29 Gedanken zu “Programmhinweis

  1. >Das höchste Suchtpotenzial unter den Computerspielen haben sogenannte Online-Rollenspiele, wie etwa “World of Warcraft”. Der Spieler schlüpft dabei in die Rolle einer Fantasiefigur, die gemeinsam mit anderen bestimmte Aufgaben erledigen muss. Und: Je mehr Aufgaben sie erledigt, desto mehr Punkte gibt es – und desto höher steigt der Spieler in der Hierarchie im “World of Warcraft”-Kosmos.



    Hierarchie ? Punkte ? Aufgaben erledigen MÜSSEN ? Ich werde es mir ansehen, aber viel objektivität erwarte ich nicht. Eher viel Hetze und aus dem Zusammenhang gerissene Fakten von selbsternanten Experten.

  2. @Gradash
    Ich erwarte auch nichts anderes, bisher lief das Jahrelang immer so ab bei den Berichterstattungen, wieso sollte es auch diesmal anders sein?

  3. Zu den drei Suchtfaktoren bei Online-Rollenspielen sei noch gesagt:
    Punkt 1: Die Spiele haben also kein Ende und keine Pausen? Kann man eigentlich nicht so sagen… das Ende ist vielleicht offen, da ja ständig erweitert wird … aber macht das nicht erst eine Welt aus (auch offline Titel gehen oft mehr in ein offenes Spiel über… kostenlose Erweiterungen durch Patches, etc.) und was die Pausen betrifft… mann kann jederzeit pausieren… und das auch bei Titeln wie WoW (ist ja auch für Gelegenheitsspieler optimal, da man innerhalb kurzer Zeit auch was erreichen kann). Klar, man kann sich reinsteigern (bei mir wars auch mal der Fall), aber man kommt auch wieder davon los… sind halt mal Phasen, die man im Leben durchläuft… es gibt ja auch Phasen in denen man vielleicht dicker ist… aber ist man deswegen gleich fettsüchtig?
    Zu Punkt 2: Die Aufgaben werden stetig in Gruppen erledigt! Ist das so?! Ich weiß ja nicht welches Spiel die Damen und Herren vor sich hatten, aber in den meisten Online Rollenspielen kann man auch alleine was machen – klar gibts da auch Ausnahmen – aber bei Titeln, die nur auf Gruppen ausgelegt sind und zudem auch noch sehr schwer zu meistern sind, verbringt man dann wohl doch eher weniger Zeit im Spiel, da man sich über weniger auch freut – da ists nicht wie z. B. in WoW… nur noch kurz die nächste Quest und das nächste Item. Was die Verantwortung des Spielers gegenüber anderen betrifft und der dauernden Verfügbarkeit… als normaler Gamer kommt man, wenn man mal in einer Gruppe unterwegs ist eh nicht immer mit den gleichen Leuten zusammen… die Personen wechseln… außer vielleicht im Endgaming (Raids etc.). Aber das ist ja ähnlich wie bei Vereinen… da treffen sich die Leute auch regelmäßig um etwas gemeinsam zu machen/ zu erreichen – seis jetzt ein Spiel zu gewinnen oder sonstwas.
    Zu Punkt 3: Hat ja mein Vorgänger schon was dazu gesagt!
    Ich werd mir die Sendung sicher nicht ansehen, da ich müde bin mir sowas anzutun… auf der Seite wird u. a. auch auf das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen verwiesen (nachzulesen unter den Punkt (Wieviele Menschen sind süchtig nach Computerspielen?).
    Gut, vielleicht ist die Sache vielleicht auch garnet mal so schlecht, aber nachdem was ich da gelesen habe, bin ich nicht sehr überzeugt bisher!

