Spielegegner weisen Kritik zurück

(Mediengewalt.eu) Der Wissenschaftler Christopher Ferguson hatte in einer von stigma zitierten Stellungnahme den Autoren der Studie „Media Violence and Youth Violence A 2-Year Longitudinal Study“ Unehrlichkeit und die Verwendung weniger aussagekräftiger Methoden vorgeworfen. Die Studie war als Beleg dafür angeführt fordern, dass Videospiele vor elterlicher Gewalt und der Mitgliedschaft in Banden der stärkste Faktor für Jugendgewalt seien. In einem auf Mediengewalt.eu veröffentlichten Papier weisen Hopf, Huber und Weiß die Vorwürfe Fergusons zurück, dem nun wiederrum seitens der Spielegegner Unwissenheit vorgeworfen wird.

Zur Stellungnahme

13 Gedanken zu “Spielegegner weisen Kritik zurück

  1. Damit das „dem“ im letzten Satz Sinn macht müsste es mMn heißen „… veröffentlichten Papier weisen Hopf, Huber und Weiß die Vorwürfe Fergusons zurück, dem nun …“

  2. Wo kommen die Aussagen zur Stärke des Effektes her? In der Studie wird doch klar gesagt dass Gangs den viel stärkeren Einfluss haben? Das mit elterlicher Gewalt kenn ich nur aus dieser einen Studie von Hopf et al, hat das sonst nochmal jemand verwendet?

  3. Also ich hab mal die Folien der Presentation ihrer Studie überflogen, und da ist mir als Leihe gleich etwas komisch vorgekommen:
    auf Folie 3 wird zwar kurz auf die Selektionshypothese, dass Aggresivität zu mehr Mediengewalt konsum führt eingegangen, dies aber gleich wieder als anscheinend falsch verworfen und für den REst angenommen, dass der Zusammenhang genau andersherum sei- ich glaube, gerade bei Computerspielen und Jugendlichen ist dies durchaus ein nicht zu vernachlässigender Faktor – wenn ich mir da so den 12Jährigen in der Hochhaussiedlung vorstelle, der nur ein gewaltätiges Umfeld hat und die Eltern sich nicht um ihn kümmern, spielt der natürlich eher( und für sein Alter viel zu früh) gewalthaltige Spiele…

    Aber spätestens bei der Forderung nach einer „Medien unabhängigen Istitution“ bei der diskussion um die USK auf der Folie 27 hat sich mir schon gezeigt, dass die einfach kein Plan haben (die USK ist doch meines Wissens nach in letzter Instants staatlich?) und von vornerein nur ein Ziel hatten..

  4. @Mars

    Die angeführte Studie ist die von Hopf, die auch von Ferguson kritisiert wurde.

    @Hotze

    Jo, das USK-Siegel ist eine staatliche Freigabe, ein Verwaltungsakt des Landes NRW, der auch in den anderen Ländern gilt.

  5. @Rey: sorry, sowas passiert wenn man nicht genau liest, hatte vom Anfang des Studientitels direkt auf die Anderson-Studie geschlossen *schäm*

  6. Oh man, diese LEute scheinen echt einen auf den Kopf bekommen zu haben.
    Alleine schon solch ein Wort : Wissenschaftskolonialismus
    Auch interessant ist, dass sie sich wieder gegenseitig in Schutz nehmen, diese Spielehasser.
    Beispiel hier:
    „Warum wir hier von einem „Kreuzzug“ Fergusons sprechen gegen uns, unsere
    Forschungsergebnisse und andere seriöse Forscher, die nicht seiner Meinung sind, soll die
    folgende Mitteilung des renommierten Medienforschers Douglas A. Gentile, Ph.D, Iowa
    State University, zeigen: Er schreibt, Ferguson „scheint sich auf einem Kreuzzug zu befinden,
    um alle ernsthaften Untersuchungen herabzusetzen, und – worüber sich viele Experten einig
    sind – er führt ungenaue Meta-Analysen durch. Seine jüngste Meta-Analyse wurde sogar von
    jenem Forscher als unkorrekt kritisiert, dessen Methoden Ferguson für sich in Anspruch
    nimmt. Darüber hinaus unternimmt er alle möglichen raffinierten, aber ungeeigneten
    Maßnahmen wie beispielsweise zu behaupten, das Aggressionsparadigma von Taylor sei kein
    gutes Paradigma, obwohl viele Studien diesem Paradigma eine hohe Gültigkeit bescheinigt
    haben.“

    Ist schon interessant wie sie am Anfang so tun als würden die „Amerikaner gegen die Deutschen“ arbeiten und am Ende stellen sich die Spielehasser selbst als die einzig wahren *hust* Wissenschaftler dar.

  7. Ja wie ist denn das mit dem Wissenschaftskolonialismus so überhaupt gemeint? Kann das wer sagen?
    Ich bin zwar Wissenschafter formal, kann mir darunter aber auch nicht so recht etwas vorstellen :-)

  8. Naja, ich glaube sie meinen dass Ferguson nur amerikanische Instrumente als gut ansieht und sie quasi zwingen will die amerikanischen Verfahren statt den deutschen zu verwenden.

  9. @Mars
    Aber sie haben doch auch nichts gegen den Gentile und den Anderson, oder? Worin unterscheiden sich dessen Instrumente denn in ihrer Amerikanizität ;-)

  10. Natürlich unterscheidet es sich in ihrer „Amerikanizität“ darin, das diese so lange „gut“ sind wie sie dem Herrn Huber, Weiß und Hopf Futter für ihre Wahnvorstellungen geben.
    Wenn dann ein anderer daher kommt, nennt man das einfach „Wissenschaftskolonialismus“, das ist die gute alte 68er Sprache um die Bevölkerung aufzuwiegeln. Bekannter dürfte der „Imperialismus“und die „Kern-Kolonie“sein. Damit versucht man dem „schändlichen“(und Ethiklosen) Tun der US-Amerikaner etwas mehr pepp zu verleihen…….. natürlich nur solange wie man diese nicht braucht. ;)

  11. Ich glaube der Unterschied war der dass Ferguson in seiner Reply (wenn ich mich richtig erinnere) kritisiert hat dass sie Instrumente verwendet hätten die nicht Standard seien und sie sollten doch bitte die entsprechenden amerikanischen nehmen.

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