64 Gedanken zu “Lesehinweis

  1. Oha, wenn das fertig ist, möchte ich das gerne einmal lesen. Insgesamt trifft er mit seinen Aussagen ja den Kern der Sache, ich bin nur gespannt, ob man damit auch vor Gericht argumentieren kann, also ob die Arbeit ein solches Niveau erreicht.

    Und der Herr Portz sollte sich besser nicht in der öffentlichkeit mit „Dimmu Borgir“-Pullover blicken lassen, denn sonst ergeht es ihm noch wie dem „beinahe Lehrer“, der ja auch einfach nur die falsche Hautfarbe hatte und deswegen im Deutschen Schulsystem als Untermensch gilt… waaah sorry, mein Fehler, es war ja gar nicht die Hautfarbe, es war der Musikgeschmack… Rassismus ist so vielseitig.

  2. Also ich habe da meine Zweifel, ob es ohne großen Aufwand möglich ist eine Nachzensur als verfassungswidrige Vorzensur darzustellen. Dass es in der Praxis mindestens zum selben Ergebnis führt ist klar, aber praktisch sollte der § 131 StGB auch nicht Geschmack sanktionieren sondern Gefahren begegnen.

  3. O.o des is vic? O.o
    Hatte mir den ganz anders vorgestellt ^_^
    Dennoch: Dimmu Borgir in der Öffentlichkeit… nenene Karriereschädigend!

  4. @maSu
    der musikgeschmack hat übrigens nichts mit rassismus zu tun

    aber das sein auftreten nicht gerade fördelich ist, seh ich auch so.
    dachte sofort: was is denn das für einer? der soll sich mal die haare schneiden und dann ab nach afghanistan! ;p

  5. Muss schon sagen, das Bild wirkt etwas unseriös, ich bin zwar tollerant und denke jeder sollte aussehen wie er will, wenn man aber ein wichtiges anliegen hat und damit an die öffentlichkeit geht… na ich weiss nicht.

    Auf jeden Fall hört sich der Text sehr vielversprechend an, ich hoffe wir bekommen da noch mehr zu lesen.

    Wünsche viel Glück für die Arbeit :)

  6. Pequod: Ginge es hier um Religion oder Hautfarbe wäre es Rassismus, aber es geht ja „nur“ um den Musikgeschmack, da ist es natürlich kein Rassismus, sondern einfach nur purer Hass.

  7. das wird aber wieder auf festgefahrene Dogmen treffen und weg diskutiert werden. er wird wohl seinen Doktor bekommen, zumindest wünsche ich ihm das, aber etwas verändern wird er nicht. ich bezweifle sogar, dass die betreffenden Gremien groß Notiz von ihm nehmen werden sondern ihn nur dem üblichen Grundrauschen zuordnen werden, welches ihnen permanent entgegen weht aber nicht ernst genommen werden muss und ende.

  8. @ GreenNinja & maSu:
    It’s me! MARIO!

    Das Thema „Probleme der digitalen Distribution“ erwähne ich im Dissertationskontext maximal in einer Fußnote als Nebenwirkung einer (drohenden) Indizierung.

    Und ja, viele stellen sich den alten Vicarocha anders vor… aber um das Bild wieder gerade zu rücken: Ich bin Brillenträger. o_o

    @ Pequod & pEaNiZ:
    BANAUSEN! Ich bin Akademiker, ich MUSS (als Geisteswissenschaftler) langhaarig sein!
    Das Haar wird seit 7 Jahren kultiviert, das wird nicht geschnitten (Unmengen an Haarkuren, Schampoos u.ä. wären vergeudet). ^^

    Und das Dimmu Borgir-Shirt war das einzige, das nicht in der Wäsche war – meine Band-T-Shirt-Phase ist seit einigen Jahren Geschichte (und ein Hemd wollte ich nicht extra anziehen)… aber ich mag die Band. :-)
    Im Ernst: Es ist auch ein gewisser Kontrast (im Vergleich zu den beiden anderen Fotos) gewollt, u.U. auch eine Form der Provokation (aber auf einem Spieleportal dürfte sich eigentlich niemand provoziert fühlen – btw: Wer mit langen Haaren und einem Band T-Shirt überfordert ist, der wäre m.E. kein würdiger Diskussionspartner; in einer TV-Debatte fällt das unter psychologische Kriegsführung… ^^). Ein Übermaß an Seriosität erachte ich als in diesem Kontext nicht nötig. Einer öffentlichen Podiumsdiskussion u.ä. präsentiere ich mich im Anzug, frisch rasiert und mit Pferdeschwanz – keine Frage. Das ist aber ein Privatfoto. Jedenfalls wäre es mir neu, dass ich bei wichtigen Anlässen unseriös wirken würde, ich hab darüber hinaus eine gute Erziehung genossen, die meisten menschen sind von mir entzückt. Ich bin toll. :-D

    @ Rey Alp:
    Ohne großen Aufwand wäre es nicht möglich, eine Nachzensur als verfassungswidrige Vorzensur darzustellen. Aber: Das ist ja nicht meine Intention. Ich will Art. 5 Abs. 1 S. 3 GG gegen die Nachzensur praktiziert wissen. Und das ist keine Einzelmeinung; in der (rechtswissenschaftlichen) Literatur existiert eine massive Opposition gegen die Zensurverbotsdefinition der herrschenden Meinung. Meine Argumentation ist i.d.S. nicht neu (aber Details meiner expliziten Zensurdefinition sind es).

