Stiftung gegen Gewalt an Schulen

(AAW) Die bisher im „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“ (AAW) organisierten Angehörigen von Opfern planen ihre Arbeit ab dem 18. November als kirchliche Stiftung fortzusetzen, womit man auch Kritik an der Transparenz der bisherigen Arbeit begegnet. Bereits am 2.11 wird auf einer Pressekonferenz im Landtag die „Stiftung gegen Gewalt an Schulen“ der Presse vorgestellt werden, der am 30.10 noch 13000 € fehlten. Unter den Zielen der vom Bundespräsidenten unterstützen Initiative befindet sich auch die Forderung nach einem Verbot von „Killerspielen, die dazu dienen Menschen zu ermorden„. Bereits bei dem AAW wurde mit der Sammlung von Unterschriften gegen „Killerspiele“ und Waffen sowie mit der öffentlichen Killerspielsammlung (von der GEW offenbar begrüßt) medial ein Schwerpunkt auf dieses Ziel der Organisation gesetzt. Angesichts von Passagen in der offiziellen Broschüre, wonach bei Amokläufern immer ein auf gewalttätige Medien konzentrierter Medienkonsum vorliegt und man durch Ego-Shooter die Treffsicherheit trainieren könne, könnten „Killerspiele“ auch bei der „Stiftung gegen Gewalt an Schulen“ das öffentlich präsenteste Thema sein.

Zur Pressemitteilung

71 Gedanken zu “Stiftung gegen Gewalt an Schulen

  1. Amokfrühwarnsystem… muss da immer an so einen fetten roten Buzzer denken, den jeder auf seinen Tisch im Klassenzimmer bekommt und immer wenn man selbst amok laufen will muss man da draufhauen.

  2. Ich packe jetzt mal mein geballtes angelesenes Laienwissen aus und versuch das als Gamer neutral zu sehen. Ist es nicht so das ein „Verbot von Killerspielen“ ein hohes Potential beinhaltet zukünftig noch mehr Gewalt hervor zu bringen?
    Fang ich mal unten an, die unlenkbar in jedem Menschen verankerten, einstmals zur Arterhaltung angelegten Gene des „Sexualtriebes(Arterhaltung)“ und der „Gewalt(Gruppen-Ranking)“ sind immer noch aktiv. Städte werden weiter „Flächenversiegelt“ und bieten kaum/keine Möglichkeiten des toben/raufen/Kräftevergleich/etc. hinzukommt diese pseudo-zivilisierte Birkenstockfraktion(Pädagogen besser Pädagoginnen) die vorallem mit barfüssigen Sitzkissen Diskussionen unsere Jungen versauen. Als anfang/ende der 80er, je nach Staat, das Pornographie-Verbot fiel, gingen die Sexual-Verbrechen im mittel um 10% zurück.
    Daraus schließe ich dann das unter den gegebenen Umständen, „gewalthaltige“ Spiele, ähnlich der Pornos als Ventil/Fluchtweg herhalten müssen, da vielen Kindern/Jugendlichen auch garkeine andere Möglichkeit übrig bleibt(im Kern).
    Ist das austoben an Computerspielen nicht die bessere Lösung, ähnlich der Pornographie, als das „austoben“ an realen Personen???
    Im Grunde machen sich die Gegner zum Mittäter…

  3. Sorry-Doppelpost.

    Staatsanwälte kann man vergessen, die arbeiten nach „Weisung“ des Justiz-Ministeriums und sind daher bei größtenteils politisch-motivierten Hetzen wie der „Killerspiel“-Diskussion unglaubwürdig bis bemitleidenswert…

  4. @eMCe:
    >Als anfang/ende der 80er, je nach Staat,
    >das Pornographie-Verbot fiel, gingen die
    >Sexual-Verbrechen im mittel um 10% zurück.

