Die Kinderspiel-Debatte

(vdvc) In einem Kommentar setzt sich Patrik Schönfeldt unter anderem mit dem Deutschen Computerspielpreis auseinander. Ein generelles Problem sei, dass Videopiele als Kinderspiele wahrgenommen werden. Daraus folge die Forderung, dass diese kindgerecht sein müssten, obwohl der durchschnittliche deutsche Gamer älter als 30 ist. Diese Fehlvorstellung würde gerade durch den Deutschen Computerspielpreis aufrecht erhalten werden, indem er Spiele, die sich an Erwachsene richten, vom Wettbewerb faktisch ausschließt.

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Zweiter Kommentar

90 Gedanken zu “Die Kinderspiel-Debatte

  1. Den Kommentar von Patrick finde ich grundsätzlich gut, allerdings sehe ich nicht, wie sich das Games = Kinderkram in nächster Zeit (< 5 Jahren) ändern sollte

  2. @Modgamers
    Da muss ich naturgemäß zustimmen: man muss aufstehen damit sich was ändert, wo es geht auf die Strasse gehen – wenn nicht zu weit weg und sich die Gelegenheit bietet, und auch wenn man schon älter ist zum Beispiel eben zeigen, dass sich da zumindest eine demoskopische Änderung vollzogen hat die vielleicht noch weiter geht. VideospielerInnen sind weit mehr Menschen als sich da vorgestellt wird

  3. @Modgamers

    Jemand der online Pflanzen zieht muss nicht zwingend diffferenzierte Ansichten über Gewalt in Medien haben.

  4. Selbst wenn du die Gelegenheitsspieler weg lässt, bleiben noch genug übrig. Aber auch Leute die gerne Winterbells spielen (http://www.ferryhalim.com/orisinal/g3/bells.htm) haben eine grobe Ahnung von der Debatte und mMn auch Tendenziell eher geneigt sich gegen die Kritiker zu stellen.

    Abseits davon glaube ich nicht, das Leute welche sich als Online-Farmer versuchen nur dies alleine Tun. Jeder der mal ein Flashgame spielt wird früher oder später auch mal ein richtiges Konsolen-, Handheld- oder Computerspiel in die Finger nehmen, oder hat dies längst getan. Und je öfter und differenzierter man spielt, desto differenzierter wird auch die Meinung über Computerspiele.

  5. @Modgamers
    Ich denke das worauf Rey anspielen wollte, also „Farmville“ und Co, muss sich nicht auf „Gelegenheitsspieler“ beziehen. Ich erlebe das bei Facebook über Leute die sich ob meiner Videospiel-Leidenschaft mir schon vor zig Jahren in Schulzeiten eher ablehnend auch gezeigt haben. Die sind dem Vernehmen nach länger mit „Farmville“ beschäftigt als ich mit anderen Spielen… Also da ist Reys Einwand sehr stark meiner Ansicht nach

  6. Ich denke mal es wird noch mindestens 10-15 Jahre dauern bis die ganze Debatte sich halbwegs gelegt hat, vielleicht sogar noch etwas länger auch und obwohl der heutige Gamer laut diversen Statistiken älter als 30 Jahre ist (Durchschnittlich 32-34 Jahre soll er alt sein).

  7. @Pyri
    Da kann ich den Rey auch nur zustimmen, war ja damals bei Die Sims1/-3 schon so (Teil 1 ist jetzt schon 10 Jahre alt), das hat/te auch jeder Hintz und Kuntz gespielt obwohl er von Spielen nicht unbedingt die beste Meinung hat/te. Anno, Siedler, Sims, Spore und eben jetzt die Browser-Games sind auch oft genug die einzigen Games die diese Leute dann haben, ein Half-Life zbsp. käme denen niemals in den Sinn ganz im Gegenteil viele würden sofort ja zu noch strengeren Gesetzen sagen (Obwohl sie in Deutschland schon die strengsten in Europa sind und weltweit an der Spitze liegen, nur Nord-Korea und China sind strenger aber dort nicht wegen den Jugendschutz).

  8. Tztztz, Leute es gibt doch z.B. genug Mädels da draußen, die von ihrem Freund angefixt wurden und dann mit ihm WoW gespielt haben. Und nachdem sie sich getrennt hatten spielten doch auch viele der Mädels weiter. Wenn ebenso die Leute in der Schule merken, wenn viele ihrer Mitschüler spielen, es also „ganz normal“ ist, die ELute auch immer wiederi n die Schule kommen, man sich „normal“ mit denen unterhalten kann usw. dann ist da auch nichts großartiges wo die einem komisch kommen. Und eben genau das passiert wenn es halt mehr Leute gibt die spielen (und dabei ist es mir egal was). Auf der GC2007 hab ich auch viele Männchen gesehen, die ihr weibchen hinterher geschleift haben, aber genauso habe ich es umgekehrt gesehen, oder das beide begeistert über die Messe spazierten (oder auch nur Frauen). Es tut sich was, vielleicht hier oben im Norden ein wenig schneller als bei euch im Süden, aber es tut sich was.

  9. @Modgamer

    Ich meinte mal gelesen zu haben, dass viele casual Gamer oder auch „nur“ Spieler von Strategiespielen Ego-Shootern nicht viel abgewinnen können und diese genauso wie manche nicht Spieler ablehnen bzw. diese als „abzustellenden“ Grund dafür anzusehen, dass ihr Hobby (das Spielen der ihrer Ansicht nach vernünftigen Spiele) in Veruf kommt. Die Ablehnung mancher Ego-Shooter verläuft also nicht zwingend wzischen Gamern und nicht-Gamern. Ähnlich werden manche Horrorfilme sicherlicherlich auch von Leuten abgelehnt, die die Lindenstraße kucken.

  10. „Mein Gott Mann“, der Patrick trifft den Nagel auf dem Kopf *bähm Headshot*

    Aber die Spieler mal alle zu mobilisieren wird nie passieren, zumindest werden wir es wohl nie schaffen das mal mehrere Millionen ihren HIntern hoch kriegen.
    Erst wenn die Kritiker aus Wissenschaft und Politik die große Masse vor ihren Eingangstüren erspähen wird ihnen vielleicht „ich betone“ vielleicht ein Klick in ihren Vacuumköpfen stattfinden.
    Aber mit nur 500,1000 oder 1500 erregen wir nicht einmal die Aufmerksamkeit von Provinzzeitungen.
    Ein mega Flashmob muss da mal geplant werden, aber da die Spieler zu faul sind sich für was einzusetzen wird der Flashmob eher ein Failmob…

  11. @Rey
    ModgamerS, mit S am Ende (das vergisst du jedes mal)

    Nun Lindenstrasse mit Horrorfilmen ist schon ein ziemlich krasser Vergleich. Dennoch haben viele Spiele Gemeinsamkeiten aufweisen, welche Leute über das spielen egal welcher Spiele erlernen und somit ein größeres Verständnis für Spiele ansich aufbringen (egal welches Genre). Auch kann man sich fragen wie alt der Text war, und wie alt die Spieler da waren, die befragt wurden. Es gibt ja immer mehr den Trend dahin, dass die Genres mainstreamtauglicher werden, und somit es auch immer weniger Leute gibt, die immer nur genau ein Genre spielen (zudem ändert sich das auch mit der Zeit; in meine, Bekanntenkreis kannte ich viele, die nur Sportspiele gespielt haben, später spielten sie RPGs, RTS und Shooter). Die Akzeptanz der einzelenen Genre wächst mit der Zeit und der Anzahl der Spieler, das ist einfach so.

  12. @Modgamers

    Die Computerspieler, 2008 S. 118: „Interessant ist vor allem auch, dass die sozialen Aspekte des Spielens bei Erwachsenen stärker im Vordergrund stehen als bei Jugendlichen; demgegenüber lehnen Erwachsene häufiger nals Jugendliche gewalthaltige Spielanteile ab.“ (Helmut Grüninger, Thorsten Quandt und Jeffrey Wimmer).

  13. @Rey Alp:

    Jedem Tierchen sein Plesierchen! Ich spiele ganz gerne Spiele bei denen ich knobeln und kombinieren muß, aber auch Adventuregames, Rollenspiele, Strategiespiele und Egoshooter. Ach ja, ab und an auch eine Wirtschaftssimulation (Afterlife, Rollercoaster Tycoon).
    Allerdings machen mir Spiele wie Diablo II, Starcraft oder Hellgate: London inzwischen nicht mehr soviel Spaß. Ich gebe da dem Alter die Schuld (ich bin inzwischen 45) und nicht mehr so reaktionsschnell wie vielleicht noch vor 10 Jahren. Ausserdem hat man nach über 30 Characktere erstellen, oder zumindest anfangen eigentlich schon alles gesehen. Da kommt dann die Langeweile.

    @Modgamers:
    Mit aus diesem Grund habe ich nie mit WoW angefangen. Erstens hasse ich es, für ein Spiel regelmäßig Gebühren abzudrücken (entweder ich bezahle einmal, und besitzte das Spiel dann, oder ich lasse es sein). Das andere ist, das ich, so ca. 1992 MUD (Multi User Dungeon) gespielt habe. Von 6 Uhr morgens bis etwa 11 Uhr Mittags, dann von 15 Uhr Mittags bis 21 oder 22 Uhr abends (zwischen 11 Uhr und 15 Uhr war das Internet überlastet). Wenn ich dann nach hause gekommen bin habe ich mich noch mal über den heimischen Rechner in das MUD eingeklinkt und dann ein, zwei Stunden gespielt. Ach ja, Sonntags war das HRZ geschlossen.
    Diese Phase ging AFAIK über 2 oder 3 Monate. Irgendwann hatte ich so ziemlich alles erreicht, was in einem MUD zu erreichen ist, bin irgendwann Wizard geworden, und dann hat sich das Thema MUD für mich erledigt. War eine schöne Zeit.
    Blizzard tut, durch regelmäßige Erneuerungen, alles, um ihre Klientel bei der Stange zu halten. Wizard (MUD-Gott) kann man bei WoW wohl nicht werden.

  14. @Rey
    Das Buch hab ich auch, verdeutlicht jedoch eher eine Kluft zwischen Jung und Alt, welche mit der Zeit immer mehr aufweicht, bzw. abflacht (da die Jungen von damals auch irgendwann älter werden; Das Erstausgabe ist meine ich schon von 2006).

  15. @Modgamers

    Ich meine darin auch gelesen zu haben, dass ältere Gamer weniger Actionspiele spielen. Ich denke man kann da schon sehen, dass das Spielen von Spielen eines Genres nicht zwingend mit der Akzeptanz gewalthaltigerer Spielinhalte einhergehen muss.

  16. @Rey
    Ich sprech ja auch nicht von Akzeptanz, sondern von Verständnis (Toleranz, auch hierzu gab es eine Schöne South Park Folge). Es zwingt sie ja niemand diese Spiele gut zu finden, nur jemand der regelmäßig Spielt und mit den grundlegenden Konzepten und Mechanismen von Spielen vertraut ist, durchschaut auch eher worum es in dieser Debatte geht und ist auch eher dazu bereit (vor allem wenn viele andere Menschen in seinem Umfeld spielen) den Leuten zuzugestehen, dass z.B. (wieder auf Patriks Text bezogen) Verbote eher die falsche Lösung sind (ACTA 2007 sagt, dass 1/3 aller Spieler „Action-“ und Shooterspiele spielt, wenn du also drei Gamer kennst, ist die Chance also ziemlich groß, dass einer darunter ist).

