Rückendeckung für Rech

Neben dem Verband Bildung und Erziehung (BaWü) springt auch der niedersächsische Innenminister Schünemann seinem Kollegen Rech zur Seite, der ein Verbot von “Killerspielen” fordert, da er diese für “für abartig und gefährlich” halte. Während Schünemann nach einem Bericht der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung “erneut für ein Verbot von “abartigen” Killerspielen“, warb, begrüsste der VBE die Verbotsforderungen bereits Mittwoch in einer Pressemeldung und betonte die Gefahr für Jugendliche:

“Jugendliche zeigen später genau die fatalen Denkstrukturen und destruktiven Verhaltensmuster, die ihnen über Jahre mittels Bildschirm in das Gehirn fest eingebrannt worden sind.”

35 Gedanken zu “Rückendeckung für Rech

  1. Bla, bla, bla. Ich kann solche sinnlosen Aussagen einfach nicht mehr hören.
    Seit ich 9 bin, spiel ich GTA (Ich weiß das ist wirklich zeitig und ich werd bei meinen Kindern drauf achten, das sie in dem Alter noch nicht sowas spielen). Wenn die Aussage oben tatsächlich stimmen würde, wär ich heute schon längst ein Massenmörder.
    Mir hats damals schon riesen Spass gemacht, über die kleinen 2D-Figuren zu brettern und trotzdem hat sich bei mir nichts davon “eingebrannt”.
    Ich hab seit 2 Jahren den Führerschein und habe, auch wenn es kaum zu glauben ist, tatsächlich noch niemand überfahren. Ich hab noch nichtmal den Gedanken gehabt, mal ebend Richtung Fußweg zu lenken.
    Und auch sonst bin ich der festen Überzeugung, das mich die Spiele in irgendeiner Weise beeinflusst haben. Ich bin super friedlich, helfe Omas über die Straße, mir wird schlecht wenn ich echtes Blut sehe und ich könnte es nie mit meinem Gewissen vereinbaren irgendjemand etwas anzutun.

  2. Der Schüneman mal wieder, hat der Kerl nichts anderes zu tun? Ich meine der war doch in letzter Zeit oft in der Kritik glaubt er das ihm der Kampf gegen “Schmutz und Schund” helfen wird seinen ramponierten Ruf zu bereinigen?
    Und wie oft muß man diesen Leuten in der Politik, dem AAW, dem VBE, dem KFN und wie sie alle heißen erklären das Spiele längst keine reine Kinder und Jugendunterhaltung sind, langsam wird man den ständigen Erklärungen überdrüssig, es ist sowieso unverschämt das wir ständig dazu genötigt werden uns Fremden haßerfüllten, selbstgerechten, ignoranten Menschen zu erklären und zu rechtfertigen, sowas hätte man in anderen Bereichen nicht nötig.

  3. Auch wenn mich Rechs Äußerungen zuerst ein wenig erschüttert haben, lassen mich die Äußerungen von Herrn Schünemann kalt. In den nächsten Wochen werden noch einige Leute aus Ihren Höhlen hervorkommen, da sich ja das Winnendenverbrechen zum ersten mal jährt… auch wenn sich natürlich die Frage stellt, warum bei anderen Verbrechen (jenseits der Schule) kein Gedenktag abgehalten wird!

  4. Schünemann gehört genauso wie Rech,Beckstein,Stoiber,Seehofer,Öttinger und mehr fallen mir grad nicht ein zur Waffenlobby.
    wer weiss schon was die noch neben ihrer politischen tätigkeit noch so tun.

  5. Schünemann ist Mitglied im Sportschützenclub v.1955 e.V. Holzminden
    na klar sind die Die Gesetze für Waffen sind ausreichend *hust*

  6. Jugendliche zeigen später genau die fatalen Denkstrukturen und destruktiven Verhaltensmuster, die ihnen über Jahre mittels Bevormundung, Bigotterie, Gewaltphobie, Zensur und verfassungsfeindlichen Äusserungen von Verbotsforderern in das Gehirn fest eingebrannt worden sind.

  7. Seit ca. 14 Jahren konsumiere ich jetzt Videogames, ob sie nun einen schwachen oder starken Einfluss auf mich und meine Entwicklung hatten kann ich nicht beurteilen da ein Vergleich einfach fehlt bei dem ich ohne Videogames aufgewachsen bin.
    Ich hab die Ausbildung zum Werkzeugmechaniker erfolgreich abgeschlossen, besuche zur zeit eine meisterschule und denke das ich mich danach an einem Maschinenbau Studium versuchen werde.
    Ich hab keinen Amoklauf, Mord oder etwas der gleichen begangen und auch nicht geplant dies zu ändern.

    Aber was mich wirklich krank macht ist die Gesellschaft, wo meiner Meinung auch das Problem liegt,
    Das einzige was zählt sind Geld oder materielle dinge der Mensch ist betriebswirtschaftlich gesehen nicht das Geringste wert.
    Und dann gibt es da doch noch eine gruppe von Menschen (auch Politiker geschimpft) die dem dummen Volk verklickern wollen es ist nicht so und es gibt auch keine 2 Klassen
    Gesellschaft. Achja und die Demokratie die wir hier ja haben, (alle 4 Jahre einen Tag) hätt ich fast ganz vergessen.
    Da sollte mal als erstes was geändert werden und danach können wir dann über gewaltverherrlichende Spiele reden.

    Gruß
    Manu

  8. Ha, Schünemann! 2 von 3! Fehlt nur noch Bosbach, aber der knabbert noch am Urteil des BVG zur Vorratsdatenspeicherung.

  9. “… Coole Negativhelden, die grausame Racheakte und Selbstjustiz als einzig mögli­che Konfliktlösung praktizieren, sowie die Möglichkeit, bei Computerspielen per Mausklick Macht auszuüben, über Leben und Tod zu entscheiden, beeindru­cken junge Medienkonsumenten, prägen sie und fordern – zumindest un­ter­schwellig – zur Nachahmung auf.”

    Wenn ich das lese, frage ich mich immer, was hat Daschner in seiner Jugend gespielt? Oder Klein? Der ist aktueller und sicher noch in bester Erinnerung. Sind die auch durch Videospiele zu dem geworden, was sie heute sind?
    Wenn Daschner einen Gefangenen foltern darf – um das Leben eines Kindes eventuell doch noch zu retten – warum darf ich das dann in einem Spiel nicht auch?
    Wenn Klein eine Rakete auf Kinder abschießen lässt – um natürlich zu allererst gefährliche Taliban zu töten – warum darf ich das dann in einem Spiel nicht auch?
    Was ist das für eine Moral in der Welt, wo virtuelles Töten verboten werden soll, reales Töten aber mit Zustimmung bedacht wird?
    Räumt doch erstmal im realen Leben auf, bevor ihr Videospiele verbietet!

