Kolumne: Warum wollen Kinder denn eigentlich „Killerspiele“?

(Gamersunity) Und wieder mal eine neue Kolumne von mir. Politiker und Journalisten beklagen sich ja des öfteren, dass die brutalen Videospiele in Kinderhände fallen, aber dafür gibt es gute Gründe.

„Wenn Gamer versuchen anderen Leuten zu erklären wie harmlos ihr Hobby ist, kommt man früher oder später zwangsläufig auf das Thema Jugendschutz zu sprechen. Alterskennzeichnungen gibt es immerhin nicht ohne Grund. Nur, dass Kinder und Jugendliche halt trotzdem gerne Spiele für Erwachsene spielen. Warum ist das so? Was gibt es für Alternativen? Und sollten wir das nicht einfach zulassen?“

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34 Gedanken zu “Kolumne: Warum wollen Kinder denn eigentlich „Killerspiele“?

  1. Also ich habe aus drei Gründen Spiele gespielt die ich nicht spielen durfte als Kind/Jugendlicher.
    1.Neugierde
    2.Cool und Erwachsen sein wollen.
    3.Die Spiele für Kinder oft schlecht waren und es auch heute immer noch sind.

  2. Ich denke mir einfach mal, dass sich Kinder einfach „Erwachsen“ fühlen wollen. Auch die Werbung, z.b momentan für God of War 3(wenn ich Abends MTV sehe, unabhängig von der Uhrzeit, kommt bei jeder Werbepause Werbung für zu GOW 3)Auch denke ich mir, dass die „verlockung“ zum Kauf von USK/FSK 18 Artikeln ziemlicj groß ist(da Spiele für Kinder oft direkt neben USK 18 Games liegen)
    Und… ich glaube auch, dass viele Kinder bei ihren älteren Geschwistern zusehen wie die z.b CSS, COD, GTA oder ähnliches spielen und sich denken wie cool das doch ist…
    Und mein letzter Punkt: Ich denke mir, dass es einfach ein Reiz ist, etwas zu besitzen dass für einen noch verboten ist

  3. Meiner Ansicht nach liegt der Hauptgrund tatsächlich beim Qualitätsunterschied. Minderjährige wollen einfach ein „Grand Theft Auto 4“ spielen, weil es eben kein „harmloses“ Spiel gibt, das die selbe Faszination ausüben kann und das die selbe Qualität hat.
    Es gibt halt zu wenig Spiele wie das großartige „Beyond Good & Evil“, die sowohl für Kinder als auch Erwachsene spannend sind.

  4. Der Coolness-Faktor ist natürlich auch nicht zu unterschützen. Ich habe hab mich eben an dem fest gemacht was Great Mighty angesprochen hat. Schlicht und einfach Qualität. Ich zucke jedesmal zusammen, wenn ich Gamestop ahnunglose Eltern sehe die ahnungslosen Kindern Lizenzschrott kaufen. Ich will da immer laut aufschreien.

  5. Ich habe nur bei meinen Freunden harte Titel gespielt.
    Zuhause hat meine Mutter damals aufgepasst, die sich blöderweise halbwegs auskannte^^

  6. Aber gerade für recht junge Spieler (also so unter 10 Jahren) können diese Lizenzspiele, die mittlerweile doch meist nicht nur Müll sind, ganz gut sein.
    Klar an den Maßstäben eines erfahrenen (kampferprobten) dreißig jährigen Gamer sind die vielleicht Müll. Für Kinder, die mMn auch nicht unbedingt stundenlang vor den Bildschirmen hängen sollten, sind Spiele wie Spongebob doch vielleicht ganz gut. Oder denkt doch mal an die Lego-Spiele usw.
    Die Qualität dieser Spiele reicht nicht an die der AAA-Blockbuster heran, aber die haben ja auch ein ganz anderes Budget. Und mal ehrlich 6-7 jährigen Buben und Mädchen, können auf high-end Grafik und so weiter gut verzichten. Die sind noch in der Lage sich von simpleren Dingen begeistern zu lassen (die Glücklichen :-(
    Spiele für Kinder sind nur gemessen an unseren Maßstäben schlecht. Ich denke es gibt genug gute und schlechte Spiele für Kinder.

