Tagung zu audiovisuellen Medien

(GwG) Vom 19. bis zum 20. Oktober findet in Berlin eine Koferenz statt, die sich mit der Wirkung von audiovisuellen Medien auf Kinder beschäftigt. Bei der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützen Veranstaltung werden unter anderem Weiß, Hänsel und Schiffer zu Wort kommen – allesamt Unterzeichner des “Kölner Aufruf“.

Zum Programm

(Danke an Shane Fenton.)

29 Gedanken zu “Tagung zu audiovisuellen Medien

  1. Oh das wird witzig, bin gespannt was es da wohl wieder für äusserungen geben wird.
    Warum ist da eigentlich jemand von der SPIO aber nicht von der USK?

    Allgemein bezweifle ich das dort viel praktisches vermittelt wird aber dafür umso mehr halbwahrheiten. Sowas wäre doch mal der perfekte ort um die schon vorhandenen jugendschutzmaßnahmen anzusprechen und zu erklären.

    Allerdings wird bei dem punkt “Jugendschutzrelevante Konsequenzen aus
    Längsschnittuntersuchungen zur Wirkung
    medialer Gewalt.” wohl wieder nur das übliche geblubber kommen, ächten, verbieten, verbrennen.

  2. “Wie das virtuelle Töten zum Töten des Lebendigen
    im Alltag verführt.”
    die reinste propagandaveranstaltung. was soll der scheiß? wem nützt das? von “aufklärung” o.ä. kann doch gar nicht die rede sein.

  3. Doch doch die klären über ihre eigene, ihrer meinung nach total unfehlbare meinung auf. Das ist auch ne aufklärung ;)

    Was will man erwarten von einer veranstalltung bei denen leute als sprecher auftreten die den Kölner Aufruf unterschrieben haben? Da muss schon ein mindestmaß an ignoranz gewährleistet sein bevor solche leute auftreten.

  4. Hey, die zeigen einen meiner Lieblingsfilme: “Die 12 Geschworenen”. Das Original von 1957. Das ist dann auch das einzig Positive, was ich auf dem ersten Blick an dieser Veranstaltung sehe.

  5. Eine Veranstaltung damit sich die üblichen Hetzer wieder gegenseitig auf die Schulter klopfen von wegen was für gute Menschen sie doch sind und wie böse böse doch alles Neue war was man die letzten 50 Jahre erfunden hat.

    @ Densor

    Für diese Leute ist die USK der Feind. Die verhindern schliesslich willkürliche Indizierungen wie sie noch in den Neunzigern üblich waren. Dahin wollen diese Typen hier aber gerne wieder zurück.

  6. Praktisch, dass die Referentenwahl ein adäquater Qualitätsindikator ist:
    Tagungen, die z.B. einem Rudolf H. WEIß u./o. Rudolf HÄNSEL (radikale Fanatiker, keine Wissenschaftler… und das auch vor Unterzeichnung des sog. “Kölner Aufrufs”) ein Podium bieten, desavourieren sich selbst (für immer) als inkompetent für das Thema.

  7. @hecter specter
    das ist auch einer meiner Lieblingsfilme, aber ob dieser tatsächlich dem Geist der restlichen Veranstaltung entspricht wage ich zu bezweifeln. Der dortigen Einbildung wahrscheinlich, ja
    @Vic
    Ja, aber eine andere Veranstaltung in Konkurrenz dazu, mit anderen ReferentInnen, gibts offenbar nicht untersützt von diesem Ministerium. Kenne jedenfalls auch keine andere in absehbarer Zeit, und insofern werden diese “Fanatiker” von einem Ministerium so auch unterstützt. Das ist dann eben die von diesem Ministerium mitunter halt auch erwünschte “Wissenschaft”, weil Erkenntnisse sollen doch (auch) gewonnen werden dort, oder nicht?

  8. @Shane_Fenton
    Thank you for posting this Information ,)

    Man bräuchte ein Gesetz um solche Dinge und Unwahrheiten zu verbieten sowie die Detailtollanz ein wenig einzuschränken. Einfach nur ein Gesetz dass die Wahrheit schützt ….gibts da schon ne Petition dazu? :)

  9. Hm, man könnte ja mit der Gitarre hingehen, Kumba Ya singen, und anschließend ein paar US Flaggen verbrennen, um gegen Killerspiele zu protestieren die von der US-Army zur Enthemmung von Soldaten entwickelt worden sind…
    (Vorher noch CNN und FOX News verständigen) ;)

  10. Ich freue ich schon auf die neue Resulotion, die dort verabschiedet werden soll. Wenn die Herren Weiss und Hänsel daran beteiligt sind, dürfen wir uns auf neue Sternstunden der Peinlichkeit freuen.