    Neu ist z.B., dass ich u.a. punktuelle, strafrechtliche Maßnahmen der Nachzensur als gem. Art. 5 Abs. 1 S. 3 GG verboten definiere, wenn sie eine materiell motivierte (politische, resp. ideologische, religiöse, moralische u./o. geschmackliche) Beschränkung effektiv ermöglichen, ohne dass praktisch zwischen der materiellen und einer „sachorientierten“ Motivation differenziert werden kann – das ist u.U. z.B. bei einer Übersummation normativer Rechtsbegriffe gegeben. So eine Maßnahme wird aber i.d.R. nicht unter das Zensurverbot, sondern unter das Bestimmtheitsgebot fallen. Das Problem des § 131 StGB ist, dass er als „Gummiparagraph“ ermöglicht, dass Floskeln die Argumentation für eine Beschlagnahme/Einziehung ersetzen, die materielle Motivation kaschieren. Anmerken sollte man natürlich, dass das BVerfG dem § 131 StGB eine hinreichende Bestimmtheit attestiert hat… aber das stelle ich in Frage.

    @ Hejoba:
    Nichts anderes erwarte ich. Zu erwarten, dass meine Dissertation etwas großartig verändert, wäre naiv und realitätsfremd. Als argumentative Handreichung mag sie aber sehr wohl dienen, wenn auch nur im kleinen Rahmen (so ’ne Doktorarbeit ist ein extrem trockenes Brot). Die Veränderung der aktuellen Situation ist keine Diskussion, die mit der Kraft der Argumente gewonnen (werden) wird, sondern mit dem Austausch der jeweiligen Entscheidungsträger.

  9. Zitat Vic: „Die Veränderung der aktuellen Situation ist keine Diskussion, die mit der Kraft der Argumente gewonnen (werden) wird, sondern mit dem Austausch der jeweiligen Entscheidungsträger.“
    Zitatende.

    REVOLUTION!! :)
    Nunja, die Natur regelt dass schon für uns, moderne Medizin hin oder mehr, niemand lebt ewig.

  10. Das sieht ja schonmal so weit ganz gut aus. Hoffen wir dass das Endprodukt in der Fachwelt (und außerhalb davon) einschlägt und dazu beiträgt, etwas zu erreichen.

    Gruß
    Aginor

  11. @Vic
    Erstmal Gratulation zum Interview!
    Finde es mehr als toll, dass auch eine andere Sichtweise so einmal viel Platz gefunden hat. Finde es auch bemerkenswert, dass der Autor des Artikels, Harald Fränkel, am Ende darauf hinweist, dass in anderen Fällen eben eher die Sichtweisen von BPJM oder USK wiedergegeben worden sind, und nicht unbedingt „die Wahrheit“, als objektives. Weil ich auch glaube, dass es hier weniger um Fakten geht bei dem Thema, als um (persönliche oder staatliche) Einstellungen

    Das allerbeste an dem Interview ist aus meiner Sicht, dass damit für Leute wie mich auch wieder mal was zitierfähiges jenseits ausgetretener Pfade vorliegt
    Ich glaube mehr kann man so schon nicht verlangen

    Zur Bildgestaltung noch etwas: ich finde die auch gut so, weil sie ebenfalls einen Kontrast zu üblicher Kost bietet. Wer da bereits Vorurteile haben sollte, der steht aus meiner Sicht sowieso schon beispielhaft für ein im Artikel kritisiertes System.
    Einmal mehr verwirrt bin ich über das Bild zu Herrn Brunner von der USK: hieß der zwischenzeitlich nicht Klingelstein? Das ist doch immer derselbe Mensch welcher da spricht: http://www.n-page.de/index.php?artikel=usk&page=artikel Aus 2005: „Ich bin Marek Klingelstein, hieß bis letzte Woche noch Marek Brunner, bin 29, frisch verheiratet, habe zwei Kinder und habe den besten Job der Welt ;-)“ Also jetzt heißt er offenbar wieder Brunner und ich bleib für dessen Zitate auch mal bei dem Namen…

  12. Sehr interessanter Artikel :)

    @Vic: Wird die Arbeit eventuell online über die Uni veröffentlicht? Ich würde sie gerne lesen – und als Historiker bin ich trockene Matiere gewohnt ;)

    Zu den lange Haaren: Ich bin absolut neidisch… ich musste mir meine vor nem guten Jahr abschneiden… von 70cm auf 1cm :(… Tja, Stirnglatze vom Papa geerbt XD

  13. Ich fordere ein Berufsverbot für diesen Gewaltmusikhörer! Als Doktorand unseres deutsch-sauberen Staates muss er eindeutig Stellung beziehen, denn jeder weiss, dass Killerspiele Amokläufer heranzüchten! :D

    Aber jetzt mal ernst – ich als noch nicht Stammuser dieser Seite würde gerne wissen, wer Vic ist. *g*

    Hätten wir zudem mit einem derartigen Beweis etwas in der Hand, um gegen die Zensur zu kämpfen?

