Berg kündigt Unterschriftensammlung an

(kreiszeitung) Der Regisseur und Kinderbuchautor Christian Berg hat bereits früh angekündigt, dass er eine Aktion gegen „Killerspiele“ starten werde. Es blieb jedoch unklar, ob es sich bei dem zunächst erfolgten Aufruf, sich an der (bereits beendeten) Unterschriftenaktion des Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden zu beteiligen, um diese gehandelt hat. Nun hat Berg gegenüber der kreiszeitung klargestellt, dass er ein (weiteres) Projekt plant:

„Außerdem werde ich Unterschriften gegen diese Spiele mit Tötungsabsichten sammeln, um sie den verantwortlichen Stellen vorlegen zu können.“

Unterstützung erhält Berg offenbar vom innenpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion des niedersächsischen Landtages, der sich im Gästebuch solidarisch zeigte. Ob der Beitrag tatsächlich von Hans-Christian Biallas stammt konnten wir leider nicht verifizieren, da eine diesbezügliche Anfrage unbeantwortet blieb.

44 Gedanken zu “Berg kündigt Unterschriftensammlung an

  1. Auf diese Weise „provoziert“ man aber keine Diskussion mit den Gamern Herr Berg.
    Würden Sie sich mit jemanden Unterhalten wollen der Ihre Theatherstücke verbieten will und dafür Unterschriften sammelt?

  2. Vielleicht sollten wir auch mal so eine Aktion starten. Die Petition beim Deutschen Bundestag hat ja nicht gerade viel gebracht (ok vielleicht ja doch, da ja kein Verbot gekommen ist), auch wenn es viele Unterstützer gab, zumindest wurde sie in den Medien eher abwertend erwähnt – zumindest hatte ich den Eindruck.

    Was die Aktion des Herrn Berg betrifft, so glaube ich aber nicht, dass die Erfolg haben wird, da das wohl eher eine Spontanidee ist. Zumindest wird es hier nicht so einfach sein einfach Kinder loszuschicken um Unterschriften zu sammeln – ok – den Besuchern seines Theaters wird er die Liste (soweit sie denn überhaupt kommt) vorlegen/aushändigen, aber den Rest müsste er dann ja selbst in die Hand nehmen.

  3. Ich denke der gute Herr Berg ist einfach verzweifelt um Medienpräsenz bemüht, da seine Geschichten gegen Pokemon und Co nicht mehr ankommen.
    Da ich Kinderbuchautoren pauschal etwas Intelligenz und Verständniss für Logik unterstelle, gehe ich davon aus, daß Herr Berg sich durchaus der Tatsache bewußt ist, daß ein Computerspiel keinen Menschen töten kann, geschweige denn ein nicht autonom denkendes Programm eine Absicht habe könnte.
    Auch durch den Verzögerten Einstieg Herrn Bergs in die Thematik, der erst erfolgte als sich die restlichen Weltverbesser schon wieder in der Versenkung versteckt haben, ist ein gutes Indiz dafür, daß ihn die Problematik ursprünglich nicht interessierte. Als er aber davon erfuhr, war es für ihn oder seinen Finanzberater, die Möglichkeit auf Kosten einer eh schon von Vorurteilen erdrückten Randgruppe wieder in die Presse zu kommen.
    Kurz gesagt, dient sein Eifer entweder seiner Rente oder ist tatsächlich erstaunlich begriffstutzig.

  4. „Unterstützung erhält Berg offenbar vom innenpolitische[b]n[/b] Sprecher der CDU-Fraktion“ so sollte es wohl lauten.

    ich denke, dass herr berg ein totaler pazifist ist und somit auch nur ein (entschuldigung) simuliertes töten schon als verbrechen ansieht. nur stört mich hierbei dass er ähnlich wie einige übereifirige vegitarier (wer sich jetzt auf den fuß getreten fühlt wurde auch angesprochen) jeden versucht klar zu machen, dass seine meinung die besserer ist, alle die gegen diese sind unter generalverdacht stellt und in sehr steriotype verhaltensweisen abrutscht.

    liegt es eigendlich an meiner supjektiven sichtweise oder warum wird „in diesen spielen tötet man menschen“ als vernümpftige kritik, „nach fußballspielen gibt es schlägereien, nach lan-parties fahren alle müde und friedfertig nach hause“ jedoch als indiskutabel bezeichnet?

    naja, ich bleibe dabei: wo kein opfer, da kein verbrechen. also nichts gegen das man protestieren soll. ich mecker ja auch nicht dass in deutschland von links nach rechts gelesen wird und sehe hier drin dann den grund der zunehmenden rechtsradikalisierung.