    Noch mag es so sein, dass gerade „ältere“ spieler eher monolithisch ein einzelnes Genre bevorzugen, andere vielleicht sogar komplett ablehnen und das nicht nur, weil sie sie nicht präferieren. Dies weicht jedoch auf. Ebenfalls ACTA 2007 (2008 veröffentlicht; die aktuellere Studie als im Buch, welche sich noch auf ACTA 2006 bezieht) zeigt z.B. das Action-, Renn- und Strategiespiele bei den jugendlichen am beliebtesten sind (Rennspiele sogar am häufigsten; Mehrfachantworten waren möglich). Dieser Trend von früher weicht also auf und wird in Zukunft nicht mehr so sein (man muss ja einfach nur in sein eigenes Spieleregal schauen).

  17. „Dann, so die Verbotsbefürworter, greife das Unrechtsbewusstsein.“
    HAHA!
    Wie oft hat man erlebt, dass die Parole „Jetzt erst recht!“ aus gegeben wurde?
    Sehr oft, denn man muss sich nur mal die letzten Antikunden Aktionen von so manchen Herstellen ansehen um zu begreifen, dass Gamer sich nicht so verhalten werden.

    Sobald diese Art der Zensur die sich unsere Gegner wünschen umgesetzt wird werden die Gamer viel mehr Raubkopieren als jetzt und zwar mit einem anderen Gewissen wie man es bei den UbiKundenVertreiber schon bemerkt hat! Als Entwickler sehe ich dieses neue Gewissen natürlich gespalten an, denn man wünscht sich halt, dass seine eigene Software nicht geklaut wird und die Kunden dafür brav zahlen. Andereseits kann man sie aber verstehen, dass man sich nicht alles gefallen lassen muss.

    Aber worin besteht dieses neue Gewissen?
    Ganz einfach die Gamer welche die Raubkopien nutzen sehen sich als Rebellen gegen die Unterdrückung der Kopierschutzamfias und die goßen Helden sind die Cracker welche den Schutz umgehen können.
    Als Entwickler erscheckt mich, dass seit Jahren das erstemal über Cracker in guten Ton gesprochen wird und man ihnen sogar offen abseits der dunklen Webseiten für ihre Erfolge gratuliert!

    Um wieder zum Topic zu kommen. Ebenso wird es bei einer Zensur zum gleichen Verhalten kommen und viel mehr Leute werden sich die Spiele illegal besorgen und sich in Gedanken als Rebellen gegen das Unterdrückungsregime fühlen. Damit gibt man den Cracker nur mehr Rücken wird und man wird leichter an illegale Spiele kommen.

    Probleme die Entstehen sind klar:
    Eltern achten noch weniger auf dass was die Kinder am PC haben und die lieben kleinen werden dass was sie sich illegal beschaffen ihren Eltern nicht auf die Nase binden…

    Happy Coding.

    „Games = Kinderkram in nächster Zeit (< 5 Jahren) ändern sollte"
    Kann man machen man sollte dementsprechend mehr Werbung für die USK usw machen dmait die Leute es verstehen.

    @Booomboy: Muss man so negativ sein?
    Man sollte es mal versuchen ein Wochenend Flashmob im Sommer oder in den Semesterferien damit man genügend Leute zusammen bekommt. Ebenso sollte man dies länger vorausplanen, denn ich kenne viele die mal eben nicht von heute auf Morgen bei sowas mitmachen können da sie andere Termine haben… 4 Wochen vorlauf wäre da nett…

    Happy Coding.

  18. Tja, die harte Wahrheit ist eben, daß es kaum „Spiele für Erwachsene“ gibt, hinter denen keine simplen Gewaltorgien oder Pornospiele stecken. Das muss sich die Branche halt auch mal vor Augen halten, anstatt immer nur das komplett unschuldige Opfer zu spielen.

    Das wird mmN schon dadurch belegt, daß „Heavy Rain“ so einen Riesenhype erfährt und die Branche total auf Charaktere und Story abfährt, die „bahnbrechend“ und „erwachsen“ wirken sollen. Wäre das ein Film, wäre es ein mittelmäßiger Serienkiller-Thriller mit Logiklücken und Plotholes, an den sich in ein paar Wochen nach Kinostart niemand mehr erinnert.

    Um’s mal klar zu stellen, ich bin kein Verteidiger der „Killerspiele!“-Schreier, ganz im Gegenteil. Ich spiel auch gern Ballerspiele, aber eine Teilschuld trägt die Branche selbst, wenn sie sich nicht ernstgenommen fühlt.

    Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte, daß es sogar in die falsche Richtung geht. Schießbudenpornos wie Modern Warfare, so spaßig sie sind, werden massenhaft produziert, ein wirklich gehaltvolles Produkt wie das erste Deus Ex wird wahrscheinlich nie wieder erscheinen.

  19. das lesen nun 300 gamer, freuen sich drüber und das wars. der vdvc sollte mal seine Funktion als Interessenverband wahrnehmen und medienwirksam aktiv werden.

  20. @Phoenix:

    Modern warfare 2 ist in meinen Augen kein Schießbudenporno, die Story ist ziemlich gut, wenn du auf sie geachtet hast. Ein Porno hat mesitens keine Story, und wenn nur sehr schlecht. Daher finde ich Schießbudenporno ziemlich unangebracht.

  21. @Phoenix
    Also ich kann verstehen worauf du hinaus will. Ganz so düster schätze ich die Lage der Spiele für Erwachsene nicht, aber auch ich persönlich finde viele Spiele hinsichtlich der Handlung etwas dümmlich, was nicht immer was schlechtes sein muss, aber gelegntlich wünschte ich mir doch inhaltlich gehaltvollere Spiele.
    Ich vermeide mal das Wort Anspruch, den das klingt so elitär, und mMn muß die Handlung in Spielen nicht zwangsweise „anspruchsvoll“ oder „erwachsen“ sein, um mich zu unterhalten. Aber ich wünschte mir manche Entwickler würden sich mehr Mühe bei der Handlung und der Präsentation dieser geben.
    Wie viel besser wäre z.B Risen gewesen, mit einer ordentlichen Handlung und einer zeitgemäßen Präsentation dieser.
    Positive Beispiele guter Story und Präsentation sind für mich folgende, obwohl die Handlung jetzt auch nicht super anspruchsvoll oder gehaltvoll sind. Aber zu viel Story kann einem Spiel ja auch im Weg stehen.
    Half-Life 2 + Episoden, Mass Effect, Outcast und natürlich die MGS-Reihe (obwohl hier die Story schon mal kompliziert wird. Es gibt noch viele mehr, aber im Vergeich zu der Masse erscheinender Spiele viel zu wenige.

  22. @TRB,
    selbst wenn wir 6 Monate sowas vorher ankündigen kommen vielleicht höchsten 1500 Leute, und das ist noch optimistisch geschätzt!
    Die einen heulen herum „öhm ich muss arbeiten und will dafür keinen Urlaubstag vergolden“ und die anderen sagen sich „da gehen sicher genug Leute hin“ und andere heulen dann „ist viel zu weit weg“.
    Alle meckern, aber keiner will mal ein kleines Opfer bringen.

    @Phoenix,
    wo werden bitte massenhaft Schießbudenpornos hergestellt?
    Okay, MW2 ist ein schlechtes Spiel was nur der Profitgierhalber produziert wurde, weshalb die Story schlecht erzählt und mit vielen Lücken erzählt wurde.
    Leider werden die zukünftigen Spiele der CoD-Reihe immer schlechter werden, da Activision-Blizzard nicht mehr auf Qualität, sondern auf Quantität setzt, was mich persönlich zur der Entscheidung bewegt hat keiner Spiele mehr von AB zu kaufen, da die so oder so immer schlechter werden in Zukunft.
    Aber massenhaft solche Spiele?
    Ich würde eher Serious Sam als sowas bezeichnen, da es wirklich ohne Sinn und Story ist.
    Deus Ex ist wirklich eine Rarität unter den Games, da geb ich dir Recht!
    Allerdings darf man auch nicht vergessen das Deus Ex ein Agenten-RPG ist und kein reiner Shooter, auch wenn er in der Ego-Perspektive gespielt wird.
    Ansonsten Spiele mit guter Grafik und gut erzählter Story: Far Cry2, Half-Life-Trilogy (inkl.HL²), Crysis, sogar Dxxx3 und Beben4 sind für die damalige Zeit auch gut erzählte Horrorshooter.
    Man muss schon etwas differenzierter unterteilen unter den Shootern, denn nicht jedes Spiel was „Shooter“ im Genre hat gleicht dem anderen.

  23. @Booomboy
    Abgesehen davon: im Forum steht von einem zumindest gleichnamigen User „Phoenix“

    ‚Angesichts dieses Zitats von Bernd Neumann beim letztjährigen Computerspielpreis, noch diesen Zirkus zu unterstützen ist infam:
    „Man wird nie solche negativen Nischen – und das müssen solche bleiben – völlig ausmerzen können. Und deswegen ist es wichtig, nicht nur über das Schlechte zu reden, sondern das Gute anzubieten. Und heute haben wir das getan.“‚

    Wie kann dieses Zitat so noch „infam“ sein? Wenn man beliebig „Pornographie“ zuschreibt, mit Vorliebe offenbar dann, wenn man sich in einem Spiel Schusswechsel nicht entziehen kann. Das ist doch genau das was Bernd Neumann zum Beispiel auch tut, gutes (Deus Ex) und schlechtes (MW2), vermeintlich, einteilen
    Ich persönlich würde etwa weit eher ein „Deus Ex“ als Pornographie titulieren, weil ich es eher nicht leiden kann: als „Sonnenbrillen-Porno“ etwa. Weil ich es stellensweise für unerträglich arrogant und überheblich halte
    So what?
    Von Genres und Alternativen eben ganz abgesehen…

  24. Phoenix:

    „Tja, die harte Wahrheit ist eben, daß es kaum “Spiele für Erwachsene” gibt, hinter denen keine simplen Gewaltorgien oder Pornospiele stecken. Das muss sich die Branche halt auch mal vor Augen halten, anstatt immer nur das komplett unschuldige Opfer zu spielen.“

    Ach, das ist die „harte Wahrheit“? Wie seltsam, dass „meine“ Empfindung der Wahrheit anders aussieht.

    Beispiel ‚Deus Ex‘: wäre ‚Deus Ex‘ ein Film, hätte man ihn auch rasch als kitschigen Sci-Fi-Trash abgehakt – um deiner Argumentation zu folgen. Ich verstehe, nebenbei gesagt, überhaupt nicht, was an ‚Deus Ex‘ so irrsinnig toll sein soll. Ich besitze das Spiel für die PS2, hab’s eine Zeit lang gezockt, aber nie durchgespielt, weil es mich überhaupt nicht fesseln konnte – die Story war eine schwerfällige Mischung aus Endzeit-Klischees (Killervirus vernichtet Menschheit, nur die Reichen und Mächtigen werden gerettet, Folge ist Unterdrückung und globaler Terrorismus – könnte ebenso gut die Handlung von ‚Modern Warfare 3‘ sein ^^) und wirren Verschwörungstheorien (Stichwort Illuminati *roll eyes*) und das Gameplay weder Fisch, noch Fleisch: ‚Deus Ex‘ wollte mehr sein, als mit der damaligen Technik zufriedenstellend realisierbar war, quasi eine Art „Prototyp“ des späteren (und *wesentlich* besseren) ‚Fallout 3‘.

