Spitzer beruft sich auf Mythos

(Augsburger Allgemeine) Nachdem sich Herrmann bzgl. der Wirkung von Videospielen auf Spitzer berufen hat, fragte die Augsburger Allgemeine nach. Im Interview gibt er sich als Anhänger des Mythos, dass „Gewaltspiele“ vom US-Militär zur Senkung der Hemmschwelle von Soldaten erfunden seien, zu erkennen:

Steeb: „Senken Gewaltspiele die Hemmungen?“

Spitzer: „Davon kann man ausgehen, wenn man bedenkt, dass die ersten Programme dazu vom US-Militär entwickelt wurden, um die Hemmung der Soldaten, auf Körper zu schießen, zu senken.“

17 Gedanken zu “Spitzer beruft sich auf Mythos

  1. Tja bei Spitzer fragt man sich schon wie eine Einzelperson die auch noch Wissenschaftler ist derart viel Unsinn von sich geben kann sobald sie den Mund öffnet.

  2. Hirnforscher … was forscht er da? Wie man leben kann, ohne es zu nutzen?
    Der Typ hat auch Trampelpfade im Hirn. Und zwar da, wo er stupide längst widerlegte Lügen wiederholt, nur um labern zu können und Fördergelder zu bekommen.
    Naja, dafür ist Hr. Spitzer ja ein Experte … die dürfen lügen und lügen und werden trotzdem noch für ernst genug genommen, um Interviews zu geben. Oder mußte die zeitung nur die Seite voll kriegen und der Comicschreiber war gerade krank?

  3. Manfred SPITZER missbraucht seine akademische Autorität als Vehikel für seine eigene sozio-/kulturpolitische Agenda; u.a.: Bewahrpädagogik; Neo-Luddismus; (naiver u. absoluter) Medienpazifismus – d.h.: Medienverbote. Die Expertise SPITZERs bzgl. der sog. neuen Medien (u.a. Computerpiele, Filme, TV etc.) ist nonexistent. Seine Publikationen gegen audiovisuelle Medien sind nicht wissenschaftlich, sie sind populärwissenschaftlich; Traktätchen – z.B. Spitzer, Manfred (2005): Vorsicht Bildschirm! Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft. Stuttgart / Düsseldorf / Leipzig.

    Ein Neil POSTMAN war so ehrlich zu explizieren, dass sein Publikum nicht akademischer Natur sei; Manfred SPITZER diskreditiert/diffamiert wissenschaftliche Literatur (und i.d.S. das kritische, akademische Publikum) als Arrogant und Ingorant (a.a.O., S.276), resp. als „dreist und dümmlich-intellektualisierend“ (a.a.O., S.272). Sein Publikum sind nicht Experten, es sind Laien. Jeder Experte (oder auch nur minimal informierte) weiß, dass Spitzer in seinem Werk permanent (z.T. vor Jahren) dekonstruierte Studien zitiert, Daten falsch intepretiert und illegitim etrapoliert, er selektiv-affirmativ jede oppositionelle Meinung ignoriert und weder von den Rezipienten, noch den inkriminierten Medien Ahnung hat. Aber die Opposition ist ja per se korrupt – SPITZER ist ein Verschwörungstheoretiker par excellence.

    Interessant wird es, wenn man rekonstruiert, was SPITZERs Quellen sind: „Stellen Sie sich einen 18-Jährigen vor, dem in seinem Leben 200 000 Gewalttaten durch den Kopf gerauscht sind […].“ SPITZER rekurriert auf so. „Leichenzählstudien“:
    SPITZER orientiert sich in seinem Werk z.B. an einer Studie Jo GROEBELs und Uli GLEICHS [Groebel, Jo / Gleich, Uli (1993): Gewaltprofil des deutschen Fernsehprogramms. Eine Analyse des Angebots privater und öffentlich-rechtlicher Sender. Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen; Bd. 6. Opladen.]… Im Sinne einer Teilkritik rezitiere ich Manfred RIEPE [„Das Gespenst der Gewalt. Zur Geschichte der Gewaltdebatte. Ein Rückblick auf juristische und journalistische Praktiken sowie die Medienwirkung fragwürdiger Gewaltwirkungsstudien.“ Quelle: http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/bibliothek/riepe_gewalt/riepe_gewalt.pdf%5D Ich zitiere:

