Spiele verletzen Völkerrecht!?

(Spiegel Online) „Na und?“ war mein Gedanke, als ich die erwähnte schweizer Studie vor einigen Tagen gelesen habe. Wie man unschwer erkennen kann, habe ich sie auch nicht für weiter erwähnenswert gehalten. Angesichts dieser Äußerung der Sprecherin der Schweizerischen Gesellschaft für Völkerstrafrecht hatte ich auch Probleme die Studie ernst zu nehmen:

„Ein Verstoß gegen diese universellen Rechte muss auch in den Spielen Konsequenzen haben. Wenn etwa ein Zivilist erschossen wird, könnte ein Rotkreuz-Mitarbeiter auftauchen und den Spieler informieren, dass er gegen internationales Recht verstoßen hat.“

Kritikpunkt ist offenbar, dass in Spielen Handlungen gezeigt und von dem Spieler vorgenommen werden, die nicht mit dem Völkerrecht in Einklang zu bringen sind. Dies sei besonders deswegen problematisch, weil die Gamer glauben könnten, dass diese Handlungen auch real erlaubt seien:

„The message of the scenes should never be that everything is allowed, or that it is up to the player to decide what is right and what is wrong. In real life, this is not the way it works. In real life, there are rules and there are sanctions for violations of these rules.“

Diese Nachricht war mir aber, wie bereits ausgeführt, eine Newsmeldung nicht wert. Was hat meinen Sinneswandel bewirkt? Der Artikel „Frag(g) die Genfer Konvention“ von Frank Patalong. Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, ob es eine Satire oder Glosse ist, aber ich fürchte seine Thesen sind wirklich ernst gemeint. Diese wären:

1. Kriegsspiele hätten den Anspruch der Realität zu entsprechen.

2. Sie würden diesem Anspruch nicht gerecht werden, wenn der Spieler die Möglichkeit hätten (folgenlos) Kriegsverbrechen zu begehen.

3. Kriegsspiele hätten weder „Moral, Ethik oder Kultur […] entwickelt„, denn „[…] internationales humanitäres Recht und Genfer Konventionen“ könnten von den Spielern gebrochen werden.

4. Die von der Studie geäußerte Kritik – die Forderung nach der Beachtung von Völkerrecht in Videospielen – ist konstruktiv, denn sie würde „zur Verbesserung der Produkte beitragen„. Schließlich empfindet man dies auch beim Film „als Qualitätsmerkmal, während wir die reine, sinnentleerte Metzelorgie, die auf keine Verluste Rücksicht nimmt, als schlecht, als unangenehm empfinden und abschalten.

Meine Gedanken dazu:

1. Aktuelle Kriegsspiele, bei denen man im Moment wohl „Modern Warfare 2“ als Referenz nennen muss, versuchen nicht die Realität abzubilden, sondern sollen den Spieler in erster Linie unterhalten. Einen durch etliche Schüsse niedergestreckten Soldaten kann man kaum wiederbeleben und auch Verletzungen heilen in der Realität, abweichend vom Spiel, nicht binnen Sekunden (Der Spieler braucht zur Genesung nicht einmal die Waffe beiseite zu legen.). In vielen Videospielen spuckt das Sturmgewehr die leeren Patronen zur falschen Seite aus, damit diese effektvoll durch das Bild fliegen anstatt sicher im Abseits zu landen. Auch ein reales Kriegsgeschehen wird kaum wiedergegeben, in der GameStar bezeichnete man das Spiel jüngst als „Schießbude“. Videospiele mögen sich an der Realität bedienen um Handlung und Szenario spannender zu machen (Bei einem Maschinengewehr muss man nicht erklären, warum man Angst davor haben sollte, bei der „Bio Rifle“, die grüne Blobs absondert, schon), aber die Realität als Vorbild ist doch etwas zweifelhaft.

2. In der Studie wird ausgeführt, dass doch auch in Spielen, deren Handlungen vor 1949 angesiedelt sind, die Genfer Konventionen beachtet werden sollten, da der Spieler ansonsten nur unnötig verwirrt werde. Lediglich bei Gladiatorenspielen im alten Rom würde auch der Spieler differenzieren können, so dass man hier auch entgegen des Völkerrechts handeln darf. Ich finde (reale) Kriege generell nicht besonders toll, aber wie würde es wirken, wenn die vom Spieler zu bekämpfende Waffen-SS politisch korrekt ins Felde zieht? Müsste man sich hier nicht den Vorwurf der Geschichtsfälschung gefallen lassen?

Und sind nur Kriege von vor 1949 ein „schlechtes Vorbild“? Wurde seit dem jeder Soldat bestraft, der mit einem Flammenwerfer ins Gefecht gezogen ist? Selbst beim Massaker von My Lai kam es zu nur einer Verurteilung, die mit einer Begnadigung durch Richard Nixon endete. Muss sich jemand, der Spielen unterstellt nicht der Realität zu entsprechen, da in diesen Verstöße gegen das Völkerrecht entgegen der Realität meistens folgenlos bleiben würden, nicht die Frage gefallen lassen, ob er sich über die Realität im Klaren ist?

3. Videospiele als Kulturgut sind ein umstrittenes Thema, aber würden sich Spiele dadurch weiterentwickeln, dass sie durch die Beachtung von Völkerrecht einen moralischen Persilschein zum (virtuellen) Töten ausstellen? Und ist es wirklich besser Gamern zu vermitteln, dass es ein staatliches Regelwerk zum zivilisierten Morden gibt, als sie über die rechtliche Einordnung im Unklaren zu lassen? Hierzu würde ich gerne Chrstian Stöcker zitieren:

„Das simple Gut-Böse-Schema macht das Töten zu etwas zweifelsfrei Richtigem. […] Den Ausbruch aus diesem tumben Schema haben schon einige versucht, am erfolgreichsten Rockstar Games mit ihrer „Grand Theft Auto“-Reihe („GTA“). Darin wird der Spieler stets zum gebrochenen Helden, zu einer ambivalenten Figur, deren Mordtaten nicht durch Globalpatriotismus zu rechtfertigen sind. […] Gerade solche Titel werden von Zensur-Forderern und Spielefeinden stets als Paradebeispiel für die Verderbtheit des ganzen Mediums herangezogen – auch, weil die Mordopfer darin aussehen wie echte Menschen. Dabei gehören Rockstar-Titel in ihrer satirischen Ambivalenz zu den wenigen, die einen Schritt über das tumbe „Töten ist gut, solange es die richtigen trifft“ der meisten Shooter hinausgehen.“

4. Braucht es zu diesem Punkt einen Kommentar? Seit wann berücksichtigen Filme das Völkerrecht? Und seit wann ist das ein Qualitätsmerkmal? In „Der Soldat James Ryan“ werden Gefangene erschossen, obwohl dies gegen die Genfer Konventionen verstößt. Bei „Im Westen nichts Neues“ wird Gas eingesetzt, was ebenfalls einen Verstoß gegen die Genfer Konventionen darstellt. Für den Gebrauch von Flammenwerfern und Napalm in Vietnam-Filmen wie „Apocalypse Now“ gilt dasselbe. Und ich kann mich nicht erinnern, dass die Protagonisten in den jeweiligen Filmen dafür zur Rechenschaft gezogen wurden.

Zurück bleibt ein verstörter Leser, der nicht weiß, was er von dem Artikel halten darf.

