Hänsel: "Killerspiele" aussortieren

(VGMG) Wie wir bereits berichtet haben fand am 19.10 eine Tagung des Vereins Sichtwechsel e. V. für gewaltfreie Medien in Berlin statt. Zu den Referenten gehören die “üblichen Verdächtigen”, Unterzeichner des Kölner Aufrufs. Das nun auf der Webseite des VGMG abrufbare Manuskript von Rudi und Renate Hänsel bietet wenig Überraschungen. Kernstück ist die Forderung anstatt Medienkompetenz zu vermitteln “Medienbildung” zu betreiben. Hierbei soll gelehrt werden zwischen sinnvollen und schädlichen Medien zu unterschieden, damit Jugendliche von sich aus auf destruktive Inhalte verzichten – lernen “auszusortieren“.

Die Marschrichtung wird bereits zu Beginn deutlich gemacht: Man wolle die Aufmerksamkeit auf “die verheerenden psychosozialen Folgen der Gewaltdarstellungen in den audiovisuellen Medien lenken, die unseren Kinder und Jugendlichen eine Reihe amoralischer und asozialer Unwerte lehren, die mit den Werten einer zivilisierten Welt unvereinbar sind“. Medien seien “die unheimlichen Erzieher in unseren Familien und Schulen, unserer ganzen Gesellschaft“, die “auch viele Erwachsene” stark beeinflussen würden. Es werde versucht mangelndes Selbstwertgefühl durch Medien zu kompensieren, was nicht nur nutzlos sondern auch schädlich sei:

“Um ihrer Lebensaufgaben zu bewältigen, bräuchten die jungen Menschen Mut, Gemeinschaftsgefühl, die Überzeugung, dass andere ihnen wohl gesonnen sind und ihnen gerne helfen, genügend Selbstwertgefühl, dass sie sich helfen lassen und die Fähigkeit zur Freundschaft und Kooperation. All dies vermitteln ihnen die audiovisuellen Medien nicht. Im Gegenteil: Sie verstärken ihre Unsicherheit, ihre Mutlosigkeit und ihre Ängste. Sie treiben sie in die Isolation, gaukeln ihnen aber mit der so genannten Gamercommunity, den Clans, eine Pseudogemeinschaft vor, in der keine wirkliche menschliche Beziehung, kein Vertrauen, keine Freundschaft, keine gegenseitige Hilfe entstehen kann, sondern in der eine gnadenlose Konkurrenz sowie männliche Attribute vorherrschen wie cool, aggressiv, sadistisch, mächtig sein. Der Jugendliche meint, er habe jetzt doch über 100 neue Freunde und versteht nicht, warum er sich trotzdem einsam und innerlich leer fühlt. […] In Wirklichkeit bleibt der Heranwachsende – ähnlich wie beim Drogenmissbrauch – in seiner Charakterentwicklung stehen, wächst nicht heraus aus seinen Schwächegefühlen. Im Gegenteil: er regrediert. […] Oder wann wird er im Killerspiel aufgefordert, dem Kameraden zu helfen, Mitgefühl mit ihm zu haben, wenn er verletzt ist, mit ihm zu sprechen, ihn zu trösten, ihm Mut zusprechen. Es geht immer ums Töten, Abschlachten, die Bösen verfolgen, sie quälen, foltern, sie hinterrücks meucheln, sie auf dem Grill rösten und mit dem Flammenwerfer verdampfen.”

Die Folge:

“Die überwiegende Mehrheit der internationalen Medienwirkungsforscher und Kriminalpsychologen kommen zu dem Ergebnis, dass Mediengewalt […]  einen machtvollen Beitrag zur Entstehung von Kinder- und Jugenddelinquenz sowie Erwachsenenkriminalität leistet. Das heisst, solche Inhalte, die die elektronischen Medien vermitteln, haben einen äusserst schädlichen Einfluss auf die Charakter- und Wertebildung von Jugendlichen.”

Und selbst die Verschwörungstheorien bleiben nicht unangesprochen:

“Damit sind die meisten Inhalte der audiovisuellen Medien, die Jugendliche konsumieren, dem Friedensanliegen als ethisches Ziel in Erziehung und Gesellschaft diametral entgegengesetzt und drängt diese in den Hintergrund; denn sie führen dazu, dass Gewalt leichtfertiger angewandt wird im Leben des Einzelnen und im Zusammenleben der Menschen und Völker. Hier drängt sich die Vermutung auf, dass junge Menschen so bereit gemacht werden, sich an den immer weiter sich ausufernden Kriegen der Welt zu beteiligen.”