  11. Wäre schon was aber ich glaube wir sollten langsam aber sicher wieder ernsthaft psoten sonst denkt ein Kritiker von Spielen/Spielern noch hier wären nur Joker unterwegs. ;o)

  12. Ich hab’ da so eine Ahnung, welche Tagung in näherer Zukunft von den Hetzern als Beleg für ihre Thesen angeführt wird – immerhin ist dort ja sooooo viel Nicht… pardon “Fachwissen” repräsentiert. Wenn DIE das sagen, ja also dann MUSS das doch alles stimmen. ;)

  13. Interessant ist die pseudowissenschaftlichkeit der Veranstaltung.
    Zum Beispiel:
    Auswirkungen audiovisueller Medien auf die
    Neuroplastizität des Gehirns.
    Dr. Günter Haffelder, Leiter des Instituts für Kommunikation und Gehirnforschung, Stuttgart

    Hört sich doch superwissenschaftlich an? Das ‘Institut’ dieses Physikers und Managementberater hat z.B. Geistheilung im Programm, auch von 300km aus.
    Ich habe ja nichts gegen Wunderheiler, Snakeoilsellers und Schamane und was auch immer, aber dann sollen sie sich auch als solches ausweisen und nicht unter einem Mantel der Wissenschaft Dinge behaupten, die kein medizinisches Institut so unterschreiben würde.

  14. @Alrik
    Man könnte den pensionierten Herrn Beckstein bei nächster Gelegenheit auch fragen, ob Deutschland aus der NATO Austreten soll, wenn ein Bündnispartner dermaßen verwerfliche Spiele hergestellt hat, welche ursprünglich zum Abbau einer Tötungshemmung gedient haben sollen und jetzt die Jugend verderben ;-)

    Und noch ein bißchen etwas für Verschwörungstheoretiker: habe soeben herausgefunden, dass die Gründung der BPJS/M Und der Beitrtt Deutschlands zur NATO 1954/55 Stattfanden. Ein Gegengeschäft? Joke-Modus-aus

  15. Pingback: Lügen und Doppelmoral gegenüber Videospielen (II) « legi intellexi condemnavi

  16. Sehe gerade, dass unter Tagespunkt 5 der stets beliebte Dauerkronzeuge Michael Wallies auch wieder zu Wort kommen darf. Weiss jemand näheres über ihn? Ich weiss nur, dass er in Hänsels Werk “Da spiel ich nicht mit” schon die Rolle des “betroffenen Ex-Spielers” innehatte, und dass er mit Pfeiffer an einer Berliner Phoenix – Runde (in der ihm Armin Laschet ordentlich Paroli geboten hat) teilgenomen hat.

  17. @bonedaddy
    Wallies ist zwischen 2004 Und 2007 Bereits in einem “Forum” der Printausgabe der Süddeutschen Zeitung aufgetreten, damals noch als Schüler. Dort berichtete er völlig aus dem Zusammenhang gerissen von ganz üblen Gräueltaten, welche in Spielen an der Tagesordnung stünden

  18. Habe noch ein Interview mit Wallies gefunden.

    Ansonsten würde ich den Typen eher vermeiden. Er behauptet ja von sich selbst, Computerspiele hätten ihn gewalttätig gemacht und seine Sprache verrohen lassen. Klingt nach einem eher unangenehmen Zeitgenossen.

  19. @doktor trask
    So würde ich das nicht sagen. Er versteht die Spiele halt nicht. Begreift sie möglicherweise oder anscheinend nicht richtig. Ansonsten könnte jemand wie ich und der Wallies irgendwie doch auch nicht auf der Welt sein, schon gar nicht gleichzeitig. Mit so unterschiedlichen Ansichten. Etwas scherzhaft gesprochen.
    Damals bei der SZ Wurde auf Details gar nicht eingegangen wenn ich mich richtig erinnere, es war einfach davon die Rede dass Wallies die Waffen, welche in den “Killerspielen” zum vermeintlich schändlichen Einsatz kommen eben gut “kenne”. Und dann war von Kettensägen und ähnlichem die Rede glaub ich.

