FPS fördern kognitive Flexibilität

(derstandard) Dass Videospiele nicht nur negative Auswirkungen haben können ist kein Geheimnis. So kann durch Ego-Shooter die Kontrastempfindlichkeit trainiert, die Hand-Auge-Koordination verbessert und die Teamfähigkeit gefördert werden. In einer neuen Studie hat Lorenza Colzato nun einen weiteren Effekt festgestellt:

Unsere Ergebnisse stützen die Vorstellung, dass das Spielen von Ego-Shootern die kognitive Flexibilität fördert.“

Zur Studie

18 Gedanken zu “FPS fördern kognitive Flexibilität

  1. Kann mal jemand verständlich erklären was kognitive Flexibilität ist?
    Bei Wikipedia versteh ichs nähmlich nicht, danke im vorraus.

  2. Aus Link:
    „Nicht Denkspiele machen ihre Spieler klüger, sondern Gewaltspiele, so die gewonnene Erkenntnis. Videogames, die das Gehirn trainieren sollten, verbessern die allgemeine Leistungsfähigkeit nicht. Zwar machen die User im Rahmen von Denkspielen Fortschritte, können diese aber nicht auf andere Bereiche übertragen. Anders verhält es sich mit Gewaltspielen, wie Wissenschaftler der Universität Leiden erörtern. „Unsere Ergebnisse stützen die Vorstellung, dass das Spielen von Ego-Shootern die kognitive Flexibilität fördert“, heißt es.“

    Ich verstehe es so dass man Erfahrungen eher übertragen kann als bei Denkspielen zB Sudoku hilft weniger etwas zu abstrahieren als ein Shooter.
    ZB Suchalgorithmen
    In einem Shooter lernt man bestimmte Räume abzuklappern und Hotsports zu merken. Dieses Wissen kann man dann auch auf anderes Übertragen zB Fluchtwege in einem Haus finden bzw die Feuerlöscher ^^
    Aber diese Studien hats ja schon mal gegeben ^^ da kam raus, dass Gamer ins Feuer rennen ^^

    Wiki:
    „Im Mittelpunkt stehen die Multiperspektivität des Erlernten und die multiplen Kontexte.“
    Bedeutet, dass man das durchlaufen von Leveln im Kontext Gegner finden oder Gegner entkommen erlernen kann.

    Oder verstehe ich da was falsch?
    Auf jeden Fall ist es was gutes!
    Happy Coding.

  3. Was ich mich dabei fragte war ob die Bildunterschrift „Ego-Shooter machen angeblich klüger“ zu Studien die negative „Wirkungen“ annehmen analog auch so stehen würde: also etwa „Ego-Shooter machen angeblich Mörder“…

  4. Wow, der Schwachsinn, den man auf der Seite von derstandard bei den Kommentaren lesen kann ist so… typisch.
    „in welchem beruf soll man bitte von ego-shootern profitieren? naja, wenn man den chef umnieten will, vielleicht…“
    „Die Lobbys u finanzierten Studien leisten ganze Arbeit.

    fazit: Gewaltgames machen klüger.

    ..jaja, auf jeden Fall.“
    „wenn die spiele so klug machen wundert mich das die Handyräuber nicht wenigstens eine maske aufsetzen.“
    „…aber ob sie kognitive fähigkeiten fördern wage ich zu beszweifeln.
    Sie sind aber sicherlich ein gutes Training für den Ernstfall“

  5. @ Laton

    JO am besten Reden lassen und gar net aufregen oder versuchen gegen zu posten. Gibt leider immernoch viele die den Müll von Pfeiffer und CO inne und einfach keine Ahnung haben. Nachplappern is immer einfach, dagegen sich selbst mal zu informieren schwer und mühselig. Zur Studie selbst, also das was unter kognitive Flexibilität verstanden wird (laut Wikipedia) passt sehr gut zu Shootern wenn man sichs durchliest.

  6. Da stimme ich dem guten alten El spontan zu!
    Verschwende nicht deine Zeit mit diesen Volltrotteln, die wollen nämlich nur provozieren und interessieren sich nicht für Fakten,Beweise und wasserdichte Argumente.
    Lass dich also nicht in den Strudel der vollkommenden Blödheit, in dem diese Trottel stecken, hineinziehen.
    Und was ist jetzt noch mal Kognitiv?
    Ist das nicht der „Orientierungssinn“ und „räumliches Denken“?

  7. Stumpfsinnige Computernerds mit einem antrainierten Hang zur Gewalt sind eine Sache; diese Studie legt jedoch nahe, daß es intelligente Täter sind, die wir uns mit diesen Spielen heranzüchten. Die Gefahr, welche von Ego-Shootern ausgeht, wurde also bisher deutlich unterschätzt. ;-)

  8. @Laton
    Dito. ein Paar kommentare sind aber auch ganz gut.

    @Topic
    So überrascht bin ich gar nicht. Wir wissen alle, da wir uns mit der Materie ausgiebigst befassen, dass zum Spielen nicht nur die Reaktionsgeschwindigkeit, sondern auch – vor allem bei Taktikshootern – die Planungsfähigkeit und Flexibilität. Und die Möglichkeit, auf verschiedenste Faktoren zu achten, etwa, wo Geräusche herkommen, oder, wenn man einen der Gegner gesehen hat, wo sich seine Verbündeten aufhalten könnten, woraus man wiederum schließen muss, ob man Verstärkung am einen, oder am anderen Ort braucht.