  7. Ich glaub ich starte einen eigenen Blog, einen ersten Artikel hätte ich schon: Warum müssen sich Videospiele immer besonders gut rechtfertigen?!
    Warum spielen Kinder Videospiele für Erwachsene?
    Warum rauchen Kinder?
    Warum saufen Kinder?
    Warum stehlen Kinder Autos?
    Warum schauen Kinder Pornos?
    Warum hören erwachsene Menschen (die also min. 9 Jahre in irgendeine Schule gegangen sind) auf so jemanden, wie den armen Pfeiffer?!

    Eine Antwort erwarte ich auf keine dieser Fragen außer bei der letzten, aber die wird mit einem einfachen Wort beantwortbar sein: „Naivität“ oder „Dummheit“ oder oder.

  8. … ich würde im übrigen mal bezweifeln, dass Kinder in diesem Umfang Spiele spielen, die nicht kinderaffin. Das ist dann doch eher ein Phänomen in der Zwischenphase zwischen Kind und Jugendlichem, bzw. in der Jugendphase der Fall; das Jugendliche eben Spiele spielen, die hierzulande als nicht jugendaffin angesehen werden. Dafür gibt es wohl mehrere Gründe, z.B.:

    1.) Die Spiele machen ihnen (vollkommen unabhängig von potenziellen Gewaltdarstellungen) schlichtweg mehr Spaß. Abgesehen davon: Die Alterskohortenregelung bei den Altersfreigaben orientiert sich immer am Untersten Ende einer Kohorte; ein Spiel der Freigabekohorte „ab 12“ bis „ab 16“ Jahre, muss also immer auch für 12-jährige geeignet sein. Warum aber sollte ein 15-jähriger für sich einsehen, nur kinderaffine Spiele spielen zu dürfen? Das dieser dann z.B. auch zu Spielen „ab 16“ Jahren greift, ist mehr als nur verständlich.

    2.) Es gibt da ausgesprochen ausgeprägte 3rd-person-Effekte: Jugendschutz wird von Jugendlichen i.d.R. nicht als schutz für sie selbst, sondern als Schutz für andere, „labilere“ Jugendliche verstanden oder gar nur als Kinderschutz. Jugendliche sehen sich nicht als schutzbedürftig an, verlangen diesen Schutz nicht und beachten i.d.S. natürlich auch die Altersfreigaben nicht; das ist im übrigens auch im Rahmen eines „Erwachsenwerdens“, des Erlangens von Autonomie u.ä. ganz verständlich man kann kaum die Reifung einer Persönlichkeit erwarten, die Enwicklung zu einem eigenverantworltichen, selbstbestimmen Bürger, wenn man ihm bis zum 18. Lebensjahr die Entfaltung seiner Persönlichkeit derart diktiert und er dann schlagartig mit seinem Geburtstag alles rezipieren können, soll, was ihm einen Tag vorher verwehrt war – wozu er aber, bei rigider Anwendung der Altersfreigaben, nie die Kompetenz erworben hätte…

    3.) … das führt uns zum dritten Punkt: Es gehört zum Erwachsenwerden; Dinge tun, die Erwachsenen vorbehalten bleiben. Man definiert sich i.d.S. auch über Tätigkeiten, z.B. jugendliche Tätigkeiten in Differenz zu erwachsenen Tätigkeiten (das umfasst natürlich auch die Medienselektion).

    4.) In der Literatur wird beim Medium Film zumidnest immer auch eine Form von Mannbarkeitsritus, Mutproben u.ä. kolportiert… das gehört aber eigentlich mit zu Punkt Nr. 3.

    5.) Letztendlich ist auch zu beachten, dass es dem deutschen Jugendmedienschutz an Plausibilität (und auch Transparenz) mangelt; das wird noch dadurch intensiviert, dass Deutschland in Europa eine Insel ist. Warum sollte ein jugendlicher akzeptieren, dass für ihn ein Spiel nicht erlaubt sein soll, während das im gesamten EU-Umland z.B. 12-jährige spielen dürfen? und da sei gar nciht erst erwähnt, wie Pseudoexperten wie Christian PFEIFFER dafür sorgen, den Jugendlichen zu vermitteln, wie desolat eigentlich der Forshcungsstand bzgl. der vermeintlichen Gefährdungen ist, die sie betreffen sollen (wenn z.B: ein Christian PFEIFFER unwidersprochen im TV Behauptungen über „World of Warcraft“ äußern kann, die jeder Spieler qua eigener Erfahrung dementieren kann und ihnen verdeutlicht, dass diese „Experten“ vond er Materie eben keine Ahnung haben, ergo unglaubwürdig sind)…

    Ja… ich glaube, dass fasst die Gründe gut zusammen.