  10. “Jugendliche zeigen später genau die fatalen Denkstrukturen und destruktiven Verhaltensmuster, die ihnen über Jahre mittels Bildschirm in das Gehirn fest eingebrannt worden sind.”
    Ich glaube da verwechseln die was. Es gibt mittlerweile diverse Studien, die über Generationsgrenzen hinweg nachgewiesen haben, dass Kinder, die von ihren Eltern geschlagen worden sind, ihre eigenen Kinder meist ebenfalls schlagen. Zu Spielen gibt es sowas nicht, denn dafür ist das Medium noch zu neu. Doch Aussagen zu C&Psten kennen wir ja nicht erst seit einer gewissen Großstadtrevierfolge. ;)
    .
    Im Übrigen hat sich bei mir tatsächlich was “über Jahre mittels Bildschirm” ins Hirn eingebrannt: Die wiederkehrenden immer gleich dämlichen Aussagen viel zu vieler Politiker. Daraus ergibt sich bei mir das “Verhaltensmuster”, dass ich auf Wahlzetteln entsprechend entscheide und im TV sofort umschalte.

  11. Och das Schünemännchen springt wieder einmal hoch…
    …ja dann sollten wir machen was er sagt, dann wären wir nun alle in Schützenvereinen und würden den verantwortungsvollen Umgang mit Waffen erlernen, statt vor dem PC Aliens daran zu hindern, die Erde zu erobern oder sonstwas.
    Auch lernt man nur in einem schützenverein Werte, die von Videospielen ja total untergraben werden….

    …der werte Herr ist wohl einer der größten Ingoranten im Bezug auf Videospiele. Richtig abartig und gefährlich solche Leute :/

  12. Welche fatalen Folgen diese Denkstrukturen haben hat sich in der Münchner U-Bahn gezeigt.
    Fast alle Fahrgäste die Zeuge geworden sind wie hilflose Jugendliche angepöbelt und bedroht wurden haben einfach weggeschaut.
    So wie es ihnen die linksliberale Kuschelpädagogik die seit mehr als 40 Jahren in Deutschlands Schulen praktiziert wird eingetrichtert hat.
    “Schließlich ist Gewalt keine Lösung und hat noch nie etwas gebracht… und wenn Kriminelle Gewalttätig werden ist das ja auch irgendwie Schuld der Gesellschaft und man kann sie dafür nicht zur Verantwortung ziehen.”

    Gerade in Schünemanns Norddeutschter Heimat wird diese Kuschelpädagogik besonders stark propagiert, so werden z.B. jugendliche Gewalttäter nicht bestraft, sondern mit Segeltouren belohnt.
    Der Vorteil der sich daraus für die Politik ergibt:
    Man kann gezielt die Angst der Bevölkerung schüren um nach und nach den Rechtsstaat abzuschaffen und die staatliche Überwachung der eigenen Bevölkerung forcieren.
    Gerade Niedersachsen hat damit gute Erfahrung gemacht, etwa durch den Anschlag auf die JVA Celle.
    Dieser Anschlag wurde damals vom niedersächsischen Justizminister Hans Dieter Schwind mit organisiert und dann der RAF in die Schuhe geschoben.
    Selbiger Hans Dieter Schwind gründetet gerade mal ein Jahr später das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen. Das KFN ist schon mehrmals dadurch aufgefallen das es versucht hat durch entsprechende populistische Gutachten Zensurmaßnahmen zu begründen.

  13. @ Alrik: Deine Polemik ist vollommen unangebracht. Du erwähnst den Vorfall von München. Da ich im bayerischen Schulwesen tätig bin, kann ich dir sagen, dass dort alles andere als Kuschelpädagogik herrscht. Im Gegenteil: Es herrscht reine Leistungsorientierung und Aussortierung. Mit den psychischen Auswirkungen die dieses System auf sensiblere Menschen hat, darf ich mich wöchentlich auseinandersetzen. Es gibt kein deutsches Schulwesen, sondern 16 verschiedene Systemchen, von denen Bayern das schärfste hat.

  14. @bonedaddy
    Ja das kann ich nur bestätigen. Hier erscheinen mir Videospiele auch eher als Rückzugsmöglichkeiten um dem Alltagsstress daraus zu entgehen
    Gab es denn nie Bestrebungen in Deutschland eine einheitliche Bildungspolitik durchzusetzen?

  15. @Bonedaddy und Alrik
    Ihr habt beide Recht, Aussonderung und Leistungsdruck auf der einen Seite für die normalen Kids und Kuschelpädagogik auf der anderen Seite für die kriminellen Kids herrschen überall in Deutschland.
    Und ja Alrik hat Recht was den Schwind anbelangt und ja Bonedaddy hat Recht mit den vielen kleinen Systemen die sich zu einem großen Ganzen zusammenschließen das wir dann letztlich als das (Schul)System bezeichnen.
    PS: Giftet euch nicht gegenseitig an, es reicht wenn wir von der anderen Seite schon angefahren werden, da müßen wir uns nicht auch noch gegenseitig an die Karre fahren.

  16. Erstaunlich, gibt es doch Games erst seit einigen Jahrzenten und die 3D nun gerade mal seit einigen Jahren.
    Und wo soll von den penible zensierten Deutschen Varianten die besagten eingebrannt haben? Vielleicht töten sie einen Roboter^^

  17. @ Pyri:

    Es gibt eine Alibi – Veranstaltung, die sich KMK (Kulutsministerkonferenz) nennt. Den Politikern ist das Problem der Zersplitterung bewusst, sie wollen es jedoch nicht wirklich angehen, da sie sonst ihre eigene regionale Macht beschneiden würden. (Sie können ja nicht 16 verschiedene Kultusministerien plötzlich auflösen, wohin mit den ganzen arbeitslosen Ministern und Staatssekretären?) Deshalb gibt es diese KMK auf der sogennante Bildungsstandards beschlossen wurden, die für ganz Deutschland gelten, real aber wenig mit den 16 verschiedenen Lehrplänen gemein haben. So können Politiker sagen: Seht her, wir tun etwas zur Verheinheitlichung, in Wahrheit geschieht jedoch nichts. Das Wirrwarr mit den verschiedenen Schularten (eine Wissenschaft für sich) kommt noch hinzu. Eine traurige Veranstaltung. Ich gebe mein Bestes um die psychischen Schäden bei den Betroffenen gering zu halten.

  18. Wow. Wie kann er das jetzt schon wissen? xD und vor allem, wieso sind die deutschen Gefängnisse nich voll mit Leuten die mal mit nem Pacman/Pong-T-Shirt Amok gelaufen sind ? o.O

  19. @ALL:
    Hey auf RTL 2 haben sie in den News gerade über ein CS Team gesprochen und über eine Veranstaltung bei der CBiT. Das Symbolbild (Schattenfigur zockt CS) hätten sie zwar ändern können, aber über einen Gamer von MouseSpot(?) haben sie ganz nett berichtet.