    Als jemand der dadurch schaden nahm trat er dort jedenfalls noch nicht auf. Das war mit dem ganzen Hokuspokus an Werturteilen gegen Spiele welcher dort veranstaltet wurde aber irgendwie doch (auch) selbstverständlich.
    Den Auftritt Wallies würde ich bei der SZ eher so beschreiben wie wenn jemand etwas schreckliches beobachtet hat und dann ganz klar, natürlich, dagegen ist. Das macht die konstruierte “Perversion” der “Killerspieler” für mich ja auch erst aus
    Das SZ-Kapitel meiner Doktorabeit hab ich übrigens eigentlich schon fertiggestellt und gedenke ich so schnell wie möglich auch einer Öffentlichkeit einfach zur Verfügung zu stellen. Ansonsten würde ich die Rolle welche Wallies in der deutschen Öffentlichkeit gegenwärtig spielt wirklich eher ignorieren. Das heißt auch die Veröffentlichungen an welche er noch teilgenommen hat. Der ist wohl ein Einzelfall in dieser Hinsicht. Jedenfalls solange nicht mit mehr Menschen wie ihn gegen Spiele argumentiert wird, er trat ja auch mal mit einem Verbandschef, G.A.M.E.-Mann, im Fernsehen auf. Mit dem Wallies ist es halt so aus meiner Sicht, dass er als Zeuge einer Unmoral fungiert. Die andere Seite sozusagen braucht ja auch nicht nur Spieler die sie fürs spielen bezahlt (Verweis auf Frau Pfeiffer), sondern auch solche welche sie in ihren Ansichten bestätigt
    Das Problem dabei mit einer wie auch immer gelagerten Wahrheit haben die Veröffentlichungen in der Süddeutschen Zeitung jedenfalls für mich schon erledigt

    Die Welt des Verbrechens welches in den Spielen so ohne jeden Kontext vorherrschen muss entsteht ja erst in den Köpfen und Herzen (Kölner Aufruf ;-) ) der Menschen, welche sich auf sowas erstmal einen Reim auch machen. Das ist ja auch so wenn es bei Plasberg etwa hieß, dass man das Grauen eines Counter-Strike kaum im Fernsehen herzeigen könne…
    Das was in Computerspielen für gewöhnlich geschieht ist ja auch denkbar weit entfernt von den eingebildet niveauvollen Schwarzweiß-Seiten einer Süddeutschen Zeitung… Obwohl sich ein ehemaliger Chefredakteur der Gamestar und SZ-Abonnent mir gegenüber einmal darüber empört hat wie ich nur so negativ über die Zeitung allgemein reden könne, schließlich sei die “ein großes Haus”…

  20. Wallies ist ein Gutmensch und wurde von diesen Weltenrettern aus dem Dunstkreis des Kölner Aufrufes “infiziert”.

    Interessant in dem Interview
    ( http://www.badische-zeitung.de/kreis-loerrach/der-laxe-umgang-war-sicher-ein-fehler–16448428.html )
    finde ich besonders, das er Half-Life schon im Jahre 1997 für sich entdeckt hat, wo HL doch erst ende ’98 erschienen ist und das auch noch in Deutschland in einer armselig verschnittenen Version, die kein Mensch, der seinen Verstand beisammen hat als Gewaltspiel bezeichnen könnte.

    ABER: Wallies will keinen Computer/TV im Kinderzimmer und da muss ich sagen: da gebe ich ihm recht! Wenn ich mir vorstelle, ich hätte ein Kind, ich würde im Wohnzimmer mit dem Kind zusammen spielen, denn auch Videospiele können gemeinsame Aktivität sein und das müssen auch Kinder lernen.
    Mit 14-16 Jahren, ja da würde ich beginnen zu grübeln ob das Kind sich vom Taschengeld(!!!!) einen eigenen Fernseher kaufen dürfte. Generell halte ich es aber so wie meine Eltern:
    “Geh neben der Schule arbeiten udn kauf dir was du willst, solange deine Noten passen”

    Heißt dann: PC und TV im Kinderzimmer erst ab 16 ;)

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