„Ein absolut realistisches Kampfgefühl“

(pcgames) Mit diesem Slogan wird auf der Seite des Anbieters ein Gamecontrollers beworben, der äußerlich einem Sturmgewehr nachempfunden ist. „Lightguns“ sind freilich kein neues Phänomen, bereits 1972 konnte mit waffenähnlichem Spielgerät auf virtuelle Ziele geschossen werden. Doch neuerdings scheinen diese Eingabegeräte mit der Einführung der wii-Konsole eine Renaissance zu erleben. So findet sich beispielsweise bei Amazon eine stattliche Auswahl von mehr oder weniger realistischem Gerät.

Auch wenn das Herumfuchteln mit solchen Controllern sicher etwas anderes, als die etablierte Maus- und Tastatursteuerung ist, wird es wohl höchstens ein „realistisches Kampfgefühl“ und keine brauchbaren Schießfertigkeiten mit realen Waffen vermitteln. Was bleibt ist allein der Umstand, dass es mit derartigem Spielgerät etwas schwerer fallen wird Laien zu erklären, dass man hier weder Fiktion und Realität verwechselt, noch dass es einem darauf ankommt möglichst realistisch zu töten, wie es Gamern des Öfteren unterstellt wird. Insbesondere die Anfangs erwähnte „Waffe“, die nicht – wie viele wii-Lightguns – schlicht weiß, sondern nach Herstellerangabe „eine originalgetreue Nachbildung einer real existierenden Waffe“ ist, die „das Handling einer echten Waffe“ verspricht, dürfte Ktitikern unnötig Munition liefern.

Und noch eine schlechte Nachricht: Das Spielen mit einem solchen Controller könnte aggressiv machen. In einem oft zitierten Experiment mussten sich Probanden (schriftlich) mit dem Brettspiel „Mausefalle“ oder der Nachbildung einer Schusswaffe auseinandersetzen, was bei der letzten Gruppe zu einem Anstieg des Testosteron-Levels führte. Im Anschluss sollten sie ein für andere Probanden gedachtes Getränk mit Chili Sauce versetzen. Diejenigen, die sich mit der Waffe beschäftigt hatten, gaben 3 x mehr der scharfen Substanz hinzu, was gegenüber der Vergleichsgruppe einen Anstieg des aggressiven Verhaltens darstellen soll.

Vor diesem Hintergrund verwundert es etwas, dass das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) in Experimenten zur Nachweis der Wirkung von Videospielen ebenfalls Lightguns als Controller einsetzt – jedoch nur bei „Ballerspielen“ und nicht bei der Vergleichsgruppe, die virtuell Tennis spielen darf (Quelle):

34 Gedanken zu “„Ein absolut realistisches Kampfgefühl“

  1. Ich selber halte ja nicht viel von solchen „Spezial-Controllern“. Alles nur Geldmacherei. Mir reicht das gute alte Pad. Bin nunmal Controller-Kind. Das habe ich gemerkt, als ich versucht habe „MarioKart“ auf der Wii mit dem Lenkrad zu spielen. Gefiel mir überhaupt nicht und ich kann mich immer noch nicht damit anfreunden.

  2. Ich nutze selbst keine normalen Gamepads, bin eben kein Konsolero. Was ich aber eine lustige Idee fände wäre eine Tastatur als „Gamepad“. Wenn man im Nahkampf ist steuert man nicht mehr mit WASD sondern hat dem Gegner einem mit der Cherry runter. Würde sicherlich gut auch in ein Zombieszenario passen^^.

  3. Was ist falsch an einer Maus?
    Das Feuern bei einer Wii zB bei Red Steel ist mid
    dem Wii Contoler viel umständlicher als mit der Maus…

    @“gaben 3 x mehr der scharfen Substanz hinzu“
    Wenn eine (Halb)Nackte Blondine welche von der Natur mit überproportionalen sekundären Geschlechtsmerkmalen ausgestattet gefragt hätte „Ich suche einen richtig harten Kerl…“ Dann hätten die männlichen Probanten mindestens 6 x soviel Chili Sauce in ihr Wasser gekippt und mindestens 3 Stück hätten die Sauce pur getrunken…
    Oder? JA!
    Damit ist bewiesen Testosteron macht dumm, aber es ist ein verdammt geiles Gefühl!

