20 Gedanken zu “Lesehinweis

  1. Ein guter Artikel. Ich wollte ihn schon im Forum posten. Aber ich dachte, dass wir denselben Artikel schonmal hatten.
    Besonders gut gefällt mir der Artikel, weil er erwähnt, dass die BPjM im Beirat der USK vertreten ist. Das wird häufig unterschlagen, wenn man über die USK berichtet.

  2. Aha, die Spiele werden also aus der Sicht ‚Gefährdungsgeneigter‘ bewertet. 1% der Enduser legen demnach die Plattformen für die restlichen 99% fest. Da muss ich mich nicht wundern, dass ich die Entscheidungen der USK nicht nachvollziehen kann. Und was ich ebenfalls schon lange wusste, wird im Artikel noch einmal unterstrichen: Die BPjM gibt die Vorgaben, denen die USK zu folgen hat. So funktioniert wohl auch Zensur. Dazu der ewig tumbe Seitenhieb auf Pegi, die ja alles falsch machen, aber dummerweise vertrauen alle anderen auf Pegi. Ich übrigns auch und ich finde immer noch, und meiner Meinung nach auch berechtigt, dass Pegi einen bessere Job abliefern. Sie arbeiten mit der Industrie konstruktiv zusammen und lassen nicht paranoide ‚Spieletester‘ die Leitern an den Swimmingpools abbauen. Da hat Frau von der Leyen wohl doch gar nicht so falsch gelegen: manche werden von solchen Sachen angefixt und kommen dann nie wieder davon los.
    Gut, ich bekenne mich hier eindeutig als USK-Hasser, oder – etwas freundlicher ausgedrückt – als Verfechter einer Bewertungsphilosophie, wie sie die Pegi vertritt.

  3. Gibt es eigentlich nichts, was man gegen diese Institutionen machen kann? Es kann nicht sein, dass wir so rückständig sind.

  4. Ich finde es lapidar bis zynisch oder gar unverantwortlich die Existenz der USK in ihrer jetzigen Form einfach dem Jugendschutz mit Verfassungsrang zu schulden (!?). Bloß darauf zu verweisen? Diese damit zu erklären. Auf die Ablehnungen von Kennzeichen und was diese für die Spiele in Deutschland bedeuten wurde kaum bis überhaupt nicht eingegangen

    Es ist ja schön und gut, dass über die Arbeit der USK (auch) aufgeklärt wird, aber diese Reportagen immer und immer wieder finde ich mittlerweile doch ziemlich befremdlich und irritierend.
    Am Ende laufen diese doch immer auf ein Loblied für die Einrichtung hinaus, schon allein weil in erster Linie fast nur Beschäftigte von der USK zu Wort kommen.
    Und sicher, man kann die USK ja auch mögen – ich finde ihre Kennzeichen zum Beispiel auch nicht schlecht – aber wieso diese relative Kritiklosigkeit? Man stelle sich vor in Australien würden Loblieder auf das OFLC gesungen werden…
    Noch von einer Spielepresse! Ist dies wirklich einem gewissen Obrigkeitsdenken in Deutschland geschuldet?
    Ich mein die Spielepresse sollte im Grunde doch eher kritisch über die USK berichten, wenn sie Kennzeichen ablehnt – aber das Gegenteil ist der Fall -, wird sie etwa dazu angehalten die Institution hoch zu halten? Den deutschen Sonderweg im Herzen Europas? Welche Interessen stehen da dahinter, solche finanzieller Natur, über politische Parteien, oder andere wirtschaftliche Aspekte den Pressebetrieb betreffend. Ansonsten wüsste ich weiterhin nichts ohne einen grundsätzlich autoritär-antidemokratischen Zug dabei im Denken vermuten zu wollen

  5. Der Artikel hat mich auf ziemliche dumme Ideen gebracht, wie man aus Sims ein richtiges Killerspiel machen kann xD.

    Manche Entscheidungen der USK sind wirklich unverständlich (God of War 3 mit Kopfabreissen, Minotauren Hörner in die Augen stechen, Blut^10… ab 18, freut mich natürlich, hab mir auch gekauft, aber wenn dann andere gecutted werden müssen die weniger Brutal sind…). Man kanns natürlich nicht jeden recht machen.

    Der Artikel ist interresannt, -muss aber Pyri zustimmen- ein wenig Kritiklos.

  6. sehr guter artikel!
    genau erklärt wie was wie abläuft, wie viele instanzen es gibt und wie es unter anderem bei dead space doch noch zur uncut version kam.
    ich hoffe dead space 2 auch noch mal für den pc heraus kommt, das spiel ist einfach klasse.
    es erinnert mich ein wenig an den film „horizion“ mit samuel l. jackson und ich glaube neil irgendwas (der von jurassicpark)

  7. *seufz*

    Der Artikel benutzt als Todschlagargument“ im Kampf USK vs. PEGI den üblichen Aberglauben, die Publisher würden eine PEGI-Kennzeichnung nach Wunsch beantragen.