85 Gedanken zu “Spiele verletzen Völkerrecht!?

  1. Zitat News: „Diese Nachricht war mir aber, wie bereits ausgeführt, eine Newsmeldung nicht wird.“

    Damit war wohl gemeint: „Diese Nachricht war mir aber, wie bereits ausgeführt, eine Newsmeldung nicht wert.“

    Ja und insgesamt zeigt wiedermal: in Filmen und Büchern ist alles erlaubt, aber Spiele müssen jeden Gutmenschen zum Grinsen bringen…jajaja Moralfaschismus an jeder Ecke.

  2. Besonders dem Zitat in Englisch (Quelle fehlt leider) muss ich energisch widersprechen. Von einem erwachsenen Spieler kann man allerdings erwarten das Spielgeschehen selbstständig ethisch einzuordnen. Und das, selbstredend, besser als es die Software je könnte.

  3. Ok zu den Aussagen (also die der Studie):

    1. Wieso müssen Kriegsspiele der Realität entsprechen? Ein bisschen Fiktion hat noch keinem geschadet und auch hier wird wieder deutlich, dass wir Gamer scheinbar doch besser zwischen Fakt und Fiktion unterscheiden können als die Videospielkritiker (siehe Hardy Schober).

    2. Ehm ja, in GTA (ok kein Kriegsspiel) jagt einem zumindest die Polizei, zwar mehr schlecht als recht aber man hat zumindest Konsequenzen. Und ja zum Thema Kriegsverbrechen, wurden die Ami´s dafür bestraft die Indianer fast ausgerottet zu haben (ok da gabs noch keine Genfer Konvention)oder für Hiroshima und Nagasaki? Wurden die Amis dafür bestraft, dass in Japan aufgrund der Verstrahlung immernoch genügend Kinder als Fehlgeburten oder mit Missbildungen zur Welt kommen? Wurde die UDSSR dafür bestraft, dass sie beim Marsch Richtung Berlin massenweiße Frauen vergewaltigt oder aufgrund der deutschen Vorfahren die Leute in schaaren ohne Eigentum Richtung Deutschland gejagt haben? Ich will bei aller Liebe nun nicht die Verbrechen von Nazi-Deutschland ignorieren oder verhamlosen aber in den Nürnberger Prozessen wurden die meisten weitgehend mit gerechten Strafen ausgestattet. Also folgenlose Kriegsverbrechen gabs in der Vergangenheit genug!

    3. „Kriegsspiele hätten weder “Moral, Ethik oder Kultur […] entwickelt“, denn “[…] internationales humanitäres Recht und Genfer Konventionen” könnten von den Spielern gebrochen werden.“
    Seit wann sind Pixel Menschen und können damit die Menschenrechte für sich in Anspruch nehmen?

    4. „Schließlich empfindet man dies auch beim Film “als Qualitätsmerkmal, während wir die reine, sinnentleerte Metzelorgie, die auf keine Verluste Rücksicht nimmt, als schlecht, als unangenehm empfinden und abschalten.““ Joa und deswegen sind die Saw Filme auch so scheiße erfolgreich, weil jeder bei dieser sinnlosen Metzelei abschaltet (achtung ironie). Spiele (welcher Art auch immer) müssen nicht realistisch sein. Ohne Fantasyelemente würde man kompletten Genres (z.B. RPG) den Wind aus den Segeln nehmen und wer zur Hölle will bitte ein Rennspiel spielen bei der er die Verkehrsregeln beachten muss?

  4. Die Studie ist interessant zu lesen.
    Was mich persönlich daran ankotzt ist die Unterstellung der Autoren die Spieler sind zu blöd um zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden, und ihre Forderung Krieg und Gewalt völkerrechtlich sauber darzustellen.

    Im Endeffekt bedeutet das, dass z.B. in einem Spiel über den 2 WK keine zerbombte Stadt – mit einer zerbombten Kirche – als Hintergrund dienen darf.
    Schließlich ist das zerstören von Kirchen und Wohnhäusern ein Kriegsverbrechen.

    Zu den Aussagen der Sprecherin der Schweizerischen Gesellschaft für Völkerstrafrecht kann man nur eins sagen:
    Sorgt erstmal dafür das in der Realität vor jedem Soldaten der gerade einen Zivilisten erschoßen hat ein Rotkreuz-Mitarbeiter auftauchen und ihn informiert, dass er gegen internationales Recht verstoßen hat…

  5. Da kann ich nur sagen:
    Kopf meets Tischplatte
    james bond filme sind genauso „böse“ wie gta
    auch 007 klaut autos, begeht mutwillige sachbeschädigung, erschossen und sogar gefoltert, in die luft gejagt etc…

  6. „In der Studie wird ausgeführt, dass doch auch in Spielen, deren Handlungen vor 1949 angesiedelt sind, die Genfer Konventionen beachtet werden sollten, da der Spieler ansonsten nur unnötig verwirrt werde.“

    Oh, bitte, das MUSS eine Glosse sein! Der Teil mit der Umsetzung der Genfer Konvention im Allgemeinen ist ja schon absolut hirnrissig, aber das hier setzt dem Ganzen doch wirklich die Krone auf. Zuerst „es muss alles schön authentisch sein“ und dann „aber wo uns das nicht passt, da nicht – natürlich NUR dem Spieler zuliebe“. Noch heuchlerischer geht’s echt nicht.

  7. ganz ehrlich, es wäre doch einfach nur nervig, wenn in COD, CSS oder auch Uncharted die ganze Zeit irgendwelche Fuzis hinter einem herlaufen und rufen „du pist ein kanz pösa! jetzt muss tu in tie Ekke kehn!“

    @Wyrd Sister
    mich würde es verwirren, WENN das drin wäre!
    stell dir mal die Zwischensequenz dazu vor! xD

  8. ich bitte auch bei Playmobil Spielzeug, besonders hinsichtlich Cowboy-und-Indianer-Sets immer zu berücksichtigen, das ein Pädagoge auftauchen muss und einschreiten muss, wenn das Kind mit dieen Figuren Dinge „spielt“, die gegen Völkerrecht verstoßen!!!

    Zu jedem Playmobil-Set gibts dann einen roten Buzzer mit dazu, der direkt in die Zentrale des DRKs einen Alarm sendet, wenn man was böses macht -_-

  9. @ Mystical13
    Dazu fällt mir nur das Leben des Brian ein: “ Ich pisse was?“ xD

    Nein aber dein Statement ist korrekt zumal sich die meisten ja nichtmal ernsthaft mit diesen Games befassen aber glauben sich trotzdem eine umfassende Meinung bilden zu können

  10. Das nenn ich mal Absurd :O

    Und vor allem eine Anmaßung, nachher wollen sie mir noch sagen ich darf als Schauspielstudent keine Figuren spielen die jemanden aus Selbstjustiz töten wollen, das wäre ja gegen das Gesetz XD Und dann müsste ich seit gestern sofort meinen Regisseur verklagt haben, weil er mir gesagt hat ich MUSS mein Opfer wirklich töten wollen und Spaß dabei haben während ich ihm Todesangst einjage :D
    Mein Gott, was für eine Moralpredigt mal wieder, die müssen sich mal die Welt so anschauen wie sie tatsächlich ist und nicht so wie sie sie gerne hätten.