    Happy noch über die Blondine nachdenken…

  4. @ TRB
    Nichts ist falsch an der Maus. Nur ich spiele nun mal gern mit Pad und nicht mit diesen Sonder-Controllern. Ganz hart fand ich dieses Sport-Set für die Wii.

  5. Also es gab doch einige interessante Controller wie z.B. Die Original Controller von Samba De Amigo auf Dreamcast oder der Angel Controller von Get Bass, ebenfalls Dreamcast. Die Light Guns von Vcop auf Sega Saturn waren auch Ok. Ich muss allerdings sagen, dass diese Controller auch speziell für diese Games gemacht waren.

  6. Ich hatte damals für die PS1 ne Lightgun und fand es ganz witzig, allerdings macht es nur bei den wenigsten Spielen Sinn (House of the Dead etc.)

  7. Oh, wieder einer dieser mysteriösen Versuche die den Anstieg von Aggresivität belegen sollen. Es tut mir ja herzlich leid, aber sonderlich wissenschafltich klingt das nicht. :P

  8. Ts, da ist ja meine 50 EUR G36 Softair mit der ich gelegentlich Ü-Eier Figuren „ermorde“ realistischer als so ein Controller-dings für Games. Und @Christian Pfeiffer: Nein, auch das ist nicht realistisch, weil a) Plastikkügelchen, b) fehlende Ballistik und c) starker Verzug. Ob Ü-Eier Figuren aber realistischer sind als Polygonfiguren, überlasse ich letztlich Ihnen. ;)
    .
    Witziger ist diese Idee hier von The Onion News (kommt etwa bei 2:30):
    http://www youtube com/watch?v=2ZD7je1o0pQ

  9. Mit einer Lightgun zu schießen kann schon Spaß machen, genauso wie es Spß machen kann Fußballspiele, RPG’S, Jump and Runs oder Ego-Shooter zu spielen aber man braucht die richtige Lightgun und das richtige Light-Gun-Spiel dazu, auf der PSOne habe ich Time Crisis nur mit der Namco G-Con gespielt, da diese ja die Ducken-Taste hatte die die Funktion der Pedale des Arcadeautomatenoriginals ersetzte und sie die einzig genaue Light-Gun war, auf der alten Xbox 1 habe ich Silent Scope nur mit dem Sniper Scope Scharfschützengewehr gespielt da diese einfach zum Spiel paste und sie die einzig genaue Waffe war hierfür war.

  10. Na ja, ich finde das geht schon in Richtung „Waffenporno“ :-)
    Ob virtuell im Spiel oder als Controller davor, Waffen sind für mich da bloß Mittel zum Zweck, und der Zweck ist eben auch nicht unbedingt auf etwas oder jemanden zu schießen, womöglich nur es oder den Menschen sterben zu sehen wie Johnny Cash einmal über eine Western-Situation gesungen hat, sondern ist kontextabhängig, beschreibt (andere – Extrem-)Situationen, Geschichten, Stories, Wettkämpfe, Kooperationen etc.
    Und von einer Schusswaffe da vor dem Bildschirm würde ich schonmal überhaupt nicht sprechen, sondern eher von einer Attrappe: würde damit auch nur einmal tatsächlich geschossen werden können würde der Bildschirm schön ausschauen :-D

    Vor echten Waffen fürchte ich mich persönlich.
    So sehr, dass ich eine nicht freiwillig in die Hand nehmen würde – selbst wenn ich wissen tät, dass diese nicht geladen ist

    Diese Entwicklung mit den Wii-Eingabegeräten würde ich übrigens als Renaissance bezeichnen: schon zu Beginn der Heimkonsolen-Ära wurden teilweise extrem aufwendige Controller in diese Richtung nachgebildet. Bei James Rolfe tauchten da schon Accessoires in mehreren Folgen des „Angry Video Game Nerd“ auf. Das Beispiel was mir am stärksten in Erinnerung blieb war dieses Gewehr für die Magnavox Odyssey: http://www.magnavox-odyssey.com/Odyssey/History/Brown_Box__w_gunHiRes.jpg