  4. Nun, generell gesagt gehört Stern TV noch zu den seriösesten Reportagemagazinen im Privatfernsehen, kann dementsprechend mal besser sein als bei Panaroma oder Frontal. Des weiteren geht es ja nicht um das Thema Killerspiele, sondern um Computersucht, ein relativ neues Phänomen.
    @D-Jay: Zu deinem Punkt eins sei gesagt: Viele Onlinespiele haben in der Tat kein klassisches Ende wie früher viele Spiele hatten. Man hat mal den Punkt erreicht wo man alles gesehen und getan hat, aber dennoch kann man stets weiterspielen, mit anderen losziehen, die gleichen Raids mehrmals starten in der Hoffnung mal was gutes einzusammeln.
    Pausieren ist als Süchtiger übrigens nicht mal so eben möglich, wir reden schließlich von einer Sucht. Genauso gut könnte ja jeder Raucher von jetzt auf gleich mit dem Quarzen aufhören. Viele wissen aber aus leidvolle rErfahrung das es nicht geht ;)
    Nein, man ist nicht gleich fettsüchtig, und es wurde auch gesagt das mal ein paar Tage exessives spielen auch nicht gleich eine Sucht ist.
    Zu deinem Punkt 2: Das Wort “Stetig” wäre wohl besser durch das Wort “oft” ersetzt vernünftiger gewählt.
    Der große Reiz der Onlinespiele ist es doch gerade mit Gleichgesinnten loszuziehen und den bösen Drachen zu verhauen.
    Unabhängig von Online- oder Offlinespielen: Es geht um das Thema Spielesucht und es gibt durchaus Menschen die süchtig werden. Fangt jetzt bitte nicht an die Sache schön zu reden….”Ach, das bisschen”…..”Doch nur zum Ende hin”…”wenn man will kann man aufhören”….Ich glaube diejenigen die soetwas von sich geben waren noch nie süchtig. Geht mal auf onlinesucht.de , da gibt es ganz interessante, aber auch makabere Geschichten.
    Übrigens: EIn Grund warum wir in unserer Gilde kein WoW spielen, sind u.a. diese stundenlangen Raids die darin vorkommen und wo man eine Mindestzhal an Spielern benötigt und das oft mehrere Stunden lang. Dazu haben wir nicht die Kapazitäten und nicht die Lust und Zeit und nicht die Möglichkeit. Die meisten haben Familie und müssen oft spontan weg. Da lobe ich mir Spiele wie Borderlands oder Hellgate, wo die Gegnerstärke sich der Gruppenstärke anpasst :)

  5. @ Zielfinder:

    Stimme dir zu. In Sachen Videospiele berichtete Stern TV immer sehr viel differenzierter und fairer als Panorama, Frontal 21 und co. Das gilt allgemein für das Privatfernsehen. Kampagnenjouranlismus in diesem Bereich ist eher Sache der “seriösen” öffentlich – rechtlichen.

  6. Nunja, also WoW hat ein Ende: Nämlich dann, wenn man es nicht mehr spielt.
    Diese Regel gilt für alle Spiele und jedes Hobby.
    Ich kann auch jahrzehntelang Starcraft1-Singleplayer spielen, 10h am Tag. Ich kann immer wieder von vorne anfangen.
    Ich kann auch immer wieder Fussball spielen, dennoch würde niemand behaupten, Fussball hätte kein Ende.

    WoW ist faktisch dann zuende, wenn man alles einmal gesehen hat. Alles weitere ist ein Wiederholen des bekannten (siehe Fussballvergleich oben).

  7. Hallo maSu,
    so gesehen hast du natürlich Recht. Ich gehe eher von dem klassischem Ende. Nach Spielen wie Warcraft 2 oder Command&Conquer. wars das halt endgültig. Ich konnte nicht mehr in mein SPiel rein, durch die Gegend laufen oder iwelche Aufgaben erledigen. Es gab nen schicken Abspann und Ende….Diese Art von Ende habe ich als Vergleich mit den Rollenspielen, bzw. den heutigen Spielen heran gezogen. :)

  8. @Gradash:
    “Müssen” insofern, da ohne die Erledigung der Quests kein Stufenanstieg, keine Items, kein Gold etc. Natürlich zwingt niemand von außerhalb des Spiels jemanden die Quests zu machen. Aber die Erledigung derselben ist fester Bestandteil der Spielmechanik.
    Zur “Hierarchie”: Was sind Charakterlevel, wenn keine Hierarchie? Ein Lvl20 Char macht einen Lvl1 platt, ein Lvl80 einen Lvl 30 usw.
    Und schließlich zu den “Punkten”: Setze doch davor einfach ein “Erfahrungs-” und schon is gut ;)
    Die Sendungsankündigung beschreibt doch einfach für Laien verständlich die grundsätzliche Spielmechanik eines MMORPGs. Ich kann daran nichts Verwerfliches erkennen.
    Zur Suchtgefahr: Zu einem MMORPG gehört immer einen ordentliche Portion psychologischen Spieldesigns, um die Spieler dauerhaft an der Stange zu halten und neue Spieler dazuzgewinnen. Das bedeutet die Spieler müssen immer wieder neu motiviert werden, durch neue Items, Quests, Mounts etc. Desweiteren trägt das fehlende Ende auch zu dieser Motivation zu. So blöd das klingen mag, aber ein ordentlicher Spielabschluss (Auflösung der Story, Abspann usw.)ist auch notwendig damit man mit einem Spiel psychologisch abschließen kann (gilt auch für Bücher und Filme) Diese Faktoren können (!) bei bestimmten (!) Personen unter bestimmten (!) Umständen zur Sucht führen. Das Spiel alleine ist nicht für Sucht verantwortlich, aber es ist nicht zu leugnen, dass WoW bestimmte Elemente hat, die das Entstehen einer Sucht erleichtern können.

