Herrmann kritisiert USK als zu „großzügig“

(via twitter, abgeordnetenwatch) Durch einen Vergleich von Kinderpornographie mit „Killerspielen“ hat sich der bayrische Innenminister Joachim Herrmann bei Gamern wenig Freunde gemacht. Bei Abgeordnetenwatch wurde er vor einem halben Jahr auf die fragliche Pressemitteilung angesprochen, zu der er sich nun erklärt hat. Herrmann verteidigt sowohl die Aussage als auch die Forderung nach einem Verbot von „Killerspielen“.

Den Vergleich mit Kinderpornographie und Drogen habe er aus einem ganz bestimmten Grund ins Spiel gebracht:

„Mit meinem Vergleich mit Drogen und Kinderpornografie wollte ich vor allem aufrütteln. Denn während Drogenkonsum in unserer Gesellschaft mit Recht nicht akzeptiert ist und Kinderpornografie allgemein auf Verabscheuung stößt, werden die Gewaltorgien auf Computerbildschirmen in ihren Auswirkungen leider von Vielen verharmlost und schön geredet.“

Bezüglich dem Forschungsstand verweist Herrmann auf Manfred Spitzer, die Ergebnisse des „Internationalen Kongresses: Computerspiele und Gewalt“ (Gentile, Lukesch, Möller, Hopf, Mößle, Fromm, Huber und Weiß) und Andersons neuste Metastudie. Zusätzlich wird von ihm eine Verbindung zwischen der Nutzung von „Killerspielen“ und Schulamokläufen hergestellt:

„Als Politiker und Innenminister, der ich tagtäglich mit der zunehmenden Gewalt gerade auch junger Menschen zu tun habe, können mich diese Forschungsergebnisse nicht kalt lassen. Ich trage auch Verantwortung für meine häufig auch noch jungen Polizeibeamten, die bei ihrer täglichen Arbeit selbst Opfer von Gewalt werden. Wir können auch die Tatsache nicht wegdiskutieren, dass bei fast allen Amokläufen, die wir in Deutschland bislang erleben mussten, der Amokläufer im Besitz von Killerspielen war.“

Des Weiteren führt er (erneut) an, dass es durch eine „viel zu großzügigen Kennzeichnungspraxis der Unterhaltungssoftware-Selbstkontrolle“ unmöglich gemacht werde den § 131 StGB anzuwenden, da somit „Herstellern und Verbreitern derartiger Spiele kein strafrechtlich relevanter Vorsatz mehr nachgewiesen werden“ könne. Sein Fazit:

„Das geltende Jugendschutzrecht lässt daher zu, dass höchst problematische, gewalthaltige Spiele in Deutschland frei verkäuflich sind.“

Kleiner Schönheitsfehler (Sofern ich nicht was übersehen habe): Gemäß der auch bei der Beschlagnahme von „Left 4 Dead 2“ maßgeblichen und im Beschluss genannten Norm (§ 74d StGB) werden Videospiele, „die einen solchen Inhalt haben, daß jede vorsätzliche Verbreitung in Kenntnis ihres Inhalts den Tatbestand eines Strafgesetzes verwirklichen würde, […] eingezogen, wenn mindestens ein Stück durch eine rechtswidrige Tat verbreitet oder zur Verbreitung bestimmt worden ist„. Soweit ich das verstehe daher, anders als Herrmann schreibt, um zu verhindern, dass „Spiele in Deutschland frei verkäuflich sind„, gar kein Vorsatz notwendig und seine Argumentation damit hinfällig.

Herrmann schließt mit einem Appell an uns alle:

„Ich würde mich freuen, wenn meine Antworten Anlass für Sie wären, über die Problematik noch einmal nachzudenken. Wir wollen keine Gesellschaft, in der Gewalt zur Selbstverständlichkeit wird. Deshalb muss Gewalt geächtet werden, auch auf den heimischen Computern. Der Staat allein kann mit Verboten oder durch Erziehung zu Medienkompetenz in den Schulen nur einen Teil beitragen. Gefordert sind wir alle, wenn es darum geht, eine humane Gesellschaft zu verwirklichen, die der Werteordnung des Grundgesetzes und damit in erster Linie der Würde des Menschen entspricht.“

Zur Antwort

75 Gedanken zu “Herrmann kritisiert USK als zu „großzügig“

  1. Und um mich noch mehr auf’s juristische Glatteis zu bewegen: Wenn ich Theresia Höynck richtig verstehe würde durch die USK-Freigabe nicht einmal der Vorsatz sondern höchstens die Schuld entfallen:

    „Damit bleibt die Frage, ob die Alterskennzeichnung des Spiels „Der Pate – Die Don Edition“ dazu führen kann, dass Personen, die Tathandlungen nach § 131 StGB begehen, einem Verbotsirrtum nach § 17 StGB unterliegen und damit bei Vermeidbarkeit dieses Irrtums schuldlos handeln. […] Als Zwischenergebnis ist somit festzuhalten, dass ein Verbotsirrtum aufgrund der USK-Kennzeichnung wohl bei fast allen in Betracht kommenden Tätern anzunehmen wäre.“

    Und die ist ja gemäß § 74 III StGB nicht einmal beim § 74 (I) StGB notwendig.