  11. Nun ja solange man nicht den Fehler macht zu sagen Lightguns und Lightgunshooter sind was schlechtes ist ja alles ok denn es muß ja niemand eine Lightgun kaufen und nutzen, würde man es doch machen zu sagen das sei was schlimmes und Zeitgleich andere Spiele mit Gewaltinhalten verteidigen wie zbsp. Strategiespiele oder eben die berühmt berüchtigten Ego-Shooter wäre das Heuchelei. Genauso falsch wäre es aber auch die Dinge zu verniedlichen oder auf der anderen Seite zu verteufeln ohne zu wissen über was man eigentlich genau redet, Kinderspiele sind Lightgunshooter nicht zumindest solange sie nicht Point Blank heißen.

  12. es gibt sogar Lichtschwerter für die WII.
    laut neusten Forschungen sollen Spieler die damit ihre Starwars-Spiele an der WII spielen zu echten Jedis werden.
    Das KFN warnt schon davor das viele davon der dunklen Seite der Macht verfallen könnten, und fordert ein Verbot virtueller Lichtschwerter ;)

  13. @Alrik
    Du meinst es zwar nur scherzhaft aber bei Pfeiffer und co. würde es mich nicht im geringsten überraschen wenn die das tatsächlich tun würden.

  14. „Vor diesem Hintergrund verwundert es etwas, dass das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) in Experimenten zur Nachweis der Wirkung von Videospielen ebenfalls Lightguns als Controller einsetzt – jedoch nur bei “Ballerspielen” und nicht bei der Vergleichsgruppe, die virtuell Tennis spielen darf “

    Na super. Der Waffeneffekt, also die erhöhung der Agression durch die blose Anwesenheit einer Waffe, sollte den Forschern bekannt sein. Waffen als Controller zu benutzen verzerrt damit das gesamte Ergebnis. Das ist nicht Forschung, dass ist Propaganda.

    Besonders abstoßend ist eine solche Praxis, da der Waffeneffekt, vlööig unabhängig von PC-Spielen, sicher ein Einflussfaktor bei den Amokläufern war. Pistole auf dem Nachttisch, oder wie war das nochmal? Aber nein, wir wissen ja alle: Schützenvereine sind sozial Förderlich, Spiele eine Ausgeburt der Hölle.

  15. @Danny
    Das sagt jeder normal denkende Mensch aber Pfeiffer und seine Lakaien sind ja jenseits von Gut und Böse oder mit anderen Worten sie sind der Realität und dem gesunden Menschenverstand weit entrückt.

  16. @Rey Alp: „ymmd!“
    Ist doch so! Das X mal mehr der scharfen Chili Sauce ins Wasser kippen kann so viele verschiedene Gründe haben, dass es Blödsinn ist es auf einen Anstieg des aggressiven Verhaltens zurückzuführen.

    Die einen Spielen Schw***vergleich: „Ich kann 5 Tropfen mehr Chili ab als ihr“
    (Daraus entstehen auch die Chiliwettessen.)
    Die anderen sind durch die Action aufgeputscht und merken vermutlich garnicht wie viel sie Wirklich rein Tropfen bzw sie wollen sich damit ablenken.

    Das einzige was man bei so einen Versuch herausfinden kann ist, dass der Mensch durch Actionfilme, Motorsport, Killerspiele und Blondinen aufgeputscht wird und deshalb anders reagiert als normal oder gelangweilt. Dass liegt aber am Testosteron und Adrenalin und ist als Reaktion auf eine Gefahrenreaktion normal und von der Natur als Fluchtreflex angelegt. Sinn war, dass man egal durch was man aufgeputscht ist weniger empfindlich gegenüber anderen Dingen.

    Happy Coding.

