Schweiz beschließt Ausarbeitung von “Killerspielverbot”

(via GameRights, 20min) Nachdem der Nationalrat sich bereits für ein Verbot von “Killergames” ausgesprochen hat, erfolgte heute mit 19 zu 12 Stimmen auch die Zustimmung des Ständerats. Der Bundesrat wurde somit mit der Ausarbeitung eines Verbots entsprechend der Motion Allemann beauftragt. Die enthaltene Definition von unter das Verbot fallenden Spielen:

“[Spielprogramme], in denen grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen und menschenähnliche Wesen zum Spielerfolg beitragen“.

Mit 27 zu 1 Stimmen wurde ebenfalls die Motion Hochreutener angenommen, die die Einführung verbindlicher Altersfreigaben für gewaltdarstellende Videospiele vorsieht.

89 Gedanken zu “Schweiz beschließt Ausarbeitung von “Killerspielverbot”

  1. http://vdvc.de/forum/viewtopic.php?f=36&t=729&start=10#p5543

    Wie dass bei unseren Gamemördern mördern ankommen wird?
    Die werden sich bald dann auf die Schweiz berufen und brüllen “die habens doch auch wieso wir nicht”

    Ein trauriger Tag für die Gamer und vermutlich ein massiver Dammbruch…
    unhappy Crying *heul*
    *Bitte um eine Schweigeminute in gedenken an die Freiheit die jetzt in der Schweiz zu Grabe getragen wird*

  2. Tja…d.h. bin ich mal gespannt ob sies merken was sie angerichtet haben oder danach wie bei unseren websperren am ende keiner gewesen sein will.

  3. Ist das jetzt ein Totalverbot aller Actionspiele oder ist das wie die Form wie wir sie schon seid Jahren haben “ein Verbot von Gewaltverherrlichenden/-verharmlosenden Videospielen”?

  4. @robbe

    Die Einschläge kommen aber langsam näher: Venezuela, Brasilien, Somalia, Schweiz…. who is next?

    @Booomboy

    Ein mit dem deutsche § 131 StGB vergleichbares Verbot gibt es in der Schweiz mit den Artikel 135 StGB schon. Es ist also tatsächlich ein “weiteres” Verbot, als das in Deutschland. Wie weit es geht hängt davon ab, was man unter “grausam” versteht.

  5. http://gamerights.ch/
    “Somit ist der Bundesrat verpflichtet, einen Gesetzesvorschlag gemäss den zwei Motionen auszuarbeiten. Wie dieser genau aussehen wird, ist noch offen. Grosse Einschnitte in die Medienfreiheit und die Kriminalisierung und Entmündigung harmloser Bürger sind zu befürchten.”

  6. naja zumindest haben die schweizer politiker bewiesen: die schweiz ist heute nicht mehr ein neutrales land!
    erst kriegen die moslems eins drauf, indem ihnen die minarette verboten werden, jetzt kriegen es die jungen menschen ebenso zu spüren, indem ihr medium “kastriert” wird.
    da die schweiz leider nicht in der eu ist, bezweifle ich das die jungen schweizer beschwerde beim eu-gerichtshof einreichen können (oder liege ich da falsch?).

  7. Rey Alp:
    “Die Einschläge kommen aber langsam näher: Venezuela, Brasilien, Somalia, Schweiz…. who is next?”
    Ich weis, dass es schrecklich ist, abe rich kann nicht zum lachen aufhören *LOL*
    Bitte macht mal einer eine Vorlage für einen T-Shirt Aufdruck im Stiel der “World domination Tour”

    Mist man sollte einen Edit hier haben oben sollte es nur “Gamemörder” heißen.
    PS wer ist noch dafür ab jetzt anstelle von Spielekillern Gamemörder zu sagen?

    Happy Killercoding.

  8. @Booomboy

    Wegen der Verletzung der EU-Grundrechtscharta vorm EuGH nicht, da sie nicht Teil der EU sind. Aber da die EMRK des Europarates (nicht EU) auch in der Schweiz gilt, könnte vor dem europäischen Gerichtshof für Menschenrechte geklagt werden.

  9. Kann es eigentlich sein, dass in der Schweiz bald Wahlen sind? Bei uns machen die Polis ja auch immer solche Sachen, wenn langsam die Wahlen anstehen um halt Stimmen zu ergattern – vielleicht ist es da drüben genauso… Ich kenn mich ja mit dem Schweizer Recht nicht aus, aber vielleicht ist da ja doch noch nicht aller Tage Abend… das da vielleicht noch eine Instanz ist, die zustimmen muss!

  10. also auf http://www.blick.ch/news/schweiz/politik/schiesst-der-staenderat-killergames-ab-142952 steht folgendes:
    ————————
    “Kein Verkauf von Killerspielen an Kinder und Jugendliche.
    Aber kein generelles Verbot für diese Computerspiele in der Schweiz.

    Das hat heute Abend der Ständerat beschlossen. Damit überweist er, nach dem Nationalrat, eine Motion von Nationalrat Norbert Hochreutener (CVP/BE) an den Bundesrat. Jetzt liegt der Ball bei diesem.

    Die Forderung von Hochreutener sei vernünftig und angemessen, brachte Anne Seydoux (CVP/JU) die Haltung der kleinen Kammer auf den Punkt.

    Kontroversen entstanden hingegen bei der Beratung der Motion von Nationalrätin Evi Allemann (SP/BE). Sie fordert ein generelles Verbot der Herstellung, des Anpreisens, der Einfuhr, des Verkaufs und der Weitergabe von Computerspielen mit gewalttätigem Inhalt.

    Das sei ein exzessives Verbot, das alle Schweizer Spieler auf eine Liste setze, monierte Seydoux. Man müsse bedenken, dass das Durchschnittsalter der Spieler bei 30 Jahren liege. Diese Spieler würden die Grenze zwischen realer und virtueller Welt sehr gut kennen und mit einem generellen Verbot zu Unrecht gestraft.”

    Auch ein Video ist da enthalten

  11. In der Schweiz scheint es auch nur zwei politische Kräfte zu geben: Eine rechtskonservativ-nationalistische Partei (SVP) und eine rechtskonservativ-autoritäre Psychosekte (VPM).