    Happy Coding…

  20. @bonedaddy
    Verstehe. Danke für die Infos!
    Hier in Österreich ist es wiederum so, dass es neun verschiedene Jugendschutzgesetze gibt: eine einheitliche Regelung wird da heuer wieder in Angriff genommen, doch das Problem ist hier, dass sich die Politik keine Liberalisierungen aufdrängen lassen will. So dürfen in Wien Jugendliche Schnaps trinken – in Tirol jedoch nicht und an Wien will man sich in Tirol mit dem Hinweis auf Leberschäden bei Jugendlichen nicht orientieren…

  21. also langsam habe ich es satt. der staat sucht sich immer irgendein sündenbock für solche attentate. ud auch ich hab schon in jungem jahren ego-shooter gespielt und habe bis heute noch den gedanken gehabt jemnaden in irgendeiner weise zu töten oder wirklich zu verletzen. ausserdem hat es mich auch auf keine weise aggressiver gemacht.

  22. Nach Robbe schon mit Niklas der zweite Versprecher… Gibts da vielleicht doch eine minimale Wirkung? Einem Anderson würde das schon als Nachweis ausreichen :D

  23. natürlich gab es schon Versuche das deutsche Schulsystem gleichzuschalten.
    Unter den Nazis und in der DDR.
    Und wie Bonedaddy erwähnt hat wird in Bayern (und Baden Württemberg ) am meisten nach Leistung ausgesiebt (was nichts daran ändert das man immer noch eingetrichter bekommt keinesfalls zur Gewalt zu greifen).
    Dieses sortieren nach Leistung (und Herkunft) hat dazu geführt das diese beiden Bundesländer in der Pisa Studie relativ gut abgeschnitten haben.
    Und zwar nicht nur die Abiturienten, sondern auch die Real- und Hauptschüler. Dazu kommt noch das Bayern und Baden Württemberg ein recht gut ausgebautes System der beruflichen Bildung haben.
    Abiturienten aus den Südstaaten haben es durch das höhere Niveau auch meist leichter im Studium – auf der anderen Seite haben es die Nordlichter beim studieren ( oder der Berufsausbildung ) im Süden schwerer, weil an den Unis und Berufsschulen ein höheres Niveau erwartet wird.

    So eine Ungerechtigkeit können die Neosozialisten natürlich nicht ertragen, und deswegen gibt es schon seit Jahren Bestrebungen die “deutsche Kleinstaaterei” im Bildungsbereich abzuschaffen.
    Mit dem Förderalismus haben es diese Leute auch nicht so. “Ein Volk, ein Staat, ein Kanzler.”
    Wenn die Mehrzahl der Bundsländer rot-grün wählt geht es natürlich nicht an, das in denen Ländern in den schwarz-gelb gewählt wurde eine andere (Bildungs)Politik gemacht wird…
    Demokratie bedeutet schließlich Herrschaft der Mehrheit. Für Neosozialisten steht ausser Frage das die eigene Politik die fortschrittlichste ist, und jeder der eine andere Politik macht nur ein reaktionärer Nazi sein kann.

    Man darf auch nicht vergessen das die deutsche Bildungsdiskussion fast ausschließlich als Diskussion über das Studium geführt wird.
    Wer nicht studiert hat gilt nicht als gebildet. Wer z.B. nur eine Berufsausbildung hat und dann neben der Berufstätigkeit Weiterbildungsmaßnahmen z.B. zum staatlich geprüften Techniker, Handwerksmeister oder Betriebswirt gemacht hat gilt nicht als gebildet.
    Schließlich darf Bildung nicht “ökonomisch verwertbar” sein.

    Der Idealfall der Bildung in Deutschland ist also ein 36 jähriger Akademiker mit Doktortitel der irgend etwas studiert hat für das es am Arbeitsmarkt keinen Bedarf gibt und der nach dem Studium von Hartz IV lebt…

    Alrik, mal wieder antideutsch… ;-)

  24. @ Alrik:

    Was soll das bedeuten:”Man bekommt eingerichtert keinesfalls zur Gewalt zu greifen…”? Soll die Schule den Schülern etwa Gewalt näherbringen? Was willst du damit mitteilen?

    Ansonsten ist dein Beitrag nicht antideutsch, sondern liest sich eher wie eine Pressemitteilung des bayerischen Kultusminiseriums. Darin lobt man sich natürlich selbst (Pisa – Sieger) und verschweigt die Schattenseiten (nierigste Abiturientenquote, höchste Quote an Schulabgängern ohne Abschluss, Container als Klassenzimmer da wegen G8 die Realschulen explodieren, höchste Bürokratie im Schulwesen…..)

    Ansonsten enthält dein Beitrag außer paranoider Polemik mal wieder keine konstruktiven Argumente die gegen eine Vereinheitlichung der 16 Schulsystemchen sprechen, für die wir übrigens auch international belächelt werden.

  25. Ich wollte auch schon was schreiben aber bonedaddy war schneller.
    Ich verstehe auch nicht so recht was Alrik jetzt daran gut findet (oder ob er es überhaupt gut findet o.O ) dass wir für 16 Bundesländer 16 verschiedene Schulsysteme und 16 verschiedene Ferienzeiten haben. Bei einem riesigen Land wie den USA, das sich über mehrere Zeitzonen erstreckt wären mehrere regionsspezifische Schulsysteme verständlich, aber bei einem vergleichsweise kleinen Land wie D bringt das nur Verwirrung und mitunter Unterschiede in den Bildungsstandards der Bundesländer. Davon habe ich schon oft gehört leider, dass jemand, der bei uns in Thüringen Abitur hat, selbst wenns 1,0 wäre, kaum Chancen auf einen Beruf in Bayern hätte, einfach weil die unser Abi als geringwertiger als ihres ansehen etc.

  26. @bonedaddy
    Ja, die Schulen sollten ihren Schülern das Thema Gewalt näher bringen, statt Gewalt einfach nur zu verteufeln.
    Zum Themenkomplex Gewalt gehört z.b. staatlich ausgeübte oder angedrohte Gewalt, verbale oder psychische Gewalt, strukturelle Gewalt…
    Und nicht immer ist Gewalt etwas schlechtes, im Gegenteil, manchmal ist sie sogar notwendig um Übel abzuwenden.
    Siehe den Vorfall in der Müncher U-Bahn. Hätte sich mehr Menschen dazu bereit gefunden notfalls mit Gewalt zu verhindern das die Jugendliche angepöbelt und beraubt werden wäre die Sache eventuell anders ausgegangen.

    @Schulsystem:
    niedrigste Abiturientenquote. zmg, das ist ein echtes Problem, oder ?
    Nein, und ja.
    Ja weil dieses “Problem” genau aufzeigt was im deutschen Bildungssystem schief läuft. Bildung wird ausschließlich auf Abitur und Studium bezogen, und damit wird die Bildungsdebatte nach dem Maßstäben des Establishments geführt.
    Klar, wenn Papi und Mami Bildungsbürger sind, einen schönen Job bei Vater Staat oder als Selbstständige haben ist es natürlich wichtig das die Kinder ihr Abitur machen und später auf Staatskosten studieren können.
    Was sie studieren ist dann erstmal egal, Vater Staat zahlt’s Mami und Papi finanzieren das Studentenleben und nacher den Lebensunterhalt wenn die Brut trotz Studium keinen Job findet.

