Berg will nur Verbot für Kinder

(Jürgen Mayer) Nach der Ankündigung Unterschriften zum Verbot von Killerspielen zu sammeln wurden im Gästebuch von Christian Berg zahlreiche Einträge zu diesem Thema verfasst. Nicht nur Gamer haben ihr Unverständnis geäußert, sondern auch viele Besucher haben das Thema aufgegriffen. So wird die Wirkung angeprangert, die Kinder stumpfsinniger und brutaler mache sowie das Sozialverhalten massiv verschlechtern würde. Auch warnt man davor, sich zum „gedankenlosen Werkzeug dieser Milliardenindustrie machen“ zu lassen. Ob sich in einem Eintrag, wie zumindest angegeben, sogar Konstantin Wecker zu Wort gemeldet hat, lässt sich an dieser Stelle zwar nicht verifizieren, der Kommentar wäre für einen Unterzeichner des Kölner Aufrufs aber überraschend:

„Auch wenn es aus besseren Absichten und Gründen geschieht, wie im Falle dieser wirklich widerlichen Kriegsspiele und sogenannten Killerspiele, ist es deshalb gefährlich, Zensur im Internet einzufordern.“

Danach erfüllt er leider wieder alle Vorurteile und führt die Mär von dem durchs US-Militär zur Senkung der Tötungshemmung entwickelten „Killerspielen“ ins Felde. Berg selbst hat inzwischen darum gebeten das Gästebuch nicht als Forum zu missbrauchen, was ich an dieser Stelle weitergeben möchte. Insbesondere bei dieser Thematik solle man beachten, dass seine Seite auch von vielen Kindern besucht werde. Darüber hinaus hat er angekündigt jeden, der ihn persönliche bedrohe, ab sofort anzuzeigen.

Eines konnte jedoch erreicht werden. Während anfangs noch unbestimmt von einem „Verbot von Killerspielen“ die Rede war, hat Christian Berg seine Forderung mittlerweile konkretisiert. In dieser Form hätte seine Aktion sicherlich nicht so viel Beachtung gefunden:

„Ich will weder das Gamen, noch Nintendo, Wii oder sonst etwas verbieten, ich will und das werden Sie lieber Anonymus, ja wohl auch wollen, dass Killerspiele mit Tötungsabsicht für Kinder verboten werden und das Erwachsene, die diese Spiele Kindern zugänglich machen, bestraft werden.“

Update

Da nach den Angaben der USK bereits jetzt Spiele, die „bewaffnete Action, mitunter gegen menschenähnliche Spielfiguren“ zeigen, höchstens ein Kennzeichen „ab 16“ erhalten und somit für Kinder nicht freigegeben werden, entspricht die Forderung von Herrn Berg insoweit dem „Status Quo“. Die verbleibende Forderung ist es somit das sogenannte Elternprivileg aus den §§ 27 IV, 28 IV 2 JuSchG zu streichen, wonach sich die Erziehungsberechtigten nicht strafbar machen, wenn sie ihren Kindern ein für sie nicht freigegebenes Spiel überlassen ohne dabei ihre Erziehungspflicht gröblichst zu vernachlässigen.

Christian Berg versucht mittlerweile die Unterschriftenaktion mit folgenden Worten zu starten:

„Liebe Freunde, am Samstag meldete bild.de. als erste Zeitung meinen Aufruf zum Verbot von Killerspielen. Was dann in den nächsten Tagen folgte, ist nicht zu beschreiben. Ich wurde nicht nur massiv bedroht, man warf mir auch vor, dass meine provokative Äusserung mit der Bücherverbrennung im Dritten Reich gleichzusetzen ist. Ganz liebe Zeitgenossen wollten mich mit Berufsverbot belegen oder meine Theaterstücke, in denen ich auf Kinder Einfluss nehme, verbieten lassen. Es zeigt sich also: Der Kampf gegen diese stupiden Tötungsspiele lohnt sich. Ich habe eine Auswahl der Kommentare ins Gästebuch gestellt und Ihr könnt Euch gerne hier ein Bild machen. Unter „Gedanken“ findet Ihr eine Unterschriftenliste als PDF. Bitte druckt sie Euch aus und lasst Sie alle Menschen, die noch einen Hauch von Gefühlen besitzen, unterschreiben.“

Warum das „versucht„? Die PDF entpuppt sich als Unterschriftenliste des „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“, an das auch die ausgefüllten Unterschriften geschickt werden sollen. Diese Aktion wurde jedoch, wie man der Seite des AAW unschwer entnehmen kann, bereits zum Ende des letzten Jahres beendet. Eingesendete Unterschriftenlisten wurden nach eigenem Bekunden nur noch bis zum 15.01.2010 berücksichtigt. Darüber hinaus rückt das auch die Relativierung von Berg, dass man nur ein Verbot für Kinder fordere, in ein anderes Licht. Denn was das AAW fordert kann niemand mit Sicherheit sagen.

Update 2

Im Forum berichtet „buzzti“ von dem Versuch mit Herrn Berg ins Gespräch zu kommen und ihn über etwaige Fehlvorstellungen aufzuklären. Mit der schlichten Anmerkung „Bitte keinen weiteren Gedankenaustausch, ich kenne Ihre Meinung und Sie jetzt meine Meinung!„, wurde die Mail mit dem von Konstantin Wecker im Gästebuch verfassten Kommentar beantwortet:

„Wer sich interessiert, wird auf ziemlich empörende Zusammenhänge stoßen. Diese Spiele sind nämlich kein Zufallsprodukt unserer Mediengesellschaft: „Killerspiele entstammen den professionellen Trainingsprogrammen der US-Armee, mit denen Schusstechnik, Zielgenauigkeit und direktes Reagieren auf auftauchende Gegner trainiert werden: Die Soldaten werden desensibilisiert und fürs Töten konditioniert, die Tötungshemmung wird abgebaut. Genauso werden durch Killerspiele Kindern und Jugendlichen Spezialkenntnisse über Waffen und militärische Taktik vermittelt, denn diese sogenannten „Spiele“ sind in Wirklichkeit Simulationen der Kriegsrealität.“ (Kölner Aufruf gegen Computergewalt) Bei Spiele-Messen hat nicht umsonst die Bundeswehr oft einen Stand, um für ihre Kriege Promotion zu machen. Die US-Armee setzt Computerspiele zur Anwerbung von Soldaten ein (z.B. www.americasarmy.com). Games-Konzerne dienen somit als Teil des militärisch-industriell-medialen Komplexes dazu, mit „Spielen“ die künftigen Soldaten heranzuziehen und eine „kriegstaugliche“ Mentalität auszubilden. Das Alltagsleben wird vom Krieg durchdrungen, um Akzeptanz für die derzeitigen und künftigen Kriege zu schaffen. Diese Spiele sind somit massive Angriffe auf Menschenrechte, Völkerrecht und Grundgesetz. Angeblich können Jugendliche lernen mit Killerspielen sinnvoll umzugehen, ohne körperlichen und seelischen Schaden zunehmen. Aber weshalb es darauf ankommen lassen? Sollen Kinder denn nicht lieber gleich was Vernünftiges lernen? Liebevoll und tolerant miteinender umzugehen zum Beispiel? Man verbietet ihnen, auf Bäume zu klettern. Das sei gefährlich, man könne herunterfallen. Aber man lässt sie Stunde um Stunde den Amoklauf proben, und niemand scheint zu fragen, ob das nicht für die Kinderseelen wesentlich gefährlicher ist, als ein gebrochener Haxen. Ebenso wenig wie mir jemals einleuchten wird, warum man Waffen, wenn schon nicht abschaffen, nicht wenigstens in Privatwohnungen verbieten kann, nur weil die Waffenlobby bei jeder Gesetzgebung ihre dreckigen Finger mit im Spiel zu haben scheint, ebenso wenig leuchtet mir ein , warum man mit diesen Spielen unsere Kinder brutalisieren muss. Ja, ich bin und bleibe ein Gegner staatlicher Zensur. Ich setze auf den kritischen, aktiven, verantwortungsbewussten Bürgergeist. Damit es den aber gibt, sollte man auch die künftigen Bürger davor schützen, so ganz spielerisch zu Mordmaschinen und Untertanen zu mutieren…“

133 Gedanken zu “Berg will nur Verbot für Kinder

  1. @HiPhish

    Nein, er will sich in die Erziehungskompetenz der Eltern einmischen
    Zitat:“…und das Erwachsene, die diese Spiele Kindern zugänglich machen, bestraft werden.“
    Dabei ist klar geregelt, das Eltern ihrem 16jährigen Sohn durchaus ein FSK18Game geben dürfen, wenn diese der Meinung sind das er dafür geeignet ist.

    Toll finde ich seine Formulierung „Killerspiele mit Tötungsabsicht“ Wen töte ich da?

    Um einmal die allwissende Müllhalde zu zitieren:
    Ein Tötungsdelikt ist eine Straftat gegen das menschliche Leben.

    Die Straftaten gegen das Leben sind in den §§ 211 bis 222 StGB geregelt.

    Jetz hab ich mir die Paragraphen durchgelesen, nur auf Strafe für Pixel“Mord“ bin ich dabei nicht gestossen….

  2. Sorry für doppel, das das sozial verhalten sich verschlechtert, liegt eher in unserer Gesellschaft. Obwohl ich, auch von meinen Eltern erlaubt, Spiele gespielt habe, die laut der USK nicht für mich geignet seien, bin ich ein sehr netter Mensch, der sich deswegen als Verlierer empfindet.

  3. Das erinnert an die Schlaumeier, die fordern, dass in Deutschland nicht mehr „jeder einfach so“ eine Waffe kaufen dürfen soll, dass man dafür einen „triftigen Grund“ braucht und dass alle Waffen registriert werden sollen.

  4. Der Fall „Christian Berg“ zeigt eindeutig, dass ein Defizit an Kenntnis über unser Jungendschutzsystem besteht. Wievielen Menschen musste ich schon die Sticker, die man als Alterfreigaben kennt, erklären. Viele kennen den Unterschied zwischen USK und USB nicht. Und manche wollten wissen, ab wann ein Spiel so gewaltverherrlichend sein muss, um eine Einstufung „USK: ab 18“ zu bekommen. Echt, Aufklärung tut hier Not.

  5. schon immer hat es das!
    aber wenn die regierung z.B. eine Art Werbung über USK Logos im TV machen würde, dann können all diese SPinner wie Bosbach und Schünemann nicht mehr über Games herziehen und ihre Propaganda verbreiten.

  6. Da hilft nur massive Aufklärung. Aber Wie?
    Der Großteil der Menschen ist schlichtweg nicht an derartigen Themen interessiert und bekommt nur das mit, was in Zeitung und Fernsehnachrichten mundgerecht serviert wird.
    Wenn nun mal wieder gesagt wird das selbst Kinder in jedem Geschäft problemlos an gewaltverherlichende Killerspiele ran kommen, glaubt das die Masse, egal wie viele Eltern-LANs und andere Veranstaltungen noch stattfinden werden.
    Ohne die Mithilfe der Medien dürfte es nahezu unmöglich sein Aufklärungsarbeit bei der Zielgruppe der Uninteressierten zu betreiben.

    Am ehesten könnte ich mir noch vorstellen, das die Videospielindustrie selbst zur Aufklärung beiträgt indem man bei jeder Fernsehwerbung das entsprechende Zeichen auf der Packung am Ende des Spots erklärt, zusammen mit ner Bildschirmfüllenden Darstellung des Symbols.