    Pff, Kriegsspiele hätten den Anspruch der Realität zu entpsrechen, gehts noch? Man spielt doch gerade Spiele weil sie eben nicht der Realität entsprechen und das macht es so reizvoll. Wenn Monopoly der Realität entsprechen würde, dann könnte man sich nicht so ohne weiteres ne Straße oder nen Haus bauen, nein man müsste erst sein Leben lang diverse Verträge unterzeichnen, sich mit dem Staat bis auf den letzten Cent streiten, den Verkäufer verklagen weil er dich betrogen hat usw. usf. im kurzen: todlangweilig und vor allem nicht der Sinn eines Spiels.

  11. Err… ja. Was soll man dazu noch groß sagen. Studien wie diese belegen ganz eindrucksvoll, warum ich in allen Diskussionen über von manchen als geschmacklich grenzwertig empfundene Spiele so kompromisslos darauf bestehen muss, dass man doch bitte, bitte ganz strikt, klar und konsequent zwischen Fiktion und Realität trennen möge. Es sind schließlich nur Spiele, in denen ausschließlich Pixel- bzw. Polygonfiguren vorkommen, keine Menschen oder Tiere.

    Insofern hat die Studie ja sogar irgendwo was Gutes – sie erinnert jeden Gamer (und jeden Nicht-Gamer, der sich irgendwann mal auch nur ansatzweise aufgeschlossen mit dem Medium auseinandergesetzt hat) daran, was für überaus bizarre Ideen und Ansichten dabei herauskommen können, wenn man aufgrund subjektiver Werturteile ab irgendeinem Punkt damit anfängt, eben nicht mehr konsequent zu unterscheiden… ;)

    Ansonsten wurde der Punkt zwar schon mehrfach angesprochen, aber er ist nunmal die Stelle, die mich bei diesem ganzen wirren Geschreibsel am fassungslosesten zurücklässt – in der Realität hat es immer (oder auch nur meistens) Konsequenzen, wenn in einem Krieg gegen die Genfer Konvention verstoßen wird? Die Kriegsparteien halten sich alle brav an die Regeln? Wann und wo? Im Irak oder in Afghanistan vielleicht? Oder in Vietnam damals? Oder, oder, oder…… herrje, den Autoren (auch dem Autor vom Spiegel-Artikel) kann man doch echt nur noch eine absolute Merkbefreiung bescheinigen, wenn sie das alles wirklich ernst meinen. oO

  12. Das ist aus meiner Sicht das Ergebnis eines verqueren bilder- und in letzter Konsequenz schon symbolfeindlichem Realismus, welcher solche Dinge noch in ganz anderen Zusammenhängen noch denkt, ganz abgesehen von Call of Duty und Co. – dieses Denken für scheinbar absolut legitim hält. Negatives in der Darstellung immer affirmativ zumindest mit-denkt. Als quasi reflexartige Unterstellung bezüglich eines Publikums

    Man sollte sich einmal vor Augen halten was dazu in Deutschland schon alles mal geschrieben wurde: ich beschäftige mich grad mit dem aus meiner Sicht nichts als unsäglichem Band „Killerspiele im Kinderzimmer“ von Thomas Feibel, hoch respektiert: der nimmt dort Bezug auf das abstrakte, dem Betriebssystem Windows (zumindest oft) beiliegende Spiel „Minesweeper“ und schämt sich nicht dessen Thema Minen auf von Landminen zerstörte Kinder im Kosovo der späten 1990er Jahre und darüber hinaus zu beziehen. Ungeachtet der Tatsache, dass es Ziel im Spiel ist Minen zu entschärfen.
    Wer davon wüsste (von den durch Landminen betroffenen Kindern im Kosovo) könnte eigenlich keinen Spaß mehr an „Minesweeper“ haben: „… dabei an echte Landminen denkt und weiß, dass nach Schätzung der Nato damals im Kosovokrieg 15.000 bis 20.000 abgeworfener Sreubomben nicht explodiert sind, denen viele Kinder zum Opfer fielen, wird das Spiel [Minesweeper!] wohl kaum unterhaltsam finden.“ (Feibel, Killerspiele im Kinderzimmer 83)

    Ich nehme an, manche hier werden „Minesweeper“ auch kennen…

  13. Ich gehe sogar soweit, zu behaupten, dass Spiele sogar gegenteilig funktionieren können.
    Wenn es eins gibt, dass ich aus Spielen wie CoD gelernt habe, dann, niemals in den Krieg zu ziehen (Kaum nimmt man den Kopf aus der Deckung, hat man ne Kugel drin)

    @Pyri
    Kann ich mir sogar vorstellen, dass ich, wenn mir so ein Drecksding die Beine weggerissen hätte, keinen Spaß mehr an Minesweeper hätte. Aber das ist dann ein persönliches Trauma, und hat mit dem Spiel selbst nichts zu tun.
    Ich habe ja auch das vollste Verständnis dafür, wenn z.B. mein Großvater (der den Krieg zumindest daheim erlebt hat) WW2 Szenarien nicht gut findet.
    Oder eben auch jemand, der Gewalt in den Medien grunsätzlich ablehnt, egal ob Film, Buch oder Spiel. In den meisten Fällen wird das aber nicht differenziert.
    Vll bräuchte die Welt mal ein „richtiges“ Antikriegsspiel… so dass auch der letzte Idiot blickt, dass die Botschaft eine traurige ist.
    Wobei ich finde, dass gerade CoD4 da stark in die Richtung geht.

  14. @ Abaddon
    Ein richtiges Kriegsspiel, hmm? Wäre ich auch für, aber ist solch ein Spiel dann überhaupt spielbar? Ich meine, es müsste ja die Schrecken des Krieges aufzeigen. Da schaltet man doch lieber ab und rührt das Spiel nie wieder an, weil es den Spieler so dermaßen traumatisiert.

  15. Da einige Spiele in einer rein fiktiven Spielwelt stattfinden stellen sich bezüglich Menschen- und Völkerrechten einige grundlegende Fragen, die beantwortet werden müssen, bevor man soetwas in alle Spiele einführen kann. Sind Elfen Menschen? Was ist mit Orks, Goblins, Kobolden und anderen mehr oder minder intelligenten Fabelwesen (Drache, Einhorn, Bigfoot)? Was ist wenn ein Spiel eine wirkliche KI postuliert – ist diese als Mensch anzusehen? Was ist mit Magie, Esp, Psi, etc. ? Würden Gedankenlesen und Gedankenkontrolle gegen solche Rechte verstossen? Ist eine herbeigezauberte Giftwolke mit Giftgas gleichzusetzen? Fragen über Fragen ….

  16. @Abaddon
    ein richtiges Kriegsspiel? .. hmm..
    Also mit Kugelhagel – ein Leben danach nie wieder spielbar – Verrat – Befehlsverweigerung – Vergewaltigung(kommt das vor, ja?) – Panik – Angst – Hungersnot – Verlust von Freunden und/oder Familienmitgliedern – Hass auf die Menschheit – Menschen die sterben .

    Wenn es so ein Spiel gibt, werden auch die letzten Spielekiller erkennen, dass diese in einer Traumwelt leben.
    Hier mal ein kleiner Link aus einer Wochenzeitung, der „Zeit-Fragen“ Ausgabe Nr.19 vom 14.5.2007:
    http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1796

  17. Pingback: Tweets die Stigma Videospiele » Blog Archive » Spiele verletzen Völkerrecht!? erwähnt -- Topsy.com

  18. Bei den meisten Kriegsspielen ist man ja gezwungen als US-amerikaner zu handeln.
    Ich möchte daher darauf hinweisen, daß die Amerikaner die Genferkonvention (wenn ich nicht irre) und auch diverse andere Völkerrechtsabkommen nicht unterzeichnet haben.
    Der Einsatz von Flammenwerfern, Folter und anderen Greultaten wird deshalb nicht nur in Spielen sondern auch in dr Realität nicht bestraft.