  9. Altersfreigaben sollten EMPFEHLUNGEN sein. Nicht mehr und nicht weniger. In Geschäften kann man ruhig strikt kontrollieren, aber danach hört es auf. Wenn Erziehungsberichtigte meinen ihr Kind ist reif genug bestimmte Inhalte zu konsumieren dann ist das völlig in Ordnung.

    Einen 8-jährigen würde ich auch nicht GTA oder ähnliche Titel spielen lassen, aber im Bereich von ca. 13-17 gibt es riesige Fortschritte und Unterschiede in der Persönlichkeitsentwicklung. Es gibt genug 15- oder 16-jährige die problemlos mit brutaleren Spielen zurechtkommen.

  10. ich habe damals erwachsenen spiele gespielt, weil es
    1.neugierde war
    es ist für ein Kind sehr interessant warum etwas nur für erwachsene ist.
    das sehe ich z.b. bei meinem 3jährigen neffen, der auch immer alles essen und trinken will was ein erwachsener am tisch isst/trinkt.
    2.hinzu kam aber auch das „cool sein“, einer gruppe hinzuzugehören die das macht was eigentlich nur erwachsene dürfen

  11. @ Stefan:
    Prinzipiell ist der Jugendmedienschutz ja subsidiär gestaltet; d.h. primär als Entscheidungshilfe für die Eltern bzw. konfrontationsschutz i.S. elterlicher Erziehung außerhalb ihres direkten Einflussbereiches (damit z.B. auf der Videotafel an der Gegenüberliegenden hauswand, zu der der Sohnemann ein Fenster hat, ein Splatterstreifen ausgestrahlt wird… ja; das ist bewußt überspitzt). Man kann darüber streiten, ob die Altersfreigaben das auch leisten; ich behaupte, dass das nicht der Fall ist (eine umfassende Begründung gibt es im Forum). indizierungen und Beshclagnahmungen fallen natürlich entsprechend vollkommen aus dem Rahmen legitimer Subsidiarität.

    Hmmm… wäre gar nicht mal so uninteressant, die persönlichen Motive hier offenzulegen (Wenngleich auch nicht repräsentativ). Mein Motiv war eigentlich immer nur das der Nr. 1 meiner Liste (s.o.): ich spielte und spiele Spiele, die mir shclichtweg Spaß machen. Das darunter dann auch Spiele mit expliziten Gewaltdarstellungen sind, ist tendenziell eher Zufall, wenngleich da vielleicht auch eine Freude an bestimmten „erwachsenen“ Themen und Effektanz – oder vielleicht besser „juiciness“ – und technischen Möglichkeiten mitspielt, auch bzgl. splatter, blood’n’gore etc.. Auf der anderen Seite umfasst mein Spieleportfolio natürlich auch einen großen Haufen „harmloserer“ Spiele.

  12. duke nukem, doom usw haben wirklich durch das splattern viel spaß gemacht.
    für uns als jugendliche um die 14 war es einfach nur „BOOOOARH FETT! Hast du gesehen wie der in Stücke geflogen ist? WoW echt geil „lachanfall““
    gerade bei duke nukem haben wir uns bepiselt vor lachen, nicht nur die sprüche waren einfach nur ironisch geil sondern auch die schrumpf/expandierwaffe war genial xD.
    so manchmal wünsche ich mir auch so ein gerät, um einige probleme einfach schrumpfen zu lassen ^^

  13. Ich denke, dass die Qualität eine große Rolle spielt. Ein Assassins Creed ist nun mal hochwertiger als irgendein Filmspiel. Ich kann das was Green Ninja schreibt absolut nachvollziehen. Angefangen habe ich noch mit der Super Nintendo. Gerade die Mario und Donkey Kong – Titel waren super. Und jetzt?
    Was man hier vergisst, das gerade harmlosere Titel wie eben Spiderman schon eine USK 16 Freigabe erhalten. Allgemein kann man alle Freigaben unter 16 in die Tonne drücken, weil sie kaum Aussagewert haben, wie ich finde. Ausserdem scheinen die meisten Titel nach meinem Empfinden einfach so eine Alterstufe hochgerutscht zu sein. So rutschen auch die Kinder/Jugendspiele eine Stufe hoch.
    Weiterhin finde ich das man stärker zwischen Vor und Nachpubertät unterscheiden sollte. Uns Jugendliche wird ohnehin schon wenig zugetraut. Dabei sind wir sehr wohl fähig eine Szene – in Modern Warfare z.B. – zu analysieren, hinterfragen und zu kritisieren.