Zum Manuskript

(Dank an Shane_Fenton)

54 Gedanken zu “Hänsel: "Killerspiele" aussortieren

  1. Kann es vielleicht sein, dass seit über 20.000 Jahren Gewalt ein fester Bestandteil der menschlichen Kultur ist? Oder ist das erst seit ein paar Jahrzehnten der Fall? In was für einem Elfenbeinturm leben diese Typen bloß?
    .
    Außerdem gibt es sehr wohl sehr viele Shooter mit sozialen Aktionen in denen Zusammenarbeit nicht nur möglich ist, sondern auch zum Spielerfolg beiträgt und erforderlich ist.
    .
    Aber was rede ich hier, Ihr wisst das ja auch…

  2. Wenn man sich solche Texte durchließt kommt man unweigerlich zum Fazit das der normale Bürger doch gefälligst produktiv zu sein hat und er sich für diese Produktivität nicht mit minderwertigen Hobby sich nicht zu umgeben habe. Eine gleichschaltung all jener die keine Machtpostion innehlten wird hier angestrebt. Und es heißt immer wir würden für Kriege üben aber wer produziert diese Kriege, wer fängt diese an? Und wer verdient am Krieg? Wer darf letztlich seinen Kopf auf dem Schlachtfeld hinhalten?

  3. Pingback: Tweets die Stigma Videospiele » Blog Archive » Hänsel: “Killerspiele” aussortieren erwähnt -- Topsy.com

  4. Nur kurz in diesem Zusammenhang: Der Begriff Medienbildung wird hier völlig falsch verwendet. Den gibt es in der Medienpädagogik schon, nur meint er dort eben genau nicht das, was die hier daraus machen. Medienbildung wird eigentlich als Gegen- oder gemeinsames Konzept mit Medienkompetenz diskutiert, meint nur einen umfassenderen, den ganzen Menschen und seine Persönlichkeit betreffenden Ansatz. Medienbildung ist durchaus positiv gemeint, nicht wie es die Hänsels hier missbrauchen… (Ist jetzt grob aus dem Kopf zusammengeschrieben, daher wahrscheinlich die Begriffsdefinition von mir auch nicht ganz sauber, bitte um Nachsicht.)

  5. “…Oder wann wird er im Killerspiel aufgefordert, dem Kameraden zu helfen,…”
    Ähm, meiner meinung nach hilft ein Medic seinen “Kameraden” indem er sie heilt, aber das ist ganz offensichtlich keine hilfe. Anscheinend tuen Ärzte auch nur so als ob sie uns
    helfen in wirklichkeit verschreiben sie uns oder was?
    Des weiteren hilft man seinen Freunden auch indem man den Gegner Tötet und in einem anderen Artikel auf dieser Seite wird ewähnt das das militär Spiele(oder ein Spiel)
    zum Training von TEAMWORK benutzt, solche Spiele fördern also die Teamarbeit
    und machen keinen einzelgänger aus einem.

  6. Dieses Traktat zeigt doch bloß eines positiv: dass sich mit den “Killerspielen” gar nicht wirklich beschäftigt wird von diesen Leuten, sonst wüssten sie etwa wie wertvoll Kameradschaft in noch den brutalsten Titeln oft sein kann. Dem einfachen Team-Deathmatch im den beim Spiegel so unbegründet-unnötig Ressentiment-beladen verrissenen “Killzone 2” zum Beispiel schon etwa, wo Sanitätern wie mir bei jeder Hilfe ein wertvoller Punkt gutgeschrieben wird. Den Kameraden schaden sofort mit Punkteabzug bestraft
    Für mich ist das eine fast schon fieberhafte Rede gegen fremde Ausdrucksformen, geprägt von diversen Vor- und Nachurteilen, sowie schlichter Verachtung. Ein Ventil für angestaute Ängste und Befürchtungen anderen gegenüber. Anderen Lebensstilen, zum Teil schon auch Lebensweisen, anderem Auftreten und anderem Denken. Das beginnt bereits bei dieser Postulierung einer “Pseudogemeinschaft”: wonach scheinbar alles im virtuellen Raum schon weniger Wert hätte weil es einfach ein virtueller Raum ist. Das ist Haß. Kann gar nichts anderes sein. Begründet werden kann so etwas aus meiner Sicht überhaupt nicht. Gerade etwa wenn man an schwerbehinderte Menschen denkt, welche technische Hilfsmittel für eine größere Reichweite zur Kommunikation unbedingt benötigen um verständlich zu bleiben. So wird das sprechen über ein Werkzeug, sei es ein Telefon(-ähnliches Tool wie ein Headset), eine Tastatur oder etwas anderes, zu etwas weniger wertvollem degradiert