  19. @ Ben
    Wenn wir uns schon fragen, ob Elfen, Orks und Co. Menschen sind, sollten wir auch mal die Frage nach der Integration dieser stellen. Sind die Orks z.B. als ständig notleidende und ausgenutzte Stämme anzusehen, die versuchen entweder ihren Lebensraum zu beschützen oder wiederzuerlangen, oder gar weiteren Raum zu erlangen, oder sind sie vielleicht eher eine Subkultur unter den Völkern im Fantasy und eher mit der realen Punkszene zu vergleichen. Und man sollte dann auch nicht nur die Beziehungen zwischen diesen Völkern und den Menschen, sondern auch untereinander thematisieren. Ich stell mir das schon vor: lauter Wahlplakate mit Sprüchen wie: „Bekämpft die Elfen-Barberei zusammen mit der Ork-Partei“ mit Uwe Schüneork als Kandidaten.

  20. Uwe Schüneork LOOL
    Wenn der das liest läuft der sicherlich grün an vor Wut xD

    Was nicht lebt, kann nicht getötet werden und Figuren in einem Videospiel leben nicht.
    Um zu Leben benötigt es z.B. 2 natürliche Zeuger (und dann das Biene+Blume+Spiel^^) , anschließend muss die Figur eine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft haben.
    Zudem kommt noch hinzu, dass ein Lebewesen völlig eigenständig agiert, Figuren in einem Videospiel wurden nur zu bestimmten Handlungen programmiert.
    Ein Lebewesen muss auch essen, trinken und schlafen und Sex haben, eine Videospielfigur hat dies nicht (naja bis auf einige Sexgames=an TRB denkt^^).
    Also lebt eine Videospielfigur nicht und kann auch deshalb nicht getötet werden und was nicht verletzt und getötet werden kann ist sicherlich nicht von der Genferkonvention geschützt.

  21. Ich denke bei Monopoly immer an gierige Bankmanager und Immobilienhaie. Wer von der Finanzkrise weiss, darf eigentlich kein Monopoly mehr spielen. Nach dem Spielen einer Party Monopoly habe ich auch gelegentlich die Idee meine Freunde abzuzocken. Nach dem Spiel einer Party „mensch ärgere dich nicht“ kann es sein, dass eine Person von ihrem Platz remple und sie nach Hause schicke.

    Mensch, lass Hirn regnen, da können ja 6-Jährige besser zwischen Spiel und Realtität unterscheiden, als die Herren Feibel und Patalong.

  22. Völkerrecht? Genfer Konvention?
    Wem bringt das was überhaupt? Richtig nur den Ländern, welche keinen Krieg miteinander führen. Als ob sich jemand im Krieg wirklich daran halten würde.
    In Afghanistan werden gezielt die Sanitätsfahrzeuge abgeschossen.
    Von wegen Genfer Konvention, da lach ich doch drüber.

  23. Naja, es ist schon gut, dass es diese gibt.
    So steht zumindest eine moralische Idee dort, die es möglich macht, Kriegsverbrecher zur Rechenschaft zu ziehen. Ähnlich wie auch schon die Hager Landkriegsordnung, sind dies Regularien, die nicht immer befolgt werden, aber doch zumindest manchmal bodenlose Massaker verhindern, bestrafen oder wenigstens schwieriger machen.
    Gäbe es sie nicht, wäre die Welt sicherlich kein besserer Platz.

  24. Und eine andere aktuelle Studie hat festgestellt, dass in den Spielen der Super Mario Reihe die Schildkrötenrechte auf massivste Art und Weise mit Füßen getreten wird.
    Aus verschiedenen Quellen ist zu entnehmen, dass die Zielgruppe dieser Machwerke unsere Kinder sind

  25. @Snake

    Die Amis habe eine „ältere“ Konvention unterzeichnet. Die neuen wollen sie nicht, weil sie damit Probleme bei ihren Feldzügen bekommen würden. Trotzdem dürfen sie auch nach der alten kein Napalm einsetzen, was sie aber durch Kerosinbomben wie in den jüngsten kriegen umgehen. America, fuck yeah….

  26. Dieses schweizer Institut hat eindeutig zuviel Geld und Zeit.
    Anstatt aufzuzeigen, welche Völkerrechtsverletzungen in echten Kriegsgebieten begangen werden und darüber zu reflektieren, haben se sich auf diese seltsame Scheindebatte eingelassen. Wir haben ja sonst keine Probleme auf dieser Welt.

    Manchmal glaube ich das die Scheindebatte um die sog. „Killerspiele“ nur aufzeigt, wie dekadent und hochnäsig wir geworden sind. Ganze Staaten existieren nur formal, versinken in Bürgerkriegen, an denen wir noch durch Waffenexporte (ach ja stimmt, es gibt ja keine Waffenlobby, geht ja nur um einige hundert Milliarden Euro, aber das nur am Rande) verdienen. Und hier wird geklagt, das Spiele zu brutal geworden sind bzw. das wir die doch trotzdem gern behalten wollen.

    Hoffentlich geht dieses Institut pleite.

  27. „Seit wann sind Pixel Menschen[…]?“ – El Konsolero

    Ganz zentraler Punkt, kann ich nur zustimmen. Man sollte die ach so gerechten Game-Kritiker mal aufklären, dass Gamer nicht alles, was aufm Bildschirm dargestellt wird, sofort für bare Münze halten. Oder glaubt ihr farbige Steine verschwinden einfach, wenn man eine vollständige Reihe mit ihnen bildet?

  28. Dafür brauchen wir aber nicht die Spiele, das zeigt uns schon die Tagesschau.
    Ich will jedenfalls keinen moralischen Zeigefinder in Spielen für Erwachsene. Ich bin schon groß, ich hab meinen schon im Kopf.

  29. Sobald sich die von mir gemeuchelten Pixel beim internationalen Strafgerichtshof in Den Haag beschweren, werde ich selbstverständlich vor dem einberufenen Kriegsverbrechenstribunal erscheinen und aussagen.
    Allerdings, wie soll die Anklage lauten? „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ kommt ja nicht in Frage, weils ja keine Menschen sind. Ich würde „Verbrechen gegen die Pixeligkeit“ vorschlagen. Aber dann brauchen wir auch eine Pixelrechtskonferenz, die allgemeinverbindliche Pixelrechte verabschiedet.

    Sorry, aber das ist wieder mal so ein Fall von Realitätsverlust. Wir reden hier von Computerspielen. Die Pixel verbluten nur deshalb schreiend, weil sie so programmiert wurden. Man könnte ja auch veranlassen, dass sie Samba tanzen oder Studien über Gewalt in Computerspielen verfassen. Es ist einfach unglaublich, was für einen Schwachsinn manche „Experten“ von sich geben. Das ist für die Gamer sicher schmerzhafter als für die Pixel, wenn sie erschossen werden.

