VGMG äußert sich zu VPM-Verbindungen

(telepolis) In einem bei Telepolis veröffentlichten Artikel wurde behauptet, dass Verbindungen zwischen der schweizer Vereinigung gegen mediale Gewalt (VGMG) und dem als „Psychogruppe“ eingestuften Verein zur Förderung der psychologischen Menschenkenntnis (VPM) bestehen würden. So würde die VGMG auf die Publikation Zeit-Fragen verweisen, die Sprachrohr des VPM gewesen sei und immer noch als Plattform für die ehemaligen Mitglieder dienen würde. Darüber hinaus würden auch Artikel von (Gründungs-) Mitgliedern des VGMG – wie Rudolf Hänsel und Peter Büttiker – bei Zeit-Fragen zu finden sein. Die Verbindungen bestünden aber auch in der anderen Richtung. So handelt es sich nach Hugo Stamm bei jedem 7. VGMG-Gründungsmitglied um einen VPM-Anhänger. Für die VGMG bezieht Näf Stellung:

Er verweist zum einen darauf, dass man allein aus dem Umstand, dass man Artikel bei Zeit-Fragen publiziere, noch nicht auf eine geistige Nähe schließen könne. So würden sich dort auch Artikel von/Interviews mit Personen wie Peter Scholl-Latour finden, die man kaum in die Nähe des VPM rücken könne.

Zur Aussage, dass sich unter den (Gründungs-) Mitgliedern des VGMG VPM-Sympathisanten befinden würden, äußerst sich Näf wie folgt:

„Auch den Vorwurf, VPM-nahe Leute gehörten zu den Gründungsmitgliedern der VGMG, können wir nicht verifizieren. Grundsätzlich kann unsere Vereinigung wie jeder andere Verein in der Schweiz Neumitglieder nicht einer Gewissensprüfung unterziehen.“

Nichtsdestotrotz distanziert man sich von „von rechtsradikalen Ideologien, wie sie vom VPM vertreten wurden„, und stellt klar, dass die „erwähnten Personen […] zwar Mitglied unserer Organisation [sind], aber sie nehmen keine Funktionen wahr und sind auch nicht im Vorstand vertreten.“.

Abschließend wähnt Näf hinter dem Artikel eine Kampagne der „Game-Industrie“:

„Es stellt sich auch die Frage, ob Herr Stamm unabhängig von der Game-Industrie bzw. vom entsprechenden Verband SIEA gehandelt hat.“

Stellungnahme 1
Stellungnahme 2

15 Gedanken zu “VGMG äußert sich zu VPM-Verbindungen

  1. telepolis:
    „So findet sich unter den „bewährten Links“ auf der Webseite des VGMG ein Link auf die Publikation Zeit-Fragen.“

    Sieht so aus als wäre der Link auf Zeit-Fragen.ch mittlerweile verschwunden,
    obwohl laut Stellungnahme 2 „auf der Website von „Zeit-Fragen“ keine Hinweise auf rechtsradikale oder VPM-nahe Ideologien zu finden sind.“
    Mal sehen wie sich das noch entwickelt, könnte ja recht interessant werden.

  2. Und ich wollte den Herrn Stamm noch selbst darauf aufmerksam machen… Gut dass ich das so gelassen habe. Da entwickelt sich alles ja auch schön ohne mein zu-tun. Jetzt würde ich aber zu gerne wissen was der Stamm da von sich aus (?), oder der Games-Industrie wie Näf in den Raum stellt, geschrieben hat, dass der Näf noch als falsch geschrieben darstellt – leider ist auf seinem Blog zumindest (noch) nichts davon zu finden http://newsnetz-blog.ch/hugostamm/
    Näf reagierte ja nicht wirklich auf den Telepolis-Artikel Bastian Birkes scheinbar, sondern einem im Tagesanzeiger von Stamm – der in der Schweiz schon früher die VPM-Nachfolge kritisiert hat
    Aber jedenfalls schön zu sehen wie sich ein selbsternannter „linker Politiker“ gegen „Gewaltverherrlichung“ damit verteidigt, dass ja auch von Christoph Blocher (!!) dort (bei Zeit-Fragen) was veröffentlicht wurde…
    Lustig finde ich, dass Näf den historischen VPM als „rechtsextreme Sekte“ bezeichnet – das müsste er doch wirklich nicht, oder ;-)

    Der Bastian Birke scheint mir mit seinen Informationen auch für mich als Wissenschafter jedenfalls nicht angreifbar zu sein. Das fällt mir da schon sehr auf – was dieser umtriebige Journalist (Stamm) bloß geschrieben hat, dass den Näf (samt VGMG Als Verein) so aufgeregt…

  3. Nachtrag: bei Alfred Adler fehlt ein „für“ – Adler ist FÜR Den VPM Wichtig (gewesen), hat mit dem Verein als historische Person direkt jedoch sicher nichts zu tun (gehabt). Helga Zepp-LaRouche redet schließlich auch immer zu über Friedrich Schiller, ohne dass der für ihren Mann und dessen fragwürdige politische Bewegung (inklusive ihrer selbst) was dafür könnte…

  4. Typisch, es wird sofort wieder Versucht ne Verbindung zur Spiele-Industrie herzustellen.
    Frei nach dem Motto, der is nicht unserer Meinung, der MUSS von der Games-Industrie gekauft sein.