  7. “Das heisst, solche Inhalte, die die elektronischen Medien vermitteln, haben einen äusserst schädlichen Einfluss auf die Charakter- und Wertebildung von Jugendlichen.”

    Und genau deshalb habe solche Inhalte ja auch keine Jugendfreigabe … -.-

    Immer wieder die gleichen hohlen Phrasen.

  8. Oder wann wird er im Killerspiel aufgefordert, dem Kameraden zu helfen, Mitgefühl mit ihm zu haben, wenn er verletzt ist, mit ihm zu sprechen, ihn zu trösten, ihm Mut zusprechen.

    Vielleicht sollten die mal Mass Effect spielen, das wurde ja auch fälschlicher Weiße als Killerspiel abgetan (Ja soagr als Interaktiver Pornostreifen wurde es bezeichnet) doch all das was oben steht ist auch Teil der Handlung, sogar eine zärtliche Romanze ist in diesem Spiel möglich.

  9. @Cyclonos
    Leider muß man es aber denn diese Clowns bestimmen direkt und indirekt mit was wir Ewachsene sehen und konsumieren dürfen und was nicht.

  10. “Oder wann wird er im Killerspiel aufgefordert, dem Kameraden zu helfen, Mitgefühl mit ihm zu haben, wenn er verletzt ist, mit ihm zu sprechen, ihn zu trösten, ihm Mut zusprechen.”

    Ich kann mir nicht helfen aber ich muss so lachen bei dem satz, ich stelle mir ein Counter Strike tunier vor… ein “kamerad” wird angeschossen. Alle seine teamkollegen versammeln sich um ihn, sprechem ihm mut zu “du schaffst das! halte durch!” die verzweiflung ist spürbar.

    Auf der gegenseite der täter und sein team… es wird ihnen klar das sie gerade einen “menschen” angeschossen haben. Der schütze fällt auf die knie, es wird ihm klar zu was für einem monster das “killerspiel” ihn gemacht hat. Er schaut genn himmel und schreibt mit dramatischer kamerfahrt von ihm weg “neeeeiinnn”.

  11. Ich hab gerade son Hals. Ich habe 3 Jahre lang intensiv Ragnarok Online gezockt und die Leute die ich dort kenne gelernt habe waren einfach super. Natürlich sind Online Freunde niemals ein Ersatz für RL-Freunde oder Familie, dennoch konnte ich diesen Leuten alles erzählen was ich wollte und es hat sich eine Art Freundschaft eingestellt. Einige davon hab ich sogar im RL kennengelernt und ich weiß von mehreren Paaren die sich durch MMORPG´s kennen gelernt haben. Und zum Thema Zusammenhalt und Teamwork ist zu sagen, Gildenkriege oder Clanwars anyone?

    Man sollte solche Leute verbieten sie sind nur auf der Welt um Hobby´s anderer Leute madig zu machen ohne auch nur ein Wort über die durchaus positiven Seiten zu verlieren. Solche Leute sind einfach nur paranoid und Schyzoprehn und kommen in unserer technisierten Welt nicht mehr klar, weswegen sie Angst vor ihren Benutzern haben.

  12. Interpretiere ich wieder zuviel in den Text hinein, oder ist das dezent männerfeindlich, wenn von Sadismus als typisch männlichem Attribut gesprochen wird?

  13. “in der keine wirkliche menschliche Beziehung, kein Vertrauen, keine Freundschaft, keine gegenseitige Hilfe entstehen kann, sondern in der eine gnadenlose Konkurrenz sowie männliche Attribute vorherrschen wie cool, aggressiv, sadistisch, mächtig sein”

    Männlich=
    Aggressiv, sadistisch und machtbesessen?
    (Wie Gandhi, der Dalai Lama, Martin Luther King, etc. ?)

