Spielezensur-Rückblick 2009

(Schnittberichte) Bei Schnittberichte.com findet sich, wie jedes Jahr, ein ausführlicher Überblick zu der “Spielezensur” des vergangenen Jahres. Auch wenn 2009 erstmals seit 2006 kein Videospielspiel verboten wurde, hat es dennoch einige “Highlights” gegeben. Neben 8 Videospielen, die in Deutschland gar nicht erst veröffentlicht wurden, sind 19 nur in einer entschärften Fassung von der USK “ab 18” freigegeben worden – darunter “Wolfenstein”, “Silent Hill: Homecoming”, “Saints Row 2”, “Pate 2”, “Red Faction: Guerrilla”, “Dead Space: Extraction”, “Left 4 Dead 2”, “Fear 2: Project Origin” und das umstrittene “Modern Warfare 2”.

19 Gedanken zu “Spielezensur-Rückblick 2009

  1. Alex Moore: “Länder, die Erwachsene nicht als Erwachsene behandeln”
    In diesen Zusammenhang mal wieder ein Fall für die Zitatdatenbank.

    Happy Cutting

  2. Ich habe irgendwie doch immer das Gefühl das beim Jahresbericht zahlreiche Spiele besonders für den PC nicht gelistet sind, liegt wohl daran das es zahllose Low-Budget-Games gibt die kein Mensch kennt.

  3. @Doktor Trask
    Interessante Anmerkung. Wäre schön wenn Du dafür auch ein Beispiel nennen könntest: ich hab nämlich mal gesucht und nichts gefunden, weils mir so auch zu wenig immer vorgekommen ist bei Schnittberichte…
    @GnafGnaf
    Möglicherweise geht es hier schon (auch) um eine nur allzu verständliche, rechtliche Absicherung…

  4. RF:G war auch cut? Na ein Glück, dass ich das importiert hatte – und zudem kurz nach erscheinen nur 19 Euronen gezahlt hab. *g* Das Moore Zitat trifft es wieder einmal perfekt: man zensiert etwas, weil es Minderjährige in die Hände kriegen KÖNNTEN. Wann wohl mal ein Onlineshops abbucht, weil ich ja etwas kaufen “könnte”. ;)

  5. @Pyri
    Matt Hazard: Blood Bath and Beyond zbsp. ist in Österreich erschienen, dem Spiel wurde hier aber die Freigabe komplett verweigert.

  6. Maybe I should have someone calling me “super expert”. It sure has a good ring to it and I do have some experience with games which makes me “super”ior to those goones. I could even print some cards and give them away so everybody knows it. And this is how a new “expert” was born… *irony*

  7. Jawohl, jetzt hat die CDU / CSU ja wieder Futter bekommen für ihre nervtötende Diskussion.

    Ich dachte schon, wie sind mit einem blauen Auge davon gekommen, da speziell die Leute die Stimmung gegen Spiele machen ja bekanntlich eher gar nichts davon wissen und somit auch nicht unbedingt über die fragwürdige Flughafenmission bei Cod:MW2 herziehen werden.

    Dank Ionut haben sich meine Hoffnungen zerschlagen.

    Schreckliche Tat: Junge ersticht Mutter und spielt danach Counter-Strike
    Rumänien: Ionut Silviu Savins Mutter sah nur einen Ausweg, um ihren Sohn von seiner Internetsucht zu befreien: Sie ließ den Internetzugang der Familie sperren. Daraufhin erstach Ionut Silviu Savin (15) seine Mutter mit 17 Messerstichen und ging danach in ein Internet-Café, um Counter-Strike zu spielen.

    Die Tragödie ereignete sich am vergangenen Mittwoch. Drei Stunden nachdem Ionut Silviu Savin seine Mutter tötete, ging er für vier Stunden in ein Internet-Café, um dort Counter-Strike zu spielen. Die Polizei fand später heraus, dass er das ganze Bargeld, welches er in der Familien-Wohnung vorfand, mitnahm.

    Ionut Silviu Savins Lehrer beschreibt ihn als ruhig und introvertiert. Ionut Silviu Savin verbrachte enorm viel Zeit vor dem Computer und konnte in diesem Schuljahr bereits 200 Fehlstunden verbuchen. Der Besitzer des Internet-Cafés beschreibt seinen Stammgast Ionut Silviu Savin als ruhige Person, die ständig alleine und mit einer Kaputze über seinem Kopf vor Counter-Strike saß. Er sei sehr ruhig geblieben, selbst wenn er im Niederlagen eingesteckt habe.

    Ionut Silviu Savin befindet sich derzeit in einer psychatrischen Klinik. Sollte er des Mordes schuldig gesprochen werden, dann drohen ihm 12 Jahre Haft. Experten gehen aufgrund der schwere der Tat von einem Schaden der Psyche aus.

    http://www.pcaction.de/Schreckliche-Tat-Junge-ersticht-Mutter-und-spielt-danach-Counter-Strike/News/article/view/3647/

  8. @thurius
    Das ist nicht der einzige Amoklauf, Ende letzter Woche in Paris gab es noch einen. An der Universität Perpignan hat ein 26 Jahre alter chinesischer Soziologie-Student mit einem Fleischermesser eine 49 Jahre alte Sekräterin erstochen und drei weitere Menschen teils lebensgefährlich verletzt. Ähnlich wie Tim K. soll er in psychiatischer Behandlung und CS-Spieler gewesen sein, das stand zumindest so in den Zeitungen.

  9. Hab von den beiden Fällen nichts mitbekommen und das obwohl ich täglich nach neuen Schlagzeilen ausschau halte. Ich halte das, um ehrlich zu sein für ein gutes Zeichen… zu Zeiten CDU/CSU und SPD hatt es da schon öfters Anschuldigungen gegeben. Vielleicht hat das schlechte Ergebnis bei den letzten Wahl doch was bewirkt, weil man hört nichts mehr … nur noch vereinzelt … aber nichts was jetzt Gewicht hätte.

  10. @D-Jay
    Ich befürchte eher das es die Ruhe vor dem Sturm ist, dieses Jahr steht die angeblich umfangreiste Neuregelung des JuschG im Medienbereich seit mehr als 10 Jahren an, dort sollen dann auch Themen ins Gewicht fallen dis bisher kaum oder keine Bedeutung hatten wie zbsp. die Suchtgefahr, Religionsdarstellung, Thema und Story des Produktes etc. Und das die momentane Interessenlosigkeit an den Wahlergebnissen liegt etc. glaube ich kaum eher daran das man momentan kein Geld mit solchen Storys machen kann bzw. man sein Image/Ego damit pushen kann aber lasse mal den nächsten Amoklauf in Deutschland passieren dann sieht die Sache wieder ganz schnell ganz anders aus, Tod und Blut verkauft sich gut, auch in den Nachrichten und der Politik.

  11. @Sebiroth
    Ja das auch aber um ehrlich zu sein, man hat das Gefühl dass das nicht wirklich wichtig ist denn man hört und sieht davon eigentlich sogut wie nichts.

  12. @Trask
    Das ist genau der Punkt. Erstmal hält die Koaltion in Berlin still, um ja niemanden zu verschrecken – und dadurch evtl. die Wahl zu verlieren. Sobald die Wahl gelaufen ist, kommt dann der Hammer, das Schwert des Damokles, du nennst es, die Politik hat es.

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