VDVC startet „Spiele(nd) verstehen“

(via gameswelt, vdvc) Nach einer erfolgreichen Probeveranstaltung im Januar wird der Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler (VDVC) eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Spiele(nd) verstehen“ anbieten. Ab dem 27. März wird man Interessierten kostenlos Informationen über den Jugendschutz sowie eine Gelegenheit zum Spielen bieten. Am Ende jeder Veranstaltung ist auch eine Diskussionsrunde vorgesehen. Die erste Veranstaltung wird in Karlsruhe im Landesmedienzentrum Baden-Württemberg stattfinden.

Zur Meldung 

23 Gedanken zu “VDVC startet „Spiele(nd) verstehen“

  1. @Max Maass: Das LMZ hat uns im Gegenteil darum gebeten, so etwas zu machen. Wir haben sogar schon an Veranstaltungen des Zentrums teilgenommen. So haben sie uns schon mehrfach Laptops für Schulungen gestellt. Das ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie, ebenfalls in Karlsruhe) stellt sogar Computer (u.a. mit Warcraft 3) und verschieden Konsolen aus. Was die Medienwissenschaftler angeht, ist das Bild sehr differenziert. (Zumindest bei den meisten, mit denen ich bisher zu tun hatte.)

  2. @ Patrick Schönfeld
    Max Maass ist vielleicht noch etwas misstrauisch nach den Vorgängen im letzten Jahr.
    Naja, ich wünsche euch jedenfalls mit euer Aktion viel Erfolg. Ich finde sowieso, es müsste viel mehr Werbung bzw. mehr Informationsveranstaltungen für den deutschen Jugendschutz geben. Häufig hat man sich den Defiziten zu stellen und Aufklärungsarbeit zu leisten.

  3. @hecter specter
    ich glaube das unterschätzen viele. Es gibt in DE wesentlich mehr Aufklärungsarbeit und Jugendschutzkampangen etc. als man denkt! Mir ist inzwischen aufgefallen, dass wir (als Gamer) einfach nicht die Zielgruppe dieser Veranstaltungen sind und wir dadurch auch viel weniger davon mitbekommen!
    Ich lese jetzt ganz andere Websitenews und Newsletter als früher, dadurch erfahre ich aber auch ganz andere und viel mehr Sachen zu den Themen!

  4. @ `Scorpion´
    Wenn dem so ist, dann freue ich mich und hoffe du entschuldigst meine Unkenntnis. Aber stellenweise werde ich doch mit der Tatsache konfrontiert, dass Aufklärung Not tut, vielleicht rührt daher mein subjektiver Blick. Sollte es aber wirklich schon weitaus mehr von solchen Aktionen geben, dann bin ich gerne bereit, mich auf die Zukunft zu freuen und zu hoffen, dass der Jugendschutz in Deutschland weiter festeren Boden in der Bevölkerung bekommt. Was nutzt uns das beste System, wenn nicht genügend Leute dahinterstehen?

  5. Also ich muss gestehen, dass ich außer Jugendschutztalk vor Ort und der Elternlan von der bpb/turtle keine regelmäßigen Aufklärungsveranstaltungen kenne.

  6. Der VDVC schadet mit seinen Veranstaltungen den Spielern in Deutschland nur. So wird die aktuelle Praxis, die es der USK verbietet gewissen Spielen eine Ab 18 Freigabe zu erteilen, toleriert und nicht kritisch hinterfragt.
    Der VDVC unterstützt die Zensur in Deutschland und ist hoffentlich bald Geschichte.

  7. @Paulinho
    Schaden tut der VDVC keinen durch diese Aufklärungsaktion. Wenn die Leute wirklich wissen was läuft, wie was funktioniert und was in den Spielen vor sich geht. Dann können auch die Differenzen der beiden Parteien abgebaut werden.