    Wenn Papi und Mami aber bei BMW oder Daimler am Band stehen und möglicherweise schlecht Deutsch sprechen wird die Frage nach der Abiturientenquote ziemlich akademisch.
    Da gehts darum das die Kinder erstmal genügend Deutsch lernen und später eine Berufsausbildung machen die es ihnen ermöglicht ohne die finanzielle Unterstützung der Eltern zu leben.
    Nicht gerade wenige dieser Kinder machen dann später auf dem zweiten Bildungsweg ihre (Fach)Hochschulreife – eben weil sie auch in der Grund, Haupt- und Realschule die nötige Bildung vermittelt bekommen haben.

    Was die 16 Schulsysteme angeht:
    Anders als die meisten Deutschen bin ich nicht der Meinung das Deutschland einen starken Führer braucht der Zentral aus Berlin die Befehle gibt.
    Eine förderale Struktur ist wesentlich näher am Bürger und gibt ihm besser die Möglichkeit seine Interessen wahrzunehmen.
    Ausserdem wird damit die Möglichkeit geschaffen parallel verschiedene Systeme auszuprobieren. Unterschiedliche Bildungsstandards sollte es dabei eigentlich nicht geben, wenn man z.B. die Standards für die Allgemeinbilden Abschlüße bundesweit festlegt.
    Wie dieser Standard dann erreicht wird sollte man jedem Bundesland selber überlassen.
    Dumm natürlich, wenn manche Länder diese Standards übertreffen.
    Diesen Ländern dann gegen den Willen der dortigen Bevölkerung ein anderes System aufzuzwingen ist dann natürlich eine gute Lösung…

    Die Vorteile wenn alle Bundesländer zur selben Zeit Ferien hätten – und damit Bundesweit alle größeren Fabriken zur selben Zeit Betriebsurlaub haben würden- sehe ich natürlich auch.
    Ganz Deutschland könnte zur selben Zeit nach Mallorca fliegen, bis die Insel wegen Übergewicht absäuft ;)

  27. Das mit den Ferien ist auch in einem so kleinen Land wie Österreich noch unterschiedlich geregelt – wohl tatsächlich um zuviele Staus auf den Strassen zu vermeiden. Auch bin ich gegen so Vorstellungen wonach Bildung unbedingt etwas mit einem Studium oder gar dem ersten Weg dorthin zu tun hat: ich behaupte ja gern, dass ich meine (relative Bildung) NICHT Über das bürgerliche Gymnasium hier in Österreich, oder mein schon vor Jahren erfolgreich abggeschlossenes Philosophie- und Geschichtestudium erreicht habe, sondern mir größtenteils selbst und unabhängig davon angeeignet
    Schließlich schaffen solche Vorstellungen auch Formen struktureller Gewalt, da ist man dann bald antiintellektuell wenn mit bestimmten Denkmustern und normierten Ideen die ich womöglich im Grunde für nichts anderes als hasserfüllte und unbegründete Urteile halte, d’accord gegangen wird.
    Schließlich kann man das aus meiner Sicht sehr schön bei diesem Thema sehen, dabei was da alles noch als Wissenschaft gilt, obwohl es im Grunde nichts anderes als Ideologie mehr ist
    Wennn die alten Götter oder Moraltheologie für neue empirische oder gleich bloß eingebildete Götzen beziehungsweise Ungeheuer wie Erdbeben-Maschinen eingetauscht werden

  28. @ Alrik: In welchem Unterrichtsfach sollte diese “Gewalterziehung” deiner Meinung nach denn stattfinden?
    Was deine Meinung über “linksliberale Kuschelpädagogik” angeht: Jeder Lehrer unterrichtet nach einem Lehrplan, dessen Inhalte vom jeweiligen Kultusministerium festgelegt werden. Davon kann kein Lehrer abweichen. In Bayern (also in dem Bundesland, in dem die von dir zitierten Überfälle genannt wurden) regiert seit Jahrzehnten keine linkliberale Partei das KM. Wie geht jetzt das in deiner Welt zusammen?

    Nett finde ich auch, dass du die 16 verschiedenen Systemchen als bürgernah bezeichnest. Schon mal versucht Kontakt mit dem bayerischen KM aufzunehmen? Viel Spaß dabei.
    Von den Kosten, die diese Kleinstaaterei dem Steuerzahler bescheert, und dem Stress, wenn eine Familie das Bundesland wechseln muss (Der Arbeitsmarkt wird nämlich – im Gegensatz zum Schulsystem – mobil) ganz zu schweigen.

    Die Argumentation man könne mit diesen zahlreichen Systemchen etwas ausprobieren kenne ich von konservativen Kreisen. Toll! die Schüler als Versuchsobjekte von KMs die etwas rumdoktorn, um am Ende gut dazustehen. Am Wohl der Schüler ist schon lange kein Politiker mehr interessiert, es geht nur darum, dass das eigene Bundesland möglichst gut in irgendwelchen Statistiken erscheint.

  29. @bonedaddy:
    Hm, bei uns hies diese Fach damals Gemeinschaftskunde.
    Ansatzpunkt währe sicherlich der Satz: “Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus”, oder die Begriffe “staatliches Gewaltmonopol” und “Zivilcourage”

    Linksliberale Kuschelpädagogik per Lehrplan ?
    Möglicherweise dort wo die Sozen herrschen (auf meiner Karte ist dort wo auch Seeungeheuer eingezeichnet sind ) ;)
    Man braucht keinen Lehrplan um Werte zu vermitteln – das geht über den Subtext viel besser. Welche Auswirkungen hat wohl ein friedensbewegter Lehrer der eine Sammelbox für Killerspiele aufstellt, oder als Rektor sogar ein “Killerspielfreies Gymnasium” ausruft ?
    Beides Beispiele aus BaWü…
    Oh, und bitte meine Welt nicht mit meiner billigen Polemik verwechseln ;-)

    Bürgernah…
    Ein KM in München ist für die Bayern näher als ein KM in Berlin der für ganz Deutschland zuständig ist, stimmst Du da zu ?
    Nach Berlin ist es z.B. von Passau oder Augsburg eine halbe Weltreise, selbst wenn man einen Termin beim Bundesbildungsminister bekommt…

    Ausserdem kannst Du dich als Elter an den Abgeordneten deines Wahlkreises richten, damit er sich um dein Anliegen kümmert.
    Sollte der Abgeordnete aus eine anderen Partei als der KM sein, könntes Du dich an seinen Gegenkandidaten wenden, damit dieser seinen Parteifreund bearbeitet.
    Das würde bei einem Minister in Berlin zwar auch gehen, aber von dem wollen auch mehr Leute etwas (80 Millionen potentielle Kunden bundesweit).

    Zur Not kannst Du auch eine Bürgerinitiative gründen und versuchen über die regionale Presse Druck auf den Kultusminister zu machen.
    Sitzt dieser in München reicht dazu die Lokale Presse, sitzt er in Berlin muß deine Initiative schon in den großen deutschen Tageszeitungen und Nachrichtenmagazinen beachtet werden – und das in Konkurrenz zu anderen solchen Initiativen aus dem ganzen Bundesgebiet.

