FAZ auf Irrwegen

(Bildblog) Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) hat in einem Portrait über das Entwicklerstudio Remedy natürlich auch deren Produkte angesprochen, wobei ein Vergleich dann doch von wenig Sachkenntnis zeugt. So konnte man folgendes lesen:

„Den Ruhm der 1995 gegründeten Spieleschmiede hat der Vorgänger „Max Payne“ begründet. Die Hauptperson, in deren Rolle die Spieler schlüpfen, ist ein New Yorker Polizist, der sich nach dem Verlust von Frau und Kind auf einen Rachefeldzug begibt. Ein Actionspiel gewiss, aber nach Ansicht von Spielekritikern deutlich weniger gewalttätig und stärker an der Erzählung einer fesselnden Geschichte orientiert als sogenannte Ego-Shooter wie „World of Warcraft“.“

„World of Warcraft“ gilt seit einer Studie des „Kriminalistischen Forschungsinstitut Niedersachsen“ (KFN) über Onlinespielsucht zwar als Killerspiel, weil „Spiegel Online“ diese – warum auch immer – thematisch unter dem Amoklauf von Winnenden eingeordnet hat, aber die Bezeichnung „Ego-Shooter“ ist definitiv falsch. Wahrscheinlich glaubte man mit dem Begriff „Ego-Shooter“ ein seriöses Synonym für das Wort „Killerspiel“ gefunden zu haben.

Bisher wurde nur die „Nintendo Playstation“ aus dem Artikel gestrichen – wobei eine Korrektur keine Selbstverständlichkeit ist. So ist – zumindest in der Suche – in einem älteren Artikel noch das „populäre und indizierte Computeronlinespiel“ „CounterStrike“ zu finden, was natürlich nicht indiziert ist. Der Vollständigkeit halber aber noch der Hinweis, dass in einem späteren Artikel eingestanden wurde, dass CS nicht indiziert ist – Man ist aber trotzdem „nicht der Meinung, dass der Artikel Recherchefehler enthält„.

Noch als kleine Anmerkung: Das geniale „Max Payne“ von Remedy ist anders als „CounterStrike“ in Deutschland tatsächlich indiziert. „Remedy“ entwickelt(e) also genau die Spiele, die man in Deutschland nicht sehen und als „Killerspiele“ diffamieren möchte.

Zur Meldung

101 Gedanken zu “FAZ auf Irrwegen

  1. Was mich immerwieder bei solchen news zum grübeln bringt ist die frage wie oft sowas wohl bei anderen themen passiert?

    Bei game bezogenen themen kann ich mitreden, ich erkenne wenn dort blödsinn steht. Aber wie sieht es bei anderen themen aus wo ich nicht mitreden kann? Werden dort auch solche fehler gemacht? Wie kann ich solche fehler erkennen ohne fachkenntnis über das thema zu haben? Vor diesem hintergrund frage ich mich dann wirklich wie viel informationsgehalt noch wirklich im deutschen journalismus steckt. Das ganze wirkt nichtmehr wie berichterstattung sondern pure meinungsmache… aber sowas erschüttert einfach weiter meine sowieso schon sehr bescheidene meinung über die deutsche presse.

    Und könnte die FAZ nicht probleme bekommen weil sie ja praktisch ein indiziertes spiel „bewerben“?

  2. @Densor

    Das „beruhigende“ ist ja, dass es heutzutage gar nicht mehr um Fakten geht. In Portraits und Reportagen versucht man Leute und Lagen dem Leser interessant näher zu bringen. Die eine Hälfte des Artikels beschäftigt sich mit der Art und Weise, wie die Person ihren Tee sorgfältig rührt, und die andere mit dessen persönlichen Höhen und Tiefen. Echte Informationen finde ich in den (wenigen) Artikeln die ich noch lese immer seltener und wie’s aussieht kann man da sowieso drauf verzichten.

  3. man nennt das auf „medienhure“ da man den film bewerben will, da kann es natürlich nicht sein dass dieser Film auf einem „Menschenverachtend Killerspiel“ basiert schließlich ist was auf der Leimwand akzeptiert (bzw dratischer ist) als polygon und pixel „abartig“ und „böse“.

    Aber ja nachtelfenirokesen sind natürlich schlimmer als die valkry junkies. xD

    und nein die faz wird keine probleme bekommen denn sie hat vermutlich gute anwälte

  4. @Densor
    Ich denke diese Sorge ist weitgehend unbegründet da anderes von Special Interest (SI), oder zumindest vermeintlichem SI, nicht so in der Öffentlichkeit steht wie „Killerspiele“.
    Bei manchen sexuellen Themen oder Inhalten von Kulturformen wie Manga/Anime, Metalmusik oder Comics, da mag das noch so sein, aber das geht dann oft auch schon mit „Killerspielen“ zusammen: (restliche) Politik, Wirtschaft und Wissenschaft werden meiner Einschätzung nach anders angegangen im Journalismus, weil die ideologischen Grundlagen dort deutlicher zu erkennen sind und der persönliche Geschmack, das individuelle Empfinden der AutorInnen auch nicht so im Vordergrund steht. Da gibt es dann halt Leute die eher favorisierend über konservative Steuerpoltik schreiben und solche, welche eher über nicht-konservative Steuerpolitik zum Beispiel positiver berichten.

    Beschäftigt man sich mit dem finnischen Studio sieht man halt mal, dass man es da mit Kreativen zu tun hat – und keinen Verlängerungen eines Militärs wie es doch häufig heisst. Mit den Themen von „Killerspielen“ wird sich üblicherweise ja auch gar nicht beschäftigt: Hauptsache man wird darin fürs „töten belohnt“, usw. Was Videospiele aufgreifen, welche Extremsituationen und negativen Gefühle darin womöglich noch künstlerisch verarbeitet haben, ist so irrelevant…
    Aber das mit der Recherche ist schon ein Schlag ins Gesicht: der bislang deutlichste Hinweis für mich, dass Ego-Shooter tatsächlich stark mit Egoismus in Zusammenhang gebracht werden, und keiner ersten Erzählperson. Fast so wie wenn es wo heißen würde: Zeitung … behauptet in Artikel „Jürgen“ sei ein weiblicher Vorname. Später wird der Fehler ausgebügelt, aber man ist „nicht der Meinung, dass der Artikel Recherchefehler enthält“.

  5. „Ego-Shooter tatsächlich stark mit Egoismus in Zusammenhang gebracht werden, und keiner ersten Erzählperson.“

    Ja das ist so doof, dass ich das als es so langsam aufkam, nicht glauben wollte. Aber das scheint sich bei denen wirklich durchzusetzen. Unglaublich

  6. Na ja, es ist zwar schon ein paar Jahre jetzt seit ich zuletzt WOW spielte, aber soweit ich weiß kann man immerhin schon soweit ranzoomen, dass etwa auch aus der ersten Person Projektile geschossen werden – meiner Erinnerung nach jedoch eher indirekt…
    Ohne den Artikel damit verteidigen zu wollen :-)

  7. Die FAZ ist eh bloß die BILD für Akademiker, wundert mich gar nicht, dass die es mit der Recherche nicht so genau nehmen.