  2. Das mit §74d StGB und der Einziehung verstehe ich als Nicht-Jurist womöglich nicht, aber was soll das Strafrecht überhaupt mit der USK zu tun haben?
    Die USK wird sich an Verbotskriterien ebenso wie an Indizierungskriterien halten müssen, aber im Gegensatz zur BPJM gibt die USK nicht einmal Empfehlungen in diese Richtung ab.
    Es kann doch jedes USK-geprüfte Spiel auch nach §131 StGB verboten werden!??
    Theoretisch auch solche welche von der USK ab sechs Jahren oder gar 0 (ohne Altersbeschränkung) freigegeben wurden?
    Ein USK-Kennzeichen und Indizierung schließen sich aus, aber doch kein Kennzeichen und Beschlagnahmung!

    Zum „Appell“ – ich beschäftige mich in Videospielen mit Gewalt GERADE WEIL ich diese in Lebenswirklichkeiten nicht sehen möchte. Gewaltdarstellungen leisten da für mich einen großen Beitrag über Gewalt und mich selbst nachzudenken. Als Mensch der sich eben keiner Auseinandersetzung damit entziehen will. Alles andere, was da oben vorgetragen wird über „Werte“, sind nichts als perfide Unterstellungen und Beleidigungen aus meiner Sicht

  3. Er beruft sich aufs GG, hat es selber aber nicht mehr lange in der Hand gehabt. Dass er wiederum auch nur die Wissenschaftler beruft, welche seine diffuse Meinung teilen, und bei bei der Metastudie von Anderson die Kritik daran totschweigt, macht ihn in meinen Augen nur noch unseriöser. Dieser Mann schadet dem Ansehen seines Amtes und sollte seine Worte, und Argumente – mal besser überdenken und sie nicht immer nur fürs RTL II Publikum zurecht schneiden.

  4. Also sehe ich das richtig, und steht der Hinweis auf den §74 deshalb in dem Blog-Eintrag, weil Herrmann Spiele mit USK-Kennzeichen vor strafrechtlicher Verfolgung, besser gesagt deren HerstellerInnen(!?), schon unzulässig geschützt sieht!?
    Ähnlich den bestehenden SPIO-Plaketten für Filme ohne FSK-Kennzeichnung?
    Also das ist ja wohl absurd zu nennen: auch aus der Sicht Herrmanns ;-) Bevor die (von der USK) gekennzeichneten Titel angegriffen werden sollten wohl doch eher die auf Liste B noch nicht beschlagnahmten, oder die wegen der Gewalt ebenfalls auf Liste A befindlichen, indizierten Titel, verboten werden?? Oder etwa nicht ;-)

    Ich vermute als Hintergrund wieder einen Angriff auf den seit 2003 geltenden Ausschluss von USK-Kennzeichnung und Indizierung. Diesmal halt überdeutlich über das Strafrecht vorgenommen, so absurd das auch immer sein mag… Meine 50 dazu und sorry fürn etwaigen Doppelpost

  5. @Pyri

    Ich kann nur für etwas bestraft werden, wenn ich was strafbares anstellen wollte (Vorsatz). Ich muss es also bei der Tat (Dem Verkauf vom Spiel) für möglich halten, dass das Spiel gewaltverherrlichend ist. Hierfür ist (afaik) notwendig, dass man den Inhalt des Spieles kennt – wovon beim Hersteller etc. auszugehen ist. Wenn ich jedoch (fälschlicherweise) eine USK-Freigabe für das Spiel bekommen habe, die mir bescheinigt, dass das der Verkauf erlaubt sei, befinde ich mich in einem Irrtum über die Rechtswidrikeit meiner Tat. Dies führt gemäß § 17 StGB:
    http://dejure.org/gesetze/StGB/17.html
    dazu, dass ich ohne Schuld handel (wenn der irrtum nicht vermeidbar war) – also nicht bestraft werden kann. Einziehung ist aber unter den Voraussetzungen des § 74 und erst recht unter denen des § 74d möglich.

    edit:

    Im Endeffekt glaube ich, dass das SPIO-JK Ding dazu da ist. Dadurch, dass ich die Prüfung (wenn auch falsch) erhalte, kann ich mich darauf berufen, dass der irrtum für mich unvermeidbar war und ich daher wegen fehlender Schuld nicht bestraft werden kann.

  6. @Pyri
    Für mich war immer die Story wichtig, Gewalt wie die Grafik nur nebensächlich – ein Stilmittel. Ich beschäftige mich also nicht mit der Gewalt sondern mit der Geschichte, welche mir da jemand erzählen will (Was auch der Grund war und ist, warum ich mich so über „Grafik-Huren“ wie sie so letztens treffend in Gameone bezeichnet wurden, aufrege).

  7. Jaja, schöne neue Welt Herr Herrmann.
    Komisch, immer wenn Spielekritiker polemisch werden, wollen sie „nur“ aufrütteln und einen Dialog „provozieren“.
    Wann sagt denen mal einer, dass Provokationen Aggressionen auslösen und somit umgehend zu vermeiden sind.
    Ansonsten sollte man es tunlichst vermeiden, sich auf solch primitive und unseriöse Ebenen hinabzubewegen und hierauf einfach nur den Mantel des Schweigens legen.

  8. “Das geltende Jugendschutzrecht lässt daher zu, dass höchst problematische, gewalthaltige Spiele in Deutschland frei verkäuflich sind.”

    Nun schießt sich Herr Herrmann aber selbst ins Knie. Diese Spiele werden sowohl von PEGI als auch USK ab 18 eingestuft. Laut deutschen Gesetz (vielleicht kennt ja jemand den § ?) ist man ab 18 Jahren ein Erwachsener (oder Heranwachsener, whatever zumindest kein Jugendlicher). Damit kann das Jugendschutzgesetz diese Spiele gar nicht verbieten, da sie nicht in dessen Kompetenzbereich fällt.