  5. Bitte keine News mehr über den, macht den Kerl doch nicht wichtiger als er ist.
    Alles was mit dem zu tun hat geht mir einfach nur noch auf die Eier…

  6. Ob eine Unterschriftenliste gegen Killerbuchautoren Wirkung zeigen würde?

    Happy aufregen über einen Typen der sowieso keinen Plan hat…
    kurz um Happy Coding.

  7. Den Herrn Berg straft man am Besten mit absoluter Nichtbeachtung. In meinen Augen ist er wie ein klassischer Forentroll. Wider aller besseren Argumente weiter stänkern und provozieren.

    So, don´t feed the Troll!

  8. Zum Glück werden Unterschriftensammlungen und Petitionen, egal von wem sie stammen, schon lange nicht mehr ernst genommen.
    Die einzigen der bisher auf ihn aufmerksam geworden sind, sind die Leser hier und ein paar Menschen in Niedersachsen.
    Wenn er Erfolg haben will, soll er sich mit Pfeiffer, Beckstein, Schünemann, dem AAW, der BILD und Herrn Fromm verbünden, ansonsten wird das nix.

  9. Also sobald es ein Spiel gibt, dass Menschen töten kann, wäre ich auch für ein Verbot. Aber bisher habe ich immer nur Spiele gefunden, in denen Dutzendweise Pixel umfallen :).
    Und ansonsten: Herr Berg ist in meinen Augen kein wirklicher Gesprächspartner, was Computerspiele angeht. Er hat schließlich mehrfach bewiesen, dass er absolut keine Ahnung hat. Und wenn, sollen sich doch _kompetente_ Leute drum kümmern, oder?

  10. Bei Herr berg weis man nicht wo man dran ist, gehört er einfach nur zu denn Gutmenschen die ein wenig Aufmerksamkeit brauchen oder ist er doch ein ausgefuchster Marketingexperte. Mich würden wirklich mal die verkaufszahlen seiner Produkte interessieren, wie sich sein Umsatz seit seiner Kampagne entwickelt hat.

  11. War Herr Berg nicht derjenige, der bermerkte, dass die Kinder heutzutage angeblich nicht mehr richtig zuhören könnten?
    Kein Wunder bei solchen Vorbildern. Dieser Mann ist die Verkörperung von Ignoranz.

  12. Wenn Herr Berg etwas verbieten will, was eine Tötungsabsicht besitzt, dann soll er Insektenspray verbieten. Von dem Geruch bekomme ich ohnehin immer Kopfschmerzen!

  13. bonedaddy schrieb:
    „War Herr Berg nicht derjenige, der bermerkte, dass die Kinder heutzutage angeblich nicht mehr richtig zuhören könnten?“

    Antwort:
    Ja genau das war der Herr Berg der das erstmals in einer Zeitung sagte, später wiederholte er diese Aussage in einem Radio-Interview und noch ein wenig später im TV.
    Er hat es also mehrfach gesagt und jedes mal damit begründet das die Kinder in seinen Vorführungen nicht stillsitzen wollen, aber ich frage mich was er erwartet, es sind doch Kinder und die wollen nun einmal nicht Stundenlang ruhig sein und stillsitzen. Und Kinder albern auch gerne mal herum und machen gerne bei allen möglichen mit, so überrascht es mich nicht wenn die mal lachen wenn den Helden mal ein Mißgeschick wiederfährt oder sie zbsp. die Alice beim flüchten be/hindern.

  14. Gutmenschen wie Herr Berg sorgen dafür das jugendliche Gewalttäter vor Gericht nur milde bestraft werden, weil ihre Winkeladvokaten das Killerspielargument als „Du kommst aus dem Gefängins frei“ Karte verwenden.
    Gerade in Bergs Norddeutscher Heimat ist es ja üblich Jugendliche Gewalttäter nicht zu bestrafen, sondern mit Abenteuerreisen nach Italien oder einer Segeltörn zu belohnen, pardon zu resozialisieren.