  7. @Booomboy
    ein bisschen Aufklärung seitens der Medien währe echt nicht schlecht, schließlich gibt es ja auch in Bezug auf Alkohol, Glückspiel, Filme ab 16/18 (im Fernsehen), … immer den Hinweis, dass diese Sachen für Personen unter dieser Altersgrenze nicht geeignet sind.
    Bei den Altersfreigaben seitens der USK und FSK (bei Filmmedien – DVD, Blue Ray) währe das ja noch vieeelll leichter, da man hier nur das Logo erklären müsste.

    Ich finds schlimm das den Spieleherstellern immer böse Absichten unterstellt werden. Man muss ganz schön paranoid sein um sowas zu behaupten. Die Spiele dienen zur Unterhaltung und nicht um jmd. auf einen bevorstehenden Krieg oder was auch immer vorzubereiten! Dem Fersehen werden ja auch keine böse Absichten unterstellt, wenn sie Filme ab 12, 16 oder 18 Jahren senden.

  8. @kraid,
    dafür gibt es aber zu wenig werbung über videospiele.
    2006, damals nach Emsdetten, hatte ich mal die USK angeschrieben was sie von Werbung im TV über die Logos halten würde.
    Ich glaube eine Frau Schulz hatte mir geantwortet und meinte, dass die Idee an sich sehr gut und wohl auch notwendig wäre.
    aber da die usk nicht einfach so irgendwas machen darf, ohne sie die genehmigungen verschiedener anderer behörden, wird das wohl leider ein wunschtraum bleiben.
    so in etwa hab ich das noch in erinnerung.

  9. Ich befürchte aber, dass daran der Industrie nicht unbedingt gelegen sein dürfte.
    Offiziell selbstverständlich schon… Aber naja.
    Mir kam mal eine art abgeänderte Indizierung in den Sinn.
    Werbung nur auf bestimmten Plattformen, abgetrennte „Ab 18“ Abteilungen, drastische Strafen beim Verkauf an Minderjährige und eine andere Grundhaltung der Eltern, sodass diese eben NICHT den Kleinen jedwedes Spiel kaufen.

  10. oh man, wieder ein paar worte an die hände zum abtippen nicht weitergereicht xD
    „ohne sich die genehmigungen verschiedener anderer behörden einzuholen“- so sollte der Teilsatz lauten.

  11. @Tentakelzombie,
    „andere Grundhaltung der Eltern, sodass diese eben NICHT den Kleinen jedwedes Spiel kaufen.“ was wieder Aufklärung vorraussetzt und wir wieder bei Werbung sind.
    Eltern kaufen ihren Kindern Videospiele jedes Alters, weil sie 1.keine Ahnung darüber haben, wie breitgefächert die Games sind und 2. haben sie auch kein Interesse daran, für sie zählt nur „endlich hält das Kind seine Klappe“.
    Darum muss man den Eltern permanent vor Augen führen „Es gibt Regeln was Games angeht“, irgendwann werden sie schon unbewusst sich daran halten.

  12. Ja, und eine solche Aufklärungskampagne muss einfach mehr enthalten als eine Eltern – Lan. Hier wäre eine großangelegte, gemeinsame Aktion von Staat und Wirtschaft wünschenswert. Aber ich zweifle einfach dran, dass sowas zustande kommt.

  13. Auf der seite vom Berg gibts ne neue News. Ich glaube die meisten Kommentare zu seinem Vorhaben haben ihn nur bestätigt.

    Liebe Freunde,
    am Samstag meldete bild.de. als erste Zeitung meinen Aufruf zum Verbot von Killerspielen.
    Was dann in den nächsten Tagen folgte, ist nicht zu beschreiben.
    Ich wurde nicht nur massiv bedroht, man warf mir auch vor, dass meine provokative
    Äusserung mit der Bücherverbrennung im Dritten Reich gleichzusetzen ist.
    Ganz liebe Zeitgenossen wollten mich mit Berufsverbot belegen oder meine Theaterstücke,
    in denen ich auf Kinder Einfluss nehme, verbieten lassen.
    Es zeigt sich also: Der Kampf gegen diese stupiden Tötungsspiele lohnt sich.
    Ich habe eine Auswahl der Kommentare ins Gästebuch gestellt und Ihr könnt Euch gerne
    hier ein Bild machen.
    Unter „Gedanken“ findet Ihr eine Unterschriftenliste als PDF.
    Bitte druckt sie Euch aus und lasst Sie alle Menschen, die noch einen Hauch von
    Gefühlen besitzen, unterschreiben.

  14. @Gurash, Sebiroth:
    Ihr meint GG Art. 6 (2):
    „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.“
    http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_6.html
    .
    Herr Berg war, wie zu erwarten, einfach schlecht über die juristische Lage in Deutschland informiert und hat blind der Meinungsmache der Medien Glauben geschenkt, Spiele wie „Dead Space“, „Modern Warfare 2“ oder „Fallout 3“ seien einfach so für Kinder zugänglich.
    Ich bezweifle, dass er über seine Äußerung bzgl. „Killerspiel“-Verbot für Kinder – ohne das elterliche Erziehungsrecht zu beachten – mehr nachgedacht hat und er Eltern (im weiteren Sinne, natürlich) dieses wichtige Privileg absprechen will.
    .
    Kritik für seine unbedachten Äußerungen hat er imho vollauf verdient, aber unterstellen wir ihm bitte nicht mehr als. Klassischer Fall für Hanlon’s Razor: „Never attribute to malice that which can be adequately explained by stupidity.“ (Schreibe nichts Böswilligkeit zu, was gleichermaßen durch Dummheit erklärt werden kann)

  15. Nachtrag, @robbe:
    Eben erst gelesen, ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil.
    Das hätte so herrlich deeskalieren können und dann gießt er dermaßen Öl in’s Feuer…

  16. Sebiroth
    25. Januar, 2010 – 11:18
    Steht nicht im Grundgesetz, dass der staatliche Jungendschutz nicht in die elterliche Erziehung eingreifen darf?
    >>>>>>>>
    Art. 6 Abs. 2: Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
    ——–
    Pflege und Erziehung sind demnach auch verfassungsrechtlicher Auftrag des Staates. Der Staat steht also in der Pflicht, die Eltern bei ihrem höchspersönlichen Erziehungsauftrag zu unterstützen (z. B. durch Setzen von Rahmenbedingungen). Das Bundesverfassungsgericht spricht in dem Zusammenhang von „Kindeswohl“, an dem sich das staatliche Handeln zu orientieren hat. Danach ist der Staat verpflichtet einen gesetzlichen Rahmen zu schaffen, um a) das verfassungsrechtlich verankerte Elternrecht auszugestalten und b) Voraussetzungen zu benennen, unter denen er das freie Ausüben des Elternrechts auf Erziehung „um des Kindes willen“ einzuschränken gedenkt. Der Jugendschutz ist ein Teil der Pflege und Erziehung von Kindern. Grundsätzlich muss man ja davon ausgehen, dass Eltern ganz auf sich gestellt in einer unkontrollierten Gesellschaft ihre Kinder nicht schützen (resp. ausreichend schützen) können. Hier setzt dann der Staat mit seinen rechtlichen Grundlagen ein, u. a. auch eben „Jugendschutz“-Gesetze. Auch Art. 5 Abs. 2 GG benennt ausdrücklich „gesetzliche Bestimmungen zum Schutze der Jugend“. Es kommt nicht von ungefähr, dass man Jugendschutz einen Verfassungsrang zugesteht. Im Grunde ergibt sich hieraus manchmal vielleicht ein Konflikt zwischen gesetzlichen Rahmenbedingungen und der subjektiven Erziehung durch die Eltern. Generell kann man aber nicht sagen, dass der Staat nicht in die Erziehung eingreifen darf oder kann.
    ——–
    Wieso man allerdings ständig Verbote für Dinge fordert, die bereits verboten sind, das verschließt sich mir nach wie vor völlig. Auch die breite Zustimmung, die solchen Forderungen stets folgt, kann ich mir nicht wirklich erklären. Es sollte vielleicht eher mal in Angriff genommen werden, über die bestehende (und von Politikern stets hochgelobte) Rechtslage im Videospiel/Film-Bereich zu informieren! Aber das kriegen unsere öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten (die ja genau diesen Auftrag der Informationsverbreitung haben) nicht hin…

  17. „Wieso man allerdings ständig Verbote für Dinge fordert, die bereits verboten sind, das verschließt sich mir nach wie vor völlig.“

    Weil sich solche Menschen nicht mit lästigen Fakten aufhalten. Das ist einfach Stammtisch.

  18. Herr Berg schreibt: „Ich wurde nicht nur massiv bedroht,“…

    Den Trick hat er vom Aktionsbündnis Winnenden. Wer von sich behauptet, er werde massiv bedroht, wirkt umso glaubwürdiger im Kampf gegen verrohte Computerspieler.
    Niemand fragt nach Beweisen.

  19. Überall das Gleiche. In 20 Jahren kräht da kein Hahn mehr nach, allerdings hat dann unsere Generation etwas um sich darüber aufzuregen ;)

  20. Irgendwie find ich die Sache schon wieder ein wenig lächerlich…
    Am besten ignorieren… das ist bei solchen Leuten am besten… ähnlich wie auch bei der Spielesammelaktion, die ja das Ziel hatte diese zu vernichten, da war auch von angeblichen Drohungen die Rede, was ja dazu führte, dass ein Sicherheitsdienst engagiert wurde, was natürlich die Berichtserstattung der gekauften Medien noch viel einfacher machte. Es mag zwar sein, dass es Personen gibt, die Drohungen schreiben, allerdings und das darf man nicht vergessen, ist es hier auch sehr einfach Fakekommentare zu veröffentlichen (ich will hier zwar niemanden was unterstellen, aber ich halte das schon für möglich… die Verbotsforderer schrecken ja, wie die Vergangenheit schon öfters gezeigt hat, nicht davor zurück Lügenmärchen zu erzählen… am aktuellsten dürfte wohl noch die von mir erwähnte Containeraktion in Erinnerung sein). Die Gamergemeinschaft hat sich bisher meist immer positiv repräsentiert, im Gegensatz zu den anderen. Ich hoffe ihr versteht worauf ich hinaus will!

  21. „Ich wurde nicht nur massiv bedroht…“

    Das kann ich mir schon vorstellen, gibt genug Idioten da draußen, die sich nicht benehmen können. Und ich unterstelle mal, dass Herr Berg nicht ganz so erfahren ist mit der Art und Weise der Kommunikation im Internet wie die meisten hier. Da nimmt man solche Dinge schonmal ernst und wörtlich. Und ich will ihm das auch gar nicht vorwerfen. Man sollte nicht vergessen, dass nicht jeder so selbstverständlich ständig in Foren und ähnlichem diskutiert, wo man getrost vieles ignorieren muss.
    Leider schneiden sich die Gamer(irgendwie mag ich diese Schublade nicht) oft ins eigene Fleisch, wenn sie sich von jeder Kleinigkeit provozieren lassen.
    Eigentlich sollte uns diese ganze Berg Geschichte gar nicht interessieren, seine Aktion wird untergehen wie alle anderen auch.
    Aber nein hier und anderswo werden zig Kommentare geschrieben, wo alles auseinandergenommen und jedes Wort in die Wagschale geschmissen wird. Und einige Kommentare werfen leider ein schlechtes Licht auf diese Seite, weil es nur „Hater“-Kommentare sind.
    Finde ich nicht gut. WEniger ist doch manchmal mehr.
    mfg

  22. Morddrohungen gegen Berg? Im Gästebuch gefunden. Jetzt wirs interessant.
    „www.gebt-den-kindern-buecher.de Ab der nächsten Woche erklären wir dort genauer, was Ihr tun könnt.
    Dieser Eintrag bedeutet mir nach Morddrohungen und Schmäh-Mails, nach Beleidigungen und Anfeindungen eine ganze Menge!

