufe kaschiert, und es ist eben Auftrag der Journalisten hier tiefer zu graben. Leichte Gründe für Jugendprobleme waren ja auch schon der Rock’n’Roll, Ozzy Osbourne, Marilyn Manson, etc.

    Ich bitte aber, dass Ihr Euch nicht zu Verallgemeinerungen in Punkto “Medien” und “Journalisten” hinreißen lasst – ich lese das aus einigen Kommentaren heraus. Um genau zu sein ist dieses Blog auch ein Medium wie das gesamt Internet. Und die Macher von Bildblog sind auch Journalisten, genauso wie Kollegen bei der Gamezone oder bei PC Magazinen wie der CHIP oder der c’t. Und die berichten differenzierter.

    Viele Grüße

    Stephan Goldmann

  41. Ich bin nun eines dieser seltenen Exemplare: Selbst nach jahrzehnte langer Nutzung (bin damals vom ATARI 2600 auf den C64 gekommen) von Computerspielen – und, ja, da waren sowohl ab 18, als auch restlos verbotene bei – bin ich nicht Amok gelaufen, haben niemanden verprügelt, nehme keine Drogen, vegetiere auch nicht paranoid in abgedunkelten Zimmern mit Alufolienmützen herum, habe (fast) keine Gewaltphantasien und dazu noch Uniabschluß, Frau, Kinder, Job und bin nicht arm. Man sollte mich vermutlich als letzten und ersten meiner Art für die Nachwelt konservieren.

    Warum aber glaube ich nur nicht, daß ich so besonders bin? Vielleicht, weil ich genug Freunde haben, die ähnlich sozialisiert sind. Denen hat es ebensowenig geschadet wie mir. Und wir haben schon Dinger gespielt, da wirkt CS wie Barbies Ponyhof dagegen. Ach ja, Videos (bzw. DVDs) mit so richtig blutigen Streifen haben wir uns auch immer reingetan und dabei meist laut gelacht. Was für ekelhaft abgebrühte Monster wir doch waren. Wir haben auch mit Spielzeugpistolen “Räuber und Gendarm” gespielt und uns gegenseitig offline erschossen. Zum Teil waren das regelrechte Hinrichtungen.

    Nie wurden wir psychologisch betreut, keiner hatte Angst vor uns, keiner ist in Besitz von Schußwaffen oder hat überhaupt Interesse daran. Unsere Eltern hatten überhaupt keinen Plan, was wir am Computer so treiben und auch wenig Interesse und Zeit dafür. Wir haben Kopien gezogen und die per Post auf Kassetten durch die Republik geschickt. Total illegal. Günni Gravenreuth hat schon damals geschäumt, saß dafür aber nicht im Knast. Wir durften alles. Niemand hat das kontrolliert. Die Welt der Computerspiele war ein kleiner Raum, den nur recht wenige Eingeweihte betraten. Wir waren nicht verschwiegen, aber der Rest der Welt hat sich einfach nicht interessiert.

    Sicher, auch damals gab es in den üblichen Schundpublikationen Hetzkampagnen, aber eben nur auf Seite 5 und nicht als Schlagzeile. Dort fand man, oh Wunder, eher die Fälle, wo die abgrundtief bösen und auch ins Bewußtsein der Redakteure vorgedrungenen Videos Schuld waren. So mit Zombies und Teufeln und Blut. Brr…ganz schlimm. Gleich verbieten sowas. Man fand dann Artikel über “KZ Manager” und ähnliche Blüten dieser Zeit (für die Spätgeborenen: Das war ein textbasiertes Managerspiel mit ASCII-Elementen. Thematik extrem rechtslastig, nicht besonders toll, Hakenkreuze kamen vor (wie überraschend!)). Aber man fand das nicht wirklich verstörend, sondern eher kurios, wie man auch bei Schlagzeilen wie “Spielzeugeisenbahnfan ersticht Rivalen mit Schiene” nicht gleich davon ausgeht, daß diese Gruppe per se eine Gefahr für die Gesellschaft darstellt (wobei, diese Spielzeugeisenbahnfans…ganz komische Typen, möchte ich auch nicht im Mondschein begegnen, sind mir voll suspekt, ehrlich).

