MHH sucht Gamer

(Pressemitteilung) Immer wieder wird über mögliche negative Wirkungen exzessiven Spielens gewalthaltiger Computerspiele, insbesondere von „First-Person-Shootern“ wie z.B. „Counter-Strike“ oder „Call of Duty“ auf die emotionale Befindlichkeit und das Sozialverhalten der Konsumenten im Alltag spekuliert. Doch die wissenschaftliche Datenlage bezüglich der Auswirkungen solcher Spiele auf die Hirnaktivität der Nutzer ist bisher zu gering, um klare Aussagen treffen zu können.

Aus diesem Grund startet die Forschergruppe der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), die sich mit den vielfältigen Auswirkungen von Mediennutzungsverhalten auf den Menschen beschäftigt, eine von der TUI-Stiftung geförderte Untersuchung. Konkret geht es dabei um die Wirkung eines langjährigen exzessiven Konsums dieser Spiele im Hinblick auf die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen und einzufühlen. Den Kern der Untersuchung bildet neben dem Ausfüllen von Fragenbögen mit einem Zeitaufwand von etwa 1½ h eine etwa einstündige funktionelle Kernspintomographie. Hierbei werden die Probanden verschiedene einfache Aufgaben ausführen, während ihre Hirnaktivität aufgezeichnet wird.

Es werden junge Männer im Alter von 18 bis etwa 30 Jahren gesucht, die seit mindestens zwei Jahren durchschnittlich mindestens 4 Stunden am Tag Computerspiele wie „Counter-Strike“ oder ähnliche nutzen. Ziel ist es, sie einer in Alter und Schulbildung gleichen Gruppe gegenüber zu stellen, für die ebenfalls Freiwillige gesucht werden. Diese sollten im selben Altersbereich liegen und keine Computer/Video-Spiele mit gewalthaltigen Inhalten konsumieren. Alle Teilnehmer erhalten eine Aufwandsentschädigung von 50 Euro. Ferner erhalten auf Wunsch alle Teilnehmer der kernspintomographischen Untersuchung eine Daten-CD mit digitalen Bildern des eigenen Gehirns. Selbstverständlich werden alle erhobenen Daten ausschließlich anonymisiert der Analyse unterzogen. Wir bitten alle Interessenten um möglichst schnelle Kontaktaufnahme.

61 Gedanken zu “MHH sucht Gamer

  1. Ich frage mich immer wieder, wieviele Personen es gibt, die durchschnittlich soviel Shooter spielen. Sicher, vorm und speziell nach dem Abitur hat man viel gezockt. Aber im Studium war dann auch mal für zwei Semester Pause. Und sofern man nicht in einer Ladder spielt hockt man doch auch nicht die ganze Zeit vor Shootern?

  2. Mindestens 4 Stunden täglich?? Und dann auch nur Shooter?? Also mal von ein paar Süchtigen abgesehen, dürften sie da keinen großen Erfolg haben. Selbst Profis machen mal nen Tag Pause oder spielen was anderes, so dass der Schnitt schnell mal sinkt. Klar, ich komme auch oft auf solche Zeiten, aber ich spiele querbeet. Und sobald ich mal ein paar Tage keine Zeit habe, ist der Schnitt niedriger und ich falle aus dem Raster der Aanforderungen :).
    Allein schon diese realitätsfremden Vorstellungen lassen mich diese Studie schon im Voraus als unsinnig abhaken.

  3. Wir brauchen also unbedingt ein Verbot aller Spiele außer Killerspiele, damit endlich wissenschaftlich untersucht werden kann, was im Gehirn von Exzessivspielern vorgeht!
    —–
    Ganz im Ernst, denken die da wirklich, dass man alle grundlegenden menschlichen (emotionalen) Fertigkeiten verliert, nur weil man FPS spielt? ^^

  4. Pingback: Testpersonen gesucht : zock-a-demic

  5. Schade, dass Hannover so weit weg ist, ich wollte schon immer mal ein Bild von meinem Gehirn haben und 50€ sind für die Art von Untersuchung ne recht ordentliche Bezahlung. Aber bevor ich mir von irgendeinem Weißkittel nen Kontrastmittel spritzen lasse, müsste man mich schon festbinden ^^
    Ich hab übrigens spontan weder auf den Seiten der MHH noch bei der TUI-Stiftung irgendwas zu diesem Projekt gefunden, woher ist diese Pressemitteilung? Wenn ich ne Zufällige Zeile aus dem Text in die Suchmaschiene haue, liefert der mir nur Stigma als Treffer.

  6. EDIT: Ok, doch noch gefunden, ist schon über nen Monat alt:
    http://www.mh-hannover.de/46.html?&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=719&tx_ttnews%5BbackPid%5D=45&cHash=9f3e61e287

    „Die Studie versucht, zu einer Versachlichung der Diskussion beizutragen, sodass Aussagen über die Motivation von Spielern aggressiver Computerspiele und etwaige Rückwirkungen dieser Spiele auf ihre Nutzer möglich werden“, betont Studienleiter Dr. Bert te Wildt, Oberarzt der MHH-Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie.

    So so…

  7. Man sollte m.M.n. auch mal zwischen Mutli- und Singleplayer unterscheiden.
    Ein Bioshock oder S.T.A.L.K.E.R. spiele ich vollkommen anders als CSS.
    (Und CSS anders als Battlefield 2 und Battlefield 2 anders als Borderlands und und und…)

    Überhaupt, „durchschnittlich“ täglich mindestens 4 Stunden nur Shooter?

  8. „[…]Diese sollten im selben Altersbereich liegen und keine Computer/Video-Spiele mit gewalthaltigen Inhalten konsumieren.“
    Also nur Tetris und Pong und Simpark? (Wobei der Psychische Druck, den diese Spiele ausüben m.E. auch eine Form von Gewalt darstellt.) NA ja ich fürchte jedenfalls, dass die keine Probanden für die KONTROLLGRUPPE finden! ;-)

  9. Mann kann auch Shooter so lange spielen- kenn des noch von einen Bekannten – als der noch im CS Fieber war, waren die vier Std. im nu rum ^^.
    Aber was solls, die einen schauen sich vier Std. (oder sogar mehr) Sport, Krimis, etc. im Fernsehen an und die anderen spielen halt!