    Was den Umzug angeht: Einer der Mitspieler meiner Community ist 17 und innerhalb des selben Bundeslandes umgezogen. An seinem neuen Gymnasium sind sie wesentlich weiter gewesen mit dem Stoff.
    Folge: Notenabsturz von 2 auf 5, Versetzung und Abitur gefährdet.
    Damit haben er und seine Eltern nicht gerechnet, sie sind ja schließlich nicht von Norddeuschland nach Bayern oder BaWü gezogen…

    Was die Kosten angeht, das ist aber ein ziemlich neoliberales Argument. Bildung (also das Studium) sollte doch keine Kostenfrage sein, sondern für die Kinder der Bildungsbürger gratis sein. ;)
    Sprich Vater Staat zahlts, das Parlament kontrollierts und der Bürger wählt die Politiker ab die beim Zahlen Mist bauen.
    Auf Länderebene funktioniert das besser als auf Bundesebene.
    Zum Einen weil die Kompetenzen klar getrennt sind.
    Nehmen wir mal an du bist mit der Aussenpolitik der BRD zufrieden, aber mit der Bildungspolitik unzufrieden.
    Heute kannst Du bei der Bundestagswahl und bei der Landtagswahl verschiedene Parteien wählen. Sprich die Typen die für die Bildungspolitik zuständig sind abwählen (Landtag) und die Typen die für die Aussenpolitik zuständig sind (Bundestag) trotzdem noch wählen.
    Wird jetzt auch Bildung Bundessache sieht das anders aus.

    So, was die Versuchsobjekte angeht:
    Die Sozen haben in ihren Ländern mit der Gemeinschafstschule rumgedoktort, die Schwarz-Gelben in Baden Württemberg mit den Berufsakademien.
    Mal realistisch betrachtet: wenn in den 16 Jahren der Kohlherrschaft die Bildungspolitik keine Ländersache gewesen wäre, gäbe es dann Gesamtschulen ?
    Vermutlich nicht, vermutlich gäbe es nichtmal die Berufsakademien, schon die wurden gegen den Widerstand der Hochschulen durchgesetzt (ZMG “Bildung” als Berufsausbildung…).
    Und ob der eine Kultusminister der dann bundesweit für Bildung zuständig ist auf Experimente verzichtet ? Oder wird er eher versuchen mit Reformen zu glänzen, wenn er ganz Deutschland als Bühne hat ?
    Das kann im Extremfall dazu führt das alle 5 Jahre ein neuer Bundesminister beim Regierungswechsel “neue Reformen” anordnet, um am Ende gut dazustehen wenn die Regierung wegen der Aussen-, Finanz- oder Arbeitsmarktpolitik abgewählt wird.
    Die Probleme erbt dann nämlich der Nachfolger, den Erfolg kann man für sich selber reklamieren.

    Oh, und wenn kein Politiker am Wohl der Schüler interessiert ist, sondern nur an Statiken finde ich das gut.
    Vor allem weil ich Menschen mistraue die “nur das Wohl der Kinder” im Blick haben.
    Das sind nämlich meist auch die Typen die Sammelboxen für Killerspiele aufstellen, irgendwelchen Esoterischen Lehren anhängen oder einfach nur Heuchler sind die im schlimmsten Fall ihre eigenen sinisteren Ziele verfolgen (hier ist jetzt ein Katholiken-Bashing angebracht) wie z.B. Profitmaximierung (möglichst hohes Gehalt bei minimalen Arbeitseinsatz).

    “Denkt den einer mal an die Kinder ?” – mit an die Kinder denken ist es nicht getan.
    Wichtiger ist es den Erfolg der Bildungsmaßnahmen zu ermitteln um den effektiven und nachhaltigen Einsatz der Ressourcen des Bildungswesens sicherzustellen.
    Und da gehören Statistiken dazu. Und zwar nicht nur die Abiturienten- & Akademikerquote.

    Ausserdem muß Bildung endlich als das wahr genommen werden was sie ist.
    Keine Ware, kein Geschenk, sondern eine Dienstleistung.
    Millionen Deutsche verdienen ihr Geld mit der Vermittlung von Wissen und Kentnissen. Aber da diese Bildung nichts kostet ( oder um genauer zu sein vom Steuerzahler bezahlt wird ) kann man auch nicht meckern wenn die Person welche dieses Wissen und diese Kentnisse vermitteln soll ihren Job schlecht macht.
    Ausnahmen sind die Bereiche in denen man für seine Bildung selber zahlt. Egal ob nun Fahrschule, Sprachkurs bei der VHS oder Fortbildung zum Meister bzw Betriebswirt bei IHK oder Innung – wenn da das Verhältnis zwischen Dienstleistung und Preis nicht stimmt wechselt man den Anbieter.

  30. @ Alrik:

    “Linksliberale Kuschelpädagogik per Lehrplan ?
    Möglicherweise dort wo die Sozen herrschen (auf meiner Karte ist dort wo auch Seeungeheuer eingezeichnet sind )

    – Nochmal: Die von dir zitierten Überfälle fanden in Bayern statt, indem bekanntlicherweise NICHT(!) die Sozen den Lehrplan diktieren. Nach der Logik deiner Welt war dieser Überfall aber nur möglich, weil friedensbewegte Passanten, die in ihrer Kindheit Kuschelpädagogik genossen, nicht eingegriffen haben. Fällt dir die Unlogik deiner Argumente denn selbst nicht auf?

    “Welche Auswirkungen hat wohl ein friedensbewegter Lehrer der eine Sammelbox für Killerspiele aufstellt, oder als Rektor sogar ein “Killerspielfreies Gymnasium” ausruft ?”

    – Damit imlizierst du jetzt, dass dieser Lehrer ein friedensbewegter Mensch war. Fällt dir selbst nicht auf, dass es meist (Ausnahmen möglich) eher die konservativen Elemente sind (Beckstein, Stoiber, Herrmann, Schünemann, Rech…) die gegen Medien hetzten?

    “Ein KM in München ist für die Bayern näher als ein KM in Berlin der für ganz Deutschland zuständig ist, stimmst Du da zu ?”

    – Nein. Es kommt darauf an, welche Menschen dieses KM besetzen. Und da bekommt man in München stets die volle Breitseite der Arroganz der Macht ab.

    “Zur Not kannst Du auch eine Bürgerinitiative gründen und versuchen über die regionale Presse Druck auf den Kultusminister zu machen”

    – du verfolgst die Tagespolitik nicht wirklich. Das ist längst geschehen. Der BLLV sammelte 100000 (!) Unterschriften für eine Petition zur Grundschulreform. Die Reaktion des KM: Eiskalt abgeschmettert! Das ist dein bürgernahes Münchner KM.


    Was die Kosten angeht, das ist aber ein ziemlich neoliberales Argument. Bildung (also das Studium) sollte doch keine Kostenfrage sein, sondern für die Kinder der Bildungsbürger gratis sein.”

    – Korrekt. Deshalb ist es umso wichtiger, dass diese Steuergelder in die Qualität der Bildung (kleine Klassen, gute Lehrerbildung und Fortbildung, ansprechende Schulausstattung) gesteckt werden, und nicht von Bürokratie und Verwaltung (16 verschiedene Ministerieun samt Beamtenapparat, 16 verschiedene Lehrpläne etc) aufgeressen werden!