  14. Bin immer wieder erstaunt was der gute Vic alles leistet und ich bin froh das er das Beamtendeutsch so beherrscht so wird er von unseren ‚Gegnern‘ nicht so schnell wie Otto-Normal-Deutscher zur Seite geschoben.

  15. Vic:

    Zum Glück lag ich also mit meiner Vorstellung nicht völlig daneben. Zitat aus einer ICQ-Konversation:

    [17:25] rage: Ich hätte mir Vic eher so als typischen Akademiker-Nerd vorgestellt, mit Brille und gegeltem Seitenscheitel…

    Wenigstens die Brille ist vorhanden… :D

  16. @LiquidSnakE
    „Ich hätte mir Vic eher so als typischen Akademiker-Nerd vorgestellt, mit Brille und gegeltem Seitenscheitel…“
    Hmm…meinst du vielleicht sowas,
    http://www.fastfancydress.co.uk/templates/imagedirectory/nerd%20wig%20lg.jpg
    oder doch eher diese Art von Nerd:
    http://images.buycostumes.com/mgen/merchandiser/33813.jpg ?

    Also ich hab mir Vicarocha schon immer so vorgestellt:
    http://images.buycostumes.com/mgen/merchandiser/20635.jpg
    ;)

  17. @Vic

    Was unterscheidet deine (legitime?) „sachorientierte“ Motivation für eine Nachzensur von der (illegitimen?) ideologischen? Erfasst erstere allein wertungsunabhängige Tatbestände, bei denen reale Vebrechen verwertet oder ermöglicht werden (Volksverhetzung, dokumentierter Missbrauch, etc…)? Und deine Kritik am § 131 ist, dass dieser es durch die mangelnde Bestimmheit ermöglicht nicht (nur) zur Gewaltprävention sondern (auch) zur Aufrechterhaltung gewisser gesellschaftlicher Wertvorstellungen eingesetzt werden kann? Also dein eigentlicher Ansatz ist, dass du (unzulässige) Zensur daran festmachst, dass eine Maßnahme die Steuerung des Medienangebots aufgrund von Moralstellungen ermöglicht – unabhängig ob dies vor oder nach der Veröffentlichung geschieht?

  18. Diese Unterscheidung zwischen einer „sachorientierten“ Motivation und einer materiellen (wie zum Beispiel ideologischen) Motivation verstehe ich auch nicht ganz, aber ich bin auch kein Jurist oder Politologe :-D
    Müsste man nicht eher von einer Unterscheidung zwischen realer Gewalt und Inszenierungen sprechen? Bei Videospielen noch zusätzlich von virtueller Gewalt(darstellung)?

    Für meine eigene Diss beschäftige ich mich gerade mit Reden von Pornographie bei Spielen, zum Beispiel Gewaltpornographie: dagegen gibt es aber ja §184a und nicht nur Gesetze in Deutschland und der Schweiz, sondern etwa auch bei mir hier in Österreich, etc.
    Ich weiß zwar, dass das nicht Vics Thema ist, doch dokumentierte Fälle von realer Gewalt wie Vergewaltigungen oder eben Missbrauch fallen in Zusammenhang mit sexuellen Darstellungen wohl eher darunter – unter die „harte Pornografie“ des §184a, b und c. Und so würde ich den 131er für nicht-sexuelle Inhalte eigentlich auch verstehen wollen: bezogen auf reale Gewalt und nicht auf Inszenierungen. Oder ist es aus bestimmten Gründen nicht möglich den 131er darüber anzugreifen?

    Zuletzt wurden einige Extrem-Wrestling-DVDs von der BPJM laut SB.com auf Liste B indiziert, welche zweifellos reale Gewalt zeigen – auch wenn sie konsensual erfolgt ist

  19. Vicarocha: „@ GreenNinja & maSu: It’s me! MARIO!“
    Darf man dass als ja verstehen?

    Wenn ja … Mensch lag ich mit meiner Vorstellung daneben…

    „Seine Forderungen: Weg mit den Indizierungen, streicht den Gewaltdarstellungsparagraphen 131 aus dem Strafgesetzbuch (StGB) und her mit einer neuen Zensurdefinition! “
    Hip Hip! Dafür.

    Happy Coding.

  20. Rey schrieb:
    „Also ich habe da meine Zweifel, ob es ohne großen Aufwand möglich ist eine Nachzensur als verfassungswidrige Vorzensur darzustellen. Dass es in der Praxis mindestens zum selben Ergebnis führt ist klar, aber praktisch sollte der § 131 StGB auch nicht Geschmack sanktionieren sondern Gefahren begegnen“.