    „Da die Studie empirisch ist, erweckt das – übrigens bis heute unhinterfragte – Ergebnis von 70 Bildschirm-Morden den problematischen Eindruck, als wäre ein realer Zuschauer tatsächlich einem Programm-Angebot ausgesetzt, bei dem er täglich im Durchschnitt 70 Tote auch wirklich beobachten und mitzählen könne. Doch die rein statistisch ermittelte Gewalthäufigkeit von 70 Leichen pro Tag ist, wenn überhaupt, nur gültig für einen fiktiven Zuschauer, den es real nicht nur nicht gibt, sondern gar nicht geben kann. Denn dieser fiktive Zuschauer müsste täglich rund um die Uhr ohne Unterbrechung fern sehen und
    zwar in einem Setting, wie Nicholas Roeg es in seinem Spielfilm ‚Der Mann, der vom Himmel fiel‘ zeigt, wo David Bowie vor einer ganzen Batterie flimmernder Bildschirme
    sitzt.

    Gehen wir jedoch von einer ’normalen‘ Fernsehsituation aus, in der jeder Zuschauer nur ein Gerät gleichzeitig beobachtet – und nicht ARD, ZDF, Sat1, RTL, Tele5 und Pro7 simultan – so reduziert sich die suggerierte Häufigkeit von 70 Bildschirm-Morden nach der Logik, die die Studie selbst vorgibt, bereits zu einem Sechstel, nämlich auf 11,6. Gehen wir ferner davon aus, daß der einzelne Zuschauer pro Tag nicht einen 24-Stunden-TVMarathon absolviert, sondern durchschnittlich ‚nur’ etwa vier Stunden fern sieht, so reduzieren sich diese 11,6 Tote noch einmal um ein Viertel auf 2,9 Morde, die ein Zuschauer während seines täglichen Fernsehkonsums im Schnitt wahrnehmen könnte.
    […]
    Nicht minder problematisch ist die fehlende Unterscheidung zwischen fiktiven Gewaltszenen in Spielfilmen und der Darstellung von Gewaltopfern in Nachrichten und Dokumentationen. Fragwürdig ist bereits der hier verwendete Neologismus ‚Nachrichtenaggression‘. […] Da der Erhebungszeitraum der Studie mit dem Jugoslawienkrieg koinzidiert, ist davon auszugehen, daß das Bild eines Toten im Konzentrationslager von Srebrenica bei der Arithmetik der ‚Leichenzählerei‘ den gleichen Summeneffekt zeitigt wie der im Western nach dem Schuß umfallende Revolverheld. Nicht unterschieden wird auch, ob Obelix ein paar Römer platt macht oder Lothar Matthäus mit Kreuzbandriss vom Fußballplatz getragen wird. Unfreiwillig komisch wird die Studie nämlich, wenn die Autoren versuchen, Aggressionshandlungen in Sportsendungen quantitativ zu erfassen.
    […]
    Die Studie erzeugt im ersten Schritt eine Art fiktiven Zusammenschnitt, eine Art Gewaltclip, um im zweiten Schritt die von ihnen selbst erzeugte irreale Wahrnehmungssituation eines Non-Stop-Gewalt-Bombardements als objektive Darstellung des Fernsehangebotes zu verklären.“

    Zitat Ende.

    SPITZER selbst schließt nun bereits von der (extreeem fragwürdigen) Anzahl an Gewaltdarstellungen im TV auf eine direkte Wirkung. So formuliert er i.S.d. Datenmaterials aus „Leichenzählstudien“ an anderer Stelle (weil der Beitrag mit zwei URLs erst einer Freischaltung bedarf, verweise ich auf google.de): „Die Gewaltwirkung, der ein Kind durch den Fernseher ausgesetzt ist, ist also schon hoch genug.“
    Gewaltwirkung? Zu propagieren, ein Jugendlicher hätte unzählige emdiale Gewaltdarstellungen in seinem Leben rezipiert und dies sei gleich einer Wirkung ist absurd; das ist keine Wissenschaft, dass ist ein Laienressentiment – do it yourself social science. Seine Formulierung ist Gold wert: Die Gewaltwirkung, die er nicht erwiesen ist, „ist also schon hoch genug.“ Man erfährt hier tatsächlich die leichte Zugänglichkeit der Argumente, welcher sich SPITZER am selben Ort rühmt.