  14. @chronos,
    jepp der meinung bin ich auch.
    kinder und jugendliche sind in ihrem jungen alter schon weiter als es ihre eltern im selber alter eins waren.

  15. Was ist denn ueberhaupt so ein Kinderspiel? Am PC gibt’s die Qualitaet vielleicht nicht, aber ist Super Mario Galaxy eins? Wohl kaum. Zelda? Nein. Dragon Quest? Fuer manche Eltern sind ja schon die Lego-Pop-Franchise-Titel nichts als verabscheuungswuerdige Gewalt und sind entsetzt ob derer Inhalte…

  16. Ich denke es hat schon seine Gründe weshalb Spiele für Kinder in der Regel Qualitativ eher mangelhaft sind, es ist auch nicht so dass das nur die Spiele betrifft, die meisten wirklich guten Filme sind (Auch wenn sie ne FSK12 haben) auch an erwachsene gerichtet, wirklich gute Bücher sind in der Regel keine Kinderbücher, auch wenn die meisten Fabeln als solche verstanden werden und auch in der Musik oder beim Theater hat Erwachsenenunterhaltung klar die Nase vorn.

    Kinderunterhaltung ist in der Regel einfach stupide und die positiven Beispiele wie Super Mario, Donkey Kong etc. sehe ich nicht wirklich als Kinderspiele, schlieslich haben daran auch erwachsene ihren Spaß :)

  17. Als Kind hatte ich einen SuperNintendo Spiele: Zelda und Supermario
    welche ich gerne gespielt habe wegen Z: Guter Story Mario: Man braucht viel Geschick.
    andere Spiele Batman, Turtels (nichts gegen dich Green ;-) ), Indy, Magic Boy
    waren von einer Machart die mich nicht fesseln konnten, da sie eben keine Sinnvolle Story bieten konnen.
    Am PC gabs Starcraft, Warcraft 2 und C&C 1 diese Spiele konnte ich mir meinen beiden besten Freunden am Wochenende Stunden lang zocken, Miteinander und auch Gegeneinander ^^
    Shooter wie die Jedi Spiele haben wir eher weniger gespielt.
    Alleine machten mir Spiele wie Thief (Dark Projekt 1&2), Beyond Good & Evil, Morrowind, Gothic 1&2, Oblivion, Baldurs Gate Spaß da sie eine sehr tiefgründige Story haben die man immer wieder neu erleben kann. Dark Projekt 2 habe ich mitlerweile schon so gut 40 Mal ganz durchgespielt und bis jetzt habe ich nicht alle Verstecke gefunden ^^
    Bei Fallout 3 zB habe ich erst letztens einen neuen Random Encounter gefunden und nach dem ich mal auf „böse“ Gespielt habe ich eine Questgeberin vor den Ruinen von Megaton gefunden die sich in einen Guhl verwandelt hat gefunden…

    Diese kleinen Story Elemente kann man nur finden wenn man alle möglichen Kombinationen mal durch Probiert hat, dass macht ein Spiel spielenswert.

    Viele Kinder und auch Erwachsenenspiele sind leider zu liniear da macht das mehrfache durchspielen keinen Sinn geschweige denn Spaß…

    Desweiteren Stimme ich einem weiter oben zu: Das Problem, dass Kinder Erwachsenenspiele zocken wollen GIBT ES NICHT! Es sind Teenager die gerne Erwachsen wirken und mal die Regeln überschreiten wollen. Gäbe es mehr gute Spiele für diese Zielgruppe bzw würde die Gesellschaft mal akzeptieren zB dass Mangas nicht Kinderkram sind sondern in vielen Ländern auch noch Teenager ansprechen wollen (Dragonball Z und Naruto Shippuuden) könnte man viel mehr erreichen. DBZ oder naruto ist nichts für Kinder und hätte im Kinderprogramm nichts verloren, da es eben für Teenager gedacht war… Und bis man diese Kulturellen unterschiede nicht versteht kann man auch nicht bei uns darauf eingehen.

