Näf will Killergameverbot in 5 Jahren

(Tink.ch) Der Grosse Rat des Kanton Bern hat eine Motion angenommen, die neben der Einrichtung einer Stelle zur Klassifizierung von Videospielen auch ein Gesetz zu deren Durchsetzung verlangt. Federführend ist der SP-Politiker Roland Näf, der sich als Gründungsmitglied der schweizer “Vereinigung gegen mediale Gewalt” (VGMG), im Kampf gegen von den Eidgenossen liebevoll als “Killergames” bezeichnete Videospiele engagiert. Darüber hinaus beurteilt Näf den Artikel 135 des Schweizerischen Gesetzbuches als unzureichend und verlangt “solche Spiele” ganz zu verbieten. In einem Interview hat er nun Details und Hintergründe zu seinen Thesen erläutert.

Zum Interview

66 Gedanken zu “Näf will Killergameverbot in 5 Jahren

  1. “Wir haben einen irrsinnigen Fortschritt gemacht in unserer Zivilisation. Und jetzt setzen wir eine ganze Generation dem Risiko der Zerstörung aus, weil alle Werte, die wir während Jahrhunderten aufgebaut haben, von diesen Spielen über den Haufen geworfen werden.”
    Also soweit ich mich erinnern kann, waren es die Generationen vor uns die mehrfach, kurz vor dem Start von Nuklearen Kriegen waren. Also was oder besser gesagt wer, in diesem Fall, hat versucht die Zivilisation zu zerstören?

    MfG Cooper

  2. “Entscheidend ist, was das Gesetz in den Köpfen bewirkt, ein Bewusstsein des Unrechts.”
    Ein Ziel, dass so ja auch dt. Politiker artikulierten… es ist aber ziemlich absurd zu glauben, dass bei den letztlich von so einem Gesetz betroffenen ein Unrechtsbewusstsein geformt würde; wieso auch: Warum sollte man es als Unrecht wahrnehmen, wenn man Spiele spielt – Spiele, bei deren Konzeption und Produktion niemand zu Schaden gekommen ist, durch deren Inhalte niemand zu Schaden kommt, die im Rest der freien Welt von Erwachsenen ganz normal gespielt werden können? Das ist so, als ob man von Heute auf Morgen das Tragen roter Socken zum Verbrechen erklärt und dann hofft, dass die Leute das akzeptieren und von sich aus realisieren, dass dies eine strafwürdige Tat ist… absurd.

    “Ein solcher Spieler wird das nächste Mal, wenn er draussen in der Gasse angesprochen wird, nicht diskutieren sondern einfach eins auf den Kopf hauen.”
    Ahcso… darum der rapide Anstieg an derartigen Gewalttaten bei der Jugend in der Schweiz… ach, den gibt es nicht? Was für ein Vollpfosten.

    “Was man experimentell zeigt, ist, dass das Mitgefühl bei jedem sinkt.”
    Nein. Warum meint eigentlich jeder Depp, der von der Thematik absolut keinerlei Ahnung hat, jemand anderem etwas von Wirkungen erzählen zu müssen?

    “Wir sind das einzige Land ohne medialen Jugendschutz.”
    Diese Person kennt nicht mal das Jugendmedienschutzsystem im eigenen land, will es aber ändern… kennen wir doch auch aus Deutschland.

    “Durchsetzen nicht, das ist schwierig. Man stellt aber fest, dass der Verkauf von Killergames abnimmt. Der Götti geht ein solches Spiel nicht mehr kaufen.”
    Ja… blinder Aktionismus; dann wird es halt gesaugt.

    “Jeder Junge, der weniger Zeit mit solchen Games verbringt, ist ein Gewinn für die Gesellschaft.”
    Der Umkehrschluss ist dann ja wohl, dass jeder, der diese (welche?) Spiele spielt, ein “Verlust” für die Gesellschaft ist. Da wird einem ganz anders, wenn man sich vorstellt, man könne mal einen Blick in den Verstand des Herrn Näf gewinnen… da müssen sich Untiefen auftun.

    “Aber dennoch gibt es in Deutschland mehr Gewaltprobleme als in der Schweiz?
    Ja, das ist spannend zu sehen. Europaweit nehmen Gewaltprobleme von Süden nach Norden zu. Es gibt Erklärungsversuche von Pfeiffer, einem deutschen Psychologen. Je mehr Kinder im Game drinnen sind, umso mehr nimmt die Gewalt zu. Ein Verbot ist eine Massnahme, aber es gibt noch anderes. Es braucht viel Aufklärung und vor allem endlich gute Games!”
    Herr Näf versteht ja offenbar nicht Mal simpelste Fragen…

    “Ganz verboten. Niemand ist darauf angewiesen, solche Metzgereien zu machen, auch Erwachsene nicht. Es soll mir kein Mensch sagen, er muss so etwas spielen, sonst gehe es ihm nicht gut. Sonst geht es ihm psychisch wirklich nicht ganz gut.”
    Was für eine geniale Argumentation: Man ersetze nur das Wort “Metzgereien” (über die Defizite bei der Beherrschung der dt. Sprache lasse ich mich jetzt nicht aus) durch Volksmusk, Sport im TV, Gyros Pita, Rote Socken, Rosinenbrot, Kautabak, lange Haare oder sonst was. Oder gehen wir gleich weiter und stellen direkt die Sinnfrage nach der menschlichen Existenz und wer so was braucht. Was soll denn das sein? Ein Gefährdungsdiskurs oder ein Rechtfertigungsdiskurs… natürlich strebt der Näf nach letzterem, da es ihm nur um seinen Geschmack geht.

    Der Rest ist sogar noch dümmer, den muss ich gar nicht mehr kommentieren.

  3. Und wer verbietet dumme Politiker, deren eigene Dummheit nur noch von ihrer Arroganz dem Volke gegenüber übertroffen wird?