  8. HIhi Akademiker…Leute mit höheren Niveau!
    Wie hoch das Niveau wirklich ist sieht man an solchen Artikeln.
    Wie Densor zuerst schrieb, habe ich mich auch gefragt wie es bei anderen Themen ausschaut und auch da findet man massig Dünnpfiff.
    Nehmen wir mal diese Umfragen zur Griechenlandhilfe!
    In vielen Umfragen waren die Teilnehmer dafür Griechenland mit Geld wieder nach oben zu helfen.
    Aber eigenartigerweise habe ich selbst nur Leute getroffen die das nicht wollten, weil sie befürchtet haben das wir Bürger dafür wieder bluten dürfen.
    Und heute kam die Bestätigung dafür!
    Merkel hat, wieder einmal, jeden Bürger auf härtere Zeiten eingestimmt, weil WWWWIIIIIRRRR über unsere Verhältnisse gelebt haben.
    Hallo?
    Wir und „über unsere Verhältnisse gelebt“?

    Sie ruiniert unser Land, reitet uns alles immer tiefer in die Schuldenfalle und gibt dann auch noch uns dafür die Schuld!
    Ich wollte nicht das wir Deutschen über 120Milliarden Euro an Schulden aufnehmen und dieses Geld den Griechen geben.
    Gott bin ich sauer auf diese Frau und jeden total bescheuerten CDU-Wähler und jedem der Sie zur Kanzlerin ernannt hat.

  9. Also ich seh noch immer, dass dort „sogenannte Ego-Shooter wie „World of Warcraft“.“ steht. Das wurde bisher scheinbar nicht gestrichen.

  10. „Man ist aber trotzdem “nicht der Meinung, dass der Artikel Recherchefehler enthält“.“
    Bei einer solchen Reaktion Frage ich mich dann doch irgendwie, warum dann überhaupt etwas (scheinbar) Richtiges geändert wird. Durch die späteren Änderungen könnte doch wiederum der Eindruck entstehen, die FAZ einfach jene anpasst, die gefordert werden, obwohl sie nach der obigen Aussage für falsch gehalten werden müssten, weil ja alles richtig gemacht wurde.
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    @Pyri
    Wobei das mit der Belohnung fürs Töten so eine Sache ist, über die sich vortrefflich streiten ließe. Vermutlich könnte man die Munition / Waffen, die getötete Gegner fallen lassen auch irgendwie als Belohnung drehen, so dass dann die Egoismus… – pardon Ego… – ach lieber gleich First Person Shooter – dadurch permanent dazu animieren immer weiter zu „töten“.
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    @Rey Alp
    „Die eine Hälfte des Artikels beschäftigt sich mit der Art und Weise, wie die Person ihren Tee sorgfältig rührt, und die andere mit dessen persönlichen Höhen und Tiefen.“
    Vielleicht sollten wir den großen Medienkonzernen mal stecken, dass womöglich 100% der Amokläufer tagtäglich – auch vor der jeweiligen Tat – gefrühstückt hat. Doch dann landen womöglich noch Bäckerreien und Müslihersteller auf einem neuen Index. ;)
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    P.S. Erste Zeile: Statt „Entwicklerstudie“ => „Entwicklerstudio“

  11. Pingback: Tweets die Stigma Videospiele » Blog Archive » FAZ auf Irrwegen erwähnt -- Topsy.com

  12. Ja, das passiert auch bei anderen Themen. Verteidigungspolitik ist ein anderer großer Punkt bei dem die deutsche Presse mit absoluter Inkompetenz glänzt. Es gibt im ganzen Land höchstens fünf Journalisten, die sich mit der Thematik wirklich auskennen und unvoreingenommen darüber berichten (z.B. Uli Gack, Stefan Kornelius und Stephan Löwenstein). Was der Rest schreibt ist in den aller meisten Fällen haarsträubender Unsinn.

    Ein großes Problem dabei ist, dass es vielleicht hier und da Journalisten gibt, die sich mit bestimmten Themen auskennen oder sich dafür interessieren, aber von ihren Redaktionen blockiert werden. Dort heißt es dann, dass sich niemand dafür interessiert, also wird nicht vernünftig darüber berichtet. Sehr weit verbreitet ist auch die Meinung, dass man die Leser nicht mit Details und Fachbegriffen überfordern darf. Das Resultat sind dann oberflächliche, nichtssagende Artikel, die man sich hätte sparen können.

  13. „Ich wollte nicht das wir Deutschen über 120Milliarden Euro an Schulden aufnehmen und dieses Geld den Griechen geben.
    Gott bin ich sauer auf diese Frau und jeden total bescheuerten CDU-Wähler und jedem der Sie zur Kanzlerin ernannt hat.“

    Tja, da sieht man mal wieder wie die Medien die Leute aufhetzen. Sei es gegen Griechenland, Jugendliche oder Killerspiele.
    Das Rettungspaket ist notwendig, wenn die Stabilität des Euros auch in Zukunft gewährt sein soll. Die EU bräuchte vor allem eine gemeinsame Wirtschaftspolitik, aber leider ist der europäische Zusammenhalt sehr brüchig. Das sieht in den USA ganz anders aus.

  14. @ Sunstar

    Die USA ist auch mitlerweile vom ehemaligen Staatenbund zu einem Staat geworden während die EU weiterhin ein Staatenbund ist in dem jedes Land eigene Interessen hat. Imo war das Rettungspaket das schlimmste was sie machen konnten, da nun jeder nen Freibrief für nen Bailout war. Der einzig richtige Weg wäre es gewesen Griechenland aus der EU zu werfen, um 1. die griechische Regierung für ihren jahrelangen Betrug abzustrafen und 2. um ein Exempel an alle anderen verschwenderischen EU-Mitgliedsstaaten zu statuieren (Spanien, Portugal, Frankreich etc.)

  15. @Rey Alp:
    Mathias Gebauer vom Spiegel. Ich habe inzwischen aufgegeben dessen Artikel zu lesen, da ich mich dabei nur aufregen könnte. Andere sind immerhin lesbar aber i.d.R einfach nur oberflächlich und einseitig. Bei den Details (und den Fehlern darin) zeigt sich dann, dass man sich nicht wirklich auskennt.

    Ein sehr guter Journalist bei der Thematik ist noch Thomas Wiegold beim Focus (der leider sein sehr gutes Blog dazu aufgegeben hat). Aber danach wird es wirklich schwer weitere Namen zu finden.

  16. @Densor:
    Wegen deiner Befürchtungen ob man dem Journalismus überhaupt noch trauen kann: Das muss man dann in Einzelfall betrachten. Fakten wie z.B. „Lkw rast in Stauende“ kann man nicht groß ändern, hier kommt dann die Frage auf wie das berichtet wird….Ein seriöses Blatt würde wohl „schwerer Unfall auf Autobahn“ schreiben…BILD würde wohl „Killer-LKW rast in Stauende und zerfetzt 3 Autos“ schreiben (nebenbei: Der Begriff „Killer-LKW“ stammt in der tat aus der BILD“).
    Mein rat daher: Betrachte nur die bloßen Fakten, ignorier die Adjektivierung der Hauptwörter und mach dein eigenes Bild von der Sache…
    Meine Schwester hat vor ein paar Jahren mal im Studio Hamburg gejobbt für RTL und hielt immer brav die Texttafeln für die Moderatoren hoch. Sie hatte mir dann mal erzählt wie es hinter der Kamera läuft…..QUOTEN!!! QUOTEN!!! QUOTEN!!! Egal wie. Und leider ist eine reißerische Geschichte besser für die Auflage als ein neutraler Text….

    Zum Artikel selber: Zu behaupten man hätte trotzdem vernünftig recherchiert finde ich armselig. Anstelle mal für einen Fehler gerade zu stehen und sich für den Hinweis zu bedanken und ggf. den betreffenden Text zu korrigieren -was in meinen Augen von wahrer Stärke zeigt- wird sich fleißig gerechtfertigt….Traurig, traurig

  17. Man muss leider einen Unterschied machen, zwischen dem Onlineangebot einer Seite und dem richtigen Printmedium. Beides sind völlig unterschiedliche Redaktionen und die der Onlineseite ist niemals so gut, wie die des Printmediums.
    Das musste ich bei meiner ZEIT leider auch feststellen, weswegen ich es mittlerweile meide, auf der Internetseite nachzugucken, aber die Zeitung abonniert habe.