    Wieso wir nicht mehr zwischen Kindern, Teens und Erwachsenen unterschieden?
    Alleine dieser Titel „Warum wollen Kinder denn eigentlich “Killerspiele”?“
    zeigt, dass man nicht sauber unterscheiden willkann…

    Happy Coding.

  18. Nun, da stellt sich die Frage nach den Altersgrenzen. Mal juristisch in den Raum geworfen: Kinder x-14. Jugendlicher 14-18. Heranwachsender 18-21.

    Somit habe ich auch schon als Kind Shooter gespielt. U.a. die deutsche Version von Half-Life (ja, ich bin DADURCH geschädigt^^) und ggf. davor sogar MDK2. Davor habe ich Spiele wie Age of Empires, SimCity, Monkey Island, Need for Speed, X-Wing, die Ceaser-Reihe, etc. gespielt. Also bei Strategie, Adventure, Autorennen und Weltraumgedöns gab es da imho genug qualitativ hochwertige Spiele, mit denen man auch als Kind seine Zeit verbringen konnte. Wie das heute ist kann ich nicht sagen, da fehlt mir der Überblick. Mit den Siedlern, Anno, Spellforce, The Book of Unwritten Tales, Edna bricht aus, Ankh und Need for Speed hätte ich bisher aber nicht an einer mangelnden Spieleabdeckung gezweifelt (Weltraumgedöns ist tot, oder?). Mit Gothic und Risen gibt es sogar Rollenspiele, die für Kinder freigegeben sind. Mir fällt allein kein Shooter ein, aber das muss ja auch nicht unbedingt sein.

  19. Rey, ich bin auch ein früher „Half-Life-Jünger“ und ich finde nicht, dass man DADURCH geschädigt wird, außer du meinst vielleicht die Sache mit: „Half-Life ist das Beste. Alles andere ist nur Müll!“(Fanboy-Alarm)
    Was Weltraumgedöns angeht, würde ich „Mass Effect 2“ nennen, auch wenn die deutsche Sync nicht so das Gelbe vom Ei ist, aber das bin ja gewohnt. Dann wäre da noch die „Metoid“-Reihe. Ich bin zwar eher für die früheren 2D-Spiele, aber die modernen Teile sind echt nicht schlecht. Ich freu´ mich schon auf „Another M“, w00t! (Schon wieder Fanboy-Alarm) :)

  20. @hecter specter

    Ich bin nicht dadurch geschädigt, dass ich HL gespielt habe, sondern dadurch, dass es die dt. Version war^^.

  21. Was vielleicht auch interressant wäre ist der Multiplayer-Part. Die meisten Geschick/Adventure/etc Spiele sind Solospiele. Auf der Xbox 360 gibt es kaum gescheite KoOp oder Multiplayerspiele die nicht zur Ego Shootern gehören. Und gerade als Jugendlicher trifft man sich gerne real und virtuel um sich zu duellieren. Ich benutze das Wort bedacht, weil wir – mein Freundeskreis zumindest – immer wieder CS Duelle gemacht haben. Das gerede am nächsten Tag verbindet dann auch.
    Und ich finde ein Shooter Duel viel mehr packender als ein Rennduel.

  22. Heranwachsende 18-21? Interessant. Noch nie gehoert davon – dachte das waeren Kinder im wachsen begriffen (allgemein und informell). Ein USK-12-Shooter waere Tron…

  23. @hector spector
    Ich denke mit Weltraumgedöns sind die Space-Operas wie Wing Commander, Elite, Star/Freelancer, Conflict Freespace und co. gemeint und diese sind tatsächlich ausgestorben, Sci-Fi-(Ego)-Shooter und selbst RPGs mit Sci-Fi-Gedöns gibt es mehr als genug auch heute noch.

  24. @ Rey
    Ja ich weiß, was du meinst.
    @ Trask
    Ja, mir fehlen diese epischen SF-Games auch. Wenigstens „Halo“ legt noch wert auf eine epische Story, auch wenn´s ein Shooter ist.