    Apropos: Da damit in der Schweiz das Thema Jugendgewalt endgültig erledigt ist – denn gemäß Pfeiffer findet die ja nicht mehr statt, sobald es keine bösen Computerspiele mehr gibt -, welches spannende gesellschaftspolitische Vorhaben der Psychosekte VPM wird als Nächstes umgesetzt? Das Verbot homosexueller Handlungen? Oder hört die Schweiz auf, Waffen zu exportieren?Diese Selbstgerechtigkeit von Näf und anderen ist so unausstehlich.

  12. Oder Näf und sein Gefolge denken sich jetzt “so die Schweiz wurde endlich gesäubert, weiter nach Deutschland,Österreich,Dänemarkt usw.”
    Diese Leute sind erst zu frieden, wenn sie ihren Willen allen aufgezwungen haben.
    Die lassen z.B. jetzt sicherlich die Korken knallen (ich könnte jetzt dazu zwar was sagen, aber ich denke ihr könnt euch denken was ich dazu sagen würde).

  13. Wir sollten uns lieber auch auf Deutschland konzentrieren, das ganze wird zu 100% von der üblichen Bande aufgegriffen. Heute nicht, aber sicher in sehr naher Zukunft.

  14. schon, aber da WIR ja ein demokratischer Rechtsstaat sein sollen, wird ein “Totalverbot” bei uns nicht durchsetzbar sein, auch wenn diese Honks aus Politik und Pseudowissenschaft immer reden es wäre ein leichtes sowas einzuführen.
    Denn es ist eine Sache ob man sowas als nicht-EU-Land einführt, aber eine andere wenn man versucht es Als-EU-Land einzuführen.
    Wir hier in Deutschland könnten zumindest versuchen den EU-Gerichtshof zu erreichen, die Schweizer mit ihrer Pseudoneutralität eben nicht.

  15. Wobei ich noch anmerken möchte

    “Mit 19 zu 12 Stimmen fiel der Entscheid weniger klar als erwartet. Rund ein Drittel der Ständeräte waren wegen der vorgerückten Stunde schon abwesend, als die Abstimmung kurz vor 19 Uhr stattfand”

    Ich finde dann müsste die bisherige Abstimmung als Ungültig erklärt und eine neue Abstimmung abgehalten werden.
    Denn ich frage mich ernsthaft, weshalb eindrittel der Politiker fehlte aber trotzdem die Abstimmung abgehalten wurde?
    Also wenn die Schweizer schlau sind, was wohl nur das normale Schweizer Volk betrifft, dann sollte eben genau dieses darauf drängen das die Abstimmung wiederholt wird.
    Und zwar mit allen Politikern!!!

  16. schon klar, war aber auch auf die schweiz bezogen!
    ich sehe hier also enormen verbesserungsbedarf sowohl bei uns als auch bei den schweizern.
    denn demokratie setzt vorraus, dass bei einer regierung die über etwas abstimmt auch alle da sind (wegen krankheit fehlende personen ausgeschlossen).

  17. sry wegen doppelpost, aber auch die nzz schreibt von einem verbot an kinder und jugendliche, nicht aber von einem totalen verbot für alle.
    “http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/killerspiele_staenderat_motion_1.5245495.html”

  18. 1. Es gibt für viele Gremien auch in Deutschland Quoren, was die “Beschlußfähigkeit” angeht. Und diese sind häufig recht niedrig angesetzt. Aber man müßte sich tatsächlich fragen, wie eine Abstimmung dann ausgesehen hätte: Wenn Politiker sich wirklich mit einem Nicht-Verbot identifiziert hätten, wären sie wohl dageblieben. Also ich würde entsprechend mutmaßen, daß tendentiell eher diejenigen weggeblieben sind, die für ein Verbot waren und dachten, das sei ja schon in trockenen Tüchern.

    2. Es ist nicht erkennbar, daß es nur um ein “Verbot des Verkaufs an Kinder und Jugendliche” geht, sondern im Originaltext der Motion heißt es: “Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine gesetzliche Grundlage vorzulegen, die es erlaubt, die Herstellung, das Anpreisen, die Einfuhr, den Verkauf und die Weitergabe von Spielprogrammen zu verbieten, in denen grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen und menschenähnliche Wesen zum Spielerfolg beitragen.” Eine Altersgrenze ist da nicht genannt.

  19. allerdings bezweifle ich, dass die schweizer dann einer entwicklung einer eigenen variante der deutschen usk zugestimmt hätten.
    denn würde es wirklich ein totalverbot geben, wozu dann noch eine schweizer usk, wenn es nur noch kinderspiele gibt?
    wäre demnach total sinnlos sowas einzuführen.
    siehe dazu venezuele unter der faustherrschaft des paranoiden chavez, der ein totalverbot durchgebracht hat.
    da wurde nämlich keine usk-kopie eingeführt, weil s ja sinnlos ist, wenn alle bösen games weg sind.

  20. Also ich habe da andere Informationen von:
    http://www.blick.ch/news/schweiz/politik/schiesst-der-staenderat-killergames-ab-142952

    Kein Verkauf von Killerspielen an Kinder und Jugendliche.
    Aber kein generelles Verbot für diese Computerspiele in der Schweiz.

    Das hat heute Abend der Ständerat beschlossen. Damit überweist er, nach dem Nationalrat, eine Motion von Nationalrat Norbert Hochreutener (CVP/BE) an den Bundesrat. Jetzt liegt der Ball bei diesem.

    Das heisst also: Ein komplettes Verbot wird es wohl kaum geben. Was aber wahrscheinlich kommt, ist ein schärferes Verbot von Verkäufen an Kinder und Jugendlichen.
    Was mich mal wieder stört: Der Bundesrat scheint erst mal den Kantonen das Probelm abzuschieben. D.h. im schlimmsten Fall: Das Spiel, dass ich will, krieg ich zwar im Aargau nicht, dafür im Kt. Zürich…

    Na, mal sehen…

  21. ihr müsst euch mal die “south park” folge “kippe weg” anschauen, da geht es ungefähr genauso zu wie es derzeit in echt mit videospielen abgeht, bei south park allerdings mit zigaretten.