    Zur Polemik, dass Menschen, die am Wohl der Kinder interssiert sind auch Killerspielvernichtungsboxen aufstellen würden, sag ich jetzt mal nichts. Entweder war das ein Scherz, dann war er nicht witzig, oder du meinst das ernst, dann würde deine SChwarz – Weiss – Denkweise den Killerspielkritikern in nichts nachstehen.

  31. “Linksliberale Kuschelpädagogik per Lehrplan ?
    Möglicherweise dort wo die Sozen herrschen (auf meiner Karte ist dort wo auch Seeungeheuer eingezeichnet sind )

    – Nochmal: Die von dir zitierten Überfälle fanden in Bayern statt, indem bekanntlicherweise NICHT(!) die Sozen den Lehrplan diktieren. Nach der Logik

    deiner Welt war dieser Überfall aber nur möglich, weil friedensbewegte Passanten, die in ihrer Kindheit Kuschelpädagogik genossen, nicht eingegriffen

    haben. Fällt dir die Unlogik deiner Argumente denn selbst nicht auf?

    “Welche Auswirkungen hat wohl ein friedensbewegter Lehrer der eine Sammelbox für Killerspiele aufstellt, oder als Rektor sogar ein “Killerspielfreies

    Gymnasium” ausruft ?”

    – Damit imlizierst du jetzt, dass dieser Lehrer ein friedensbewegter Mensch war. Fällt dir selbst nicht auf, dass es meist (Ausnahmen möglich) eher die

    konservativen Elemente sind (Beckstein, Stoiber, Herrmann, Schünemann, Rech…) die gegen Medien hetzten?

    “Ein KM in München ist für die Bayern näher als ein KM in Berlin der für ganz Deutschland zuständig ist, stimmst Du da zu ?”

    – Nein. Es kommt darauf an, welche Menschen dieses KM besetzen. Und da bekommt man in München stets die volle Breitseite der Arroganz der Macht

    ab.

    “Zur Not kannst Du auch eine Bürgerinitiative gründen und versuchen über die regionale Presse Druck auf den Kultusminister zu machen”

    – du verfolgst die Tagespolitik nicht wirklich. Das ist längst geschehen. Der BLLV sammelte 100000 (!) Unterschriften für eine Petition zur

    Grundschulreform. Die Reaktion des KM: Eiskalt abgeschmettert! Das ist dein bürgernahes Münchner KM.


    Was die Kosten angeht, das ist aber ein ziemlich neoliberales Argument. Bildung (also das Studium) sollte doch keine Kostenfrage sein, sondern für die

    Kinder der Bildungsbürger gratis sein.”

    – Korrekt. Deshalb ist es umso wichtiger, dass diese Steuergelder in die Qualität der Bildung (kleine Klassen, gute Lehrerbildung und Fortbildung,

    ansprechende Schulausstattung) gesteckt werden, und nicht von Bürokratie und Verwaltung (16 verschiedene Ministerieun samt Beamtenapparat, 16

    verschiedene Lehrpläne etc) aufgeressen werden!

    Zur Polemik, dass Menschen, die am Wohl der Kinder interssiert sind auch Killerspielvernichtungsboxen aufstellen würden, sag ich jetzt mal nichts.

    Entweder war das ein Scherz, dann war er nicht witzig, oder du meinst das ernst, dann würde deine SChwarz – Weiss – Denkweise den Killerspielkritikern

    in nichts nachstehen

    @bonedaddy:
    nochmal:
    Kuschelpädagogik kann man nicht am Lehrplan und auch nicht am Bundesland festnageln.
    Seit 60 Jahren ist – zumindest innerhalb der Stände die sich für gebildet halten – Gewalt verpönt.
    Dieser Konsens wird nicht über den Lehrplan verbreitet. Sondern über die Medien und weitaus effektiver über alle Menschen die mit der Bildung von

    Kindern und Jugendlichen zu tun haben (Eltern, Erzieher, Lehrer, Freunde).
    Und er wird in den seltensten Fällen offen vermittelt, sondern häufig im Subtext, also der Bedeutung die neben der offensichtlich vermittelten Information

    vermittelt wird.
    “Gewalt ist das Mittel zu dem die Dummen greifen. Der klügere gibt nach. Gewalt hat immer nur negative Folgen. Gewalt hat noch nie etwas gebracht. Wer

    zur Gewalt greift ist kein Täter, sondern selber nur Opfer seiner Lebensumstände…”
    Wer so etwas als Kind vermittelt bekommen hat für den stellt sich die Möglichkeit selber Gewalt auszuüben nicht so offensichtlich dar wie für einen

    Menschen der mit der Ausübung von Gewalt vertraut ist.

    Und wer ist in der heutigen Zeit als Jugendlicher mit der Ausübung von Gewalt vertraut ?
    Die Menschen die es dank guten Elternhaus zu etwas gebracht haben, oder die Menschen welche dank schlechten Start ins Leben schon mit 14

    regelmäßig Zoff mit der Polizei haben ?
    Bei wem stößt das Mantra “Gewalt ist das Mittel zu dem die Dummen greifen. Gewalt hat immer nur negative Folgen. Gewalt hat noch nie etwas

    gebracht…” wohl auf fruchtbareren Boden und wird geglaubt und gelebt ?
    Wer traut sich deswegen in einer U-Bahn voller Menschen andere anzupöbeln, und warum bleibt die Mehrheit der Fahrgäste einfach sitzen und lässt dies

    zu ?
    Nenne das “Mangelnde Zivilcourage”, nenne es “Die Folgen linksliberaler Kuschelpädagogik”, nenne es “neoliberale Vereinsammung” oder “Feigheit vor

    den Feinden der Freiheit”. Jeder Name für dieses Phänomen wird polemisch sein.

    Wie du siehtst will ich gar nicht darauf hinaus das konservative Elemente gegen die Medien hetzen. “Beckstein, Stoiber, Herrmann, Schünemann, Rech”

    mögen hetzen, aber glaubt man ihnen diese Hetze auch ?
    Als Innenminister ist es ihre Aufgabe Gewalt zu sanktionieren, zu organisieren und zu deligieren. Wenn die Bullen in Stuttgart (oder Tübigen) mal wieder

    eine Demo von Studenten aufmischen kann der Innenminister noch so häufig gegen Killerspiele und Gewalt meckern, man glaubt ihm nicht.
    Subtext und Information passen nicht zusammen.
    Viel glaubwürdiger ist da ein Lehrer, Pfarrer, Künstler oder Wissenschaftler der sich in seiner Freizeit aktiv gegen Gewalt engagiert. Da passen Subtext und

    Information besser zusammen, diese Personen sind zwar theoretisch “machtloser” als ein Innenminister, in ihrer Wirkung auf andere, insbesonders

    Jugendliche und Kinder effektiv “mächtiger”