  23. Ganz klar ein Fall für Akte 10 „Reporter kämpfen für Sie“.

    Wär doch mal ne Idee wenn sich „Gamer“ über die Unwissenheit der oft genannten Personen beschweren würde^^

  24. Äußerst problematisch finde ich jetzt diese Äußerung zu Gefühlen von Gamern, dass diesen von Berg offenbar Gefühllosigkeit unterstellt wird – zusätzlich zu der „Gedankenlosigkeit“ welche bei Wecker vorhin schon anklang

    Besonders bemerkenswert finde ich bei Wecker noch diesen Satz: „Bei Spiele-Messen hat nicht umsonst die Bundeswehr oft einen Stand, um für ihre Kriege Promotion zu machen.“ Aus dem Kölner Aufruf kenne ich die Zeile auch nicht – überlesen?
    Noch nie gehört davon: würde mich sehr überraschen hätte das mit der Bundeswehr für Deutschland auch nur irgendeinen Realitätsbezug…

  25. Auf der (Gott habe sie seelig!) GC in Leipzig gab es so einen Stand. Soweit ich mich erinnere wurde da aber nicht mit Videospielen sondern mit einer Kletterwand (So eine auf einem Band angebrachte) geworben. Die Präsenz besagt also nur, dass die Bundeswehr meint hier ihre Zielgruppe zu haben. Angesichts des Umstands, dass Videospiele viel von jungen Männern gespielt werden, haben sie damit auch nicht unbedingt unrecht. Nur Pech für die Bundeswehr, dass sie nicht zu meiner Zielgruppe gehört.

  26. Natürlich ist die Bundeswehr auch bei Spiele-Messen präsent, genauso wie auch auf Ausbildungs-Messen. Schließlich gibts bei solchen Messen ja massenweiße potenzielle Rekruten. Aber ein Spiel hab ich bei denen noch nie rumliegen sehn.

  27. @ Pyri

    Also die Bundeswehr hat regelmaäßig einen Stand auf der Games Convention. Genauso wie auf der Cebit und keine Ahnung wo noch überall. Und dieser Stand auf der GC wirbt natürlich für eine Karriere bei der Bundeswehr.
    In den Augen der „Spielekiller-Verschwörungstheoretiker“ ist das scheinbar ein Argument.
    Bei denen gilt scheinbar Bundeswehr= Schiessen, Krieg und Töten.
    Keine Ahnung, ich denke diesem Argument sollte man nicht soviel Aufmerksamkeit schenken.
    Nur den Irrglaube über „Killerspiele“ seien voim militär entwickelt, sollte man endlich ausräumen. Aber manche klammern sich recht beharrlich an diesen Glauben.

  28. Die Bundeswehr ist auf Messen sehr engagiert. Insbesondere auch auf der Gamescom Köln 2009 war die Bw mit einem großen Stand nebst Spähpanzer Fennek präsent. Allerdings will man sich dort nur präsentieren, weil man junge Menschen ansprechen und anwerben will. Und das geht leider nicht vor einer öffentlichen Bibliothek oder vor einem Altersheim, sondern eben nur über jene Bereiche, in denen man auch junge Menschen antreffen kann. Der Nachwuchs für die Bundeswehr ist eben mit Internet und Games aufgewachsen und hat gänzlich andere Interessen und Bedürfnisse als z. B. Menschen wie Herr Berg.
    ———
    Wenn er nun sagt, dass er Morddrohungen erhalten habe, dann sollen diese auch konsequent angezeigt und verfolgt werden. Nur so wird sich zeigen, ob es sich mehr oder weniger um einen (schlechten) PR-Gag zur Aufmerksamkeiterregung handelt oder um eine reale Bedrohung. Leider gibt es immer wieder Personen, die sich über die Grenze des vernünftigen hinauswagen (siehe u. a. auch Morddrohungen gegen den Mohammed-Karikaturenzeichner, wenn auch aus anderer Motivation abgegeben). Klares Signal aber ist: Diese Menschen haben Null Verständnis zu erwarten – ganz besonders wir Gamer distanzieren uns doch ausdrücklich von solchen Trittbrettfahrern, die sich zu Ungunsten anderer selber profilieren wollen. (Nicht wahr, Herr Berg…)

  29. Es gab aber auch mal ein paar Werbespiele von der Bw, z. B. (Name ist mir entfallen) eins, in dem man mit Helikopterflügen Hilfseinsätze o. ä. absolviert… Jahre ist’s her!

  30. @Rey Alp
    Werbung von Seiten der Bundeswehr mit Videospielen gab es. Das Spiel Helicopter Mission, wurde damals an Tagen der offenen Tür in den Kasernen verteilt. Ich müßte das sogar noch rumliegen haben.

    MfG Cooper der bei Herrn Berg als Anonym geführt wird. (War aber nur nen versehen.)

  31. lol er gibt selbst zu „durch meine theaterstücke nehme ich einfluss auf die kinder“, aha, also sollte man ihn auf jeden fall schon verbieten.
    ich kenne zwar seine stücke nicht, aber wer weiss wie brutal,sexsistisch und rassistisch seine stücke sind (achtung IRONI)

  32. Was mir aber besonders übel aufstösst ist das er überhaupt den Kommentar von einen (Ex) Junkie stehen lässt, wenn doch ach soviele Kinder auf die Seite kommen. Wobei der Mensch ohnehin nen Fall für sich ist, bei dem ich mich Frage ob er seine Wahnvorstellungen auch wieder losgeworden ist oder ob die immer noch anhalten. Anders kann ich mir seinen Glauben an den Köllneraufruf nämlich nicht wirklich erklären.

    MfG Cooper (der heute tieriesch ange…. ist)

  33. @Booomboy
    Langsam nervt´s! Schau dir doch einfach mal den Spielplan auf Bergs Seite an. Sorry, aber dein dümmlicher Kommentar wird durch ein „Achtung Ironie“ auch nicht gerade besser!

    Auszüge aus einem Kommentar einer Verbotsbefürworterin im Gästebuch:
    „Zum Thema Verbot der „Killerspiele“
    Ich denke mit einem Verbot ist es nicht getan.“
    […]
    „Mann müsste was Größeres und Nachhaltigeres „anzetteln“ als das Verbot der Spiele finde ich aber für den Anfang ist es besser als nix.“

    WTF

  34. wenn jeder seine Umgebung aufklärt ist’s zumindest ein Anfang. Es gibt ja eigentlich viele Spieler, wenn da viele mitmachen müsste man ne ganze Menge Leute erreichen können.

  35. Der hat doch nur Angst, dass er weniger Kohle scheffelt, weil Computerspiele seine Theaterstücke langsam aber sicher verdrängen…
    „so ganz spielerisch zu Mordmaschinen und Untertanen zu mutieren…“ WO ISSN DES HIRN?
    „Sollen Kinder denn nicht lieber gleich was Vernünftiges lernen? Liebevoll und tolerant miteinender umzugehen zum Beispiel?“ ÄHHMM… EIGENTOR WÜRDE ICH MAL SAGEN. WO IST DENN IHRE TOLERANZ?
    Erinnert mich an Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!“

  36. Erreichen ja, aber was ändern?

    Ich habe schon etliche male versucht „Actionspielgegner“ zu läutern :D

    Das Problem ist aber, so lange in den Medien behauptet wird, es läge an den ach so bösen Computerspielen, wird man die Gedanken nicht viel umlenken können.

    Da kann man noch so lange argumentieren, das eigentlich alles im Gesetzt geregelt ist. Dann kommt wieder eine Reportage mit Spielen, die man in DE eigentlich nicht spielen darf oder zumindest entschärft sein müsste und schon entsteht wieder der Eindruck alle Spiele seien so.

  37. Vor allem macht er sich Sorgen, dass Kinder „zu Untertanen mutieren“… dann sollte er sich mal vom Aktionsbündnis distanzieren, die lassen sechsjährige unterschreiben, für ein Verbot von Dingen, die sie erst in 12 Jahren überhaupt kennen können. Die schicken stapelweise Unterschriftenlisten in die Schule und dort gibt’s dann als Hausaufgabe, die Listen zu füllen.
    Das ist politische Indoktrination von Kindern, genau sowas macht Menschen zu „Untertanen“!

  38. Nscheinend hat sich gerade herr Schober persönlich auf der der Seite von Herrn Berg geäußert, von wegen die sollten sich dafür verantworten was echten Opfern passiert ist.

    mfG Cooper

  39. Hmm, mal nicht ganz zum Thema, aber mal eine spontane Idee, die mir gekommen ist, wo wir es doch gerade mit einem „Bühnenarbeiter“ zu tun haben… Wie wäre es zur Aufklärung mit einem Theaterstück, in dem die Handlung eines Spiels (idealerweise natürlich eines „Killerspiels“) in eine bühnengerechte Form umgesetzt wird? Wenn man das vernünftig aufzieht und nicht groß damit Werbung macht, dass es sich eigentlich um ein Spiel handelt und kein originäres Theaterstück, sondern dies erst am Ende des Stücks erwähnt, könnte man so auch Skeptiker und Uninformierte der Thematik näherbringen und zeigen, dass „Killerspiele“ nicht nur stumpfes Geballer sind. Könnte natürlich genausogut eine Schnapsidee sein, und man müsste erst mal Leute finden, die bereit für so etwas sind und Publisher, die die Rechte an einem Spiel zur Verfügung zu stellen bereit sind.

  40. Tya der Herr Berg hat eine Regel vergessen „wer Wind sät, wird Sturm ernten“ anscheinend hat er mit seiner Aussage viel mehr Sturm bekommen als der gedacht hat ^^

    Neues aus dem Gäsebuch:

    von Schober, Hardyex aus Winnenden am 25.01.2010 16:40
    Homepage: http://Aktionsbuendnis-Amoklauf.de
    Hallo Hr. Berg,
    vielen Dank für Ihre Unterstützung im Kampf gegen die „Killerspiele“. Die Menschen, die hier die Computerspiele, die Gewalt,Tötung und Folter verbreiten, als Deutsches Kulturgut bezeichnen, sollten sich vor denjenigen verantworten, denen in der Realität,Gewalt,Tot und Folter zuteil wurde.
    Es grüßt Sie herzlichst
    Hardy Schober

    Was hat Fiktion mit Realität zu tun?
    Und müssten sich nicht dann Verbotsforderer nicht vor den Menschen aus Diktaturen Verantworten? ZB den Menschen aus China denen man Verbietet bestimmte Inhalte zu sehen?
    Warum verantwortet sich denn von unseren Gegner niemand bei den Menschen aus China?
    Denn ein Verbot von Fiktion ist immer ein reales Verbot!

    „…
    nach ost das gleichzusetzen mit der Bücherverbrennung im Dritten Reich.
    Mit freundlichen Grüßen!
    Kommentar:
    Müsste man doch eigentlich mal staatsanwaltlich prüfen lassen, ob da nicht der Volksverhetzungsparagraph greift! “

    Wie meint er seinen Kommentar? Ob er mal nachprüfen will ob seine Verbotsforderungen und Kommentare zu Spielern den Paragraphen entsprechen?
    Wie viel wurde schon gegen uns Spieler gehetzt, Lügen verbreitet und den öffentlichen Frieden von uns gestört?

    naja hoffen wir mal, dass er seine Aktion mal mit anderen Augen betrachtet und die Freiheit des einzelnen mehr beachtung schenkt…

    Happy Coding.