  8. @Paulinho

    Nein dass sehe ich nicht so. Ich bin sicher, dass der VDVC sich der Problematik der Indizierung bewusst ist. Es ist nur so, der VDVC ist in Deutschland noch recht unbekannt. Nichtmal alle Gamer kennen ihn! Wenn er nun den Sturm auf die USK beginnen würde, könnte das fatale Folgen haben. Schießen sich die Gegner drauf ein, mit ihren „Nonplusultra“- Argumenten, is das erste was die Leute vom VDVC mitbekommen Negativ („Die wollen dass alle Kinder Killerspiele spielen“ z.B.). Dann hat der VDVC verschissen, weil er das negativ Image nicht mehr loswird. So finde ich diese Aktionen wesentlich sinnvoller, wenn Kontakt zur Bevölkerung aufgebaut wird und ein positives Image entsteht. Zudem können sie bei den Leuten die negativ Argumente (was man uns halt an den Kopf knallt) ausräumen.

    Ich wünsche dem VDVC viel Erfolg mit den Aktionen.

  9. Ich steh dem Ganzen auch eher kritisch gegenüber, weil auf diesen Veranstaltungen immer nur die Kinder- und Lernspiele gezeigt werden und die „bösen“ Spiele wie GTA und co. einfach totgeschwiegen werden…

  10. @Peter
    Stimmt nicht so ganz, GTA IV wurde schon gezeigt und andere böse Spiele wie Warcraft 3 und CS werden auf jeder Veranstaltung gezeigt.

  11. Ich denke, hier verwechseln Leute verschiedene Veranstaltungen mit ihren jeweils unterschiedlichen Intentionen und Zielen. Der VDVC, als eine Spielerorganisation, wird eine solche Veranstaltung sicherlich anders aufziehen, als jemand anders. Aber auch Veranstaltung, die nur Kinderspiele zeigen sind wichtig, zumal sie nämlich eben das zeigen: Wie Kinderspiele aussehen (und das GTA eben NICHT dazugehört, was im Widerspruch zu dem steht, was unsere „Qualitätsmedien“ uns mitunter mitzuteilen versuchen). Zudem besteht die Veranstaltung nicht nur aus einem vortrag, sondern aus einer „Spielstunde“ wo die Besucher eben auch mal selbst – ähnlich wie bei den ElternLANs CS und co. – spielen dürfen.

    Habt mal bitte etwas mehr vertrauen in den VDVC, das sind nämlich Menschen wie du und ich.

  12. @Norman Schlorke,
    ich glaube hecter wollte darauf hinaus, dass zu wenig Werbung im TV und Radio, was den Jugendschutz angeht, gemacht wird.
    Es ist zwar toll das du neue Newsletters und Newssites im Internet gefunden hast, aber die Zielgruppe der einer Aufklärungswerbung sind doch die Leute, die unser Jugendschutzsystem und die Bedeutung der USK-Logos nicht kennen.

  13. Natürlich unterstützt der VDVC die Zensur in Deutschland.
    Jugendschutz ist Zensur, und der VDVC unterstützt das in Deutschland bestehende Jugendschutzsystem.

    Die Frage ist: „Welche Zensur hätten wir den gerne ?“
    Ein System mit Alterseinstufung das es dem Handel und vor allem den Eltern erlaubt ist IMHO den Vorzuziehen was z.B. Dr. Pfeiffer vom Kriminologischen Institut Niedersachsen vorschwebt.
    Der fordert im Kölner Aufruf das „Killerspiele, die vom militärisch-medialen-industriellen Komplex erfunden worden sind um Soldaten für die völkerrechts- und grundgesetzwidrigen Kriege der USA auf dem Balkan und in Afghanistan zu trainieren“ verboten werden.
    Was ein Killerspiel ist soll dann eine echte „unabhängige“ Prüfungskommision feststellen, das ganze soll über einer Zwangsabgabe von 1 €uro pro Spiel finanziert werden…

    Sicherlich ein lohnendes Geschäft für das KFN, und als unabhängige Experten werden wohl die Ökosozialisten von Kölner Aufruf bestellt werden.
    Alles „Experten“… Kriminologen, Psychologen, Frauen- und GenderforscherInnen.
    Die haben zwar keine Ahnung von Games, aber sie erkennen ein Killerspiel wenn sie es sehen.

  14. @Alrik

    Präzise sein macht einen weniger angreifbar. Zum einen ist in Deutschland nur die Vorzensur verboten und zum anderen führen die Publisher durch, es ist also eine Selbstzensur (aufgrund von wirtschaftlichen Erwägungen).

