17 Gedanken zu “Veranstaltungshinweis

  1. „Ist es richtig, dass in Spielen vom Typ „Ego-Shooter“ nur das Gesetz des Stärkeren gilt, …“
    Ja, sonst können wir ja gleich alle in die EPS einziehen lassen. XD

    „… und dass Gewalt das Mittel der Wahl ist?“
    Ich glaube der Mann hat immernoch nicht begriffen, dass das keine echten Menschen im Monitor sind.

    Wird das Gespräch iwo aufgezeichnet?
    Oder kann es jemand uppen?

  2. Wieder die Mär der gewalttätigen/vollen Konfliktlösungen: es geht zudem nicht ob um echte Menschen oder nicht, sondern darum was ein Ego-Shooter für gewöhnlich halt darzustellen gedenkt – Extremsituationen nämlich.
    Situationen wo es eben KEINE WAHL Gibt. Wo Menschen in die Enge getrieben werden und ums überleben kämpfen, doch gerade das scheint nicht einmal erwünscht zu sein in Fiktionen thematisiert zu werden. Und das ist es was mich so erschrocken verängstigend: auf welche überlegene Gesellschaft soll da zugesteuert werden, welches Denken (alles noch) für unangebracht erklärt, wo es mitunter bloß ums eigene Überleben geht. Eine positivistische Welt mit dem Mittel einer negativen Anthropologie? Welcher Umgang mit Krieg und/oder Gewalt noch (alles) nicht ermöglicht? Absurderweise das noch als „Kritik“ verkauft? Nur der gute Traum ist erwünscht, nicht der Alptraum (mehr)?

    Von Schnädelbach ist mir der Satz in Erinnerung geblieben: „Plötzlich treten uns die Standards und Kriterien, gemäß deren wir Dinge gut finden, schätzen und anderen vorziehen, als metaphysische Großobjekte gegenüber, die angeblich unabhängig von uns existieren oder gelten und uns in die Pflicht nehmen; kein Wunder, daß Ideologen sich ihrer zu bemächtigen und in ihrem Namen zu sprechen versuchen.“ Und auch dieser ist Zeitgenosse – mit einem solchen unhinterfragten Denken dieser Öffentlichkeiten für mich jedoch keineswegs in Einklang zu bringen.

    @Renox
    Der Titel soll offenbar suggerieren, dass die Auseinandersetzung mit Krieg und Gewalt in Spielen diese „verderbe“. Das Spiel zunichte mache, welches als unschuldig (und rein?) anscheinend gedacht wird.
    Gehe nicht davon aus, dass Herr Müller dieser Denkweise etwas entgegen setzen wird – womöglich hat er den Titel der Veranstaltung noch selbst mit ausgesucht :-(

  3. Irgendwie passt der Titel der Veranstaltung überhaupt nicht.
    Als ich ihn gelesen hatte, dachte ich mir, dass es möglicherweise darum geht, dass „non-Computer“ Spiele durch Computerspiele ersetzt werden und letztere somit die normalen Gesellschaftsspiele verdrängen. Aber allem anschein nach – nachdem ich die Meldung durchgelesen habe – geht es hier wieder um das K-Gamegerede. Dachte ja durch den Titel zuerst, hey, vielleicht gehts ja endlich mal in eine andere Richtung, aber sowies scheint ja leider doch nicht. Eine Diskussion über Gesellschaftsspiele währe echt mal nicht schlecht – u. a. auch warum Kinder eher vor Konsolen, Fernseher und Co. geparkt werden. Da könnte man nämlich wirklich ansetzen. Neuerdings bin ich sogar wieder ein richtiger Fan, solcher Spiele geworden und auch für Kinder ist das ja auch nicht schlecht.
    Vielleicht währe das sogar mal was für die Schule, neben den Lerndruck auch mal sowas anzubieten… ich mein speziell für die kommenden „Ganztagsschulen“ währe das doch mal was – oder vielleicht als Alternative zu den ach so wichtigen Schulsport (der ja oft ausgrenzt – vor allem Leute, die nicht sportlich sind) … ich glaube nämlich nicht, dass es gut ist permanent mit Wissen vollgepumpt zu werden… das würde dann auch den Klassengeist stärken.