    „Das wird mmN schon dadurch belegt, daß “Heavy Rain” so einen Riesenhype erfährt und die Branche total auf Charaktere und Story abfährt, die “bahnbrechend” und “erwachsen” wirken sollen. Wäre das ein Film, wäre es ein mittelmäßiger Serienkiller-Thriller mit Logiklücken und Plotholes, an den sich in ein paar Wochen nach Kinostart niemand mehr erinnert.“

    Den Hype rund um ‚Heavy Rain‘ kann ich auch nicht verstehen. Es war ein schönes Spiel, gewiss, aber gerade die Story ist m.M.n. seine größte Schwäche, bot sie doch mehr Ungereimtheiten als Tiger Woods‘ Liebesleben. Ich denke, die Art, wie Emotionen und Schicksale hier aufbereitet werden ist es, was bei ‚Heavy Rain‘ tatsächlich erwachsen ist. Dabei kommt es aber auf die Empfindung des Spielers an – als Entwickler oder Autor kann man ihn emotional kitzeln, ob und vor allem wie es wirkt lässt sich nur erahnen.

    Eines der beeindruckendsten Spiele „für Erwachsene“ (obwohl es in England beispielsweise ab 15 freigegeben ist) ist m.E. ‚Max Payne‘, das, neben einer packenden und düsteren Story durch seinen Film Noir-Style eine irrsinnig dichte Atmosphäre und beeindruckende Inszenierung bietet. Dass es sich um ein Shooter handelt, der Inhalt also gewalthaltig ist, spielt dabei keine Rolle. ‚Max Payne‘ war 2001 das erste Spiel, bei dem ich dachte: „Jetzt hat die nächste Generation der interaktiven Unterhaltung begonnen!“, für mich ein Meilenstein, für dich vermutlich ein weiterer Vertreter der „Gewaltpornografie“. Ein weiteres Beispiel ist ‚Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots‘, das so cineastisch ist, dass alleine der Abspann knapp 50 Minuten (kein Spaß!) dauert und insgesamt eine Antikriegs-Message in Reinform darstellt: im Spiel wird Krieg nicht mehr aus ideologischen oder territorialen Gründen geführt, sondern, um die bröckelnde Wirtschaft im 21. Jahrhundert („war economy“) am Laufen zu halten; Menschenleben ist in dieser Welt weniger als ein wirtschaftliches Gut – es verkommt eher zum reinen Statistikfaktor. Die Bosse, auf die Snake trifft („Beauty and Beast Unit“) sind ausnahmslos Menschen, die vom Krieg traumatisiert wurden und deshalb nichts außer der Schlacht kennen. All das wird zwar gewohnt melodramatisch, aber zweifellos „erwachsen“ rübergebracht.

    Ich könnte dir noch mehr Spiele nennen. ‚Condemned: Criminal Origins‘ und ‚Fallout 3‘ wären meine nächsten Kandidaten – aber ich glaube, dich bereits hinreichend widerlegt zu haben. Spiele, die Erwachsene ansprechen wollen, gibt es – nicht (nur) durch Gewalt, sondern durch Storytelling, Atmosphäre, Emotionen. Natürlich wirken sie nicht auf jeden so – viele sehen sich Filme wie ‚Schindlers Liste‘ an und verschwenden den Rest des Abends keinen Gedanken an den Inhalt oder die Art, wie dieser durch den Autor, Regisseur etc. vermittelt wird. Du kannst eine bestimmte Auffassung nicht erzwingen, gleichermaßen kannst du aber Entwicklern die Motivation nicht absprechen, den Leuten ein „erwachsenes“ Produkt zu liefern. Leugnest du, dass Computerspiele seit ‚Space Invaders‘ nicht erwachsener geworden sind, nicht berühren oder zum Nachdenken anregen können, bist du entweder blind oder kaufst die falschen Spiele.

  25. @LiquidSnakE
    Bemerkenswert finde ich ja auch, dass oft behauptet wird „Ballerspiele“ wären eine gedankenlose Kost in Richtung Zerstreuung auch weil sie nur kurze Aufmerksamkeitsspannen benötigen würden. Gerade ein Metal Gear Solid (4) erfordert aber ja höchste Konzentration während der oft sehr langen (tatsächlich bis zu 70 Minuten langen) Filmsequenzen
    Am besten am Spiel finde ich ja die interaktiven Missionsbesprechungen: die hab ich mir jeweils gleich mehrmals angesehen und dauern auch so ne halbe Stunde jeweils. Das sind richtige kleine Dramolette jeweils, wie ein begehbares Theater – durch die Kamera kann man nämlich die Perspektive ändern und alle Performances auch einzeln beobachten, und da sind es auch die Kleinigkeiten welche für mich den Reiz ausmachen – etwa wenn Snake seine liebe Not mit den Zigaretten hat oder womit Sunny sich gerade beschäftigt, meist fern von den anderen (Erwachsenen) – in zum Teil trister Einsamkeit

  26. Naja Phoenix hat gesagt:
    “Tja, die harte Wahrheit ist eben, daß es kaum “Spiele für Erwachsene” gibt, hinter denen keine simplen Gewaltorgien oder Pornospiele stecken. Das muss sich die Branche halt auch mal vor Augen halten, anstatt immer nur das komplett unschuldige Opfer zu spielen.”

    Er sagt „kaum“, und ich denke die Meinung kann man doch haben. Ich denke nicht ganz so aber ähnlich. Ihr könnt jetzt einzelne Spiel aufzählen (MGS, Deus Ex, Max Payne, Mafia usw) um eure andere Meinung darzustellen. Und das sind auch in meinen Augen schöne Beispiele, aber dennoch kann man die Branche doch auch kritisieren oder? Für mich tun es auch viele Spiele nicht, sie machen schon Spass, aber lassen mich relativ kalt. Hier hat jeder das Recht anderer Meinung zu sein, aber für mich ist das halt so. Aber als Konsument will ich mehr und bessere Spiele (ist ja auch nicht gerade ein billiges Hobby). Was ist so schlimm daran sich mehr Spiele wie GTA, Mass Effect, Mafia und weniger wie CoD MF2 zu wünschen? Mir gefällt letzteres halt nicht, wems gefällt auch super.

  27. Ich finde die Story von Modern Warfare 2 auch ziemlich schlecht und alles andere als erwachsen.
    Wie viele erwachsene, nicht gewalttätige Spiele gibt es denn? Nicht viele, aber viele denken je mehr Gewalt und Sex ein Film/Spiel hat, desto erwachsener ist er/es. Ziemlich infantile Einstellung.

  28. Was nun alle Leute an Fallout 3 so gut finden, das verglichen mit seinen Vorgängern einfach nur ein Oblivion in der Zukunft ist (und damit verbunden auch die Reduzierung von sinnvoller Komplexität zu Gunsten des Mainstreams und diesesmal meine ich es negativ), mit einer blöden Steuerung, viel zu einfacher Spielmechanik und im Vergleich zu den Vorgängern „falsche“ Story, kann ich nicht verstehen. Aus dem Spiel ein Shooter zu machen, war das schlimmste, was man der Reihe hat antun können.

  29. @lanzelotz
    Darum geht es doch nicht: auch ich halte die allermeisten Spiele für schlecht. Absolut. Und die Industrie produziert einen Unsinn nach dem anderen. Jederzeit. Dennoch kann man das was geschaffen wird auch verschieden sehen: ich kann „Deus Ex“ und „Max Payne“ zum Beispiel weniger leiden, „Resistance“, „Serious Sam“ und „Painkiller“ etwa gar nicht -, dafür hab ich allgemein schlechter angesehene Titel wie „Onechanbara“, „Zanzarah“ oder „Master of Orion 3“ sehr gern, „Bullet Witch“ und „Mass Effect“ noch lieber

    Man muss doch nicht mit Begriffen wie „infantil“ um sich werfen, oder „Pornographie“ schreien die über gewöhnliche Werturteile hinausgehen und bloß Unterstellungen, sowie mitunter ganz persönliche und untergriffige Beleidigungen, sowohl gegenüber Kreativen als auch RezipientInnen sind
    Abgesehen von der Indiskretion welche sie darstellen

    So muss man als Menschen doch nicht miteinander umgehen: dem einen gefällt dieses besser, dem anderen jenes. Ein dritter Mensch kann beides von denen wieder gar nicht leiden, usw.

  30. @Modgamers,
    dann hast du das Spiel nicht wirklich verstanden und mit Oblivion hat das Spiel keinerlei ähnlichkeiten.
    Manche Spiele spielen sich auf dem PC besser als auf einer Konsole und das gleiche gilt auch umgekehrt.
    Egoshooter spielen sich besser auf dem PC wärend sich Renn -und Sportgames auf der Konsole besser spielen lassen.

  31. @Pyri
    Du hast recht in dem Sinne, dass es überflüssig und auch kontraproduktiv war Pornospiele mit in die Diskussion zu bringen (auch wenn diese unbestreitbar Spiele für Erwachsene sind).
    Wenn Phoenix von Schiessbudenporno redet, meint er das mMn i.S. vom Begriff „Waffenporno“, den der Typ von 4players auch gerne verwendet. Der Begriff ist natürlich ungenau und wenig sachlich, aber ich versuche meist, diese Begriffe nicht so ernst zu nehmen. Denn ich denke nicht es war Phoenix Absicht, jemanden zu beleidigen. Und seine Kritik an der Branche muss man ja nicht teilen aber man kann sie nachvollziehen (wie du ja selbst gut genug weißt).
    Ich empfinde seine Aüßerungen nicht als so schlimme Unterstellungen und Beleidigungen.

  32. @Booomboy
    Kann es nicht einfach sein, dass ihr beide Recht habt? Also Modgamers und Du.
    Modgamers gefällt die Ausrichtung von „Fallout 3“ halt nicht. Ich glaub da geht es nicht um Verständnis.
    Ich halte „Fallout 3“ schon allein wegen seiner Verwendung sentimentaler Musik für eines der besten Spiele der letzten Jahre, ich schätze den Aufbau des Spiels zu „Oblivion“ und seine Spielmechanik sehr, finde es auch besser als die ersten beiden Fallouts – dennoch respektiere ich Modgamers ablehnende Haltung dazu

  33. @Boomboy
    Ich habe das Spiel sehr wohl verstanden, und ich habe es auch auf dem PC gespielt (wo auch sonst). Aber gerade hier fängt der erste Punkt meiner Kritik an. Das Spiel ist kein reines PC oder Konsolenspiel, sondern es wurde schon im Vorfeld darauf geachtet, dass man „eine“ Version programmiert. So ist es dem Wunsch einer „gleichen“ Konsolenversion geschuldet, dass das Interface so eine bescheuerte Steuerung hat. Zeitgleich fingen auch hier die ersten Abstriche in der Komplexität der vorherigen Fallout-Spiele an, die man auch schon in Oblivion sehen konnte (wenn man es mit seinem direkten Vorgänger Morrowind vergleicht). Die Entwickler glauben wohl immer noch, dass man Konsolenspielern nicht genausoviel zutrauen kann wie PC-Spielern. Aber egal. F3-Fanboys kann man das sowieso nicht erklären… hat auch schon bei The Force Unleashed nicht geklappt.

  34. Möcht ich auch nicht. Man sollt nur als Entwickler bedenken, dass wenn man eine Version von seinem Spiel für alle Systeme haben möchte, dass man diese dann jeweils auch spezielle Abstimmt und nicht im Vorfeld eine Einheitsversion konzipiert. Das führt dann im Endeffekt meistens nur dazu, dass man nichts halbes und nichts ganzes hat, und das ist einfach Schrott.