  22. Wow. Ein Politiker hat mal zugegeben, dass das Durchschnittsalter von Spielern bei Ende 20/Anfang 30 liegt. Das ist mal eine erfreuliche Neuigkeit. Normalerweise wird immer nur von “Jugendlichen” geredet als ob diese die Hauptkonsumenten wären.

  23. Es wird eben Zeit, dass die Gamer endlich politisch aufwachen. Das ist keine rechtliche, sondern eine politische Auseinandersetzung. Mit der Wahl von Piraten bei der NRW – Landtagswahl als Signal wäre der Spuk bei uns schnell vorbei und hätte Signalwirkung. Selbst bis zu Schweizer Berggipfeln ;)))

  24. Hallo Jörg, wo wir gerade dabei sind: die NRWler scheinen noch Unterschriften zu brauchen (oder auch nicht? es herrscht ein wenig Verwirrung auf der thüringer ML darüber). Also nur zur Sicherheit, wer in NRW lebt oder jemanden dort kennt und noch nicht unterschrieben hat, tut es bitte wenn ihr Piraten unterstützen wollt.

  25. Dem muss ich recht geben!
    So lange die “Alten” allein die Macht inne haben, werden wir immer wieder solch Absurditäten erleben, da eben diese “Alten” Politik betreiben wie sie es schon 1970/80 oder 90 gemacht haben.
    Es wird also an der Zeit, dass junges und frisches Blut an die Macht kommt und die Politik bzw. den politischen Stil aktualisieren oder kurz: Junges Blut= politisches Update^^

  26. Nett. Ich glaube ich sollte anfangen, das Rapidshare-Partnerprogramm auf schweizerischen Seiten zu bewerben *grins*. Kaufen dürfen sie die Games nicht mehr. Sie müssen sie jetzt kostenlos aus dem Netz saugen :-)

  27. In der tat ein trauriger Tag,da geht wieder ein Stueck Freiheit ,diesmal fuer die Schweizer.Spolange Politiker nicht kapieren,das es
    1.Unterhaltung fuer Erwachsene ist
    2.Es deswgen ab 18 frei ist
    3.Und so gut woie alle Gamer zwischen Realitaet und Fiktion unterscheden koene ,wir es weietrgehen

  28. Wie schaffen es diese Leute nachts zu schlafen? Mal sehen wie das finale Gesetz später aussieht…

    Dann hoffen wir mal, dass nach den nächsten Wahlen mehr Fachkompetenz in der Regierung ist. Arrr!

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  30. @Gecko

    Inwiefern irreführend? Beide Motionen sind angenommen worden, das geht auch aus dem von dir verlinkten Artikel hervor. Das Verkaufsverbot an Kinder und Jugendliche (Einführung einer verbindlichen Altersfreigabe) muss genauso wie die Ausweitung des “Killerspielverbotes” für Erwachsene auf Spiele mit grausamen Gewalttätigkeiten umgesetzt werden.

  31. Bundesrat dagegen

    Vergeblich hatte Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf geltend gemacht, sie habe zwar Verständnis für Motion. Eine Regelung auf Bundesebene sei aber «zumindest zum jetzigen Zeitpunkt» aber nicht realistisch.

    Ein Verkaufsverbot bedinge ein staatlich anerkanntes Rating der Spiele nach Zumutbarkeit, erklärte die Justizministerin. Hierzu bräuchte es eine nationale Regulierungsstelle auf Bundesebene, was wiederum eine Verfassungsänderung bedinge.

    http://www.blick.ch/news/schweiz/politik/schiesst-der-staenderat-killergames-ab-142952

  32. Du schreibst doch gerade das, was ich gesagt habe. Der Bundesrat/die Bundesrätin Widmer-Schlumpf war VERGEBLICH dagegen. Das heißt der Ständerat hat sich gegen den Willen des Bundesrates/der Bundesrätin für die Motion und die Beauftragung des Bundesrates mit der Ausarbeitung des Verbotes ausgesprochen.

    So steht ja am Ende des Textes auch:

    “Davon wollte der Ständerat aber nichts wissen. Und erteilte dem Bundesrat den Auftrag, eine Lösung zu erarbeiten.”

    Hier würde ich jetzt gerne mit Textleseverständnis kommen, aber als Bremer sitzt man da ja im Glashaus, weshalb ich besser nicht anfange Steine zu werfen.

    edit:

    Ok, allein aus dem “Lösung zu erarbeiten” kann man nicht zwingend herauslesen, dass die Motion angenommen wurde. Aber ich habe ja nicht ohne Grund die Quelle für die Meldung verlinkt, in der eindeutig drinnen steht, dass beide Motionen angenommen wurden. Aber das wolltest du offenbar nicht lesen…

  33. Das Verbot ist aber dennoch noch lange nicht beschlossen, scheinbar ist das Ganze nämlich nicht so einfach wie es die Verbotsbefürworter gerne hätten.
    Der Bundesrat hat den Auftrag den beiden Motionen gerecht zu werden, aber er wird sicher nicht die Verfassung ändern nur um ein Dutzend Spiele zu verbieten.

    “Der Bundesrat zieht laut Widmer-Schlumpf eine pragmatische Lösung vor: Er möchte zunächst beobachten, was die Kantone in Zusammenarbeit mit der Computerspielbranche im Bereich des Jugendschutzes alles erreichten. «Wenn sich herausstellt, dass das nicht reicht, wird der Bundesrat selbstverständlich etwas vorschlagen.»”

    Also wird erst Mal jeder Kanton sein eigenes Süppchen brauen, weil der Bundesrat der Verantwortung an die Kantone abschiebt.

  34. “Ok, allein aus dem “Lösung zu erarbeiten” kann man nicht zwingend herauslesen, dass die Motion angenommen wurde. Aber ich habe ja nicht ohne Grund die Quelle für die Meldung verlinkt, in der eindeutig drinnen steht, dass beide Motionen angenommen wurden. Aber das wolltest du offenbar nicht lesen…”

    In der Newsüberschrift steht aber nix von angenommenen Motionen, sondern davon, dass die Schweiz ein Killerspielverbot beschlossen hat. Das ist ein Unterschied.
    Dass die Motionen angenommen wurden, stell ich ja gar nicht in Abrede.