    Onlinemedien von großen Zeitungen, sind die BILD-Ableger für das gemeine Volk. Das hat heutzutage nichts mehr mit Journalismus zu tun.

  18. Dabei steckt in den Wort Nintendo Playstation sogar mehr Wahrheit, als in der Aussage WoW sei ein Ego- Shooter oder Counter Strike sei Indiziert.

  19. @Sebiroth
    Ja wenn die zwei (Nintendo und Sony) sich nicht zerstritten hätten und getrennte Wege gegangen wären könnte eine Konsole heute vielleicht so heißen.

  20. „sogenannte Ego-Shooter“ – das erinnert mich an Günther Jauch, der in stern tv die Formulierung prägte: „Killerspiele, die sogenannten Ego-Shooter“. Das muss man mal mit Verstand ein paar Minuten wirken lassen, um die ganze Hetzkampagne dahinter zu begreifen. Da er ja aus dem Journalismus kommt, stern tv auch eine Sendung mit journalistischen Gepräge ist, liegt die Vermutung doch nahe, dass es sich hier nicht um den Ausrutscher eines überarbeiteten Moderators handelt. Das Ganze hat System und kann wohl auf die gesamte Medienlandschaft übertragen werden. Die belügen uns, die manipulieren uns, wo es nur geht.

  21. Find ich auch irgendwie amüsant, die Kombination aus „Nintendo“ und „Playstation“ ^^
    Einerseits eben die Tatsache, das die Playstation ursprünglich ja wirklich ein Projekt von Nintendo war (das bei Sony in auftrag gegeben wurde), was hier wahrscheinlich eh alle wissen.
    Andererseits zeigt es, das sich die FAZ zumindest ansatzweise bemüht hat. Gut ok, die großen Nintendozeiten sind seit ca. 20 Jahren vorbei, die großen Sonyzeiten etwa seit 5 Jahren. Aber immerhin haben sie wohl mitbekommen, das beide Firmen einst sehr groß in dem Geschäft waren.
    Zugegeben, das sind sie heute auch noch, aber lange nicht mehr mit der Dominanz wie zu ihren goldenen Zeiten.

    Der Rest ist die übliche Desinformation, um den „Bösewicht im Schrank“ nicht ganz in Vergessenheit geraten zu lassen. Die Leute müssen ja wissen das es Killerspiele wie WoW gibt, hilft ja nix wenn man den Sündenbock nochmal braucht, aber niemand kann mit dem mehr was anfangen. Dann muss man ja die ganze Hetze von neuem betreiben. Das ist doch viel zu teuer.

  22. @ Rey Alp:
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    In Sachen Negativbeispiele kann ich ein bischen aushelfen (leider nur ein bischen, weil teilweise ohne Links):
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    Da wäre z. B. meine heißgehaßte Lokalzeitung, die RP. In der Printausgabe gab es nach den Kämpfen vom Karfreitag einen Kommentar (nicht Leserbrief!), wo der Schreiber sich darüber aufregte, daß unsere Soldaten sich nicht verteidigen könnten, weil die Aufständischen Frauen und Kinder irgendwo anbinden und fesseln würden und dahinter in Deckung gingen. Ich vermute mal, daß dem Schreiberling seine Phantasie durchging als er anderswo die Redewendung aufschnappte, daß die Aufständischen sich unter der Zivilbevölkerung verstecken. Er hat das dann halt etwas zu wörtlich genommen. Ich bin sehr sicher, daß wenn sich solches wirklich so zugetragen hätte, wie die RP sich das vorstellt, hätte ich davon auch von anderer Stelle erfahren. (Wir erinnern uns: Die RP fand schon 2002 heraus, daß man bei Counterstrike Schulmädchen erschiessen muß.)
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    Mitte 2006 gab es im Spiegel (Printausgabe, aber online erschien der Artikel auch: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-48753313.html ) eine Generalabrechnung mit der Beschaffungspolitik der Bundeswehr. Auch wenn man mit dem Tenor des Artikels übereinstimmen kann (Bundeswehr orientiert ihre Beschaffungsvorgaben immer noch an Vorstellungen aus dem Kalten Krieg): Die angeführten Beispiele sind z. T. haarsträubend. Z.B.:
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    – Der gesamte Kasten auf der Seite mit dem Titel „Teuer und überflüssig“. Dort findet sich an erster Stelle der Tiger. Nein, kritisiert wird nicht die eingeschränkte Verwendbarkeit unter hot&high – Konditionen wie in Afghanistan, auch nicht das diskussionswürdige Fehlen eines Bordgeschützes. Der Tiger ans sich ist pauschal „teuer und überflüssig“.
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    – Schützenpanzer Puma: Zu schwer für den A400M, deshalb die modular aufgebaute Panzerung. Äh, ja und? Wo ist der Hinweis auf den auch in Schutzklasse A viel höheren Schutz der Insassen gegen Minen? Soll in Afghanistan ja durchaus eine gewisse Rolle spielen… Warum hat man übersehen, daß bis 1998 noch ca. 2.000 Marder auf den Stand 1A3 kampfwertgesteigert wurden, die durch 400 Puma ersetzt werden sollen?
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    – Nutzlose Panzerhaubitze 2000, für das „Neujahrsschießen in Usbekistan“. Genau. Geographisch fast richtig.
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    – Viel zu wenig unbemannte Aufklärungsmittel („nur vier LUNA, vier weitere sollen beschafft werden“). Ist zwar richtig, aber gab es 2002 nicht einen Beschaffungsvertrag über 12 Batterien mit je 4-5 Dronen? Außerdem sind da noch ALADIN bei den Heeresaufklärern und KZO (letzteres besonders interessant im Zusammenspiel mit den „nutzlosen“ PzH 2000). Von HERON war damals noch nicht die Rede.
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    – „milliardenteure Hightech-Fregatten, die keinen Vorrang haben müßten“. Ist zwar diskutabel (damit sind unter anderem die Korvetten der Braunschweig-Klasse gemeint), aber dann braucht man auch nicht zu lamentieren, wie wenig geeignet Schnellboote für Überwachung des Schiffsverkehrs vor der libanesischen Küste sind. Die Korvetten können das nämlich.
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    Und wieder Spiegel: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,641282,00.html „Für Einsätze bei Patrouillen fern des Lagers wären Transport-LKW mit gepanzerten Fahrerhäusern notwendig. Die hat die Bundeswehr aber nicht rechtzeitig bestellt.“ Äh, hallo? Warum soll eine KZO-Einheit auf Patrouille *fahren*? Dafür sind die Dronen da, mit bis zu sechs Stunden loitering time, bis zu 100km Übertragungsweite und ca. 120 km/h Reisefluggeschwindigkeit. Hauptsache, man kann maulen, auch wenn man keine Ahnung hat…

  23. @Doktor Trask
    „Ach die meisten Printmedien sind nur besseres Klopapier, die Zeit fällt da auch drunter.“
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    Ne eben nicht. Die sind schon doch oft so vollgesogen mit ihren vielfach oberflächlichen, polemischen und z.T. sogar eindeutig falschen Inhalten, dass sie nichts mehr aufnehmen können. Im Kamin verfeuern darf man Magazine auch nicht wegen den Schadstoffen bleibt also quasi nur Müllverbrennung (mit gutem Schadstofffilter!) oder Deponie. ;)
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    @SWA
    Mit der besten Zeit von Nintendo oder Sony musst du glaube ich etwas verdrehen. Immerhin wird diversen Spieleherstellern nachgesagt, dass sie keine PC-Fassungen von großen Titeln mehr herausbringen, weil die zu wenig abwerfen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass mit den Konsolenfassungen nur Geld zu machen können, weil entsprechende Konsolen in ausreichender Zahl verkauft worden sind und es dadurch eine ausreichend große Zahl an potentielle Käufern gibt.