    Das zwischen VGMG und VPM eine Verbindung besteht ist doch mehr als offensichtlich, diese zu verleugnen zeigt doch nur das es dem VGMG jetzt wo sie enttarnt wurde das ganze etwas peinlich ist.

    Damals als man diese Leute zur Gründung des Vereins gebraucht hat schien ihnen die Zugehörigkeit zur VPM ja mehr oder weniger egal zu sein.
    Und keiner kann mir erzählen das denen völlig unbekannt war welcher Genosse wohin gehört.

  5. Ja sicher Herr Näf sind wir es die dahinter stecken, wir wollen ja auch die Weltherrschaft an uns reißen. Man kann ehrlich gesagt nur noch ungläubig mit dem Kopf schütteln bei den Näf-Äußerungen.

  6. To be fair, I don’t care too much about an eventual link between VGMG and VPN. More precisely, my problem is not Rudolf Hänsel’s past affiliation with a cult, nor Zeit-Fragen’s affiliation with Voltaire Network. My problem is Rudolf Hänsel’s and Zeit Fragen’s horrible and hateful articles.

    To me, Hänsel isn’t a moron because he’s been member of a cult. He’s been member of a cult because he’s a moron. A lying, hateful moron.

  7. Yes but it’s difficult to communicate this: media violence is easier to be associated with hatred than being against it. There is a strong moral favor for a taste against explicit depictions of violence in the media and someone like Hänsel can easily stand for his views in public. At least in countries like Germany or Switzerland

    @Rey Alp
    Sehr gut dass der Artikel im Tagesanzeiger doch schon länger da ist. Da hab ich wohl mal wieder nach den falschen Begriffen gesucht…
    In Anbetracht der Tatsache, dass bei Moneyhouse eine Renate Hänsel auch als nicht-zeichnungsberechtigt, aber als seit geraumer Zeit fest bei Zeit-Fragen aufscheint, frage ich mich, ob es da nicht noch mehr zu enthüllen gäbe…

  8. Oh, klar, Herr Näf, Peter Scholl Latour passt überhaupt nicht in das Schema des VPM & Kölner Aufrufs…
    Die Gruppen die den Kölner Aufruf mit unterschrieben haben sind schon lange für einen Ausstieg Deutschlands aus der NATO.
    Peter Scholl Latour fordert ebenso eine Ausstieg Deutschlands aus der NATO, zusätzlich fordert er das Deutschland die Bundeswehr mit Atombomben ausrüstet. Das ganze mit den gleichen Antiamerikanischen Untertönen die sich auch im Kölner Aufruf finden:

    http://www.focus.de/politik/cicero-exklusiv/tid-5412/cicero-exklusiv_aid_51967.html
    „Bis dahin sollte die Bundeswehr sich von den überalterten Nato-Schablonen gelöst haben und über die Mittel verfügen, notfalls auch im nationalen Alleingang, am besten aber im engen Verbund mit den französischen Schicksalsgefährten, diesen Gefahren mit vernichtenden Gegenmaßnahmen, notfalls auch mit gezielten „preemptive strikes“ zu begegnen. Dabei kommt es nicht auf die Massen an, sondern auf die kriegerische Eignung einer hochtrainierten Truppe und ihrer speziellen Eingreifkommandos. Diejenigen europäischen Partner, die sich wie Tony Blair als „Pudel Amerikas“ behandeln lassen und die kontinentale Einigung lediglich als eine Art Freihandelszone zu akzeptieren bereit sind, würden dann ihrem eigenen Hang zum Rückfall in Zwist und Missgunst überlassen bleiben.“

    Während des Irakkrieges 2003 stellte sich einige der wichtigsten Länder der Europäischen Union auf die Seite der USA. Einzige Ausnahmen:
    Frankreich und Deutschland. Neben wirtschaftlichen Interessen der Franzosen ( Lizenzen für Ölförderung ) ist dabei in Deutschland vor allem der Wahlkampf ein Grund gewesen.
    In diesem Wahlkampf wurde von Seiten des damaligen Kanzlers ganz offen von neuen deutschen Sonderwegen gesprochen.
    Die Franzosen drohten offen damit die EU-Beitrittsgesuche der Osteuropäischen Länder wie Polen, Tschechien, Ungarn, Slovakei, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien und Bulgarien zu blockieren, wenn diese zusammen mit Großbritannien, Italien und Spanien die USA unterstützen.
    Ein Austritt Deutschlands aus der NATO und eine deutsche Atombombe würden sich vor allem als Druckmittel gegen die Osteuropäischen EU Mitgliedsländer richten, die nach mehr als 40 Jahren Warschauer Pakt gute Gründe gesehen haben zur NATO zu wechseln.