  35. Ich habe ja auch nur geschrieben, dass es beschlossen wurde. Nicht, dass es in Kraft getreten ist. Soweit ich das sehe wurde der Bundesrat verbindlich beauftragt einen Gesetzesentwurf zur Motion auszuarbeiten. Und die ist als solche ja eindeutig. Darüber hinaus habe ich ja hier in den Kommentaren auch geschrieben, dass Das Verkaufsverbot an Kinder und Jugendliche (Einführung einer verbindlichen Altersfreigabe) genauso wie die Ausweitung des “Killerspielverbotes” für Erwachsene auf Spiele mit grausamen Gewalttätigkeiten umgesetzt werden muss.

    Auch in dem von dir zitierten Artikel wird das Wort “beschlossen” benutzt. Dass das Verbot noch ausgearbeitet werden muss steht ebenfalls in meiner News. Ich kann ja auch nicht alles in die Überschrift packen – da bleibe ja nichts mehr für die Meldung übrig.

  36. @Gecko

    Kleiner Hinweis, die News besteht nicht nur aus der Überschrift. Natürlich habe ich geschrieben, dass Motionen angenommen wurden. Die sind sogar verlinkt!!! (<- Sowas, 3x Mal, mache ich normalerweise nicht.) Ich finde die von mir gewählte übrigens um einiges präziser als die in dem von dir verlinkten Artikel. Auch wird da, wie bereits gesagt, ebenfalls von einem beschlossenen Verbot gesprochen. Auch bei 20min steht, dass der Ständerat beschlossen hat, dass der Bundesrat ein Verbot umsetzen muss.

  37. Ich wage einfach mal einen Blick in die Zukunft und sage, es wird mit dem Verbot gewaltdarstellender Spiele ähnlich laufen, wie mit den Netzsperren auch: Die üblichen Verdächtigen werden, das Banner der gerechten moralischen Entrüstung im Wind wehend, damit argumentieren, dass es das in anderen Ländern ja auch gebe und sich dort bereits bewährt habe. Wer das anders sieht muss Teil des großen militärisch-industriellen Komplexes sein, der ja hinter der Entwicklung der Killerspiele steckt, wie wir alle wissen. Solche Leute haben jegliche Skrupel verloren und gehören eigentlich eingesperrt, zusammen mit den anderen Kommunisten-Hippies. Oder aber, es handelt sich um ein Opfer, das von den bösen Spielen bereits so indoktriniert wurde, dass es natürlich nicht einsehen kann, dass ein Verbot nur zu seinem Besten ist. Also wenn das kein Beweis für die Gefahr ist, weiß ich’s auch nicht.
    Während die mediale (Schlamm-)Schlacht also munter weitergeht, wird in Berlin ein Gesetzentwurf auf den Weg gebracht – wahrscheinlich in Sichtweite einer wichtigen Wahl. “Populus lo vult” jubelt man, posiert werbewirksam mit den Managern großer Elektrofachgeschäfts-Ketten (die vertraglich verpflichtet worden sind, die menschenverachtenden Massenmörder-Macher aus den Regalen zu nehmen und jeden Kunden dem BKA zu melden, der den Verkäufer fragt, wo er denn Mohrhuhn findet) und lehnt sich entspannt zurück mit dem wohligen Gefühl, den deutschen Teil der Welt wieder ein bisschen besser gemacht zu haben.
    Irgendwann wird sich dann vielleicht ein Gericht mit dem neuen Gesetz befassen dürfen, wie das ja mittlerweile Tradition hat, sobald sich im Bundestag jemand auf ein wehrloses Mikrofon stürzt und meint, dem Rest der Republik mal ein bisschen was zum Thema Sicherheit erzählen zu müssen. Nehmen wir jetzt einmal an, das Gesetz ist mit so viel Sachverstand geschrieben worden wie vergleichbare Gesetze vor ihm und das Gericht hört im Gegensatz zu den Politikern auf die Experten… was dann? Dann geht der ganze Spass von vorne los.
    Wenn uns die ganze Sache mit Lauschangriff, Vorratsdatenspeicherung, Internetsperren, etc. irgendwas gezeigt hat, dann doch wohl, dass solchen Bestrebungen selbst mit einem Urteil vom Bundesverfassungsgericht höchsten ein kleiner Stein in den Weg gelegt wird. “Schallende Ohrfeinge für Minister XYZ” mag es dann in der ein oder anderen Zeitung stehen und manch ein Gegner des Gesetzes wird denken “Yay! Wir haben Recht! Take that, XYZ!”, aber wenn der metaphorisch Geohrfeigte den wartenden Kamerateams freundlich und gelassen mitteilt, man “danke dem Gericht für die Klarstellung und werde sich umgehend daran machen, unglücklich formulierte Passagen im Gesetzestext auszubessern”…
    Internet, Videospiele, etc. haben in der so genannten “breiten Öffentlichkeit” immer noch den Stempel “Jugendkultur” und darum behandelt “die Politik” das Thema mit einer paternalistischen Grundhaltung, die dem Sachverhalt vollkommen unangemessen ist und sicher nicht ganz unschuldig an der so oft (zumindest vor Wahlen) angeprangerten Politikverdrossenheit.
    Und wenn Gamer anfangen, sich politisch zu organisieren, wird es als Beweis für eine fiese Amokläufer-Zucht-Lobby dargestellt, die nicht ruhen wird, bis jedes Kind zur Einschulung einen Playboy und ne AK47 in die Schultüte gepackt bekommt.
    Wenn sich ein nicht unwesentlicher Teil der Entscheidungsträger (bzw der Teil, der medial zu dem Thema Stellung bezieht) nicht mal in der Lage zu sein scheint, sich mit der geltenden Deutschen Rechtslage vertraut zu machen und juristisch relevanten Begrifflichkeiten korrekt auseinander halten zu können, dann sehe ich für eine sachliche Diskussion zwischen Gamern und “der Politik” tiefgrau bis schwarz. Und in so einer Situation hat jedes Gesetz, dass irgendwo auf der Welt erlassen wird, natürlich direkten Einfluss darauf, wie es in Deutschland weitergeht. Die Schweizer verbieten “Killerspiele”? Dann machen wir das auch! Ganz egal, ob sie es wirklich verboten haben oder “nur” eine Motion angenommen wurde. Die Australier kommen ohne eine Games-Klassifikation “ab 18” aus? Perfekt, das machen wir auch! Da unten scheint das ja auch super zu klappen. Und dass Facebook die “Grow Up, Australia” Gruppe gelöscht hat, zeigt ja nur, dass selbst “das Netz” diese militanten Splatterfans als abartig ansieht.
    Lange Rede (und wohl etwas zuweit abgeschweift, sorry…), kurzer Sinn: Jedes Urteil, jede Entscheidung gegen “Killerspiele”, etc. hat Signalwirkung und wird sich auf die Debatte in Deutschland auswirken. Darum kann ich mich eigentlich nur der Hoffnung von Herrn Tauss anschließen, dass die Gamer sich weiter und mehr auch politisch einmischen und nicht müde werden, die immer und immer und immer wiederholt verbreiteten Falschaussagen nicht unkommentiert stehen zu lassen.