  10. An sich würde ich gern mal an sowas teilnehmen, wenn nicht a) zu weit weg und v.a. b) die Herangehensweise nicht so oft so unsinnig wäre. Allein vom Genre darauf zu schließen, ob man sich in andere Charaktere hineinversetzen kann, funktioniert einfach nicht. In CS(S) gibt es keine Story und damit auch keine Charaktere als solche, es gibt ein Ziel, dass es in einer Runde zu erreichen gilt, so dass die Charaktere nicht mehr Tiefe haben als Schachfiguren.
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    In Bioshock, GTA IV, Fallout 3, Mass Effect und anderen habe ich mich hingegen immer wieder dabei ertappt, wie ich über die Auswirkungen meines Handelns auf andere Charaktere nachgedacht und mich teils nur schwierig zu Entscheidungen durchringen konnte. Abgesehen davon ist auch das nur bei der Spielweise möglich, die sich an den Entscheidungen orientiert, die man normalerweise treffen würde. Entscheide ich mich etwa bewußt dazu böse statt gut zu sein, um zu sehen wie sich das Spiel dadurch verändert, dann ist das auch nicht zwangsläufig repräsentativ, weil die Handlungen eben nicht dem entsprechen, was man generell tut. Trotzdem hat das Auswirkungen auf das Einfühlungsvermögen, weil dadurch eine breitere Sichtweise möglich ist, als über den permanent „guten“ Handlungsweg. Daher könnte als jemand, der böse (und damit verpönte) Taten begeht ein besseres Einfühlungsvermögen haben, als jemand der stets den Guten spielt.
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    Das Problem bei diese Studie scheint ein weiteres mal zu sein, dass jemand die Aufsicht hat, der sich nicht wirklich mit Spielen auskennt und stattdessen einfach nur eine weitere Studie dazu veröffentlichen will, ob Actiongamer ein anderes Einfühlungsvermögen haben, als nicht nicht-Actiongamer.

  11. Zum einen: Vier Stunden täglich? Seit zwei Jahren? Wer hat denn bitte die Zeit dafür? Sicher, am WE spielt man schon mal durch, aber unter der Woche arbeiten oder studieren doch die meisten, die überhaupt in die gewünschte Altersgruppe passen (gut, gut, außer die, die noch die letzten Tage in der Schule zubringen müssen…).
    Zum anderen: „Es werden junge Männer [..] gesucht.“ … Ist es eigentlich so schwer sich vorzustellen, dass es auch genügend Frauen gibt, die zocken? Allein mit diesem Satz ist es schon keine unvoreingenommene Studie mehr – schließlich geht es konkret „dabei um die Wirkung eines langjährigen exzessiven Konsums dieser Spiele im Hinblick auf die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen und einzufühlen“ zu untersuchen. Und was? Frauen können sich immer – egal was sie im Leben machen – in andere hineinversetzen? Oder genau umgekehrt?
    Und ich glaube auch, dass das mit der Kontrollgruppe nicht klappen wird. Sowas ist ja schon häufiger passiert… (passend witzig: http://probablybadnews.com/2009/12/10/scientists-have-also-recently-discovered-humans-walk-on-two-legs/ )

  12. Ich stimme gody zu: Hallo? Nur junge Männer?! Was immer Computerspiele Böses mit einem anstellen, auf Frauen hat das denn wohl keine Wirkung, mhm?
    (Ach ja, ich vergaß, weibliche Gamer gibt es ja nicht…*rolleyes*)

  13. Hallo Zusammen!
    Ersteinmal Danke für des große Interesse und die rege Diskussion. Ich bin Mitarbeiterin an dieser Studie und würde gern noch ein paar zusätzliche Infos loswerden. Damit keine Missverständnisse aufkommen.

    1. Bei einer funktionellen Magnetresonanztomographie wird kein Kontrastmittel gegeben. Es ist eine völlig non-invasive Methode. Die Probanden werden lediglich einem Magnetfeld ausgesetzt. Das ist weniger gefährlich als jede Röntgenuntersuchung. Es gibt auch Versionen mit Kontrastmittel, aber die werden zu klinischen Zwecken, wie Diagnosestellungen verwendet. http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetresonanztomographie

    2. Wir wissen, dass die Realität viel komplexer ist, als es ein wissenschaftliches Experiment alleine je sein kann. Niemand spielt NUR Ego-Shooter und die Spiele unterscheiden sich massiv in ihrer Kolexität, der Zielstellung und den Möglichkeiten wie man ans Ziel kommt. Das ist der gesamten Arbeitsgruppe vollkommen bewußt. Irgendwo müssen wie aber anfangen, wenn es nichts gibt. Und im wissenschaftlichen Arbeiten passiert das generell ersteinmal, indem man vereinfacht. Wenn man einen Ansatzpunkt hat, wird man dann immer differenzierter. Man kann nicht alle Schritte auf einmal machen und so kompliziert wie möglich anfangen.

    3. Alle Einschränkungen, die wir hier gemacht haben (Alter, Geschlecht, Art der Spiele etc.), sind Faktoren der Durchführungsökonomie (Es spielen nunmal mehr Männer als Frauen und damit ist es einfacher solche zu finden. Wir können folglich auch keine Aussagen über spielende Frauen machen! Wobei uns völlig klar ist, dass es immer mehr spielende Frauen gibt.) oder der Notwendigkeit geschuldet einfach eine überschaubare Menge an Faktoren im Blick zu haben (z.B. Welche Spiele werden konsumiert.). Ansonsten könnten wir nur zu dem Ergebnis kommen, dass alles (jedes Verhalten) durch alles (jedes Spiel) beeinflußt wird ist. Das ist aber keine befriedigende Antwort auf die Fragen, die wir haben.

    4. Die von uns angegebenen Zahlen sind Richtwerte. Und ich kann Ihnen nur rückmelden, dass es durchaus „Spieler“ gibt, die sagen, dass diese Kriterien auf sie zutreffen.

    5. Ja, wir alle sind „Spiel-Laien“. Genau deswegen sind wir auf Ihre Unterstützung, Mitarbeit und Hinweise angewiesen.

    Vielen Dank.

  14. Sehr fragwürdiger Versuchsaufbau. Prinzipiell würd ich ja auch mal an so einer Untersuchung teilnehmen, aber ich hab den Eindruck, dass auch die Wissenschaftler nicht realisieren was es für ein breites Spektrum an First-Person-Shooter gibt.
    Außerdem wohn ich zu weit von Hanover weg.

  15. @MHH:
    Sowas hört man gerne. In diesem Fall werde ich zu einem späteren Zeitpunkt heute noch etwas genauer darauf eingehen, was für ein breites Spektrum an Spielen sich auch nur im Bereich der First-Person-Shooter finden lässt. :)

  16. @MHH
    Da ich aus eigener Erfahrung weiß das die Uni-Bremen auch die geigneten Geräte hat und dort auch viele Spieler studieren, wäre doch vielleicht eine Kooperation oder eine zweite Meßstelle ganz schön. Zumal die Psychologen dort auch viel im Bereich Koognition, Prägung etc. machen.

  17. http://209.85.129.132/search?q=cache:pK-o6uY35EEJ:www.mh-hannover.de/mhh-podcast-014.html+MHH+hanover+Killerspiele&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de

    „Die Neuen Medien stellen auch die klinische Psychiatrie vor neue Herausforderungen. Internetabhängigkeit und „Killerspiele“ sind nur zwei davon.
    Der MHH-Psychiater Bert te Wildt erforscht die Schattenseiten der digitalen Welt, und bietet in seiner Mediensprechstunde eine der wenigen Hilfsangebote.“

  18. @ MHH: „Wir wissen, dass die Realität viel komplexer ist, als es ein wissenschaftliches Experiment alleine je sein kann.“

    Ich hoffe, das schlägt sich am Ende auch im Fazit der Studie nieder. Inklusive einem Absatz darüber, was diese Studie eben NICHT aussagt. Und momentan kann ich auch nur erkennen, dass sie etwas über einen eher kleinen Personenkreis aussagen wird, der ein vergleichsweise extremes Spielverhalten an den Tag legt. Ich sehe schon, wie Herr Pfeiffer die Ergebnisse nimmt und sie ohne großes Fackeln direkt auf jede/n Gamer/in jeder Altersklasse anwendet, in deren Spielen man auch nur einen Tropfen Blut sieht…

  19. Dem Kommentar von Wyrd Sister kann ich so nur zustimmen. 4 Stunden am Tag spiele ich nur sel… okay, es kommt schon öfterss vor, aber dafür muss ich auch ein SPiel haben, was mich echt begeistert. Und dann wie gesagt das breite Spektrum des Genres.