  24. Nintendo ist wirklich wieder stark geworden. Die Zukunft wird wohl aber Apple gehören…

    Ansonsten finde es immer erstaunlich, wie Lügen immer mehr zur Wahrheit gemacht werden.

  25. @SwA

    Das sehe ich anders. Nintendo ist immernoch Marktführer im Handheldbereich und das werden sie wahrscheins auch noch ne weile bleiben, selbst wenn auch MS mitlerweile en Handheld entwickelt. Beim WII verweise ich auf den Kommentar von Lord Voldemort.

    Sony große Zeit ist auch nicht vorbei, die PS3 hat im Vergleich zur XBox 360 aufgeholt weil das Line up der Konsole immer besser wurde. Dazu hat Sony noch den Formatekrieg im Filmbereich mit der Blu-ray gewonnen. Sicher weder Nintendo noch Sony kann man mitlerweile mehr wirklich als den Non-plus-ultra Marktführer ansehen, dafür sind die 3 Konsolenfirmen (mit MS) noch zu ausgeglichen (die WII krankt an wirklich guten Nicht-Casualtiteln). Wenn man über große Zeiten redet die vorbei sind würde ich eher SEGA nennen.

  26. @Sebiroth

    Naja Apple hat bisher nur handheldähnliche Sachen in Planung. Noch haben sie keine feste Konsole. MS hat es damals auch erst mit der 360 geschafft, ein Konkurrenzfähiges Produkt auf den Markt zu bringen. Ob nochmal eine Firma diesen Schritt schafft ist für mich mehr als fraglich. Vor allem den Asienmarkt haben Nintendo und Sony noch ziemlich fest in der Hand da tut sich selbst MS schwer.

  27. Ich find die ZEIT eigentlich ganz gut, man muss die Zeitungen nicht schlechter reden als sie sind nur weil in unser Generation noch kaum jemand Zeitung liest (bin der einzige in unser Studenten-WG).

  28. Na ja, ich finde man braucht es auch nicht übertreiben oder überinterpretieren: da reden (Jauch) oder schreiben (FAZ) halt Leute welche von der Sache offensichtlich (eigentlich) keine Ahnung haben, aber aus irgendwelchen Gründen eben doch Beiträge dazu gestalten. Dazu angehalten werden – was auch immer. Der Unterschied zur Situation in anderen Ländern ist bloß der aus meiner Sicht, dass hier (in dem Fall Deutschland), da, politisches Kleingeld im großen Stil daraus geschlagen wird beziehungsweise werden soll
    Als ich an meiner Uni noch Lehrveranstaltungen besucht habe war ich auch ganz entgeistert, als eine affektierte Kollegin eine Arbeit vorgestellt hat in der sie den Kinofilm „Star Trek 5“ entgegen bzw. bei Ignoranz aller restlicher Literatur (Fandom etc. betreffend) über die Western-Männergewaltschiene interpretieren wollte. Und wer von all diesen Dingen keine Ahnung hat, der wird da auch blindlinks bald was abkaufen. Sicher entstehen durch Ausblendung von anderem so auch sehr einseitige Leer- bzw. Lehrwelten noch, wie man auch am Beispiel einer Frau Maria Mies vielleicht sehen kann: die hat in ihrem Leben aber sicher auch viel gutes bewirkt und meinte es wohl immer auch nur gut… Wie dem auch sei: der Zweck heiligt zwar nicht die Mittel, dennoch möchte ich das mal zu bedenken geben – auch hier.
    Sollte man den Leuten etwa verbieten über Sachen zu sprechen von denen sie nichts verstehen? Nein. Das geht doch auch nicht, also wird man wohl oder übel damit leben müssen.

  29. Jau, die Vermutung das „Ego-Shooter“ als Fachbegriff NICHT benutzt wird, weil diejenigen-welche meinen das stehe für „Ego-aufbauen-durch-Macht/Shoot“, hatte ich auch schon.
    Was irgendwie so dermaßen krank ist was man da Spielern zutraut, das ich das nicht für möglich gehalten habe.
    Man betrachtet das nicht als allg. gültigen Titel für ein Genre sondern als „Insider-Sprache“ einiger Keller-Nerds, welches sie so bezeichnen um Ego-pushende Gewaltexzesse zu umschreiben, quasi als „Geheimsprache“ damit man nicht mitbekommt was die da treiben.
    Offensichtlich scheint der Terminus auch für WoW gut genug zu sein, da die werten Herren dies ja nicht als Genre definitionem erkennen.
    Kurz: Disqualifiziert auf ganzer Linie.

  30. @ Rey Alp:
    .
    Letzten Monat hat der Spiegel den ehemaligen Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, kurzerhand zum Wehrbeauftragten des Bundestages ernannt.

  31. @eMCe
    Ärgerlich nur das die doch immer und immer und immer wieder von Seiten der Gamerschaft aufgeklärt werden was, was denn genau ist, welche Rechtslage wir haben, was Indizierung ist, was sie bedeutet, welchen Jugendschutz wir haben und wir der funktioniert etc. etc. etc., manchmal möchte man denen am liebsten eine schallende Ohrfeige verpassen weil man bei denen immer nur gegen die Wand redet.

  32. @Rey Alp
    Den Artikel habe ich noch in Erinnerung. Er ist exemplarisch für den latenten Anti-Amerikanismus im Spiegel. Dieser Unterton zieht sich durch alles. Mal subtil. Mal penetrant wie hier. Das ist mit der Berichterstattung über Spiele durchaus zu vergleichen, da man in beiden Fällen Ideologie über Fakten stellt.

    Erwähnen wir lieber nicht, dass auch andere Länder Spezialeinheiten dort haben, die solche Operation durchführen. Für allem Großbritannien, aber auch Kanada, Australien und Neuseeland in kleinerem Rahmen. Aber nein, man darf keine Gelegenheit auslassen die USA als schießwütig darzustellen. Dass die USA gleichzeitig auch ungleich mehr für den Aufbau unternehmen muss ebenfalls niemand wissen.

    Die Berichte über Bombenabwürfe müssen extrem übertrieben sein, da sich das nicht mit den frei verfügbaren Berichten der Air Force deckt. Generell ist die Anzahl der Luftangriffe stark rückläufig. 5 Tage ununterbrochen? Ja, sicher…Selbst ohne einen Blick auf die Statistiken, sollte klar sein, dass das Unsinn ist.

    Die Trennung zwischen OEF und ISAF interessiert seit Jahren niemanden mehr. Beide Operationen sind schon lange eng verzahnt. Vor allem was die Führung betrifft. Es gibt keine getrennten Kommandostrukturen mehr. Wieso sollte man da auch Unterschiede machen? ISAF war nie eine reine Aufbaumission (wie in Deutschland immer suggeriert) und beteiligte vor allem seit 2006 an Kämpfen, nachdem man die Verantwortung für das ganze Land übernahm.