  25. Warum Kinder Erwachsenenspiele spielen?
    Weil sie es nie tun würden, täten sie erst, wenn man es Ihnen erlaubt.
    Wie schon jemand weiter oben sagt: Zum Erwachsenwerden gehört, Erwachsenendinge zu tun. Nicht erst dann, wenn man ein Alter erreicht hat, und in den Köpfen von Kindern sich von einem Tag auf den Anderem ein „Schalter“ umlegt, sondern in dem man es einfach tut.
     
    Würde es nach diesen Palavernden Pädagogen gehen, würde bald keiner mehr in diesem Land sich von anderen Menschen in irgend einer Weise unterscheiden.
     
    MfG
    Nigthmare

  26. Bei der ganzen Sache fällt mir was aus meiner Kindheit/Anfang Jugend (je nach Definition) ein.
    .
    Ich hab‘ damals (wohl etwa 2000) hauptsächlich Rennspiele gezockt, aber auch quer Beet verschienes anderes. Da ich nen Joystick hatte, bot sich auch mal ne Heli-Sim an, namentlich Commanche vs. Hokum. (Sicher ist das nicht unbedingt das Vorzeige-„Killerspiel“, aber darum geht es ja auch gar nicht!)
    Dass mir mein Vater dann aber dieses weitere „Kriegsspiel“ verweigerte, hat sich eingebrannt, sodass ich mich bis heute noch gut daran erinnern kann. Warum? Weil es mir von alleine überhaupt nicht bewusst war, dass das, was ich da spielen wollte bzw. schon anderweitig gespielt hatte, eigentlich Krieg war. Mir ging es einfach nur um den Spielspaß und darum, den neuen Joystick auch mal vernünftig nutzen zu können. Zu der Zeit müsste ich 12 gewesen sein. Ist das nicht beeindruckend, dass ich schon in diesem Alter so klar Fiktion und Realität voneinander getrennt habe, wie es diverse Politiker und „Experten“ heute noch nicht können? Spieler sehen halt etwas anderes als die Zuschauer, die den Spielern zusehen.
    .
    Randbemerkung dazu noch: Nachdem ich F.E.A.R. fast durch hatte, fragte mich wer, ob meine Version eigentlich die geschnittene oder ungeschnittene ist. Da ich mir dann dachte, dass mir fehlendes Blut in so nem Horrorszenario sicher aufgefallen wäre, hab ich einfach mal auf die ungeschnittene getippt. (Ich hatte mich nie damit beschäftigt, ob und inwieweit das Spiel in Deutschland geschnitten wurde.) Am nächsten Tag habe ich’s getestet und festgestellt, dass ich eine ganze Woche lang „blutlos“ gespielt hatte, ohne dass mir dass aufgefallen ist. Nun also der Umkehrschluss: Zocke ich internatione Versionen gezockt, fallen mir Blutfontänen und eventuelle abgetrennte Körperteile nicht mal unbedingt auf, aber ein (pfeiffernder…) Zuschauer schlägt die Hände über dem Kopf zusammen und fragt sich, was aus der Jugend nur geworden ist. Wo ist da das Verhältnis?! (Ähnlich geht es mir mit Grafikeinstellungen: In den ersten Minuten sehe ich Verbesserungen bei höheren Einstellungen, danach eher nicht mehr; höchstens, wenn ich auf die Technik achte, was aber wieder vom Spiel ablenkt.) Oder will mir dann noch jemand erklären, dass ich dann ja sowieso ein hoffnungsloser Fall bin, wenn ich den Unterschied schon gar nicht mehr sehe, weil ich so sehr dem „Tötungsrausch“ verfalle?
    .
    Tja, man kann halt so manches Wort im Mund rumdrehen, aber die Spielekiller würden sich auch an dieser Stelle mal wieder selbst wiedersprechen, denn sonst soll ja die immer realistischere Darstellung schuld an allem sein.
    .
    Schlusswort zum Thema: Die Eltern sollten darauf achten, dass die Spiele der Kinder weder zeit- noch inhaltsmäßig zu sehr aus dem Ruder laufen. Welche Inhalte passend sind, ist individuell zu entscheiden.

  27. @AHSM:
    Kinder wollen, wie jeder gesunde Mensch, vor allem erst ein mal alles, was sie nicht kennen. Denn Kinder haben keine Phobie vor Neuem, wie ungesunde Erwachsene.
     
    Einen Computer stellt man einem Kind ins Kinderzimmer, damit es nicht den anderen Kindern in Sachen Technik hinterherhinkt, und seine Mitschüler ihm was von Installationsroutinen und Registry-Einträgen erzählen kann, während er Papa gestern gerade mal beim Fußball und Bier zischen zugucken durfte.
     