  30. Ich denke, so einen Finger kann man nirgendwo gebrauchen. Wieso auch? Die Spiele sind wie sie sind, und so wie sie sind schon in Ordnung. Jedenfalls nichts das verboten oder geändert werden müsste – gefallen muss daran nichts niemandem. Wem soll damit geholfen sein, wenn Kriegsverbrechen dabei (gar) nicht (mehr) thematisiert würden, aber dafür tagtäglich in einer realen Welt passieren. Soetwas nenne ich verantwortungslos. Und hier regt sich noch ein Rainer Fromm unter anderem darüber auf, dass Kriegsverbrechen in den Spielen ausgeblendet werden: http://video.google.com/videoplay?docid=2963325185772220098# Eine einzige Farce das ganze

  31. Vielleicht(nur ganz vielleicht) ist
    es möglich das diese Leute(die uns sowas vorwerfen)
    selber vielmehr zeit im WWW verbringen als ihnen gut tut, vielleicht müssen sie einfach mal ihre Aggressionen abbauen die sie beim zuvielen Zocken(auf extra Servern) bekommen haben. Wahrscheinlich spielen sie auch nur die Spiele die sie nicht verkaufen lassen,
    also die die zu brutal für unsereins sind.

    Ist natürlich nicht ernst gemeint, aber ich frage mich inzwieschen wirklich warum die das machen. Der Wahlkampf ist schon lange vorbei, ich denke wir geben ein zu leichtes Ziel für sie ab.

  32. Ich denke nicht, dass die Kritiker ernsthaft glauben, man tue den Puxeln etwas an…
    Und es gehts ihnen auch nicht um die Rechte der Pixelfigur.
    Es geht um das Abbild des Menschen, vor allem im „realistischen“ Bereich.
    Genausowenig wie in einem Film tatsächlich Menschen sterben, tun sie das auch nicht bei Spielen… Aber genau wie ein Film, stellt ein Spiel etwas dar.
    Es zeigt dem Spieler – in diesem Fall – grausame Szenen, in denen Gewalt gegen „Menschen“ Inhalt ist. Hier zählt wohl die Botschaft, nicht die Tatsache, dass es nur Pixel sind. Da aber diese Botschaft selten so deutlich rübergebracht wird, wie beispielsweise in einem Antikriegsfilm, sehen die Kritiker wohl genau da das Problem.
    Letztlich (zumindest vordergründig) unreflektierte Gewalt.
    In gewisser Weise verstehe ich das sogar, ich dachte z.B. bei der Flughafenmission (CoD6) im erstem Moment auch, das geht zuweit.
    Aber auf der anderen Seite sehe ich die Verherrlichung der Gewalt eher da, wo die Schere zuschnappt. Ich bekomme einen Krieg präsentiert, in dem es keine Zivilisten gibt, Feinde fallen einfach um, bluten nicht. Keine Verwundeten, keine Verbrechen.
    Wendet man das auf ein realistisches Szenario an, stellt man den Krieg als etwas „sauberes“ dar. Das finde ich unendlich viel zweifelhafter, als das hinterletzte Gemetzel. Gehen wir einen Schritt weiter und wenden das ganze auf Filme an:
    Wo wäre ein Film wie James Ryan denn bitte ein Antikriegsfilm, wenn er nicht genau diese Grausamkeit trüge? Denkt mal, der deutsche Film „Stalingrad“ hat eine Freigabe ab 12 (!) bekommen. Dieser Film ist unsagbar grausam und blutig. Ich nehme an, er hat diese Freigabe bekommen, weil er schon Jungen Leuten die Grauen des Krieges zeigen soll.
    Sobald aber in einem Spiel unmoralisches geschieht, wird nach Zensur geschrieen.
    Ich verstehe dieses Land nicht.

  33. An sich hätte ich nicht’s dagegen, wenn sich Kriegsspiele ein wenig von diesem „Mach doch was du willst“ Prinzip entfernen. Wenn das Töten in voller Konsequenz, auch für den Tötenden dargestellt würde, könnte man vielleicht irgendwann mal auf ein richtiges „Anti-Kriegs-Spiel“ hoffen.

    Es wird immer Leute geben die sich auch bei „Band of Brothers“ bei jedem Treffer herrlich amüsieren, aber nur weil manche nicht in der Lage sind ein wenig zu denken, heißt das nicht, dass es unnötig ist, Spiele in dieser Hinsicht realistischer zu machen.

    In Apokalypse Now und anderen (guten) Filmen wird viel mit Symbolen gearbeitet. Soll heißen: Es kommt kein Typ auf den Bildschirm und stellt den Soldaten vor ein kriegsgericht, sondern man sieht eher wie die Verbrechen den Soldaten bzw Anti-Helden innerlich zerfressen. Und das hat bei Spielen bisher nur GTA IV geschafft.

    Manchmal, ganz selten wäre es vielleicht auch ratsam auf Kritik einzugehen und nicht sofort diesen „Ihr seid ja alles Spielhasser“-Reflex zu bedienen. Denn wer behauptet, dass sich Spiele erzählerisch und Storymäßig noch ordentlich weiter entwickeln könne, der hat schlicht und einfach keine Ahnung. Spiele müssten endlich mal weg von dieser realistischen Darstellung. Spiele müssen wie Filme und Malerei auch mal ne Expressionismus, Impresionismus, Naturalismus(GTA IV geht da ja in die Richtung) und Symbolismus(Wird ja ab und zu sogar angewand) Phase durchmachen…Momentan hängen wir ja im Realismus fest: Alles möglichst echt darstellen, aber die schlechten Sachen doch ausblenden…

  34. Was ich nicht verstehe ist, weshalb das was in Kriegsspielen so passiert ein dafürhalten überhaupt vermuten lassen soll. Wenn Krieg, so wie etwa in alten Fünfziger/Sechziger-Jahre-Filmschinken, nicht so schlimm dargestellt wird, dann versteh ich das ja noch: sehe das ein, genau so verharmlosend oder wie auch immer, wenn allerdings andauernd gestorben wird und die furchtbarsten Dinge in Spielen geschehen diesbezüglich – will das einfach nicht in meinem Kopf und halte es weiterhin für eine ganz üble Unterstellung

  35. Weshalb sollte es überhaupt bloß fröhliche Spiele geben, solche die wie Shigeru Miyamoto meint positive Gefühle ausschließlich vermitteln, ich spiele seine Arbeiten und die von Nintendo sonst ja auch sehr gern, wobei ich auch so richtig Spaß haben kann, aber warum soll es daneben keinen Platz für dunkle Dinge geben? Keine Möglichkeit vorhanden sein in Abgründe zu blicken. Was sagt das über eine Gesellschaft aus, welche die Auseinandersetzung damit mit den Abgründen selbst scheinbar so vielfältig verwechselt wird? Wie diese „Studie“ und die Reaktion bei SPON Darauf. Was sagt das über (vermeintlich) meinungsbildende Leute in diesen Bereichen aus (Wissenschaft und Nachrichten-Informationsmedien)? Das sind doch lauter negative Zugänge zu fremden Denk- und Ausdrucksweisen. Aus meiner Sicht einfach verabscheuungswürdig. Sorry fürn Doppelpost

  36. Wer wirklich glaubt, dass es sowas wie „Anti-Kriegsfilme“ gibt, der ist gut auf die Täuschung von Hollywood reingefallen!
    Wer sagt „aber diese Filme zeigen doch was im Krieg wirklich vor sich geht“ hat das bei den Videospielen nicht ganz kapiert.
    Denn die zeigen nichts anderes, nur nicht so brutal wie in Filmen.
    Aber hey, Filme sind okay, weil sie zu dem Medium gehören womit heute jeder aufwächst.
    Doch bei Videospielen ist das ein Skandal für manche…

  37. @ Boomboy:
    Nicht jeder Krigsfilm kommt aus Hollywood.
    Der eine oder andere wird tatsächlich mit der Intention gedreht, gegen den Krieg zu protestieren.