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  40. Kaum zu glauben, das sowas in der Schweiz möglich ist, wo die doch eher das Image einer aufgeklärten tolleranten Gesellschaft inne hatten. Aber gut, Zeiten ändern sich offenbar, wo auch in Zentraleuropa und nicht nur in Ländern wie Venezuela solche Entscheidungen möglich sind. :(
    .
    Wenn Volksentscheide nur dazu dienen, mit populistischen Themen zu polarisieren und die Bürger einfach zu ignorant sind, sich selbst ein Bild zu bilden und blind dem glauben, was ihnen erzählt wird, dann sind Volksentscheide ziemlicher Müll.

  41. In der Schweiz haben wir glücklicherweise die Möglichkeit eines Referendums.
    D.h. sobald der Bundesrat das Gesetz verabschiedet hat, kann man innerhalb einer gewissen Frist 50000 Stimmen sammeln, damit ein Referendum gegen das Gesetz zustande kommt.
    Bis das Gesetz erarbeitet ist, dauert das aber noch ein ganze Weile (1-2 Jahre).
    Diese Zeit müssen wir jetzt nutzen, um aufzuklären.

  42. Näf:
    Das Killerspiel hat heute nacht zum ersten mal, …. Auf unserem eigenen Territorium auch mit Bereich regulärer DVDs geschossen! Seit 5.45 wird jetzt zurückgeschossen! Dem Killerspiel dürfen keine Weiteren Opfer zum Opfer fallen! Rettet die Opfer, die von diesem bösen Medium eingenommen worden in die Realität kommen! da dürfen sie dann endlich in Echt Menschen abballern so in Afghanistan oder Irak! Das ist viel besser und realistischer! Oder er wird Rocker bei den Hells Angels!!

    Volk:
    Yeeeeeeeeeeehhaaaaaaaaaaaaaa


    Satire!

  43. Zur Motion Allemann hat sich der Schweizer Bundesrat bereits 2009 geäußert, er lehne „eine Ausdehnung der heutigen Verbotsgrenze für absolut (auch für Erwachsene) verbotene Gewaltdarstellungen ab.“ Weiß jemand, was genau jetzt geschieht? Steht der Städterat über dem Bundesrat? Ich sehe das momentan so wie die Entscheidung der deutschen Innenministerkonferenz vor einem dreiviertel Jahr: Da versucht sich jemand durch Populismus zu profilieren und hat eigentlich keine Ahnung von Thema. Wie in Deutschland sollte auch hier Kontra gegeben werden, damit auch die Schweizer Politik realisiert, dass wir Gamer für freie Kultur einstehen.

    Die Motion Hochreuter zielt auf eine Verbindlichkeit der PEGI-Zeichen ab. Sprich: Kein PEGI16 mehr an 14-jährige, etc. Soweit ich weiß, haben sich viele Händler zu der Einhaltung ohnehin schon selbst verpflichtet. Hier würde ich nicht von einem Verbot reden, Erwachsene dürfen weiterhin alles erwerben, was bisher auch legal war. Per Gesetz den Verkauf von Erwachsenenspielen an Kinder zu unterbinden, halte ich sogar für einen normalen Vorgang. Zu Fordern, dass man im übertragenen Sinne mit der Kindergartengruppe im Kino Saw ansehen darf, ist doch deutlich vermessen.

    Da in der Politik immer noch viele Menschen glauben, dass Gamer vorwiegend Kinder sind, sollte in den Reaktionen auch klar gemacht werden, dass wir nicht gegen Jugendschutz sind (solange es denn Jugendschutz bleibt). Wenn wir uns gegen Jugendschutz einsetzen, wenn ich sie richtig interpretiere also im speziellen Fall gegen die Motion Hochreuter, wird das zu einem Bumerang und festigt die Überzeugung, Games seien ausschließlich Jugendkultur und für Erwachsene ohnehin irrelevant.

  44. Pingback: Schweizer Petition gegen Game-Verbot - Seite 6 - SciFi-Forum

  45. @Arikael,
    na das wird dann wohl nichts mit den 50.000 Stimmen!
    Ein Jugendverband bei euch hat ja eine Art Petition gegen ein Verbot eingereicht und es sind bisher nicht mal 3000 Stimmen gesammelt worden.
    Also entweder sind bei euch 90% der Bevölkerung alte Leute oder eure jungen Menschen interessiert sich nicht für das was eure Politiker machen oder aber eure jungen Menschen wurden von Näfs “Psychoverband” bereits “bekehrt”, ach ich weiss auch nicht.
    Aber irgendwas stimmt mit euren jungen Leuten da nicht.

  46. Ich kann nur hoffen, dass die Unterstuetzung fuer das Verbot im Laufe der Zeit broeckeln wird und sich die moderateren Kraefte womoeglich auch davon mal distanzieren werden – zumindest etwas: kann mir naemlich NICHT Vorstellen, dass sich ein Naef mit dem Verbot von einem Dutzend zufrieden zeigt wie noch selbst die Initiatorin der Motion zuletzt angedacht zu haben scheint

  47. @Booomboy
    Die Petition war nur online.
    Ein Referendum wird (nur?) “auf der Strasse” erarbeitet. Somit eine grössere Zielgruppe. Desweiteren haben sich erst in letzter Minute neben der JUSO, auch die JSVP, JCVP und die JFDP gegen ein Verbot ausgeprochen.
    Ebenso pro-juventute und pro-helvetia
    Damit sind alle grossen Jungparteien + Piratenpartei, sowie zwei sehr bekannte und akzeptierte Stiftungen dabei. Dann noch SESF und gamerights.
    Auf die FDP und die GLP darf mann auch hoffen. Eventuell sogar auf die SVP.
    Auch haben wir definitiv viel mehr Zeit. Die Zeit für die PEtition war eher knapp.