  35. Ja aber eine angepasste Version für jede Plattform ist in der Entwicklung einfach zu teuer, das ist zwar für uns Kunder mehr als Ärgerlich ist aber nicht zu ändern, dank des offenen Systems eines PC’s reißen die Fans immerhin mit ihren Fanpatches einiges raus auch wenn es nicht so sein sollte das die Gamer bzw. Kunden die Arbeit der Firmen übernehmen und das dann noch kostenlos.

  36. Also ich habe alle Konsolen und mich damals ganz bewusst für die PC-Version entschieden, wegen des besseren Lichtes: Jeff Gerstmann (Giant Bomb) hat das genau so gesehen wie ich – zur Review ins Videospiel-Ausland verlink ich hier aber besser nicht. Wird GW LIVE unterstützt von einem Titel den ich spielen will, leg ich mir auch immer sowieso die PC-Version zu. Find nämlich die GWL-Logos so schön :-) Und PC-Spiele verkauf ich auch aus Prinzip nicht
    Allerdings würde ich auch niemals Fan-Patches verwenden, weil diese für mich die kreative Vision von der Entwicklung zerstören. Darauf habe ich sogar bei Vampire 2 Bloodlines verzichtet

  37. Man sollte nicht auf einen Spiel jetzt hier rumhacken sondern mal eine Analyse betreiben.
    Erstens die Vorgänger interessieren nicht!
    Dir Vorgänger waren 2D Rundenstrategie Spiele zumindest der erste
    Fallout Tactics war auch nicht so wie seine Vorgänger usw…
    Deshalb sollte man sich nicht an den Vorgängern festmachen wie ein Spiel ist.
    Von 2D, Runden RPG zu 3D RPG Shooter ändert sich nunmal das Fealing des Spiels.
    Ebenso wird sich Fallout: New Vegas wieder anders Spielen als F3 da dort andere Entwickler beteiligt sind.

    Ansonsten zeigt auch F3 wie dumm Menschen sein können und sich nicht ändern…
    Schöner ist dabei F:T welche die Poltitiker noch mehr auf die Schippe nimmt ^^
    Ist schon spät aber man sollte halt mal als Projekt oder so sammeln damit wir mal beweisen können wie man verschiedene Spiele aufnimmt…

    Zum Thema Perlen unter den Spielen: Dark Projekt 1&2
    Auch wenn Teil 3 ein anderes Fealing hatte sollte man darüber nicht schlecht sprechen da es auch andere Entwickler waren die andere Vorstellungen umgesetzt haben.

    Zu meiner Idee hat einer Lust mal Spieleanalysen zu erstellen? Und zu hinterfragen warum Spieledesigner so und nicht anders die Geschichte erzählt haben. Bei Filemen gibt es immer verschiedene Analysen die den Film auf die Erzählweise analysieren wieso nicht auch bei Spielen?
    Damit meine ich aber anders als die Spiele-Tests der Zeitschriften eine Analyse welche mehr die Stielmittel im Mittelpunkt hat.

    Happy Analyse…

  38. @TRB
    Ich für meinen Teil war von Fallout 3 begeistert, das hatte davor nur Star Wars Kotor in diesen Umfang bei mir gekonnt, habe aber auch gerne Oblivion gespielt, sicher sind sie nicht so kompliziert wie frühere Spiele aber so lange sie Spaß machen und der Umfang simmt ist das zumindest mir in einigen Fällen auch egal.

  39. @LiquidSnake: Zum Gameplay von Deus Ex: Gerade weil es „weder Fisch noch Fleisch“ ist, fand ich es so ansprechend. Dadurch konnte man das Spiel auf verschiedene Weise angehen (Kampfbetont, Stealth, oder auch als „Hacker“). Ich find es sowieso sehr schade, dass sich, seit die Games-Industrie „groß“ und kommerziell (im neutralen Sinne) geworden ist, die Spielprinzipien doch sehr eingeschliffen haben. Sprich: „Hybridspiele“ oder Spiele in denen mit verschiedenen Gameplays experimentiert werden, gibt es kaum noch. Ich habe vor einiger Zeit auf Youtube ein Video zum Gameplay von Dune 1 gesehn, was ja anscheinend eine Mischung aus Adventure, RPG und RTS ist, und ich konnte durch’s Zuschauen das Spielprinzip nicht auf Anhieb verstehen. Heutzutage sind die meisten Spiele derart „genormt“, dass man nach nicht mal einer Minute sofort weiß, wie das Spielprinzip funktioniert. Hat natürlich auch seine Vorteile, aber irgendwie vermisse ich diese Avantgarde-/Aufbruchsstimmung der frühen Neunziger…

  40. „-
    Beispiel ‘Deus Ex’: wäre ‘Deus Ex’ ein Film, hätte man ihn auch rasch als kitschigen Sci-Fi-Trash abgehakt – um deiner Argumentation zu folgen. Ich verstehe, nebenbei gesagt, überhaupt nicht, was an ‘Deus Ex’ so irrsinnig toll sein soll. Ich besitze das Spiel für die PS2, hab’s eine Zeit lang gezockt, aber nie durchgespielt, weil es mich überhaupt nicht fesseln konnte – die Story war eine schwerfällige Mischung aus Endzeit-Klischees (Killervirus vernichtet Menschheit, nur die Reichen und Mächtigen werden gerettet, Folge ist Unterdrückung und globaler Terrorismus – könnte ebenso gut die Handlung von ‘Modern Warfare 3? sein ^^) und wirren Verschwörungstheorien (Stichwort Illuminati *roll eyes*) und das Gameplay weder Fisch, noch Fleisch“

    Deus Ex sollte man auf PC spielen (und das sag ich als absoluter Konsolen-Fan.^^)
    Ich habe Deus Ex nicht wegen der Story erwähnt, die ist gut, aber nicht gerade Oscar-verdächtig.
    Das Besondere an Deus Ex ist das intelligente Gameplay, das einem in fast jeder die Szene die Wahl lässt, wie man ein Problem meistert. Das ist es doch gerade, was Spiele ausmacht, das man selber entscheiden kann wie man einen Level meistert.

    „Leugnest du, dass Computerspiele seit ‘Space Invaders’ nicht erwachsener geworden sind, nicht berühren oder zum Nachdenken anregen können, bist du entweder blind oder kaufst die falschen Spiele.“

    Ich behaupte bloß, dass seit beim Spieleproduzieren nur noch die Erwartungen der Shareholder erfüllt werden, erwachsene Spiele rar gesät sind. Das führt dazu, dass ein Alan Wake, dessen Entwicklung 2005 begann, im Jahr 2010 fast ohne Konkurrenz im Genre dasteht.
    Zu Hochzeiten von komplexen RPGs, Simulationen und Strategiespielen, gab es viel mehr erwachsene Spiele, für deren Cover ich mich nicht an der Kasse schämen musste.

    „Ich persönlich würde etwa weit eher ein “Deus Ex” als Pornographie titulieren, weil ich es eher nicht leiden kann: als “Sonnenbrillen-Porno” etwa. Weil ich es stellensweise für unerträglich arrogant und überheblich halte
    So what?“

    Dann gehörst du wohl zu den Spielern, die das Spiel nicht kapiert haben.
    Außerdem habe ich Modern Warfare 3 nicht als Schießbudenspiel bezeichnet, weil ich es nicht leiden kann. Es macht schon Spaß, aber ich will eben auch noch Spiele wie Dark Project, Deus Ex und System Shock II spielen möchten. Leider sind die Entwicklungskosten diese Generation so explodiert, das fast nur noch das entwickelt wird, was der Masse gefällt. Zumindest im Westen, in Japan haben die Uhren schon immer anders getickt.
    Ich denke man darf auch schon mal Kritik an der Branche üben und sollte nicht alles blind schlucken.
    Jeder Kunde entscheidet mit seinem Kauf, was die Publisher in Zukunft produzieren. Warum sollte UbiSoft von seinem Kopierschutz ablassen, wenn die Verkaufszahlen stimmen.
    Und wer auch in Zukunft Spiele wie Okami und Heavy Rain spielen möchte, muss diese auch kaufen und nicht warten bis sie irgendwo verramscht werden.
    Just my two Cents.

  41. Modgamers:

    So verschieden können Geschmäcker sein. ‚Fallout 3‘ war eines der atmosphärisch dichtesten Spiele, die ich jemals gesehen habe. Die Vorgänger fand ich beide sterbenslangweilig (richtige, reinrassige Rollenspiele mit genretypisch rundenbasierten Kämpfen eben – urks) – es mit Shooter-Elementen zu überblenden war imo das Beste, was Bethesda hat machen können… ^^
    – Phoenix:

    „Deus Ex sollte man auf PC spielen (und das sag ich als absoluter Konsolen-Fan.^^)“

    Das würde die wirre, klischeehafte Story nichts ändern, im Gegenteil (die PS2-Version beinhaltet mehrere Minuten mehr Cutscenes als die PC-Version). Auch das Gameplay würde dadurch nicht besser. ‚Deus Ex‘ war in meinen Augen bloß ein Experiment, das fehlgeschlagen ist. Hätte man eine Tech-Generation gewartet, wäre das vielleicht nicht passiert…

    „Ich habe Deus Ex nicht wegen der Story erwähnt, die ist gut, aber nicht gerade Oscar-verdächtig.“

    Wie gesagt, Geschmäcker sind verschiedene. Ich fand die Story – einmal mehr – viel zu klischeehaft und schwach erzählt. Was daran nun „erwachsen“ sein soll, erschließt sich mir nicht.

    „Zu Hochzeiten von komplexen RPGs, Simulationen und Strategiespielen, gab es viel mehr erwachsene Spiele, für deren Cover ich mich nicht an der Kasse schämen musste.“

    Wie definierst du „erwachsen“? Durch Komplexität? Wenn ja, bin ich froh, dass deine Definition nicht allgemein gültig ist – ich zocke schließlich in meiner Freizeit, habe daher keine Lust, erst einmal 10 Stunden lang die Spielmechanik zu erlernen (aktuelles Beispiel: ‚Resonance of Fate‘) oder mich durch Handbücher mit dem Umfang beider Teile von ‚Faust‘ zu lesen… ;)

    Ich habe mich übrigens noch nie für ein Cover an der Kasse geschämt – höchstens für den peinlichen USK-Giganten in dessen linker Ecke (sofern vorhanden), für den aber die Publisher nichts können. Wieso sollte ich auch? Weil ich, statt „intelligenten“ (?) Spielen wie ‚Okami‘ (das ich mir auch erst für 11 Euro geholt habe – mehr war es mir auch nicht wert) ein ‚Dante’s Inferno‘ oder ‚Metro 2033‘ gekauft habe, die deinem „hohen“ (???) Anspruch beide nicht genügen? Warum schämen, wenn’s einem denn gefällt? Schämst du dich etwa für deinen Geschmack, oder hältst du ihn für so „erhaben“, dass du dich für die anderen fremdschämst? Eine seltsame Bemerkung, jedenfalls – nichts für ungut.