    Einfach nur grausig bleiben wir hier in D, ne weile von solchem Quatsch verschont müssen unsere Nachbarn im Süden Terror machen -.-

  4. Mal so eine Frage, da ich kein Schweizer bin (und mich somit auch Frage, wie es um die Bildung in der schweiz steht, wenn NÄF dort Wählerstimmen erhält… ich schäme mich ja schon für Schünemann, Herrmann und Co, aber die sind ja Handzahm im Vgl. zu Herrn Näf, da unsere inkompetenten Aktionisten nur nach Amokäufen ~0,7-08, mal im Jahr vor die Kameras hüpfen):
    Ist das nur ein Gesetzesvorschlag? Oder ist das nun fix? ich blicke da nicht so ganz durch, welchen Weg ein Gesetz nehmen muss…

    Prinzipiell bin ich für verbindliche Altersfreigaben, aber ab 18 sollte jedes Spiel legal zu kaufen sein und rein rechtlich abgesehen von der legalen Abgabe nur an “ü18” behandelt werden, wie ab16-Titel. D.h. keine Werbeverbote oder sonstige Restriktionen.

    Am besten fänd ich: in der ganzen EU einfach PEGI verbindlich machen. Mehr nicht.
    Die schweiz kann ja trotz des Außenseitertums PEGI anerkennen ;)

  5. über jahrhunderte eine zivilisation aufgebaut, mit viel leid, blut und tot.
    alles begangen von leuten wie herrn näf, die eine “bessere welt” aufbauen wollten.
    irgendwie kommt mir das so vor, als wenn hier ein film über einen alten ritterorden gezeigt wird.

  6. Das ist auf dieser VGMG seite(natuerlich)auch zu lesen:
    30 Jahre hat die Tabakindustrie einen Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs abgestritten. Sogar Professuren wurden bezahlt, damit sie gegenteilige Forschungsergebnisse aus dem Hut zauberten. Ganz ähnlich verläuft es nun mit Killergames: Electronic Arts finanziert in Deutschland ein „wissenschaftliches“ Institut. Und in der Schweiz wird die NZZ zum Medienecho der Verharmlosung; Wirtschaftlicher Erfolg ohne jede Grenze wird über das Leiden von Menschen gestellt, denn es geht um sehr viel Geld. Verweist die Gamer-Gemeinschaft auf eine Studie, welche die Gefährlichkeit von Killergames in Frage stellt, sollten wir immer überprüfen, ob überhaupt eine renommierte Fachzeitschrift zur Publikation bereit war

    Man LUEGEN BIS UM GEHT NIT MEHR

  7. also versuchen die jetzt die wirkung von “killerspielen” mit denen von “tabakwaren” zu vergleichen bzw. eine verbindung zwischen den zwielichtigen Methoden beider Industrie zu knüpfen.
    frage: wieso sind dann tabakwaren noch nicht komplett verboten?
    anmerkung: ich glaube bei den “killerspiel”-bestechungen ist es genau umgekehrt!
    die jenigen die UMBEDINGT einen BEWEIS für eine SCHLECHTE WIRKUNG nachweisen wollen sind es, die “Professoren und Institute der Wissenschaft” bestechen.

  8. “Electronic Arts finanziert in Deutschland ein „wissenschaftliches“ Institut”. Ha die FH Köln als EA´s persönliches was weiß ich was zu nennen is grandios. Ma abgesehen davon, dass nich nur EA die FH mit finanziert, sollen hier Gamedesigner ausgebildet werden, da diese Berufssparte zukunftsorientiert ist und wir in Deutschland noch so gut wie keine oder nur kleine Entwicklerstudios haben. Außerdem finds ichs nur fair, dass die Entwickler und Publisher Geld zur Unterstützung beisteuern, bekommen sie doch im Gegenzug gut ausgebildetes, junges Personal.

  9. @Booomboy
    Ja guter Punkt. Ich habe noch nie gehört, dass diese Leute auch ein komplettes Verbot von Tabakwaren fordern – dieser Vergleich ist aber auch in Deutschland sehr beliebt, beim Spiegel wurde das glaub ich auch mal sogar dahingehend zusammengefasst…
    Ich denke der Unterschied besteht darin, dass bei Tabakwaren nicht vermutet wird, dass diese vor allem oder überwiegend Kinder interessieren, Videospiele hingegen schon: man meint, und das finde ich ja aus meiner Warte gesehen ganz besonders wesentlich, zum Beispiel im gegenüber eines Journalismus, welchen man solche Interviews gibt, eben keinen potentiellen “Killerspieler” vor sich zu haben.
    Die welche Spiele wenn dann wo verteidigen, diese “zealous” Gamer wies in Australien vom Atkinson heißt, die werden in keiner Mitte von Gesellschaft überhaupt vermutet allem Anschein nach – siehe auch diesen Kommentar von jemandem bei Berg, welcher sich überrascht zeigte, dass im Forum der Süddeutschen Zeitung überhaupt jemand mal war, der sich für Videospiele geäußert hat. Das ist bezeichnend und äußerst vielsagend für mich zu nennen: man stelle sich nämlich vor, der Näf würde im Wissen einen (weiteren) Killerspieler vor sich zu haben da solche Interviews geben – das würde doch als noch zumindest eingebildeter Sozialdemokrat niemals funktionieren, eine solche Feindseligkeit. In dem Fall geht es aber doch, anscheinend sogar ganz wunderbar…

  10. Hat jemand ne E-Mailadresse von EA?!
    Ich finde bei denen nix und man sollte die FH, wie auch EA über diese verleumdungsversuche(???) oder Rufschädigung(???) aufklären. Die sollten das mal rechtlich prüfen lassen… ich bin zwar kein Anwalt, aber ich glaub nicht, das sowas im internet “unabgemahnt” stehen dürfte.