  48. @Patrik Schönfeldt

    Nach verwirrenden Blicken in Wikipedia scheinen Stände- und Nationalrat mit Bundestag und -rat (dt.) vergleichbar sein. Der Schweizer Bundesrat soll wiederrum in etwa der Regierung entsprechen. Zusammen würde das heißen, dass quasi durch Bundestag und Bundesrat die Bundesregierung mit der Beauftragung eines Gesetzes beauftragt wurde. Und diese Beauftragung scheint nicht unverbindlich wie die Innenministerkonfernez zu sein. So heißt es ja:

    “Der Bundesrat muss Killergames verbieten. Das hat der Ständerat beschlossen.”
    “Der Ständerat hat beschlossen, sogenannte Killerspiele zu verbieten. Der Bundesrat muss nun ein entsprechendes Gesetz ausarbeiten.”
    “Das sah Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf anders: «Eine Motion enthält einen klaren Auftrag und ist nicht für Abklärungen da.»”
    “Somit ist der Bundesrat verpflichtet, einen Gesetzesvorschlag gemäss den zwei Motionen auszuarbeiten.”

  49. Die Zeit schreibt auch:
    – “Der Beschluss des Parlaments ist bindend für den Bundesrat und nicht lediglich eine Empfehlung.”

  50. Find ich absolut ok. Menschenverachtende Metzelorgien wie beispielsweise MadWorld für die Wii gehören verboten. Wenn Spiele ab 18 freigegeben werden und damit nur einem volljährigen Publikum zugänglich sind, dann dürfen die Spiele aber auch ruhig etwas gewaltiger sein. Allerdings stellt sich mir immer mehr die Frage, ob es in einem Shooter wirklich notwendig ist, dass man den Gegnern Arme, Beine oder sonstwas abschiessen kann. Das bringt keinen spielerischen Mehrwert und ist reine Effekthascherei. Mir gefällt die deutsche Version von World at War beispielsweise besser, als die ungeschnittene Version. Diese ist stellenweise wirklich ekelerregend. Halo kommt auch ohne übertriebene Gewalt aus und ist dennoch ein guter Shooter. Wie gesagt, manche Entwickler wollen auch durch mehr Gewalt einfach über den 08/15 Charakter ihrer Spiele hinwegtäuschen. Und viele Titel haben solch übertriebene Gewalt auch garnicht nötig, wie beispielsweise Timeshift. Wie auch immer, Spiele wie MadWorld gehören komplett verboten, denn so ein Spiel basiert auf reiner Gewalt. Während man bei einem Shooter das Geschehen noch entschärfen kann, ist das bei Spielen wie MadWorld nicht mehr machbar, da das möglichst bestialische töten von Menschen der eigentliche Spielinhalt ist. Ich kann die Entwickler nicht verstehen, die so einen Müll auf den Markt werfen. Diesen Strichern haben wir es zu verdanken, wenn unser Hobby so sehr in Verruf gerät. Hätten sich die Entwickler bei der realistischen Darstellung von Gewalt ein wenig mehr zurückgehalten, dann hätten wir diese politischen Bestrebungen jetzt garnicht.

  51. Wasn das für eine irreführende Überschrift ?!

    Sie erweckt nämlich den Eindruck, als wäre ein entsprechendes Gesetz in der Schweiz schon verabschiedet worden. Das ist aber offenbar nicht der Fall. Es wurde lediglich beantragt, über einen entsprechenden Gesetzesvorschlag zu beschließen…das ist das Eine, ein Verbot das Andere.

    Das heißt doch noch lange nicht, dass der Gesetzesentwurf später auch 1:1 ratifiziert werden wird. Es können noch immer Änderungen vorgenommen werden oder das Gesetz wird erst gar nicht erlassen.
    Also Leute, keine Panikmache im BILD-Stil.
    Greetings Dreamsonic

  52. Also eigentlich habe ich keine Lust Romane in die Überschrift zu packen, aber da ich noch weniger scharf darauf bin nach und nach mit hier eintrudelnden Geckos oder Igeln diskutieren zu müssen,.. Bitte.

  53. Ich finde die Einwaende gegen die alte Ueberschrift von diesen Kommentatoren nicht stimmig, auch wenn es sicherlich schwierig ist die Vorgaenge in der Schweiz ueberhaupt zusammen zu fassen. Keine leichte Aufgabe fuer Rey Alp denk ich, doch sehr respektabel geloest: das große Problem scheint mir dabei weniger die Beschlusssache Verbot zu sein, sondern welche Titel ueberhaupt darunter fallen (sollen). Und weshalb dieser 135er nicht etwa wirklich schon gereicht haette fuer Massnahmen wie im gegenwaertigen Deutschland bereits der Fall.
    P. S.: ist Madworld ueberhaupt (auf B?) indiziert worden??

  54. jaja näf “die spieleindustrie ist böse und haut mich ständig”.
    der mann und seine gruppe sind doch eindeutig anhänger bzw. sympatisanten “sie verfolgen nur eben die gleichen politischen ziele, sagte näf”.
    hoffentlich schlägt das in der öffentlichkeit der schweiz große wellen und macht unmut über die sp und diese motionen wie auch näfs verein.
    denn nicht die spieleindustrie bedient sich dubioser methoden, sondern die spielekiller wie näf.

  55. MadWorld ist noch gar nicht indiziert worden.
    @Sunstar:
    Komischerweise gilt das moderate Counter Strike als DAS Killerspiel schlechthin. Ansonsten muss ich Vicarocha rechtgeben: Troll dich!