  42. Noch ein Nachtrag für Modgamers (ich habe diesen Beitrag von dir vorhin übersprungen):

    „So ist es dem Wunsch einer “gleichen” Konsolenversion geschuldet, dass das Interface so eine bescheuerte Steuerung hat. Zeitgleich fingen auch hier die ersten Abstriche in der Komplexität der vorherigen Fallout-Spiele an, die man auch schon in Oblivion sehen konnte (wenn man es mit seinem direkten Vorgänger Morrowind vergleicht). Die Entwickler glauben wohl immer noch, dass man Konsolenspielern nicht genausoviel zutrauen kann wie PC-Spielern. Aber egal. F3-Fanboys kann man das sowieso nicht erklären… hat auch schon bei The Force Unleashed nicht geklappt.“

    Tut mir Leid, aber das ist einfach kindisch. Immer dann, wenn ein Spiel den PC-Besitzern nicht gefällt, wird die Schuld bei der Konsole gesucht – immer. Ich kenne Spaßvögel wie dich zur Genüge von Amazon oder anderen Plattformen – Menschen, die der antiquierten Meinung sind, der PC sei die Heimat der „Komplexität“ (was ich nie verstanden habe: ist ‚Diablo‘ komplex? Ist ‚Spore‘ komplex? Ist ‚Starcraft‘ komplex? Oh dear…) und die Konsole für die „Casuals“. Das mag vor 10 Jahren so gewesen sein…

    Nicht Booomboy ist der „Fanboy“ in dieser Diskussion. Alleine die Aussage „wo auch sonst“ in Bezug auf das System, auf dem du ‚Fallout 3‘ spielst, spricht Bände. Konsolen-Fanboys sind schlimm genug, aber gegen „PC-Snobs“ bin ich als Multisystem-Nutzer (ich besitze eine Xbox 360, eine PS3 und einen semi-aktuellen PC, bevorzuge aber – was kein Geheimnis ist – die Xbox 360) echt allergisch. Der PC war definitiv zu lange die „erste“ Entwicklungsplattform, Spiele hätten von Anfang an – wäre es technisch möglich gewesen – Multisystem-Entwicklungen werden sollen. Dann wären viele (zum Glück nicht alle) PC-Puristen vielleicht weniger hochnäsig – wer weiß. Auch die Konsole bekommt schließlich Portierungen von PC-Spielen, die unzureichend angepasst wurden (‚Supreme Commander‘, ‚Risen‘, …) – die Schuld liegt aber bei den Entwicklern, nicht beim System.

    Übrigens, ich besitze ‚Fallout 3‘ für PC und Xbox 360 – und bevorzuge die von dir getadelte PC-Version. Macht mich das auch zu einem „Fanboy“?

    Gut, dass du kein offizieller Repräsentant des VDVC bist. In dem Fall wäre dein Beitrag ein Schlag ins Gesicht jedes VDVC-Anhängers, der genug vom „Systemkrieg“ hat…

  43. Wenn sich Leute bereits schämen für das was sie interessiert und konsensual entstanden ist, an Kassen oder sonstwo, ist es ja schon sehr weit gekommen :-(

  44. @LiquidSnakE
    Ich habe in meiner ganzen Kindheit und Jugend keine einzige Konsole besessen und auf Konsolen dereinst auch herabgeblickt. Darauf bin ich heute echt nicht stolz, aber ich glaube dass es schon vor zwanzig Jahren nicht so war, dass Konsolen weniger komplexe Spiele gehabt hätten. Auch ein Mega Man 2, oder ein früheres Castlevania können schließlich komplex sein, obwohl sie nicht kompliziert sind. Keine Tastenbelegungen noch und nöcher haben
    Ich hab nichts gegen ein Falcon 4.0 zum Beispiel, und bin auf mein Handbuch davon sogar auch richtig stolz, doch würde ich Spiele nie danach beurteilen.

  45. Unser Systemkrieg machen sich unsere Gegner auch bewußt zu Nutze, solange es keine Einigkeit unter den Spielern gibt, solange Neid und Rilaität herrscht können wir nicht erwarten das sich in der Jugendschutzfrage irgendwas zum positiven ändert oder das Games als Stück der heutigen Kultur und Unterhaltungsform anerkannt werden. Bedenkt das bitte.
    .
    PS: Ich bin Multisystemuser, ich spiele vom Handheld, über Konsole bis hin zum PC auf allen erdenklichen Plattformen, nicht das System zählt sondern die Qualität der Software und da hat jede Plattform was zu bieten.

  46. Ich denke, dass sich bei Erwachsenenspielen die Katze selbst in den Schwanz beißt: Aus der Erwartungshaltung, dass Spiele eher etwas für eine jüngere Zielgruppe sind, beachten viele Menschen, die große Gefühle suchen, dieses Medium nicht. Die großen Publisher gucken auf ihre Käufer und produzieren Spiele für diese Gruppe. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum die (in meinen Augen) besten Games von finanziell unabhängigen Entwicklerstudios kommen.

    Es fehlt vielen Spielen tatsächlich etwas Anspruch, auch wenn dieser teilweise wohl recht einfach zu haben gewesen wäre. So bahnt sich in „Risen“ eine Romanze an, die aber im späteren Verlauf viel zu schwach bleibt. Der Namenlose geht ohne Zweifel in die Höhle und seine „Freundin“ bleibt bei einem „Bis später!“. Keine Zweifel, kein Abschiedsschmerz. Ebenso in Half-Life 2: Die Rahmenhandlung an sich halte ich für gut, aber die Beziehung zu Alyx hätte durchaus tiefer gehen können. Beziehungen sind in meinen Augen ein Aspekt, der in Spielen zu kurz kommt. Aber ich sehe tendenziell eine positive Entwicklung. Um bei den Entwicklern zu bleiben: In der Gothic-Reihe und allen vorherigen Spielen im Half-Life-Universum gab es keine weiblichen Figuren in der Haupthandlung.

    Gerade hier wäre aber doch eine Möglichkeit gewesen, durch den Computerspielpreis ein deutliches Signal zu setzen. Leider wurde sie (noch) nicht genutzt. Die Gewinner dieses Jahres sind absolut kalt, ich hätte gerne mehr Gefühle gesehen.

  47. @Patrik Schönfeldt
    Das Problem ist ja das es oft an Zeit fehlt alle Ideen umzusetzen weshalb viele Spiele auch unfertig und seelenlos wirken, es gibt halt das perfekte Spiel bei dem alles stimmt und das Spiel welches man im Laden kaufen kann. Daran sind wir als Gamer und Kunden zum Teil mit Schuld, wir wollen ja auch nie gerne übermäßig lange auf einen Release warten und dann kommt ja noch der Druck durch Publisher, Aktionäre, den Technikfortschritt (Das Spiel darf nicht veraltet wirken zum Release) und co. hinzu was eine (zu) frühe Veröffentlichung leider nötig macht.

  48. @LiquidSnakE
    Danke, das du den selben Fehler begehst, die ein jeder Spielekritiker begeht und mich vorverurteilst, ohne mich zu kennen. Allein schon der Satz „Die Entwickler glauben wohl immer noch, dass man Konsolenspielern nicht genausoviel zutrauen kann wie PC-Spielern“ sollte dir schon Anhaltspunkt genug bieten, dass sich dahinter… vielleicht eine Kritik befinden könnte. Und tschuldigung, aber es ist bzw. war einfach so, dass die Spiele auf Konsolen vergangener Tage eher ‚casual‘ waren, während man auf dem PC komplexere Titel spielen konnte, welche mehr Tiefgang aufwiesen. Bitte beachten sie auch hier, dass das Wort ‚komplex‘ nicht von ‚kompliziert‘ kommt. Somit muss ich auch sagen, dass bei deinen Vorgebrachten Beispielen der Vergleich hinkt. Das z.B. ein Starcraft nicht komplex sei, lass mal lieber keinen Koreaner hören. Gerade dieser Titel ist im Multiplayer so komplex wie kein zweiter.

    Das „wo auch sonst“ kannst du ja auffassen wie du willst, aber wenn schon mehrere Vorgängerspiele auf dem PC erschienen, kann man schon behaupten, F3 sei ein PC-Spiel und die Konsolenversion nur eine ‚Portierung‘. Das sich das Spiel letztendlich eher wie ein Konsolenspiel spielte, steht auf einem anderen Blatt (und ist auch Teil meiner Hauptkritik an dem Spiel). Dies war wiederum aber auch schon bei Oblivion der Fall, weshalb ich der Meinung bin, dass beide Teile einfwach zu überbewertet sind. Ich sage damit aber nicht, dass es dadurch zwangsläufig ein grottenschlechtes Spiel ist. Es ist halt nur nicht so gut, wie andere Spiele bzw. wie es hätte sein können. Und bevor du nun wieder rum weinst: Ich besitze einen Gamecube und eine PS3 und habe dort sehr viel Spass mit einer vielzahl auch durchaus komplexer Spiele.

    @Doktor Trask
    Ähhh, man kann es mit dem Pathos auch etwas übertreiben ;)

  49. @Zweiter Kommentar: Eigentlich ist das heute der „richtige“ Kommentar zum Computerspielpreis. Der erste ging ja nur am Rand auf den Preis ein und drehte sich mehr um die Analyse der Gedankenwelt der Verbotsforderer. Heute geht es tatsächlich um den Preis an sich. (Es ist übrigens Saschas Erstlingswerk auf unserer Seite.)

  50. @Doktor Trask
    Sehr schöne Gedanken!
    @Patrik Schönfeldt
    Ich denke, dass diesen Dingen – also Romanzen etc. – oft viel zu wenig Beachtung geschenkt wird. Vielfach bleibt man da im Ausdruck auf der Ebene einer bloßen Körperlichkeit stehen, statisch, begrenzt sich selbst gegenüber weitergehender Gefühlsbildung. Vielleicht hat das auch technische Gründe, dass Animationen zu aufwendig wären, also auch zuviel kosten würden, oder dem uncanny valley von EnwicklerInnenseite selbst nicht getraut wird, also dass man sich über dieses Tal drüber wagt und mehr Gefühle so auch wirklich transportieren will
    Selbst bei The Witcher ist der Sex nur marginal vorhanden und an den Rand gedrängt, sexuellen Ausdruck und die Erotik jenseits simpler Mechaniken zu gestalten ist auch ein schwieriges Unterfangen in anderen Medien denke ich. Das erfordert in jedem Fall viel Glück und Gespür bei der Auswahl von Darstellungen

  51. Nachtrag: es ginge glaub ich auch darum diese Dinge zuzulassen und sich darum eben auch zu kümmern, diese angemessen zu integrieren (in ein Spiel) oder auch mal ins Zentrum zu rücken. „Heavy Rain“ hat das schon gut gemacht, wobei es in dem Spiel glaub ich auch wirklich nicht um die aus meiner Sicht so triviale wie banale Serienkillerstory geht, oder auch ein „The Void“

  52. „In der Gothic-Reihe und allen vorherigen Spielen im Half-Life-Universum gab es keine weiblichen Figuren in der Haupthandlung.“
    Stimmt keine der Figuren in einem Shooter erzeugt so richtig Gefühle, dazu braucht man schon ein RPG wie zB Baldurs Gate 2, Vampire Bloodlines oder Sudeki. In welchen anderen Spiel außer BG2 kann man denn ein Kind mit einen der NPCs zeugen? Die „Romanze(n)“ in so einen Spiel sind meist sehr Zaghaft angedeutet oder enden in Lächerlichkeiten für den Gamer wie bei Witcher und den Liebeskartensammeln. Eine Beziehungsstorry wie man sie aus Filmen kennt sucht man bei vielen Spielen vergebens.
    Nicht,dass man es nicht umsetzen kann, aber fürs Design ist eine Beziehung etwas sehr Dynamisches da man den Spieler ja auch nicht auf die Beziehungen festlegen will. Dadurch ergeben sich viele verschiedene Zustände die man erstmal Planen und dann Umsetzen muss…
    (Die Zustände könnten sein -> Verliebt, unbekannt, Ex, Hass, Betrogen… da müsste man schon ein Sims mit in einen Shooter packen damit man alle Möglichkeiten abdeken kann.)