    MfG
    Nigthmare

  28. Sehr treffend geschrieben GN! :)
    Was vielleicht noch fehlt, sind so Debatten wie „Was macht den Spaß am töten?“. Genau das wurde ich mal gefragt, worauf ich dann nach einigem Überlegen (warum ich Spiele war etwas, über zu dem ich mir bis dato keine in Worte fassbare Gedanken gemacht hatte) antwortete, dass es in den meisten Shootern nicht darum gehe, möglichst viele Spielfiguren zu „töten“, sondern stattdessen der Waffeneinsatz lediglich ein Spielelement sei, das zwar im Kontext des Settings (Story, Setting, etc.) vorkommt, aber nicht das Wesentliche ist, worauf es ankommt. Nicht die beste Erklärung, aber immerhin siniere ich seit dem häufig darüber nach, was am spielen Spaß macht.
    .
    Zum Text: Viele Sachen kann ich auch aus meiner Spielehistorie ebenfalls nur bestätigen. Als Kind hatte ich mal das erste 2D-Wolfenstein gespielt. Am Anfang fand ichs witzig, weil ich bislang ich nichts in der Art kannte, allerdings wurde es mir schnell einfach langweilig und ich habe stattdessen eher SimCity, Oil Imperium, Siedler, uva. jeneseits von Shootern gespielt. Jahre später mit 12 hatte mir mein Cousin mal Dark Forces (USK 18) gezeigt und ich war faziniert. Star Wars Feeling zum selber spielen! Das hat dann wieder dazu geführt, dass ich meine Meinung über Shooter revidiert habe und so wurde mein erstes CD-Rom Spiel das o.g., dass ich von meinem Vater geschenkt bekam und in den Folgemonaten / Jahren ausgiebig spielte.
    .
    Heute laufe ich immer noch gerne durch lineare, schlauchförmige Level und schicke zusätzlich noch zahlreiche Armeen ins Feld, was im virtuellen Ableben tausender Soldaten endet. Bin ich gewalttätig? Nein. Halte ich Krieg für ein legitimes Lösungsmittel von Problemen? Nein.
    .
    Leider gibts immer noch Leute, wie den ersten im ersten Kommentar, die nicht erkennen wollen, dass es mehr als nur schwarz / weiß Betrachtungsweisen gibt:
    „auch wenn Sie anderer Meinung sind, ist es mittlerweile mehrfach bewiesen, dass sog. „Killerspiele“ gewalttätig machen, gar manche sogar zum Amokläufer werden. Sie sollten deshalb, und da gebe ich Herrn Dr. C. Pfeiffer in aller hinsicht recht, verboten werden, auch wenn es nur 2-3 Jungen sind, die jährlich aufgrund Killerspiele zum Amokläufer werden. Sind jene es nicht wert „normal“ zu bleiben? Da gibt es meiner Meinung nach nichts mehr zu diskutieren.“

  29. Ich denke, dass auch ein der Katharsis-Effekt miteinbezogen werden sollte. Ich denke, wir sind uns alle einig, dass Gewalt keine Lösung ist, sie aber andererseits einfach im menschlichen Naturell vorhanden ist. Und sind Computerspiele nicht dann eine Alternative ?
    Klar gibt es Ausnahmen, allerdings denke ich nicht, dass das etwas mit den Spielen an sich zu tun hat, wie ist es denn dann mit Hooligans? Und so ganz nebenbei, es wird immer erwähnt, dass Hooligans sich ja eigentlich gar nicht für Fußball interessieren, sich nur schlagen wollen und deshalb eigentlich gar nicht in die Bewertung für Fußballfans einfließen dürften (vllt ist das auch nur ein persönlicher Eindruck, aber Hooligans finde ich schon ziemlich krass)
    Was ist denn, wenn Gewalttäter sich auch nicht für das Spiel an sich interessieren ?

  30. achja, früher Doom und Wolfenstein 3D (natürlich die US version mit den bösen bösen hakenkreuzen) aufm schulrechner ^^ der computerraum war zwar offiziell immer beaufsichtigt, aber die paar lehrer die sich dafür meldeten waren entweder in ihre arbeit vertieft oder mit am zocken :D

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