  11. @Vicarocha:
    danke.
    dachte schon dass ich es bin der an seriösität verlohren hat und darum auf derartige texte nicht mehr sachlich reagieren kann. gut zu sehn dass selbst du die fassung verlohren hast^^ (ist nicht ironisch gemeint… auch wenns so klingt.

  12. So EA und FH Köln sind informiert, was die nun machen ist ir wurscht, aber man sollte all jene, denen Bestechung, Fälschung und Betrug vorgeworfen wird schon informieren.

  13. @Vicarocha

    Danke, die Kommentare die du Zitiert hast reichen mir vollkommen! Ich kann den rest nicht lesen, sonst verliere ich den allerletzten funken Glauben an die intelligenz des Menschen! Herr, lass Hirn regnen! Dann braucht der Herr Näf oder Nervt, (wie auch immer) immerhin vielleicht kein Sabbertuch, keine Windelhose und keinen Schnabelbecher mehr!

    Zitat:”Wir haben einen irrsinnigen Fortschritt gemacht in unserer Zivilisation. Und jetzt setzen wir eine ganze Generation dem Risiko der Zerstörung aus, weil alle Werte, die wir während Jahrhunderten aufgebaut haben, von diesen Spielen über den Haufen geworfen werden”!

    Achtung, hier beginnt mein kleines Kabarett nur für euch:

    Anscheinen war der Herr Näf mit diesem Jahrhundert im Bereich Sozialverhalten sehr zufrieden! Ich weiß nicht was dieser man über dieses Jahrhundert weiß und sprechen tut er von mehreren Jahrhunderten, aber wenn ich diesen mann frage, was z.B. ein Konzentrationslager ist wird dieser wahrscheinlich antworten:” Joaaaaa ….. da mussten die Kinder lernen wie man sich in der Schule richtig Konzentriert! Das müssten wir vielleicht wieder einführen!” und dann steht der da am Rednerpult:” Konzentrationslager für unsere Schweizer Schüler!” …Warum er dann mit Tomaten beworfen wird versteht er wahrscheinlich nicht einmal dann, wenn man ihm erklärt, was das Wort KZ eigentlich heißt! Der man hat ein so einfaches weltbild und das heißt:” Wir sind eine tolle soziale Zivilisation und das waren wir schon seit Jahrhunderten!” Denn es geht nichts über ein einfaches Weltbild! Da denke ich noch an die Zeiten des feminismus! aber erklären sie dem Man Bloß nicht, was die Mauer war sonst lässt der noch die Schweiz ummauern, weil er die Schweiz vor der kommenden Zerstörung retten will! Ich kann ihn aber auch verstehen, er merkt, dass kleine dummis wie er es sind, geschützt werden müssen! Früher hat das der Große Bruder getan der Dem Volk gesagt hat, was für es gut war und was nicht! Wer anderer Meinung war wurde halt entsorgt und das fehlt ihm einfach! Er hat einfach Sehnsucht nach seinem großen Bruder der dem kleinen Näf sagt, wann er denn nun lulu, Pupsi und AA machen darf! Und den würde er nun gerne in der Schweiz einführen, damit das Denken nicht so schwer fällt! Denn das Denken übernimmt dann ja der Große Bruder für ihn! Und wer unbequeme Fragen stellt oder Dinge macht, die verpönt sind, die verschwinden dann halt von der Oberfläche! Da hat man dann diesen stress nicht mehr, dass andere ne andere Meinung haben oder Freitzeitaktivitäten machen, die der Herr nicht versteht weil das eigene Kleinhirn nicht in der lage ist Dinge zu bearbeiten die komplizierter sind als 2+2! Und da der Herr Näf als er Computerspiele spielte von seinem eigenen Intellekt ausgeht und das ist nicht höher als das eines 3 Jährigen, das mehrmals vom Wickeltisch gefallen ist, dann braucht man sich nicht wundern, wenn dann sein Ergebnis ist:”Ein solcher Spieler wird das nächste Mal, wenn er draussen in der Gasse angesprochen wird, nicht diskutieren sondern einfach eins auf den Kopf hauen!” Wahrscheinlich ist er auch erst deswegen auf diesen Trip gekommen! Seine Vorbilder gibts ja jetzt genug Aus Computerspielen! Blöderweise hat er Call of Duty world at war und Cod Modern Warfare 2 gespielt! Vielleicht will er ja deswegen jetzt ne Mischung aus Adolf, Stalin, Bush, Saddam, Napoleon und anderen großen Brüdern, getreu dem Motto:” Früher war alles besser!” Jetzt packen wir alles zusammen! Hab ich am Computer gellernt! Ist überhaupt das einzige was ich gelernt habe! Wobei ich ja glaube, das diesem Mann nicht einer dieser Namen auch nur irgend etwas sagt! Klären wir ihn lieber nicht auf, denn dass sollten lieber seine Psychologen übernehmen. Die wissen wie das sogennannte Coping funktioniert. Die können ihm dann vielleicht auch erklären, das Computerspiele nicht der Realität entsprechen. Es stellt sich aber die frage ob Coping bei einem IQ von dem eines unter 3 Jährigen zurückgebliebenen Kindes überhaupt möglich ist. Vielleicht doch lieber die Supernanny? Tatsache ist, dass dem die Stille Ecke vielleicht doch mal ein wenig zu gute kommen würde! Vielleicht zeigt sie ihm dann ja auch das geheimnis des Verborgenen Hirnes! Das könnte sie auch gleich bei unserem Nationaltrainer,”Steuber” dem 1 maß Bier trinkenden und dann noch Autofahrenden “Beckstein” so wie dem Kriminalverbrechens Kommissar für Pädophile Verbrechen,”Schünemann” auch gleich machen. Vielleicht verbessert sich die Welt dann doch ein kleines Stück! Vorallem hätte die Supernanny bei diesen Leuten endlich einen Job auf Lebenszeit! Nein Günther, das war Böse, ab auf die Stille Treppe und denke darüber nach, was du wieder getan hast! Der Steuber ist kein Lemming der gesprengt werden muss um ein loch in den Boden zu jagen! Und hör auf zu TRINKEN!
    Damit verabschiede ich mich für heute! Bis denne, Gute nacht!