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  21. Also ich denke das es nicht allzu leicht wird solche Spieler zu finden, mindestens seit 2 Jahren jeden Tag 4 Stunden spielen und dann nur Shooter, da muß das Interesse an anderen Games sehr gering sein und die Leute Arbeitslos denn wer arbeitet, studiert etc. wird die Zeit für sowas gar nicht aufbringen können. Fragebögen ausfüllen? Da hängt es davon ab was für Fragen gestellt werden und wie ehrlich man sie beantwortet und was für Aufgaben soll man denn machen und mit welcher Erwartungshaltung gehen die Wissenschaftler an ihre Arbeit wie wird was ausgelegt und wird berücksichtigt das nicht alle Menschen gleich sind sondern sehr verschieden? Ich muß sagen ich halte von den ganzen herzlich wenig.

  22. @Mitarbeiterin vom MHH
    Vielen dank für die Erläuterung. Allerdings bleibt immer ein gewisser Beigeschmack bei solchen Studien, wie Sie hier sicherlich bereits gelesen haben. Studien zur Wirkung von Games gibt es mittlerweile seeeeehr viele und fast ebensoviele sind extrem verinfachend und dadurch verfälschend. Natürlich haben Sie zum Teil Recht, dass es bei solchen Studien immer auch notwendig ist, eine Grenze zu ziehen, welche Kritierien untersucht werden sollen. Doch das Problem dabei bleibt jedoch auch der Nutzen, auf die Wyrd Sister bereits treffend hinwies.
    .
    Was aus meiner Sicht sehr wichtig ist und oftmals vernachlässigt wird, ist die Thematisierung der Entscheidungsprozesse in den Spielen und wie sich diese von auf die Entscheidungsfindung des Spielers auswirken? Am Beispiel Fallout 3 etwa: Die Siedlung Megtaton in die Luft jagen, um eine Luxussuite zu erhalten und einem alten Mann den Ausblick zu verschönern oder die Bombe entschärfen, vielen Menschen das Leben retten und nur einen kleinen Verschlag als Wohnort erhalten.

  23. 4+ Stunden am Tag FPS spielen…

    was ist das für eine Auswahl?
    „Wir wollen die Wirkung von Alkohol testen und suchen dafür Personen, die mindestens 1 Flasche Vodka am Tag trinken“

    Ab einer reinen „Dosis“ von 4h am Tag mit nur einem genre (und daraus resultierend wohl auch nur mit einem Spiel) ist man ein seltener Extremfall. Rückschlüsse von Extremfällen auf eine breite Masse sind nicht(!) Möglich (oder nur sehr eingeschränkt).
    Analog dazu kann man auch nicht behaupten, dass jemand der 1 Glas Wein am Tag trinkt, auch nur ansatzweise die Symptome aufweist, wie der 1Flasche Vodka am Tag trinkende Mensch.

    Hier werden irgendwie seltsame Extremfälle gesucht, um irgendwas zu finden, was auch immer…

  24. Zum Thema Ideologie.
    Wissenschaft allgemein bemüht sich um Neutralität. So auch wir. Wir wollen nicht einfach eine Meinung, die sowieso besteht, mit dieser Studie bestätigt wissen. Unser Interesse sind Ergebnisse und nicht Meinungen. Dennoch, und da gebe ich Ihnen Recht, haben wir in der Art der Darstellung von Ergebnissen eine Möglichkeit der Einflussnahme und Verantwortung. Ich möchte hier nochmal nachdrücklich darauf hinweisen, dass tatsächliche Untersuchungsergebnisse aus wissenschaftlichen Untersuchungen und ihre mediale Darstellung zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Aus diesem Grund haben wir z.B. bereits Anfragen vom Fernsehen uns zu begleiten abgelehnt.

    @Crusador:
    Die Gesamtmenge an ernstzunehmenden Studien zum Thema ist tatsächlich eher gering.
    Aber solche Fragestellungen sind eben schon sehr komplex. Mit diesen kann man sich erst befassen, wenn das Grundsätzliche geklärt ist.

    @Wyrd Sister:
    Ich kann nur noch einmal betonen und versichern, dass oben genannte Zeilen unsere Grundeinstellung sind. Und WIR die Ergebnisse auch in diesem Rahmen diskutieren werden. Zu Herrn Pfeiffer kann ich nichts sagen.

    Wir suchen immernoch freiwillige Teilnehmer und würden alle aus dem Raum Hannover, die Interesse haben, bitten das zu bekunden. Wir nehmen gern Kontakt auf und erklären alles ganz genau!

    beste Grüße

  25. @MHH:
    So, da der werte Mitarbeiter vom MHH hier tatsächlich mitliest (was ich prinzipiell übrigens ne richtig tolle Sache finde), dann würd ich jetzt gerne auf einen zentralen Knackpunkt in dieser Studie hinweisen:
    .
    Es geht um eine Untersuchung der Hirnaktivität beim Spielen von First-Person-Shootern wie CS oder CoD, da in der Öffentlichkeit über das Sozialverhalten von Spielern eben dieser Titel spekuliert wird. Und hier gelangen wir an die erste Hürde, der Forschung in diesem Gebiet eh nur schwer ausweichen kann: Nämlich die vielen unterschiedlichen Formen von First Person Shootern.

    Ich z.B. spiele hin und wieder gerne FPS, aber fast ausschließlich Einzelspieler-Spiele wir BioShock oder Half-Life. Das liegt daran, dass ich oft Spiele wegen einer tollen Story und Atosphäre spiele. Auch die Call of Duty Serie hat soweit ich weiß immer eine gute Singleplayer-Kampagne zu bieten.

    Doch ist es nicht so, dass viele Leute Spiele wie CS oder CoD online im Multiplayer spielen weil es ihnen um den „Sport-Aspekt“ geht. Dies ist auch der Punkt, der z.B. von Mitgliedern des VDVC oft betohnt wird. Persönlich habe ich damit relativ wenig am Hut.

    Die entscheidene Frage zur Studie ist jetzt: geht es um Gehirnaktivitäten während dem spielen gegen andere menschliche Gegner wie in Counter-Strike, oder geht es darum, wie ein Gehirn den Kampf gegen eine Überzahl an KI-Antagonisten im Rahmen eines größeren Handlungsbogens wie z.B. die Einzelspieler-Kampagne von Call of Duty oder auch Half-Life.