  17. … och……… die meisten würden sich wohl wundern, wie selbstverständlich das sog. „Hot Sauce“-paradigma in der Aggressionsforschung ist:
    Joel D. LIEBERMAN, Sheldon SOLOMON, Jeff GREENBERG und Holly A. McGREGOR formulierten 1999 das sog. „Hot Sauce“-Paradigma, um insb. drei Probleme traditioneller Operationalisierungen aggressiven Verhaltens in Studien der Aggressionsforschung zu beheben: 1.) Die Studien kreiren i.d.R. keine Situationen in denen die Probanden ein Potential für ein reale Schädigung des Ziels annehmen oder 2.) es existiert das Risiko einer tatsächlichen Gefährdung der Ziele oder 3.) die Untersuchungssituation ist den Probanden zu bekannt und wirkt daher verzerrend (wer kennt z.B. nicht die Elektroschocktests).

    Die Probanden wurden im Rahmen dieses Paradigmas entweder mit einem unverträglichen Getränk oder anhand eines Angriffs auf ihre politischen Weltanschauungen (von einer eingeweihten Person, die sich nicht im gleichen Raum befand) provoziert. Im Rahmen der Mediengewaltwirkungsforschung wird man die Provokation der Probanden dann natürlich durch das Spielen eines potenziel gewaltdarstellenden Spieles ersetzen oder aber dieses Spielen zusätzlich in den Versuchsaufbau integrieren).

    Die Probanden bestimmen nach der Provokation die Menge an „hot sauce“ (Tabasco), die sie dem (nicht im gleichen Raum befindlichen) Provokateur/Ziel verabreichen wollen. Die Menge der „hot sauce“ soll dann indiziell für das Niveau des aggressiven Verhaltens des Probanden sein………

    Das Paradigma ist so populär, weil es kostengünstig ist und nur nach einem kleinen Equipment verlangt; darüber hinaus wird es insb. wegen wegen seiner einfachen Quantifizierbarkeit (durch Menge der „hot sauce“), der ökologischen Validität, dem Umstand, dass Verhalten weniger leicht anderweitig interpretierbar sei und der konvergenten Validität präferiert und weil es keine kompetitive Aufgabe verlangt, die das Experiment verzerren könnte. Zudem bietet es den Probanden i.d.S. Handlungsspielraum, dass sie selber bestimmen können, welche Menge der „hot sauce“ (oder ob sie diese überhaupt) applizieren. Wobei das auch nicht uneingeschränkt gegeben ist: So ließ man den Probanden in eienr vorangegangenen Studie der genannten Forscher (zusammen mit Jamie ARNDT, Linda SIMON und Tom PYSZCZYNSKI) nur die Wahl der Menge der „hot sauce“, nicht die Wahl der Applikation selbst.

    Das Paradigma leidet aber insb. auch an Punkt 1.) der Probleme traditioneller Operationalisierungen: Die Probanden werden zwar i.d.R. informiert, dass das Ziel „hot sauce“ nicht mag, die Probanden müssen die Applikation der „hot sauce“ aber dennoch nicht zweifelsfrei als schädigendes Verhalten i.d.S. realisieren. Nicht beachtet wird dabei, dass z.B. die Nozirezeptoren V1 (Capsaicin-Rezeptoren) der Probanden unterschiedlich desensibilisiert sein können; jemand, der regelmäßig „hot sauce“ u.ä. konsumiert, wird resistenter und verträgt größere Mengen und vermag sich u.U. nicht mehr derart in die Lage anderer, sensiblerer Personen zu versetzen; insg. kann die Applikation so oder so nicht als Indikator gravierender, ernster Aggression gewertet werden (und wenn, dann ohnehin eher als eine Art von Streich, nciht als gravierend schädigendes Verhalten) – insg. ist die Konstruktvalidität fragwürdig. So können die Probanden lediglich davon ausgehen, dass das Ziel die „hot sauce“ nicht mag.