  38. Eins wundert mich an der Studie.
    Americas Army wurde nicht getestet. Warum ?
    Vieleicht weil das Ergebniss des Tests der Zielgruppe der Studie nicht gefallen hätte ?
    Kein America Fuck Ya, weil in Americas Army nicht genügend gegen das Völkerrecht verstoßen wird ?

  39. ach die bösen spiele. Warum draf Cowboy und Indianer gespielt werden (schließlich ein Genozid mit beinah ausrottung eines Volkes) und das verkaufen von WasserPistolen um das töten zu simulieren statt Handschellen xD

  40. Lächerliche Studie.
    Kriegsspiele wie Modern Warfare sind Propaganda für das US-Militär und keine linken Gutmenschenspiele. Wenn Modern Warfare echtes menschliches Leid zeigen würde und eine Story à la „Nichts neues im Westen“ hätte, würde doch keiner danach mehr zum Militär gehen.
    Und da es mehr als genug Gefahren auf der Erde für die westliche Welt gibt, kann das nun wirklich keiner wollen.

  41. Durch Rot-Kreuz Mitarbeiter wird doch alles noch viel Schlimmer! Das Firmenlogo wirkt doch wie eine Zielmarkierung. Ergo würden viele Gamer, ich wohl eingeschlossen, im Eifer des Gefechts Rot-Kreuz Mitarbeiter umnieten, was doch sicherlich viel Schlimmer wäre, als „einfach“ Zivilisten.
    .
    Dann doch lieber Blauhelme, die haben keine Zielmarkierungen und tun nix, wie man (leider) schon in zahlreichen Konfliktregionen sehen konnte.
    .
    Sarkastische Grüße

  42. Soweit ich mich erinnere wurde man in Operation Flashpoint (2001) wegen „kriegsverbrechen“ (töten von zivilisten) von seinen Kameraden erschossen.

  43. @Abaddon,
    naja, da kann aber jeder mit „Intention“ kommen!
    Platoon,Soldat James Ryan sollen angeblich sogenannte Anti-Kriegsfilme sein, aber das Einschusslöcher in Körpern, verwesende Leichen, Hinrichtungen von Kriegsgefangenen, verstümmeln von Körpern aber dort sehr expliziet dargestellt wird, ist bei Filmen heute eine Sache die für „Okay“ hingenommen wird.
    Aber wenn ein Spiel sagen würde „ich bin ein Anti-Kriegs-Spiel“ und genau die Dinge zeigen würde, die ich bereits oben nannte, dann wird dieses „Gewaltverherrlichungspeitsche“ angewendet, weil es bei Videospielen „böse böse böse“ ist.
    Daher ist dieses „Anti-Krieg“ nur ein Schutzschild gegen Beschlagnahmung und Indizierung von Filmen, bei Videospielen aber würde das undenkbar sein.

  44. „Ein Verstoß gegen diese universellen Rechte muss auch in den Spielen Konsequenzen haben. Wenn etwa ein Zivilist erschossen wird, könnte ein Rotkreuz-Mitarbeiter auftauchen und den Spieler informieren, dass er gegen internationales Recht verstoßen hat.”“

    Mir stellt sich nur die Frage: Kann man den Rotkreuz-Mitarbeiter dann abschiessen?

  45. @El Konsolero: Du weist doch „War is not about who is right but who is left.“

    Wurde eigendlich jemals behauptet dass einies dieser Kriegsspiele überhaupt zwingend realistisch sein soll (nicht von der Grafik oder der Physik sondern vom Inhalt her)?

    Als nächstes sagen sie dass Need for Speed unrealistisch ist weil man ja einfach dem Temposünder einen Bußgeldbescheid zuschicken könnte anstatt ihn von zig Fahrzeugen verfolgen zu lassen.

    Nebenbei ist das mit dem Rotkreuztyp doch noch unrealistischer.

  46. Spiele mögen ja was darstellen, aber Who cares? Ich spiele doch, eben weil es ein Spiel ist und eben weil es nicht real ist. Ich möchte nicht die Realität simulieren, sondern SPIELEN. Also ists doch Sch…egal, wenn ich im Spiel der blutige Massenmörder bin – es ist nicht real!!
    Die Genfer Konventionen gelten für reale Kriege und für echte Menschen.
    Wer den Unterschied nicht kennt, der sollte mal eine Woche bei den Truppen in Afghanistan verbringen und das mal mit einer LAN-Party vergleichen. Da sollte selbst dem Dümmsten auffallen, dass es absolut keine Gemeinsamkeiten gibt.

  47. @Boomboy
    „Daher ist dieses “Anti-Krieg” nur ein Schutzschild gegen Beschlagnahmung und Indizierung von Filmen, bei Videospielen aber würde das undenkbar sein.“
    .
    Nein. In Antikriegsfilmen und Kriegsfilmen wird die Kriegsthematik deutlich unterschiedlich dargestellt, obwohl beide Genres durchaus einen ähnlichen Grad der Gewaltdarstellung haben. Der Unterschied liegt insbesondere darin, wie Feinde und das Leid von Akteuren dargestellt wird. In Kriegsfilmen ist das nur eine Randnotiz, während der Kampf der „Guten“ gegen die gesichtslose feindliche Maße hingegen glorifiziert wird. Beim Antikriegsfilmen finden Feinde eine wesentliche differenziertere Darstellung und die Hauptdarsteller verlieren sich nicht in Hurra-Patriotismus, sondern tauschen sich etwa kritisch über ihre Situation aus, sprechen über ihre Angehörigen, über ihr Leben, ihre Probleme, etc.
    Mehr hierzu findet sich u.a. in: Basinger, Jeanine: The World War II Combat Film, in: Eberwein, Robert T.: The War Film, New Brunswick 2005, S. 38–46.
    .
    Bei Spielen habe ich sowas bislang nicht wahrgenommen, weshalb ich auch keine Antikriegsspiele nennen könnte. Letztlich läuft es imo darauf hinaus: Sobald in Spielen wirklich gelitten und gestorben wird (namenlose NPCs zählen hier nicht) und das durchgehend handlungsrelevant thematisiert wird, erst dann könnte die Basis für ein Antikriegsspiel entstehen. Ob sich sowas jedoch ohne das übliche Pathos und Heldentum gut verkauft sei jedoch dahin gestellt, weshalb ich da in näherer Zeit nicht damit rechne.

  48. Ich stimme Crusader zu, ich halte eine Differenzierung hier durchaus für möglich, bin aber auch der Meinung dass in den mir bekannten Spielen so etwas nicht existiert.
    Elemente davon finden sich zuweilen allerdings schon in manchen Spielen, z.B. in einer der Kampagnen von OFP, wenn ich mich recht erinnere.
    Ich denke das braucht ienfach noch ein bisschen Zeit.
    .
    Gruß
    Aginor

  49. @ Crusader:
    Genres sind i.d.S. keine nomologisch definierbaren Phänomene. Ich würde sie als quasi emergente Phänomene permanenter Transformation definieren; Genres sind nicht puristisch (Stichwort: Hybridgenres als Konsequenz der Mix- und Polygenres), nicht dezidiert klassifizierbar. Das ist das Resultat eines produktiven Rezipienten, der Genreaspekte in Medieninhalten individuell rezipiert (ein aktiver Prozess reziproker Rezeption, Interpretation und Beurteilung) und eines produktiven Kommunikators (i.d.S. der Verantwortliche für den Medieninhalt), die in einem reziproken Kommunikationsprozess miteinander interagieren (Stichwort: Erwartung und Erwartungs-Erwartung).