    Ich verstehe nicht viel von Gehirnforschung, aber ich könnte mir vorstellen, dass es in den beiden beschriebenen Situationen durchaus zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen könnte.

  26. Das Wissenschaft neutral ist, ist ein Ideal. In der Praxis sieht das allerdings ganz anders aus. Das liegt unter anderem in der Finanzierung der Arbeit und daran, dass zum Teil Leute die Verantwortung tragen, die ideologisch stark vorbelastet sind und gar nicht neutral sein wollen und können. Gerade was die Untersuchung von Mediengewalt betrifft, ist das fast die Regel. Wenn sie es besser machen wollen ist das sehr gut, aber es gibt mehr als genug unsinnige Studien, die in der Community abschreckend wirken.

    Was die Dauer betrifft:
    JEDEN Tag vier Stunden spielen ist Unsinn. Das machen Durchschnitt-Spieler i.d.R. nicht. Vielleicht bei MMORPGs, aber das ist ein anderes Genre, mit anderen mentalen Anforderungen. Ich habe mehrere Jahre lang einen Unreal Tournament Clan geleitet. Mit Übungen und Clan-Matches kamen wir auf 1-3 Sitzungen die Woche, die vielleicht 2-4 Stunden dauerten. Plus die Zeit, die die Leute sonst für das Spiel verwendet haben. In Clans, die sich auf einem höheren Level bewegen, ist das natürlich oft mehr, aber selbst da spielt man nicht zwangsläufig jeden Tag. Man hat auch sonst noch ein Leben.

    Oder man spielt mal ein Spiel exzessiv wenn es rauskommt und neu ist. Vor allem bei Singleplayer-Spielen wegen der Story. Aber das geht dann ein paar Tage oder ein, zwei Wochen so und dann sinkt die Zeit wieder.

    Ich hatte übrigens zwei Frauen im Clan und ich kannte Frauen in anderen Clans und der Community allgemein. Sicherlich eine sehr kleine Minderheit, aber es gibt sie. Andere Genres haben einen deutlich höheren Frauenanteil. Vor allem Rollenspiele. Wo das sehr offensichtlich ist, war in Biowares „Dragon Age“ Forum bevor das Spiel veröffentlicht wurde. Der Anteil an weiblichen Postern war deutlich. Und was Gewalt an sich betrifft, hat „Dragon Age“ mehr als manche FPSs. Es ist lediglich kein Spiel, dass auf reine Reaktionsfähigkeit setzt.

  27. @MHH

    Auch ich bin positiv davon überrascht, dass ihr hier von euch aus Rede und Antwort steht. Die kritischen Stimmen hier sollte man aber besser nicht überbewerten. Angesichts manche Statements – z.B. die neuste pfeifferische Wahrheit: Computerspiele würden ernsthaft junge Leute zum Einstieg ins kriminelle Rockermilieu bewegen – sollte man das Vorhandensein einer gewissen Skepsis gegenüber seriösen Wissenschaftlern und renomierten Instituten nachvollziehen können. Andererseits sollte man hier als Laie besser nicht Wissenschaftlern vorschreiben, wie sie ihren Job (nicht) zu machen haben. Schließlich sollte man, wo man kritisiert, dass Leute über Videospiele Aspekte erzählen, obwohl sie keine Ahnung haben, es diesen bzgl. dieser Forschung nicht gleichtun.

  28. Ich hoffe das MHH versteht das wir nur deshalb so misstrauisch sind und Fragen stellen weil es viele Wissenschaftler gab die Schindluder betrieben und in ihrer Meinung zu Spielen sehr stark vorbelastet waren und nicht selten das Ergebnis lieferten für das gezahlt wurde und die eher an Selbstdarstellung ihrer Person interessiert waren als an wirklichen Fakten und seriösen Studien, als Beispielpersonen auf denen dies zutraff nenne ich mal Pfeiffer, Hopf, Weiß und Spitzer. Wenn Menschen und ihr Hobby immer wieder als Opfer herhalten müssen für Unsinn wird man misstrauisch das ist nun einmal so.

  29. Edit:
    Das das MHH mit uns redet begrüße ich allerdings sehr, es freut mich das die das tun, das kennt man von den anderen nicht, die anderen wollen nicht mit uns reden selbst wenn wir das Gespräch suchen. Ein offenes und ehrlcihes Gespräch ist der erste Schritt zur Verständigung und mehr Akzeptanz auf beiden Seiten und zeugt von gegenseitigen Respekt.

  30. Spontan erlebe ich böse Erinnerungen an eine Studie Klaus MATHIAKs und René WEBERs, an der ein Freund von mir als Proband teilnahm:
    Mathiak, Klaus / Weber, René (2006b): Toward Brain Correlates of Natural Behavior: fMRI during Violent Video Games. In: Human Brain Mapping; Nr. 27, S.948-956.

    Ein paar der gravierenderen Probleme:

    Das Problem, dass die Probanden mit fixiertem Kopf in einem Kernspintomographen spielen mussten, wurde nicht als Problem (Stressor, resp. bias-Faktor) realisiert; e contrario: „[…] having a subject play video games within a functional magnetic resonance imaging (fMRI) scanner can be considered an ideal paradigm to study behavior in immobilized subjects.“ [sic!]

    Andere Stressoren wurden schlichtweg ignoriert, auch nach Hinweisen zumindest eines Probanden (s.o.), z.B. dass die Laborsituation keine reale Spielsituation repräsentiert und extrem zur Verzerrung neigt; man sei sich des Problems bewußt… einen Niederschlag in der Interpretation der Ergebnisse fand dieses bewußtsein aber nicht:
    So mußten die Probanden das Spiel liegend, mit fixiertem Kopf (s.o.), aber nicht mit der üblichen Maus-/Tastatur-Kombination (oder zumindest ein Gamepad) kontrollieren, sondern mit einem dreitastigem Trackball (eine Taste zum Einkaufen, eine zum Schießen, eine zum Gehen, wobei man immer nur in Blickrichtung gehen konnte)! [sic!]

    Das dies natürlich selbst für einen versierten Spieler ein Stressfaktor ist, mithin dafür sorgt, dass ich kein sog. „flow“, sondern eben Frust (aufgrund des Kontrollverlustes) beim Spielen einstellt, dürfte eigentlich jedem klar sein; oben erwähnter Freund hat es im gesamten Experiment zu gerade mal einem Feindabschuss gebracht… und an dieser Stelle sollte auch angemerkt werden, dass ein versierter Spieler auch nicht unbedingt mit jedem „Egoshooter“ zurecht kommt, da diese sich doch ganz erheblich voneinander unterscheiden, beginnend auf der Steuerungebene (auch wenn das Grundschema gleich ist, gibt es da Unterschiede, sei es eine latente Reaktion der Maus, zu geringe Maussensibilität oder generell zu geringe oder hohe Reaktivität auf Eingaben etc.) bis hin zur inhaltlichen Ebene – nicht jedem, dem der eine „Egoshooter“ gefällt, dem gefällt auch der andere… und ein Nichtgefallen mag auch da mit Ablehnungsreaktionen, bis hin zu Frust und Aggression führten; man nehme nur einen Spieler, der mit heutigen „Egoshootern“ aufgewachsen ist und nun zum ersten Mal „Wolfenstein 3D“ spielen muss, der ist u.U. von der rpetativen, labyrinthartigen Leveln, der Grafik, der unkomfortablen Steuerung u.ä. abgestoßen).