    Wie sehr diese Kuschelpädagogik schon verinnerlicht wurde zeigt das Beispiel einer anderen Unterschriftenaktion.
    Vor dem Amoklauf in Winnenden wurde der Rems-Murr Kreis durch den brutalen Mord an Yvan Schneider erschüttert. Ein 16 jähriges Mädchen lockte ihn in eine Falle, ihr 18 jähriger Freund erschlug ihn, dessen Clique zerstückelten die Leiche, betonierten die Leichenteile in Blumenkübel ein und versenkten diese in einem Fluß.
    Freunde und Angehörige von Yvan Schneider sammelten Unterschriften für eine Verschärfung des Jugendstrafrechts und wollten diese der damaligen Justizministerin übergeben.
    Sie haben nicht mal einen Termin erhalten…
    http://www.yvanschneider.de/

  15. Am besten ignorieren wir diesen medialen Wadenbeisser denn wirklich schaden kann er uns wegen seiner absoluten Nichtbedeutung eh nicht. Er soll zusammen mit der veralteten Kulturtechnik „Theater“ seine Reise in die Unbedeutenheit fortsetzen.

  16. @Alrik
    Ich bin echt verblüfft, dass ich von diesem Fall noch nie etwas gehört habe!

    Das mag vielleicht daran liegen, dass Christian Pfeiffer mal ausnahmsweise nicht seinen obligatorischen Senf dazu abgegeben hat. Zumindest konnte ich auf die Schnelle keinen Kommentar Pfeiffers dazu finden!

  17. Ich kann mich erinnern, da es alle gängigen Vorurteile/Klischee´s erfüllt hat über die (angenommen) 2 Hauptproblem-Ausländergruppen in Deutschland…
    Allerdings glaube ich auch nicht das der Herr Berg viel Erfolg haben wird. Die Regierungsverantwortlichen haben es geradezu „dubios“ verstanden 130.000Petent zu umgehen, wenn der Berg anfängt zu nerven machen wir es einfach wie die Regierung zur Petition – Wir brauchen neue Argumente dazu…

  18. Was hat Ludwigshafen bitte mit Games zu tun? Gar nix! Es war ein Stinknormaler Rachemord, der Täter wollte sich für sein verpfuschtes Leben in Form von (in seinen Augen) ungerechtfertigte Noten rächen. 2. Ist mir nicht bekannt, ob und in welchem Umfang der Täter Gamer war. Also wenns ich bzw. die Stigmaleser nicht mal wissen, woher will es dann eine Schweizer Politikerin (?) wissen? Wiedermal wird eine Tat völlig aus dem zusammenhang gerissen, die waren Hintergründe sind egal solange mans dazu verwenden kann um etwas (in diesem Fall mal wieder Games) bashen zu können.

  19. Das ist eine deutsche Psychotherapeutin, die sich in dem Artikel auslässt. Und ja, das Gutheißen des geplanten Schweizer Verbots aufgrund von Ludwigsburg ist mal wieder unsäglich. Es wird jede Gelegenheit genutzt, um etwas zu verteufeln, was einem persönlich ein Dorn im Auge ist. Kausalität spielt dabei keine Rolle, Stammtisch-Logik genügt bereits zur Unterstützung der Hexenjagd.

  20. @ hensc
    OK danke, dann eben ne deutsche Psychotherapeutin. Ich glaube trotzdem nicht, dass die sich umfassend mit Spielen beschäftigt hat. Zur Verbesserung, der Mord war in Ludwigshafen. Merke Ludwigshafen liegt in der Pfalz allerdings direkt neben Mannheim also an der Grenze zu Baden(-Württemberg), Ludwigsburg liegt im Württembergischen in der Nähe von Stuttgart.

  21. Noch nie aufgefallen bei euch? ^^
    Es gibt schon lange keine Differenzierung mehr nur noch Terroristen(keine Partisanen, Guerilla oder Rebellen)und Amoktaten, die sich bei den meisten so betitelten ohnehin ausschließen lassen, da sie ihre Taten geplant hatten. Anzunehmen ist das sich diese „schlagworte“ einfach „besser“ machen(eher verkaufen…).

