Bundeswehr: 1000 x besser als Playstation?

(Lübecker Nachrichten) Nach dem Besuch einer 8. Klasse in der Eutiner Rettberg-Kaserne empören sich Eltern über einen „Vorfall„. Den 13-15 Jährigen Schülern wurde neben dem Fuhrpark auch ein 370 000 € teures Schießkinos gezeigt, über das ein Soldat nach Angabe der Eltern ins Schwärmen geriet: „Er prahlte, dass das Schießkino tausendmal besser wäre als jedes Spiel auf der Konsole zu Hause. […] Wir versuchen unsere Kinder von Ballerspielen fernzuhalten – und dann passiert in der Kaserne so was.„. Grüne, SPD und Linke fordern nun, dass Minderjährigen das Schießkino zukünftig nicht mehr präsentiert wird. Es ist sicherlich nicht ratsam ein zum Training von Soldaten verwendeten Simulator als besser als eine der Freizeitunterhaltung dienende Playstation anzupreisen, aber bei Führungen durch eine Kaserne zukünftig auf den Simulator zu verzichten, weil dieser von der Bundeswehr zum Training genutzt werde und man Kinder von derartigen Material fernhalten wolle, zeugt von einer eigenartigen Logik. Ist man sich darüber im Klaren, welcher Aufgabe die „Rest-Kaserne“ dient?

31 Gedanken zu “Bundeswehr: 1000 x besser als Playstation?

  1. Habe ich bereits von gelesen, ich frage mich allerdings warum man überhaupt mit kleinen Kindern unbedingt in eine Kaserne gehen muß.

  2. Oh gott ist das schlecht, militär=gut videospiel=böse.

    Und der arme soldat, der bekommt jetzt richtig ärger. Dabei kann ich mich gut in ihn hinein versetzen. Er wollte es den kleinen halt so erklären das sie es auch verstehen, ne playstation kennt jeder 12 jährige was nun ein „schießkino“ ist weiss nicht jeder.

    Ich glaub ich hätte es wohl genauso gemacht, bin ich nun deswegen bösartig?

  3. Göttlich finde ich diesen Kommentar zur news

    Also: Wenn Erwachsene das reale Töten von Menschen üben, ist es bei der BW gut. Außer, sie haben Spaß, das wäre böse. Wenn Kinder im Spiel virtuelle Gewalt anwenden, ist es böse, besonders wenn sie Spaß haben. Wenn Kinder dagegen im Schießverein reale Waffen erlernen, ist es gut. Außer sie üben, damit zu töten, das wäre böse. Das dürfen sie erst bei der Bundeswehr üben, da ist es dann wieder gut.

    :-)) Wie recht er hat

  4. Das war bestimmt nicht unbedingt die klügste Bemerkung des Soldaten aber wer dceswegen den Aufstand probt , der hat wohl sonst keine Probleme.

  5. Als fatal bezeichnet Asja Huberty von der Linken den Besuch der Kinder im Schießkino: „Da jugendliche Gewalttäter bekanntlich oft brutale Spiele auf Konsolen wie der Playstation gespielt haben, ist das Vorgehen mehr als verwerflich.“

    ja genau kommt ruhig mit eueren scheiß vorurteilen

  6. „… Asja Huberty von der Linken … Da
    jugendliche Gewalttäter bekanntlich oft
    brutale Spiele auf Konsolen wie der
    Playstation gespielt haben, ist das Vorgehen
    mehr als verwerflich.“

    Befragen Polizisten Gewalttäter jetzt schon
    nach Ihren Spielgewohnheiten? Gibt es Belege
    für diese Aussage oder ist der Wunsch wieder
    Vater des Gedanken?

  7. Was erwarten Eltern eigentlich von einem Besuch bei der Bundeswehr? Händchenhalten und fromme Lieder singen wie in einem Nonnenkloster? Da die Bundeswehr d Waffen hat um sie einzusetzen, muß jedem klar sein, was es in einer Kaserne zu sehen gibt. Da die Schüler die zustimmung der Eltern brauchen, hätten die diese vorher verweigern können. Aber diese hats anscheinend nicht interessiert.

  8. Schreckliche Medienfeindlichkeit. Eine „Playstation“ schon als Synonym für Gewaltverbrechen? Das macht die Konsole doch echt fast schon sowas wie eine Waffe…

  9. Haltet mich für verrückt, aber „dass das Schießkino tausendmal besser wäre als jedes Spiel auf der Konsole zu Hause“ – besser in Bezug auf was?
    Hätte er gesagt „spaßiger“, dann würde ich das Problem sehen. So aber ist es einfach nur eine unbestimmte Aussage.
    „Brötchen sind tausendmal besser als Brot“ – in Bezug auf was? Geschmack? Preis/Leistungsverhältnis? Vom gesundheitlichen Aspekt? Um es auf die Stube zu schmuggeln und heimlich zu essen? Für Essensschlachten?
    .
    Ich halte es zumindest für möglich, dass der erwähnte Soldat nicht den Spaßfaktor gemeint hat. Hinzu kommt eben wirklich, dass die Bundeswehr nun einmal eine Armee ist. Wenn das vergessen wurde, dann sehe ich hier ein ganz anderes und viel größeres Problem als eine ungenaue Aussage eines einzelnen Soldaten.

  10. @Mortipher
    Genau dort sehe ich das Problem. Offenbar ist eine „Playstation“ etwas dermaßen schreckliches in Bezug auf Waffen, dass ein anderer Bezug gar keine Rolle mehr spielt… Möglicherweise auch ein ganz neutraler nicht mehr

  11. @Pyri:
    Wohl wahr. Siebeneinhalb Jahre videospielfeindliche Berichterstattung gehen wohl nicht spurlos an der Wahrnehmung vieler Menschen vorbei. Ob der Schaden je wieder gut zu machen ist, bezweifle ich.