  9. Ohne Gruppenzwang würden die Spieler aber eines merken was ich selbst auch merken musste, leider etwas zu spät: Die Neuerungen erspielt man und sie sind nach kurzer Zeit Wertlos, wenn neue Neuerungen kommen. D.h. man hat die größte Axt, freut sich dumm und dösig, eine Woche später wird eine noch größere Axt in das Spiel eingebaut und man ist wieder nonstop am farmen. Wozu eigentlich?
    Die relativ zu den Gegnern wird man immer stärker, aber relativ zu seinen Mitspielern nicht. Und das ist der springende Punkt. WoW funktioniert nur, weil sich dort ein enormer Haufen Kiddies virtuelle Schwanzvergleiche liefert. Und diese Kiddies haben keine Ahnung von echtem Rollenspiel (so mit Papier, Würfel, Phantasie oder so), für diese Kiddies ist das Wettrennen um das größte Genital ein Rollenspiel.
    Das finde ich dann doch sehr verwirrend, denn: welche Rolle spielt man denn, außer die einer Person mit offensichtlichen Minderwertigkeitsproblemen?!

    WoW und andere MMOs machen eine Menge Spaß, aber dieser Spaß ist auch nur dann langfristig in einem gewissen Rahmen und in einer gewissen, verträglichen Form vorhanden, wenn das Spiel nicht auf die Jagd nach Prestigesymbolen reduziert.

    MMOs sind soviel mehr, als nur das abgrasen von Instanzen, das ewige farmen, egal ob nun in Gruppen in Instanzen (Raids) oder solo im Feld. Viele wissen das. Einige nicht. Und die wissen das auch nur deshalb nicht, weil sie ganz real einen an der Klatsche haben, um es mal drastisch auszudrücken. Wer im realen Leben völlig in Ordnung ist, keine psychischen Probleme ö.Ä. hat, der wird schnell merken, dass MMOs viel mehr bieten und diesen Kontent nutzen und Spaß haben, bis man das Spiel wechselt. Aber süchtig wird dieser normale Mensch niemals.

    Kurz zusammengefasst: Menschen mit psychischen Problemen reduzieren MMOs auf ein bescheuertes Wettrennen mit ihresgleichen, ohne Rücksicht auf Verluste. Die Probleme sind nicht im Spiel zu finden, sondern in der Realität, in den Familien, in dem sozialen Umfeld.

  10. dies klingt jetzt schon nach “wir wurden bezahlt um so einen Dummpfiff zu verzapfen”!
    Kirchenmitgliedschaft geht nicht ohne Kirchensteuer, aber da ich nicht mit den ÖR in einem Verein bin muss ich eigentlich auch nichts zahlen, wenn man logisch denkt!

  11. “Hierarchie”…
    @SkygladGuardian
    Sorry, aber soweit ich weiß bestimmt immer noch Blizzard was mit der Welt von Warcraft geschieht, und keine SpielerInnen – mit noch so hohen Rängen (Erfahrungs-Levels) nicht. Die können diese Welt nämlich auch nicht verändern
    Schon gar nicht wenn deren größere Stärke nur in kurzfristigen Siegen gemündet ist, und dass jemand trotz unzähliger Rückschläge so dennoch mal aufsteigen kann zählt ja wohl mit zu den Grundprinzipien dieser Welt(ordnung)…

  12. @Pyri,
    das sehe ich auch so!
    Nur wer Eier in der Hose hat entwickelt sich weiter, real wie auch virtuell!
    Offenbar will man den Leuten vorgaukeln, dass die reale Welt “besser” ist als wie man denkt.
    Aber ich wäre manchmal lieber in der Welt eines Spiels,Films oder eines Buches.

  13. Danke Masu, jetzt brauche ich stern TV nicht mehr anschauen, etwas differenzierteres dürfte man da nicht zu hören und sehen bekommen ;)

  14. @Pyri
    Mit den Charakterlevel verband ich auch keinerlei Einfluss auf die “Gesetze” der Spielwelt, sondern eine simple virtuell-physische Überlegenheit über Charaker niedrigeren Levels. Das Stufensystem ist auch ein Motivationsfaktor, wie auch Items und Quests.
    Ich nehme damit Hierarchie nicht wörtlich, wobei man den originalen Wortsinne vielleicht bei einigen Gilden anwenden kann, aber da kenne ich mich nicht aus.