  56. Wenn man keine Argumente hat, kann man wohl nur mit einem ad hominem Argument kontern.
    Das sagt aber mehr über den Schreiber aus als über den, den die Attacke betrifft.
    Counterstrike gilt als Killerspiel schlechthin, weil die Politiker keine Ahnung von dem Spiel haben. Sie kennen das Spiel nur aus Videos, so wie ihr wahrscheinlich das Wii-exklusive Mad World nur aus Videos kennt, es hat sich nämlich kaum jemand gekauft.
    Gerade wenn man das neueste Werk von Platinum Games, Bayonetta, kennt, ist es umso trauriger, dass diese talentierten Leute ihr Talent an so einem Killerspiel (bei dem Spiel stimmt die Bezeichnung mal!) vergeudet haben.

  57. Pingback: "Killerspielverbot" in der Schweiz - Forum-Lounge.Net

  58. … “Ich kann die Entwickler nicht verstehen, die so einen Müll auf den Markt werfen. Diesen Strichern haben wir es zu verdanken […]” – “Wenn man keine Argumente hat, kann man wohl nur mit einem ad hominem Argument kontern.” – “[…] dass diese talentierten Leute ihr Talent an so einem Killerspiel (bei dem Spiel stimmt die Bezeichnung mal!) vergeudet haben.”

    Don’t feed the troll!
    … alleine der Duktus im Ausgangsbeitrag; ohne Worte.
    Geschmacksfaschismus ist was tolles. So, mehr gibt ‘s nicht… Kuchen ist aus.

  59. @Sunstar Ich halte Madeworld für ein Kunstwerk. Es ist ein Spiel für Erwachsende. Es gehört nicht in Kinderhände. Es ist schon krass, aber wer es spielen will, der soll es ruhig spielen. Ich finde es nicht menschenverachtend und es schadet Niemanden.

    @ Rey coole, wenn auch traurige Map!

    Ansonsten mein Beileid an die Schweizer.

  60. Man muß Mad World ja nicht mögen, es ist halt ein Spiel nur für Erwachsene und das merkt man ja auch deutlich, die Tarantinofilme sind ja auch nicht gerade harmlos und nur für Erwachsene aber dort regt sich niemand drüber auf das es sie gibt, sie werden als das angesehen was sie sind Unterhaltung für Erwachsene die aber nicht jedem gefallen (können), desweiteren erschien Mad World zumindest nicht in Deutschland daher konnte es zumindest in Deutschland kein Verkaufserfolg werden was eigentlich schade ist denn das Spiel benutzt Gewalt als Stylemittel aber nicht zum reinen Selbstzweck wie er ihm gerne vorgeworfen wird.

  61. Was erwarted ihr denn von einem Land, das Minarette verbietet, sich gleichzeitig aber nicht als Rechts sondern als aufgeschlossen und demokratisch versteht? Hm?

  62. Weil hier immer wieder das Minaretten-Verbot angesprochen wird, wollte ich mal auf ne interessante Seite hinweisen: Beim Kopp-Verlag gibt’s jede Menge interessanter Texte zum Thema. Einer der “beeindruckendsten” ist wohl dieser hier:
    http://info.kopp-verlag.de/news/geheimakte-daenemark-warum-immer-mehr-daenen-aus-den-staedten-fliehen.html

    Anmerkungen:
    1. Ja, das ist OT, aber vielleicht erscheint die Schweiz hier im falschen Licht, weil sie einfach nur eine solche Situation verhindern will.
    2. Sicherlich sind auch diese Artikel nur Berichterstattungen aus den Medien, die verfälscht und erfunden sein können. Aber die Art und Weise, mit der hier etwas aufgezeigt wird, was nicht sein kann, weil es nicht sein darf, erinnert mich doch sehr an diese Seite hier und die “Killerspiel”-Situation in den Medien.
    3. Wenn ich jetzt hier auf Widerstand stoße und nach rechts gerückt werde: Alles falsch. Ich will nur nicht von Hinterwäldlern aus meinem eigenen Land vertrieben werden. Ansonsten habe ich keinerlei Abneigung gegen Ausländer oder “Andersartige”, wenn sie sich integrieren und sich nicht für was besseres halten. Klar?
    4. Die weiteren Artikel sind auch größtenteils sehr interessant – siehe “Ergänzende Beiträge zu diesem Thema”
    5. Ich habe mich vor etwa nem halben Jahr damit beschäftigt – falls aktuelle Artikel auf der Seite inzwischen im Thema vershcoben haben oder so, kann ich auch wenig dafür.
    6. So, anstößiges Thema, aber ich denke, ich hab’ mich ausreichend abgesichert… ;)

  63. Ich hab keine weiteren Infos zum Kopp-Verlag. Falls da schon mal was vorgefallen ist (oder wie auch immer), nehme ich das gerne alles zurück. Darauf bezog sich auch Anmerkung 2.

    (Die Schilderungen decken sich auch mit manchen Berichten aus dem Bekanntenkreis – das können natürlich auch Einzelfälle sein… Und wie gesagt, wenn etwas vom größten Teil der Medien verschwiegen wird, hat das noch lange nix zu bedeuten – weder dass es nicht stimmt, noch dass irgend etwas dran ist.)

    Aber wenn du meinst, dass ich irgend etwas über eine zweifelhafte Berichterstattung des Verlages wissen sollte, dann wäre ich für einen Link oder weitere Erläuterungen sehr dankbar.