    … gespielt wurde übrigens „Tactical Ops: Assault on Terror“.

    Die beiden Forscher präsentierten dann zusammen mit Ute RITTERFELD folgendes: Weber, René / Ritterfeld, Ute / Mathiak, Klaus (2006): Does Playing Violent Video Games Induce Aggression? Empirical Evidence of a Functional Magnetic Resonance Imaging Study. In: MEDIA PSYCHOLOGY; H. 8, S. 39–60.

    Die Idee der Studie war durchaus interessant:
    Anders als in anderen Studien, wo Effekte während des Stimulus oder eben nur ex post facto gemessen werden, dokumentierte man das Spielgeschehen und synchronisierte es mit den Messwerten des Kernspintomographen; zu jedem messwert gab es also eine entsprechende Spielsituation, so dass man die Effekte eindeutig mit der dargesellten Gewalt in Verbindung bringen konnte… so dachte man:

    „The coding scheme consisted of five categories defining the ordinal play phases
    as (1) passive/dead, no interactions; (2) active/safe, no imminent danger/no violent
    interactions; (3) active/potential danger occurs, violent interactions expected; (4)
    active/under attack, some violent interactions; and (5) active/fighting and killing,
    many violent interactions. The play phases differ in the intensity of violent interactions from 1 (no interactions) to 5 (many violent interactions). In addition, 19
    types of transitions between the 5 main play phases were defined. The transitions
    reflected how a participant decided to interact in a certain situation to switch between
    the play phases. The coding scheme also provided special codes to rate cases
    in which the research participants exhibited violent behavior without a need to
    score (e.g., committing suicide; shooting at team members, hostages, or inventory;
    shooting at already killed opponents again; looting).“ (S.44)

    Der gröbste Denkfehler sollte relativ klar sein: Die fünf Spielsituationen unterscheiden sich nämlich nicht nur bzgl. der Gewaltdarstellung, sondern erfordern vollkommen unterschiedliche Spielweisen und stellen unterschiedliche Ansprüche an den Spieler; ein Feuergefecht ist etwas anderes, als ein exploratives Erkunden der Gegend… das ersteres zu deutlich messbaren, anderen Ergebnissen führt, liegt ja auf der Hand (und da ahlte man sich vor augen, dass die Probanden dank Trackball permanent von den „Bots“ abserviert wurden…).

    Vor allem stellt das die Frage auf, wie man einer Kontrollgruppe ein Vergleichsmedium vorsetzen will, dass die gleichen Anforderungen an den Spieler stellt, ohne als Gewalt (oder aggressives Verhalten i.w.S.) klassifiziert zu werden… diese Kontrolle fehlte bei dem geschilderten Experiment natürlich, genau so wie etwaige Relationswerte die überhaupt klar machten, dass die entsprechenden Effekte, die man da gemessen hat, irgendwie als Rückschluss auf eine wie auch immer geartete, medieninduzierte Aggression zu werten wären (und ich fange da erst gar nicht an mit dem Problem, dass mand a nciht medienübergreifend arbeitet um irgendwie brauchbare Relationswerte zu generieren… wie auch; man kann ja einen Fußballfan kaum im Stadion an so ein Gerät schließen).

    Von den ganzen anderen problemen, wie der positiven Attributisierung der inhalte und Situation als gewaltdarstellend, Mängeln in der Aggressions- und Gewaltdefinition u.ä. fange ich auch nicht an.

    Da würde mich jetzt interessieren, wie die MHH solche Probleme vermeiden will.

  31. @Vica

    Ich glaube bloß einen Text mit 3 Tasten zu schreiben kann zu einer frustrierenden Geduldsprobe werden. Und dann erst spielen…

  32. Ich merke ja schon das ich mit einem Gamepad gleichen Typs und Marke schon meine Schwierigkeiten habe wenn es nicht mein Gamepad ist und ich bin das was man einem routinierten Spieler nennen würde, für Nicht-Spieler ist Eingabegerät gleich Eingabegerät aber das ist es natürlich nicht aber wie soll man sowas auch wissen wenn man nicht selbst spielt. Ich kann desweiteren zbsp. auch nur in sitzen gut spielen, in stehen schon deutlich schlechter und in liegen kaum.

  33. Edit: Selbst die Entfernung zum Monitor/TV-Gerät hat bei mir Einfluss darauf wie ich spiele und wie ich mich dabei fühle. Ich sitze zbsp. nur ungerne sehr nah oder sehr weit weg vom Bildschirm.

  34. @ MHH: Von mir auch vielen Dank für die Stellungnahme/n! Hätte ich in dieser Form gar nicht erwartet. :-)

    „Ich möchte hier nochmal nachdrücklich darauf hinweisen, dass tatsächliche Untersuchungsergebnisse aus wissenschaftlichen Untersuchungen und ihre mediale Darstellung zwei verschiedene Paar Schuhe sind.“

    Das ist natürlich richtig. Viele Wissenschaftler haben schon hilflos dabei zusehen müssen, wie ihre Forschungsergebnisse öffentlich missinterpretiert wurden. Daher meine Anmerkung bzgl. der Formulierung des Fazits, um solche Mißverständnisse zumindest teilweise aus der Welt zu schaffen. Vielleicht hören wir an dieser Stelle ja zwischenzeitlich mal was zum Stand der Untersuchung. Würde mich freuen.

  35. Schön das hier jemand vom MHH mitliest und antwortet.
    Das ist die Gelegenheit ein paar Fragen zu beantworten:

    1.) Wie ist Dr. Bert te Wildt in diese Studie eingebunden ?
    2.) Ist das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen in diese Studie eingebunden ?
    3.) Dr. Bert te Wildt und Florian Rehbein vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen referieren am 4. Juni 2010 in Berlin über die „Zielgruppenorientierte Mediensuchtprävention“. Ist diese Zusammenarbeit ungewöhnlich, oder arbeiten KFN und KHH regelmäßig zusammen ?

    4.) Der Leiter des KFN, Dr. Christian Pfeiffer zählt zu den Erstunterzeichnern des „Kölner Aufrufes gegen Mediengewalt“. In diesem Aufruf wird behauptet es existiert ein „militärisch-medialer-industrieller Komplex“ der mit „Spielen Soldaten für künftige Kriege heranzieht“, und das dieser Komplex Wissenschaft und Politik, insbesondere die Bundeszentrale für Politische Bildung unterwandert hat. Des weiteren wird behauptet das nicht die Eltern (und andere Erzieher) verantwortlich sind wenn Kinder gewalttätig werden, sondern dieser Komplex.
    Die Unterzeichner fordern das Politiker und Wissenschaftler die diesem Komplex angehören abtreten.
    Wie steht das MHH und Dr. Bert te Wildt zu diesen Positionen ?
    5.) Die Verbindungen zwischen dem Kölner Aufruf und der rechtsextremen Psychosekte VPM wurde vor kurzen im Heise Magazin Telepolis thematisiert. Wie beeinflußt die Unterstützung des Kölner Aufrufs durch den Leiter des KFN die Zusammenarbeit zwischen KFN und KHH ?