  4. „Auch Wissenschaftler warnen, der häufige Aufenthalt in digitalen Parallelwelten führe zu Fehlentwicklungen und könne die Ge
    waltbereitschaft männlicher Jugendlicher fördern.“

    ah, ich wuste nicht das frauen/mädchen da gänzlich unbeeinflussbar sind.
    natürlich unter der vorraussetzung das ein solcher effeckt überhaupt eintritt.

    gruß Atton Rand

  5. @Atton Rand: wir wissen doch alle das männliche Jugendliche im Allgemeinen eher zu gewalttätigerem Verhalten neigen als weibliche, dazu braucht man kein sog. „Experte“ sein. Ebensogut könnte man feststellen das Jungs lieber Fußball spielen als Tanzen.

    IMO ist die Gewaltbereitschaft beim Menschen, vor allem bei den männlichen Vertretern, in unterschiedlich starker Form und ausprägung immer vorhanden.
    Ob und wie sich diese Bereitschaft dann in tatsächlicher Gewalt niederschlägt, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, z.B. Soziales Umfeld, Erziehung, Freundeskreis, möglichkeit des Agressionsabbaus usw.

    Jugendliche mit einer hohen Gewaltbereitschaft werden nicht plötzlich Handzahm nur weil man ihnen Gewalthaltige Medien vorenthält. Ich vermute hier eher eine gegenteilige quasi ventilartige Wirkung.


    Zur News: schon das man Herrn Pfeiffer einläd, gerade nachdem er letztens wieder so wunderbar gepfeiffert hat, zeigt doch das hier keine vernünftige Diskussion zustande kommen wird.

  6. @kraid
    Ja da kann ich dir nur zustimmen, allerdings bezog sich keine aussagen auch auf die im Zitat genannte „Fehlentwicklung“. Denn man könnte (naiver weise) das Zitat so deuten dass sich Frauen/Mädchen nicht in eine „falsche“ bzw gesellschaftlich nicht akzeptierbare richtung entwickeln.

    gruß Atton Rand

  7. P:“ Killerspiele machen Dick, Dumm und Traurig!“
    M:“ Aber im ESport lernt man das Zusammenspiel…“

    Anderes Thema ^^
    Ich habe einen Schau Hin Werbespot im TV gesehen ^^

    „TV Spot „Computerspielsucht“ “
    http://www.youtube.com/watch?v=coIwBewDhvU

    Naja was es jetzt so explizit mit Computerspielsucht
    zu tun hat ist mir zwar unklar, aber den Aufruf
    sollte man unterstützen!

    SEHT HIN wie lange und was für Spiele eure Kinder so zocken!

    Happy Coding.

  8. Pfeiffer will wohl wieder „Pfeiffern“.
    es wird echt mal an der Zeit, dass wir ein Gesetz zur „Zwangsverentung“ einführen, damit alte Leute endlich aus dem öffentlichen Rampenlicht verschwinden und nichts mehr zu melden haben.

  9. Pingback: Tweets die Stigma Videospiele » Blog Archive » Veranstaltungshinweis erwähnt -- Topsy.com

  10. Nabend, ich war gestern da und habe hier http://bonklr.tumblr.com/post/504087153/gerade-prof-pfeiffer-zum-thema-gewalt-in-spielen einen Mini-Blog Eintrag zu der Veranstaltung geschrieben. Noch kürzere Version: Nix neues. Das Einzige was ich wirklich schade fand war dass die Diskussion so lange gedauert hat und nachher daher eigentlich alle sofort nach Hause sind. Ich glaube bei vielen älteren Zuhörern sind nur die mitgebrachten Vorurteile gestärkt worden, wirklich in einen Dialog getreten ist da niemand, ganz gegen den Absichten der Friedensgespräche, in dessen Rahmen die Veranstaltung stattfand.

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