Total War im Unterricht

(via GameStar, 3sat) Auch Videospiele wurden von Pädagogen als Mittel zur Gestaltung des Unterrichts entdeckt. Wie dies aussehen kann zeigt neues am Beispiel des Strategiespiels Napoleonic: Total War. Dass Videospiele (historische) Realitäten nicht immer vollständig wiedergeben wurde bei der Gestaltung berücksichtigt. So mussten die Schüler zuvor einen Fragankatalog aus- und anschließend an ihm abarbeiten, welche Informationen das Spiel ausspart. Überzeugen konnte es schließlich nur auf der militärischen Ebene, was durch den begleitenen Untericht kompensiert wurde.

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11 Gedanken zu “Total War im Unterricht

  1. Nichts gegen Games im allgemeinen und Total War im besonderen, aber ich finde das nicht wirklich zielführend im Unterricht. Da gibt es besseres für den Geschichtsunterricht.

    Gruß
    Aginor

  2. Das Spiel heiß doch Napoleon: TW?! Sonst muss ich Aginor zustimmen, selbst die militärische Ebene ist nicht wirklich überzeugend, wenn man sich ein bisschen für sowas interessiert.

  3. Danke für den Hinweis. Ich hatte die Mod Napoleonic II für Rome Total War gespielt. Habe da ausversehen die Namen verwechselt. Empire hätte ich mir auch gerne gekauft, aber dank Steam kann man ja nur eine Lizenz erwerben, so dass ich auf den Kauf verzichten musste.

  4. Vielleicht könntest du „neues“ in Anführungszeichen setzen, ich war beim Lesen etwas verwirrt, weil ich die Sendung nicht kannte.

    Ich finde das eine ziemlich gute Idee, solange das Spiel sich nahe an die richtige Geschichte hält, kann es eine gute Ergänzung zum Unterricht sein. Man könnte mit sowas auch verschiedene Fächer verbinden, bei einem Strategiespiel würde ich da auch Möglichkeiten für Sozialkunde sehen, im Bereich Politik, Diplomatie.

  5. Ich seh mir den Beitrag (auch) erst gar nicht an: sowas regt mich für gewöhnlich ebenfalls immer auf – Geschicht(sunt)e(rricht) ist schließlich in jedem Fall bloß eine Annäherung an historische Wirklichkeiten: und hat auch immer sehr viel mit Bildern (images) von solchen Abläufen zu tun. Meine Probleme mit Realismen erstrecken sich ebenfalls darauf. Wie auch bei Rennspielen schätze ich Programme die EHER Simulationen sind, vor solchen die für sich aber tatsächlich glaubhaft machen wollen, dass sie in jeder Hinsicht „realitätsgetreu“ sind fürcht ich mich eher – dass können nur Einbildungen aus meiner Sicht und so fragt sich da auch was in dem Unterricht (an Fakten?) ausgespart wurde und (Vor-)Urteilen womöglich alles transportiert :-(

  6. @Pyri
    Mit der Oberflächlichkeit von Geschichtsunterricht (und dem Geschichtsstudium vielfach auch) hast du sicher Recht. Eines der ersten Dinge, die mir damals beigebracht wurde war die Unterscheidung zwischen Geschichte und Geschichten. Das eine gibt es, kann aber nicht wirklich allumfassend erforscht werden, weshalb auch bei perfekter Quellenlage (die es nicht gibt) nur Geschichten (=Aspekte der Geschichte) untersucht werden können.
    .
    Die Idee Thementage zu Spielen in der Schule zu veranstalten gefällt mir gut, weil das ein Zeichen für eine größere Akzeptanz ist. Viele Schüler werden entsprechende Spiele zudem sicherlich kennen, so dass der Unterricht auf etwas Vorhandenem aufbauen kann. Spiele bieten imo neue ergänzende Lernansätze, auch wenn ein Ersatz von Unterricht nicht stattfinden kann. Zur Veranschaulichung eines Themas halte ich Spiele allerdings für sinnvoll, allein schon deswegen, weil daran gezeigt werden kann, wie wichtig ein kritischer Blick auf die gezeigten Dinge ist.

  7. Coole Aktion!
    Schade, dass es das bei uns nicht gab.

    „und so fragt sich da auch was in dem Unterricht (an Fakten?) ausgespart wurde und (Vor-)Urteilen womöglich alles transportiert “

    Der Lehrer hat den Kindern sicher nicht nur das Spiel gezeigt, um ihnen Wissen über die Zeit zu vermitteln.

  8. @Crusader
    Eine „perfekte Quellenlage“ hat es theoretisch irgendwann mal gegeben als es NUR EINE Quelle wozu gab. Niemand sonst etwas zu einem historischen Sachverhalt geschrieben hat. Aber selbst diese eine Quelle könnte theroetisch frei erfunden gewesen sein :-)
    Also in öffentlicher Hinsicht fast so wie zu Privatangelegenheiten zu denen auch nicht viele Leute überhaupt Zugang haben, und diese Situation verschlechtert sich so von Tag zu Tag – auf eine Entwicklung hin zur Gegenwart bezogen, je mehr mögliche Quellen auf der Welt hinzukommen, je mehr Menschen was schreiben, gerade hier im Internet, etc.: ich hab ja mal bei Althistorikern studiert die für sich noch relativ glaubhaft beanspruchen konnten jede dokumentierte Quelle zu (bestimmten) antiken Sachverhalten gekannt zu haben. Ganz abgebrühte Leute waren das :-D Doch im vorliegenden Fall der Napoleonischen Ära ist das ja schon lang ein absolutes Ding der Unmöglichkeit gewesen…

  9. @Pyri
    du soltest dir den bericht schon ansehen vorallem wird dort das spiel als lehr begleindes mitel benutzt. Dort werden keine kinder vor den pc gestezt und gesagt hier lehrn mal das spiel auswendig. Vorallem ist ein spiel wesentlich interesannter als ein trockenes Buch.

  10. @Tentakelzombie
    In der Tat, vermutlich hatte die Schule ein paar ältere Laptops und hat dann das Spiel darauf zum laufen gebracht. Die Framerate bei den gezeigte Szenen sah nach <5fps aus. Das ist suboptimal um's höflich auszudrücken, aber den Kids scheint es trotzdem Spaß gemacht zu haben.

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