    Naja bist du dir da sicher das der §313 StGB dies in wirklichkeit aussagen sollte?
    Wir dürfen schließlich nicht vergessen, dass dieser Paragraph auf den Mist von Leuten gebaut worden ist, die eine totale Abneigung gegenüber Games haben.
    Ich sehe diesen Paragraphen deshalb eher als eines der Werkzeuge der die Gamesindustrie ordentlich Steine in den Weg legen soll und somit doch Geschmack sanktioniert.
    In den meisten Fällen ist doch Vorzensur praktisch erzwungen!
    Dead Space ist doch ein gutes Beispiel dafür, dass man diesem Titel eine Altersfreigabe aufgrund des Inhalts verweigern wollte.
    Sprich: Wäre EA nicht standhaft geblieben, wäre der Titel zu einem pinken Prinzessinenen Horrorschrott verkommen.
    Oder nehmen wir mal Titel wie Wolfenstein, was vor 1 oder 2 Monaten wegen eines vergessenen Symbols vom Markt genommen worden ist!
    Jeder neue Film darf Hakenkreuze beinhalten, aber ein Spiel was die selbe Szenerie hat darf kein Hakenkreuz beinhalten, also wird dem Spiel eine Freigabe verweigert bis die Symbole alle weg sind.
    Das ist auch Vorzensur!
    Also gibt es Vorzensur und Nachzensur ist im Prinzip nur ein weiteres Werkzeug, um der Spieleindustrie den Boden unter den Füßen weg zu reißen.
    Niemand wäre auf die Idee gekommen den letzten Indiana Jones Film nachträglich zu zensieren, weil da Hakenkreuze im Film zu sehen sind.
    Oder niemand wäre auf die Idee gekommen „Ingeloueus Basterds“ nachträglich zu zensieren, indem bestimmte harte Szenen entfernt werden.

    Was ich nicht nachvollziehen kann ist die Aussage dieses Marek Brunners „Jeder Erwachsene den ich kenne konnte sich indizierte oder beschlagnahmte Titel besorgen“.
    Meint er mit „besorgen“ auch illegal gezogenene?
    Ich wüsste nämlich jetzt nicht wo ich mir die Uncutversion von Left4Dead2 her holen könnte, aber zum Glück habe ich sie ja schon^^.
    Was er über Alkohol gesagt hat ist ein Top Vergleich den auch gerne immer wieder heranziehe, denn es stimmt!
    Würde man jetzt jedes alkoholische Getränk mit mehr als 14% Alkohol auf den Index und jedes über 30% auf die Beschlagnahmeliste setzen, wäre hier in Deutschland der Teufel los.

  21. „Ab-18-Spiele sind nur für Erwachsene. Man stelle sich vor, harter Alkohol wie Wodka oder Whisky & Co. könnte indiziert werden, sodass er nur in Sexshops oder über das Ausland erhältlich wäre – der Unmut wäre mutmaßlich riesig“
    HAHA!! Diese Überlegungen hatten wir ja auch schon mal alle ^^
    Aber die Idee, dass man für Bier in einen Sexshop müsste wäre schon mal Lustig…
    Man sollte da mal eine Petition ins leben rufen und eine Webseite in der besorgte Eltern sich über die Trinksucht ihrer Kinder auslässt und noch ein wenig Faken ;-) mal sehne wie viele auf so einen Zug aufspringen würden…

    Happy Coding.

  22. und sicherlich finden wir dann auch leute wie pfeiffer,spitzer,weiss,hopf,fromm, von hirschhausen usw. die ihre lügenmärchen vom „industriellen-alkoholischen-militärischen-komplex“ erzählen^^

  23. Für eine Doktorarbeit sollte man sich lieber ein ernsthafteres Thema aussuchen, die These, dass der Jugendmedienschutz in Deutschland verfassungswidrig ist, steht auf tönernen Füßen. Das wissen die Publisher auch, deswegen ist es auch äußerst selten, dass ein Publisher gegen die Indizierung seines Spiels klagt.
    Ich hoff mal für dich, dass kein Jurist deine Doktorarbeit bewertet.^^

  24. „Für eine Doktorarbeit sollte man sich lieber ein ernsthafteres Thema aussuchen, “
    @Phoenix: Komisch ein ernsteres Thema wie das Anprangern einer Struktur die eine Zensur in einer Demokratie ermölicht kann ich mir jetzt nicht vorstellen…

    @Booomboy: Da wette ich auch drauf, dass da plötzlich Experten auftauchen die dass ja „schon seit Jahren predigen“ und man erst jetzt ihnen gehörschenkt usw…

    Happy Coding.

  25. Nun eine Doktorarbeit muss ja nicht nur aus medizinischen Dingen und langweiligen und niemals endenden Romanen bestehen.
    der mann will ja politologe werden, also politikexperte und er hat sich mal was raus gesucht was interessanter ist als „steuererklärung/versicherungskram“ usw.

  26. @Booomboy
    Bevor man eine Doktorarbeit wo ernsthaft schreiben kann muss man schon voll ausgebildet worden sein. Zumindest heutzutage ist das eigentlich überall so der Fall…

  27. Also ich find das super, dass Vic das als Thema gewählt hat. Seine jrusitischer Fachjargon ist ein Skill den die meisten Leute aus unserem Lager nicht sehr stark ausgebaut haben. xD

  28. @TRB: Mich würde interessieren, was in der BRD los wäre, wenn eine im Bundestag vertretene vorschlagen würde, das schwedische System für den Alkoholverkauf zu übernehmen: Alkoholhaltige Getränke mit mehr als 3,5% werden nur noch in staatlichen Läden verkauft :D

  29. Es gibt in Deutschland viel zu wenige Leute die so argumentieren. Hier sind ja sogar ein nicht unerheblicher Teil der Spieler und Filmfreunde der Meinung, dass Jugendschutz so richtig ist, dass die Gesetze in Ordnung sind, oder dass es richtig ist weil es so im Grundgesetz steht. Statt dessen wird immer nur an den Symptomen herumgemeckert. An der USK oder BJMP z.B. Die verdienen natürlich einen Teil der Kritik, aber sie sind letztlich an Gesetze gebunden, die es in einer freiheitlichen Gesellschaft so gar nicht erst geben dürfte.
    Fast niemand kritisiert die gängige Interpretation des Grundgesetzes. Dabei ist diese das Hauptproblem in der gesamten Diskussion. Nur weil die Geschichte und die bisherige Rechtsprechung nicht auf unserer Seite sind, ist das kein Grund zu resignieren und die Situation einfach zu akzeptieren.