    Vico könnte das warscheins sehr ausführlich und klar darlegen, vielleicht kommt ja noch was von ihm xD.

  9. @ El Konsolero
    „§ 2 BGB Eintritt der Volljährigkeit.
    Die Volljährigkeit tritt mit der Vollendung des achtzehnten Lebensjahres ein.“
    Meinst du das?

  10. „Der Staat allein kann mit Verboten oder durch Erziehung zu Medienkompetenz in den Schulen nur einen Teil beitragen.“
    .
    …..
    FFFFFFFFFFFFFFFFUUUUUUUUUUUUUUUU!!!!!!!!!!!!!!!
    .
    Geht’s noch? Der Staat kann nur so viel tun? Im Ernst? Weil zensieren kann er jetzt schon ziemlich gut.

  11. „Der Staat und seine Erziehung zur Medienkompetenz…“ ringt mir ein müdes Lächeln ab. Erziehung zur Medienkompetenz durch Verbote, Zensur und Zugangsperren ergibt doch wenig Sinn…wenn das alles ist, was ihnen einfällt, werden wir ja eine sehr medienkompetente junge Generation heranziehen.

  12. @Dirk
    Zum Glück ist es unserer (und der nachfolgenden) Generation ziemlich egal was irgendwelche alten, grauhaarigen Kerlen so vor sich hinbrabbeln und besorgen sich ihre Medienbildung selbst. Haben wir ja auch alle selbst gemacht, oder?

  13. Wieso heißt das von 18-21 eigentlich „heranwachsend“? Geht das davon aus, dass man mit 18 noch nicht ausgewachsen ist – mit 21 hingegen schon??

  14. ich bin vergrippt und äußere mich wenn überhaupt morgen über dieses Statements.
    nur so viel, auch wenn es wieder maßlos überspitzt sein mag:

    „Ich trage auch Verantwortung für meine häufig auch noch jungen Polizeibeamten, die bei ihrer täglichen Arbeit selbst Opfer von Gewalt werden.“
    klingt für mich so, als würden täglich aufgebrachte gamer Polizisten verhauen.

    „Der Staat allein kann mit Verboten oder durch Erziehung zu Medienkompetenz in den Schulen nur einen Teil beitragen.“
    Orwell grüßt da schon ein wenig oder? so von wegen Staat sagt was gutes Gedankengut ist und was nicht? (wie gesagt, nicht eins zu eins anwendbar, jedoch ist seine Formulierung der Durchführung doch recht …diktierend.)

    in diesem sinne: 2+2=
    gut Nacht.

  15. @ hector

    Ne glaub da gabs noch was anderes. Aber egal, jeder sollte normalerweise verstehen dass ein 18- jähriger kein Jugendlicher mehr ist.

    @ Pyri

    ich kann mir das nur im Zusammenhang aufs Strafrecht vorstellen, zwischen 18 und 20 jahren hat das Gericht zu entscheiden ob man nach Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht verurteilt wird. Ab 21 gilt dann nur noch das Erwachsenenstrafrecht. Andere Bereiche kenne ich nicht und kann mir auch keine denken.

  16. Wenn der schon mit Menschenwürde und angeblichen Humanismus kommt, dann kann er gar nichts gutes meinen imo <.<

    Lass ma ARD bestechen, dass sie einen objektiven Bericht abliefern über diese Spiele…
    Mal schaun wie dann die öffentliche Meinung bleibt…
    [/halbe Ironie]

  17. @ El Konsolero
    Vielleicht ja das:
    Nach westeuropäisch-kulturellem Verständnis versteht man unter Jugend die Zeit vom 13. bis 21. Lebensjahr. Nach deutschem Recht aber gilt man vom 14. bis 18. Lebensjahr als Jugendlicher. Im Kontext des § 7 Abs. 1 Nr. 2 SGB VIII (Achtes Buch Sozialgesetzbuch) gilt in Deutschland als Jugendlicher „wer 14, aber noch nicht 18 Jahre alt ist.“

  18. @Rey Alp
    Ja eben – so sehe ich die SPIO-JK, das auch deren Sinn. Um Rechtssicherheit zu schaffen. Und für Herrmann scheint sowas schon ein USK-Kennzeichen zu sein.

    Sorry, aber echt gruselig von Herrmann aus meiner Sicht

  19. Pingback: “Ich wusste nicht Herr Richter…”? « Jürgen Mayer

  20. Wir wollen keine Gesellschaft in der Gewalt zur Selbstverständlichkeit wird- und noch ein bisschen GG geschwurbel von dem die Union ohnehin nichts hält.
    Warum muss man „die Gesellschaft“ vor derartigem schützen, sieht aber nicht die Gewalt die von Plutokraten, Provokatören, Selektierern und Westerwelles ausgehen, die im Endeffekt eine hohe Mitschuld an Amoktaten tragen? Höchst seltsame ansichten, mit verengtem Sichtfeld.

  21. @Pyri

    Das USK Kennzeichen hat wohl auch diese Wirkung. Jedoch schützt es wohl nur die Person vor Strafe und nicht das Spiel vor Beschlagnahme.

  22. @ Hector

    ach du scheiße jetzt kramste auch noch das von mir so geliebte SGB raus (vorsicht ironie hab in dem bereich ne ausbildung)
    Naja is ja nu auch egal welcher § es is, ab 18 kann man von keinem Jugendlichen mehr sprechen.