  12. WOW „Aus einer Mücke einen Elefanten machen“ passt bei der Geschichte aber „wie die Faust aufs Auge“. Da sollte man mal „die Kirche im Dorf lassen“.

    Mehr Metaphern, wenn mir noch was einfällt. Einen schönen Tag euch allen, war ja ein interssantes WE

  13. Auch irgendwie witzig. In drei bis vier Jahren werden die „armen“ Kinder, die sich diese unsägliche Aussage anhören mussten, zum Wehrdienst eingezogen.

  14. *bummm*
    was wars?
    Granate? nein.
    Pistole? nein
    Kopf auf Tisch?
    JA!

    Wo sind wir? Im Starship Troopers Universum?

    Happy Coding.

  15. … Ich fragte mich schon wo dieses gesellschaftliche Anstandsklischee-Ding das Jahrhundert über versteckt hat ^^

    Happy new Jahrhundert

  16. schießkinos, das sind doch die wahren killerspiele!
    und schünemann hat selbst eines in niedersachsen bauen lassen!
    also verbietet schießkinos, verbietet schünemann!

    „Ironie off“

  17. Nein Lanzelot.
    Die „Armen Kinder“ werden bestimmt nicht eingezogen, die gehen freiwillig weil sie als Grund und Hauptschüler keinen Ausbildungsplatz finden.
    Im Endeffekt wird damit genau das erreicht was Grüne, SPD und Linke doch wollen: Abschaffung des Wehrdienstes (zumindestens für die eigenen Kinder, die meistens das Gymnasium besuchen und später auf Kosten des Steuerzahlers studieren sollen) und statt dessen „Freiwillige“.

    Gleichzeitig hetzen aber Grüne, Linke und SPD wenn die Bundeswehr Werbeveranstalltungen unternimmt…

  18. Haben die Eltern eigentlich ihr Hirn bei der Geburt ihres Kindes *oder später* abgegeben oder was ist los?

    Wow, die Bundeswehr lehrt jungen Menschen das Töten. Wie…. überraschend. Ach, das ist garnicht das Problem? Das Schießkino ist das Problem? Weil es… oh mein Gott… wie ein Computerspiel wirkt? Ah ok, das verstehe ich. Das Töten an sich ist kein Problem, nur der Bezug zu Computerspielen lässt das ganze böse erscheinen.

    Sind in diesem Lande eigentlich alle besoffen? Was erwarten die Eltern von dem Besuch einer Kaserne? Das ihre Kinder lernen wie man sein Bett richtig macht? Oh mann…

  19. Es gibt doch in Kasernen sooo viele spannende Sachen. Etwa gepflegte Grünflächen, sauber aufgereite gebaute Häuser, Turnhallen, Sportplätze, Schlaf- und Speisesäle, usw. Die Fahrzeuge und Waffen sind also völlig unnötig und können demnach in den verschlossenen Räumen bleiben.
    Vermutlich werden die Kiddies dann bei der Musterung ganz schön überrascht gucken. Bundeswehr = Militär? Dachte das wäre ein Zeltlager. ;)

  20. @ Alrik
    da hast du wohl recht.
    Ich wollte mich auch nur über den Zeitungsartikel und die Empörung des Politikers ein bißchen lustig machen. Ich denke bei Achtklässlern, die in drei bis vier Jahren zur Musterung müssen, kann man ja nicht wirklich von Kindern sprechen.

  21. Wie kann man mit seinen Kindern ne Kaserne besuchen und DANN fällt denen ein das ein Schießkino so böse iss… Man kämpft ja auch mit Spielen in Afghanistan! Da bewerfen die sich mit Controllern und DVDs!
    Ich würde gern mal wissen wenn die ne normale Schießbahn gezeigt bekommen hätten und so ein Satz gefallen wäre wie: Hier zu schießen macht viel Spaß! Besser als auf dem Jahrmarkt!
    Ob dann auch diese Reaktion gekommen wäre?

    Ich glaub diese Empörung kommt schon wie das Sabbern des Hundes beim klingeln wenn man nur mit Elektronischer Unterhaltung oder in dem Fall virtueller Simulation konfrontiert wird.

    Ich hoffe ich werde nich ma so!

  22. Bei uns hier in Österreich finden um diese Zeit sogar glaub ich alljährlich „Leistungsschauen“ des Bundesheeres statt, wo schon die Kleinsten auf den Kampfbombern herumturnen dürfen, ist sicher auch nicht ideal hier…

  23. @Tekamo
    lol wie geil is das denn, erzählt der soldat dem politiker ernsthaft das er immer einen kifft vorm schiessen weil er dann ruhiger wird? (so um die 2. minute rum) Oder ist mein schweizerdeutsch schon so eingerostet das ich da was falsch verstanden habe?

  24. Wozu sich aufregen? Ich versteh das so:
    Die Eltern sind sauer ob des Vergleichs, weil sie jetzt die Quäkenden Kids in der Bude sitzen haben, die sagen: “ Was will ich mit der langweiligen PS? Ich will ein Schießkino, das ist tausendmal besser!“

  25. Ich kann dem Soldaten nicht zustimmen, zumindest unser Schieß-Kino in der AGA war nicht nur grafisch total veraltet, sondern auch unscharf und blass.
    Das einzig gute und wirklichkeitsnahe war der „controller“.
    Da zock ich lieber an der Konsole/dem PC.

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