  30. Das ist leider die hiesig sehr weit verbreitete Obrigkeitshörigkeit und dieser eigenartige Ordnungssinn, dass vorgegebene Strukturen nunmal hinzunehmen sind.

    Da heißt es, dass es doch vollkommen okay ist, wenn man seine Spiele allesamt im Ausland holen muss, weil sie hier geschnitten, indiziert und beschlagnahmt sind. „Immerhin hat man doch die Freiheit, sie immer noch zu kaufen.“
    Das ist alles großes Blahblahblah mit einem für mich nicht nachvollziehbaren Freiheitsverständnis von Leuten, die den Arsch niemals selbst erheben würden, weil einfach ein viel zu großer Stock drinsteckt.

    Wie hieß es so schön: „Wenn Deutsche einen Bahnhof stürmen wollen, dann kaufen sie sich erst eine Bahnsteigkarte“.

  31. Ein paar Anmerkungen, keine Detais (ich war heute… äh… gestern auf ’nem Schützenprinzenball und bin müde…):

    @ SkycladGuardian:
    Die Dissertation MUSS ja publiziert werden; die Form der Publizierung (z.B. book on demand) ist eine Frage, die ich erst beantworte(n kann), wenn sie denn akut wird (die ich aktuell nicht eruiert habe). ;-)
    BTW: Geschichte habe ich auch studiert. ;-)
    Thema: Haare… mein Erbgut droht mir mit Geheimratsecken. ^^

    @ LiquidSnake:
    Das lese ich nicht das erste mal. ^^
    Aber: Ein Nerd bin ich auch…

    @ Rey Alp:
    Tendenziell meine ich beides; aber: Nicht normative/unbestimmte Kriterien sind das Problem, die Übersummation normativer/unbestimmter Kriterien ist es, kombiniert mit der Problematik der subjektiven Rezeption und der Überstrapazierung der Einschätzungsprärogative – das fiktive mediale Gewaltdarstellungen den öffentlichen Frieden gefährden (der ja bisweilen auch als Leerformel gilt, was ich insb. bzgl. des Anwendungsbereiches des § 131 StGB bestätigen würde), indem sie so gravierende negative Wirkungen zeitigten, dass das möglich sei, kann die Mediengewaltwirkungsforschung z.B. auf keinen Fall belegen. Das ist aber nur die Spitze des Eisberges, die Problematik des § 131 StGB ist extrem komplex, fängt beim Wortlaut des Paragraphen und den dahinterstehenden Prämissen an und geht bis zu seiner praktischen Anwendung.

    Das gibt es übrigens eine Einschränkung, die ich in meiner Dissertation mache (und die ich ja im Forum auch regelmäßig betone): Ich beziehe mich immer nur auf fiktive Gewaltdarstellungen, reale möchte ich aussen vorgelassen wissen. Man könnte z.B. diskutieren, ob man den § 131 StGB auf eine Anwendung auf reale Gewaltdarstellungen einschränkt, also die Dokumentation von Verbrechen, wie es mal im Forum genannt wurde… aber da stellt sich dann auch die Frage, ob wir nicht shcon andere Mittel und Wege im Strafrecht haben, um diesen vorzubeugen.

    „Also dein eigentlicher Ansatz ist, dass du (unzulässige) Zensur daran festmachst, dass eine Maßnahme die Steuerung des Medienangebots aufgrund von Moralstellungen ermöglicht – unabhängig ob dies vor oder nach der Veröffentlichung geschieht?“
    Nein. Das wäre eine rein materielle Auffassung von Zensur, die bzgl. der Anwendung des Zensurverbotes für erhebliche Schwierigkeiten bei der Praktikabilität sorgen würde. ich verfolge den Ansatz einer formellen Zensurdefinition, möchte aber nicht – wie in der Rechtswissenschaft üblich – eine entweder/oder-Situation haben, weshalb ich auch auf Teile einer materiellen Zensurdefinition zurückgreife. Da das zu Komplikationen führt, gehe ich den Umweg über das Bestimmtheitsgebot (s.o.)… hmmm… so zusammengepresst hilft dir meine Ausführung sicherlich nicht weiter, wenn ich so darüber nachdenke. ^^

    Aber wie es Pyri anspricht, kommt da der Unterschied zwischen Fiktion und realer Gewalt durchaus zum tragen. Das sind zwei unterschiedliche Dinge, die m.E. auch unterschiedlich zu bewerten und behandeln sind.

    @ Pyri:
    Den § 131 StGGB darüber anzugreifen, ist wahrshceinlich nicht von Erfolg gekrönt. Irgendwo in meinen Unterlagen gibts ein Urteil (des BVerfG iirc), dass da durchaus auch Inszenierungen etc. erfasst sein sollen… und der Verweis auf Menschenähnliche macht da ohnehin einiges klar.