  23. Wieso hat er denn als Innenminister „tagtäglich mit der zunehmenden Gewalt gerade auch junger Menschen zu tun“? Kann mir nicht vorstellen, dass er im Elfenbeinturm was von der Realität hier draußen mitbekommt. Ansonsten würden ganz andere Dinge auf seiner Liste stehen, wie z.B. ein strengeres Alkoholverbot für Jugendliche…

  24. Pingback: Tweets die Stigma Videospiele » Blog Archive » Herrmann kritisiert USK als zu “großzügig” erwähnt -- Topsy.com

  25. Innenminister Joachim Herrmann’s Zeugnis:
    Demokratie: 6
    Reschersche: 6

    Joachim Herrmann hat das Klassenziel leider nicht erreicht…

    Happy ;-P

  26. Recherche, Herr Lehrer!

    @Hermann: Typische deutsche Jammerkultur der keine Taten folgen werden.
    Deswegen ist auch Siedler 7 auf Platz 1 der Chart trotz Kopierschutz.

  27. Wenn jemand den Herrn Herrmann sieht oder schreibt: Ich biete eine Fortbildung „Empirische Erkenntnisse und logische Schlussfolgerungen“ für InnenpolitikerInnen an. Scheint eine Marktlücke zu sein.
    Genaue Untersuchungen dürften nämlich zeigen, dass alle Amokläufer auch Küchenherde zu Hause hatten.

  28. „Großzügig“???? Bsp: COD 5 ist in Deutschland nur extrem Zensiert ab „18“ frreigegeben worden… In England unzensiert ab „15“… Und da sage noch einer, die USK sei „großzügig“

  29. Die USK bewertet zu großzügig? Schade, dass er diese Aussage nicht am 1. April gemacht hat, das wäre ein adäquater Kontext dafür gewesen…

    Jemand sollte Hr. Herrmann darüber informieren, dass die USK meist mindestens eine Stufe über allen anderen europäischen Klassifizierungseinrichtungen (wie BBFC oder PEGI) kennzeichnet. Wenn das schon „zu großzügig“ ist…

  30. von drogen und kinderpornografie kann ich mir die auswirkungen wohl denken. aber mich würde mal interessieren, was die auswirkungen der „gewaltorgien auf computerbildschirmen“ sind? viereckige augen?

  31. @Rey Alp
    Ein SPIO-JK-Gutachten schuetzt ja auch vor keiner Beschlagnahmung. Man nehme zum Beispiel den franzoesischen Film „A l’interieur“: der wurde in der zensierten deutschen SPIO-Fassung verboten und gar nicht in der unzensierten oesterreichischen

  32. @Pyri

    Die USK-Kennzeichnung auch nicht, die schützt nur vor einer Indizierung. Aber dennoch: Es schützt den Händler davor sich wegen § 131 StGB strafbar zu machen. Das Spiel wird zwar eingezogen, aber er muss nicht in den Bau – ist doch auch was.

  33. 1.) So wie ich das Verstehe stört sich Herrman an der Rechtssicherheit für Händler die das USK-Siegel bietet und hätte diese gerne abgeschafft.

    2.) Der Apell lässt mal wieder dieses merkwürdige Kunstverständnis durchblicken, demzufolge nur erwünschtes dargestellt werden dürfe.

    Herrmann scheint, wie so viele seiner Parteigenossen, ein paar ernsthafte Probleme mit rechtsstaatlichen Grundsätzen zu haben. Ich plädiere zum wiederholten Mal dafür, die CSU auf die Beobachtungsliste des Verfassungsschutzes zu setzen.

  34. „Wir wollen keine Gesellschaft, in der Gewalt zur Selbstverständlichkeit wird.“
    Wieso werden dann weiterhin Soldaten nach Afghanistan entsendet? Für mich ist das Heuchelei.

  35. Ja die USK ist sehr großzügig wenn man bedenkt wie viele Schnittauflagen es selbst für Erwachsenentitel die nur diesen zugänglich sind gibt und zu wie vielen Titel ganz Nein gesagt wird, Herr Hermann hat wie so oft keine Ahnung spuckt aber große Töne, ich kann sowas wirklich nicht verstehen das man sich so gibt.

  36. „Durch einen Vergleich von Kinderpornographie mit “Killerspielen” hat sich der bayrische Innenminister Joachim Herrmann bei Gamern wenig Freunde gemacht.“

    Ist doch egal. Mit Junkies wie uns ist einfach nicht zu reden. Wir kommen halt immer mit Argumenten und so, während der Herr in seiner fabelhaften Welt der unbestechlichen Forschungsergebnisse lebt, die ja – egal wie die Experimente aufgebaut sind und ob sie überhaupt etwas mit Spielen zu tun haben – immer genau das aussagen, was er gerade möchte. Wer wird sich da noch mit der Realität auseinandersetzen?

  37. „“Als Politiker und Innenminister, der ich tagtäglich mit der zunehmenden Gewalt gerade auch junger Menschen zu tun habe“

    Als Politiker und Innenminister bezweifle ich das der werte Herr noch sonderlich viel mit der realität zu tun hat in seinem alltag. Mal ehrlich, der lebt doch in einer ganz anderen welt was es nicht verwunderlich macht das er die richtige welt nichtmehr versteht.