  41. @ Breitkopf
    An und für sich halte ich das für keine so schlechte Idee. Könnte aber auch nach hinten losgehen. Nachher will vielleicht jeder Gegner gewusst haben, dass das Stück auf einem „Killerspiel“ beruht und „zeigt“ dann anhand des Stückes, welche unmoralischen Elemente auftauchen, welche in „seriösen“ Aufführungen nicht gezeigt werden würden, auch wenn das Gegenteil der Fall wäre. Aber generell habe ich nichts gegen die kulturelle Betrachtung von Videospielen, z.B. Events, wo Videospielmusik von einem Symphonieorchester vorgetragen wird.

  42. @hecter specter
    „…auch wenn das Gegenteil der Fall wäre.“
    Dann würde es uns aber leichter fallen, überzeugende Gegenbeispiele zu liefern, denn dann können wir uns auf Theateraufführungen (die ja ziemlich überall als Kunst anerkannt sind) statt auf Computerspiele (die leider noch nicht überall als Kultur anerkannt sind) berufen.

    Ach ja, mein Kopf ist nicht breit, er ist nur aus Brei ;-)

  43. So, ich habe folgenden Text in’s Gästebuch geschrieben. Mal sehen, ob er den Mut hat, ihn zu veröffentlichen. Wahrscheinlich nicht.

    Guten Tag, Herr Berg.

    Ich habe mir ihre Stellung zu gewaltdarstellenden Videospielen angesehen, und sie zeigen sich in perfekter Weise als Lügner, Verleumder und Manipulator zu erkennen.

    Zunächst einmal ist Ihre gesamt Rhetorik vollkommen unausgereift. Alles, was Sie machen ist, Thesem aufzustellen. Ein wahrer Rethoriker, der an einer ersthaften Diskussion interessiert ist, stützt seine Thesen durch Argumente, untermauert sie durch Beispiele und festigt sie indem sie Gegenargumenten standhalten. Sie liefern allerdings keinen einzigen Beweis, kein einziges Argument. Um diese irreführende Darstellungen Ihrerseits zu durcschauen muss man nichteinmal rethoriker sein. Jedes Gymnasialkind kriegt dieses basisschema bereits ind er Schule beigebracht.
    Ihre gesamte Wortwahl ist eindeutig manipoulativ. Das Wort „Killerspiel“ hat weder eine wissenschaftliche, noch eine juristische Definition. Es ist ein Kunstwort, geschaffen, um beim Publikum negative Konnotationen hervorzurufen. Einen Menschen als „Killerspieler“ zu bezeichnen ist schlichweg eine Beleidigung.
    Wenn ich jetzt auch noch alle Ihre Lügen (die ebenfalls aus offensichtlichen Gründen nirgends durch Argumente untermauert werden), aufzeigen wollte, würde das den Rahmen dieses Eintrags sprengen.

    Alle diese Dinge wären durch persönliche Unzulänglichkeit und Desinformiertheit durchweg zu entschuldigen. Doch was Ihre widerwärtige Natur offenbart ist, wie Sie das Andenken aller Opfer von solche widerwärtigen Gewalttaten schamlos für persönliche Profilierung ausbeuten.
    Alle diese Menschen sind tragischerweise umgekommen, weil gesellschaftliche Probleme ignoriert wurden. Kritische Individuen wurden anbgeschottet, ausgesperrt, und noch weiter in die Isolation und Verzweiflung getrieben. Anstatt anzusetzen, diese Probleme zu lösen, damit diese schrecklichen Ereignisse sich nicht wiederholen, schaffen Sie und Gleichgesinnte noch mehr Hass und Wut, dort wo Vernunft regieren sollte. Braucht die Gesellschaft noch mehr Aussätzige, noch mehr Isolierte? Alle die Trauer und Hilflosigkeit in Hass umzulenken löst keine Probleme. Nein, im Gegenteil, es schafft noch mehr Probleme, dort wo keine waren.
    Und dann wird es noch mehr Ausschreitungen geben. Und Menschen wie Sie, die den hass weiter schüren, werden dafür mitverantwortlich sein.

    Bevor der geneigt Leser (falls Sie diesen Kommentar überhaupt veröffentlichen werden) mir nun vorwirft, keine Argumente oder beweise zu liefern, diesem werden ich nun nachkommen. in der tat brauche ich nur ein einziges Argument, um die Absurdität dieser ganzen Farce aufzuzeigen.
    Deutschland hat weltweit die schärfsten Jugendschutzgesetze. Vor allem im Bezu auf Videospiele. Nirgends auf der Welt werden so viele Videospiele wie in Deutcshland zensiert, indiziert oder sogar beschalgnahmt. Das ist keine Beheuptung, das ist eine Tatsache.
    Und dennoch befindet sich Deutschland weltweit auf dem zweiten Platz (nach den USA), wenn es um Schulmassaker geht.
    Die logische Forgerung daraus ist, dass wenn es überhaupt einen Zusammenhang zwischen gewaltdarstellenden Videosielen und realer Gewalt gäbe, dann dass virtuelle Gewalt reale Gewaltausschreitungen hemmt.
    Natürlich möchte ich nicht behaupten, dass virtuelle Gewalt reale Gewaltausschreitungen hemt, aber es sollte jedem ersichtlich sein, dass eine Begünstigung vollkommen ausgeschlossen ist.

    vielen Dank für das Lesen.

  44. @ Breikopf
    Ich sag ja, für so blöd halte ich deine Idee garnicht, vielleicht überzeugt man damit auch ein Paar Skeptiker. Wenn wir uns aber auf etablierte Kunst berufen, müssen wir damit rechnen, dass uns vorgeworfen wird, wir würden eben diese etablierte und elitäre Kunst mit unserem Schundkram vergleichen.
    Und sorry für den Breitkopf, da schrieb wohl der „Toten Hosen“-Fan in mir :D

  45. @allesverboten.org
    „Die schicken stapelweise Unterschriftenlisten in die Schule und dort gibt’s dann als Hausaufgabe, die Listen zu füllen.“
    hast du genau dazu noch weitere informationen? falls ja bitte posten.

  46. @Breikopf
    Was du das vorschlägst wurde bereits im letzten Jahr gemacht, Counter-Strike als Bühnenstück wurde gezeigt aber leider nur 3x mal, die Rheinische Post hatte auch mal was drüber geschrieben.

  47. Aus einem Sportschützenforum:

    „Hallo,
    heute um 15:45
    wurde ich angesprochen von einem jungen Mädchen ob ich Zeit hätte.
    Ich sollte mir das durchlesen und dann Unterschreiben.(Blinzel -Lächel)
    Es handelte sich um das „Anschreiben“ „Verbot Faustfeuerwaffen“und “
    Verbot Killerspiele
    vom Aktionsbündnis-Amoklauf Winnenden. Ich habe dann Nachgefragt was das
    soll; Als Antwort habe ich bekommen das wäre Hausaufgabe und
    die Zettel müssten bis Montag voll sein .Dann habe ich noch nach der
    Schule gefragt es ist die Kastenschule Winnenden.
    Jetzt meine Frage darf die Schule soetwas überhaubt ? Kann mann gegen
    solche „Drückermachenschaften“ nicht irgendwie vorgehen ?
    MfG“

  48. @allesverboten.org
    Nein, rechtlich gesehen kann man da nicht wirklich viel machen.
    Ich habe vor einigen Tagen zbsp. einige Jugendliche auf der Hindenburgstraße in MG getroffen die in Rahmen eines Schulprojektes Unterschriften sammelten (Zwei Mädels & ein Junge, vielleicht 14-15 Jahre alt), leider weiß ich nicht von welcher Schule die waren da ich vergaß danach zu fragen. Mein erstauntes Gesicht kann man sich wohl vorstellen.

  49. @ Doktor Trask

    Die Frage kam zwar nicht von mir sondern war Teil des Zitats, aber ich finde die Antwort ist nicht so einfach.
    In Schulen darf zwar politisch gebildet werden, aber nicht indoktriniert. Den Schülern zu verordnen, sich gegen völlig legale Freizeitbeschäftigungen politisch zu engagieren, geht meiner Meinung nach zu weit.
    Die Frage ist nur: Wer klagt? Es müssten schon Eltern sein, die ihre Kinder an der Schule haben. Und diese Kinder würde dann sicher darunter leiden.

  50. Oh, laut Herr Wecker macht die Bundeswehr also Werbung für ihre Kriege wenn sie auf Messen geht.
    Hm, wenn Liedermacher vor den Bonzen von SED und irakischer Baathpartei auftreten, machen sie dann Werbung für Diktaturen ?

    Prinzipiell finde ich es bedenklich das Herr Berg die Verschwörungstheorien vom Kölner Aufruf vom militärisch-medialen-industriellen komplex verbeitet.
    Schließlich besuchen auch viele Kinder diese Seite, und gerade solche Verschwörungstheorien sind Einstieg in rechts-oder linksradikales Gedankengut.
    Die NPD hat diese spezielle Verschwörungstheore ( Killerspiele vom US-Militär erfunden ) ja auch schon entdeckt.

  51. Ach so, na und ich dachte es kommt als große Oper – da wüsste ich auch schon einen geeigneten Aufführungsort: in Stuttgart, dahinter wo der Container stand – was wird Ken Levine sonst schon machen außer aktuell das Libretto dafür schreiben ;-) Seit drei Jahren bereits keine neue handfeste Info zu Videospiel-Projekten mehr. Na ja, ernsthaft könnte ich mir Rapture gut als Kulisse für eine Oper vorstellen – hat sowas altmodisch-barockes auch an sich dieses Art Deco…

  52. Das er hier auch noch Spieler als nicht denkende Menschen bezeichnet, finde ich auch unverschämt.
    1. Ich denke sehr viel, vorallendingen weil ich ebenfalls nicht in einer Untertarnen Gesellschaft leben möchte.
    2. Fordern viele Videospiele Denken und werfen auch Fragen auf. Da muss ich ich z.B an Assassin’s Creed II denken (gegen Untertarnen Gesellschaft).

  53. Besonders nett finde auch ich Menschen, die mich nicht kennen, aber glauben, über mich und meine Befindlichkeiten zu urteilen. Da heißt es in einem Beitrag auf seiner Seite, in dem er zur Unterschrift für das vom AAW geforderte Spieleverbot auffordert, weiterhin: „Bitte druckt sie Euch aus und lasst Sie alle Menschen, die noch einen Hauch von Gefühlen besitzen, unterschreiben.“

    Subtil, wie da wieder unterstellt wird, man sei ein gefühlloses Monster. (Im übrigen ist Innenminister Schünemann, ein ganz heftiger Trommler für ein Verbot von Computerspielen, „passionierter Jäger“ und Befürworter des Kriegseinsatzes in Afghanistan. Also: reale Schußwaffe, reales Töten = gut, Vektorrechnung = schlecht? Ist das gefühllos?)

  54. Ich habe mir mal erlaubt , einem der Kommentarschreiber, der sehr bereitwillig seine Mailadresse bekanntgab eine Mail zu schreiben:

    Sehr geerhte Herr Masino,

    erstmal ein Herzliches Danke, dass sie so bereitwillig Ihre E-Mailadresse zur Schau gestellt haben, sonst wäre ich nicht in der Lage Ihnen diese E-Mail zu schreiben.