    6.) In einem Interview für die „Zeit“ behauptet Dr. Bert te Wildt
    a) „Man bekommt den Eindruck, dass diese jungen Männer wie „Kampfmaschinen“ funktionierten. Das haben ihnen letztlich die Computerspiele beigebracht.“
    b „Ego-Shooter basieren ja ursprünglich auf Computersimulationen für das Militär. Diese wurden insbesondere dazu geschaffen, die Hemmung, andere Menschen zu töten, abzutrainieren.“
    Welche Quellen belegen diese Behauptungen ?

    Solange diese Fragen nicht geklärt sind würde ich nicht an einer Untersuchung teilnehmen, die eventuell nur dazu dienen soll dem Umfeld des Kölner Aufrufs neue Munition zu liefern.

    Quellen:
    http://www.zeit.de/online/2007/26/psychiater-interview-wildt?page=all
    http://www.rollenspielsucht.de/resources/2010_Mediensuchtkonferenz_Flyer.pdf

  36. Ich wäre an Eurer Stelle nicht so ablehnend gegenüber der reinen Untersuchung. Wie die Ergebnisse nach interpretiert werden und ob sie die Korrelationen dann tatsächlich auch valide sind wird sich erst hinterher zeigen.
    Den Versuch an sich schon abzustrafen ist genauso unfair wie Computerspiele des Tötens zu beschuldigen.
    Zum genauen Untersuchungsziel wird der Mitarbeiter des MHH wohl nicht viel sagen, denn wenn man zuviel über den Sinn und Zwecks und die Funktionsweise des Tests weiß, dann kann das schon die Ergebnisse verfälschen.

  37. Ich habe noch gar nicht zu graben angefangen…
    http://www.zeit.de/online/2007/26/psychiater-interview-wildt?page=all

    „PD Dr. med. Bert te Wildt Oberarzt Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Suchtmedizin an der MHH“

    Kleiner Auszug zur Info:
    „Wie wahrscheinlich ist es, dass Kinder und Jugendliche diese Gewalt auch in der Realität einsetzen?

    Wenn man sich verschiedene Amokläufe ansieht, zum Beispiel die in Littleton oder in Erfurt, ist zu erkennen, dass die Abläufe von einem geradezu „perfekten Timing“ gekennzeichnet waren und die Schüsse äußerst präzise abgefeuert wurden. Man bekommt den Eindruck, dass diese jungen Männer wie „Kampfmaschinen“ funktionierten. [b]Das haben ihnen letztlich die Computerspiele beigebracht. Ego-Shooter basieren ja ursprünglich auf Computersimulationen für das Militär. Diese wurden insbesondere dazu geschaffen, die Hemmung, andere Menschen zu töten, abzutrainieren[/b]. Wenn jemand diese Hemmung einmal überwunden hat, kann das in der Computersimulation gebahnte Programm im Extremfall „angeworfen“ werden und sich im Sinne eines einfachen Reiz-Reaktions-Schemas auf fatale Weise „abspielen“.“


    soll ich graben?

  38. FRONTAL 21
    http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/2/ … 42,00.html

    „Sie klinken sich aus dem realen Leben aus, brechen mit der Familie, ignorieren Freunde, scheitern im Studium, gehen nicht mehr zur Arbeit: Immer mehr Jugendliche und auch Erwachsene verfallen aktuellen Studien zufolge der Online-Spielsucht. Besonders Zeit fressende Rollenspiele wie „World of Warcraft“ (WoW) haben einen hohen Suchtfaktor, dem in Deutschland schon mehrere zehntausend Spieler zum Opfer gefallen sind.“

    „Erwachsene Internetabhängige haben sich schon von der konkret realen Umwelt und ihrem eigenen Körper ein Stück weit verabschiedet. Doch sie können vom Arbeitslosengeld gut leben und auch den Zugang zum Internet davon bezahlen“, erklärt Wildt.

    soll ich weiter graben?

  39. http://209.85.129.132/search?q=cache:jBirS2OPY1QJ:www.pcgames.de/aid,527440/Killerspiele-meine-Meinung/PC/+Bert+te+Wildt+Killerspiele&cd=7&hl=de&ct=clnk&gl=de

    „Da behauptet ein Dr. Bert te Wildt von der Medizinischen Hochschule Hannover, in Deutschland wären Computerspiele ab 16 Jahren freigegeben, in denen Frauen erdrosselt und Menschen mit Kettensägen zerstückelt würden. Den Namen des Spiels hat er freilich nicht genannt.“

    mal wühlen…

  40. Aktueller Artikel
    http://www.sn-online.de/Nachrichten/Hannover/Uebersicht/Angehoerige-von-Computersuechtigen-bekommen-Hilfe

    „Für Bert te Wildt, Psychiater an der Medizinischen Hochschule Hannover, haben Computerspiele oder Onlinerollenspiele ein ähnliches Potenzial wie Alkohol und Nikotin, abhängig zu machen. Die Betroffenen können ihren Spielkonsum nicht mehr steuern, erhöhen laufend ihre Dosis, leiden bei Entzug mit Zittern, Unruhe und Aggressivität.

    Der Artikel selbst ist von der üblichen Sorte. Also nix neues, und es hat sich nix geändert.

    SO, ich geh joggen. Kyou wa ii tenki desu ne!

  41. @amegas

    http://stigma-videospiele.de/wordpress/?p=3805

    Vergleiche von einem (noch) nicht einmal als Sucht anerkannten Verhalten mit stoffgebundenen Abhängigkeiten sind schon harter Tobak. An dem Namen des Spieles wäre ich auch interessiert. Vielleicht ist die geschnitte deutsche Version von GTA: San Andreas gemeint (KFN FTW!), obwohl das Zerstückeln da genaugenommen nicht geht – übers Erdrosseln kann ich nichts sagen.

  42. @Rey Alp
    Bert te Wildts hält auch am 4. Juni 2010 einen Vortrag mit einem Mitarbeiter des KFN in Berlin über “Zielgruppenorientierte Mediensuchtprävention”, auf einem Kongress der von der Diakonie organisiert wird. Einige Erstunterzeichner des Kölner Aufrufs treten dort ebenfalls auf.
    Ich hab dazu noch einen Beitrag in der Moderation hängen…

  43. @Alrik

    Darauf bin ich dann man gespannt. Sofern te Wildt die Aussagen hier – wie die mit dem Militär – richtigstellen kann, sollte er vielleicht Kooperationen mit zweifelhaften Gestalten vermeiden, um nicht mit diesen (Kölner Aufruf, Psychoskten etc.) in Verbindung gebracht zu werden.