    Könnt mir ja nen Feedback schreiben. Irgendwie tat es gut diesen Text zu schreiben!

  14. @ maSu find ich gut, dass du auch gleich noch die FH in Köln informiert hast. Bitte poste hier auch etwaigige Antworten, die du erhälst

  15. Ich finde halt, man sollte den Näf bei allem was er sagt schon ernst nehmen: ein weiteres Gründungsmitglied der VGMG Ist etwa diese Nationalrätin http://de.wikipedia.org/wiki/Evi_Allemann
    @maSu
    Es ist schon lange her denk ich, dass er diesen Geschäftsführer eines Media Marktes wegen der indizierten internationalen Version eines John-Woo-Spiels belangen wollte: die Industrie (auch in Deutschland) scheint mir über Näfs Aktivitäten in der Schweiz ebenso wie diese Bildungseinrichtung über Anschüttungen, welche im übrigen ja auch im Aufruf aus derselben Stadt auftauchen, doch unterrichtet zu sein. Zwischen Kenntnisse haben und etwas dagegen tun wollen, meinen zu können, so dass es Sinn macht, ist aber halt noch ein Unterschied – leider :-(

  16. Pyri ich weiss nicht ob die betroffnen wirklich bescheid wissen.
    D.h. ich will zumindest diese 2x 1minute für eine Mail opfern ;)

    Im schlimmsten Falle passiert nichts… also ich hab nichts zu verlieren, das ist ie lotto, nur ohne Einsatz ;)

  17. @maSu
    Die wissen darüber bescheidt (Also sowohl EA als auch die FH Köln), und das schon relativ lange, beide sind soweit bekannt ist auch schon einmal Gerichtlich dagegen vorgegangen, ohne Erfolg.

  18. Edit: Die FH Köln liegt auch schon länger mit der KFN in Streit, (auch im Rechtsstreit) so hat die KFN die FH Köln Gerichtlich dazu gezwungen 2008 eine Infobroschüre vom Markt zu nehmen damit die KFN ihre eigene Broschüre auf dem Markt bringen konnte, die FH Köln hatte 2009 auch im Streit mit Pfeiffer gelegen als der behauptet hatte die FH Köln sei von der Industrie bezahlt und würde denen die gewünschten Ergebnisse liefern, sprich Studien seien verfälscht.

  19. Wieso fordern die immer ein Verbot die absolut keinen Plan davon haben?Aber das Volk glaubt das auhc nochj,das ist ja das schlimme.Wenn ich in herren Bergs Gaestebuch Auesserungen lese wie;
    Gamer die diese Spiele spielen muessen geaechtet werden und mit Kinderpornographie auf eine Stufe gestellt werden.Das I-net muss fuer Killerspiele-seiten ins Ausland gesperrt werden.Diejenigen die diese Spiele ebsitzen muessen bestraft werden.Dr hat wohl zuviel Schuenemann und CO zugehoert.Und das Herr berg sowas freigibt sagt einiges ueber ihn aus

  20. PS Grade nochmal auf der Seite gewesen,der sag allen Ernstes das es Quatsch ist das es Studien gibt die das gegenteil besagen,und die die es gibt sind von der Game-Industrie bezahlt worden.Der sollte sich schaemen solche diffamierenden Luegen auf seine Seite zu stellen.

  21. “Ich rechne damit, dass in fünf Jahren solche Spiele verboten sein werden.
    I: Ganz verboten?
    Ganz verboten. Niemand ist darauf angewiesen, solche Metzgereien zu machen, auch Erwachsene nicht. Es soll mir kein Mensch sagen, er muss so etwas spielen.

    Diktatur… Geschmaks Diktatur…
    Man sollte ein Verbot von Näf in 4 Jahren fordern…

    “Entscheidend ist, was das Gesetz in den Köpfen bewirkt, ein Bewusstsein des Unrechts.”
    Kennt einer den Roman 1984? Gedankenkontrolle und Gedankenverbrechen oder?

    Wenn man den Text liest merkt man, dass man noch viel Demokratie und Freiheit verbreiten muss. Auf jeden Fall sollte man Näf mal raten, dass er sein “Bewusstsein des Unrechts” schärft denn Zensur ist ein größeres Verbrechen als “Killergames”.

    Happy Irrsinn.

  22. “Killergames zerstören unsere Zivilisation”

    Gehts nicht auch ne Nummer kleiner?

    Was Pest, Weltkriege, mongolische Horden usw. nicht geschafft haben sollen Videospiele im Handumdrehen vollziehen?

    Aus welcher Anstalt ist der denn ausgebrochen? Eindeutig ein Fall von Paranoia bzw “Angstneurosen”.

  23. typische “Gutmenschen” eben.
    ich hoffe nur, dass der nicht allzuviel “aufmerksamkeit” schweizer politiker bekommt.
    irgendwann wird das thema echt leid, mit all den wiedersprüchen. lügen und paranoiden anschuldigungen.
    aber traurig, dass gerichte offensichtlich zu dumm sind solche leute erfolgreich zu verknacken.
    entweder dummheit oder geld beeinflusst die urteile, was anderes kann es nicht sein.

  24. @Booomboy
    Ich glaube schon, dass da mit Geldmitteln versucht wird eine Entscheidung herbeizuführen. Wenn man mal bedenkt, was uns (speziell allein in D.)schon so alles an den Kopf geworfen worden ist und die dafür Verantwortlichen (die ja wenn sie mal Hetze betreiben, das systematisch machen) immer noch nicht zur Rechenschaft gezogen worden sind, muss das einen schon zu bedenken geben. Bei jeder anderen Gruppe (rechts- und linksextreme mal ausgenommen) hätte es best. einen Aufschrei gegeben, der auch sicher für Aufsehen gesorgt hätte… so hat es ja unter anderem vor kurzem bei den Beziehern von Arbeitslosenhilfe funktioniert (müsste ja jeder mitbekommen haben).