    Happy Coding (später weiter Posting)

  53. Modgamers:

    „Danke, das du den selben Fehler begehst, die ein jeder Spielekritiker begeht und mich vorverurteilst, ohne mich zu kennen.“

    Stimmt. Bei Booomboy hast du schließlich gaaanz anders reagiert. Glashäuser und Steine, anyone?

    „Und tschuldigung, aber es ist bzw. war einfach so, dass die Spiele auf Konsolen vergangener Tage eher ‘casual’ waren, während man auf dem PC komplexere Titel spielen konnte, welche mehr Tiefgang aufwiesen.“

    Es _war_, ja. Ein Großteil aller Spiele heutzutage sind Multisystem-Entwicklungen – allerdings scheinen PC-Spieler nicht auf die Extrawürste verzichten zu wollen, die einst für ihr System geliefert wurden. Es ist nicht mein Ziel, Fauxpas wie die Maus-Keyboard-Steuerung der Sith Edition von ‚The Force Unleashed‘ oder von ‚Resident Evil 4‘ verteidigen – sowas muss einfach nicht sein und die Entwickler verdienen dafür Kritik, keine Frage – aber dass jedesmal kollektiv geheult wird, wenn ein Multisystem-Titel nicht die „hohen“ (???) Anforderungen, welche zumindest ein Teil der PC-Gemeinde hinsichtlich der „Komplexität“ (?) von Spielen stellt, aus wie auch immer gearteten Gründen nicht erfüllt, ist das, mit einem Wort: lächerlich.

    Ein Musterbeispiel dafür, dass PC-Snobs nicht ernst genommen werden sollten, ist die PC-Version von ‚Resident Evil 5‘. Capcom ist eine „Konsolenhure“, typisch japanisch eben – mit dem PC wollten in der Vergangenheit stets ein paar schnelle Euros verdient werden, weshalb Portierungen ohne besondere Anpassungen und in technisch höchst fragwürdiger Qualität in die Welt geschmissen wurden (nachdem sie häufig von Third Party-Entwicklern, also nicht indoors, programmiert wurden, was der Qualität letztlich ebenso wenig zuträglich war). Trotzdem wurden die Spiele gekauft – sogar ‚Resident Evil 4‘, das nicht einmal Maus-Unterstützung bot (!). 2009 kam es, wie es kommen musste – ‚Resident Evil 5‘ erschien für den PC. Capcom hat es diesmal indoors entwickelt und einen superben Job gemacht – die PC-Version ist großartig, der Konsole in jedweder Hinsicht überlegen und ein vorbildliches Beispiel für eine gelungene Portierung. Was tat die PC-Community? Heulen, weil sie den (auf KOnsole kostenpflichtigen) DLC nicht von Haus aus integriert bekamen. Heulen, weil die Steuerung immer noch zu „konsolig“ sei (was aber mit der Steuerung nichts zu tun hat, sondern mit dem Gameplay: man kann in ‚Resident Evil‘ nicht „strafen“, also rennen und schießen, das war immer schon so. Hätte man es für den PC geändert, hätte man etwa einen Teil des Spiels neu designen müssen, weil die lahmen Gegner nicht zu einem „run and gun“-Gameplay passen würden…). Heulen, weil der Anspruch des Spiels so gering sei (Hallo? Es ist ein Shooter, Leute, nicht ‚Supreme Commander‘!). Sie haben geheult und geheult, statt sich über die hohe Qualität ihrer Version zu freuen – wäre ich bei Capcom angestellt, würde ich jedenfalls sagen: „Leute, vergesst den PC, die Konsoleros kaufen uns genug ab, wir tun uns das nicht mehr an.“ Ehrlich.

    „Bitte beachten sie auch hier, dass das Wort ‘komplex’ nicht von ‘kompliziert’ kommt.“

    Ich hatte gehofft, du hättest meinen Seitenhieb verstanden: wenn Spiele wie ‚Starcraft‘, ‚Diablo‘ oder selbst ‚Spore‘ komplex sind, wie kannst du dann behaupten, Konsolentitel seien es per se nicht?

    „Somit muss ich auch sagen, dass bei deinen Vorgebrachten Beispielen der Vergleich hinkt.“

    Inwiefern?

    „Das z.B. ein Starcraft nicht komplex sei, lass mal lieber keinen Koreaner hören. Gerade dieser Titel ist im Multiplayer so komplex wie kein zweiter.“

    Ich habe ‚Starcraft‘ vor Jahren gespielt – nur ein paar Monate, weil mir das Gameplay zu hektisch war (und bei Teil 2 soll es noch schlimmer werden, wie schön…). ‚Starcraft‘ unterliegt dem gleichen Schere-Stein-Papier-Prinzip wie ‚Command & Conquer‘, das in etwa so viel Tiefgang wie die Tatsache hat, dass ein Raketenwerfer in ‚Call of Duty‘ wirkungsvoller gegen einen Panzer ist, als eine Pistole…

    Das “wo auch sonst” kannst du ja auffassen wie du willst, aber wenn schon mehrere Vorgängerspiele auf dem PC erschienen, kann man schon behaupten, F3 sei ein PC-Spiel und die Konsolenversion nur eine ‘Portierung’.“

    Interessant. Weil die Vorgänger für den PC erschienen sind (dass diese etliche Jahre früher erschienen sind, als Konsolen noch weniger populär und der PC als Plattform noch stärker war, lässt du mal eben unter den Tisch fallen) ist Teil 3 „natürlich“ auch ein PC-Spiel mit „Portierung“ für die Konsolen. Daraus schließe ich, dass ‚Far Cry 2‘ ein Konsolenspiel mit Portierung auf den PC ist, weil mehr ‚Far Cry‘-Titel für Konsole als für den PC erschienen sind… *roll eyes hoch 100*

    „Das sich das Spiel letztendlich eher wie ein Konsolenspiel spielte, steht auf einem anderen Blatt (und ist auch Teil meiner Hauptkritik an dem Spiel). Dies war wiederum aber auch schon bei Oblivion der Fall, weshalb ich der Meinung bin, dass beide Teile einfwach zu überbewertet sind.“

    Weil sie sich wie Konsolenspiele spielen, sind sie überbewertet? Was ist mit Atmosphäre, Qualität der Spielwelt und Missionen, der Handlung? Alles unwichtig. Ist ja ein „Konsolenspiel“, kann also nur überbewertet sein…

    Meinetwegen habe ich dich in meinem letzten Beitrag vorverurteilt (habe ich nicht, dieser Beitrag beweist es ^^), aber du kannst andere nicht als „Fanboy“ bezeichnen und dann solche Sprüche vom Stapel lassen. Again: Glashaus und Steine… ;)

    „Ich sage damit aber nicht, dass es dadurch zwangsläufig ein grottenschlechtes Spiel ist. Es ist halt nur nicht so gut, wie andere Spiele bzw. wie es hätte sein können.“

    Weil es ein Konsolenspiel ist. Klar. Ich wiederhole meinen ursprünglichen Kommentar: das ist einfach kindisch. Aber, deine Sache. Da der PC als Hauptplattform scheinbar weiter abbaut, verpasst du mit einer „OMFG das Spiel erschien auch für Konsole also vergesst es!!1eins“-Einstellung künftig vermutlich noch einige Perlen. Dein Verlust.

    „Und bevor du nun wieder rum weinst: Ich besitze einen Gamecube und eine PS3 und habe dort sehr viel Spass mit einer vielzahl auch durchaus komplexer Spiele.“

    Von „Weinen“ kann wohl keine Rede sein. Ich habe ‚Fallout 3‘ schließlich gezockt, obwohl (!) das „pöhse“ Menü so unkomfortabel ist… :(

    Ich verurteile dich nicht wegen deiner Meinung. Dir kann ‚Fallout 3‘ aus diversen Gründen nicht gefallen – das ist in Ordnung. Dass du Bethesda aber kritisiert, weil sie ihr Spiel nicht in erster Linie für den PC entwickelt haben und die Menüs so umständlich sind… – sagen wir, deine Glaubwürdigkeit hat soeben stark gelitten.

    Wenn du auf deiner PS3 tatsächlich „sehr viel Spaß mit einer Vielzahl auch durchaus komplexer Spiele“ hättest, verstehe ich nicht, wie du überhaupt eine solche Aussage treffen konntest…

    Wie gesagt, nach solchen Kommentaren bin ich froh, dass du nicht für den gesamten VDVC stehst. Ein PC-Snob als Vertreter ist genau das, was die Gamer Deutschlands nicht brauchen.

  54. @Liquid
    Um es kurz zu machen: Während ich auf Basis von Boomboys Aussage nur aussagen über das Spiel und dessen Entwickler getätigt habe, triffst du Aussagen über meine Person. Schade dass du diesen Unterschied nicht siehst. Auf habe ich keine Aussagen über Konsolenspiele per se getroffen sondern nur eine Über Entwickler, die mMn leider richtig ist. Weder sage ich, dass man etwas Überbewertet weil es „nur“ ein Konsolenspiel ist noch sage ich, dass es auf Konsolen nur Schrott gibt, oder das PC das höchste aller Gefühle ist. Aber mach dir nichts draus, das lesen und deuten von Texten ist nicht für jedermann (das war jetzt eine Aussage über deine Person).

    @Deutscher Computerspielpreis
    Zurück zum eigentlichen Thema, damit man sich hier nicht im Kleinkrieg verzettelt: ich bin dafür das man die beiden Kommentare auf zwei Meldungen Aufteilt, denn wie Patrik schon sagte, war der erste andres gemeint und der zweite erst der eigentliche Kommentar zur Preisverleihung.

  55. ‘Starcraft’ unterliegt dem gleichen Schere-Stein-Papier-Prinzip wie ‘Command & Conquer’, das in etwa so viel Tiefgang wie die Tatsache hat, dass ein Raketenwerfer in ‘Call of Duty’ wirkungsvoller gegen einen Panzer ist, als eine Pistole…

    Das stimmt so nicht. Zunächst hat Starcraft kein ausgewiesenes Kontersystem wie es jetzt im zweiten Teil implementiert wird. Die einzigen direkten Konter sind die, bei denen man nicht zurück schiessen kann. Etwa Luft vs. Boden etc. Tatsächlich ist es so das die Anzahl der erfolgreichen Strategien begrenzt ist (aber es sind nicht wenig).
    Der Anspruch in Starcraft im Multiplayer ist Timing, Geschicklichkeit und Ausdauer. Aber es dürfte bei allen Multiplayer spielen so sein, dass die eigentliche Komplexität aus der Art und Weise kommt, wie die Spieler gegeneinander spielen. Wenn man in Starcraft nur den Singleplayer betrachtet hast Du natürlich recht, da gibts nicht viel zu holen.
    Ansonsten stimme ich Dir aber zu, würden von anfang an alle Spiele Multisystem released werden, gäbs diesen ganzen Knatsch nich. Ich verstehe sowieso nicht warum sich jeder selbst immer überzeugen muss das beste zu haben.