  44. Pff, da mach ich mir die Mühe mal ein bisschen zu recherchieren und die doohfen Alrik und amegas waren viel schneller :P
    Da ich selbst im Bereich der empirischen Gesellschaftswissenschaften unterwegs bin, möchte ich dazu aber kurz anmerken:

    Generell produziert eine solche Untersuchung erstmal Daten. Diese Daten sind idealerweise erstmal „werteneutral“, wobei ein Versuchsaufbau der auf falschen Prämissen fußt natürlich fehlerhafte Daten liefert aus denen keine haltbaren Folgerungen gezogen werden können (was die Leute davon natürlich nicht abhält…). Daher hoffe ich, MHH findet in den Kommentaren hier einige nützliche Hinweise und versteht sie als konstruktive Kritik. Die (lobenswerte) Beteiligung auf dieser Seite erweckt ja den Eindruck, dass es den Forschern hier durchaus darum geht, „saubere“ Daten zu erheben.

    Ohne vernünfitge Daten ist keine seriöse Forschung möglich, darum würde ich generell an derartigen Experimenten als Versuchsperson teilnehmen und dies auch anderen Leuten nahelegen.

    Der Knackpunkt in diesem speziellen Fall ist aber, dass hier Verbindungen zu Personen und Organisationen bestehen, die in der Vergangenheit teilweise extrem durch Äußerungen aufgefallen sind, die polemisch, unreflektiert oder auch schlicht faktisch falsch sind. Und diese Äußerungen werden explizit in der Funktion des Wissenschaftlers getroffen. Dies widerspricht teilweise so eklatant den Grundlagen empirischer Forschung, die Studenten in den ersten Semestern lernen, dass es – mit Verlaub – schon weh tut. Es widerstrebt mir daher an Experimenten zur Datenerhebung teilzunehmen bei denen ich annehmen muss, dass die Analyse- bzw. Interpretationshoheit bei oben erwähnten Personen liegt.

    Würde ich an dem gleichen Experiment teilnehmen, wenn es von Leuten durchgeführt werden würde, die in der Vergangenheit eher eine „gewaltdarstellende Videospiele erzeugen keine abgestumpften Amokläufer“-Haltung vertreten haben? Vielleicht ein wenig bereitwilliger, davon möchte ich mich nicht lossprechen. Aber auch dort würden die möglichen Fehlannahmen für den Versuchsaufbau mit Sicherheit angesprochen werden.

    Im übrigen würde ich bereitwillig an Experimenten von Herrn Dr. Pfeiffer und Dr. te Wildts teilnehmen, wenn die (anonymisierten) Rohdaten im Anschluss öffentlich zugänglich gemacht werden würden und so die Interpretation, die diese Herren im Anschluss ziehen, nicht anhand der von ihnen ausgewählten veröffentlichten Beispieldaten, sondern den tatsächlichen Rohdaten verifiziert oder kritisiert werden können. Ich hoffe, das sehen andere Leute hier genau so. Eine unreflektierte „Wir machen nicht mit, weil der Pfeiffer doof ist“-Einstellung möchte ich mir jedenfalls nicht vorwerfen lassen.

    Beste Grüße

    /Oliver

  45. Ich will ja nie den Advocatus Diaboli spielen, doch da möchte ich ausnahmsweise mal schon die Vertretung des MHH Welche sich hier zu Wort gemeldet zu haben scheint vorsichtig in Schutz nehmen: Skepsis ist sicher angebracht, aber eine Verbindung zu diesem Gedankengut sehe ich da jetzt (noch) nicht. Glaub auch kaum, dass sich von Leuten mit dieser Geisteshaltung hier jemand in der Form zu Wort melden würde: mit Blick auf Herrn Huber werden so Veranstaltungen wie diese hier doch eher im Sinne der Analyse vermeintlich realitätsfremder, gewaltorientierter Personen gesehen, welche die angeblich so eindeutigen „wissenschaftlichen“ Erkenntnisse dieser Leute ignorieren und dafür ihre eigenen Scheinwelten konstruieren würden ;-) Ich mein, am Institut für Politikwissenschaft Innsbruck arbeitet auch nicht nur jemand für Claudia von W… Sicher hat sich dort (beim MHH) Niemand entschuldigt, schon gar keine Leitung, die Situation ist aber in Deutschland darüber hinaus ja leider Gottes so, dass eine Vielzahl von maßgeblichen Leuten den KA Unterschrieben haben… Beinahe doch alle die regelmäßig im Fernsehen zum Thema als „Experten“ sprechen…

  46. Oliver, das Problem mit Pfeiffer ist nicht das er doof ist.
    Sondern das er mit seiner Unterschrift unter dem Kölner Aufruf eine Aktion unterstützt der Verständnis von Wissenschaft von Verschwörungstheorien beherrscht ist.
    Wer Andersdenkenden – darunter Politiker, Journalisten und Wissenschaftler – pauschal unterstellt von einer Ausländischen Macht für sinistere Zwecke gekauft zu sein zeigt damit einer Denkweise auf die mit der offenen und pluralistischen Gesellschaft unserer Republik nicht vereinbar ist.
    In einer offenen und pluralistischen Gesellschaft sind auch andere Meinungen nicht nur toleriert sondern auch erwünscht.

    Ich halte Dr. Pfeiffer nicht für doof.
    Ich halte ihn sogar für intelligent genung um zu begreifen was für Menschen und Gruppen den Kölner Aufruf initiert und unterschrieben haben.
    Als ehemaliger Justizminister von Niedersachsen sollte er auch über genügend politischen Instink verfügen um die Auswirkungen seiner Unterschrift und den Ernst der Vorwürfe gegen staatliche Stellen – wie die Bundeszentrale für politische Bildung – sowie die Tragweite der Forderungen zu verstehen.
    Nein, ich kann Ihm nicht zu gute halten er wäre zu doof dies alles zu verstehen.

    Letzten Endes muß sich auch das MHH mit dem Kölner Aufruf auseinander setzen. Sollte es nämlich bei der Studie zum Schluß kommen das selbst Spieler die mehr als vier Stunden pro Tag keine Amokläufer oder zukünftige Soldaten für die Völkerrechtswidrigen Kriege der USA auf den Balkan und Afghanistan werden liegt zumindest für die Unterstützer des Kölner Aufrufs der Verdacht nahe das MHH gehört zu jenen Instituten welche vom militärisch-medialen-industriellen Komplex korrumpiert wurden.
    Vertreter des MHH wie Dr. te Wildts könnten sich dann schnell in einem virtuellen Volksgerichtshof wiederfinden, vor dem ihnen dann für ihre Verbrechen am Volk der Prozeß gemacht wird:
    „Wir fordern:
    dass Politiker, Wissenschaftler und Medienvertreter ihrem Auftrag gerecht werden, dem Frieden zu dienen, wie es Grundgesetz, Menschenrechte und Völkerrecht verlangen – sonst müssen sie abtreten.“

  47. @Alrik: Ich habe Dr. Pfeiffer auch nie unterstellt doof zu sein sondern dieses Label als übertrieben-pauschalisierten Antitheton zu meinen vorher ausgeführten Kritikpunkten angebracht und die impliziten Bitte/Vorwurf, Dr. Pfeiffer möge, wenn er explizit in der Rolle als Wissenschaftler politischen Einfluss nimmt, bitte den Grundforderungen empirischen wissenschaftlichen Handelns gerecht werden damit zu unterstreichen versucht.
    Ich halte Herrn Pfeiffer nicht für doof. Ich halte ihn für jemanden, der den Ansprüchen der Rolle des Wissenschaftlers zum teil nicht gerecht wird, deren Kompetenz-Bonus er in der Debatte in die Waagschale wirft.