    Als aber dann endlich nach 15-20 Jahren auch der letzte Politiker mitbekommen hat, daß da jemand (aber nicht sie) Spaß an einer Sache hat, die sie nicht verstehen, hat man eine harte Gangart angeschlagen. Kann ja nicht sein, daß etwas, was derart vielen Jugendlichen Spaß macht nicht verboten gehört. Ist doch sowas wie Drogen, Sex oder diese laute Gitarrenmusik.

    Das Problem ist jetzt nur, daß es Leute wie mich gibt. Ü30, fest im Leben, körperlich und geistig gesund (was man von bestimmten Politikern nicht behaupten kann) und leidenschaftlicher Spieler seit vielen Jahren. Und ich darf wählen. Noch besser: Wir werden immer mehr. Und die Spieleabstinenzler immer weniger (rein biologisch bedingt). Will sagen, wir sind eine gesellschaftlich relevante Gruppe, die sich keinen Scheiß erzählen läßt, weil sie es besser weiß. Dankt mal drüber nach…aber nicht zu lange.

    Ach ja, nette Zusammenfassung. Aber entweder wissen die Journalisten schon bescheid, dann brauchen sie das nicht. Oder sie scheren sich nicht drum, dann würden sie es nicht sehen wollen. Wenn es nur einen Saulus zum Paulus bekehrt, ist sie aber schon ein Gewinn. Also danke dafür ^^

    Grrrr..unty!

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  46. “Tipps für Journalisten”? Merkwürdig!

    Glauben sie wirklich, dass würde hier einer lesen?

    Hauptsache wir haben mal drüber gesprochen!

  47. Ein sehr schöner Artikel, der inhaltlich korrekt ist. Jeodh stößt mir auch hier mal wieder ganz bitter auf, dass es mit der Rechtschreibung nicht weit her ist.

    Das “WIEDERspiegeln” gibt es nicht. Es heißt “WIDERspiegeln”.

    Dazu sei von mir als gut gemeinter Tipp diese Seite empfohlen:

    http://wiederwider.de

    Besten Dank.

  48. Und hiermit möchte ich gleich für den Tippfehler im obigen Kommentar um Verzeihung bitten.
    Natürlich heißt das Wort “Jedoch” nicht “Jeodh”….

  49. @N
    Ich verstehe deine Kritik auch nicht.
    Ich habe in dem Text von Rey Alp weder “WIEDERspiegeln” noch “WIDERspiegeln” gefunden, sondern nur die orthographisch korrekten Wörter “WIDERsprüchlich” und “WIEDERgeben”!

  50. Wo wir gerade beim Thema Rechtschreibung und Grammatik sind:

    … jeder KOMMA der ihn verwendet KOMMA …

    … Rollenspiele wie „World of Warcraft“ als „Killerspiel*e*“ (NUMERUS!) zu BEZEICHNEN (nicht “zu nennen”) …

  51. Ich habe die Kommata hinzugefügt. Das e habe ich auch ergänzt. Aber ist nennen wirklich falsch? Im Sinne von ein Spiel als einer Kategorie zugehörig zu (be-) nennen?

  52. Anscheinend haben die Oberlehrer heute Wandertag!

    Langsam gewinne ich nämlich den Eindruck, dass einige der Kommentatoren verzweifelt nach Rechtschreibfehlern suchen, weil sie nicht Willens und in der Lage sind, sich mit dem eigentlichen Inhalt auseinanderzusetzen.
    Gut so!
    Das bedeutet nämlich, dass der Text absolut stimmig ist und keine Ansatzpunkte für inhaltliche Kritik liefert.

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  54. @Rey Alp: Ja, “nennen” kann in diesem Kontext nicht mit erweitertem Infinitiv verwendet werden. Noch eleganter wäre vielleicht “… Rollenspiele wie “World of Warcraft” unter der Kategorie der “Killerspiele” zu subsumieren.”

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  58. wenn den artikel jemand ernst nehmen soll, dann sind quellenangaben zum beleg der aussagen unabdingbar. links zu weiterführenden seiten sind zwar schön, aber bei weitem nicht ausreichend. (zumal die links auch sterben können und nicht alles ist im web-archive)

  59. Pingback: links for 2009-10-13 | blog/shl@INTERDOSE

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