    I.d.S. verbietet sich auch eine Aussage, wie die Manfred SPITZERs: „Man lässt Leute ein gewalttätiges Computerspiel spielen oder eben was anderes und hinterher guckt man, wie gewalttätig sind die. Und auch das kann man experimentell messen. Man lässt sie zum Beispiel einen Drink mixen aus Tabasco und Wasser. Und wenn die vorher ein Gewaltspiel gespielt haben, dann tun sie mehr Tabasco rein. Sie können das in Gramm Tabasco messen, dass die Leute vierfach – die tun da wirklich viermal mehr da rein -, vierfach aggressiver werden. Und es gibt eine Reihe von solchen Tests, wo man Aggressivität ganz objektiv messen kann. Und mit solchen Methoden kann man rausfinden: Ja, da gibt es einen Zusammenhang.“ Das ist einfach Dummfug… abgesehen davon, dass dann da doch wohl tendenziell eher in miligramm und nciht in Gramm gemessen wird (je sensibler die MEssinstrumente,d esto gravierender wirkt ein Effekt). Und selsbt, wenn da eine statistische Signifianz belegt sein sollte, kriegt es die Forshcung ja nicht auf die Reihe, zwischen dieser und einer substantiellen Signifikanz zu differenzieren…

    Angesichts dieser eklatanten Probleme des Aggressionsparadigmas ist zu fragen, welche Kriterien summativ ein probates Aggressionsparadigma auszeichnen könnten… zu nennen wären da z.B. der Verzicht auf eine „cover story“; direkter Kontakt zwischen Proband und Ziel des etwaigen aggressiven Verhaltens; die Ermöglichung verschiedener Verhaltensalternativen (aggressiven, wie kommunikativen und prosozialen); Differenzierung in / Messung von proaktiver und reaktiver Aggression und unterschiedlicher Aggressionsformen (physisch, verbal, unpersönlich, direkt); Pönalisierung/Missbilligung (nicht die – stillschweigende – Billigung oder gar Aufforderung zu) von aggressivem Verhalten; das Verhalten muss zweifelsfrei schädigend sein; die aggressiven Reaktionsformen sollten hohe ökologische (d.h. externe) Validität besitzen und die Aufmerksamkeit muss auf die Wahrnehmung, Überzeugungen und Motivationen der Probanden gerichtet werden. Ein Paradigma, dass all diese Kriterien erfüllt, existiert bis dato nicht.

    … und das sind nur die Probleme der Aggressionsparadigmen, die die Mediengewaltwirkungsforschung übernimmt (zusätzlich zu nennen wären da ja noch die genuinen Probleme der MGWF selbst).

  18. Also, ich bin zwar sicherlich auch kein Waffenfetischist, aber für „House of the Dead Overkill“ braucht man die Wumme einfach, sonst kommt kein gescheites Feeling auf. Hab denn auch mehr so’n Teil: http://www.destructoid.com/elephant//ul/56112-11-26-07-nyko-gun.jpg
    Kein „superecht“ aussehendes, aber während du zockst, guckst du ja eh nicht drauf, was soll das also? Hauptsache, es liegt gut in der Hand.
    Das mit dem Chili ist das dämlichste Experiment, von dem ich je gehört habe…

  19. Also ich kenne Lightguns noch von House of the Death 2 (Dreamcast) und Time Crisis 1 (PS1) – ganz ehrlich: „absolut realistisches Kampfgefühl“ ?? Hat sich die Technik dieser Platikknarren in den letzten Jahren derart verbessert?

  20. Es gibt welche mit Rückstoß, vorgetäuschten Magazin das man nutzen muß um im Game nachzuladen etc. aber wie in Echt fühlt es sich nicht an, wirklich nicht und ich kann das sagen, ich wurde lange genug an der Waffe ausgebildet.

  21. Also ich konnt‘ ja nicht mehr ernst bleiben, als ich auf dem originalgetreu nachgebildeten Sturmgewehr die Knöpfe für Vorwärts- und Rückwärtslaufen gesehen habe….

  22. Der Warnhinweiß auf der Seite sollte man aber tatsächlich ernst nehmen, da sofern sie echten Waffen nachempfunden sind laut Gesetzestext tatsächlich als Anscheinwaffen gelten und wie es in den Warnhinweiß des Herstellers richtig heißt ist das offene Tragen einer solchen in der Öffentlichkeit verboten und zieht hohe Geldstrafen mit sich. (Es gibt ja auch übereifrige Ondnungsbeamte die Schützen bei Umzügen ans Bein pissen wenn die Anscheinwaffen tragen und nicht diese Holzimitate, das gleiche bei Kanreval oder Maskenbälle, das offene tragen von sogenannten Anscheinwaffen ist auch da nicht erlaubt).