    @ TRB:
    Was dachtest du denn, was für eine Gestalt ich wäre? ^^
    ich finde das immer interessant, was die Fantasie für Formen annehmen kann.

    @ Boomboy:
    „und sicherlich finden wir dann auch leute wie pfeiffer,spitzer,weiss,hopf,fromm, von hirschhausen usw. die ihre lügenmärchen vom “industriellen-alkoholischen-militärischen-komplex” erzählen^^“
    Ich bin mal gespannt, ob man mir das auch vorwerfen wird. :-D
    Wenn es doch so wäre, dann hätte ich wenigstens mehr Kohle und müßte keinem Studentenjob nachgehen. Aber wahrscheinlich bin ich befangen, weil ich selbst spiele…

    Uuund btw: Ich bin politologe. Meinen Magister Artium habe ich 2007 gemacht. Ich will nur noch den höchsten akademischen Grad erreichen. ;-)

    @ Phoenix:
    Ich wüßte nicht, dass Juristen ein Definitions- und Interpretationsmonopol bzgl. des Grundgesetzes hätten.

    Das so selten gegen Indizierungen geklagt wird, hat übrigens ganz andere Gründe (z.B. Kostengründe oder den Umstand, dass die Aussage der BPjM vor Gericht wie die Aussage eines sachverständigen Gutacheters wirkt – ohne dass dieser Sachverstand vorleigen müßte, er wird ihnen einfach Aufgrund der Zugehörigkeiten ihrer Beisitzer zuerkannt -, die nicht durch einfaches Entgegenhalten entkräftet werden können; ind er Praxis hat man nur eine Chance gegen eine Indizierung vorzugehen, wenn man der BPjM Formfehler nachweisen kann… da reicht es nicht, dass die Formen z.B. nur mit Floskeln gefüllt werden).

    BTW: Man erlernt im Studium primär Instrumentarien, Methoden und Techniken, wissenschaftliches Arbeiten, dann erst Bildungsinhalte (jedenfalls war das bei mir so der Fall und so habe ich mein Studium auch verstanden), so dass man in der Lage sein sollte, in gewissen Rahmen über den Tellerrand der eigenen Fachdisziplin schauen zu können. In das, was ein Jurist so treibt, kann man sich durchaus reinarbeiten (zumal es da in der Politologie genügend Schnittmengen gibt…) und was der Psychologe so treibt, ist für mich als Soziologen (Nebenfach) auch nicht unbedingt ein Buch mit sieben Siegeln. Aber ungeachtet dessen ist Recht ja generell recht flexibel. Ich pachte für mich nicht die Wahrheit, ich biete Interpretationen, Analysen, die ich möglichst plausibel, mit Argumenten präsentieren muss – das diese diskutabel bleiben, steht in einem wissenschaftlichen Diskurs gar nicht zur Debatte. Danke.

    @ Stefan:
    „An der USK oder BJMP z.B. Die verdienen natürlich einen Teil der Kritik, aber sie sind letztlich an Gesetze gebunden, die es in einer freiheitlichen Gesellschaft so gar nicht erst geben dürfte.“
    Richtig! Die kurzen Kontakte, die ich mit offiziellen Vertretern des Jugendmedienschutzes hatte, waren auch welche mit eigentlich symapthischen Personen. Ich glaube sogar, dass die das prinzipiell alles gut meinen; aber man kennt das ja: Gut gemeint ist……… meine kritik ist ja i.d.S. auch nicht: Die Indizieren aus böswilligkeit und setzen ganz gezielt auf ihren Geschmack, sondern ich behaupte: Das System sit so aussgebaut, dass ihnen das ermöglicht wird und selbst wenn sie sich um (jedenfalls zum höchstmöglichen Grad) Objektivität bemühen, können sie diese nicht erreichen (könnte ich auch nicht), weil die Krietrien das nicht hergeben (können).

  32. @Vicarocha und reale Gewaltdarstellungen:
    „… aber da stellt sich dann auch die Frage, ob wir nicht shcon andere Mittel und Wege im Strafrecht haben, um diesen vorzubeugen.“ An welche denkst Du denn da?

  33. Das war tatsächlich eine offene Frage meinerseits. ;-)
    Ich stelle das einfach mal so hin (habe das noch nicht entsprechend eruiert und es wäre ohnehin nur genau der „oneliner“ in meiner Diss.).

  34. Schönes Interview, sehr gut geschrieben!
    @Vic: Schön zu sehen dass du genau weißt was du/Andere leisten können und auch was nicht, es ist selten dass jemand sich dessen so genau bewusst ist, find ich super!

    Ein paar Anmerkungen zu deinem Beispiel im Interview (die Anderson/Bushman-Studie, ich glaube du weißt wie’s gemeint ist ;-) ):
    1. Du argumentierst mit substantieller Signifikanz hier, d.h. implizit gestehst du hier sogar eine messbare Wirkung der Gewalt zu, was du ja nicht durchaus verneinst.
    2. 25 Prozent wenig zu nennen finde ich nicht ganz nachvollziehbar, das ist durchaus relativ viel (wenn du mal Effekte sonst vergleichst hast du in sozialwissenschaftlichen Untersuchungen sonst viel geringere Effekte). Auch wenn du sagst es geht nur um 1,5 Sekunden… Wenn ein Formel-1-Fahrer pro Runde 1,5 Sekunden Vorsprung rausholt ist das ne ganze Menge, es kommt also auf den Kontext an, insofern finde ich das Beispiel nicht unkritisch.
    3. Auch der Nachtrag dass alle geholfen hätten – ich finde damit machst du dich angreifbar, denn gerade Anderson et. al. behaupten ja so einen extrem krassen Effekt überhaupt nicht, d.h. du kritisierst Dinge die sie gar nicht aussagen wollten, damit machst du dich (unnötigerweise) für den Vorwurf angreifbar, du hättest die Literatur nicht verstanden, was ja nicht der Fall ist.