    Allerdings bin ich etwas skeptisch gegenüber der Nachweisbarkeit des Effekts.

  9. Eine Freundin von mir ist Medizinstudentin, und denen wurde halt gesagt, dass sie Ego-Shooter spielen sollten, da das halt wie gesagt die Hand-Augen-Koordination fördert. Seitdem spielt sie regelmäßig Counter-Strike! =)

    Und sowas lässt sich ohne Probleme auf viele weitere Effekte und Spiele-Genres ausweiten. <3

  10. Pingback: Meinungen und “Wirkungen” – alles Politik « Jürgen Mayer

  11. was ich abseits des getrolle der verlinkten Seite aber dennoch in frage stellen möchte ist, ob man bei jedem diagnostizierten positiven Effekt freudig mit dem Kopf nicken darf und bei jedem negativen die Testenden als „unerfahren mit der Materie“ und zum Teil „unfähig“ bezeichnen darf?

  12. @ Hejoba
    Genau DAS ist auch mein Problem…
    Dieser hier beobachtete Effekt klingt nämlich erstmal genauso plausibel wie die eintrainierten Verhaltensmuster…

  13. @Hejoba
    Vielleicht sollte man sich eben überhaupt von der Vorstellung verabschieden, welche ein politisch vordringliches Interesse darin hat herauszufinden wie Medien wirken…

  14. Ich würde auf solche, einen positiven Effekt annehmenden Studien genauso wenig geben wie auf die „Studien“ von Pfeiffer, Weiß, Hopf und co. Sobald man in diese Richtung beginnt zu argumentieren ist lässt man sich bereits ein auf einen „wissenschaftlichen“ Kanon, der mit sehr zweifelhaften Methoden versucht die Ursachen von Verhaltensweisen eines Menschen auf einen einzige Freizeittätigkeit zu reduzieren. Solche Forschung kann dem Menschen niemals gerecht werden. Genauso könnte man argumentieren, ob der regelmäßige Einkauf einer bestimmten Rotweinsorte das Verhalten verändert? Man käme bestimmt auch zu irgendwelchen Ergebnissen, aber wozu? Spielen ist eine Freizeitbeschäftigung, die Spaß macht, und die auch ein kulturelles Erlebnis sein kann. Das genügt. Dafür braucht es keine Rechtfertigung, keine Forschung die irgendwelche gesamtgesellschaftlichen Nuten oder Schaden versucht zu beweisen.

  15. Ich hab jetzt auch noch nicht reingeschaut in die Studie, aber ich erwarte, da standard MWF-Methoden zu finden, die ähnlich fragwürdig sind wie Chilitest und Ballon-zerplatz-test.

    Und genau da setzt auch das Problem an, das auch hier schon erwähnt wurde: Wir haben was gegen qualitativ schlechte und unnwissenschaftliche Ergebnisse die uns nicht gefallen, und freuen uns wie die Schneekönige über die, die uns gefallen, auch wenn sie genauso schlecht sind.

    Und das müssen wir uns eben vorwerfen lassen. Das einzige was diese Studien bringen ist ein wenig Argumentationsgrunndlage auf dem Niveau unserer Gegner, das ist alles.

    Gruß
    Aginor

  16. @Tentakelzombie
    „klingt nämlich erstmal genauso plausibel wie die eintrainierten Verhaltensmuster…“

    Der unterschied ist allerdings der das „eintrainierte verhaltensmuster“ einen in den meisten spielen nicht weiter bringen. Schon garnicht diese „eintrainierten verhaltensmuster“ die so mancher spielerkiller beschreibt.

    Ich sehe da schon nen unterschied ob jemand behauptet „die eintrainierten verhaltensmuster machen einen zum skrupellosen killer der alles ummäht“, das hat nämlich mit den meisten games absolut garnix zu tun und widerspricht der „virtuelen realität“ wie wohl jeder gamer weiss.

    Ein spiel in dem man hirn ausschaltet und einfach nur mit dauerfeuer auf maus1 durchrennt wird in aller regel nach 5 minuten langweilig da die herrausforderung fehlt. Aber laut der spielekiller sind ja in etwa alle FPS games solche spiele.

    Wohingegen die kognitive Flexibilität wirklich wichtig sein kann so wie ich das verstehen kann, man überträgt nicht das muster „maustaste eins drücken und durchrennen“ auf alle anderen shooter games. Sehr viel mehr das räumliche vorstellungsvermögen und eine kombination von vielen anderen dingen die wesentlich komplexer sind.

    Sicher sagt das jetzt wenig aus über die glaubwürdigkeit dieser oder einer anderen studie, aber als gamer wird man zum teil auch die eigenen erfahrungen dafür benutzen können das zu beurteilen. Und ich als gamer kann einfach keinerlei vernünftigen beweis für vorhandene sture verhaltensmuster finden ausser vielleicht „ziel auf den kopf“ aber das ist ja eigentlich ein nobrainer (haha :D) für den man nicht wirklich gamer sein muss.

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