    Gewalt ist und war schon immer gegenwärtig, vor „killerspielen“ und sie wird es auch bleiben nach einem verbot selbiger…

    Ich warte übrigens immernoch auf den beweis dieser „zunehmenden gewalt“, sämtliche kriminalstatistiken sprechen nämlich dagegen. Auch das die gewalt immer „extremer“ wird halte ich dagegen für wunschdenken, nur weil ein paar ausnahmefälle (die es schon immer gab) medial hochgepusht werden heisst das nicht das die generele „qualität“ von gewalt gestiegen ist..

    Selbst wenn es wirklich der fall sein sollte dann bezweifle ich auch das „killerspiele“ da einen sonderlich großen einfluß hatten. Da wird wohl eher die elbogen und leistungsorientierte gesellschaft einen größeren einfluß haben die sich immer weiter durchsetzt.

  38. „Die USK bewertet zu großzügig? Schade, dass er diese Aussage nicht am 1. April gemacht hat, das wäre ein adäquater Kontext dafür gewesen…“

    Du musst dich in seinen Kopf hineinversetzen, auch wenns schwer fällt.
    Zu großzügig bedeutet für ihn, dass zu viele Spiele von der USK eine Freigabe bekommen.
    Spiele wie GTA IV, Resident Evil 5 und God of War III sind für Herrn Herrmann klassische Killerspiele, die verboten gehören. Da stört es ihn auch nicht, dass es noch brutalere Spiel gibt, die indiziert oder beschlagnahmt wurden.
    Er betrachtet Computerspiele aus einen komplett anderen Blickwinkel als die Spieler und damit ist er nicht der einzige in der Gesellschaft.
    Ein Verbot ist aber zum Glück schwer durchzusetzen, dank unser Verfassung. Und das wissen scheinbar auch die Spielegegner, sonst hätten sie es schon längst versucht.
    Das Problem von CDU/CSU ist, dass sie in keinem Bundesland die absolute Mehrheit haben, sondern immer FDP oder SPD mit im Boot sitzen (und in Hamburg und Saarland die Grünen).
    Aber selbst als Beckstein MP war und die absolute Mehrheit hatte, hat er den Verbotsentwurf nicht in den Bundestag gebracht. Weil er wusste, dass dieser im Bundesrat keine Chance hätte.
    Nicht ohne Grund wurde letzten Sommer nur über ein Verbot von Paintball diskutiert, nicht aber über ein Verbot von Killerspielen.
    Oberhand könnten die Kritiker gewinnen, wenn die USK abgeschafft werden sollte. Aber bisher deutet nichts darauf hin.

  39. „Aber selbst als Beckstein MP war und die absolute Mehrheit hatte, hat er den Verbotsentwurf nicht in den Bundestag gebracht. Weil er wusste, dass dieser im Bundesrat keine Chance hätte.“

    Bayern iniitiierte im Februar 2007 eine Budnesratsinitiative, um ihr JuSchVerbG durchzubringen, dass einen neuen § 131 a StGB intendierte (der schweizerische „Killerspiel“-Verbotsentwurf ist an diesen angelehnt); das Ding liegt aber bis heute auf Eis im Bundesrat (Was so ziemlich einer Ablehnung entspricht).

  40. Drogenkonsum ist in unserer Gesellschaft nicht akzeptiert?! War der Typ schon mal aufm Oktoberfest?! Was zum Geier sind denn Alkohol und Nikotin?

    HEUCHLER!

  41. @Pequod
    Das ist kein Drogenkonsum, das sind Steuereinnahmen. :D Aber das klappt nicht bei jedem, mit dem in die Tasche greifen. Schließlich gibt es ja noch Nachbarländer wo man nicht soviel abdrücken muss für seine Kippen. :D

    MfG Cooper

  42. I think those who compare „killerspiele“ to child pornography are in fact the „best“ and most dangerous apologists of child pornography, even if it’s against their will.

    Let me explain : on one hand, this comparison means that developing a software (and filming, and motion-capturing) is equivalent to raping a child in front of a camera. Which is a terrible insult, not only to game programmers, but also to software developers, whatever they are into. But on the other hand, they consider that the act of raping a child in front of a camera is nothing more than programming in front of a computer. So I cant‘ blame people if they read such statements and think : „oh, I see, child pornography is just that ? So it’s completely harmless.“

    The same thing occured in politics, especially French politics. For years, there was a small group of intellectuals who couldn’t help but insulting everyone who didn’t think like them, by calling them „racist“ or „fascist“. They said : „You don’t agree with us ? You’re a racist !“, or „You support this guy or this idea ? Only members of the far right would do such a thing !“. And so on. The result : a lot of people thought to themselves : „Ah ? Racism is just thinking differently ? Fascism is nothing more than supporting this or that idea ? Then it’s not so bad to be a fascist“. And the far right had a huge success. And the core concepts of „fascism“ and „racism“ have been banalized, trivialized, if not glamorized, by the very ones who claimed to fight them.

    Therefore, I think the ones who compare „killerspiele“ to child pornography are not only dangerous for video games. They’re also dangerous for all those who sincerely fight child pornography.

  43. Herr Herrmann!
    Ich ringe noch um Fassung, nachdem ich gestern das Video über die Greueltaten einer US-amerikanischen Apache-Helikopterbesatzung am 2.Juli 2007 in Bagdad gesehen habe.
    Ich bin entsetzt. Ich bin angewidert. Ich bin kurz vorm Überkochen.
    Und da kommen Sie und dreschen derart unsinnige Phrasen über „Killerspiele“. Sie sollten sich schämen! Sie sollten vor Scham im Boden versinken!
    Was sind Sie nur für ein Mensch!