    Ansonsten ist Rolands Liste oben ganz gut. Das ist das unsägliche Niveau auf dem sich die Diskussion in Deutschland bewegt. Wenn es dann um Afghanistan direkt geht wird es noch schlimmer.
    Ein anderes gutes Beispiel ist dass immer noch JEDE Zeitung von „bis zu 142 Toten“ bei dem Luftangriff bei Kunduz redet. Tatsächlich sind es eher 50-80. Selbst auf den unscharfen Aufnahmen die Bild veröffentlicht hat, kann man nie im Leben 150 Personen sehen.
    Oder die Diskussion über die Verlegung von Leopard Panzern und Artillerie. Auch da wurde von allen herumfantasiert und die eigene Ideologie in den Vordergrund gerückt, statt einfach mal nachzusehen was andere Länder machen. Alle größeren Kontingente haben Artillerie dort und Kanada und Dänemark haben Erfolg mit Leopard II Panzern. Ob diese im Norden auch eingesetzt werden können ist was anderes, aber das hat niemand wirklich gefragt. Statt dessen wurde behauptet, dass sich dass nicht mit einem bevölkerungszentrischen Ansatz verträgt, was den kanadischen Berichten völlig widerspricht (die es wieder frei im Internet gibt wenn man mal danach sucht)

  33. Ich finde diesen schlecht recherchierten Journalismus nicht nur qualitativ erbärmlich sondern auch gefährlich. Der dafür Zuständige sollte daraus Konsequenzen ziehen. WoW ist zwar auch aus der Ego-Perspektive spielbar, aber dann leidet die Übersicht, ein Shooter ist es schon gar nicht.

  34. @Stefan und Roland

    Als jemand, de rnicht beim Bund war, habe ich natürlich nur recht wenig Ahnung. Mal mit meinem Halbwissen zur Liste von Roland:

    Das mit dem RP-Kommentar wirkt tatsächlich wie ein Missverständnis der Umschreibung Zivilisten als lebendige Schutzschilder zu missbrauchen. So wie dargestellt kenne ich da nur Berichte aus dem Warschauer Aufstand.

    Die Beschaffungspolitik der Bundeswehr wirkt auf mich, auch wenn sie da etwas undifferenziert erfolgt, etwas zweifelhaft. Die Hälfte der Projekte wie Eurofighter und Tiger kann man doch wohl an Rüstungsprojekte ansehen, die den kalten Krieg überlebt haben. Also Panzerbekämpfung und Luftüberlegenheitsjäger sind heute wohl etwas selten, weswegen beide jetzt ja auch ein „Mehrzweck“ im Einsatzprofil stehen haben. Natürlich kann man die auch sinnvoll in anderen Konflikten einsetzen, aber da gäbe es wahrscheinlich auch kostengünstigere Alternativen. Abgesehen davon – ist die Bundeswehr überhaupt in der Lage in Afghanisten eine wesentliche Anzahl solcher Maschinen zu transportieren, zu versorgen und zu warten? Ich meine die Transportkapazitäten sollen da doch schon jetzt kaum mehr von den vorhandenen Helis zu bewältigen sein? Den Puma finde ich auch etwas seltsam. So sollte der ja der Ausschreibung nach vom A400m transportiert werden können – dass das nur ohne zusätzliche Panzerung funktioniert ist schon ein Fail. Das wäre ja vielleicht verzeihbar, wenn es für einen guten Schutz der Insassen notwendig ist. Aber dem Gewicht nach ist der ja schon wirklich eher als Kampfpanzer einzuordnen. Ich meine das Ding wiegt nicht nur mehr als ein T34 sondern auch als ein T54 und T72. Erst T80 und 90 sind (unwesentlich) schwerer.

    Was man mit einer PZH2000 in einem assymetrischen Konflikt will erschließt sich mir ehrlich gesagt auch nicht wirklich. Wenn eigene Truppen angegriffen werden mal kurz in die Nähe feuern um die Aufständigen zu verjagen. Ich meine auch bei der Zielgenauigkeit wird man bei einem Feuergefecht doch wohl kaum die Gefahr eingehen wollen die eigenen leute zu treffen.

    Unabhängig von dem Artikel dachte ich schon öfters gelesen zu haben, dass es in Afghanistan den deutschen Truppen an Aufklärungsgerät fehlt.

    Auch wenn Patrouillen unnötig wären, scheint es aber doch an Fahrzeugen mit angemessener Panzerung zu fehlen?

    Zu den Panzern in Afghanistan – hatte sich nicht irgendjemand dahingehend geäußert, dass die zu schwer für die Brücken vor Ort wären? Und es stimmt schon, dass die Amis von SPOn irgendwie oft als die Coewboys darsgetsellt werden. Was mir am Artikel mehr aufgefallen ist, ist, dass es so dargestellt wird, als ob die deutschen nicht kampfen wollen würde. Ist es nicht so, dass die nach ihrem Mandat gar nicht offensive Operationen durchführen dürfen?

  35. @buzzti
    Das Problem ist aus meiner Sicht nicht die Güte eines bestimmten Journalismus, sondern eine gewisse Ideologie dahinter welche etwa glaubt für alles was mit Gewalt zu tun hat ein gütlichere Lösung möglichst noch parat zu haben – die gegen alles auftritt was mit Krieg oder Gewalt zu tun hat, weil diese eben nie notwendig oder sinnvoll seien aus deren Sicht. Ungeachtet dessen, dass durch eine solche Ideologie womöglich noch selbst Gewalt, und wenn begrifflich schon nicht „Gewalt“, dann zumindest Druck ausgeübt wird auf Andersdenkende – in vielerlei Hinsicht. Ob sie nun mit etwas aufhören sollen (Computer spielen zum Beispiel), oder anderen Professionen nachgehen
    Ganz abgesehen davon, dass sich eine solche Ideologie gegenüber anderen quasi schon notgedrungen erhöht – Vorstellungen vom „richtigen“ Leben mitbringt

    Ich glaube auch nicht, dass man da in der Sache viel Ahnung haben braucht um gewisse negative Gefühle dabei zu erkennen. Wie Stefan schon sagte sehe auch ich, ohne jegliche militärische Kompetenzen, diese beständig aus Artikeln heraus lesbar: bis hin zu jenem aus meiner Sicht unsäglichen Text über Halo von Carsten Görig zum Beispiel (SPON). Wo Halo bei völliger Ignoranz gegenüber den religiösen Grundlagen des betreffenden Universums und in diesbezüglich eindeutiger Verkehrung der Sachverhalte das Verhältnis von Militär, Politik und Religion im Spiel betreffend, Halo quasi zu einem Rekrutierungsprodukt für das US-Militär gemacht wird, sowie mit dem Master Chief zu einer schon postfaschistoid anmutenden Fantasie vom Übermenschen, welche die Amerikaner noch irgendwie so verbreiten wollten womöglich
    Dass der Master Chief jedoch jeder Mensch ist der Halo spielt, so auch Carsten Görig tat er dies für den Artikel zumindest, spielt(e) da überhaupt keine Rolle – leider! :-(

  36. Nachtrag: wichtig erscheint mir bei Videospielen da vor allem zu sein, dass an den jeweiligen Universen überhaupt ein gewisses Desinteresse besteht.
    Man liest aus den Universen, ob nun Halo oder Star Wars, die sind für sowas scheinbar besonders anfällig weil sie auf sehr archetypische Muster in ihren künstlichen Mythologien (Lehren von Mythen) zurückgreifen, mit Vorliebe und vornehmlich scheinbar das raus was man für die Verbreitung der eigenen Ideologie braucht: und da ist es noch „ideologiekritisch“ auf Afghanistan zu kommen, weil die Videospiele und populären Kulturwelten eben so für die „völkerrechtswidrigen Kriege“ (ebenfalls) vorbereiten