    „»Würde man ein Spiel nach nackten Fakten beurteilen, hätten wir einen Fragebogen und bräuchten keine Gutachter«, stellt Diplom-Psychologe Hilse fest. So funktioniert übrigens das sonst in Europa angewandte Jugendschutzsystem PEGI (Pan European Game Information). Hier füllt die Spieleindustrie einen Selbstbewertungsbogen aus. Für den Cheftester Brunner und seine Mannen ist es dagegen wichtig, dem Prüfgremium die Gesamtheit und das Flair eines Titels nahezubringen.“

    Was von Brunner – wie man es von der USK gewohnt ist, schließlich sticheln deren Mitarbeiter bei scheinbar jeder sich bietenden Gelegenheit gegen alle anderen Systeme (ganz besonders gegen jenes der PEGI) – aber verschwiegen wird: die Sebsteinschätzung des Publishers ist bloßes Wunschdenken. Er teilz den PEGI-Prüfern mit, welche Einstufung ihm vorschwebt – was aber längst nicht heißt, dass diese auch erteilt wird…

    Dass die Mitarbeiter der USK wieder und wieder die Wichtigkeit ihres Tuns betonen, ist für mich aber kein Wunder, sie müssen schließlich ihr Dasein als Jugendschützer zu legitimieren. Würde PEGI in Deutschland eingeführt werden, wer bräuchte die USK dann noch? Ergo: netter Artikel, aber nichts als die übliche Propaganda, die eine Institution profiliert, die als nationale „Insel“ in einem PEGI-Europa weiterhin überleben möchte. Das erklärt auch die Kritiklogigkeit des Artikels. Mir würden etliche Fragen auf der Seele brennen, mit denen ich Herrn Brunner gerne konfrontieren würde:

    Warum sind Sitzungsprotokolle der USK nicht öffentlich, um Ratings für Interessierte nachvollziehbar zu machen? Warum benutzt die USK als WELTWEIT einzige Jugendschutzeinrichtung für Computerspiele keine Inhaltsindikatoren? Welchen Unterschied für die Schwere der (möglichen) Jugendgefährdung macht es, ob man (menschlich aussehende) KI-Gegner oder menschliche Spieler im Online-Multiplayer (die menschlich aussehende Spielfiguren steuern) mit einer Atombombe ins Nirvana befördert?

    Die Willkür der USK wäre durch solches und ähnliches „Nachhaken“ ans Licht gekommen – aber, das ist in Deutschland bekanntlich unerwünscht.

  8. Bin ich eigentlich der einzige Gamer der die USK mag? Tatsache ist doch das die dort arbeitenden Leute mehr für die Akzeptanz von Videospielen in der Gesellschaft tun als die meisten Gamer die ihren Hass in zig Kommentaren auf jeder Newsseite verewigen, womit sie wiedermal beweisen das Videospiele aggresiv machen (nur zur Info das war nur teilweise Sarkastisch gemeint). Die USK ist ein notwendiges Übel, im Gegensatz zu Politikern ala Herrmann allerdings arbeiten sie sachlich und verbieten nicht grundlos. Auswüchse wie die Verbote von Lans weil Wc3 gespielt wird sind nicht auf deren Mist gewachsen.

  9. Die USK ist keineswegs notwendig. Deutschland könnte auch klein beigeben und ihren weltweit einzigartigen Jugendschutz-Unfug über Bord werfen…

    Es geht – zumindest in meinem Fall – nicht darum, ob ich die USK mag. Es geht darum, dass die USK ihren eigenen Wunsch (?) – nämlich Jugendschutz – ad absurdum führt, weshalb ich – wäre ich Vater – der USK nicht einmal bei den Spielen ohne Altersbeschränkung vertrauen würde.

    Ein Beispiel: ‚SingStar: Die Toten Hosen‘. Von der USK freigegeben ab 0 Jahren, damals noch „ohne Altersbeschränkung“. PEGI hingegen vergab 16+ – krasser Unterschied? Zurecht. Wäre ich, als Elternteil, ahnungslos, wie es ein Großteil der Leuten, denen immer wieder gepredigt wird, sie mögen dem Urteil der USK vertrauen, und würde meinem Spross besagten ‚SingStar‘-Teil kaufen, wäre ich äußerst „glücklich“, wenn mein fiktives 8- oder 9-jähriges Kind Sachen gröhlen würde, wie: „Ich zeig dir, wie groß meine Liiiiiiiebe ist und bringe uns beide um!“. Ohne Altersbeschränkung? Am Arsch. Kinder verstehen die Ironie hinter den meisten Hosen-Lyrics i.d.R. nicht – ich halte besagtes ‚SingStar‘-Spiel für Kinder ab 0 Jahren daher mindestens so bedenklich, wie die USK ‚World in Conflict‘ – außerhalb Deutschlands erhielt es Freigaben zwischen 12 (BBFC, ESRB) und 16 Jahren (PEGI, OFLC, GRB) – für alle Zocker unter 18 bedenklich hält.