  48. @Oliver
    Meinst Du das mit dem nicht-gerecht-werden auf seine empirische Arbeit bezogen, oder auf die öffentlichen Auftritte und politischen Schlussfolgerungen? Als Außenstehender kann ich mich nur zu seinen Auftritten äußern und wie die mit meinen wissenschaftstheoretischen Kenntnissen, darüber wozu Wissenschaft am Menschen in der Lage ist und wozu nicht, abgleichen

  49. als Politiker halte ich ihn übrigens für einen begnadeten Populisten, der die Rolle des Wissenschaftlers sehr gut für seine politische Arbeit einsetzt.

  50. @Alrik
    Ja, stimme ich zu: ich frage mich bloß welche Rolle die Wissenschaft als Wissenschaft dabei so spielt – ist sie ein Ersatz für die Voranbringung angeblich richtiger Werte, hier in Österreich gab es ja einmal eine gewisse Diktatur des Klerus zwischen 1934 Und 38 Wo da über die (katholische) Religion auch so manches ging, oder ist das bei Pfeiffer doch mehr bloße Profession. So wie ein Jurist als Politiker auch eine gewisse Kompetenz in manchen Punkten hat: also eher negativ mit möglicherweise üblen Hintergedanken, oder doch positiv

  51. @Pyri: Es gibt in unserer säkularen Welt so etwas wie „Wissenschafts-Gläubigkeit“. Wenn eine Person nun in einer öffentlichen Diskussion aktiv in der Rolle als Wissenschaftler teilnimmt, hat er bei nicht wenigen Zuschauern eine Art „Kompetenz-Bonus“. Dahinter steckt die Idealvorstellung, ein Wissenschaftler sei immer automatisch Experte für das Thema zu dem in der Diskussion beiträgt und präsentiere objektive wissenschaftliche Fakten.
    Wenn man sich nun z.B. die Beispiele anschaut die hier in den Kommentaren genannt worden sind, dann wird schnell klar, dass Herr Pfeiffer bei seinen Auftritten diesen Anforderungen an das Bild „Wissenschaftler“ nicht gerecht wird. Er nimmt als Politiker am Diskurs teil, beansprucht für sich aber die Rolle des Wissenschaftlers. Beruft er sich dann z.B. auf irgendwelche Untersuchungen/Statistiken werden seine _Interpretationen_ der Daten von vielen als _Analysen_ wahrgenommen.
    Einfaches Beispiel: Zwei Frauen unterhalten sich über das Thema „Prügelstrafe in den Schulen wieder einführen“. Sie sind sich in diversen Punkten nicht einig. Eine der beiden Frauen positioniert sich deutlich als „Mutter“, indem sie z.B. betont, dass sie ja selbst zwei Kinder hat, die bald eingeschult werden. Für Zuhörer wirken die Beiträge der Frau in der Rolle „Mutter“ nun zunächst einmal „richtiger“ als die der „Nicht-Mutter“, da sie annehmen, die „Mutter“ verfüge aufgrund ihrer Rolle über Expertenwissen. In vielen Fällen ist das tatsächlich (in unterschiedlich starken Ausprägungen) der Fall, aber halt nicht immer. Wenn die „Mutter“ z.B. in der Diskussion an mehreren Stellen Dinge behauptet, die nachweislich falsch sind, dann benutzt sie ggf. ihre Rolle, um ihren Behauptungen den Anschein von Richtigkeit zu geben und sich so in der Diskussion einen Vorteil zu sichern.
    Ein Ähnliches Beispiel wäre z.B. die Diskussion zwischen einem Zivilisten und einem Berufssoldaten zum Thema Afghanistaneinsatz. Ein „Betroffener“ verfügt in der Regel einfach über mehr Wissen zu einem Thema als ein Außenstehender. Wissenschaftler haben da eine Sonderrolle; man nimmt bei Ihnen an, dass sie durch ihre intensive Beschäftigung mit dem Thema über (fast) so viel Themenwissen verfügen, wie „Betroffene“, wenn nicht sogar _mehr_, da der Wissenschaftler ja ggf. nicht nur einen Einzelfall untersucht hat, sondern eine ganze Reihe von Fällen. Zudem spielt der Nimbus der „wissenschaftlichen Neutralität“ da mit rein.
    Dies zeigt sich in der Debatte um gewaltdarstellende Videospiele sehr deutlich. Herr Pfeiffer gibt sich ganz bewusst in der Rolle des Wissenschaftlers und nutzt den damit verbundenen „Experten-Bonus“ aus. Warum sind die Gamer in der Diskussion dann nicht mit Herrn Pfeiifer „auf Augenhöhe“? Schleßlich sind sie ja Experten, oder? Vielleicht sind sie das, aber durch die Sache mit der „wissenschaftlichen Objektivität“ rückt der „Wissenschaftler“ zum Einen dann noch ein Stück weiter nach oben auf der „Glaubwürdigkeitsskala“, zum anderen wir durch die gezielte Darstellung der Gamer als „Kranke“, „Süchtige“ oder „Indoktrinierte“ deren Expertenstatus untergraben.

  52. @Oliver
    Ja das ist sicherlich alles sehr richtig. So sehe ich das auch, das ist ein Status den man beobachten kann, auch von außerhalb, doch mich hätte noch interessiert welche Motive da dahinter stehen – weshalb Pfeiffer so auftritt, wie das einzuschätzen ist: ich mein, er war ja schonmal Justizminister in Niedersachsen und ging dann in die Forschung zurück. Das gab es hier in der österreichischen Steiermark auch einmal in der Sozialdemokratie, die Forschung dieses Politikers wurde aber nicht in die Politik getragen.
    Darüber wie Pfeiffer als Justizminister aufgetreten ist habe ich aber ehrlich gesagt auch keine Kenntnisse – kenne ihn bloß als Wissenschafter der politisch auftritt…
    Es gibt ein Interesse für Jugendschutz, eines die Kriminalität zu senken – wohl das Interesse eines jeden Kriminologen – daneben welche für Ganztagsschulen usw. Doch wie sich das ganze zusammenfügt, Wissenschaft und Politik bei Pfeiffer sozusagen, der letzte Baustein dazu, der fehlt mir persönlich da noch im Kopf

    Da habe ich bloß indirekte Indizien, zum Beispiel über die Diskussion hier und anderswo von der Community mit seiner Schwester, welche offenbar schon nicht in der Lage ist JEDES Buch als autochtones Kunstwerk zu begreifen – dieses Denken lässt sich auch in Interviews mit Pfeiffer selbst (also dem Bruder) irgendwie nachweisen, wenn er über das spricht was Menschen kreativ geschaffen haben.

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