    Ein neuer deutscher Sonderweg – nach 60 Jahren Westbindung durch NATO und EU – würde dem Weltbild vieler Erstunterzeichner des Kölner Aufrufs entsprechen. Das man damit alte Ängste bei unseren Osteuropäischen Nachbarn weckt wird entweder nicht gesehen oder ist sogar erwünscht.
    Schließlich sind die Osteuropäer in den Augen mancher Politiker (siehe z.B. der Verlagerung von Nokia )schon ziemlich frech geworden…
    Ein atomar bewaffnetes Deutschland könnte diesem „undankbaren Pack“ zeigen wer der Herr im europäischen Haus ist…

  9. Talking about „Zeit-Fragen“, here is their latest contribution to the „killer game“ debate : http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2010/nr12-vom-2232010/verbot-von-killergames/

    Excerpts :
    „Schon in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden Killergames, sogenannte Tötungssimulatoren, zur Nahkampfausbildung bei der US-Armee und der Polizei verwendet. Später wurden diese Games vom Kriegsministerium der USA, vom Pentagon, zur privaten Verwendung freigegeben. In der Folge boomte der Verkauf von Killer-PC-Games. Die Spiel­industrie arbeitet heute weiter eng mit dem Pentagon zusammen, so gut wie die Filmbranche, wenn Hollywood Filme produziert, die den Krieg verherrlichen.

    Ein weiterer Punkt, der für ein generelles Verbot von Killergames spricht: In Gewalt­szenen in Killer-Video-Games wird kräftig zugeschlagen. Aber die Helden stehen immer wieder auf und kämpfen weiter. Der Mensch ist aber sehr verletzlich. Es braucht nicht viel, um einen Mann oder eine Frau lebensgefährlich zu verletzen. Ein Fusstritt an den Kopf kann leicht zu einem Schädelbruch führen, ein Schlag in die Nieren kann dieses Organ komplett kaputt machen. In Games tragen die Kämpfer keinen Schaden davon. „

  10. Solange man sich von diesen Realismen nicht verabschiedet sehe ich schwarz bei alledem: ich leide an der Glasknochenkrankheit – bin demnach besonders „verletzlich“. Dennoch verlange ich auch kein Verbot brutaler Kampfsportarten/Unterhaltungen, aber das ist da wahrscheinlich ja auch unterschwellig immer (mit) intentiert, siehe wie mit der UFC, dem MMA-Sport, in Deutschland umgegangen wird :-(
    P.S.: das passt auch ins Bild wenn ein Werner Glogauer dereinst gegen die Slapstick-Gewalt in Cartoons noch aufgetreten ist

    @Shane_Fenton
    As long as they are not saying good-bye to such realism, I tend to be pessimistic with all of that: I have crippling bone disease and to hurt me is therefore especially easy, yet I’m not promoting a ban on brutal martial arts/sports entertainment, but such prohibtion of sports may also always be latent intented in there. Looking how the UFC, the MMA-sport, is treated in Germany :-(
    P.S.: this shows imaginary resemblance to Werner Glogauer who once argued in public against the slapstick-violence of cartoons

  11. I still remember the good old days:
    in the early 90’s all the do-gooders feared that videogames show a false image of violence because the games didn’t show any brutal effects of weapons.
    They talked about the Nintendo-Image of War, citing the pictures from guided bombs „that make war looking like a videogame“.

    Nowaddays the technology is advanced enought to show the brutal effects of weapons, and nowaddays all the do-gooders fear that the kids will be brutalized by them…
    :shaking head:

  12. Ja wie auch etwas dargestellt wird, für manche ist es halt immer verkehrt – bloß überhaupt nicht zu zeigen bei einer Thematisierung, das nicht-darstellen und ausblenden gefällt da noch :-(

  13. So wie sich Herr Näf peinlich zu wehren versucht deutet es für mich auf folgendes hin
    –>“!!!ERWISCHT!!!“<–
    Auch seine geisteskranke Anschuldigung "Mama die Gamesindustrie ist böse zu mir" weist voll darauf hin, dass der Mann klar erkannt hat, dass es nun um seinen Kragen geht, im wörtlichen Sinne.
    Deshalb schlage ich allen Leuten vor, die gegen Verbote sind, dieses Thema weiter auf brisantes Material zu durchleuchten.
    Vielleicht findet man noch die ein oder andere Verbindung, Geldtransaktion, "Freundes-Vetternwirtschaft", bezahlte Mitarbeiter bei der Presse und den ÖR usw.

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