    SPITZER: „Ja, eine Studie aus den USA über 700 Familien zeigt, dass Fernsehschauen die Gewaltbereitschaft erhöht.“
    Gemeint ist… Johnson, J. / Cohen, P. / Smailes, E. M. / Kasen, S. & Brook, J. S. (2002): Television viewing and aggressive behavior during adolescence and adulthood. In: Science; H. 295, S.2468-2471.
    Über einem Zeitraum von 17 Jahren wurden 707 (zu Beginn der Untersuchung) New Yorker Einzelkinder – meist weiße (91%) und katholische (54%) – zwischen einem und zehn Jahren mehrmals hinsichtlich ihres aggressiven Verhaltens befragt (1975; 1983; 1985/86 und 1991 bis 1993). Auch wurden die Mütter zu Kontrollzwecken befragt. 1975 lag das Durchschnittsalter der untersuchten Kinder bei 5,8 Jahren, 1983 bei 13,8 Jahren, 1985/86 bei 16,2 Jahren 1991-1993 bei 22,1 Jahren und 2000 bei 30 Jahren. Die Kinder teilte man nach Dauer ihres Fernsehkonsums in drei Gruppen: Weniger als eine Stunde, zwischen einer und drei Stunden sowie mehr als drei Stunden tägliches Fernsehen. Ausgangspunkt der Studie war die Prämisse, dass es in einer Stunde Fernsehen während der abendlichen Hauptsendezeit durchschnittlich drei bis fünf Szenen mit Gewalt gäbe; d.h., zu der Zeit, in der Kinder und Jugendliche vor der Kiste sitzen, würden sie 20 bis 25 solcher Szenen stündlich sehen. Die Autoren kamen zu dem Ergebnis, dass bereits mehr als eine Stunde Fernsehen am Tag die Gewaltbereitschaft der Rezipienten steigere.

    Freilich beachtete die Studie weder eine Vielzahl alternativer Erklärungsansätze (resp. Drittvariablen), noch kann die für die Analyse essentielle Prämisse von 20 bis 25 Gewaltszenen pro Stunde Tag für Tag über den Erhebungszeitrum hinweg aufrechterhalten werden (s. Leichenzählstudien) etc.; so konstatierten Michael KUNCZIK und Astrid ZIPFEL 2006: „Ein entscheidendes Problem der vorliegenden Untersuchung besteht darin, daß der
    Fernsehkonsum der Probanden nur durch Selbstangaben gemessen worden ist und insbesondere
    nur dessen Menge, nicht jedoch die Art der gesehenen Sendungen erhoben wurde.“

    Die bedien Autoren stellen fest: „Johnson u.a. (2002) weisen zudem selbst darauf hin, daß mit ihrer Untersuchungsanlage kein strenger Kausalnachweis erbracht wurde, wie ihn experimentelle Studien liefern könnten, und daß möglicherweise nicht alle Drittvariablen kontrolliert worden sind. Eine weitere Schwäche liegt darin, daß die Durchführung der Untersuchung und der Auswertungen in der Veröffentlichung von Johnson u.a. (2002) nur rudimentär dokumentiert und teilweise mißverständlich dargestellt wird. Dies hat methodische Kritik auf den Plan gerufen […].“

    SPITZER: „Eine andere zeigt, dass Menschen nach dem Konsum von Killerspielen fünfmal länger brauchen, anderen zu helfen als die Vergleichsgruppe ohne Videospiele.“
    Zu einer Studie dieser Art (von ANDERSON et al.) habe ich im Forum bereits ausführliche Kritik formuliert.

    … und das nur als kleiner Ausschnitt der Probleme des spitzerschen Weltbildes. Aber ehrlich: Der Mann wird von Wissenschaftlern quasi kaum beachtet, da alles, was er zu dem Thema bislang beigeragen hat, mit Wissenschaft nichts zu tun hat.