  44. Als Politiker dreht man sich die Welt, so wie sie einem gefällt. Wir erinnern uns mal zurück, wie das mit der USK so zustande kam. Das geschah zu der Zeit als der Bastakanzler Schröder mehr Verantwortung forderte. So und nun will man im Handel und Verkauf noch restriktiver werden ? Hallo liebe Politiker, wir leben im Internetzeitalter. Das was man verhindern will, um eine moralisch einwandfreie Gesellschaft zu formen, ist das Rufen in der Wüste. Das was man weghaben will, ist schon mitten in der Gesellschaft, die man die letzten Jahrzehnte geformt hat. Weiß der Mann eigentlich, dass gerade die Jugendlichen keinen Hintern mehr bewegen, um sich die geschnittene , äh pardon „geprüfte“ Software oder geprüfte Filme zu besorgen ?! Kläre diese Leute mal einer über die Lebenswirklichkeit im IST-Zustand auf. Vlt. sollte man es leiber nicht tun. Wahrscheinlich würde der Mann und die vermutlich die CSU dann sofort die sofortige globale Abschaltung des Internets fordern.

  45. „Ich würde mich freuen, wenn meine Antworten Anlass für Sie wären, über die Problematik noch einmal nachzudenken. Wir wollen keine Gesellschaft, in der Polemik zur Selbstverständlichkeit wird. Deshalb muss Polemik und Amtsmissbrauch geächtet werden, auch in der Politik. Der Staat allein kann mit Propaganda oder durch falsche Wissenschaftler zu Medienkompetenz keinen Teil zu beitragen. Gefordert sind wir alle, wenn es darum geht, eine humane Gesellschaft zu verwirklichen, die der Wahrung des Grundgesetzes und damit in erster Linie der Würde des Menschen entspricht.”

    Ich denke so sollte das wirklich heißen.

  46. Das ist neu. Killerspiele sind für Joachim Herrmann auf einmal verabscheuungswürdig wie Kinderpornographie.
    Komisch, in der damaligen Pressemitteilung (anlässlich der Verleihung eines Entwicklerpreises für Computerspiele) hat sich das ganze so gelesen als ob es für Ihn nur darum geht die negativen Auswirkungen von Killerspielen, Drogen und Kinderpornographie auf die Gesellschaft abzuwenden.

    Wir wissen ja alle was die negativen Folgen von Drogen sind:
    Politikerreden in Bayrischen Festzelten werden vom Alkohol beflügelt, und mit zwei Maß ist man als Bayrischer Politiker immer noch fahrtüchtig.
    Wer gekokst hat kann immer noch glaubwürdig als Liedermacher arbeiten und ein Killerspieleverbot unterstützen.
    Und wer heimlich Kinderpornos schaut macht eventuell später Karriere in der Katholischen Kirche.
    Killerspiele-Spieler melden sich dagegen mit 18 promt zur Bundeswehr, um in den völkerrechts- und grundgesetzwidrigen Kriegen der USA auf dem Balkan und am Hindukusch völlig enthemmt Tanklaster zu Bombardieren, damit die K/D für Team NATO positiv wird.

    Mal abgesehen davon das ich es lustig finde das ein amtierender Bayrischer Innenminister so gegen die Staatsräson verstößt das er zusammen mit den Linksextremen Spinnern vom Kölner Aufruf die BRD beschuldigt in einen Völkerrechtswidrigen Krieg verstrickt zu sein muß man Joachim Herrmann zu gute halten das er was gegen den sexuellen Mißbrauch von Kindern tut.
    Hat er nicht in einer Presseerklärung anlässlich des Osterfestestes erklärt das alle Katholischen Geistliche potentielle Kinderficker sind, und sexueller Misbrauch von Kindern genauso verabscheungswürdig wie das virtuelle Abknallen von Pixeln ?
    Hat er sich nicht danach in seinen Powerarmor gekleidet, die Presseerklärung daran mit einem Reinheitssiegel befestigt und ist losgezogen um mit seinen gesegneten Bannhammer den Pedobären aus bayrischen Kirchen, Klöstern, kirchlichen Internaten auszutreiben ?
    Da gibts sicher ein Bild davon ;)

    Die Presseerklärung in der Joachim Herrmann den sexuellen Misbrauch innerhalb der katholischen Kirche und seine Vertuschung sowie die möglicherweise stattgefundene Strafvereitelung durch Bischöfe, Kardinäle und die Kurie verurteilt findet sich ganz bestimmt auf seiner Webseite… oder etwa nicht ?

  47. Wenn KiPos nicht schlimmer als „Killerspiele“ sind, zapf ich mal Morgen alle freien WLANs in meiner Umgebung an und saug so viele KiPos wie möglich von illegalen Seiten. Ansehen werd ich mir den Müll nicht, aber vielleicht geht den Spießbürgern bei uns im Ort ja mal ein Licht auf, wenn sie vor Gericht stehen.
    Hab genug Zeit und jedes zwanzigste WLAN Netzwerk ist ungeschützt, nach spätestens fünf Minuten hab ich eins gefunden.
    Werd nach und nach die Dörfer und Städte in der Umgebung abklappern, da sag noch einer Sozialhilfempfänger wären nicht produktiv.^^
    Vielleicht müssen die Leute erst die Bilder von leidenden Kindern in den Tagesthemen sehen, damit ihnen der Unterschied zu Computerspielen auffällt.

  48. hab ne Antwort von beckstein bekommen:
    Sehr geehrter Herr ,

    das CSU_InfoCenter leitet mir Ihr Mail zur Beantwortung zu.