    Es gibt ja auch noch vermeintlich nicht-konservative Ideen, welche in Hinblick auf einen Realismus (Arche-)“Typen“ überhaupt ablehnen, bei denen keine Klischees oder Stereotypen vorkommen dürfen sozusagne, weil sie immer auf eine Negativität in den Lebenswirklichkeiten bezogen werden: Auswirkungen (dann auch), welche verheerende Schäden haben
    Diese Fantasiefeindlichkeit mag etwa auch so weit gehen, dass negative Gefühle zum Beispiel auch Einheiten aus Strategiespielen entgegen gebracht werden, wie zum Beispiet „den Soldaten“, oder „den Gärtner“, weil diese eben auch auf solchen Rollenbildern basieren würden. Darauf baut glaube ich die gesamte Gegnerschaft gegen die populäre Kultur, welche nicht konservativ ist und vor allem in Deutschland so auftritt, auf

  37. @Rey Alp
    Das Eurofighter und Tiger viel zu lange gebraucht haben, bestreitet niemand. Aber der Eurofighter ist inzwischen einsatzbereit. Und er ist kein reiner Luftüberlegenheits-Jäger, sondern wirklich ein Allzweck-Flugzeug. Die späteren Tranchen haben alle Air-to-Ground Fähigkeiten mit Integration für Paveway LGBs, cruise missiles u.ä. Praktisch alles was im NATO Inventar gibt. Frühere Versionen wurden und werden nachgerüstet. Ein guter Vergleich ist da vielleicht die F-15E. Das ist ein Jagdbomber, der auf einem Flugzeug (die F-15 C/D) basiert, bei dem es hieß „not a pound for air to ground“. Heute ist es nach der der A-10 DAS Flugzeug für CAS.

    Dass der Eurofighter in Deutschland erst in Jagdgeschwadern eingeführt wird ist logisch, da zuerst mal die antiken F-4 Phantom ersetzt werden müssen. Diese waren übrigens mal aus Übergangslösung gedacht…
    Das Projekt ist auch unverzichtbar, da die Tornados irgendwann sowieso ersetzt werden müssen. Die Alternative wären US-Flugzeuge. Vor allem die F-35 (ein reiner Bomb-Truck), wie sie auch anderen europäische Länder beschaffen. Aber das ist in Deutschland nicht machbar.

    Natürlich könnte Deutschland solche Flugzeuge in AFG einsetzen. Die Mittel und Fähigkeiten sind bei der Luftwaffe da. Lufttransport mit Helikoptern ist ein ganz anderes Thema. Da sieht es in der Tat schlimm aus (jetzt gelöst, da die USA eine Combat Aviation Brigade in den Norden verlegen).
    Aber bei eigener Luftunterstützung fehlt da wie bei allem in Deutschland nur an politischem Willen. Es wäre möglich, wird aber nicht getan, da es zu kriegerisch wirkt.

    Artillerie ist bis auf wenige Meter genau einsetzbar. Erst wird ein Schuss abgegeben und dann korrigiert. Die Gefechte in Afghanistan laufen i.d.R. alle auf größerer Distanz (über 300 Meter ab). Da muss man eben abwägen ob die eignen Truppen oder Zivilisten gefährdet sind. Wie gesagt, viele andere Länder haben ähnliche Geschütze dort. Entweder 105mm oder 155mm. Großbritannien setzt auch MLRS Raketenwerfer ein. Für die ist das essentiell für den Schutz von FOBs und Patrouillen.

    Der Tiger ist so ein rein deutsches Problem. Die Franzosen setzen ihn mittlerweile in Afghanistan ein. Mit verbesserten Triebwerken. Alle anderen Länder haben die Kampfversion mit Bordkanone. Nur Deutschland hat sich dagegen entschieden. Vernünftige Länder wie Großbritannien, die Niederlande oder Griechenland haben sich natürlich Apache Longbow besorgt ;)

    Die Deutsche Rüstungspolitik ist in der Tat schlimm und es gibt viele Sachen die man anmeckern kann. Oft stehen politischen Entscheidung vor dem Bedarf des Militärs (z.B. auch Reaper vs Heron). Aber so schlimm wie oft getan wird, ist es auch wieder nicht. Es braucht alles viel zu lange und wird immer teurer, aber dass alle Projekte sinnlos sind, wie oft dargestellt kann man nicht sagen. Diese Meinung kommt eher durch den deutschen Pazifismus und Antimilitarismus als durch sachliche Abwägungen. Statt abzuwägen welche Projekte gut und welche schlecht sind, lehnt man eher gleich alles ab.


    „Was mir am Artikel mehr aufgefallen ist, ist, dass es so dargestellt wird, als ob die deutschen nicht kampfen wollen würde. Ist es nicht so, dass die nach ihrem Mandat gar nicht offensive Operationen durchführen dürfen?“
    Nein. Das war mal so aber hat sich in den letzten Jahren schleichend geändert. Die ROEs erlauben mittlerweile so ziemlich alles. Man hält sich nur mit gezielten Tötungen zurück. Andere Spezialoperation führt das KSK aber durch. Was genau was man aber nicht, da streng geheim.

  38. Ich weiss nicht, ob es schon erwähnt wurde:
    In den Kommentaren zum Artikel hat sich auch Fabian Siegismund von der Gamestar zu Wort gemeldet.

  39. Zitat Siegismund, obs derselbe wie von der Gamestar ist kann ich nicht sagen: „Ah ja, genau, World of Warcraft, das war doch irgendwie böse. Allerdings nicht, weil es ein Ego-Shooter und besonders brutal wäre. Stattdessen ist World of Warcraft das erfolgreichste Online-Rollenspiel der Welt. Es gerät des öfteren in die Kritik, weil es seine Kunden stundenlang vor den Monitor fesselt. Stichwort: Spielsucht. Aber brutal ist es nicht, sondern eher bunt, comichaft und fröhlich. Es ist entsprechend ab 12 Jahren freigegeben.“
    Ich glaub das ist ein Paradebeispiel dafür, dass die Situation da so schwierig ist und sich in der Berichterstattung wie einer FAZ auch nichts ändern wird, denn was hindert da einem der beide Titel eben nicht kennt trotzdem skeptisch zu sein beziehungsweise zu bleiben: gut, es wird korrekt darauf hingewiesen dass WOW schon ab zwölf Jahren freigegeben wird, sowie in einem zweiten Kommentar noch, dass der Remedy-Erstling indiziert ist, aber Chrissi P. fordert da für ersteres ja auch eine Altersfreigabe ab 18 Jahren erst. Wegen der Suchtgefahr zwar, auf die Siegismund in seinen Kommentaren hinweist, aber immerhin…
    Also was hindert da dem geneigten FAZ-Leser dem Herrn Siegismund (auch) bloß nur wieder „Verharmlosung“ zuzurufen, wenn er da etwas „eher bunt, comichaft und fröhlich“ sieht. Womöglich wird der Herr S. so bloß noch als dementsprechend „abgestumpft“ wahrgenommen, dass er da etwas „eher bunt, comichaft und fröhlich“ sieht, wenn Gewalt in WOW ausgeübt wird.
    Also so, mit solchen Vorstellungen, ist dem ganzen glaub ich keinesfalls beizukommen