    Nein, bei der USK geht es nicht um Sympathie, es geht um Vertrauen. Durch ihre mangelhafte Transparenz (warum hat die USK in diesem oder jenem Fall entschieden, wie sie es tat? Keine Ahnung, schließlich gibt es keinen Weg, Urteile nachzuvollziehen, keine Begründung, ausgenommen „just because“) und ihr fragwürdiges Master-Slave-Verhältnis zur BPjM (die USK betont regelmäßig, sie würde gerne mehr Spiele klassifizieren, darf es wegen der Indizierungskriterien aber nicht, während die BPjM und die Politik ständig der USK die Schuld dafür gibt, dass nicht mehr Titel indiziert werden können – amüsant ^^) verdienen sie keines. Und DAS macht sie tatsächlich überflüssig.

  10. Hier und bei dem Artikel auf Gamestar regt man sich verständlicherweise über die USK auf, aber ich stelle mir die Frage, was wir denn nun letztendlich dagegegen machen können.

    Ich will etwas dagegen tun, aber ich weiss nicht wie und wo.

  11. @LiquidSnakE
    Dem letztgenannten möchte ich schon widersprechen: ich habe aus der BPJM noch keine Kritik an der USK vernommen und denke deswegen auch, dass die ganz gut zusammenarbeiten – ein eingespieltes Team sozusagen sind – selbst wenn dies nicht öffentlich so transportiert wird. Leider

  12. @ LiquidSnakE

    Ich gebe zu, die Wertungen des Beirates der USK sind nicht immer perfekt. Heavy Rain ist für mich persönlich so ein Grenzfall. Ich hätte mir eher gedacht, dass man es ab 18 freigeben müsse. Anders Red Dead Redemption, daass ich durch sein Western-Setting eher bei „ab 16“ angesiedelt hätte.
    Aber ich sehe die jetzige USK als ein Zeichen unserer Zeit, ähnlich wie der Deutsche Computerspielpreis, dass mit wachsender Akzeptanz der Videospiele bessere Ergebnisse bieten könnte.

  13. @hecter specter: was hat denn das western-setting damit zu tun? wie in einem trailer gesagt wird, hat man ja besonders viel wert darauf gelegt, realistische und individuelle sterbe-animationen zu entwickeln. man kann gegner verletzen so dass sie weghumpeln oder kriechen. hach rockstar eben (freu mich schon)

  14. @Egozid
    Naja alles das tun die Schauspieler in zig Western-Filmen auch und die sind oftmals ab 12-16 Jahren ungekürzt freigegeben.

  15. Auch wenn ich den Zensurwahn der USK verabscheue, aber die USK ist im Moment das einzige und staatliche Mittel was uns vor einem Verbot schützt.
    Zwar mag die USK keine Anti-Verbots-Kampagnen machen, aber da die USK für die Ratings bei uns zuständig ist und sich im Gegensatz zu den Verbotsbrüllern mit der Materie auskennen, ist das im Moment das einzige was uns wirklich vor einem Verbot schützt, auch wenn dieser Schutz nur schwach ist.
    Wer seine Spiele uncut haben will bestellt sie sich halt im AUsland oder bei Händlern wie Okaysoft.
    Ich denke, wenn sich diese Wolke aus Hass,Vorurteile und Propaganda über Games in den nächsten Jahren gelegt hat, wird auch die USK etwas lockerer und wird dann vielleicht eine „Ab 18“ Kategorie ohne Zensur grünes Licht geben.
    Doch im Moment ist die USK viel zu vielen Angriffen seitens verärgerter Gamer aber am schlimmsten von durchgeknallten Moralaposteln ausgeliefert die nur auf einen Fehltritt der USK warten um sie wieder öffentlich runter zu machen.
    Daher sehe ich die USK im Moment als notwendiges Übel, aber auch als kleinen Schutz vor einem Verbot.

  16. @Booomboy
    Sobald wieder etwas passiert und es muß nicht mal in Deutschland was passieren und és wird sicher irgendwann leider wieder was passieren, wird die USK eh wieder einen auf den Deckel bekommen ganz egal wie streng sie bewerten und wie ‚gut‘ sie ihre ‚Arbeit‘ machen.
    .
    Der Staat will Altersfreigaben dirket vergeben ohne Umwege über USK und er will auch direkt verbieten können ohne Umwege über BPJM, KJM und Gerichte und das geben viele Politiker auch ohne weiteres offen zu.

  17. @Booomboy
    Das ist es doch was ih schon unzählige male hier schrieb, die Medien sind durchsetzt vond er Politik, guckt euch einfach mal an wer so alles in den hohen Positionen bei der Bild, der FAZ, dem Spiegel, Express oder RP, TV-und Radioanstalten etc. sitzt.

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