  15. @Alrik

    Wie du vielleicht schon weißt, hat der VDVC mit der Bildung einer Arbeitsgruppe zum Thema Jugendschutz begonnen, in welcher das (neue) Vorgehen und Verhalten gegenüber dem Jugenschutzsystem in Deutschland festzulegen. Das was da momentan auf der seite steht ist als nicht mehr Aktuell anzusehen. Die Tendenz ist aber, dass man das USK-System beibehalten will, die BPjM aber abzuschaffen versucht bzw. als obsolet ansieht.

  16. Was spricht denn gegen PEGI? Deutschland ist in Europa inzwischen eine Insel, was den Jugendschutz bei Videospielen anbelangt, nachdem auch England das PEGI-System übernahm – muss das sein? Wäre ein einheitliches Klassifizierungssystem gerade in dieser „Import-Union“ nicht effektiver? Und nein, die USK für Europa ist keine Alternative.

    Bevor jemand meint, dass die Abschaffung der BPjM als Ziel schon hoch genug gesteckt sei: ist es ohnehin eine Utopie, das deutsche Jugendschutzsystem tiefgreifend ändern zu wollen. Es wird nicht geschehen. Also, lasst uns träumen!

  17. Nun, die USK für Europa hat (hier) ja niemand gefordert. Um ehrlich zu sein, sehe ich die USK als das geringere Übel an, was man wohl (zusammen mit der FSK) behalten muss, wenn man im Gegenzug die BPjM abschafft. Auch wenn ich den Herstellern durchaus ein gewissenhaftes Handel zutraue, denke ich doch, dass eine Kontrolle dritter um einen Inhalt zu bewerten doch besser ist, als ein simpler Fragebogen, wqelcher an den Hersteller geschickt wird.

  18. „Habt mal bitte etwas mehr vertrauen in den VDVC, das sind nämlich Menschen wie du und ich.“
    *
    Das sind die Politiker auch und trotzdem entscheiden sie nur Müll.
    Das einzige was die deutsche Spielelobby in ihrer Geschichte erreicht hat war es Leipzig die Games Convention zu klauen. Großartige Leistung!
    Dass man als Spieler in einigen Kreisen in etwa so angesehen wie ein Pädophiler ist, stört den BIU hingegen nicht…

  19. Modgamers:

    Man sollte meinen, ihr hättet euch mit PEGI mehr auseinander gesetzt. Die Hersteller können sich zwar eine Freigabe wünschen, das heißt jedoch lange nicht, dass diese auch erteilt wird. Bitte dringend nachlesen: http://en.wikipedia.org/wiki/PEGI#Rating_Process_and_Boards

    PEGI ist also nicht weniger gewissenhaft oder gründlich als die USK. Das Gegenteil ist der Fall: die Prüfer müssen ihre Einstufungen begründen, nicht nur vor den Publishern, sondern auch vor dem „gemeinen Volk“. Die USK hingegen kann, im Schutze der Anonymität (und somit faktischen Unangreifbarkeit) ihrer Gremien, über die Köpfe aller (außer der BPjM) hinweg entscheiden und ist niemandem Rechenschaft schuldig…

  20. @Liquid

    Auch wenn ich Mitglied bin und mit meinem Nick auf den VDVC verlinke, spreche ich immer nur für mich selbst (sonst kennzeichne ich das entsprechend). Werde es aber nachholen das zulesen, habe mich da wohl zusehr von den Aussagen anderer in die Irre führen lassen.

    @Fox

    Nein Politiker sind nicht Mensch wie du und ich, in dem Sinne, als dass sie idR. 10-15 Jahre älter sind als man selbst (die „jüngsten“ sind ~35). Patrick Schönfeldt zB (s.o.) ist sogar ein Jahr jünger als ich (und unser El Chefe). Somit haben die mehr Ahnung als Otto Normal Politiker.

    Schlimm das man sowas immer nochmal erklären muss.

  21. @Liquid
    Das stimmt zwar, wird aber halt auch anders gesehen: es ist doch etwas anderes bei der USK Mit den obersten Landesjugendbehoerden, also keine reine Industrie-Geschichte. Denke es ist zu respektieren, wenn die USK Da favorisiert wird – in GB wurde noch immer nicht umgestellt, wirds aber wohl auch noch das Gremium geben, das gegen die PEGI Ein Veto einlegen kann und einen Titel vom britischen Markt fernhalten

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