  40. Wird zwar langsam offtopic, aber noch zu PzH 2000:
    .
    Artillerie hat in einem asymmetrischen Konflikt die gleiche Berechtigung wie Luftnahunterstützung. Zur Not taugt sie auch einfach zur „show of force“, d. h. man verschießt Nebel- oder Leuchtmunition. Die Granatwerfer, die bereits jetzt vor Ort sind, werden ständig dazu eingesetzt. Dazu muß sich die Haubitze gar nicht groß bewegen, die Gefechte im Unruhedistrikt Chahar Darreh fanden alle in einer Entfernung von nur wenigen Kilometern zum PRT Kunduz statt (was gleichzeitig eindrucksvoll den eingeschränkten Bewegungsspielraum von ISAF/ANA belegt).
    .
    KZO (=Kleinfluggerät Zielortung), daß im Moment zur generellen Aufklärung verwendet wird, wurde eigentlich dazu entwickelt, Zieldaten- und -Bilder in Echtzeit an eine Panzerhaubitze 2000 zu übertragen. Im Zusammenspiel steht dem Kommandeur damit ein genaues und vor allem schnelles Mittel zur Feuerunterstützung zur Verfügung: Man muß halt nicht eine halbe Stunde oder länger warten, bis die von der ISAF angeforderte Luftunterstützung vor Ort ist.
    .
    Dazu kommt noch, daß die kleinste laser- oder GPS-gelenkte Bombe immer noch eine 500 Pfund-Bombe ist. Entsprechend groß sind die Sicherheitsbereiche um bewohnte Ortschaften oder eigene Truppen, innerhalb derer kein Waffeneinsatz zulässig ist. Die im Vergleich geringere Feuerkraft der Artillerie erlaubt entsprechend geringere Sicherheitsabstände.

  41. @Roland_09
    Ich verstehe zwar nichts von diesen Dingen, finde die Diskussion hier jetzt aber schon hochinteressant – egal ob off-topic oder nicht :-)

  42. „Der einzig richtige Weg wäre es gewesen Griechenland aus der EU zu werfen, um 1. die griechische Regierung für ihren jahrelangen Betrug abzustrafen und 2. um ein Exempel an alle anderen verschwenderischen EU-Mitgliedsstaaten zu statuieren (Spanien, Portugal, Frankreich etc.).“

    Immer wenn ich diese Forderung lese, weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll… Warum sollte man irgendeinen Staat aus der EU (Europäischen Union!) schmeißen, weil er pleite ist? Aus der Eurozone rauswerfen, wäre zumindest eine logische, wenn auch gleichermaßen unmögliche Forderung.

    Jede Forderung eines Rausschmiss aus der EU ist das gedankenlose nachplappern von Springerpropaganda und lässt wirklich tief blicken…

  43. @Roland
    „Dazu kommt noch, daß die kleinste laser- oder GPS-gelenkte Bombe immer noch eine 500 Pfund-Bombe ist.“
    >
    Das stimmt nicht. 500 Pfund JDAMs sind zwar Standard, aber es gibt gelenkte 250 Pfund Bomben, z.B. die GBU-39. Damit ist es schon möglich ein Haus gezielt zu zerstören ohne die Umgebung gleich komplett einzuebnen. Hellfire Raketen sind da auch sehr beliebt, da sie nur einen kleinen Sprengkopf haben. Aber inzwischen sind die ISAF ROEs so streng, dass das fast nicht möglich ist dafür eine Genehmigung zu bekommen.

    Es gibt übrigens auch GPS-gelenkte Mörser- und Artillerie-Munition. Wobei ich da gerade einen Bericht gelesen habe, dass die US Army die Bestellungen zurückgefahren hat, da normale Munition i.d.R. ausreichende Genauigkeit bietet

    Aber wie gesagt off-topic. Lassen wir es mal dabei :)

  44. Ein Land wegen lehrer Konten gleich aus der EU zu kicken ist typisches CSU-Denken!
    Klar ist, dass die Verantwortlichen dafür um jeden Preis abgestraft werden müssen, dafür sind auch viele griechische Bürger.
    Schließlich denken jetzt viele Menschen anderer Länder das Griechen eine Art „Schnorrervolk“ ist, dank der inkompetenten Berichtserstattung.
    Würden wir ein Land rauswerfen, so würden viele andere das „EU-Bündnis“ und alle anderen Zusammenarbeiten in Frage stellen und wohlmöglich auch gleich die EU verlassen.
    Was mich allerdings sehr ärgert ist unsere Regierung die UNSERE Zukunft mit dem griechischen Hilfspaket ins Pokerspiel mit einsetzt!
    Es ist zwar verständlich, dass man helfen will, aber WIR als schon hoch verschuldetes Land können nicht für andere Länder noch mehr Schulden aufnehmen um denen Geld zu geben was wir wohl nie mehr wiedersehen werden.
    Ich meine die EU besteht ja nicht nur aus Frankreich,England und Griechenland, sondern aus 30 Ländern!
    Daher frage ich mich wieso Deutschland insgesamt 123 Milliarden von einem ca 550 Milliarden Geldberg tragen muss!
    Wenn jedes EU Land ca 19 Milliarden aufbringt, so würde ich da auch keine Beteilung Deutschlands ein Problem sehen, aber offensichtlich scheint es für viele Länder schon Gang und Gebe zu sein „Nein“ zu sagen, weil sie wissen „was wir nicht zahlen werden die dummen Deutschen zahlen“.
    Normalerweise müsste es einen Volksaufstand hier in Deutschland geben, da das was die Merkel da macht die Zukunft unseres Landes aufs extremste gefährdet!
    Hätte Schröder dies gemacht, hätte die CDU mit Atombomben auf ihn geworfen!

  45. „Ich meine die EU besteht ja nicht nur aus Frankreich,England und Griechenland, sondern aus 30 Ländern!
    Daher frage ich mich wieso Deutschland insgesamt 123 Milliarden von einem ca 550 Milliarden Geldberg tragen muss!
    Wenn jedes EU Land ca 19 Milliarden aufbringt, so würde ich da auch keine Beteilung Deutschlands ein Problem sehen, aber offensichtlich scheint es für viele Länder schon Gang und Gebe zu sein “Nein” zu sagen, weil sie wissen “was wir nicht zahlen werden die dummen Deutschen zahlen”.“

    Da ist ein Denkfehler: Zu den 30 EU-Ländern zählen ja auch die sogenannten PIIGS-Staaten. Also ausser Griechenland noch Spanien, Italien, Portugal und Irland. Von denen dürfte keine die 19 Milliarden aufbringen können. Die müssen sich erst mal selber helfen.
    Nicht falsch verstehen: Ich bin auch dafür eher heute statt morgen den Euro-Raum und die EU zu verlassen. Die „gute alte D-Mark“ werden wir dadurch nicht wieder bekommen, und eine starke Währung müßten wir uns erst wieder erkämpfen.

  46. Die Griechenlandhilfe stößt bei mir auch auf Unverständnis… bezogen auf Deutschland. Meiner Meinung nach ein absoluter Schnell- bzw. Fehlschuss. Das was die deutschen Politiker gemacht haben ist meiner Meinung nach unverantwortlich. Die Bürger müssen eh schon für soviel aufkommen und nun haften wir auch noch für einen Kredit von 123 Milliarden Euro, den unsere Politiker im Eilverfahren durchgewinkt haben. Wenigstens hier währe es doch sinnvoll gewesen auch das Volk zu fragen… bzw. wenigstens gemeinsam mit der EU eine Lösung zu erarbeiten, damit die Kosten auch gerecht verteilt werden.