    Mir macht eher sorgen, welches Männerfeindliche Bild der Verein “Sichtwechsel E.V.” hat.
    Ob die modernen Medien dran schuld sind?
    Oder nur der kleingeistliche Zeitgeist?

    ;)

  14. Sry für Doppelpost,
    aber @Roland_09:
    Ja, ist es.
    Nur sind diese Vorstellungen heute noch verbreitet, und das dieser Verein sich nicht um die Meinungen von Minderheiten kümmert, wissen wir ja..
    Wen eine Sorte Populismus nicht reich, kommt hält die nächste dazu;
    Wetten, bald geht es auch um kriminelle Immigranten?
    ;)

  15. Die ganzen Möchtegernkritiker, Pseudoexperten, Medienhaßer und Moralterroristen sind allesamt Dinosaurier und genau wie die echten Dinos werden auch sie in einigen Jahrzehnten ausgestorben sein, das ist der einzige schwache Trost der uns bleibt aber bis dahin fließt noch viel Wasser den Rhein hinunter und kann noch viel passieren und bis dahin sind wir selbst die Alten.

  16. @ Dr. Trask

    Diese Typen da die haben nichts zu sagen und keinerlei Macht und deren krudes “Manifest” da ist sowas von lächerlich das man es noch nicht mal als Politiker für voll nehmen kann. Die wollen gerne ein bisschen auf “heile Welt” machen und bilden sich tatsächlich ein das jemand aufhört zu spielen wenn man ihn “bei der Ehre” packt und sagt: “Du wirst doch der milliardenschweren Spieleindustrie doch nicht deine Zeit opfern”.

    Das wirkt doch alles etwas lächerlich,erbärmlich und rührend gutmenschlich.

  17. @Doktor Trask:
    Naja, die Japaner haben halt eine andere Kultur, Gesellschaft und ganz wichtig:
    andere Gesetze.
    Jemand mit Vergewaltigungsfantasien (wie sie nach Studien jede menge Menschen irgendwann haben) und der derzeit keine/n Partner/in hat, der da mitspielt, kann sich dort drüben schlecht eine Prostituierte besorgen, und da ist es besser so ein Spiel zu spielen als draussen in den Strassen nach echter Beute zu suchen ;)
    Zumal auch die Vergewaltigungsrate da drüben niedrig ist, aber ich bin kein Japanologe, es kann gut sein, dass einfach kaum welche gemeldet werden

  18. Nochmal entschuldigung wegen doppelpost, aber mir sit gerade erst aufgefallen, dass dr. trask die diskussion, und nicht das spiel an sich meinte

    sry wegen offtopic

  19. Zum Thema “Kameraden helfen” kam mir spontan Left4Dead in den Sinn.
    Das Spiel macht eigentlich nur wirklich Sinn wenn man im Team arbeitet, da man alleine sogut wie aufgeschmissen ist! Es gibt da auch viele Situationen an denen man einem Teamkollegen helfen muss, durch Medipak oder durch wider auf die Beine stellen, wenn er zu sehr verletzt ist.
    Es macht wirklich riesen Spass das Spiel auf ner Lan zu zocken :)

  20. Die Welt war ein friedlicher Ort, in dem Menschen aller Rassen und Nationen Hand in Hand auf einem Regenbogen tanzten … bis 1992 Wolfenstein 3D veröffentlicht wurde.

    Die Folgen sind bekannt: 9/11, Irakkrieg, Ozonloch, Lukas aus der “Super Nanny” …

  21. was passiert eigentlich wenn man Rudis Argument auf das Fußballspiel anwendet ?

    “Oder wann wird er auf dem Fußballplatz aufgefordert, dem Kameraden zu helfen, Mitgefühl mit ihm zu haben, wenn er verletzt ist, mit ihm zu sprechen, ihn zu trösten, ihm Mut zusprechen. Es geht immer ums Tore schießen, foule, die Gegner verfolgen, sie quälen, foltern, sie hinterrücks meucheln, sie auf dem Grill rösten und mit dem Hacke zu Fall bringen.”