    Und sag Bescheid wenn deine Diss publiziert ist!
    Gruß,
    Mars

  35. Mars: Das Problem, das ich aber bei den „25%“ sehe ist folgendes: Es wird versucht, dem Laien klar zu machen, es gäbe eine riesige Auswirkung. Also Laienhaft: der Konsum von „Gewalt“ macht 25% weniger Hilfsbereit.
    Diese Aussage geistert direkt oder indirekt durch die Medien, es wird immer so dargestellt als wäre es eben so und ginge nicht um 1,5Sekunden. Denn: 1,5 Sekunden bei einer durchschnittlichen zeit von unter 7 Sekunden sind problemlos mit Drittvariablen zu erklären, die rein gar nichts mit Gewalt zu tun haben müssen und noch weitaus weniger mit geringerer Hilfsbereitschaft, sondern evt. mit einem entsprechenden Stresslevel und sonstigen Drittfaktoren, die bei den „bösen“ Filmen vorlagen.
    D.h. es ist nicht klar, ob ein Horrofilm meine Hilfsbereitschaft senkt oder ob ein Horrorfilm meine Wahrnehmung kurzfristig verändert, da ich die Bilder noch verarbeite, bzw. diese eine längere Wirkung auf den Zuschauer haben, da durch Spannung und Schreckmomente rein hormonell im Gehirn ein Feuerwerk stattfand.

    Der Formel1-vergleich ist somit völlig irrelevant, es geht mMn um die unzulässige Verbreitung der Grundlegend falschen Behauptung: Konsum von medialer Gewalt macht 25% weniger hilfsbereit.

    Denn diese Behauptung ist in jedem Falle falsch.

  36. „@ TRB: Was dachtest du denn, was für eine Gestalt ich wäre? ^^ ich finde das immer interessant, was die Fantasie für Formen annehmen kann.“

    Ich dachte du bist so vom Typ: „Mensch bin ich heute locker drauf!“
    Sprich heute keine Krawatte um…

    Aber als Langhaarigen Bombemleger hätte ich dich jetzt nicht eingeschetzt…
    und mir will dieses Bild immer noch nicht so recht in den Kopf. *grins*

    Happy Dissertation noch Vicarocha.

  37. @ Mars:
    Das Problem der Studie ist die Suggestion und die Überinterpretation; die Autoren resümieren:
    „In sum, the present studies clearly demonstrate that violent media exposure can reduce helping behavior […]. People exposed to media violence become ‚comfortably numb‘ to the pain and suffering of others and are consequently less helpful.“
    Die Frage ist: Von welchem Tropfen werden Craig A. ANDERSON und Brad J. BUSHMAN eigentlich nass? Der Unterschied betrug in diesem Experiment im Schnitt 1,43 Sekunden und geholfen wurde immer binnen 11 Sekunden… und von irgendwelchen Langzeiteffekten sind wir da auch ganz weit entfernt. Das ist eine reichlich wackelige Ausgangslage um von großartigen Desinsibilisierungseffekten u.ä. zu sprechen – die beiden Autoren sind da in der Öffentlichkeit ja nicht gerade zimperlich, was die Interpretation ihrer Ergebnisse angeht; da schätze ich die beiden gänzlich anders ein als du, ich sehe da konsequente Überinterpretationen in ihren Studien. Und in dieser Kritik steckt noch nicht mal meine Kritik drin, dass ich den Versuchsaufbau für reichlich dämlich halte (oder meine Kritik am ersten der beiden Teilexperimente) – insofern impliziere ich auch nicht, dass hier ein probates Mittel zur Messung der Wirkung medialer Gewaltdarstellungen vorgelegen hätte… das fängt schon dabei an, dass sich die ausgewählten Filme (bspw. „The Ruins“ als „violenter“ Film und „Nim’s Island“ als „non-violenter“ Film) in mehr als nur dem Faktor Gewaltdarstellung unterschieden haben, das war ein typischer Äpfel-mit-Birnen-Vergleich. Das problem resultiert auch ein wenig aus den verengten Fragestellungen, dem Gewaltdarstellungen fokussierenden Tunnelblick; warum wird nicht mal die Wirkung eines Komödie im Vergleich zur Wirkung eines Tierfilms auf die Desensibiliserung etc. getestet? ;-)

  38. @Vic: richtig, deshalb mein Kommentar 1, denn deine Kritik im Interview klingt viel geringer als sie tatsächlich ist.
    Zu Anderson: Ja – mea culpa – ich hatte gerade nur an die Meta-Studie gedacht, wo die Schlussformulierung doch deutlich vorsichtiger klingt. Das was da früher interpretiert wurde, bzw. die Idee von solchen Experimenten direkt (womöglich noch mit Effektgröße) auf langfristige Effekte zu schliessen – klar, da gebe ich dir total Recht.
    Sprich: Es geht mir weniger um deine Kritik an sich, sondern eher darum dass das, was von dir an Kritik kommt in der Situation evtl. dich in ein Licht rückt welches dich (und vor allem deine Kritik) nur unzureichend widergibt.