  4. @Vica
    +++
    Zitat: „Sein Publikum sind nicht Experten, es sind Laien.“
    Und darin liegt auch das ganze Problem der Spitzers, Pfeiffers und wie sie alle heißen. Wenn nur Experten über das Thema „Killerspiele“ diskutieren würden, würde man vielleicht gar nicht so viel mitbekommen, da unsere „Killerspielexperten“ in ihren wissenschatlichen Mauselöchern bleiben.
    +++
    So aber wird die breite, oft uninformierte Masse aufgerufen, Druck auf relevante öffentliche Stelle (resp. Politik) zu machen. Und wir haben ja über das Jahr hindurch seit Winnenden gesehen, zu welchen Auswüchsen diese „Killerspieldiskussion“ führt (Containeraktion in Stuttgart, Hermann-Zitate).
    +++
    Nachsatz: Dreimal „Killerspiel“ am morgen, den Tag lasse ich mir trotzdem nicht verderben.

  5. Manfred Spitzer ist für unsere Jugend gefährlicher als jedes Killerspiel.
    Es sind linksliberale Kuschelpädagogen wie er, die als Gutachter vor Gericht dafür sorgen das jugendliche Gewalttäter nur milde bestraft werden, in dem ihre Schuld und Verantwortung mit Hinweis auf ihren Medienkonsum relativiert wird.
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/168/375976/text/

    Das der bayrische Innenminister Joachim Herrmann dies gerne zitiert ist klar, denn dadurch wird seine Verantwortung für das Versagen des Landes Bayern bei der Bekämpfung von Jugendgewalt – deren Auslöser häufig Alkoholexesse sind – verschleiert.

    Ob Joachim Herrmann und Spitzer überhaupt noch auf den Boden unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen ist auch eine Frage die geklärt werden sollte.
    Wer mit Linksextremen wie der Arbeiterfotografie oder Ökosozialistischen Verschwörungstheoretikern wie Maria Mies und Claudia von Wehrlhof gemeinsame Sache macht sollte krtisch beäugt werden.
    Man kann den Bayern sicherlich viel nachsagen, aber ein Innenminister der ökosozialistischen Ideen liebäugelt wird ihnen bestimmt nicht gefallen.

  6. Spitzer,Pfeiffer,Weiss,Hopf,Fromm etc. gehören zu dem Zirkel der „Verschwörungstheoretikern“.
    Wird endlich mal Zeit das genau das auch anderen Politikern mal klar gemacht wird, die sich bisher nicht wie Herrmann und Bosbach auf diese „Killerpädagogen“ berufen haben.
    Denn, wenn Politiker dies wissen würden, die sich bisher neutral oder gar positiv gegenüber Games geäußert haben, dann können auch jene Politiker dies weiter im Bundestag und Bundesrat sagen, wenn ein Bosbach wieder ankommt „Der Jugendschutz ist zu lasch und Sie alle tragen eine Mitschuld daran!“.
    So könnten dann die „aufgeklärten“ Politiker kontern „Tut uns leid Herr Bosbach, wir aber glauben nicht an all den Nonsens den Ihre verrückten Killerpädagogen verbreiten, nur um sich Öffentlich einen Namen zu machen! Kommen Sie mit richtigen und ehrlichen Fakten, nicht mit bezahlten Studien“.
    Dies würde dann zum abkeimen von all diesen Lügenbullshit verhelfen und würde zudem auch die Wahrscheinlichkeit eines Verbot um einiges mehr absenken, wenn diesen Leuten auch aus der Politik Parole geboten wird.

  7. @Booomboy
    Die einzigen Politiker die das tun würden, wären junge nicht erzkonservative Politiker und die gibt es in Deutschland *noch* nicht.

  8. du meinst „noch nicht genügend“!
    es müssten ja auch nicht unbedingt „frische“ politiker sein, es würde auch für den anfang ausreichen „neutral besinnte“ aufzuklären.
    aber sonst hast du recht!
    mehr erfolg würden wir mit mehr frischen politikern haben als mit den extrem veralteten modellen der letzten generationen.