    Nun ist ja jeder richtige Deutsche auch Fußballexperte. ;-)
    Und jeder Fußballexperte wird sagen die die Zeit für Mitgefühl und Trost nach dem Spiel ist.
    Wobei ich jetzt nur für mich sprechen kann – ich bin oft genug statt zu Zocken mit einem meiner Community Member in den Laberchannel auf den Teamspeak gegangen und hab mir einfach nur angehört wie es ihm gerade geht.
    Viel der Mitglieder unserer Community hab ich auch schon persönlich getroffen, auf Lanpartys.
    Deswegen kotzt mich der Kreuzzug dieser gutmenschelnden Spinner gegen die Lanparties an. Sie mosern über die angebliche Vereinzelung der Gamer und die Virtuallisierung des Freundeskreis (und glauben, das man Counterstrike mit Joystick spielt), und wollen dann Veranstalltungen verbieten an denen sich Gamer im Realen Leben treffen können.
    Ist das Dummheit, oder Böswillige Absicht ?

    @Tanja
    Geh mal davon aus, das der Begriff “Medienbildung” von den linken Spinnern aus dem Umfeld des Kölner Aufrufs bewusst verwendet wird.
    Vermutlich solle er im Sinn des Kölner Aufrufs umgedeutet werden, so wie schon der Begriff des “Neoliberalismus” umgedeutet wurde.
    Ursprünglich ist der “Neoliberalismus” die Selbstbezeichnung einer Gruppen von Ökonomen gewesen die in Abgrenzung zum klassischen Liberalismus ( keine Staatlichen Eingriffe ) das Konzept der Sozialen Marktwirtschaft ( Staat als neutraler Schiedsrichter ) entwickelt hatten.
    Seit mitte der 90er wird er jedoch von Linken Intelektuellen verwendet um Andersdenkende als herzlose, asoziale Kapitalisten zu Diffamieren die nur an den Profit denken und alles privatisieren wollen bzw die staatlichen Kontrollinstrumente abschaffen wollen.

  22. Gerüchte in die Welt setzen können wir doch auch oder?

    Durch Gedankenkontrolle, Medienbeeinflussung und Medien und Meinungsbildung versuchen die
    N. wieder einen F. einfluss auf unsere Gesellschaft einzuführen in den der Staat über
    die Vorlieben der Bürger bestimmt und was als Kunst gilt und was nicht…

    böse worte noch nett gemeint…
    Happy Zukunft…

  23. Naja verwundert mich nicht wirklich, denn nur Idioten und Verschwörungstheoretiker wie Fromm sind zu einer so niveaulosen und wissenschaftslosen Haltung gegenüber Videospielen fähig.

  24. Mal wieder Bildung mit *Ausbildung* verwechselt. Ja ich weiß, es hinkt leicht, und trotzdem passt es ganz gut. Wird gerne in diesem unseren Lande verwechselt.

    Ein *gebildeter* Mensch würde sich doch nicht von einem Kölner Aufruf diktieren lassen, welche Medien *gut* und welche *böse* sind, wenn es solch eine Klassifizierung überhaupt gibt.

    DAzu frage ich mich, ob diese Menschen wirklich nichts besseres zu tun haben. Beim Schober vom AAW ists mir klar, der verdient dadurch seine Brötchen *hab ich schon erwähnt das ich dies sehr widerwärtig finde?*. Aber der Rest? Oder wollen die alle einfach mal in den Medien erscheinen? So langsam haben die Leute die Diskussion doch satt, die Spieler ja sowieso schon länger. Der Diskurs läuft ja auch schon beinahe 10 Jahre.

    Nunja, lasst euch nicht ablenken, die sind es an sich nicht wert beachtet zu werden.

  25. Eigentlich läuft er der Diskurs schon seit River Raid und co. und nicht erst seit 10 Jahren aber so richtig ins Rollen brachte erst der Columbinevorfall im Jahre 1999 die Diskussion in Deutschland, ich sage auch nicht das alles Schwachsinn ist was die Kritiker von sich geben aber vieles ist es halt eben dann doch.

  26. ähhhhhh ich bin irgendwie sprachlos über solche texte. Das ist ja die reiste HASSREDE. “Am besten” hat mir die stelle mit dem Gegner Grillen und mit dem Flammenwerfer rösten gefallen. Es ist ja nicht so das sich die meisten Clananhännger sich auch privat kennen und treffen.

    PS: Wer einen Rechtschreibfehler findet darf ihn behalten.