    Was ich damit sagen will: Von einer deutlich unterschiedlichen Darstellung der Kriegsthematik in Kriegs- und Anti-Kriegsfilmen kann nicht die Rede sein; so sind z.B. die Kriterien Jeanine BASINGERs weder hinreichende, noch gar notwendige Bedingungen für eine Definition eines Filmes als Kriegs- oder Anti-Kriegsfilm, geschweige denn für die jeweilige Rezeption des individuellen Rezipienten:

    Auch in ein Anti-Kriegsfilm kann (vordergründig) „der Kampf Kampf der “Guten” gegen die gesichtslose feindliche Maße […] glorifiziert“ werden, die Hauptdarsteller können sich in Hurra-Patriotismus verlieren, sie müssen nicht sich nicht kritisch über ihre Situation austauschen etc., das Leid von Akteuren muss nicht explizit dargestellt werden.
    Das dies alles nötig sei, impliziert ja eben die von Pyri und mir permanent kritisierte Wertung medialer Darstellungen als prinzipiell affirmativ intendiert oder gar vom Rezipienten zwingend affirmativ zu rezipieren; das missachtet aber nicht nur die Möglichkeit, durch eine unkommentierte, direkte Darstellung eben genau das dargestellte zu kritisieren (ich werfe mal Paul Verhoevens Verfilmung von Starship Troopers als Beispiel in den Raum).

    Auch für Spiele muss das gemäß dieser Prämisse nicht nötig sein, um Anti-Kriegsspiele zu generieren. Über die subjektiv empfundene Qualität etc. kann man natürlich immer diskutieren, dass tut hier aber nichts zur Sache. Ich für meinen Teil habe aber schon Spiele gespielt, die ich ganz intensiv als Antikriegsspiele empfunden habe; mein Paradebeispiel ist da Call of Duty: World at War. Und da möchte ich auch gleich anmerken, dass nicht nur der Inhalt und das generell Inszenatorische für die Rezeption eines Spieles als Anti-Kriegsspiel förderlich sein kann, sondern auch so wenig beachtete Aspekte, wie der Schwierigkeitsgrad (verkürzte Version: Es ist für eine Hurra-patriotische Einstellungsförderung m.E. nicht förderlich, wenn man im Sekundentakt den virtuellen Tod findet).

  50. @Vicarocha
    Starship Troopers ist sicher ein sehr gutes Beispiel. Ich fand die kritischen Eigenschaften des Film dabei auch nicht so einer Überzeichnung verdankend – immerhin wurde ein Satz, in dem es um das Ende der Demokratie geht, in der deutschen Synchro dem Vernehmen nach noch abgeschwächt. Den Indizierungsbescheid zum Film kenn ich aber nicht

    Ich würde ja auch vorschlagen ein ständiges sterben in Videospielen, von den von mir hoch geschätzten Sierra-Adventures angefangen, in Hinblick auf tragische Enden zu hinterfragen und auch nicht zu trivialisieren: wenn etwa in „King’s Quest 5“ der König Graham sich aufmacht alles mögliche zu retten, doch schon nach ein paar Sekunden in den nächsten Bach fällt und ertrinkt, dann sagt das für mich bereits einiges über die Welt aus in der wir leben. Und ebenfalls nichts unbedingt zynisches.
    Die Zitate nach den unzähligen Ableben in Spielen wie „Call of Duty“, von Winston Churchill bis Nancy Reagan, sollten dabei auch nicht unbeachtet bleiben meiner Meinung nach.

    Zu dieser zu kritisierenden Wahrnehmung von Gewaltdarstellungen: ich sah unlängst eine alte Folge der „Lindenstrasse“ (von 1990/91), da wurde jemand auf offener Strasse brutal zusammengeschlagen. Und was tat die Kamera in dieser Szene? Keinen Augenblick war etwas von der Schlägerei zu sehen, nicht einmal ansatzweise. Sobald damit begonnen wurde hat die Kamera aus meiner Sicht demonstrativ von den Opfern und dem eigentlichen Geschehen weggeschwenkt auf einen mit den Schlägern mit ankamenden Typen welcher daneben stand und blöd grinste. Dessen grinsendes Gesicht war das einzige was man von der Schlägerei mitbekam. Erst nachdem alles vorbei war wurde wieder auf die blutenden Opfer am Asphalt geblickt.
    Nun kann man aus Jugendschutzgründen darauf hinweisen, dass es sich um eine Vorabendserie handelt und der Überfall dafür wirklich zu brutal war, aber das glaube ich nicht. Da ist eine klare Ideologie für mich dahinter Gewaltdarstellungen auszublenden. Im neueren deutschen Film von Wenders und Fassbinder angefangen, und selbst dem Fassbinder haben sie teilweise noch vorgeworfen „zu plakativ“ zu sein: als er in „Die Ehe der Maria Braun“ ein paar Kanzler-Portraits an Wänden zuviel hergezeigt hat…

  51. @Vicarocha
    Sicherlich ist jede Bewertung eines Sachverhalts subjektiv und sicherlich sind die von Basinger genannten und mir ergänzten Aspekte keine absoluten Checklisten nach denen man eindeutig zu dem Ergebnis kommen kann: „Ja, ist Antikriegs…“, „Nein, ist Kriegs…“. Dennoch gibt es zahlreiche Filme, in denen sich jeweils viele Übereinstimmungen mit den genannten Antikriegsmerkmalen finden lassen.
    .
    Ist es denn deiner Meinung nach überhaupt möglich irgendein Antikriegsdings (Film, Serie, Spiel, Buch, Comic,…) zu machen? Wenn nicht (was ich eher rausgelese), wie kann Krieg abschreckend dargestellt werden und wie würdest du ein Spiel analysieren?
    .
    BTW: Ich glaube viele User wären dir dankbar, wenn du komplexe Aussagen wie im 1.+3. Absatz auch für nicht-Akademiker verständlich schreiben könntest. ;)

  52. Oft scheint es mir aber auch gerade die Ambivalent zu sein, die das wirklich kritische ausmacht. Dazu ein Beispiel aus meinem Leben.
    In Hürth – Fischenich bei Köln steht ein Denkmal.
    Es ist eine art Tryptichon; es sind drei Denkmäler, aus unterschiedlichen Zeiten, die nacheinander zu einem ganzen zusammengabaut wurden.
    Das erste – ein kleiner Obelisk – erinnert an den Deutsch – Dänischen Krieg. Darauf zu sehen ein Reilef Bismarcks, ohne weiteren Kommentar. An der linken Seite befindet sich ein Flügel der an den 1. Weltkrieg erinnert. Darauf zu lesen: „Der Jugend zur Nachahmung“
    (Bezugnehmend auf die Tapferkeit der Soldaten)
    Rechts vom Obelisken befindet sich ein weiterer Flügel. Dieser erinnert an den 2. Weltkrieg. Darauf zu lesen: „Der Jugend zur Mahnung“
    Ich weiß nicht, ob deutlich wird, was ich meine, aber für mich ist das das großartigste Denkmal, welches ich je gesehen habe, gerade wegen seiner Ambivalenz.
    Und genau das ist es auch bei CoD; die Zitate, die nach dem „Ableben“ erscheinen, reichen von patriotisch – kriegsbegeistert über zynisch bishin zu pazifistisch.
    Und genau deshalb, weil es leztlich eben alles bietet, wird man gezwungen, nachzudenken.