    Hast Du da Zahlen, Daten, Fakten zu? Das wäre eine wunderbares Argument in dieser aber auch in anderen Fragen, wenn sich das belegen ließe…

    Caupano

  5. @Lonegunman81
    „ein Amok-Frühwarnsystem, einerseits Beobachtung auffälliger Schüler“
    Sowas kann einem die Zukunft verbauen. Ich begründe dies mit der Tatsache, dass ein Kollege, mit dem ich übers Inet schon ne Weile spiele (zeugen/rl freunde seinerseits habens bestätigt) durch „Hinweise anderer“ beschuldigt wurde Amoklaufen zu wollen. Daraufhin wurde er in die geschlossene eingewiesen und weil seine Eltern nicht zu ihm standen, sondern aus Angst diesen Gedanken teilten, bekam er keine Hilfe. Er wurde daraufhin auf ewig seiner Schule ausgewiesen. Fazit: kein Schulabschluss. Ich selbst hätte vermutet, dass er mindestens Abi/HSreife hätte, da er ein hohes Maß an Allgemeinbildung besitzt und „Halbwahrheiten“ verurteilt. Ich meinte er sollte zur Staatsanwaltschaft gehen – doch er meinte es wäre die 4 Jahre schon zu lange her, da er auch das miese Gutachten der geschlossenen gekriegt hat, sieht er keine Lösung, weil er nicht wüsste, wie und wen er anzeigen soll, wenn alle sich gegen so einen Stellen sollen. Für mich persönlich klingt er ruhiger als andere Gamer.

    So ein Früwarnsystem könnte Jugendliche in ein berufliches Nirwana schicken. Nehmen wir beispielsweise Robert Steinhäuser. In Wiki steht folgendes als Motiv: „Als mögliches Motiv für den Amoklauf wird daher der aus Sicht des Täters ungerechtfertigte Schulverweis und die damit verbundene berufliche Perspektivlosigkeit angesehen.“

    Wer sagt denn, dass auffällige Schüler die Nichtausgegrenzten sind? Und grade diese Ausgegrenzten werden auch für die anderen zur Zielscheibe solcher Hinweise – und werden nicht nur von Schülern – sondern von der Gesellschaft „isoliert“ um keinen Schaden anzurichten. Wer glaubt schon einem vermeindlich Verrückten, wenn alle anderen gegen ihn sprechen?

    Wer sich hierzu mal Gedanken machen will, soll sich mal „Bang Bang du bist tot“ anschauen, ist ein Interessanter Film.

    Happy Verdächtige

  6. @Caupano:
    „Diamond und Uchiyama (1999) betrachteten die Entwicklung von Sexualstraftaten in Japan in den Jahren zwischen 1972 und 1995. In der gleichen Zeit fand in Japan eine deutliche Liberalisierung der gesetzlichen Regelungen zur Pornographie statt, was insbesondere die zulässigen Arten der Darstellung angeht.
    […]
    Während des betrachteten Zeitraums gingen Vergewaltigungen um 68% zurück. Insbesondere Gruppenvergewaltigungen gingen erheblich zurück und waren am Ende des Betrachtungszeitraums nur noch sehr selten. Der Anteil der jugendlichen Täter ging während des Betrachtungszeitraums bei Vergewaltigungen um 45%, über alle Sexualstraftaten betrachtet sogar um 85% zurück. Die Rate sexueller Belästigungen blieb während des Zeitraums im wesentlichen konstant (vgl. Diamond+Uchiyama 1999).“
    http://www.martin-ebers.de/dossiers/spiele/porno.html
    .
    Bzgl. sexueller Belästigung: die stellt in Japan auch heute und besonders in öffentlichen Verkehrsmitteln noch ein gewaltiges Problem dar, manche Studien sprechen davon, dass 85% aller japanischen Frauen in Zügen davon betroffen seien. Vielerorts wurden deswegen eigene Frauenabteile für eingerichtet, wie erfolgreich das war, ist mir aber nicht bekannt.