  39. Von einer Seite deren Name hier nicht gesagt werden darf…
    .
    „11.05.2010 – 01:18 Uhr
    Ausstellung über das Gefährliche Kino
    Deutsche Kinemathek stellt am 11. und 12. Juni in Berlin aus“
    .
    ;-P
    Happy ####### noch.

  40. Vielleicht sollte man eine Kritik da mal präzisieren: in Form einer Erklärung die auch unterstützt werden kann. Namentlich. Inhalt wäre etwa, dass es abgelehnt wird politische Schlussfolgerungen aus einer vermeintlichen Messung von Mitgefühl in Zusammenhang mit fiktionalen Medien zu ziehen, usw.

  41. Fände ich super.

    Ohne etwas Handfestes und zumindest eine nachweisbare Unterstützung aus dem Volk wird doch jede noch so gute wissenschaftliche Arbeit unter den Tisch gekehrt.

  42. Übrigend wegen ab 18 Spiele nur für erwachsene: Auch die sind in Deutschland geschnitten, zwar nicht alle aber viele z.B. Left4Dead 1&2! Zensur für Erwachsene! Man stelle sich vor, wodka darf für erwachsene nur 5% Alkohol haben, weil er sonst indiziert werden würde!

  43. genau das ist doch was viele an der usk und bpjm kritisieren!
    und bei einigen +18games die vorher von der usk geprüft wurden wird eine zensur erzwungen damit überhaupt ein „ab18“ drauf gepappt werden kann.
    und man stelle sich ein zombiespiel vor in dem es alles andere als zombiemäßig vorgeht!
    so ein spiel verliert jeglichen ernst und atmosphärischen glauben, wenn zombies sich einfach so im nichts auflösen und keine wunden von gewehrsalven aufweisen.

  44. Ich finde, die hätten bei L4D 1&2 (Dt.) damals gleich alle Zombies durch die Teletubbys ersetzen sollen! Dann hätte man diese Spiele vielleicht doch noch als Survivalhorror bezeichnen können!

  45. Die Teletubbies! Du meine Güte – die zählen doch mit zu den schädlichsten Kreationen überhaupt ;-) O-Ton Manfred Spitzer, Vorsicht Bildschirm Seite 137, über deren (Mit-)Schöpferin Anne Wood CBE: „… bin mir auch nicht sicher, ob man die Erfinderin der Teletubbies, Ann Wood, unbedingt dafür adeln musste, dass sie nicht nur für das Leiden vieler tausend Kinder unter Lese- und Aufmerksamkeitsstörungen verantwortlich ist, sondern indirekt auch für deren Tod.“

  46. Der Mann ist selbst ein kranker Mensch, wenn er hinter jeder Sache die ihm missfällt eine X-Akte zu sehe vermag.
    Frage mich wirklich wieso gerade diese Leute mit Vollschuss jegliches Gehör in der Politik geschenkt bekommen und nicht mit „du hast doch nen Vogel, zwirr ab“ angewiesen werden.

  47. @Booomboy,
    weil es „Wissenschaftler“ sind. Das sind „Hirnforscher“. D.h. Wissenschaft lügt nicht. Oder würdest du einem „Hirnforscher“ widersprechen?

  48. Für mich sind „Hirnforscher“ nur bessere „Schädelforscher“!
    de.wikipedia.org/wiki/Phrenologie
    In rund 50 Jahren wird die Hirnforscher wie auch die Schädelforschung als Pseudowissenschaft abgestempelt sein … ebenso gilt es für die Medienwirungsforschung.

    Happy Forschung noch…

  49. Man muesste halt auch etwas gegen solche Wissenschaftsglaeubigkeit unternehmen. Gegen die Vorstellung paedagogischer Kompetenzen ueber die Hirnforschung zum Beispiel, usw.
    Klar machen was wer wo leisten kann und was wer wo nicht: worueber etwa keine Aussagen getroffen werden koennen. Zum Beispiel worueber nichts ueber die Intentionen Kreativer gesagt werden kann.
    Von der Politologie bei den Erdbeben ganz zu schweigen ;-)

  50. Für mich sind Hirnforscher Menschen die in erster Linie ihr eigenes Gehirn finden müssen, was uns ja einige von diesem Schlag immer wieder beweisen.

  51. Okay, als ich die News gelesen hab dachte ich mir „ok, interessant, mal sehen was draus wird“ und dann nicht mehr drüber nachgedacht. Aber jetzt hab ich die comments überflogen und…Vic, das ist DEINE Dissertation? Wow, riesen Respekt von mir , sich so ein kontroverses Thema als Arbeit auszusuchen. Freue mich riesig auf mehr davon. Sobald du die fertig hast werde ich das Buch (ist das noch so das Dissertationen in Buchform veröffentlicht werden müssen?) definitiv kaufen, lesen und ins Regal stellen, auch auf die Gefahr hin nicht ein Wort zu verstehen^^
    Weiter so!

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