  53. Ich lese mir nicht mal die Kommentare durch ich will nur eins sagen…
    ich war jetzt seit einer Woche nicht hier und gleich beim ersten Artikel ging meine Laune wieder in den Keller…

    Unhappy Debugging.

  54. @Abbadon
    ich habe zunächstmal gelernt, das ich Krieg gar nich mehr sehen will.
    weder im Spiel, noch in echt.
    seltsamerweise machen mir die Nachrichten gar nichts aus?
    verroht der Fernseher einen vielleicht?
    Galileo Mystery findet es heraus! xD

  55. also ich kann sehr gut wirklichkeit und virtuelle Inhalte unterscheiden. So habe ich CoD 4-6 (mehrfach) gerne durchgespielt und habe mich trotzdem gefreut, als das Kreiswehramt (oder so) mir einen Brief geschickt haben das nicht zur Musterung brauche. Ich will an keinen realen Krieg teilnehmen, aber an virtuellen(hier spaßigen) Kriegen immer wieder.

    Und ein Videospiel in dem es nur um blindes Gemetzel, völlig ohne Strategie, geht (z.B. Postal) macht mir nicht mehr als 1 Std spaß. Ich kam bei Postal nie weiter als Montag. Ebenso wie mir die Saw-Filme nicht wirklich gefallen.

    zum 2. Punkt würde ich sagen das die Genfer Konventionen nur bei Morden an echten Menschen gilt, aber nicht bei Pixelhaufen.

  56. „Kritikpunkt ist offenbar, dass in Spielen Handlungen gezeigt und von dem Spieler vorgenommen werden, die nicht mit dem Völkerrecht in Einklang zu bringen sind.“

    naja man spielt halt meistens eine ami
    Soldaten der US Army haben in mehreren Kriegen Kriegsverbrechen begangen. Das Massaker von My Lai während des Vietnamkrieges erregte dabei das größte Aufsehen. Nach dem Irakkrieg 2003 wurde der Abu-Ghuraib-Skandal bekannt. In Afghanistan wurden Soldaten der Exekution ganzer Gefangenengruppen beschuldigt. In einem weiteren Fall sollen Soldaten das Verdursten einer Gruppe gefangen genommener Taliban in einem verriegelten Lkw-Container zu verantworten haben.Im September 2006 wurden weitere Vorwürfe laut: Die „Los Angeles Times“ hatte zusammen mit der Nichtregierungsorganisation „Crimes of War Project“ recherchiert, dass zehn Mitglieder einer Special-Forces-Einheit der Nationalgarde aus Alabama auf ihrem Stützpunkt Gardez in Afghanistan im Frühjahr 2003 mehrere Personen, davon einige zu Tode gefoltert und daran anschließend eventuelle Aussagen abgestimmt haben sollen.

    Auch aus dem Zweiten Weltkrieg sind einige Kriegsverbrechen der Army bekannt. Angehörige der 45. US-Infanteriedivision erschossen zum Beispiel 1943 auf Sizilien deutsche und italienische Kriegsgefangene.

    Im Philippinisch-US-amerikanischen Krieg und Moro-US-amerikanischen Krieg begingen die Truppen der Vereinigten Staaten zahlreiche Kriegsverbrechen. Es kam zu systematischem Einsatz von Folter, Geisel- und Gefangenenerschießungen, Ermordung von Zivilisten und Entvölkerung ganzer Landstriche.

    Kriegsverbrechen sind bei den halt normal

  57. Am 16. März 1968 hatte eine Gruppe von amerikanischen Soldaten der 11. Infanterie-Brigade von Task Force Barker unter Leitung des Lieutenant Colonel Frank A. Barker den Auftrag M? Lai, Dorf S?n M?, Kreis S?n T?nh, Provinz Qu?ng Ngãi einzunehmen und nach Guerilleros des Vietcong zu durchsuchen, da die Bewohner als potenzielle Unterstützer des Vietcong galten.

    Die Soldaten vergewaltigten Frauen und ermordeten fast alle Bewohner des Dorfes: 503 Zivilisten, davon 182 Frauen, 172 Kinder, 89 Männer unter 60 Jahren und 60 Greise. Sogar sämtliche Tiere wurden getötet. Kaum ein Soldat verweigerte den Befehl zum Mord. Lediglich der amerikanische Hubschrauberpilot Hugh Thompson zwang die Soldaten durch die Drohung, seine Bordschützen Glenn Andreotta und Lawrence Colburn mit dem MG auf sie feuern zu lassen, elf Frauen und Kinder zu verschonen, die er in Sicherheit brachte. Für ihr Eingreifen wurde die Hubschrauberbesatzung exakt dreißig Jahre später mit der Soldier’s Medal ausgezeichnet.

  58. thurius: „Man spielt halt meistens einen Ami“
    Mit Deinem Gesülze beschuldigst Du pauschal ALLE Soldaten, Kriegsverbrecher zu sein. Sorry, aber das ist Schwachsinn. Wenn ich ein Computerspiel spiele und dabei ein paar Pixel durch die Gegend steuere, dann war ich deswegen weder in Vietnam noch im ersten oder zweiten Weltkrieg dabei.
    Hört doch mal endlich auf, jedes Spiel zu einer Simulation der Realität zu machen. Denn gen au das ist es doch, was die gegner uns vorwerfen: wir spielen Realsimulationen, weil wir gerade nicht die Möglichkeit haben, genau das in Echt durchzuführen.
    Und sorry, das halte ich für ausgemachten schwachsinn. Spiele werden gespielt, eben weil sie nicht real sind.
    Wenn ich Need for Speed zocke ists mir auch egal, ob mit dem Automodell, mit dem ich gerade durch die Gegend rase, schonmal Menschen überfahren wurden. Und es ist mir auch egal, wie viele Punkte in Flensburg es gibt, wenn ich mit 190 durch die Stadt bretter und in jeder Kurve parkende Autos ramme.
    Wenn mich die Realität interessiedrt, dann schau ich Nachrichten und wenn ich wissen will, was vor 40 Jahren passiert ist, lese ich ein Geschichsbuch.
    Und wenn ich Spaß haben will, spiele ich ein Computerspiel.

    Gruß an die Realität

  59. @ Phaidros
    Sehe ich in etwa genauso. Spielen beinhaltet immer eine gewisse Ferne von Realität. Wenn ich spiele, dann schalte ich gewissermaßen ab, Realität interessiert mich in dem Moment erstmal nicht. Sobald ich aber den PC abstelle, wende ich mich wieder der Realität zu.

  60. Das wär doch mal was … Genfer Konventionen für EgoShooter, die STVO für Rennspiele und wer einen Flugsimulator spielen will, muß vorher die Pilotenprüfung absolvieren.
    Was kommt als nächstes? Mathematik-Pflichtstudium für Sudoku? Oder vielleicht Theologie, wenn man Siedler oder Civ spielen will?

  61. Phaidros,
    er behauptet nur das alle amerikanischen Soldaten Kriegsverbrecher sind.
    So wie der Kölner Aufruf behauptet das die Amis Killerspiele erfunden haben um Soldaten zu enthemmen.
    Das hat bestimmt nichts damit zu tun, das manchen Leute versuchen mit Verschwörungs-Theorien über Killerspiele und antiamerikanischen Klischees ihre Ideologie verbreiten zu wollen…

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