  7. @D-Stroy
    Das is aber ne ganz üble Geschichte die deinem Kollegen da wiederfahren ist. Sowas könnte sich auch einbürgern, sollte dieses „Frühwarnsystem“ wie auch immer das umgesetzt wird greifen. Man könnnte unliebsame Schüler einfach abschieben mit der Begründung es bestehe der Verdacht, dass er Amoklaufen will. Das Fazit wäre noch mehr Leute mit Perspektivlosigkeit und keinerlei Bekämpfung der eigentlichen Probleme.

    @ Morthipher
    Ja dies hab ich auch schon mitbekommen. Das Gegenbeispiel ist hier wohl unsere Jugendkriminalstatistik. Hier sinkt die Zahl stetig es werden allerdings mehr Taten angezeigt und nach Außen publiziert. Weswegen auch viele (meistens bewusst) von einer höheren Jugendkriminalität sprechen.

  8. @eMCe:
    „Als anfang/ende der 80er, je nach Staat, das Pornographie-Verbot fiel, gingen die Sexual-Verbrechen im mittel um 10% zurück“
    Naja wenn ich die Studie wieder finden würde könnte ich es sogar beweisen…
    In Japan hat man Lolicon legalisiert und in wenigen Jahren soll sich die Vergewaltigunsrate und übergriffe auf Kinder bis zur Hälfte reduziert haben…
    *fies*
    also kann man mit einem Verbot 10%
    mit legalisieren von Misbrauchen Zeichentrickkindern 50%
    der Sexual-Verbrechen verhindern?
    Was ist besser?
    PS Bei uns ist die Rate der Sexualstraftaten so um den Faktor 5 bis 8 höher als in Japan. Und diese haben Rapegames und Loliconspiele…

    Happy Statistiken.

    D-Stroy: „Happy Verdächtige“ ??? *grumel*
    Mortipher: „Zeitraums gingen Vergewaltigungen um 68% zurück“ Tya ^^

  9. @The_Real_Black

    mit „das Pornographie-Verbot fiel“ ist glaub ich gemeint „als das Verbot abgeschafft wurde“, also wird das selbe wie von dir beschriebene ausgesagt.

  10. Was mir bei der Diskussion um Japan gerade noch einfällt, Pornographie ist in Japan dem Namen nach, nach wie vor verboten . Allerdings dürfen dort Hentais und Pornos als „Erotica“ vertrieben werden, solange die Hersteller Selbstzensur üben und die männlichen und weiblichen Geschlechtsteile mit Balken verdecken oder die Stellen verpixeln.

    @TRB
    Nunja Japan hat nach wie vor ein großes Problem mit Sexualstraftaten trotz Rapegames, Datesims etc. (von denen ich auch einige besitze). Das Problem ist das die Opfer meistens zuviel Angst haben zur Polizei zu gehen, sei es aus Angst vorm Täter oder aus Angst sozial ausgegrenzt zu werden. So ertragen die meisten Mädchen lieber das Betatschen und Befingern(um das es sich meist in Zügen etc. handelt), anstatt dagegen etwas zu unternehmen

  11. @allDave Sorry nach 10 Stunden Monitog guggen und Coden bleiben halt mal Wörter auf der Strecke…
    El Konsolero: „Selbstzensur üben “
    Ja gibt es tolle Beispiele A4 Großansicht eines … und 90° quer dazu ein kleiner Balken
    als „Zensur“ ^^ das wird in japan immer weiter ausgehebelt und auch irgendwann verschwinden da sollten die Leute in Japan mal der Zensur den Todesstoß geben.
    Und wir sollten dafür sorgen, dass bei uns die Zensur nicht anfängt bzw nicht noch weiter ausgebaut wird!

    „wie vor ein großes Problem mit Sexualstraftaten trotz Rapegames“
    Aber nicht nur in Japan gibt es ein Problem damit… auch die Dunkelziffer gibt es bei uns selbst wenn in Japan (im Asiatischen Raum) die Dunkelziffer doppelt so wäre würde man auch immer noch in Japan besser dastehen als bei uns.