  25. Wen interessiert schon die Schweiz?
    Gestern hat ein Politiker aus der Schweiz den CD-Kauf der Bundesregierung als Kriegserklärtung bezeichnet.
    Einfach nicht ernst nehmen, sehr schade, dass die News so viele Kommentare hat.

  26. @Peter:
    Wenn Deutsche Daten von der Schweiz gekauft würden stände die Bundeswehr sicher schon kurz vor Bern um die Daten wieder zu holen… Die Schweiz ist ein Nachbarstaat und wird in solchen Fällen auch mal gerne von Spielekillern dann Zitiert.

    @SwA: ^^ Killerspiele sind eine Superwaffe die ganze Heere vernichten kann.

    Happy Coding.

  27. @Peter
    Zitat:”
    Gestern hat ein Politiker aus der Schweiz den CD-Kauf der Bundesregierung als Kriegserklärtung bezeichnet.”

    Hast du ne Quelle, würd ich mir gerne mal durchlesen.

  28. “Gestern hat ein Politiker aus der Schweiz den CD-Kauf der Bundesregierung als Kriegserklärtung bezeichnet.””

    Ha sollte das Zitat stimmen, was will den die Schweiz derzeit ausrichten. Ihre Armee ist pleite. Sollte irgendjemand tatsächlich der Schweiz den Krieg erklären, würde die Schweiz über Kurz oder Lang den Krieg definitiv verlieren, außer es schallten sich wie immer bei “Schlägereien” die Amis ein und wollen mitmischen.

  29. @Peter
    Die situation in der schweiz sollte uns schon allein deshalb interessieren weil irgendwelche verbote dort kräftig rückenwind für die kasper in unseren land liefern.

    Man darf nämlich nicht vergessen: Trotz schärfster jugendschutz bedingungen in deutschland wollen uns so manche leute noch erzählen das wir “global” gesehen absolut hinterher sind in dem bereich.

    Solchen leuten kommt ein positiv beispiel der sorte “nachbarland verbietet killerspiele” sehr gelegen. Zumal bisherige beispiele nicht wirklich dafür getaugt haben (venezuella *hust hust*).

  30. Sorry wegen doppelpost aber gerade noch das gelesen:

    “Heute war der Jugend-Grossrat-Tag, eine Chance mit der Jugend in den Dialog zu treten. Konnten Sie profitieren?”

    “Das Spezielle ist, dass das hier eine Elite von Jugendlichen ist, eine soziale Selektion. Diejenigen, die problematisch werden, sind nicht hier.”

    Also was denn nun? Die soziale elite darf/könnte killergames spielen und würde dadurch nicht “irre” werden? Oder die soziale elite ist so elitär das sie sich mit so einem schweinskram garnicht erst beschäftigt und deswegen nicht problematisch wird? Und das ist es dann wohl auch was selbige als “soziale elite” auszeichnet oder wie?

    Könnten wir bitte in noch mehr schubladen denken? Gamer können also entweder nicht zur “sozialen elite” gehören oder aber gamer gehören zur “sozialen unterschicht” und können nicht mit “killerspielen” umgehen weil sie zu doof/ungebildet/was auch immer sind.

    Der typ ist echt der knaller.. dabei dachte ich eigentlich ich hätte schon so einiges gesehen..

  31. @Soldat-Hans
    Aus einem Schweizer Presseblatt hat er das zudem gab es in Hart aber Fair einen Ausschnitt dieser Zeitung und der der das geschrieben hatte wurde von hart aber Fair zum Gespräch eingeladen und war dann auch vor Ort.

  32. oh, ist mal wieder der “Untergang des Abendlandes” angesagt ?
    Ich behaupte ja immer: Hätten wir vor 50 Jahren die nötigen Gesetze* geschaffen um Negermusik und Schundromane zu verbieten müsste man sich heute nicht über ein Verbot von Killerspielen unterhalten ;)

    *Das gesunde Volksempfinden z.B….

  33. Crusader, du gehst die Sache ja schon ganz falsch an. Als erstes musst du eine vollkommen allgemeine und schwammig formulierte Verbotsforderung auf deiner Internetseite hinterlassen, nicht vergessen die Kommentarfunktion anzuschaltern!

    Dann musst du in der Bildzeitung behaupten, dass du von Politiker-Fanboys (am besten Linke, Grüne oder SPD, mit der CDU sind die ja beste Kumpels) Beleidigungen und Morddrohungen erhalten hast.

    3. Schritt: ?

    4. Schritt: Profit!

  34. @Dave
    Stimmt, sehr naiv von mir. ;)
    Deine Liste könnte jedoch noch um den Punkt Lobbyisten ergänzt werden:
    1. Schwamminge, nichts sagende, aber dennoch ungemein polemische Verbotsforderung veröffentlichen. Besuchern Kommentare ermöglichen (kritische natürlich filtern!)
    2. Zur Untermauerung Anfeindungen von Politikern veröffentlichen und an die Presse gehen.
    3. Lobbyisten suchen, die ohnehin etwas gegen bestimmte Politiker haben und gleichzeitig genug Geld / Einfluss haben.
    4. Als Gast in Talkshows auftreten, grad so viel wirres Zeug stammeln, dass keiner weiß, was ich eigentlich konkret will, aber meine Ziele trotzdem genug verstanden werden, um weitere Aufmerksamkeit / Zustimmung zu erlangen.
    5. Als Speerspitze der entstehenden Protestbewegung auftreten, Vertrauen in Politik unterminieren und vehement Entlassungen fordern.
    Alternativ: Mit Hilfe von geheimnisvollen Gruppen Schmutz über Politiker sammeln und geschickt veröffentlichen.
    *Muahahaha*

  35. Crusader: Elementarer Denkfehler: Die Leute, die diese Liste abarbeiten sind im Regelfall Politiker oder aber die Politiker müssen nicht erst überzeugt werden scheisse zu labern, sie machen es so schon ;)

  36. @masu,
    aber auch nur, weil sie die unterste schiene seid ihrer kindheit fahren.
    intelligente menschen müssen mühsam versuchen diese unterste schiene zu erreichen was dummen menschen, darunter politiker und pseydo experten, von kindheit normales getue ist.