    Wenn ich Sie zitieren dürfte:

    „Solange es aber Menschen gibt, die sich nicht zum gedankenlosen Werkzeug dieser Milliardenindustrie machen lassen, besteht noch Hoffnung.“

    Aha, ich bin also Gedankenlos. Nunja Sie werden eingestehen müssen, dass ich als angehender Student durchaus einige Zeit mit Denken zu verbringen habe. Dazu wird uns täglich von unserer Politik vorgelebt wie es ist gedankenlos und korrupt zu sein. Ein hoch auf Bankenkrise und Spenden an die FDP für einen verminderten Steuersatz auf Hotelzimmer.

    „Ein Verbot der Gewaltverherrlichenden Spiele wird es in absehbarer Zeit nicht geben in Deutschland, aber der Umgang damit muss von den Erwachsenen viel kritischer begleitet werden.“

    Da muss ich Sie leider enttäuschen, dieses Gesetz gibt es bereits schon, nämlich §131 StGB.

    Zitat:

    “Wer Schriften, die grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen in einer Art Schildern, die eine Verherrlichung oder Verharmlosung solcher Gewalttätigkeiten ausdrückt oder die das Grausame oder Unmenschliche des Vorgangs in einer die Menschenwürde verletzenden Weise darstellt, verbreitet oder […] herstellt […] wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.”

    Sollte jemand ein Spiel, das unter diese Definition fällt, in Deutschland herstellen oder verbreiten würde er sich strafbar machen. Wie Sie sehen gibt es also 2 Optionen, entweder keines der in Deutschland zu kaufenden Videospielen ist gewaltverheerlichend oder wir sind wieder bei der Korruptsionsschiene. Die Wahl liegt bei Ihnen die Wahrheit zu erkennen, zu denken gebe ich allerdings noch, dass Deutschland bereits den schärfsten Jugendschutz der Welt hat und kein Spieleentwickler es sich leisten könnte die Politik für ein paar 100.000 Verkäufe zu bestechen (unserer Politiker sind schließlich auch nicht billig).

    „Die meisten Eltern wissen doch garnicht was die Kinder im Internet oder auf den Konsolen so drauf haben. “

    Da muss ich Ihnen leider recht geben. Die wenigsten Eltern wissen, was Ihre Kinder spielen und kennen auch die bunten Aufdrucke (USK Logos) bedeuten und kaufen Ihren Kindern das was sie haben wollen. Wir Gamer setzten auf Aufklärung, z.B. durch die „Eltern-LAN“ bei der Eltern gezeigt bekommen, wie Spiele der verschiedensten Altersklassen aussehen. Auch wir sind der Meinung, dass Spiele ab 18 NICHT in Minderjährigenhände gehören. Doch wie Sie richtig erkannt haben funktioniert dieses System nicht, da zum einen die Ausweißkontrollen vielerorts zu lasch sind und zum Anderen, dass Eltern eben nicht wissen dass es Altersklassifizierungen gibt.

    Das Ziel kann also nur Aufklärung heißen, Verbote bringen in den wenigsten Fällen etwas, vielmehr werden hier noch Leute bestraft die absolut nichts für oben genanntes können.

    Ich hoffe Sie lesen diese Mail und vielleicht schreiben Sie mir Ihre Gedanken dazu in einer Antwort, ich würde mich freuen.

    Mit freundlichen Grüßen




    Ma schaun ob ich ne Antwort vekomme, die Mail is ja ansich in einem sehr netten Ton geschrieben xD.

  55. @allesverboten.org:
    In einem Kommentar zu einem älteren Artikel hier auf Stigma wurde auf eine christliche Zeitung (oder so etwas ähnliches) gelinkt. Darin fand sich ein Artikel über einen Lehrer, der in seiner Klasse eine „Killerspiel“ Vernichtungsbox aufgestellt hatte (Schule im Landkreis Calw).
    ———
    Zumindest das Kultusministerium Baden-Württemberg sieht diese Betätigung in Schulen sehr kritisch. Auf meine Anfrage, ob das Ministerium solche Aktionen unterstütze, antwortete man mir:
    ———
    Sehr geehrter Herr […],
    bitte entschuldigen Sie die verspätete Beantwortung Ihrer Anfrage.
    In dieser Sache habe ich mit der Schule und der Schulleitung vor den Weihnachtsferien telefoniert. Die Aktion eines Lehrers in seiner Klasse war weder mit der Schulleitung noch mit der Schulaufsicht abgesprochen.
    Wir unterstützen diese Vorgehensweise nicht und es wird zu keiner Wiederholung einer solchen Aktion kommen.
    Die Idee entstand aus einer Diskussion mit Schülerinnen und Schüler zum Thema Medien und Medienkonsum. Die Aktion brachte allerdings lediglich zwei Spiele zusammen, die von dem Lehrer vernichtet wurden, was vorab mit den Schüler/innen so abgesprochen wurde.
    In meinem Gespräch mit der Schulleitung wurde deutlich, dass solche einmaligen Aktionen bestenfalls nichts bringen und schlimmstenfalls das Gegenteil erreichen. Computerspiele sind nicht per se zu verteufeln. Es geht darum nicht die gesamte Freizeit damit zu füllen. Das erfordert vor allem von den Eltern ein Hinschauen und Interesse zeigen an dem, was Jugendliche in ihrer Freizeit tun. Schule ist ebenfalls gefordert aufzuklären und diese Themen mit den Jugendlichen zu diskutieren.
    Für Ihre Anfrage und Ihr Engagement bei diesem wichtigen Thema bedanke ich mich und wünsche Ihnen einen guten Start in das neue Jahr!
    Mit freundlichen Grüßen
    [von Namensnennung wird an dieser Stelle abgesehen]
    Stabsstelle Prävention und Intervention bei Gefahrenlagen
    Kultusministerium Baden-Württemberg

  56. @ Martin Ebers;
    Und nun stell Dir mal vor, wie sich Sportschützen gefühlt haben, als eine von den Grünen geladene „Expertin“ vor dem Sachverständigenausschuss (!) des Bundestages folgendes behauptete:
    Wer dynamischen Schießsport betreibe, habe eine menschenverachtende Grundeinstellung.

    Da ist man einfach ein Mensch mit einem exotischen Hobby, vielleicht noch liebender Vater, und dann bekommt man sowas um die Ohren.
    Und genauso werden die Gamer zu gefühllosen Wesen erklärt.

    Das hat schon alles was von systematischer Dämonisierung. Der politische Gegner (bzw das Opfer) wird zunächst entmenschlicht, damit man dann kein Mitgefühl mit ihm haben muss. Das ist eine Strategie, die u.a. früher beim Militär eingesetzt wurde, um der Truppe die Skrupel zu nehmen.

    Paradox, oder?

  57. Bezüglich der Einlassung von Schober habe ich gerade einen ähnlichen Gedanken gehabt: Die moralische Abwertung geschieht ja auch dadurch, daß man Computerspieler mit Konsumenten von Kinderpornographie, mit Folterern und Mördern in Diktaturen vergleicht.

    Und da setzt jemand einen gewissermaßen „pornographischen Blick“ auf, sucht geradezu mit Begeisterung nach allem, was man gegen denjenigen anbringen kann, den man als „Feind“ ausersehen hat, um es dann mit demonstrativem Ekel vorzuführen. Ganz gleich, wem man damit vor dem Kopf stößt. Und immer wird sinnigerweise damit ein „robustes Vorgehen“ gerechtfertigt: Gefängnisstrafen für Computerspieler. Dieselben Leute („Kontraste“, „Panorama“) haben dann auch den Krieg in Afghanistan beispielsweise mit Szenen von Erschießungen im Rahmen der Scharia gerechtfertigt, der Tenor war hier: Alle Taliban seien Mörder, mit denen es keine Verhandlung geben könne, man müsse sie kompromißlos militärisch niederkämpfen. (Nur, daß es in Afghanistan eben so nicht laufen kann.)

    Aber noch ein anderer Punkt: Betreiben wir doch mal „Gleichbehandlung“, wo ja doch so häufig reklamiert wird, es gebe bezüglich Computerspielen ein „Vollzugsdefizit“. Spiele wie „Cowboy und Indianer“ werden verboten, weil sie Gewalt gegen Ureinwohner darstellen? Unterstützt jemand, der sich im Theater Shakespeares „Julius Caesar“ ansieht, Morde, und muß der Darsteller, der den Brutus spielt, danach des Mordes an dem historischen Julius Caesar angeklagt werden? Ja ich weiß, es geht ja „nur“ um die „Killerspiele“, es geht ja nur um die Darstellung und nicht um die Inhalte. „Gewalt“ ist nämlich ein Problem der Gesamt-Gesellschaft. Die Gesellschaft wird durch ein Verbot keinen Deut besser. Und „Werte“ kann man auch nicht durch Verbote vermitteln.

  58. Man müsste ein Buch über diesen Mann schreiben!
    „Das Problem des Herrn Berg“
    Herr Berg, einst ein erfolgreicher Mann der viele Bühnenstücke geschrieben hat, ist in eine Art von Depression gefallen.
    Doch diese Depression ist in seinem Fall keine Krankheit im üblichen Sinne, sondern eine berufliche Kriese.
    Einst, vor noch über 100 Jahren, haben sich die Menschen ihre Fantasie mit Lagerfeuergeschichten und Theaterstücken beflügelt.
    Jahre später kam das Radio, daraufhin Comics und wieder darauf das Fernsehen.
    Und wie es in der Vergangenheit schon der Fall war, hat die moderne Technologie wieder was hervorgebracht, was all das toppen kann.
    Die Computer!
    Geschichten müssen heute nicht mehr gezeichnet oder durch Darsteller gespielt werden, sondern heute können Gebiete und Personen künstlich dargestellt werden.
    Und das lässt viele Künstler vor Angst erstarren, weil sie genau wissen, dass sie dem neuen Medium nichts entgegenzusetzen haben.
    Doch Herr Berg ist nicht dumm, nein, er wählte nur den falschen Weg.
    Statt sich neue und innovative Ideen einfallen zu lassen, wie er das Theater für junge Menschen wieder interessant machen kann, bedient er sich wiederlichen Mitteln eines Bösewichtes wie sie man aus Märchen und Filmen kennt.
    Er macht das neue und glänzende schlecht, indem er falsche Geschichten darüber erzählt.
    Er macht es schlecht, indem er sich selbst als Opfer hinstellt, als Opfer, was von anderen Menschen mit dem Leben bedroht wird.
    Doch wie immer, wird die Wahrheit auch ihn irgendwann läutern und eines Tages wird er erkennen, dass es auch andere Wege gibt die Menschen für sich zu gewinnen ohne gespaltene Zunge.