    Damit meine ich Menschen wie Konstantin Wecker, Christan Berg, Maria Mies. Ihr Einfluß ist weitaus größer und nachaltiger als ein innenminister der bei allem Populismus immer noch durch den Rechtsstaat gebremst wird. Natürlich haben diese Menschen auch den Vorteil nie für Gewaltausübung

    Verantwortung übernehmen zu müssen, anders als ein Innenminister der z.B. die Verantwortung übernehmen muß wenn ein Polizist falsch handelt und

    dabei einen Menschen verletzt oder tötet.
    IMHO könnte man diese Künstler aber auch als konservativ bezeichen da sie gerne darauf verweisen das die von ihnen kritisierten Zustände immer

    schlimmer werden (“zunehmenden Jugendgewalt”…) und damit versucht wird einen als besser betrachteten Zustand zu konservieren.
    Eventuell kann man solche Haltungen sogar als reaktionär bezeichnen, und zwar dann wenn man die alten Zustände idealisiert

    Zum Föderalismus.
    Ich kann deine Argumenten nachvollziehen, halte aber das ihnen zugrunde liegende Weltbild für naiv.
    Du gehst davon aus das es nur darauf ankommt das in Berlin der richtige Kultusminister sitzt, dann brauchen wir keine 16 anderen.
    Ich gehe davon aus das es sowas wie einen “richtigen Kultusminister” für 80 Millionen Einwohner nicht geben kann, da von Mensch zu Mensch (und von

    Kulturkreis zu Kulturkreis ) die Meinungen wie die Politik dieses Minister aussehen soll wohl erheblich abweichen.

    Du gehts davon aus das die Fusion der Bildungssystem zu einem einzigen Monopol Ressourcen durch Einsparung von Redundanzen freigesetzt werden

    und die Chance für Fehlsteuerungen minimiert werden.
    Ich geh davon aus das durch den fehlenden Wettbewerb (“wie machens denn die anderen – machen die irgendetwas besser ?”) dagegen die Chance für eine langfristige Fehlsteuerung maximiert

    werden. Diese Fehlsteuerung würde dann nicht nur ein Bundesland betreffen, sondern alle. Im Endeffekt führt sowas IMHO zu Innovationsverlust,

    Schlendrian und Vergeudung von Ressourcen.
    Ich bin sogar so vermessen zu behaupten das es empirisch bewiesen ist das Monopolisierung und Zentralsteuerung langfristig nicht so effektiv sind wie Wettbewerb und dezentrale Steuerung…

    Zum Vorwurf das ich die Tagespolitik nicht verfolge…
    Jetzt bin ich fast beleidigt und fühle mich beinahe in meiner Ehre als Bildungsbürger gekränkt. Eigentlich müssten wir uns jetzt mit Zitaten bis aufs erste Blut duellieren ! ;-)
    Zu deiner Info: Anders als z.B. die dummen Amis* weis ich sehr wohl was in der Welt passiert. Ich informiere mich regelmäßig mittels Deutschlands

    größten Nachrichtenmagazin über das aktuelle Tagesgeschehen und lese jeden Samstag meine Lokalzeitung.
    Natürlich stehen da nur wichtige Sachen drin, unwichtige Dinge die in der deutschen Provinz passieren werden da gar nicht berichtet.
    Deswegen weis ich nicht was es mit dem BLLV und der Grundschulreform auf sich hat (und bin auch gerade zu faul zum Googlen).

    NaJa, so wichtig wie das Volksbegehren in Hamburg gegen die schwarz-grüne Schulreform und der Volksentscheid in Berlin über den Religionsunterricht

    kann das nicht sein, sonst hätte der Spiegel doch darüber berichtet, oder ? ;-)
    Ein Bundeskultusminister in Berlin würde das vermutlich genauso sehen, ganz besonders wenn seine Partei in Bayern bei den Wahlen eh keinen

    Blumentopf gewinnen könnte und die Forderungen des BLLV nicht in sein politisches Konzept passen.

    Was “die Menschen denen es nur um das Wohl der Kinder geht” angeht, so hat das nichts mit meiner schwarz-weis Denkweise zu tun.
    Ich seh die Welt als eine unendliche Abstufung von Grautönen. Damit sieht man die Welt so, wie sie ist, und nicht so wie sie sein soll.
    Wenn also ein “Aktionsbünndis Amoklauf” einen Container für Killerspiele aufstellt, oder ein Kinderbuchautor ein Verbot von Killerspielen fordert, oder SPD & CDU in Eintracht ein Verkaufsverbot für Alkohol ab 22.00 Uhr und das jeweils mit dem Wohl der Kinder begründen…
    Wo ist da eine schwarz-weis Denkweise…
    Ich glaube ihne nur diese Begründung nicht, da ich auch weitere Motive sehe.
    Wie der Wunsch nach einem schrecklichen Verlust etwas – irgendetwas – zu tun was diesem Verlust einen Sinn gibt.
    Oder der Versuch auf sich selbst aufmerksam zu machen ( zmg Attention Wh0re ! )
    Und natürlich den Versuch die eigenen Hilflosigkeit gegenüber Vorkommnissen wie Jugendliche die sich in Ethanolkoma saufen durch populäre Forderungen zu überspielen.
    Wohlgemerkt: ich unterstelle dabei eine böse Absicht. Das überlass ich den Leuten die vom “militärisch-medialen-industriellen Komplex” fantasieren.


    *soviel Polemik mus sein, sonst langeweilen sich die Mitleser ;-)

  32. Argh, copypasta FAIL mit dem Texteditor. :(

    @bonedaddy:

    nochmal:
    Kuschelpädagogik kann man nicht am Lehrplan und auch nicht am Bundesland festnageln.
    Seit 60 Jahren ist – zumindest innerhalb der Stände die sich für gebildet halten – Gewalt verpönt.
    Dieser Konsens wird nicht über den Lehrplan verbreitet. Sondern über die Medien und weitaus effektiver über alle Menschen die mit der Bildung von Kindern und Jugendlichen zu tun haben (Eltern, Erzieher, Lehrer, Freunde).
    Und er wird in den seltensten Fällen offen vermittelt, sondern häufig im Subtext, also der Bedeutung die neben der offensichtlich vermittelten Information vermittelt wird.
    “Gewalt ist das Mittel zu dem die Dummen greifen. Der klügere gibt nach. Gewalt hat immer nur negative Folgen. Gewalt hat noch nie etwas gebracht. Wer zur Gewalt greift ist kein Täter, sondern selber nur Opfer seiner Lebensumstände…”
    Wer so etwas als Kind vermittelt bekommen hat für den stellt sich die Möglichkeit selber Gewalt auszuüben nicht so offensichtlich dar wie für einen Menschen der mit der Ausübung von Gewalt vertraut ist.