  37. @Pyri:
    “Ich denke der Unterschied besteht darin, dass bei Tabakwaren nicht vermutet wird, dass diese vor allem oder überwiegend Kinder interessieren, Videospiele hingegen schon”
    .
    Ich sehe hierin auch eines, wenn nicht sogar *das* derzeitige Hauptproblem der Debatte. Wenn man nicht von Videospielen als ganz normalem Medium ausgeht wie Filme, Bücher oder Theater, die sich ja nur in Ausnahmefällen explizit an Kinder und Jugendliche richten, sondern von vorne herein von Videospielen als einem “Kindermedium”, so wie früher bzw. (leider) auch heute noch im Bereich von z.B. Comics, Anime und Manga, dann fasst man gewaltdarstellende Inhalte auch ganz anders auf.
    Dann sind diese kein legitimes erzählerisches, atmosphärisches oder sonstwie gestricktes Mittel, um ein Werk “rund” zu machen, z.B. mit dem Tod einer wichtigen Figur, in Horroszenarien etc. Sondern dann wird ein Kindermedium missbraucht, um gezielt an Kinder böse / gewaltdarstellende Inhalte heranzutragen. Die ganze Perspektive auf das Thema ist völlig verschoben.
    Daraus folgen dann auch ganz andere Anforderungen an den Jugendschutz, was z.B. Herrn Bergs Aussagen nachvollziehbarer macht (s.u.). Und auch die Frage nach dem “wer will denn sowas spielen?” wird verständlicher: es geht dann nicht mehr um legitime Erwachsenenunterhaltung, sondern um Erwachsene, die ein Kindermedium in einer geradezu pervertierten Weise benutzen wollen.
    .
    Ich finde diese Ansicht, und damit stehe ich wohl nicht alleine da, außerordentlich absurd. Aber das eben weil ich Spiele als Erwachsenenmedium kenne, weil ich weiß, dass sie sich eben nur zu einem kleinen Teil explizit an Kinder richten, während die Masse, wie alle anderen Medien auch, sich an die viel größere Zielgruppe der Erwachsenen richtet, auch ohne “ab 18”-Einstufung. Dass Videospiele eben kein explizites Kindermedium sind.
    .
    Ich glaube, wir müssen diese (imho absurde) Ansicht von Videospielen ernst nehmen. Ich glaube, wir müssen verstehen, dass wohl sehr viele Menschen glauben, Videospiele würden sich explizit an Kinder richten wollen.
    Und ich glaube, ein möglicher Weg dem zu begegnen wäre, den Menschen klar zu machen, dass Kinder, vor allem aber Jugendliche sich für ähnliche Themen interessieren, wie Erwachsene. Sei es Gewalt allgemein, Leben und Sterben, Freundschaft und Liebe, Umwelt- und Tierschutz, Religion…
    Ich glaube, der Unterschied besteht nur sehr eingeschränkt im Inhalt der von den Medien behandelten Themen, sondern vielmehr darin, welche Mittel eingesetzt werden, um diese Inhalte zu vermitteln.
    Konkret: ob also eine wichtige Figur an einer Krankheit stirbt und friedlich einschläft oder sie vom Oberschurken brutal ermordet wird, während der Spieler hilflos zusehen muss. Das Thema des Sterbens dürfte für die meisten Altersgruppen interessant sein, gehört es doch unweigerlich zum Leben dazu, der Unterschied besteht also vielmehr darin, wie das Medium mit diesem Thema umgeht.
    .
    Und um einzuschätzen, ob die verwendeten Mittel für ein bestimmtes Alter geeignet sind oder nicht, dafür reicht der Jugendschutz in Deutschland mit den USK-Siegeln allemal, vielmehr arbeitet er schon zu gut (die Indizierungsproblematik und damit einhergehende Selbstzensur der Hersteller hatten wir ja erst wieder im anderen Thread).
    Wenn man allerdings die Mittel zur Vermittlung von Inhalten mit den Inhalten selbst verwechselt (konkret am oberen Beispiel: wenn man nur die brutale Ermordung als Selbstzweck sieht und nicht, dass diese z.B. für die Charakterentwicklung des Protagonisten und Antagonisten hilfreich, je nach Handlung vielleicht gar notwendig ist) und zusätzlich zur Vermittlung nur kindgerechte Mittel zulassen will, dann reicht der Jugendschutz in letzter Konsequenz erst dann, wenn gar keine nicht-kindgerechten Mittel mehr verwendet werden, sprich totales Herstellungsverbot.
    Ich denke, vor diesem Hintergrund lassen sich z.B. Herrn Bergs Ansichten zum Jugendschutz wesentlich besser nachvollziehen – und somit auch wesentlich besser gegenargumentieren.