  59. Schwierigkeiten mit dem Schlafen habe ich ja schon lange, nicht allein wegen dieser Äußerung von Schober.

    Da erklärt er in seiner Einlassung, daß sich diejenigen, die „böse Spiele“ spielten, sich vor den Opfern realer Folter verantworten müßten. Nur, kann man wirklich die Spieler dafür moralisch verantwortlich machen? Sind auch diejenigen, die sich Krimis im Fernsehen ansehen, moralisch dafür verantwortlich, daß es Morde gibt? Bedenken wir, daß diese ja nicht Realität produzieren – naja, zum Teil mögen Leute auch glauben, es gebe soviel Mord und Totschlag wie im Krimi -, sondern Abbild sind. Im und nach dem zweiten Weltkrieg haben die Kinder – na was – Soldaten gespielt. Ich glaube nicht, daß sie auf die Idee gekommen wären, wenn es in der realen Welt nicht so etwas wie Krieg und Soldaten gegeben hätte. Und nicht zuletzt findet die Folter doch tatsächlich mehrheitlich in den Staaten statt, die glauben, ihre Bürger vor „unmoralischen Dingen“ besonders schützen zu müssen…

    Schließlich vermittelt Schober mit seiner Agitation ein Bild, das gerade den „Werten“ widerspricht, die er doch verbreiten will. Er lehrt, daß man, um etwas zu erreichen, den Gegner fertigmachen muß: Er muß als dumm dargestellt, schließlich moralisch diskreditiert werden. Computerspieler für das Gebahren von Diktaturen verantwortlich zu machen, treibt jedenfalls die Behauptungen von Medienkritikern, Computerspiele seien für Kriminalität, Amokläufe, schlechte Schulleistungen etc. verantwortlich, auf die Spitze. Und man muß möglichst laut schreien. Denn dann bekommt man, was man will…

  60. Vor dem Hintergrund kann man auch mal wieder über Instrumentalisierung von Opfern nachdenken.
    Kurz nach Winnenden, die Toten waren noch nicht beerdigt, begann schon die Identifizierung der Schuldigen. Und zufällig waren für die meisten Stimmen aus Politik und Gesellschaft just die Dinge schuld, die einem sowieso ein Dorn im Auge sind: Für die Union waren es Killerspiele und Gewaltfilme sowie natürlich der „Werteverfall“. Einige Sozen meinten, mit Gesamtschulen wäre das nicht passiert. Die Grünen sahen eher die Militarisierung der Gesellschaft (inkl. Games) und die Schützenvereine (aus Sicht der Grünen zutiefst bürgerlich und deshalb abzulehnen). Last but not least meinten natürlich diverse Linke (nicht nur von der Partei gleichen Namens), dass unsere egoistische Ellenbogen- und Leistungsgesellschaft die Menschen zu Amokläufern macht.

    Dass sich die Killerspiel-, Paintball- und Waffengegner bei diesem Theater auf dem Rücken der Opfer auch noch die Moral auf die Fahne schreiben, ist mehr als zynisch.

  61. Sehr positive Entwicklung bei Herrn Berg:
    auf ein längeres wenig hitzköpfiges und sehr ordentliches post antwortet er:
    „Das ist doch mal ein Kommentar, der diskussionswürdig ist. Ich will die Gamer ernst nehmen und tue dies auch,ich verteufle keinen Menschen. Der Dialog ist wichtig! Vielleicht können wir uns eine Art Convention ins Leben rufen, unter der Bedingung, dass alle ruhig Blut bewahren!
    Was halten Sie davon?“

    Ich finde das mal nach den ganzen Sticheleien ne richtig gute Antwort.

  62. was die Schobersache angeht:
    ich bezweifle das dies wirklich Hardy Schober war, sondern vermute eher einen dieser Extremisten „PTS“ den Doktor Trask und ich mal kennenlernen durften (also per Diskussion).
    Die URL des AAWs und den Namen kann schließlich jeder Depp eintragen.
    Wenn sich Herr Schober wirklich dort zu Wort melden würde, dann würde er sicherlich direkt eine E-Mail an den Herrn Berg senden und nicht einen kurzen Eintrag ins GB stellen.
    Vorallem war ich doch der Meinung, dass das AAW sich vom Verbot distanziert hat, oder habe ich da etwas verpasst?

  63. Ich finde es eh hart, dass (wenn auch m. E. nach berechtigt) massiv Kritik abgeladen wird in dem Gästebuch von Herrn Berg. Das Problem ist, dass die Situation zu Beginn zu eskalieren drohte, weil beide Seiten sich im Recht sehen und ihren Standpunkt beharrlich verteidigen. Ich würde auch erst einmal auf Durchzug schalten, wenn ich nach einer Äußerung irgendwo plötzlich 500 Kritikbriefe in meinem Briefkasten hätte. :)
    Wichtig ist aber, dass man aufeinander zugeht und austauscht, anstatt sich plump gegenseitig zu denunzieren.
    ———
    Zum Vorschlag einer „Convention“ sollte man vielleicht erwägen, z. B: auch Herrn Berg – ähnlich wie bei den Eltern-LANs – einmal vorzustellen, was unter dem Begriff „Games“ zu verstehen ist und dass nur ein (nach den USK/PEGI Statistiken) 5% Anteil davon „18+“ ist – ferner sollte man ihm die Möglichkeit geben, selber „Hand anzulegen“ und sich aktiv ein Bild von verschiedenen Genres zu machen, vom Simulator zum Rennspiel bis zum reinen Erwachsenentitel. Wie immer und überall treffend formuliert wird, ist Aufklärung das wichtigste Element, wenn es darum geht, Verbotsforderungen zu bekämpfen. Allerdings darf es hier kein zielloses „Durcheinanderreden“ geben, da sich beide Seiten dann schnell frustriert und unverstanden fühlen… Es fehlt hier letztlich eine organisierte und nicht nur von Gamern anerkannte Interessenvertretung, die solche Aktionen gezielt und ggf. flächendeckend anbieten könnte – wobei mit dem VDVC erste Ansätze erkennbar sind…

  64. Immerhin muss man ihm zu Gute halten, dass er extrem schnell antwortet.
    Hatte den Beitrag erst vor zehn Minuten geschrieben:

    Sehr geehrter Herr Berg,

    ich kann ihnen leider nicht zustimmen bei ihrer Verbotsforderung.
    Deutschland hat zumindest beim Thema Computerspiele den strengsten Jugendschutz der Welt.
    Anders als in anderen europäischen Ländern sind die Alterseinstufungen nicht nur Empfehlungen, sondern verpflichtend.
    Kinder können also nur Gewaltspiele spielen, wenn ihre Eltern es ihnen erlauben.
    Wenn man den Kindern die Spiele wegnimmt, werden sie nicht zu eifrigen Lesern, sondern ihre Zeit einfach im Internet und vor dem Fernseher verbringen.
    Statt also die Spiele zu verdammen, muss man den Kindern den Spaß am Lesen vermitteln. Das funktioniert natürlich am Besten mit aktiven Eltern, die ein Interesse an der Zukunft ihrer Kinder haben.
    Statt also eine Verbotsforderung zu unterstützen, die keine realistische Chance im Bundestag hat, sollte lieber das Image des Buches mit Aktionen gestärkt werden.
    Aktiv statt destruktiv sein, positiv statt negativ denken!

    Freundliche Grüße
    Peter

    Kommentar:
    Ich kann das Thema Jugendschutz nicht mehr hören. Warum verstecken sich alle hinter dem Jugendschutz?
    Weil es so schön bequem ist?
    Es geht genauso wie beim Alkohol und Zigaretten: Die älteren Mitschüler „verdealen“ und ich benutze extra den Ausdruck DEALEN, denn diese Spiele sind genauso schlimm wie Drogen, die Spiele an die jüngeren Kinder in der Schule. Ich kenne achtjährige Kinder, die Counter Strike gespielt haben, bei Freunden, ja sogar zuhause. Ich bin weder destruktiv noch negativ! Mein lieber Peter, ich trete genau wie Sie, für meine demokaratischen Rechte ein. Desweiteren werde ich jeden, der sich hier weiterhin beleidigend oder volksverhetzend äussert, zur Anzeige bringen. In Polen ist das Parlament gerade dabei diese Spiele zu verbieten und ich werde nicht nach Polen auswandern, sondern alles tun, damit Kinder diese Spiele nicht mehr in die Hände bekommen und dafür müssen sie verboten werden.

  65. “gott!
    wieder so ein loser der seine eigenen probleme den videospielen in die schuhe schiebt.
    solche heuchler sollte man endlich die hände abhacken und die stimmbänder durchtrennen, damit sie sich nicht mehr anderen menschen mit ihren müll äußern können.”
    *
    Die Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen.

  66. Oh man, also ich habe mir bisher die Diskussion nur angesehn und selbst nichts dazu gesagt. Was ich nun aber mit Erschrecken feststellen muss, das leider ma wieder die Grenze erreicht ist, an der es ma wieder sinnlos wird mit der anderen Partei (in diesem Falle Herr Berg) zu diskutieren. Scheinbar sind manche Menschen einfach nicht in der Lage die kompletten Auswirkungen ihrer Foderungen zu erkennen oder wollen dies gezielt nicht.

    Die von Herr Berg beschriebenen Situationen kann ich absolut nicht nachvollziehen. „Dealen“ auf dem Schulhof habe ich in meiner Zeit nicht erlebt (mitlerweile 21), aufgrund der Tatsache dass die Gesetze zur Abgabe von Tabakware (nun ab 18, bei Automaten muss man Perso einstecken) und Alkohol massiv verschärft wurden in den letzten Jahren (nur noch Bier ab 16) einfach nicht vorstellen.

    Das mit Polen hab ich auch nicht gehört und will ich auch nicht recht wahrhaben und was soll dieser dumme Auspruch mit „ich werde nicht auswandern“ und dieses ständige drohen mit Anzeigen bzgl. Beleidigungen seiner Person gegenüber?

  67. Auf einmal sind Videospiele jetzt schon so schlimm wie „softe“ Drogen.

    Auch ich kann dem Rauchen überhaupt nichts abgewinnen und bin froh, dass es in Restaurants nicht mehr üblich ist. Ich schicke meine Freunde auch auf den Balkon wenn sie bei mir eine rauchen wollen.

    Aber ich würde doch niemals einen erwachsenen Menschen vorschreiben, dass er gefälligst mit dem Rauchen aufhören soll weil wir jetzt den Tabak verbieten.

  68. „Nach zahllosen Einträgen der sehr gut vernetzten Gamer oder Spielefreunde oder Killerspiel-Befürwortern, habe ich jetzt eine Auswahl der überwiegenden und sich ständig wiederholenden Einträge online gestellt! Dies ist kein Forum, dass hat man ja gegen mich schon bei http://www.stigma-videospiele.de eröffnet! Desweiteren werde ich ab sofort anhand der IP-Nummer, jeden, der mich persönlich bedroht, zur Anzeige bringen! Sorry, aber meinen Aufruf zum Verbot von Killerspielen, mit der Büchervebrennung im Dritten Reich zu verbinden, ist gefährlich, böse und in höchsten Maße dumm! Bitte bedenkt bei Euren Ergüssen, dass zahllose Kinder diese Seiten besuchen! Die Diskussion auf dieser Seite ist beendet! Euer Christian Berg“
    *
    *
    Wie wärs wenn wir den Spieß umdrehen und ihn anzeigen?
    Irgendwas wird sich schon finden und dann kann er seine berufliche Zukunft an den Nagel hängen.

  69. So ich nochmal, nach kurzer Googlerecherche konnte ich keinerlei Anhaltspunkte zu dieser Behauptung finden:

    „In Polen ist das Parlament gerade dabei diese Spiele zu verbieten.“

    Ich gehe nun einfach mal davon aus, dass es frei erfunden ist, von wem auch immer.

    „Ich bin weder destruktiv noch negativ! Mein lieber Peter, ich trete genau wie Sie, für meine demokaratischen Rechte ein.“
    Nein genau dies ist er, seine Forderung hilft in keinster Weise weiter. „Games ab 18 gehören nicht in Kinderhand, verbieten wir sie komplett dann ist dies ausgeschlossen“ was ne Logik, ich setze obendrauf „Kinder können von Autos überfahren werden, verbieten wir Autos“ oder „Kinder könnten an Brotkrumen ersticken, verbieten wir Brot!“.