  64. Bleistift:

    Demokratisch ist die Schweiz. Das ist im Fall des Minarettverbots nicht zu leugnen. Denn das dortige Volk setzte sich mehrheitlich für ein Verbot ein – anders als, sagen wir, in Österreich. Hier sagt die Politik, es sei OK, Minarette zu bauen, ohne überhaupt darüber abstimmen zu lassen – was mich nicht wundert, weil das Ergebnis im Falle einer Volksabstimmung relativ absehbar wäre… ^^

    Ich sage: es ist das gute Recht der Schweizer, in ihrem Land, in ihrer Gesellschaft keine Minarette zu dulden. So läuft es in einer Demokratie – einer richtigen meine ich, keiner Pseudo-Demokratie wie bei uns, wo die Bevölkerung alle 5 Jahre (4 Jahre in Deutschland) ihre Vertreter wählt, die danach erst recht die nächsten 4 Jahre (3 Jahre in Deutschland) über ihre Köpfe hinweg entscheiden, um im Wahljahr schließlich Schadensbegrenzung zu üben – nun einmal: Demokratie ist die Diktatur der Masse. Das gleiche gilt für Videospiele: im Falle einer Volksabstimmung wäre ein Verbot zu akzeptieren, wenn es von der Mehrheit beschlossen wird – solange jedenfalls der Privatimport nicht betroffen ist (allerdings soll die Einfuhr der bösen Spiele ebenfalls verboten werden, was zweifellos bedenklich ist. Wenn die Schweizer das Zeug nicht in ihren Geschäften und Videotheken haben möchten – schön, ihre Sache. Wenn sie aber Erwachsenen die private Aneignung untersagen, ist das, als würden sie den Moslems nicht einfach den Minarette verbieten, sondern ihnen das Gebet zuhause untersagen – hier endet meine Toleranz).

  65. @ tarnmensch:
    Ein paar Minuten google.de-Recherche genügen auch dem Uninformierten in diesem Fall, aber OK: Der Kopp Verlag ist ein braunes Presseorgan; das Portfolio: Verschwörungstheorien, Esoterik, Ufologie etc. Der Verlag ist absolut unseriös. Und btw: Das sollte man auch direkt bei der Rezeption des Telemedienangebotes realisieren (das zu realisieren ist Medienkompetenz) – Stichworte: Präsentation, Duktus, Topoi.

    D.h.: Wenn ich mir z.B. kopp-verlag.de, pi-news.net o.ä. angucke, dann sollte man als informierter, medienkompetenter Internetnutzer wissen, “wie der Hase läuft”. ist nicht böse gemeint, hätte man nur selbst herausfinden können. ;-)

    @ Snake:
    “Demokratie ist die Diktatur der Masse”… nein Snake, immer noch nicht. Du verwechselst Demokratie mit Oligarchie; prinzipiell sollten in einer funktionierenden Demokratie Sicherungsmechanismen existieren, die da verhindern, dass es zu einem Verfall von Demokratie zu Oligarchie kommt. Demokratie impliziert nämlich auch Minderheitenschutz, den Schutz von Grundrechten (z.B. die Religionsfreiheit, resp. -gleichheit u.ä.) etc. Das dies in der Praxis dann anders aussieht (Stichwort: Minarettverbot) macht das ganze noch nicht demokratisch. Aber OK… wir wollen ja hier jetzt nicht in demokratietheoretische Überlegungen abdriften (darum hier jetzt auch keine Auflistung der Probleme parlamentarischer Demokratie), darum fangen wir mit Abwägungen an, wie demokratisch-legitimiert so ein Volksentscheid ist, wenn er nur mit einfacher Mehrheit o.ä. erfolgt ist etc.

    BTT!

  66. @Vicarocha bzw. einfach nur Edit:
    Hab mich grad noch mal etwa 2 Stunden lang zum Thema Kopp belesen. Vorrangig findet sich Kritik, die Anschauungen seien veraltet, die Berichte nicht seriös und oft von rechter Seite zitiert.
    (Letzteres ist mMn kein Argument, solange die Quelle sich nicht bewusst diese Zielgruppe sucht, ersteres ist rein subjektiv und die fehlende Seriösität wurde nicht belegt bzw. nur am einem Beispiel eines anderen Autors.)
    .
    Also: Wer meinem geposteten Link folgt, liest evt. die reinsten Lügen. Wenn aber auch nur ein Viertel von dem, was ich dort gelesen habe, stimmt, dann ist das traurig genug. Allerdings wäre es bei nur einem Viertel ganz sicher auch kein religiös begrenztes Thema, da Vergleichbares wohl überall auftritt. Jeder kennt wohl selbst die Jugend, die auf der Straße hockt und vor lauter Langeweile halt auf dumme Ideen kommt, um mal das (real existente) Klischee zu bedienen. Und genau so was sollte sich ja nun auch in der Schweiz häufen, da durch Spieleverbote wieder mehr Langeweile aufkommt…
    .
    So, noch mal die Kurve zurück zum Thema gekriegt…. ;)
    .
    Aber mal ehrlich: Ich warte schon auf die ersten Studien in ein paar Jahren, die zeigen, wie doch die Jugendgewalt nach “Killerspiel”-Verboten angestiegen ist. Dann wird wohl angeklagt, wie man der Jugend nur ihre Grundlage zur Aggressionsbewältigung nehmen konnte…
    (Ja, auch bis dahin wird es in den Medien ein Problem sein, das ausschließlich männliche Jugendliche betrifft, denke ich mal….)

  67. (Edit: hab den Beitrag zeitgleich geschrieben, das war also eine Antwort auf den vorangegangen, nicht den von 14:15. Nur damit hier kein falscher Verdacht aufkommt.

    Und wie gesagt, ich hab die Artikel vor nem halben Jahr zuletzt gelesen, daher konnte ich mich nur noch grob an die Sachverhalte erinnern – mein Fehler.

    Nun aber gerne BTT!)

  68. @LiquidSnakE
    Ja da ist schon viel dran und dem möchte ich auch zustimmen
    @Kopp
    Ich habe mich aus der Diskussion dazu bislang bewusst herausgehalten, will jetzt aber doch noch nachdrücklich anmerken, dass ich hier auch keine Verweise auf diesen unsäglichen, rechtslastigen Verlag mehr sehen möchte: abgesehen vom konkreten Anlassfall Islam und “Islamisierung” – es ist eine Sache ob Erich-von-Däniken-Bücher daraus gelesen werden, denen ich mittlerweile auch einen latenten Rassismus unterstelle, oder ob es um extreme Agitatoren wie Jan Udo Holey mit eindeutig antisemitischen Äußerungen (Vorwurf der Leugnung des Holocausts ab 1996) geht (Propagandafilm “Fabian, der Goldschmied”)
    Für das deutsche Bundesamt für Verfassung wird Holey zu den RechtsextremistInnen gezählt: http://www.verfassungsschutz.de/download/SHOW/broschuere_0511_2_antisemitismus.pdf

    Das ist auch aus meiner Sicht wirklich ebenfalls eine Frage der Medienkompetenz.

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