    Ich trete seit langem für ein Verbot von eindeutig menschenverachtenden Gewaltspielen ein. Art 1 GG verlangt
    den Schutz der Menschenwürde. Bei eindeutigen gewaltverherrlichenden Spielen sehe ich den Gesetzgeber
    gefordert. Genauso wie Sie Ihre Meinung haben, nehme ich für mich das Recht heraus, diese Überzeugung
    auch zu äußern.

    Und dass bei Suchtpotential und entsprechender Vorveranlagung auch das Risiko
    dass Hemmschwellen sinken, bestätigen inzwischen auch eine Reihe von
    Untersuchungen.

    Ich weiß aber auch, dass die Lobby der Spiele r stark ist – bis weit in meine Partei hinein reicht, so dass die
    Wahrscheinlichkeit eines Verbots nicht sehr groß ist –leider.

    Mit freundlichen Grüßen
    G. Beckstein
    jaj in videospielen laufen echte menschen rum,intressant.Schen waere wenn wir solch ne Lobby haetten

  49. @ Mike L.

    Lese ich richtig, Günther Beckstein hält ein Verbot für nicht sehr wahrscheinlich?
    Mal abgesehen davon, dass ja bereits ein Verbot existiert, er also vermutlich die Ausweitung meint, spüre ich da einen Hauch von Resignation.

  50. ja du liest richtig.Und natuerlich gibt es verbot von egwaltveherlcihenden Spielen,die Leuet kennen nicht mal ihre eigenen Gesetze.waer schon wenn ale so resignier sein wuerden wie beckstein,dann wuede nicht imer wieder ne verbotsforderung aufkommen

  51. Alrik:
    Es ist lustig wie die einerseits über „linksextremistische Spinner“ herziehst, aber fast im gleichen Satz deren schwachsinnige Argumente nachplapperst. Sowohl die NATO-Intervention auf dem Balkan, als auch Afghanistan sind in all ihren Auswirken vollständig durch UN-Resolutionen legitimiert. Anders als in Deutschland suggeriert ist ISAF ein friendserzwingender Einsatz nach Kapitel VII der UN-Charta.

    Das vorgehen in Kunduz ist zudem eindeutig durch das Kriegsvölkerrecht gedeckt. Es ist nur strafbar Zivilisten -bewusst- anzugreifen. Es ist sogar erlaubt den Tod von Zivilisten gezielt in Kauf zu nehmen, wenn das in einem angemessenen Verhältnis zum militärischen Nutzen stehen. Das mag ethisch nicht vertretbar sein, ist deswegen aber nicht zwangsläufig illegal. Das Völkerrecht schützt zwar Zivilisten, erlaubt aber auch viel mehr als das Strafrecht.

    Bitte erst mal informieren bevor du solche naiven Bewertungen abgibst.

  52. -3.t-5.r
    Was habt ihr denn? Ist doch richtig, dass bei diesen brutalen Killerausbildungsspielen ein Verbot angestrebt wird. Bei den Millionen Deutschen, die allein durch solche Spiele Tag und Nacht durchdrehen, ist das doch völlig gerechtfertigt. Ehrlich gesagt, man muss sich nämlich die Bevölkerung wie zombieartige Kreaturen vorstellen, die einzig durch Spiele (und auf keinen Fall durch andere Menschen, Umstände usw.) beeinflusst werden können – der freie Wille ist praktisch wenig vorhanden. Vollkommen ausgereift ist er nur bei der gottgleichen Oberschicht, dass sind nämlich wir. Deswegen dürfen und müssen wir auch über euch entscheiden. ;)
    -1.S-6.e
    Unsere reinen friedlichen Maßnahmen müssen siegen. Wir sind die Guten und wollen die Killerspieler vor dem Abgrund der Hölle bewahren, denn sie sind Gefährder in unserer Gesellschaft, die wir nur retten wollen und nicht unterdrücken. Es geht auch nicht darum, dass man mit einem eventuellen Verbot ablenken will oder Wähler gewinnen möchte oder beides, nein, wir müssen das Böse bekämpfen, was allein durch diese Spiele in die vorher friedliche Welt hinausgetragen wurde. Und: Früher haben wir Juden und andere verwirrte Lämmer zurechtgewiesen, heute müssen wir es bei den Killerspielern tun. Die Bedrohung ist groß, sehr groß, denn diese Spieler sind Gefährder. Müssen wir erst bis zum nächsten Amoklauf warten?
    -2.a-4.i

  53. „Prüfen Sie selbst, wie überzeugend die Studien und Forschungsergebnisse sind, die dort zu finden sind, und vor allem, prüfen Sie kritisch, welchen Interessen sie dienen und welcher Geldgeber dahinter steht. Hier geht es um einen Milliardenmarkt.“

    Oder Lobbyarbeit der Schützenvereine? Ist es dort nicht auch ein Milliardenmarkt?
    Oder geht es nicht eher um die Wählerstimmen? Wie viel verdienen sie? Ist es nicht auch ein Milliardenmarkt? (Zumimndest wenn man alle Politiker zusammen rechnet ^^)

    Haben sie die daten selbst gesehen?
    „Dilbert Cartoon – The Fact“ auf youtube.com/watch?v=pZLrPbFkt4Y
    Komisch, dass viele andere Wissenschaftler deren Forschungsstelle nicht von der Bayrischen Regierungabhängt auch zu anderen Ergebnissen kommt…