    Happy Select Wort from Übersehen;

  12. Also ich habe natürlich keine Ahnung, wie dieses „Frühwarnsystem“ genau aussehen soll.
    Aber meine Hoffnung wäre, dass es wirklich in Richtung Telefonseelsorge geht, also nicht um Abschieben und Ausgrenzen, sondern um Helfen.
    Das man solchen isolierten Menschen zur Seite steht, und sie nicht anprangert.
    Natürlich weiß man nie, inwiefern solche Menschen bereit sind, sich helfen zu lassen.

    Aber so oder so, wir alle wissen wie nervig und herabsetzend die ganze Kriminalisierung von z.B. Zockern und Sportschützen ist. Verbote sind oberflächlich.
    Aber in Anbetrach der letzten 10 Jahre bin ich trotzdem der Meinung, dass man auch nicht GARNICHTS unternehmen sollte.
    Man sollte doch versuchen, das Leid von einsamen Menschen zu erkennen und ihnen zu helfen, bevor sie explodieren.
    Ich würde mein Kind auch nicht bei sowas verlieren wollen. Man muss sich auch immer wieder mal bewusst machen, dass diese Amokläufe schon ein riesiges Problem sind und extrem grausam!

  13. Daran sind als Gesellschaft Schuld, an der Hand eines jeden Bürgers klebt Blut nicht nur an denen der Täter, unser Land steckt voller Selbsthaß, Egoismus, Geltungssucht, wir sind kalt und hartherzig, uns gehen die Mitmenschen am Arsch vorbei und denken lieber an unseren eigenen Vorteil, anderen Helfen kostet Mühe und die ist uns zu groß. Wir alle sind DER TÄTER,wir produzieren durch unser Verhalten die Amokläufer.

  14. @ doktor trask:
    Ja, das weiß ich doch auch. Und ich bin mir auch bewußt darüber, dass es für diese Probleme keine einfachen Lösungen gibt, schon garnicht „verbiete dies und jenes und tu so als sei Gewalt kein Bestandteil des Lebens“!
    Trotzdem kann man ja nicht sagen, garnichts tun ist die beste Lösung.
    Das wäre leider garkeine Lösung.
    Meine persönliche Meinung ist aber, dass egal wie schlecht auch immer jemand behandelt worden ist, er kein Recht hat, anderen das Leben zu nehmen. Das geht deutlich zu weit und steht in keinem Verhältnis, das Blut an den Händen solcher Täter ist deutlich grausamer als jede Ausgrenzung und Beleidigung, denn sie setzt allen Dingen ein Ende.
    Die Würde des Menschen ist unantastbar, das gilt definitiv auch für Menschen, die auf dem Weg sind, sich zu einem möglichen Täter zu entwickeln.
    Für mich heißt das, dass ihm Hilfe zusteht und er unterstützt werden muss.
    Aber ob diese Stiftung tatsächlich in eine solche Richtung arbeitet, bleibt natürlich fraglich.

  15. Garnix machen halte ich für sinnvoller,es sind diese Zwänge angeführt von Menschen die immer-alles-besser Wissen und versuchen aus einem einen (eher Toten)produktiven Zombie zu machen, wo Pädagogen immer was weichgespültes raushauen, mehrheitlich deutlich Mentoren-Versaute Psychologen „Ja“ und „Nein´s “ verteilen und überhaupt immer andere ganz doll wichtige Personen über das eigene Leben entscheiden bzw. selbst schon die Entfaltungsversuche vernichten. So wie es bei Gamern auch betrieben wird, das übliche Problem halt. Man hätte die „Täter“(die im Grunde Opfer sind) einfach machen lassen sollen(vorzugsweise natürlich mit zustimmung/zuspruch…). Diese „wir wissen alles besser, nix Bademeister- Maurer du wirst(sagt die rechtswidrig angelegte Selektions-Akte), HAU! “ muss einfach aufhören.
    —Ich such die Statistik, diese bezog sich allerdings auf Europa, muss mir mal angewöhnen Seiten zu speichern. ^^

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