    Und wer ist in der heutigen Zeit als Jugendlicher mit der Ausübung von Gewalt vertraut ?
    Die Menschen die es dank guten Elternhaus zu etwas gebracht haben, oder die Menschen welche dank schlechten Start ins Leben schon mit 14 regelmäßig Zoff mit der Polizei haben ?
    Bei wem stößt das Mantra “Gewalt ist das Mittel zu dem die Dummen greifen. Gewalt hat immer nur negative Folgen. Gewalt hat noch nie etwas gebracht…” wohl auf fruchtbareren Boden und wird geglaubt und gelebt ?
    Wer traut sich deswegen in einer U-Bahn voller Menschen andere anzupöbeln, und warum bleibt die Mehrheit der Fahrgäste einfach sitzen und lässt dies zu ?
    Nenne das “Mangelnde Zivilcourage”, nenne es “Die Folgen linksliberaler Kuschelpädagogik”, nenne es “neoliberale Vereinsammung” oder “Feigheit vor den Feinden der Freiheit”. Jeder Name für dieses Phänomen wird polemisch sein.

    Wie du siehtst will ich gar nicht darauf hinaus das konservative Elemente gegen die Medien hetzen. “Beckstein, Stoiber, Herrmann, Schünemann, Rech” mögen hetzen, aber glaubt man ihnen diese Hetze auch ?
    Als Innenminister ist es ihre Aufgabe Gewalt zu sanktionieren, zu organisieren und zu deligieren. Wenn die Bullen in Stuttgart (oder Tübigen) mal wieder eine Demo von Studenten aufmischen kann der Innenminister noch so häufig gegen Killerspiele und Gewalt meckern, man glaubt ihm nicht.
    Subtext und Information passen nicht zusammen.
    Viel glaubwürdiger ist da ein Lehrer, Pfarrer, Künstler oder Wissenschaftler der sich in seiner Freizeit aktiv gegen Gewalt engagiert. Da passen Subtext und Information besser zusammen, diese Personen sind zwar theoretisch “machtloser” als ein Innenminister, in ihrer Wirkung auf andere, insbesonders Jugendliche und Kinder effektiv “mächtiger”

    Damit meine ich Menschen wie Konstantin Wecker, Christan Berg, Maria Mies. Ihr Einfluß ist weitaus größer und nachaltiger als ein innenminister der bei allem Populismus immer noch durch den Rechtsstaat gebremst wird. Natürlich haben diese Menschen auch den Vorteil nie für Gewaltausübung Verantwortung übernehmen zu müssen, anders als ein Innenminister der z.B. die Verantwortung übernehmen muß wenn ein Polizist falsch handelt und dabei einen Menschen verletzt oder tötet.
    IMHO könnte man diese Künstler aber auch als konservativ bezeichen da sie gerne darauf verweisen das die von ihnen kritisierten Zustände immer schlimmer werden (“zunehmenden Jugendgewalt”…) und damit versucht wird einen als besser betrachteten Zustand zu konservieren.
    Eventuell kann man solche Haltungen sogar als reaktionär bezeichnen, und zwar dann wenn man die alten Zustände idealisiert

    Zum Föderalismus.
    Ich kann deine Argumenten nachvollziehen, halte aber das ihnen zugrunde liegende Weltbild für naiv.
    Du gehst davon aus das es nur darauf ankommt das in Berlin der richtige Kultusminister sitzt, dann brauchen wir keine 16 anderen.
    Ich gehe davon aus das es sowas wie einen “richtigen Kultusminister” für 80 Millionen Einwohner nicht geben kann, da von Mensch zu Mensch (und von Kulturkreis zu Kulturkreis ) die Meinungen wie die Politik dieses Minister aussehen soll wohl erheblich abweichen.

    Du gehts davon aus das die Fusion der Bildungssystem zu einem einzigen Monopol Ressourcen durch Einsparung von Redundanzen freigesetzt werden und die Chance für Fehlsteuerungen minimiert werden.
    Ich geh davon aus das durch den fehlenden Wettbewerb (“wie machens denn die anderen – machen die irgendetwas besser ?”) dagegen die Chance für eine langfristige Fehlsteuerung maximiert werden. Diese Fehlsteuerung würde dann nicht nur ein Bundesland betreffen, sondern alle. Im Endeffekt führt sowas IMHO zu Innovationsverlust, Schlendrian und Vergeudung von Ressourcen.
    Ich bin sogar so vermessen zu behaupten das es empirisch bewiesen ist das Monopolisierung und Zentralsteuerung langfristig nicht so effektiv sind wie Wettbewerb und dezentrale Steuerung…

    Zum Vorwurf das ich die Tagespolitik nicht verfolge…
    Jetzt bin ich fast beleidigt und fühle mich beinahe in meiner Ehre als Bildungsbürger gekränkt. Eigentlich müssten wir uns jetzt mit Zitaten bis aufs erste Blut duellieren ! ;-)
    Zu deiner Info: Anders als z.B. die dummen Amis* weis ich sehr wohl was in der Welt passiert. Ich informiere mich regelmäßig mittels Deutschlands größten Nachrichtenmagazin über das aktuelle Tagesgeschehen und lese jeden Samstag meine Lokalzeitung.
    Natürlich stehen da nur wichtige Sachen drin, unwichtige Dinge die in der deutschen Provinz passieren werden da gar nicht berichtet.
    Deswegen weis ich nicht was es mit dem BLLV und der Grundschulreform auf sich hat (und bin auch gerade zu faul zum Googlen).

    NaJa, so wichtig wie das Volksbegehren in Hamburg gegen die schwarz-grüne Schulreform und der Volksentscheid in Berlin über den Religionsunterricht kann das nicht sein, sonst hätte der Spiegel doch darüber berichtet, oder ? ;-)
    Ein Bundeskultusminister in Berlin würde das vermutlich genauso sehen, ganz besonders wenn seine Partei in Bayern bei den Wahlen eh keinen Blumentopf gewinnen könnte und die Forderungen des BLLV nicht in sein politisches Konzept passen.

    Was “die Menschen denen es nur um das Wohl der Kinder geht” angeht, so hat das nichts mit meiner schwarz-weis Denkweise zu tun.
    Ich seh die Welt als eine unendliche Abstufung von Grautönen. Damit sieht man die Welt so, wie sie ist, und nicht so wie sie sein soll.
    Wenn also ein “Aktionsbünndis Amoklauf” einen Container für Killerspiele aufstellt, oder ein Kinderbuchautor ein Verbot von Killerspielen fordert, oder SPD & CDU in Eintracht ein Verkaufsverbot für Alkohol ab 22.00 Uhr und das jeweils mit dem Wohl der Kinder begründen…
    Wo ist da eine schwarz-weis Denkweise…
    Ich glaube ihne nur diese Begründung nicht, da ich auch weitere Motive sehe.
    Wie der Wunsch nach einem schrecklichen Verlust etwas – irgendetwas – zu tun was diesem Verlust einen Sinn gibt.
    Oder der Versuch auf sich selbst aufmerksam zu machen ( zmg Attention Wh0re ! )
    Und natürlich den Versuch die eigenen Hilflosigkeit gegenüber Vorkommnissen wie Jugendliche die sich in Ethanolkoma saufen durch populäre Forderungen zu überspielen.
    Wohlgemerkt: ich unterstelle dabei eine böse Absicht. Das überlass ich den Leuten die vom “militärisch-medialen-industriellen Komplex” fantasieren.


    *soviel Polemik mus sein, sonst langeweilen sich die Mitleser ;-)

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