  38. @Mortipher
    Der Tenor ist aber doch, dass sich Erwachsene danach zu richten hätten was für Kinder schädlich ist? Zuletzt vernahm ich etwa dass es hieß, dass “solange” Kinder nicht vor den Spielen geschützt seien diese für alle zu verbieten wären.
    Es wird ja auch noch behauptet, dass sich VideospielerInnen hinter Jugendschutz dabei verstecken würden, diesen vorausschieben um weiterhin (vermeintlich schon auch ungehindert – obwohl auch das eben so kaum richtig ist für Deutschland) spielen zu können.
    Ich denke grundsätzlich sollte einmal kommuniziert werden was es bedeutet wenn man Verbotsforderungen für sowas macht, dass es sich dabei eben nicht um materielle Kultur wie giftiges Spielzeug handelt, sondern geistigen Ausdruck mit Inhalt, Kreativität von Menschen in welche auch viel Arbeit gegangen ist zum Beispiel.
    Was Videospiele eigentlich sind: man nehme zum Beispiel GTA IV Mit seinen Stand-ups von Ricky Gervais, auch ein Kindertheater könnte dort technisch problemlos integriert werden. Ebenso die Inhalte von Büchern, fragen was da ein “für Bücher” – “gegen Killerspiele” eigentlich bedeutet, usw.

  39. @Pyri:
    Beim “Erwachsenenschutz” ist das so eine Sache, da ich nicht sicher bin, was Ursache und was Wirkung sein soll:
    Will man unbedingt die Kinder durch ein Totalverbot schützen und dann als Folge die bösen Spiele auch Erwachsenen unzugänglich machen, weil diese ja die bösen Spiele an Kinder weitergeben würden und quasi als Nebeneffekt sie vor den schädlichen Auswirkungen bewahren?
    Oder will man das “gesunde Volksempfinden” bzw. die erwachsenen Spieler vor solchen seelenzerstörenden Landminen schützen indem man sie total verbietet und dann als Folge auch die Kinder davor bewahren, mit solchen Machwerken in Berührung zu kommen?
    .
    Mir erscheint die erste Argumentationsweise für den jetzigen Stand der Debatte plausibler, da man mit dem Jugendschutz als Hauptziel ein wesentlich emotionsgeladeneres Thema als Zugpferd hat.
    Wenn es um den Jugendschutz geht, dann müssen die Interessen der erwachsenen Spieler halt notfalls zurückstecken, sind ja nur Spiele und keine Zigaretten oder ähnliches (womit wir wieder bei der Anerkennung wären), die “braucht ja eh keiner”, “keiner muss sowas spielen” etc. Die “keiner muss sowas spielen”-Platitüden treten in letzter Zeit aber nur noch in Kombination mit dem Jugendschutz auf, der scheint das neue Hauptargument geworden zu sein. Die Debatte entwickelt sich also langsam weiter.
    Gemäß Katrin Passigs Aufsatz(*) sind wir derzeit bei Argument Sieben der Technologiekritik angelangt.
    .
    Dass die Spieler sich hinter dem Jugendschutz verstecken würden, lässt auf ein vollkommen anderes Verständnis der Jugendschutzregeln schließen, als ich es habe. Jugendschutz wird nicht mehr als Mittel zu einem Zweck, in diesem Fall Einordnung der Geeignetheit gewisser Darstellungen für bestimmte Altersgruppen, sondern als reiner Selbstzweck verstanden.
    Was mag wohl in diesem Menschen vorgehen, wenn sie daran denken, dass Videospiele bis 2003 nur von der FSK als bloße Empfehlung ohne gesetzliche Wirkkraft eingestuft wurden? Dass andere Länder ihre Kinder verwahrlosen lassen, weil die Altersfreigaben dort ebenfalls nur Empfehlungen darstellen? Vermutlich eine Mischung aus Unwohlsein, Angst und Erleichterung, dass es heute ja besser ist, ein “ich mag da gar nicht dran denken”-Gefühl.
    Das Verständnis der Altersfreigaben hat sich in Deutschland während der letzten Jahre enorm gewandelt, eben weg von unverbindlicher Empfehlung hin zum Selbstzweck. Und ich versuche irgendwie zu verstehen, weshalb das bei Videospielen so ist, nicht aber bei anderen Medien. Und gerade dein und Booomboys Ansatz, dass Videospiele als Kindermedium angesehen werden, andere Medien aber nicht, gibt hier mehr oder minder plausible Erklärungsansätze.
    .
    Deinem letzten Punkt muss ich voll und ganz zustimmen, wenn allgemein anerkannt würde, dass Videospiele ein Kulturgut sind, je nach Kunstbegriff auch Kunst sein können, dann sähe die Debatte anders aus. Wenn ich mich frage, weshalb Videospielen der Rang anderer Medien bislang vorenthalten bleibt, dann finde ich mit der “Kindermediums”-Theorie eine sehr bequeme Antwort, die zwar bestimmt nicht das ganze, aber doch einen weiten Teil des Problemfeldes abdecken dürfte.
    Vor diesem Hintergrund sollte man vielleicht auch im Auge behalten, was in den Einzelfällen, in denen Spiele indiziert werden, als Begründung vorkommt – ich bezweifle, dass sich die Begründungen sehr von denen für eine Totalverbotsforderung unterscheiden, nur mit dem Hauptunterschied, dass es im einen Fall um ein einziges konkretes Spiel, im anderen um alle sog. “Killerspiele” geht – wie froh ich wäre, diesen Begriff loszuwerden…

  40. Kindermediums-Theorie ist gut, in den 80ern hatte die Industrie selbst Spiele als Kinder und Jugendmedium vermarket, das hat sich erst gegen Mitte der 90er langsam geändert davon haben die Kritiker aber nicht viel gemerkt, für die gilt noch immer das Kinderimage der 80er.

  41. gerade in den vox-nachrichten gesehen:
    die briten haben für ihre eigenen traumatisierten soldaten aus afganistan einen simulator gebaut, indem sie wie fast bei einem schießkino vpn leinwänden umgeben sind, eine “brille” tragen und dann dinge erleben wie schießereien, anschläge usw.
    sie werden dabei von einen psychologen betreut.
    grund dafür ist, dass viele traumatisierte soldaten sich nicht bei einem “traditionellen” psychologen blicken lassen, weil sie sowas als “schwäche” ansehen (“soldaten sind machos” sagte ein interviewter psychologe).

