Schweiz: Petition gegen Videospielverbot

(pro-jugendkultur) Ein Bündnis, u.a. bestehend aus den JungsozialistInnen Schweiz, den schweizer Piraten, der swiss e-sports federation und gamerights, unterstützt eine Petition gegen das der Schweiz drohende Verbot von Gewaltdarstellungen beinhaltenden Videospielen. Man verweist darauf, dass die Spiele Teil der Jugendkultur und Verbote wirkungslos seien. Stattdessen solle Medienkompetenz vermittelt und die Geltung der PEGI-Kennzeichen gesetzlich festgeschrieben werden.

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(Unterschreiben darf jeder, der in der Schweiz wohnhaft ist.)

18 Gedanken zu “Schweiz: Petition gegen Videospielverbot

  1. lasst den begriff jugendkultur da dochmal raus. 18+ games haben mit jugend doch nicht wirklich viel zu tun.
    Ist schon kalr wies gemeint ist, aber mal sollte wo es nur geht gegen diese „computerspiele –> kinder und jugendliche“ vorstellung ankämpfen

  2. @Rey Alp
    Ein Spielverbot schließt nicht nur Jugendliche, sondern Erwachsene mit ein…. Der Balken fängt schon früh an, bricht das Jugendkonzept mit der Kultur ein, folgt der Einsturz durch Totalverbote. …meine Meinung zumindest

  3. „lasst den begriff jugendkultur da dochmal raus.“

    Meine Rede. Genau dafür lohnt es sich m.E. nämlich zu kämpfen: Videospiele sind eben NICHT Jugendkultur, sondern ein allgemeines Kulturgut! Dass diese Aktion unter dem Banner „Pro Jugendkultur“ läuft, ist vielmehr Wasser auf den Mühlen der Verbotsbefürworter. Schließlich geht es denen genau um die Spiele, die in den Händen der „Jugend“ laut ihnen ohnehin nichts verloren hätten…

  4. @D-Stroy
    „Der Balken fängt schon früh an, bricht das Jugendkonzept mit der Kultur ein, folgt der Einsturz durch Totalverbote.“
    Ich bin zwar auch überhaupt dagegen, dass man da von Jugendkultur spricht – dennoch verstehe ich die Replik/Redewendung nicht. Kannst Du das vielleicht noch etwas erläutern? Du meinst, dass so oder so die Spielekultur zusammenbrechen könnte – unter dem öffentlichen Druck?

  5. @LiquidSnakE
    Ich mag das zwar auch nicht, hab dafür aber noch Verständnis – und zwar aus dem einfachen Grund: hier geht es bei Jugendorganisationen auf, und die können quasi bloß für sich selbst sprechen – soll heißen, dass wenn die AltsozialistInnen wie der Näf und die Allemann etwa für Verbote sind, dann können die leider nichts daran ändern :-( Die repräsentieren so nämlich schon allgemeineres… Sorry fürn Doppelpost

  6. Pyri:

    So schaden sie ihrem Ziel aber mehr, als sie ihm zu nützen glauben. Wäre ich ein Spielegegner, würde ich diese auf dem Silbertablett servierte Chance nicht verstreichen lassen, mich ans Volk wenden und sagen: „Schaut! Wer tritt als einziger für diese abscheulichen Spiele ein? Die Jugend! Genau die Menschen, die eigentlich davor geschützt werden sollten! Warum? Weil sie als einzige solche Spiele spielt! Lasst uns also ein Zeichen gegen diesen Schund setzen, denn Jugendschutz muss einen höheren Stellewert als virtuelle Grausamkeit haben!“.

  7. Schade dass man von hinter den Grenzen nicht helfen kann.
    Auf jeden Fall hoffe ich, dass sie viele Stimmen zusammen bekommen.

    Happy Coding.

  8. Videospiele sind natürlich AUCH Jugendkultur, die meisten Counterstrike Spieler sind nunmal eher jung.
    Mit dem 18. Geburtstag verliert man nicht automatishc die Zugehörigkeit der Jugendkultur.

  9. Da muss ich Peter recht geben. Natürlich is die Wortwahl net unbedingt optimal, allerdings wenn z.B. älter Menschen den Spruch gebrauchen „TZ, die Jugend von heute“ dann meinen die damit auch net nur 18-jährige oder Jünger. Auch junge Erwachsene gehören noch zur Jugend xD.

    @LiquidSnake
    Dein Einwurf is berechtigt allerdings kann man dann auf das was Peter geschrieben hat verweisen. Das in ihren Augen eben Jugend nicht nur bis 18 sondern auch darüber geht und das Verbote eine klare Bevormundung von erwachsenen Spielern ist für ,die die Mehrheit der Spiele gemacht ist.

  10. LiquidsnakE:
    Das stimmt so nicht.
    Die Petition ist gegen die Motion Allemann (alles verbieten), unterstützt jedoch die Motion Hochreutener (PEGI gesetzlich verbindlich machen). Norbert Hochreutener’s Jahrgang ist 1946.

  11. Thomas;

    Uninteressant. Das Medium Videospiel als Abkömmling der „Jugendkultur“ zu bezeichnen, bestärkt Verbotsbefürworter in ihrem Streben – nicht mehr und nicht weniger. Man müsste stattdessen die ERWACHSENE Seite des Gaming hervorkehren (um zu zeigen, dass Spiele mit hohem Gewaltgrad oder anderen, nicht jugendtauglichen Inhalten, eine unabsprechbare Existenzberechtigung haben), nicht wieder zurück zur Jugendkultur flüchten…

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