  27. Das einzige Game das ich kenne in dem Menschen am Grill hingen war Die by the Sword aber dort haben die Monster die Leute auf dem Grill geworfen und nicht der Spieler.

  28. @Timbo Jones :

    The worst part is that they actually think so :
    “In den 90er Jahren sind die Tötungssimulatoren, die zur Nahkampfausbildung bei der US-Armee und der Polizei verwendet wurden, vom Pentagon zur allgemeinen privaten Verwendung auf dem Markt freigegeben worden. In der Folge boomte die Computerspiel­industrie, die von Anfang an eng mit dem Pentagon zusammengearbeitet hatte. Die ­sogenannten Killerspiele richteten seither unter Kindern und Jugendlichen grosses ­Unheil an. ”
    .
    .
    Source :
    http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2009/nr13-vom-3032009/die-killerspiele-der-us-armee-an-ihren-ursprung-zurueckweisen/

  29. bei Serious Sam 2 wird ein Gegner nach dem ihn der Spieler erledigt hat gegrillt. Und sogar aufgegessen !
    http://www.youtube.com/watch?v=gapI6QoHI40

    @The Real Black
    Ja, können wir. Und sollten wir auch.
    Wie Sun Tzu sagt: Der Weise nutzt jeden auch die Dummen.
    Ich versuch ja schon seit jahren diesen leuten das Ettiket Neosozialisten anzuhängen ;)

  30. Also für mich sind diese LEute schon “fast” in der Naziecke!
    Die haben damals auch so angefangen: erst Lügen erzählen und dann die richtig heftigen Lügen erzählen, ein paar Verschwörungstheorien erzählen und das alles wird dann fein säuberlich mit einem Doktor oder Professortitel versehen.
    Gut den Nazis damals fehlten die Titel, aber heute braucht man einen Titel damit jemand einem Glauben schenkt.

  31. Ich muss mich Pyri und Ich anschließen, das hat nichts mehr mit Argumenten zu tun, hier geht es nur noch um die individuellen Hassfantasien, die auf keinem irgendwie nachweisbaren Argument mehr fußen. Aus dem Text spricht die reine Verachtung der heute noch vergleichsweise jungen Medien- und Kommunikationslandschaft.
    .
    Ich fühle mich verspottet, ja verhöhnt, dass diese Individuen die Frechheit besitzen, so herablassend über Medien zu sprechen, über die sie sich mangels genauerer Kenntnis kein Urteil erlauben dürften. Über Medien, die mich seit Jahren anderen Menschen näher bringen, Menschen, mit denen mich anfangs nicht mehr verbindet, als das gemeinsame Interesse an einem Spiel, so wie in Fußballvereinen o.Ä. auch mitunter lebenslange Freundschaften einmal anfangen. Über Medien, die es mir erlauben, mit diesen Menschen auch in Kontakt zu bleiben, wenn die räumliche Distanz ein Miteinander schwer bis unmöglich machen würde.
    .
    Dieses Miteinander, und das werden diese Individuen nicht begreifen können, weil sie sich in ihrem eigenen armseligen Hassbild von Videospielen verrannt haben und sich weigern, sich von diesem ihren Weltbild abbringen zu lassen als käme dies einem persönlichen Verrat gleich, dieses Miteinander kann im Spiel auch wie ein Gegeneinander aussehen. Sie werden nicht begreifen können, dass der Gegenspieler, der ‘Feind’ auf dem virtuellen ‘Schlachtfeld’, der beste Freund, ja die Geliebte im echten Leben sein kann, weil sie nicht mehr im Stande sind, diese beiden Ebenen zu trennen. Ihr Irrtum ist dabei so grundlegend, als wenn sie Kampfsportlern unterstellen würden, ihren Sparringpartnern Schaden zufügen zu wollen.

  32. Es gibt hier auf der Seite (und andere Seiten) viele Menschen die ich gerne persönlich kennen lernen möchte, manchmal wenn die Entfernungen nicht zu groß waren hat das sogar geklappt und das nur durch das gleiche Interesse, den Videospielen. So einsam können Spiele nicht machen wie es immer wieder behauptet wird, im Gegenteil sie bringen Menschen zusammen, vielleicht ist es ja das was vielen Kritikern wirklich stört, das Zusammenhaltsgefühl und die soziale Vernetzung der Spieler.