  56. @TRB: „Stimmt keine der Figuren in einem Shooter erzeugt so richtig Gefühle, dazu braucht man schon ein RPG wie zB Baldurs Gate 2, Vampire Bloodlines oder Sudeki.“

    Gothic und Risen werte ich als Rollenspiele. Aber Vampire: Bloodlines ist tatsächlich sehr toll, was Dichte der Geschichte, Atmosphäre und Glaubwürdigkeit der Charaktere angeht. In meinen Augen eines der besten Spiele aller Zeiten. Leider kam es vor seiner Zeit…

  57. Modgamers:

    Bitter, wenn man seine eigenen Beiträge nicht nachlesen kann:

    „Aber egal. F3-Fanboys kann man das sowieso nicht erklären… hat auch schon bei The Force Unleashed nicht geklappt.“

    Stimmt, das war „keine“ Anmerkung zu Booomboys Person…

    Allerdings scheinst du’s auch sonst bei deinen eigenen Texten nicht so genau zu nehmen.

    „Weder sage ich, dass man etwas Überbewertet weil es “nur” ein Konsolenspiel ist“

    Und was war das:

    „Das “wo auch sonst” kannst du ja auffassen wie du willst, aber wenn schon mehrere Vorgängerspiele auf dem PC erschienen, kann man schon behaupten, F3 sei ein PC-Spiel und die Konsolenversion nur eine ‘Portierung’. Das sich das Spiel letztendlich eher wie ein Konsolenspiel spielte, steht auf einem anderen Blatt (und ist auch Teil meiner Hauptkritik an dem Spiel). Dies war wiederum aber auch schon bei Oblivion der Fall, weshalb ich der Meinung bin, dass beide Teile einfwach zu überbewertet sind.“

    Ich resümiere: Abgesehen davon, dass ‚Fallout 3‘ für dich automatisch ein PC-Spiel ist, weil die Vorgänger exklusiv für den PC erschienen sind (was – um es direkter zu formulieren – völliger Schwachsinn ist), spielt es sich – wie bereits ‚Oblivion‘ – für dich wie ein Konsolenspiel, weshalb du der Meinung bist, dass beide Spiele überbewertet sind. Mit anderen Worten: du selbst hast gepostet, was du gerade dabei bist, abzustreiten. Wortwörtlich. Mit Interpretation hat das nichts zu tun.

    Schade übrigens, dass du auf meinen ‚Far Cry‘-Vergleich nicht eingegangen bist. Ist ‚Far Cry 2‘ nun ein Konsolen- oder PC-Spiel? ^^

    Vor deiner nächsten Antwort – sofern du denn vorhast, eine zu schreiben – möchte ich dir als Tipp mit auf den Weg geben, dass du deine eigenen Beiträge, auf die ich mich schließlich beziehe, vor dem kommentieren erneut lesen solltest, um dich nicht in Widersprüche zu verstricken. Solltest du das bereits getan haben, bin wohl nicht ich derjenige, der Probleme mit dem Deuten von Texten hat…

  58. @Patrik Schönfeldt:
    Ok ja Gothic und Risen sind Actionrollenspiele, da steht halt auch weniger die Interaktion der Figuren untereinander im Mittelpunkt. Besonders gut ist die „Anti“Story der Vampire untereinander sowie die Auswirkungen des Clans des Spielers. BlOsS WeLchE PfaDe SiNd DunKleR? … wie auch immmer ^^

    @Flamewar:
    Man sollte bei Konsolenumsetzungen fürn PC zumindest freies Speichern und Maus unterstützung haben, denn es ist nunmal Stand der Technik fürn PC da schmertzt ein Speicherslotprinzip oder Menüführung über merkwürdige Tastendrückerei…

    Happy Coding.

  59. @TRB:
    „Als Entwickler […] wünscht [man] sich halt, dass seine eigene Software nicht geklaut wird und die Kunden dafür brav zahlen.“

    Ich schrieb einmal in einem Forum: „Wer Urheberrechtsverletzungen mit Diebstahl gleichsetzt, disqualifiziert sich für jede weitere Debatte zu diesem Thema“.

    MfG
    Thomas

    P.S.: „Raubkopien“ gibt es nicht.

  60. @Liquid
    Nun, ich habe mit der Aussage F3-Fanboy nicht direkt auf Boomboy bezogen, noch hat er sich darüber beschwert. Aber was ist an der Aussage falsch, dass man einem Überzeugten Anhänger des Spieles, nicht wirklich von seinen Argumenten überzeugen kann, wo du doch gerade als eindrucksvolles Beispiel dafür her hältst? Insbesondere wenn du dich sehr stark auf einige Aussagen von mir versteifst und sie so ließt, wie du es möchtest und dabei wichtige Wörter unter den Tisch fallen lässt. So habe ich immer geschrieben, dass das ganze Konsolending nur ein TEIL (für dich nochmal buchstabiert Tee, Ehh, Ihh, Ell) meiner Hauptkritik am Spiel. Es ist nur ein Fakter von mehreren, welche sich langfristig bei mir auf den Spielspass auswirkt und somit auch die Gesamtwertung des Spieles schmälert. Denn – so habe ich etwas weiter oben schon geschrieben und von dir ignoriert – wenn Entwickler ihr Spiel für alle Systeme herausbringen möchten, sich aber das Geld und den Aufwand sparen wollen ihr Spiel an die jeweiligen Systemgegebenheiten anzupassen, dann führt das im Endeffekt meistens nur dazu, dass man am Ende nichts halbes und nichts ganzes hat. Allerdings gibt es noch viele andere Punkte die mich an dem Spiel stören (VATS, Eintönigkeit, die immer gleichen Versatzstücke von Gebäuden und Landschaft, Kontext der Vorgänger,…), weshalb es in meinen Augen eben nicht das „ÜBER-Spiel“ ist, zu dem es viele immer küren. Und das „wo auch sonst“ deutest du natürlich auch wie du willst. Du meinst ich rede abfällig über Konsolen, dass ich zum Zeitpunkt des Kaufes meiner „Fallout 3 Collectors Edition“ z.B. noch keine PS3 hatte und es F3 einfach nicht für den Gamecube gibt. Und über deinen Argument mit Far Cry kann man auch nur sagen: nicht alles was hier hinkt ist ein Vergleich. FC kam zuerst für den PC (hatte meines Wissens nach keine direkte Konsolenportierung) und wird auch hauptsächlich (was Aufwand, Grafik usw. angeht) für den PC entwickelt. Somit ist es auch klar eine PC-Serie mit Konsolenablegern. Dies sagt jedoch noch rein gar nichts über deren Qualität aus.

    Das alles sagt noch nichts über irgendwelche Systeme aus, sondern nur über die Entwickler der Spiele. Das du dich da nun so drüber aufregst und mir unterstellst, ich sei ein „PC-Snob“ ist deshalb einfach dümmlich und verbunden mit dem mir unterstellten „Konsolenbashing“ bestätigt nur, dass man einem (Konsolen-)Fanboy nicht mit Argumenten kommen kann, da er sowieso schon eine (vorgefasste) Meinung zu dem Thema hat. Somit bin letztendlich ICH froh, dass DU nicht Mitglied des VDVCs bist. Bisher habe ich nämlich noch keine Stelle in den Regeln gefunden, die aussagt, dass man als Mitglied beim VDVC alle Spiele oder auch Systeme bedingungslos Vergöttern muss und nun keinerlei Kritik mehr äußern darf. Solch fundamentalistische Haltung ist nämlich mindestens genauso schlimm wie die komplette Ablehnung von Video- und Computerspielen.+

    So mehr sag ich dazu nun nicht mehr, weil ich keine große Lust habe mir von Leuten erklären zu lassen, was ich angeblich wie gesagt haben soll. Das weiß ich nämlich in der Regel nämlich noch am Besten. Wenn du dennoch weiter flamen willst möchte ich gerne maSu zitieren, dann sollst du nämlich „an der brennenden Keule der Meinungsfreiheit zerschellen“.

  61. hmm wo ihr grad von exklusiv redet…
    ist die Halo-reihe nicht exklusiv für die 360 erschienen bzw. die Fortführer werden weiterhin für diese Konsole produziert?
    Also ich persönlich tue mich sehr schwer mit Shootern auf Konsolen, da die Steuerung lahm und hakig ist wärend sie aber sehr gut bei sportgames und autorennen funktioniert.

    zu fallout3:
    naja ich bin kein totaler fallout-boy, aber das spiel ist eines der besten die ich je gespielt hab.
    frei begehbare welt, viele zu erforschende orte und ruinen, die lustigen skills (ladykiller hihi), die gesinnungen die man haben kann, die grafik (für mich als grafikhure sehr wichtig^^) passt auch sehr gut und das solls erstmal sein, sonst schreib ich morgen noch^^.
    was mich allerdings doch enttäuscht hat sind die atombomben die man per sat-schüssel oben links auf der karte abfeuern kann, die aber auch nur explosionen erzeugen die nicht größer sind als die von den atomautos oder minibomben (und das von strategischen im orbit platzierten bomben).
    man kann zwar die große in megaton zünden, aber ich tat sehr schwer daran das wirklich einmal gemacht zu haben.
    vorallem wegen moira brown, meiner kleinen zuckerschnute xD
    leider kam sie nie in mein liebesnest *g*
    aber das spiel ist nur als uncutversion wirklich gut, da durch die existierenden modelzerstörungen die dramatik und die dort herschende brutalität an ernsthaftigkeit gewinnt, was ich an der cutversion deutlich vermisst habe.
    ich kenne die vorgänger nur als demoversionen und trotzdem muss ich zustimmen das man fallout3 nicht mit den vorgängern vergleichen kann.
    andere entwickler, andere spielmechanik, andere atmosphäre.
    so und nun zurück zur kinderspieldebatte!

    vielleicht sollte der vdvc sich mal bei den verbänden biu,game und dem anderen mal enttäuscht zeigen von deren ruhigen haltung gegenüber diesen jugendschutzterroristen, wie ich diese heinis seid heute 10:10 uhr nenne (kam in einem gespräch mit einem kollegen zufällig auf diesen namen).
    ich bin stark der meinung, dass solche jugendschutzterroristen nichts in juris zu suchen haben, da diese leute nicht da sind um objektiv zu handeln, sondern um ihre grundprogrammierung, der zerstörung der videospielindustrie, vorranzutreiben.
    wir habens ja gesehen: just cause2 war als favorit geplant, da kommt der chef-jurist wolf-dieter ring und führtseinen anschlag gegen die industrie aus, indem er einfach die rubrik „bestes internationales spiel“ erst einmal streicht und diese erst wieder einführt als die industrie vom preis zurücktreten wollte.
    da wir jetzt aber wissen das dieser preis niemals durch objektive leute verliehen wird und das das auswahlverfahren durch politischen einfluss kompromitiert und durch jugendschutzterroristen zusätzlich angegriffen wird, sollte die industrie sich jetzt vom preis trennen und einen eigenen aufstellen.
    es kann ja nicht sein, dass ein ingloreus basterds mit dem film-förder-fond gefördert wird, aber einem wolfenstein wird sofort „beschlagnahmt“ drauf gehauen.
    einen preis muss es für spiele geben, richtig, aber dies verlangt nicht das politiker die eh kein interesse daran haben und jugendschutzterroristen daran beteiligt sein müssen.
    so lange die industrie sich so kleinlich gibt, wird sich da nichts ändern und der jetztige preis wird als machtinstrument ihrer gegner missbraucht, um sie weiter an der kurzen leine zu halten.