    Demokratische Rechte? Ha ein Hohn, diesen Satz zu hören, er will doch unserer Rechte und Freiheit (welches ein Grundgut einer Demokratie ist)beschneiden indem er ein Verbot fordert. Achja und sollten Sie Herr Berg hier noch mitlesen, dies ist keine Beleidung! den die Wahrheit kann niemals beleidigend sein!!!

  70. es gibt keine schlechte publicity ;)

    eine diskussion mit jemandem, der grossman und dem kölner aufruf bedingungslos glaubt hat keinen sinn. er macht sich die welt widewidewie sie im gefällt.

  71. Sry für Doppel:
    Was mir gerade noch einfällt, ich will nun niemandem etwas unterstellen, aber der aktuellste Kommentar eines „Arian G“ ist schon wirklich sehr seltsam geschrieben. Laut Herr Berg soll der „Herr“ 15 Jahre alt sein. Nunja Teile dieses Kommentars hören sich an, als ob sein Deutsch wirklich sehr unterentwickelt ist (Sonderschulniveau sollte 15 stimmen) oder von einem Grundschüler geschrieben. Ma ganz ehrlich jeder normale 15-jährige würde so einen Kommentar wesentlich besser schreiben.

  72. Macht den Deckel zu und ignoriert den Mann.
    Der zieht seine Legitimation aus dem hier „gegen Ihn eingerichteten Forum“ (???) und den angeblichen Bedrohungen.
    „Viel Feind, viel Ehr“, so denkt ehr wahrscheinlich.

    Wie gesagt, sein Homepagetraffic kommt wahrscheinlich fast ausschliesslich von hier.

  73. lol ich werde jeden zur anzeige bringen der „anderer meinung ist als ich“ heisst es in wirklichkeit!
    außerdem, stimmt das mit polen?
    rein eumäßig könnten sie nicht einfach so irgendwas verbieten wie videospiele ohne das die eu da mitspielen würde, denke ich.
    oder?

  74. @Boomboy

    Ich verweiße auf meinen Kommentar weiter oben. Ich hab ca. 10 min über Google gesucht, unter Verwendung verschiedenster Suchbegriffe, ich konnte nichts aber auch gar nichts finden was diese Aussage stützen würde. Zum anderen wir wissen sogar wenn in Venezuela etwas passiert, sollte also in Polen irgendwelche Gesetze auf den Weg gebracht werden um Games zu verbieten wüssten wir bereits bescheid :D

  75. Wegen den Spieleverbot in Polen:
    Also da ich einige Leute aus Polen kenne habe ich die mal gefragt, die wissen nichs drüber, ich würde sagen der Herr Berg lügt, desweiteren verstehe ich seine Antwort nicht ganz denn Beleidigungen oder Drohungen konnte ich in den Schreiben von Peter keine finden. Und das einige Spieler Dünnheutig sind verwundert nicht immerhin geht die Hetze gegen Gamer schon seit über 30 Jahren wenn auch erst in den letzten 10 Jahren so massiv, vorher war es relativ *Moderat*.

  76. Ich könnte echt schreien, wenn ich das soo lese – aus Wut und Verzweiflung! Irgendwie glaube ich ja, dass das alles nur ein Spiel ist. Mir scheint es, als ob er „uns“ (die Gamerfraktion) nur reizen will mit seinen provokativen Äußerungen… diese Masche ist ja nix Neues (kennt man ja schon von anderen Seiten)… also am besten einfach ignorieren… das hat bisher immer am Besten funktioniert. Gut, es ist natürlich nie verkehrt Aufklärung zu betreiben bzw. solchen Leuten wenigstens ein wenig entgegenzuwirken (was auch durch eine neutrale Haltung/Nichtbeachtung erfolgen kann), allerdings muss man schon abwägen wo und vor allem wie man das tut. Indem man Kommentare auf dessen Seite veröffentlicht kann man wohl eher nix erreichen, da man mit Leuten, die so festgefahren sind, eh nicht diskutieren kann, vor allem wenn dahinter was ganz was anderes steckt… eben ins Gespräch zu kommen bzw. im Gespräch zu bleiben… das war in der Politik so (zu Zeiten von Hetzkampagnen, wo nicht selten in Zeiten von Wahlen stattfanden)… und auch in anderen Bereichen (Forschung, etc.).

    Und um nochmal auf die angeblichen Bedrohungen zurückzukommen… niemand weiß, ob er diese wirklich erhalten hat. Mails oder Comments, die nicht mit seiner Meinung überein stimmen sind nicht automatisch Drohungen bzw. Beleidigungen. Ich hab es weiter oben schonmal geschrieben… es besteht ja auch die Möglichkeit Nachrichten / Mails zu fälschen… das sollte man auch nicht außer acht lassen und immerhin ist er ja nicht der erste, der gegen Games/Gamer in den „Krieg“ (metaphorisch gesprochen) ziehen will. Schätze mal jeder dieser Leute hat schonmal negative Nachrichten bekommen, die vielleicht auch mit denen vergleichbar sind, die angeblich Herr Berg erhalten hat… und da könnt ich echt drauf wetten! Im Gegensatz zu den anderen ist dieser Herr ja eh ein kleiner Fisch, da er ja mehr oder weniger alleine dasteht. Eine Partei z. B. hat eine weit größere Anhängerschaft und wenn man dann auch noch die (gekauften) Medien mit dazuzählt ist die ja noch weit aus gigantischer. Und wenn man seine Ausgangslage betrachtet, worauf er ein Verbot begründet… naja … da gab es schon weitaus glaubhaftere (war es nicht so, dass er das mit einen Applaus für einen Schurken/Bösewicht – in seinen Theater begründete?).

  77. habe mir diese Diskussion auch angeschaut und komme auch zum Schluss, dass es keinen Sinn macht mit dem Herrn Berg weiter zu reden. Er macht mir den Eindruck er glaubt vieles, was so vom „Kölner Aufruf“ und Gleichgesinnten verbreitet wird. Was soll man jemanden mit Fakten und Logik kommen, wenn der sich entschieden hat an sowas zu glauben.
    Scheinbar hält er Actionspiele für Gift und eine Krankheit. Was soll man mit so jemanden noch groß diskutieren?

  78. @Gerrit
    Wissen wir nicht und solche Aussagen sollten wir besser sein lassen denn das gilt auf jeden Fall als Rufschädigung bzw. Beleidiung. Gut das man die Spieler als Kinderficer, Vergewaltiger, Drogenhädnler Verbrecher und Mörder beschimpft und man das sogar mit Richtlerichen Segen machen darf ist leider wahr aber kein Grund das auch zu macen zumal ja mit zweierlei Maß gemessen wird.

    Was die Diskussion angeht, so wird er sich so oder so als *Sieger* sehen, hören wir auf das Gespräch zu suchen fühlt er sich bestätigt in seinen Thesen, Meinungen und und Vorurteilen und machen wir weiter auch, da sind wir dann in beiden Fällen für ihn gefühllose Monster die nur ihre moralisch, ethisch fragwürdigen und ekelhaften Hobby nachgehen wollen.

  79. Leute, einige der Kommentare hier bestätigen leider echt das Bild, das Herr Berg heraufbeschwört. Schaltet doch mal ab und zu das Hirn vorm posten ein, es ist echt ein Trauerspiel.

  80. Edit: Uh da habe ich aber viele Rechtschreibfehler gemacht, wie peinlich…
    Wörter die korrigiert werden müssen.
    Kinderficer-Kinderficker
    Drogenhädnler-Drogenhändler
    Richtlerichen-Richterlichen
    macen-machen

    Das passiert wenn man mit schwerer Grippe und dicken Kopf schreibt, die Konzentration ist da einfach sogut wie weg.

  81. Lasst’s gut sein. Wenn Herr Berg eine sachliche Diskussion führen will, dann soll er sich bei unserem Admin melden, dann führen wir im Forum eine Diskussion wie schon mit Frau Pfeiffer. Würde mich freuen, ich mag Forendiskussionen.
    .
    Nur bezweifle ich, dass er das möchte, da er anscheinend nicht bereit ist, einzusehen, dass diese Kulturgüter, die er abwertend als „Killerspiele“ bezeichnet, für uns einen ähnlichen Status haben, wie seine Bücher für seine Kunden: Garanten für Unterhaltung und ein kleines bisschen Erziehung (Erziehung in einem sehr weiten Sinn, z.B. auch gerade im kompetitiven Bereich des eSports oder in sehr moralischen Spielen wie „Mass Effect“).
    .
    Wenn nun jemand mit hanebüchenen Argumenten – „Ich kenne achtjährige Kinder, die Counter Strike gespielt haben, bei Freunden, ja sogar zuhause.“ Wo waren die Erziehungsberechtigten? – ein Totalverbot seiner Bücher fordern würde, das auch noch öffentlichkeitswirksam auf einer Homepage, dann würde er wohl auch eher pampig reagieren. Kombiniert man dazu die durch jahrelange Meinungsmache festgefahrenen Vorurteile z.B. des Kölner Aufrufs, ist eine Eskalation, wie sie leider stattfand, zwar nicht entschuldigt, aber wohl zumindest nachvollziehbar.
    .
    Nur bezweifle ich eben, dass Herr Berger (noch?) Lust auf eine sachliche Diskussion mit uns hat.

  82. Wenn ich mir die Kommentare von Herrn Berg durchlese, kommt er mir wie ein Troll vor.
    Hä, Berg?…Troll?…Bergtroll :D Just kidding.
    Er will wohl nur Aufmerksamkeit für seine Verbotsaktion. Und er bekommt ja auch genug. Damn. :(

  83. Mich würde interessieren, ob sein Peter Pan-Theaterstück ohne das Fechtduell Peter Pan vs. Kapitän Hook ist und das Jim Knopf-Theaterstück ohne die Seeschlacht gegen die Wilde 13 ;)

  84. Nicht nur Jim Knopf und Peter Pan sind kritisch zu betrachten.
    Das Jungelbuch stammt von Kipling, dem man vorwirft den englischen Imperialismus und Militarismus beschönigt zu haben.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Rudyard_Kipling

    Der Autor von Alice im Wunderland, Lewis Caroll ist vermutlich Pädophil gewesen, das Buch selber verweist an einigen Stellen auf Drogenkonsum ( die Pilze ).
    http://de.wikipedia.org/wiki/Lewis_Carroll

    Man könnte also zu Recht die Frage stellen ob man nicht auch die Theaterstücke von Christian Berg verbieten sollte, immerhin geht es darum die Kinder vor den gefährlichen Ideen eine englischen Militaristen und eines anderen englischen Pädophilen zu schützen… ;)

    Natürlich besteht auch die Möglichkeit das Christian Berg sich an den weichgespülten Disneyversionen orientiert hat, und damit der amerikanischen kulturlosigkeit Hollywoods Tür und Tor zu empfindlichen Kinderseelen öffnet. :D

  85. Pingback: Tweets die Stigma Videospiele » Blog Archive » Berg will nur Verbot für Kinder erwähnt -- Topsy.com

  86. Wo kann man eigentlich auf der Seite von Herrn Berg erkennen ob und wieweit er die Rechte an Sachen wie Jim Knopf, Alice im Wunderland, Peter Pan und co. hat? Ich kann auf seiner Seite nichts finden, ich meine die Werke sind doch bestimmt Urheberrechtlich geschützt und Auszüge, Kopien und Plagiate erfordern doch immer ein Einverständnis des Rechteinhabers…

  87. @Doktor Trask,
    Ich denke das passt da alles bei Herrn Berg, in so eine Richtung mag ich auch garn nicht denken, Ihm da sozusagen was reinzuwürgen wollen. Ich würde das als gänzlich unsportlich ansehen, egal was er sagt oder macht. Das würde mir total wiederstreben.
    Ich möchte Herrn Berg auch nicht auf künstlicher und Kreativer eben angreifen. Was ich sehen konnte auf seiner Seite, was er macht, gefällt mir ja. Nein, ich finde es sogar sehr gut, Kinder sollen lesen, und sich für spannende kindgerechte Geschichten im Theater begeistern.

