Literatur-Empfehlung: Everything Bad is Good for You

Zur Abwechslung gibt es heute mal eine Buchempfehlung:

Everything Bad is Good for You. Why Popular Culture is Making Us Smarter” bietet, nicht zuletzt wegen der allgemeinen Stimmung hierzulande, einen erfrischend positiven Umgang mit den neuen Medien und Popkultur im Allgemeinen. Als Ausgangspunkt und roter Faden dient Johnson dabei die sogennaten “Sleeper-Curve”: Die Theorie, dass die wachsende Komplexität der Dinge mit der wir uns in unserer Freizeit beschäftigen uns klüger machen. Hierzu bedient er sich verschiedener Beispiele, wie Videospielen, Fernsehserien, Reality-TV, sowie Brett- und Rollenspiele.

Das Buch ist auf englisch von Penguin-Books erhältlich, ihr bekommt  es beim Buchhändler eures Vertrauens oder von Amazon.de

15 Gedanken zu “Literatur-Empfehlung: Everything Bad is Good for You

  1. Leider macht uns das Internet wieder dümmer (selbst Hochschulprofessoren stellen eine schlechtere Konzentrationsfähigkeit bei sich fest), was das Ganze dann wieder relativiert.

    Einem komplexen Strategie- und Rollenspiel attestiere ich ohne Bedenken eine positive Wirkung aufs Gerhirn, aber durch Reality-TV verblödet man doch eher, als das man einen Nutzen daraus ziehen würde.
    Anspruchslosere Spiele trainieren ja immerhin noch die Reaktionsfähigkeit und das Räumliche Denken, aber beim anspruchslosen Fernsehen bleibt kein positiver Effekt mehr übrig.

  2. Reality TV wird in der Tat nicht behandelt, soweit ich mich erinnern kann, des weiteren habe ich die Konzentrationsfähigkeitn noch nie in einer Definition von Intelligenz gesehen. Die Verschlechterung kann ich auch nicht erkennen, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren (oder ich bestätige meine Ansicht, indem ich das entsprechende Kapitel nochmal lese :P ).

  3. @bonedaddy: könnte es sein dass sich das ganze Buch oben auf dem Niveau befindet? Ich habs selber nicht gelesen, aber was ich gelesen habe ist es quasi genauso Niveauvoll wie die Diskussion, einfach nur andersrum.
    Btw: formulier den SAtz doch mal richtig

  4. Kann das Buch und seine Aussagen zu Games auch nur empfehlen. Liest sich sehr schön weg und ist trotzdem informativ. Die Sleeper-Curve habe ich ganz verstanden, allerdings scheint mir die ohnehin nicht so wichtig zu sein, um die Aussagen zu Games nachzuvollziehen.
    .
    Gradios ist zudem folgende Feststellung des Autors (frei zitiert, da Buch nicht zur Hand):
    “The nasty secret behind video games is the amout of time you spend playing and without having fun.” :)
    Pfeiffer würde das sicherlich als Beleg dafür sehen, dass Spiele süchtig machen, während der Autor (und ich auch) meinen, das Spiele dazu anregen komplexe Probleme zu lösen und sich auch jenseits des Spiels freiwillig mit deren Lösung zu beschäftigen.

  5. @ Silent: Beweis? Und der Grund warum man sich durch “Internet” (Was genau soll dabei gemeint sein? email, chat, Online-games,videos, Bilder, Texte, facebook, twitter, bild.de?) nicht mehr gut auf längere Texte konzentrieren können soll? Jedes mal wenn ich hier einen Text von Vic oder Pyri lese, lese ich längere Texte als in der Zeitung. Und auf höherem Niveau.

  6. @Dave: Training. Das Internet ist im Großen und Ganzen ein schnelles Medium, und entsprechend konsumieren die meisten Menschen vermehrt kleine Häppchen, was der Aufmerksamkeit natürlich nicht zu Gute kommt. Denk mal an Chats z.B., das sind keine langen Texte, sondern oft ist es so dass überall etwas blinkt und unsere Aufmerksamkeit für 2 Zeilen möchte. Aber hier gilt: die Nutzung machts, dennoch dürfte der von Silent beschriebene Effekt für die meisten heutigen Jugendlichen in Zukunft eine große Rolle spielen.

  7. NEEEIN!!! NICHT REALITY-TV!
    ganz ehrlich, reality-tv finde ich so minderwertig, dass ich mir manchmal darüber die Haare ausreißen will!
    Aber vielleicht kauf ichs mir trotzdem.

  8. @ Silent: Ich bin so gut wie täglich im Internet unterwegs. Ist jetzt meine Fähigkeit, mich auf längere Texte zu konzentrieren geschädigt? Woher stammen deine pauschalen Behauptungen?

    @ Mars: Leider weiss ich nicht, wie ich den Satz richtiger formulieren könnte.

  9. Silent, wo hast du denn den Käse her? Hochschulproffesoren als Beispiel anzuführen ist daneben, da sie sich selsbt beobachtet haben. Anstatt zuzugeben, das sie einfach nur alt werden, schieben sie es darauf (jeder mensch ist halt mindestens ein wenig neurotisch. Man hat nicht genügend abstand von “sich selbst, um sowas zu diagnostizieren.

    Mars du erzählst quatsch. Du hast einfach die Argumente übers Fernsehn auf das Internet übertragen, das geht natürlich garnicht! Das internet ist im Gegenteil eine sehr “langsame”, stabile Quelle (wenn man von der “Lebensdauer” der Informationen im Internet ausgeht)

    Beide Argumente hätten auf die Fernsehzeit gepasst (daher stammen sie wohl auch), aber definitv nicht aufs Internet.

    Und da hab ich gerad noch ein paar News weiter oben geschrieben, das die Menschen hier mal weniger Kulturpessimismus und Technikfeindlichkeit leben sollen. Und vor allem sollte man mal aufhören die Vergangenheit zu verklären, vieles war damals ™ genauso wie heute (zumindest was die Menschen angeht), nur hats damals einfach niemanden interessiert.

  10. @Silent
    Ich denke nicht das das Internet daran Schuld sein soll das sich einige Leute beim lesen von Texten schwer tun und schon gar nicht wenn man bedenkt was das für Leute sind, die meisten Analphabeten haben nicht mal Internetzzugang, wozu auch sie können die Informationen die dort geschrieben stehen ohnehin nicht lesen und oft stammen sie ja auch aus einer Gesellschaftssicht in der man sich oft genug keinen Computer oder Internet leisten kann… einen Fernseher kann sich jeder leisten weil jedem im Deutschland einer zusteht aber ein Rechner tut das nicht und Internet schon gar nicht. Der Vorwurf das das Internet dumm macht stammt meiner Meinung nach aus einer gewissen Feindlichkeit gegenüber der Technik, dem Neuen und Unbekannten her.

  11. @SwA: ich hab das begründet, das hast du wohl überlesen. Lies es einfach nochmal. Mir geht es nicht um die Haltbarkeit der Informationen, sondern darum, dass einige Punkte, die das Netz ermöglicht (Social Networks, Chats, Email) tendenziell dazu führen dass Kommunikation schneller läuft, dass man mehr und dafür kürzere Nachrichten schreibt. Bin ich deswegen technikfeindlich wenn ich sage: hey, durch die TEchnik ändern wir uns tendenziell in die und die Richtung? NEIN!!!!! Wir ändern uns, und mir muss nicht alles gefallen, es hat ja aber auch seine guten Seiten. Aber werdet mal die Paranoia los dass man auf die Änderungen wenigstens hinweisen darf.

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