  62. @El Konsolero
    Aber nur nachträglich und dann (zumindest bei Halo 1) mit gehöriger Verspätung. Wobei ich sagen muss, dass man eben seit Halo auch Ego-Shooter vernünftig auf der Konsole spielen kann.

  63. Modgamers:

    Weißt du was? Lassen wir’s. Deiner „grandiosen“ Logik – siehe ‚Far Cry‘ als „klare“ (?) PC-Serie, weil Teil 1 noch PC-exklusiv kam – habe ich einfach nichts entgegen zu setzen… ^^

  64. Nachtrag: wie dort Preise überhaupt vergeben werden verstehe ich immer weniger, so soll GAME Assassin’s Creed 2 vorgeschlagen haben, das ja vom BIU-Ubi Soft hergestellt wurde, usw.

  65. Zweiter Nachtrag: demnach wurde ein „Risen“ heuer schon völlig übergangen, weil Assassin’s Creed 2 erschien erst später. Dass von „Risen“ (USK-12) beim Preis überhaupt nichts zu sehen war, Piranha Bytes ist bei GAME, ist mir völlig unverständlich – und die wollen nächstes Jahr „Spec Ops: The Line“ vertreten sehen… Sorry, aber ein bisschen wird da schon rumgesponnen von der Industrie

  66. klingt irgendwie alles nach totalen bullshit, sorry, aber das ist die wahrheit.
    jetzt mucken die groß rum „jaaa nächstens jahr wird crysis 2 nicht übergangen bla bla“ aber dann, wenn es wieder drauf an kommt wie jetzt am donnerstag oder freitag, ja da werden sie dann wieder keine eier in der hose haben.

  67. @Booomboy
    Vielleicht wird insgeheim schon spekuliert, dass es bis dahin ein „Killerspiel“-Verbot in D bereits gibt und die betreffenden Titel sowieso kein USK-Kennzeichen mehr erhalten werden ;-) Weil von jenen Titeln die jetzt schon keines bekommen haben redet sowieso niemand…

  68. @ThomasR04IG: Für mich ich es dass selbe ob jemand aus dem Laden eine Schachtel mit der DVD klaut oder die Inhalte auf der DVD sich aus dem Netz zieht.

    @Pyri: Stimmt von Risen hat man nichts gehört… Dabei hätte dass sogar mit der USK Freigabe klappen können… Ok da gibt es Schwerter und andere (viele) Götter usw daher ist es auch klar, dass so macher Parteiler da Probleme mit hatte… *fies grins*

    Happy Coding.

  69. @TRB

    Durch das Klauen entziehst du – anders als beim Kopieren – jemanden einen Gegenstand, so dass dieser allein schon durch diesen bezifferbaren Verlust geschädigt ist. Auch nimmst du beim Klauen dem Eigentümer die Möglichkeit den Gegenstand an jemanden zu verkaufen.

  70. @Rey
    Mittelfristig wird es aber womoeglich ueberhaupt keine Traegermedien so mehr zu kaufen geben. Zumindest im Bilddatentraeger-Bereich. Michael Pachter prognostiziert dies (angefangen mit den Spielen) etwa ab 2030 – fruehestens…

  71. @Pyri und Rey:
    Stimmt wenn man erstmal nur noch über Downloads verkauft ist die Frage wo man dann den Unterschied zwischen Verkauf und Diebstahl hat? Daher sollte man Raubkopien mit Diebstahl gleichsetzen. Meine Meinung halt als Entwickler… ^^

    Als Opensourcler und Utopier bin ich der Meinung, dass man Geld abschaffen sollte denn ab dem PC kann man alles endlos kopieren und damit hat man endloses Angebot gegen endliche Nachfrage daher sollte man für die Allgemineheit frei für alle Entwickeln und seine Kunstwerke zum Kunsum sowie Weiterentwickeln weitergeben. Damit würde jeder nur noch für seine Anerkennung arbeiten und man dürfte sich in den Ruhm seiner Schöpfungen sonnen…
    (Deswegen habe ich ja die Zitatdatenbank gemacht und dessen Source online gestellt.)

    Aber bis alle so denken wirds noch bis Raumschiff Enterprise (next Gen) dauern…

    Happy Coding

  72. @Urheberrechtsdebatte:
    http://www.internet-law.de/2010/03/die-schimare-vom-diebstahl-des-geistigen-eigentums.html

    Auch den Link zur SZ beachten.
    Dass die Urheber für ihre Leistung bezahlt werden müssen, steht wohl außer Frage. Wichtiger finde ich es deshalb zu fragen, ob die derzeitige Debatte hilft, dieses Ziel auch in Zukunft zu erreichen (z.B. funktionstüchtige alternative Bezahlsysteme entwickelt) oder dabei in der derzeitigen Form eher schadet (Ubisoft/Assassins Creed 2, DRM insgesamt etc.). Vom noch viel weitergehenden „Leistungsschutzrecht“ der Verlage mal ganz zu Schweigen…

  73. @Mortipher:
    Ja Abmahner usw (war gestern auch im TV) sind Parasiten deren Rechtsbewusstsein in einen Fingerhut passt, aber den Angesetzten Preis für ein Produkt verlangen zB Im Laden steht ein Programm für 100 Euro dass man denn den „illegalen Downloader“ für die gleiche Summe plus 10% also zur Strafe von 110 Euro zahlen lässt sehe ich sein. (Ich würde sogar soweit gehen und sagen der Downloader muss das Programm als Strafe zum Oniginalprais kaufen plus 10 bis 20 % als Strafe, dass hätte mehr Sinn als was im Moment getrieben wird… und man hätte einen neuen Kunden *fies grins*)

    Für Profesionelle bzw Mehrfachkopierer sollte man dann dementsprechend je Kopie den Preis berechnen… (Randbemerkung: zB ein Lied von 20 auf einer CD für 20 Euro würde nach meiner Idee also einen Euro kosten da man ein Lied nicht immer so kaufen kann würde ich den Kopierer verdonnern die CD zu kaufen…)

    Auch stimmte ich dir zu, dass Ubisoft mit ihrem DRM mehr der Industie schadet als was es an nutzen bringt. Alleine schon, dass Ubi viele ihrer Kunden man muss schon sagen mit Absicht in die Illegalität treibt macht mir als Entwickler einen Kopf, da wenn die Konsumenten erstmal angefangen haben sich über andere Wege ihre Produkte zu beschaffen werden sie sicher im Fall der Fälle auch mal andere Firmen schädigen…
    Ich will jetzt nicht von einem Dammbruch sprechen, aber einmal auf der Dunklen Seite wird es dauern bis sie wieder die Seite wechseln…

    ok es kann auch sein, dass viele jetzt andere Hersteller ohne diese Art der Kundenverarschung bevorzugen und diese jetzt ihre Chance nutzen um andere Möglichkeiten zu entwickeln…

  74. @TRB:
    „Für mich ich es dass selbe ob jemand aus dem Laden eine Schachtel mit der DVD klaut oder die Inhalte auf der DVD sich aus dem Netz zieht.“

    Ich weiß was du meinst. Deshalb sage ich ja auch, dass sich jede Debatte mit dir über dieses Thema erübrigt. Du kennst nicht einmal die Grundlagen und verunglimpfst mit deinen Aussagen die Kulturverbreiter. Das Wort „Raubkopie“ ist im übrigen genauso dumm wie „Killerspiel“ und die Verwendung dessen ist pure Polemik. Ich sehe da eine Doppelmoral, solltest du gegen den einen Begriff „kämpfen“ und den anderen ohne weiteres verwenden. Ich finde die Verherrlichung von realen Diebstahl, Raub und Raubmord übrigens äußerst ärgerlich.

    Ich bin übrigens für Schadensersatzanspruch in Höhe von maximal 0EUR. Wo kein Schaden, da brauch auch kein Schadensersatzanspruch bestehen. Eigentlich müssten „Raubmordkopierer“ sogar noch Geld verlangen dürfen, schließlich verbreiten sie die Werke und machen Werbung dafür… ;)

    MfG
    Thomas

  75. @Thomas
    Meiner Erfahrung nach schätzen Raubkopierer die Werke weniger welche sie sich einverleiben. Ich sehe das nicht so schlimm, weil sie sie für gewöhnlich sowieso nicht verstehen und nicht gekauft hätten – überhaupt kein so großes Interesse daran haben. Wenn mich etwas wirklich interessiert und ich das Geld auch nur halbwegs beisammen hätte, würde ich weiter sparen dafür (zum Teil tue ich das auch tagtäglich vom Mund ab), und käme gar nie auf die Idee mir eine aus meiner Sicht qualitativ stets fragwürdige Raubkopie anzuschaffen. Wenn von mir jemand Spielstände klauen würde und diese verwenden, hätte man mich ebenso bestohlen
    Das ist immer noch die Sache derjenigen welche Besitzansprüche angemeldet haben
    Das kann niemand außer die jeweilige Person beurteilen
    Was das mit einem Begriff zu tun hat, so wäre wie der, welcher den Ausdruck von Menschen als Verbrechen (Mord) beschreibt, will ich dabei nicht einmal verstehen – diese Respektlosigkeit gegenüber Kreativen, von ProgrammiererInnen über andere KünstlerInnen bis zu ProduzentInnen, finde ich nur verabscheuungswürdig und verachtenswert.

  76. @Pyri: „diese Respektlosigkeit gegenüber Kreativen, von ProgrammiererInnen über andere KünstlerInnen bis zu ProduzentInnen, finde ich nur verabscheuungswürdig und verachtenswert.“
    Danke dir! Genau solche Gedanken brauchen wir mehr!

    @ThomasR04IG: Ich hab ja schon von „illegalen Downloadern“ gesprochen, aber es gibt nun mal keinen anderen Begriff für „Raubkopie“ oder?

    „die Kulturverbreiter“… sind Diebe dann „Hab und Gutverbreiter“?
    Sorry so einen Mist habe ich schon lange nicht gehört!

    „von maximal 0EUR. Wo kein Schaden“
    Ok deine Leistung bei der Arbeit ist auch 0 Euro oder?
    Man kann diese Leistung immer wieder erbringen daher ist es 0 Euro wert! Mal sehen wielange du kostenlos arbeiten würdest… Oder du arbeitest nur für die die Anerkennung vom Chef. Gefällt dir diese vorstellung?

    Die erbrachte Leistung für die Arbeit in einen Produkt sollte schon honoriert werden oder willst du, dass die Künstler umsonst arbeiten?
    Wie gesagt ich habe auch schon viel Leistung allein für die Gemeinschaft und für anerkennung erbracht, aber davon kann man sich nichts kaufen. Solange es Geld gibt und man Geld zum leben braucht kann man nicht für Luft und Liebe arbeiten.

    @Pyri:
    „Wenn von mir jemand Spielstände klauen würde und diese verwenden, hätte man mich ebenso bestohlen“ Stimmt, denn man hat darin Leistung erbracht auch wenn man sie nicht dirket sehen kann und ebenso endlos kopieren, aber wird dadurch Leistung wertlos? Nein!

    Happy Coding.

  77. Was ich mich frage wer geschädigt wird wenn man ein Spiel runterlädt/kopiert welches es Jahrelang schon nicht mehr in den Geschäften gibt und auch sonst nicht mehr angeboten wird bzw. wenn es die betreffende Firma schon längst nicht mehr gibt.

  78. Pingback: Zur Medienpiraterie und Kulturverbreitung « Jürgen Mayer

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