    ABER. Aber…Ich möchte Angreifen wo er Unterschriften, womöglich von Kindern sammelt (Siehe AAW), um Verbote von Kulturgütern, die er nicht versteht, zu erwirken. Er darf sammeln, gerne, soll er. Er darf sich aber nicht wundern dass er von der Seite, der seit Jahren geplagten, mit Drogen, Verbrechern, Nazis und anderem Negativen gleichgesetzten Gamer Community eben massiv Gegenwind bekommt. Man muss allerdings wieder bedenken das er vermutlich über die Historie von elektronischen Spielen(fast 40 Jahre jetzt), der medialen Berichterstattung(Frontal21 usw.) und Interessengruppen (Kölner Aufruf, KFN) vermutlich nichts weis. Oder wissen möchte?. Sehr schade wie das alles wieder läuft.

    Mein naiver Glaube man könne einen Kritiker(jetzt allgemein) aufklären, ihm die Begeisterung an elektronischen Spiele nahe bringen, die unter vielem Anderem eben auch ermöglichen sich in negative düstere, gar unangenehme schreckliche Welten wie im Film zu begeben wird immer zerstört. Fatal ist letztens immer der Schluss dieser Kritiker, dass Das Verbot als einzige Lösung das rechte Mittel ist.

    Das waren mal so meine Gedanken, die ich so habe.Lose, so wie sie gekommen sind zusammengeschrieben.

  88. Meiner Meinung nach würde es ja ausreichen, wenn sich die Kritiker einfach ruhig verhalten, ohne irgendwelche Verbote zu fordern. Tolleranz ist das was hier von Nöten ist!
    Darüber hinaus hat sich ja schon öfters gezeigt, dass Spieler nicht die „Mordmaschinen“ sind, als die man sie ständig darzustellen versucht.
    Übrigens ist es ziemlich weit hergeholt, wenn man den Inhalt eines Mediums mit der Person gleichsetzt, die dieses konsumiert… wenn es so währe, gäbe es nämlich sehr viele Kriminelle in diesem Land, da ja Krimis mit zu den beliebtesten Filmarten zählen – speziell jetzt auch bei älteren Menschen.

    Abschließend noch was zu der Berichtserstattung in den Medien, die meist gegen Spiele gerichtet ist. Ich finde es echt schlimm, dass immer nur über Erwachsenenspiele berichtet wird und nicht über solche Spiele, die auch für Kinder und Jugendliche geeignet sind (wie z. B. die guten alten Adventures).

  89. „militärisch-industrieller Komplex“ … lediglich das „medial“ hat er ergänzt. Mit dieser Kommunistenpropaganda hat man uns damals in der DDR immer vor dem Westen gewarnt. Marx+Lenin lassen grüßen.

    „Ich setze auf den kritischen, aktiven, verantwortungsbewussten Bürgergeist. Damit es den aber gibt, sollte man auch die künftigen Bürger davor schützen, so ganz spielerisch zu Mordmaschinen und Untertanen zu mutieren…“ Aber der freie Bürgergeist wird doch durch die ständig zunehmende staatliche Gängelei erschwert. Nach Bergs Logik müsst man alle Bürger wegsperren, um sie vor sich selbst zu schützen, oder eben in Gulags deportieren, haupsache man kann sie und ihre Hobbies kontrollieren. Es ist wirklich erbärmlich, wie völlig wissenfrei immmer nach Verboten gerufen wird. Er tut gerade so, als wollten pubertierende Jungs lieber mit Blümchen spielen und Mandelas ausmalen. Diese Werke des Bösen werden Millienenfach konsumiert, aber wo sind die Millionen Amokläufer? Hier scheint jemand die tatsächlichen Wirkungszusammenhänge nicht wahrnehmen zu wollen. Ich spiele seit 20 Jahren diese Pixelshooter, bin aber kein Gewalttäter geworden und Bundeswehr/ Kriegen usw. stehe ich eher kritisch gegenüber. Scheinbar begreift hier jemand nicht, dass es bloß Spiele sind, die schnelles Reaktionsvermögen, Teamplay und taktisches Verständnis voraussetzen, genauso wie es in vielen anderen Mannschaftssportarten auch zu geht, wo sich vorwiegend Jungs messen. Aber in einer feminisierten Gesellschaft passt männliches Verhalten nicht ins Bild…

    Kurz: Die Verrohung unserer Gesellschaft den Computerspielen in die Schuhe zu schieben, zeigt nur die mangelnde Kenntnis der Wirkungszusammenhänge und die Unfähigkeit, Symptome von den Ursachen zu unterscheiden.

    MfG

  90. @amgeas
    Ich habe nicht gesagt das wir den Kritikern schaden sollen auch wenn das nur allzu fair wäre, ich wollte nur wissen hat er oder hat er nicht um zu sehen wie weit es mit seiner Moral wirklich bestellt ist, Urheberrechtsverletzung ist immerhin eine Form des Diebstahls. Manchmal frage ich mich auch ob Booomboy und The_Real_Black und co. nicht doch Recht haben und wir mit den gleichen gemeinen Mitteln zurückschlagen sollten die die Gameshaßer, die ja nicht nur die Spiele haßen sondern auch uns obwohl wir bisher noch keinem etwas getan haben anwenden auch wenn das natürlich nicht die richtige Lösung für unser Problem und das Zensur- u. Bevormundungsproblem für alle Deutschen in allgemeinen sein sollte.

  91. Ach, wieder mal einer? Der wievielte ist es nun schon, der mit seiner „fachlichen (In)Kompetenz“ glänzt?

    Ich habe mir mal die Einträge im Gästebuch durchgelesen – eins muß man dem Herren schon lassen: austeilen kann er gut. Aber dann hört es auch schon wieder auf. Sobald einer nicht seiner Meinung ist, wird gleich mit Klagen gedroht.

    Das er selbst auch einige Entgleisungen von sich gibt, und manche Posts alles andere als korrekt sind, wird in aller Stille unter den Teppich gekehrt,

    Da werden mal wieder pauschal alle Spieler zu Kriminellen (Drogen), Kriegsverbrechern (unser aller Freund vom AAW) oder gleich als Idioten (die 15jährige …..) gebrandmarkt.

    (Im Übrigen, schöne Kinderstube hat der Kleine da – jeder der nicht seiner Meinung ist, ist „extrem dreist und dumm“ (Zitat). Wenn DAS dabei herraus kommt, wenn sich Eltern um ihren Nachwuchs kümmern, dann sollen sich ihren Sprösslinge lieber wieder vorm TV/PC „abstellen“….)

  92. Ich habe eine Frage: Ich habe heute mehrfach gehört und gelesen das Herr Berg heute mit dem Radiosender Bremen Eins ein Interview führte in der er uns Spieler regelrecht verteufelt und niedergemacht haben soll, weiß jemand genaues. Bitte um schnelle Rückantwort. Danke.

  93. Das einzige was ich gefunden habe war das hier http: //www.radiobremen.de/nachrichten/kurz_notiert/kunomorddrohungen100.html

    MfG Cooper

  94. Dass der nur noch Kindern diese Spiele verbieten will, kann ich den Texten und Kommentaren auf seiner Webseite überhaupt nicht entnehmen; da will er offenbar weiter steif und fest für ein generelles Verbot kämpfen.

    Er sieht die verärgerten Reaktionen eher noch als Ansporn denn als Anlass zur Selbstkritik, und er unterstützt das umstrittene Winnendener Aktionsbündnis, das die Opferrolle gewissermaßen professionalisiert und in dem Zuge Moralpanik und autoritäre Staatspraxis befördern will.

    Dass er allen Ernstes Strafanzeigen stellen will, weil Leute Spieleverbote mit der Bücherverbrennung im 3.Reich vergleichen, ist eine makabere Lachnummer und Zeichen einer vernunftlosen Aggressivität! Mit den NS-Regime wird jede Menge Missbrauch getrieben, um damit heute Leuten an die Karre zu machen, die sich irgendwie „unpassend“ äußern, obwohl die Leute nun wirklich nichts mit Neonazismus zu tun haben; gerade bei Prominenten immer wieder ein beliebtes Spiel. Ob der Volksverhetzungsparagraf das aber hergibt, darf getrost bezweifelt werden.

    Ich finde es gut, dass so viele Leute auf die Zensurforderungen Bergs reagiert und ihm die Meinung gesagt haben! Einige haben vielleicht überreagiert; die angeblichen Morddrohungen würde ich gerne im Wortlaut lesen, ob’s wirklich welche waren. Trotzdem besser als die Klappe zu halten, und vor allem sollten Gamer nicht in Kämpfe untereinander ausbrechen, sondern unterschiedliche Meinungen (z.B. zum Vergleich Spielverbot/NS-Bücherverbrennung) ausdiskutieren, aber mit Blick auf die gemeinsame Zielrichtung nicht streiten oder andere Gamer ausgrenzen wollen! Genauso wenig sollte man auf andere Sündenböcke schimpfen (Waffen, Schützenvereine, TV/Filme, Pornos usw.), denn der Ansporn sollte nicht sein: „Verbietet was anderes!“, sondern: „Verbietet die Verbote!“

    Letztlich muss man den Zensurhetzern auch einen Preis abverlangen, damit die Hetzerei gegen Computerspieler nicht mehr ganz so billig zu machen ist! Gerade da, wo sie von Mainstream-Medien wie z.B. öffentlich-rechtlichen Politmagazinen, oder von Politikern betrieben wird, steckt immer eine verlogene Pseudomoral und Streben nach Macht und Ruhm als vermeintlicher Moralapostel dahinter. Reportern, die meinen, sie würden mit billiger Moralpanik und Zucht- und Ordnung-Geschrei zu journalistischen Institutionen, oder glücklosen Innenpolitikern, die mit zwei Maß Bier intus Auto fahren, aber trotzdem „moralisch“ und als „starke Männer“ erscheinen wollen, kann eine Demo daheim vor dem Haus schon ganz schön die Tour vermasseln!

  95. @BBirke

    Auch nicht diesem Eintrag:

    „Ich will weder das Gamen, noch Nintendo, Wii oder sonst etwas verbieten, ich will und das werden Sie lieber Anonymus, ja wohl auch wollen, dass Killerspiele mit Tötungsabsicht für Kinder verboten werden und das Erwachsene, die diese Spiele Kindern zugänglich machen, bestraft werden.“

    Wobei ich da selbst langsam zu Zweifeln beginne.

  96. Aber nun hat er was er erreichen wollte: AUFMERKSAMKEIT!
    Ich glaube um nichts anderes ging es ihm.
    Wahrscheinlich hatte er lange Zeit kein gutes Buch oder Theaterstück mehr aufgeführt.

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