  22. Der Berg hat bestimmt mal hier ins forum geschaut wo er mal erwähnt wurde, dass was er zu lesen bekam, hat ihm wohl nicht gefallen und jetzt ist er auf dem kriegsfuss ^^

  23. @eMCe
    Doch das ist uns Deutschen aufgefallen und alles was es an neuen Gesetzen, Verordnungen, Zensur und Überwachung gab und gibt wurde mit der Bekämpfung von Jugendgewalt, Amokläufen und Terrorismus begründet.

  24. @eMCe

    Falsch: Wenn die Terroristen für den Westen kämpfen, dann sinds Rebellen, die von der anderen Gruppierung unterdrückt werden und Hilfe brauchen! Ich sage nur Kosovo Krieg!

  25. so so spieler haben also eine „Tötungsabsicht“. im baumarkt kann man werkzeuge kaufen die in der regel auch als mordwaffe oder zur erstükclung der leichung verwendung finden wie äxte usw. Würde man jetzt diese aus dem Sortiment nehmen weil irgend wo ein spastisicher irre rumläuft. Was ist mit Skimützten diese verhelfen doch zu überfallen.

  26. berg gehört zu den leuten, die nur deshalb so laut „verbieten verbieten“ schreien, damit sie den hall des vakuums der „beweisbox“ überschallen können.
    ignoriert den typen und alle anderen dieser nichtsnutze ebenfalls.

  27. Das erinnert irgendwie an, die Moral-Apostel die gefordert und es durchgesetzt haben, dass Homer Simpson abnehmen muss; Lucky Luke nicht mehr rauchen darf und das Krümmel-Monster aus der Seamstraße nicht mehr Keske essen darf, sondern Obst essen muss.

  28. Genial – Spiele weg = Gewalt weg. Darauf hätte doch jeder kommen können!einself

    Ich hoffe doch das die Bevölkerung nicht ganz so dumm ist und dieser Farce folgt.

  29. wobei ich eher davon ausgehe, dass die motion mit einem verbot für kinder und jugendliche durchkommen wird, nicht aber die für alle schweizer bürger.

  30. @Casinobash
    Die Ächtung der Killerspiele geht auch immer mit der Ächtung der Konsumenten einher aber das ist wohl so gewollt.
    @Booomboy
    Nun wir haben in Deutschland ja auch nur die Kinder und Jugendlichen im Blickpunkt des Jugendmedienschutzgesetzes aber letztlich sind eigentlich nur die Erwachsenen betroffen und deren Unterhaltungsprodukte.

  31. was bei uns wohl gewollt ist, da ja z.B. die grünen eine „verdrängung“ von actionvideospielen bevorzugen würden, statt sie pauschal von heut auf morgen auf die liste der verbotenen dingen zu setzen was die cdu und csu gerne machen würden und auch alles daran setzen das das passiert.

  32. vielleicht sollten wir gamer auch mal ne Unterschriftenaktion(en) ankündigen, wäre doch mal was, wenn da mehr stimmen raus kommen ;)

  33. Hoffentlich wird die Petition ein Erfolg.

    Den Paragraphen mit dem Wortlaut will ich sehen. „Spiele mit Tötungsabsichten“ xD

    Erinnert mich mehr an Gladiatorenkämpfe als an Egoshooter.

    Herr Berg ist ein Dummschwätzer der Aufmerksamkeit sucht.
    „Die Kinder können nicht mehr stillsitzen, das war früher nicht so“.

    Ja ne ist klar Herr Berg. Das war schon zu meiner Zeit so, und wohl auch zu Ihrer.
    Früher gabs dafür Schläge, zu meiner Zeit wurde man ausgeschimpft, heute bekommt man Ritalin. Seltsamerweise hat er noch nie ADS erwähnt, ist doch so eine Modediagnose bei lebendingen Kindern. Wie er da auf Egoshooter kommt ist mir ein Rätsel.

    Naja heute kann wohl jeder alles öffentlich sagen. Egal wie lächerlich die Thesen sind. Ein Herr Berg gehört eigentlich ausgelacht, bei dem Dummfug den er verzapft.
    Aber naja, ich glaub das ist dann doch zuviel aufmerksamkeit für einen drittklassigen Regisseur.

  34. @SwA
    Nein es darf nicht jeder was sagen oder dürfen wir das? Nein dürfen wir nicht, da wird sich sogar aufgeregt wenn wir es auch nur versuchen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.