  23. @ Wyrd Sister:
    … das „Hot Sauce“-Paradigma ist sogar noch eines der besseren……… du willst gar nicht wissen, wie übel die anderen Aggressionsparadigmen so sind…

  24. @Vicarocha
    Ja ist auch mir bekannt und findest du nicht das solche Sachen eher gegen als für solche Studien sprechen? Wieso erkennen dann Medien und Politiker das nicht was die Bürger mühelos erkennen, Arroganz, grenzenlose Dummheit oder einfach nur Dreistigkeit? Ich glaube das man so einfach keine Antwort darauf finden kann wieso solch ein rotz von Studien so ernst genommen wird von bestimmten Personenkreisen mit Einfluß und Machtpositionen. Was mich ja auch so ärgert ist das viele diese Studien die solch einen Quark wie den Chilitest nutzen durch Staatsgelder getragen werden und von wo oder besser von wem werden die Gelder wohl kommen!?!

  25. Gut – ich bin zwar kein Waffenexperte, aber wenn das mitführen von Anscheinwaffen wirklich verboten ist, warum sind dann Spielzeugwaffen erlaubt, mit denen Kinder oft in der Faschingszeit rumrennen? Ich find nämlich, dass die schon ziemlich echt aussehen.

  26. Da ich selbst Psychologie studiert habe, kenne ich das mit der Chilli – Soße sehr gut. Mir wurde vor der Bitte die Soße abzufüllen ein Limp – Bizkit Song vorgespielt. Auf meine Frage für wen ich denn diese Soße abfüllen solle und ob es die Person gerne scharf möge wollten mir die Versuchsleiter keine Antwort geben, so dass ich den Messbecher einfach mal vollmachte, da ich mir dachte die Person könne ja die zu viele Soße übrig lassen. Solange die psychologische Forschung mit solchen lächerlichen Methoden arbeitet, geht sie von einem Menschenbild aus, dass nicht ernstzunehmen ist. Scharfe Soße als Indikator für reale Gewaltbereitschaft – ich frage mich wer das ernstnehmen soll? Warum nicht gleich Whiskey? Oder starke Zigaretten? Oder Rosenkohl?

    Ich frage mich gerade welchen Ausgang dieses Experiment in Mexiko (oder in anderen Ländern, in denen gerne scharf gegessen wird) nehmen würde.

  27. @D-Day
    Die sind nur zum Teil erlaubt und zwar sind die erlaubt sobald die eindeutig nicht wie echte Waffen aussehen, die anderen sind verboten nur bei Kindern und beim Fasching wird ein Auge zugedrückt, das ist alles.

  28. @Vicarocha: Moment? Ich hatte einmal den Versuchsaufbau so verstanden, dass der Probant sich das Zeug mischt und es dann (selbst) trinkt. Dennoch wird man in so einem aufgeputschten Zustand dann eher von sich selbst auf andere schließen (wie man es meistens tut) und sich denken, dass man jetzt mehr Abkann und dann es auch den Zumuten wird… Dass hat immer noch nichts mit Aggression zu tun, denn man will ja nicht den anderen Schädigen, sondern man hat weniger Einfühlungsvermögen bzw man geht von anderen Voraussetzungen aus.

    @bonedaddy:
    Wenn man die halbe Soße für das „Opfer“ abfüllt und den Rest selbst weg trinkt hat man dann den Psycho bestanden oder ist da durchgefallen?
    Sorry ich studiere nur Angewandte Informatik.

    Happy Coding.

  29. Gut Möglich. Mir fällt grad ein, dass man das Abfüllen einer geringen Menge Soße auch als Beleg für die These „Limp Bizkit Songs (bzw. Computersoiele) machen geizig“ verwenden könnte.

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