    Wie hats Al Gore geasgt (denke er hatte auch jemanden Zitiert, mal frei nach Erinnerung): „Es ist schwer jemanden etwas beizubringen wenn sein Job daran hängt es nicht zu verstehen!“

    Happy Guten Morgen

  54. @Stefan
    warum nicht nachplappern ?
    Joachim Herrmann hat mit seiner Unterschrift unter dem Kölner Aufruf bekräftigt das die USA in Afghanistan einen völkerrechts und grundgesetzwirdigen Krieg führen.
    Und Joachim Herrmann als Jurist, bayrischer Innenminister und CSU Mitglied wird die Bedeutung dieser Vorwürfe sicherlich nicht unterschätzt haben, oder ?
    Wer weis, vieleicht ermittelt das Bayrische Innenministerium ja schon gegen amerikanische und deutsche Soldaten die in Afghanistan gegen Völkerrecht und Grundgesetz verstoßen ?
    Wäre vieleicht auch eine gute Frage für Abgeordnetenwatch… ;)

  55. „werden die Gewaltorgien auf Computerbildschirmen in ihren Auswirkungen leider von Vielen verharmlost und schön geredet.”“
    Gewaltorgien wird es in Deutschland bei der penibel zensur gar nicht erst geben. Da ja selbst die englischen Version von Spielen obwohl sie inhaltsgleich( bis auf die sprache) und ganz sicher keine Gewalt enthalten. Sim City, Spore etc ab 18

    ein anderes zitat von ihm
    „Ist ein Spiel erst einmal freigegeben, gelangt es schnell in die Hände von Kindern und Jugendlichen; der Aufdruck ‚keine Jugendfreigabe‘ hat hier eher Anreizwirkung. Eltern, das müssen wir leider zur Kenntnis nehmen, sind häufig schon aus Zeitgründen nicht in der Lage, dies zu verhindern.“
    lol

  56. @Alrik:

    Könntest du die Stelle aus dem Kölner Aufruf zitieren, aus der hervorgeht, „dass die USA in Afghanistan einen völkerrechts und grundgesetzwirdigen Krieg führen“.

    Vielen Dank

  57. Kölner Aufruf:
    2. Killerspiele sind aktives Kriegstraining
    Killerspiele entstammen den professionellen Trainingsprogrammen der US-Armee, mit denen Schusstechnik, Zielgenauigkeit und direktes Reagieren auf auftauchende Gegner trainiert werden: Die Soldaten werden desensibilisiert und fürs Töten konditioniert, die Tötungshemmung wird abgebaut…
    …. Der „Spielraum“ unserer Kinder und Jugendlichen entspricht der Wirklichkeit des Kampfes von Soldaten in den völkerrechtswidrigen Kriegen z.B. im Irak und in Afghanistan. Vor genau solchen Zielmonitoren sitzen Panzer-, Flugzeug- und Hubschrauberbesatzungen und schießen wirkliche Menschen einzeln ab – gelernt ist gelernt.

    Wundert es da, das Oberst Klein der Befehl zur Bombardierung der Tanklaster gegeben hat ? Immerhin wurde er währen seiner Ausbildung bei der Bundeswehr desensibilisiert und fürs Töten konditioniert.
    Schließlich verwendet nicht nur die US-Army die von David Großmann geschilderten Techniken zur Ausbilung (wie Klappfallscheiben und Schießkinos), auch die Bundeswehr nutzt sie ;)


    Kölner Aufruf
    3. Wer profitiert vom Krieg in den Köpfen?
    …Games-Konzerne dienen somit als Teil des militärisch-industriell-medialen Komplexes
    dazu, mit „Spielen“ die künftigen Soldaten heranzuziehen.
    Das Alltagsleben wird vom Krieg durchdrungen, um Akzeptanz für die derzeitigen und künftigen Kriege zu schaffen.
    Diese Spiele sind somit massive Angriffe auf Menschenrechte, Völkerrecht und Grundgesetz. Warum also wird hiergegen nichts unternommen?

    Als Innenminister der Freistaates Bayern hat Joachim Herrmann die macht dagegen was zu unternehmen. Etwa indem er Ermittlungen gegen Oberst Klein anordnet.
    Immerhin hat Er den Kölner Aufruf unterschrieben, nicht ich… ;)

    Joachim Herrmann ist bislang als Mensch mit klaren moralischen Vorstellungen und Ansprüchen aufgefallen.
    Das Virtuelle Abschießen von Pixeln ist für ihn genauso abscheulich wie die Vergewaltigung von Kindern durch Eltern, Erzieher oder Geistliche.
    Das er zum aktuellen Skandal um den sexuellen Misbrauch von Schülern durch Geistliche und Lehrer – auch an Bayrischen Instituten – noch keine Presseerklärung herausgegeben hat ist sicher nur Zufall.

  58. @ Alrik:

    Vielen Dank. Du hast recht. Mit seiner Unterschrift hat Joachim Herrmann ein Dokument abgesegnet, in dem behauptet wird, dass in Afghanistan ein völkerrechtswidriger Krieg geführt würde. Interssanter Vorgang.

  59. Nachtrag: Und da müht sich Herr zu Guttenberg noch mit der Phrase „umgangssprachlich“ ab, während sein Parteikollege längst (indirekt) den Begriff „Krieg“ zum Ausdruck gebracht hat.

  60. …ach leute, auch die Unterschicht braucht ihre Stellvertreter in der Politik, die CSU hat das erkannt und nutzt das nun aus, mittlerweile ist diese gesamte Schicht in der CSU tätig :p

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