  42. @Boomboy
    Hatte ich auch schon gehört und scheint mir eine durchaus interessante Bewältigungsform zu sein. Die Kritiker werden die Nachricht wohl auf die Worte “Soldat” und “Schießsimulator” reduzieren und das wie üblich mit Spielen und ihrem “militärisch-industriellen Komplex” assoziieren…

  43. Soldaten sind Machos, ja ja immer die selbe Leier. Geh mal zum Psychodoktor wenn du noch aktiv im Dienst bist und gucke mal was dann geschieht. Dann kannst du den Hut an den Nagel hängen bzw. den Kampfanzug an die Kleiderkammer zurück geben.

  44. Mein Kommentar auf der Interview Seite:
    (Populisten muß man mit Populismus angreifen)
    —–
    Warum es in Deutschland mehr Gewaltprobleme gibt als in der Schweiz soll Dr. Pfeiffer erklären?
    Dr. Pfeiffer ist kein Teil der Lösung, sondern Teil des Problems.

    Was also sind die Gründe für die Jugendgewalt in Deutschland?
    Es sind die Folgen einer linksliberalen Kuschelpädagogik gegenüber jugendlichen Gewalttätern.
    Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich bin auch dagegen das ein Jugendlicher der das erste Mal wegen eines dummen Jungenstreiches vor Gericht steht mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft wird.

    Aber Mord und Totschlag sind keine dummen Jungenstreiche, und die wenigsten jugendlichen Gewalttäter stehen das erste mal vor Gericht, wenn sie wegen Mord oder Totschlag angeklagt werden. Die meisten werden dann mit der vollen Härte des Jugendstrafrechts bestraft: 10 Jahre Haft.

    Aber “Experten” wie Dr Pfeiffer oder Manfred Spitzer reicht dies nicht. Häufig treten sie als Gutachter auf und versuchen den Richter davon zu überzeugen das nicht die Täter für ihre Tat verantwortlich sind, sondern die Medien: Schundromane, Negermusik oder Killergames.
    Manchmal habe sie damit Erfolg, wie 2006 in Cottbus wo ein Nazi, der enthemmt von Alkohol einen Obdachlosen zu Tode getreten hat mit nur 9 Jahren Haft bestraft wurde. Weil der Richter es nicht ausschließen konnte das ein Spiel das er vorher gespielt hat ihn dazu getrieben hat.
    Dieses Arme Opfer von Killergames wird vermutlich schon nach 6 Jahren Haft entlassen, um weiter prügeln zu können. Womöglich bekommt er noch zur Resozialisierung eine Segelreise oder ein Urlaub in Italien spendiert.

    Dr. Pfeiffer und Manfred Spitzer folgen damit der Parteiline des Kölner Aufrufs, in dem es heißt das nicht “die Kinder oder ihre Eltern verantwortlich sind” sonder der “militärisch mediale industrielle Komplex”. Hinter diese Aufruf stecken Neosozialistische Gruppen und Personen die sonst Diktaturen wie Castros Kuba, Chavez Venezuela, Saddams Irak oder Honeckers DDR loben.

    Der Einfluss dieser Leute ist nicht zu Unterschätzen, Dr. Pfeiffer wird z.B. von Medien viel zitiert. Auch wenn er öfters mal spektakulär falsch liegt, wie im Fall der sächsischen Kleinstadt Sebnitz. Dank Dr. Pfeiffers Gutachten wurde diese Stadt als Nazibrutstätte bekannt, in der die Bürger tatenlos zuschauen wie Neonazis am helllichten Tag in einem gut besuchten Schwimmbad ein Kind ertränken.
    Bei den staatsanwaltlichen Ermittlungen konnte nichts davon bestätigt werden, Dr. Pfeiffers Ruf als Experte hat das nicht geschadet.

    Tatsächlich ist der Einfluss dieser Personen vor allem darauf zurück zu führen das es ab 1968 linksextremen Kreisen gelungen ist Medien, Hochschulen und Bildungssystem in Deutschland zu unterwandern.
    Die Verfasserin des Kölner Aufrufs hat lange Jahre an der Fachhochschule Köln gelehrt und über Ökosozialismus und Ökofeminismus geforscht. Nachdem die Fachhochschule mit der Unterstützung der Firma EA lieber die Ausbildung von Gamedesigner ermöglicht, statt das Geld in ihre Forschungen zu stecken begann sie mit ihren Kreuzzug gegen Spiele.

    Linksliberale Lehrer indoktrinieren seit mehr als 40 Jahren ihre Schüler mit dem Mantra das “Gewalt keine Lösung ist und noch niemals etwas gebracht hat”.
    Die Erfolge dieser Ideologie konnte man in der Münchner U-Bahn beobachten, wo sich die Fahrgäste wie Schafe verhalten haben, statt den bedrohten Kindern zur Hilfe zu kommen.

    Ich habe immer tiefen Respekt vor den wehrhaften Schweizer Bürgern gehabt, aber nun muss ich zu meinen bedauern feststellen das die Schweiz auf dem gleichen Weg wie Deutschland ist.
    Nur zu, verbieten sie die Killergames. Verbieten sie Negermusik und Schundhefte.
    Daran stören werden sich nur die Menschen die wissen dass das Leben kein Vorabendserie ist in der wie in der Lindenstraße am Ende immer das Gute siegt, sondern ein Ort ist in dem nicht jeder ein guter Mensch ist.

    Über ein Verbot werden sich vor allem die Jugendlichen Gewalttäter freuen und ihre Winkeladvokaten, die das Verbot wie eine “Du kommst aus dem Gefängnis frei” Karte verwenden werden.
    “Herr Richter, mein Mandant ist unschuldig. Wie Dr. Pfeiffer und Manfred Spitzer eindrucksvoll belegt haben ist er nicht verantwortlich sondern der militärisch-mediale-industrielle Komplex der diese – in der Schweiz zu recht verbotenen – Killergames entwickelt hat um Soldaten zu enthemmen…”

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