  15. “Dicht gedrängt und doch jeder für sich, auf Deutschlands größter sogenannter LAN-Party…”
    auweia, fängt ja ‘gut’ an

  16. Also, das klärende Gespräch find ich jetzt ganz ok. Der Bericht alleine ist etwas verwirrend.
    Boah, Jauch macht Inzest-Witze auf Kosten der Engländer.

  17. @Diavid ging mir auch so… ist jetzt wohl eh schon vorbei. Ich denke als Fazit lässt sich sagen: Nichts Neues… Gewalt-Debatte wurde nicht angesprochen

  18. @D-Jay: “das Ende ist vielleicht offen, da ja ständig erweitert wird … aber macht das nicht erst eine Welt aus”
    Das stimmt wohl, dass eine offene und “unbegrenzte” Welt auch einen bestimmten Reiz hat. Die Suchtgefahr ist aber sicherlich höher bei Spielen, die kein klar definiertes Ende haben, wie z.B. im Storymode in einem Actionspiel. Ich gerate selbst gerne mal in eine Tiefe Spielphase wenn mich ein Game fesselt (besonders aufgrund der Story wie z.B.Mafia, Assasins Creed u.ä.)aber wenn das Ziel erreicht und das Spiel zu Ende ist, ist auch erstmal wieder gut. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das ein wesentlicher Teil des Suchtrisikos ist, diese “Endlosigkeit”.
    Neben aller Verteidigung der Spiele und unseres Hobby gegenüber Stümpern und Vernarrten Gegnern darf mabn die tatsächlichen Risiken nicht ausser Acht lassen.
    Du schreibst selbs “Klar, man kann sich reinsteigern (bei mir wars auch mal der Fall), aber man kommt auch wieder davon los…”. Gut, wenn du wieder davon losgekommen bist. Das schafft aber nicht jeder. Und um die geht es eben.
    Ich habe vor einigen Monaten einen sehr guten bericht über Spielsucht gesehen, weiss aber gerade nicht mehr Sender und Titel. Bei Bedarf schau ich nach!
    Gruß,
    S.

  19. @ Sebastian
    “Gut, wenn du wieder davon losgekommen bist. Das schafft aber nicht jeder. Und um die geht es eben.”
    Ich muss mal ein wenig relativieren… bei mir hatte das andere Gründe, weshalb ich mich mit dem Spiel beschäftigt habe… das lag mehr an äußeren Gegebenheiten und natürlich auch an mir selbst… dem Spiel selbst geb ich da aber keine Schuld!
    Ich glaube ja eh, dass viele Suchtproblematiken (vielleicht sogar alle) im Bereich Spiele eher außen zu suchen sind, als im Spiel. Könnte zu diesen Thema echt ein Buch drüber schreiben.

  20. maSu: “virtuelle Schwanzvergleiche”
    A: “Meiner ist länger!!!!!!1!!!1111”
    B: “Aber ich hab mehr Polygone!!!!”

    Ja schöner kann mans nicht zusammen fassen!

    Happy Coding.

  21. “Woche später wird eine noch größere Axt in das Spiel eingebaut und man ist wieder nonstop am farmen. Wozu eigentlich?”

    Diese Frage “Wozu eigendlich” stelle ich mir bei ganz vielen Offline Single Player Spielen. Es kann für einen auch interessant sein, in 1-2 Spielen oft weiterzuspielen anstatt immer ein neues Single Player Spiel zu beginnen.

    Die Sache ist doch das Unterhaltung subjektiv ist.
    Wer Single Player Spiele auf PC oder Konsole spielen soll, soll dies machen dürfen, wer Ego Shooter spielen will und alt genug ist soll dies machen dürfen und genauso soll der Online Rollenspieler seinen Spass in WOW oder Warhammer oder in einem anderen MMO haben dürfen.

    Nur wenn wir Gamer Respekt und Toleranz und Solidarität zeigen, können wir sie erst doch ernsthaft von den Spielegegnern verlangen.

  22. @Christian
    Ja sehr richtig. Toleranz dabei zeigen ist das allerwichtigste – auch aus meiner Sicht. Und eben nicht in Frage stellen wie jemand konsensual und positiv leben moechte beziehungsweise seine Freizeit verbringen

  23. Ich wollte es mir gerade anschauen, aber: Dieses Video ist aufgrund des Urheberrechtsanspruchs von I & U TV Produktion GmbH & Co. KG nicht mehr verfügbar.

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