  9. … die müssten nicht mal „neutral“ oder „unkonserativ“ sein, sie müssten einfach nur mal ihr HIRN benutzen, das würde ja schon reichen.

  10. @masu,
    das klappt aber nicht mehr bei den alten modellen, da diese nicht genügend platz für ein gehirn in ihren zentralenkopfeinheiten verfügbar haben.


  11. Heute schießen Kinder am PC aufeinander, früher mit Knallpistolen.
    Spitzer: Früher wusste man, dass das nicht echt ist …
    … ist das heute nicht so?
    Spitzer: Damals rannte man herum, das Spiel war erschöpfend. Heute sitzen die Spieler acht Stunden vor den Schirmen, sie tauchen in die Welten ein, und das für die längste Zeit am Tag.

    Senken Gewaltspiele die Hemmungen?
    Spitzer: Davon kann man ausgehen, wenn man bedenkt, dass die ersten Programme dazu vom US-Militär entwickelt wurden, um die Hemmung der Soldaten, auf Körper zu schießen, zu senken. Den Soldaten musste beigebracht werden, reflexartig draufzuhalten.

    Sicher sitzen Kinder 8 Stunden rum Samstag oder Sonntag ansonsten sollten sie irgendwann mal in der Schule sein.
    „Früher wusste man, dass das nicht echt ist “
    Mal wieder was gesagt und auf eine Gegenfrage nicht reagiert, aber dass können ja unsere Gegner: „Blödsinn in den Raum stellen und wenn man nachfragt nicht reagieren!“

    Mit dem unteren Teil hat sich der gute Herr sauber selbst verarscht und unglaubwürdig gemacht. Leider hat der Herr Steeb anscheinend auch keine Ahnung denn sonst hätte er Spitzer ganz schön auflaufen können!

    „Können Sie ein Beispiel nennen?
    Spitzer: Wenn Elefanten durch den Busch rennen, entsteht ein Trampelpfad.
    Das ist wie im Gehirn. “
    Ja bei manchen kann ich mir vorstellen, dass einige Elefanten bei denen durchs Hirn gestampft sind…

    Unhappy Debugging.

  12. „“Können Sie ein Beispiel nennen?
    Spitzer: Wenn Elefanten durch den Busch rennen, entsteht ein Trampelpfad.
    Das ist wie im Gehirn. ”
    Ja bei manchen kann ich mir vorstellen, dass einige Elefanten bei denen durchs Hirn gestampft sind…“
    .
    Ich kenne diesen Vergleich von ihm aus „Vorsicht Bildschirm!“. Er meint damit einfach, dass sich bestimmte Verhaltensmuster im Gehirn einprägen, wenn man sie oft genug wiederholt.
    Er übersieht dabei selbstredend wie von dir bereits angesprochen, dass die Spieler auch heute sehr wohl zwischen Realität und Geschehen auf dem Bildschirm unterscheiden können. Er unterschlägt diesen Punkt natürlich, da man sich ansonsten fragen müsste, wo die durchdrehenden Krimi-Autoren und -Leser bleiben und ihm so auf die Schliche käme, dass seine Argumentation in dieser Hinsicht viel zu kurz greifend und daher haltlos ist.

  13. Wenn man Spitzer glaubt ist der Mensch ja sehr einfach gestrickt, offenbar sogar einfacher als ein Tier wie zbsp. ein Hund. Es ist mir nur schwer begreiflich wie man Leute wie Spitzer ernst nehmen kann und vor allen wie man auf Grundlagen der Aussagen von Leuten wie ihn Gesetze erlassen kann.

  14. @Doktor Trask:
    Ich glaube nicht, dass Spitzer den Menschen so simpel sieht, sondern ihn lediglich im Rahmen seiner Behauptungen um die schädliche Wirkung von Videospielen (oder gleich Bildschirmmedien allgemein) so vereinfacht darstellt, damit er zu dem von ihm gewünschten Ergebnis kommen kann.
    Sein Vorgehen erinnert mich an den mouseover-Text dieses xkcd-Comics: http://xkcd.com/701/
    „You don’t use science to show that you’re right, you use science to become right.“

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