  33. @Booomboy
    Weshalb sollte da wem ein Titel gefehlt haben?
    Nach Schätzungen des deutschen Bundesjustizministeriums wurden bis 1992 jährlich etwa eintausend Frauen in der Bundesrepublik Deutschland aus eugenischen Gründen (zwangs-)sterilisiert. Ein grundsätzliches Ende der Zwangssterilisierungen kam dabei erst mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz im November 2003 Zustande: http://www.einmischen-mitmischen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=140&Itemid=55

  34. Wir sind eine Sekte? Ja ähm schön, das wußte ich gar nicht das ich einer Sekte angehöre und ich dachte immer ich sei als Spieler nur ein lästiges Insekt. ;o)

  35. ich glaube er meinte diese deppen dieser veranstaltung, nicht uns.

    Also mich haben sie überzeugt.
    Natürlich NICHT!

    steht da ja auch^^

  36. Nach stundenlangem hin und her will ich hier noch folgendes posten:
    ich wollte keineswegs ausdrücken, dass diese Leute, also Hänsel und Co. Eindeutige politische Absichten hegen die über ihr Thema “Medienkritik”, für mich eben eher “Medienfeindlichkeit”, hinausgehen.
    Dazu habe ich aber das Beispiel Zwangssteriliserungen bemüht um zu zeigen, dass Moralvorstellungen auch abseits einer hier schon zitierten “N-Keule” wesentliche Probleme hervorrufen können. Popularisiert wurde das Thema nämlich etwa auch im 1991 Entstandenen Film “Rambling Rose” (Die Lust der schönen Rose) mit Laura Dern. Da gehts eigentlich um gar keine behinderte Frau, sondern bloß um eine, welche mit der Sexualmoral amerikanischer Südstaaten in den 1930er Jahren nicht zurecht kam. Aufgrund schrecklicher Misshandlungen in der Kindheit etc. Und Paternalismus dort. Der Film wurde naturgemäß in Deutschland nicht gut aufgenommen aus meiner Sicht, zeigt aber rückblickend für diese Debatte, sogar für die ganze Seite, was so eine Vorschreibung von “fühlen sollen”, “haben wollen”, bis hin zum Denken eben schaffen kann.

  37. …das nenn ich mal faschistoid. Also die Grundaussage ist ja nichts anderes als das sie die nächste Generation mit ihren Vorstellungen indoktrinieren wollen. Sind die Verfasser von diesem Schreiben noch bei Verstand?! Ein weiteres Zeichen von unglaublich penetranter Ignoranz. Die ziehen Vergleiche heran die sowas von absolut haareraufend sind, ich fühl mich als hätt ich grad ne Folge von Ren und Stimpy geschaut.

    Ich kann nicht länger warten bis die endlich Tod sind und unsere Generation das Zepter in der Hand hält…

  38. @Shane_Fenton: zeit-fragen hates everything: videogames, music, everything which does not exist since 50 years. Its so annoying to hear the same shit everyday: NEW = EVIL.

    oh come on -.-

    in the next article they will tell again, that games are much more evil than hip-hop – hate is still growing up :(

  39. @Ancro
    off-topic: zur Festplatte in Deinem Blog-Eintrag vom letzten Monat hätte ich noch einen ganz persönlichen Tipp: probier es mal mit einer anderen Linux-Distribution – Knoppix! Damit hab ich schon zehn Jahre alte Platten wieder problemlos lesbar gemacht, welche ich eigentlich vollends zerstört geglaubt hatte. Einfach eine Live-CD Von Knoppix 5.1 Verwenden

  40. Naja, die Idee prinzipiell ok, aber die Aussagen über Games, vor allem der Punkt am Schluss, mit “packt ihn bei der Ehre”, da fällst ja vor Schreck ausm Bett

  41. @Mars
    Die Frage ist doch: welche Ehre? Und was für eine Kultur damit halt (doch) in Einklang stünde. Von einer “Treue” dazu wiederum hoffentlich wenigstens schweigen zu dürfen…

  42. hmm,
    Bei wem liegt die größte Verantwortung über die Erziehung?
    den Eltern! (vermute ich)
    sollte man den Eltern vorschreiben, wie sie ihre Kinder erziehen sollen?
    Nein! (denke ich mal)

    Die Forderung schön und gut.
    Die Frage nach dem warum der Forderung würde mich interessieren.
    Und die Frage nach dem funktionierts?

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