  47. @Boomboy
    „Ein Land wegen lehrer Konten gleich aus der EU zu kicken ist typisches CSU-Denken!
    Klar ist, dass die Verantwortlichen dafür um jeden Preis abgestraft werden müssen, dafür sind auch viele griechische Bürger.“
    .
    Stimmt, wobei die Ironie dabei ist, dass ausgerechnet unsere hochverehrte Frau Bundeskanzlerin forderte, dass Ländern, die ihre Haushalte nicht im Griff haben und gegen Defizitkriterien verstoßen, das Stimmrecht entzogen werden sollte.
    Wie war das doch gleich mit Deutschland…?
    .
    Was Die Zahlen angeht: Sind das nicht Kreditgarantien, die abgefragt werden können aber nicht müssen, ähnlich wie bei dem deutschen Bankenrettungsfond? Sonst hängt Deutschlands Beitrag mit der Einwohnerzahl und der wirtschaftlichen Leistung zusammen meine ich. Da Deutschland hier an der Spitze von Europa steht, muss es am Meisten zahlen.

  48. @D-Jay
    Ist eigentlich noch mehr Geld, 28 für die Griechen, 123 für den Eurotopf. Zählt man dann noch die ganzen anderen Beträge hinzu die wir Jährlich an andere verschenken oder verleihen ohne je etwas davon wiederzusehen wird klar warum uns so viel Geld im eigenen Land fehlt, aber wenn man das sagt neigt man ja gleich zur Polemik. Viele sagen wir leisten auch deshalb Zahlemann und Söhne weil wir mit Geld das wiedergutmachen wollen was wir vor über 60 Jahren getan haben, ich denke das da schon was wahres dran ist.

  49. Manche Schreiber hier scheinen aus der rechten Ecke zu kommen oder haben zu viel Springerpressee konsumiert…
    Deutschland profitiert stark von EU und EURO, 70% der deutschen Exporte gehen ins europäische Ausland. Vom Zahlmeister Deutschland kann also kaum die Rede sein.
    Wegen solchen bornierten und engstirnigen Menschen gibt es in Deutschland die Killerspie-Debatte. Auf alles das man nicht begreift wird draufgehauen. Traurig.

  50. Wegen der EU Hilfe:

    Merkt ihr denn nicht, dass imn Hintergrund noch jemand die Fäden zieht? Merkel hat am Anfang gesagt, wir helfen nicht! Und dann hat se doch plötzlich umgesteuert! Da zieht jemand die Fäden und wenn Angie nicht springt setzts was!

  51. @Neo
    Weder noch, die Leute darunter auch ich sagen nur was sie meinen bzw. denken ohne unnötig ein Blatt vorm Mund zu nehmen wie es sonst so oft von einem erwartet bzw. verlangt wird…

  52. Also die CDU vor den Wahlen im September 2009 noch mit Steuersenkungen geprahlt haben wusste ich das dies niemals geschehen wird!
    Vorallem nicht in einer Finanzkriese.
    Tja, ich hatte recht und jetzt wird schon über Steuererhöhungen debattiert, natürlich wird da behauptet wegen des schlechten Euros und der Finanzkriese, hat nichts mit Griechenland zu tun und so.
    Aber das Geld was wir an Griechenland geben hat dem ganzen noch den Rest gegeben und wartet mal ab, Steuererhöhungen werden kommen und diese werden nur mit dem schlechten Euro und der Finanzkriese argumentiert.

    Neo schrieb:
    „Deutschland profitiert stark von EU und EURO, 70% der deutschen Exporte gehen ins europäische Ausland“
    Genau, du sagst es!
    Aber Europa besteht nicht nur aus 5 Ländern, sondern aus ca über 30 Ländern und ich denke nicht das Deutschland so dermaßen viel nach Griechenland exportiert, dass man nun die Zukunft unseres eigenen Landes damit aufs Spiel setzt.
    Wir Deutschen müssen immer und überall für jeden Scheiss der passiert zahlen.
    Ob Erdbeben oder Tsunamies oder nun Staatspleiten… immer müssen WIR zahlen!
    Und wovon sollen wir das noch zahlen?
    Viele Städte und Komunen haben nicht mal genug Geld, um die Straßenschäden die durch den Winter entstanden sind zu reparieren.
    Und viele Bürger haben jetzt schon horrende Probleme mit dem Geld und dies wiederum führt dazu, dass viele Eltern ganztags arbeiten gehen und keine Zeit mehr für ihre Kinder haben was dann wieder zu Amokläufen führen kann, weil die Eltern sich nicht um die Sorgen und Nöte ihrer Kinder kümmern konnten, weil sie ganztags arbeiten müssen, weil unsere Bundeskanzlerin unser Land und uns in einen gewalten Schuldenstrudel gerudert hat.
    Und das tut sie wohl aus dem Glauben heraus, dass wir immer noch etwas gut zu machen haben was nicht wieder gut zu machen ist.
    Der Krieg ist Geschichte und sollte das auch endlich bleiben, er hat in der Politik von heute nichts mehr zu suchen.
    Eine Bundeskanzlerin die den Krieg immer als Hauptargument anführt, um etwas zu tun hat ebenfalls nichts mehr in der Politik zu suchen.
    Es kann aber auch sein, dass die Frau Merkel unter dem sogenannten „Helfersyndrom“ erkrankt ist.
    Diese Leute wollen so dermaßen verbissen helfen, dass sie sogar selbst ihr eigenes Gehirn spenden wollten, wenn sie es könnten.
    Sie können nicht mehr klar sehen, ob das was sie tun nicht übertrieben ist und das sie vielleicht gar keine Mittel mehr zum helfen haben.

  53. „Weder noch, die Leute darunter auch ich sagen nur was sie meinen bzw. denken ohne unnötig ein Blatt vorm Mund zu nehmen wie es sonst so oft von einem erwartet bzw. verlangt wird…“

    Aha, also die schweigende Mehrheit von der gewisse Politiker immer gerne reden.

    „Der Krieg ist Geschichte und sollte das auch endlich bleiben, er hat in der Politik von heute nichts mehr zu suchen.“

    Der Krieg findet nur noch in den Köpfen der Ewiggestrigen statt. Die Griechenland-Hilfe hat nix mit dem Krieg zu tun, das Deutschland am Meisten zahlt hängt damit zusammen, dass Deutschland die meisten Einwohner hat.

  54. Was wird denn hier für ein rechter Unsinn fabriziert? Der Zweite Weltkrieg hat aber auch rein gar nix mit dem Rettungspaket für den Euro zu tun. Ein stabiler Euro ist vor allem im Interesse von Deutschland, außerdem sind Bürgschaften keine Geschenke.
    Und ein bisschen mehr Solidarität mit den Menschen in Griechenland wär auch nicht verkehrt.

  55. Wenn bei Steuererhöhung die Erhöhung des Spitzensteuersatztes gemeint ist oder das Ausweiten der Steuerbemmesungsgrundlage, dann habe ich damit kein Problem. Das würde Familien mit geringeren Einkommen und Niedriglöhner eh nicht betreffen. Steuererhöhungen sind nicht per se schlecht und Steuersenkungen nicht per se gut.
    Angst würde mir eine erneute Erhöhung der Mehrwertsteuer machen, die muss nämlich jeder zahlen, egal wie wenig er/sie verdient.

    Hinsichtlich der Griechenlandhilfe. Deutschland muss am meisten zahlen, weil es die größte Volkswirtschaft (gemessen am BIP) in der Währungsunion ist. Und als Exportweltmeister haben wir auch ein großes Interesse daran, das der Euro stabil bleibt und die Währungsunion nicht zusammenbricht.
    Wir unterstützten die Griechen, damit die weiterhin deutsche Waffen (und anderes) kaufen.
    Den Griechen wird zwar gesagt sie müssen jetzt sparen, aber die deutschen U-Boot Aufträge dürfen selbstverständlich nicht aufgelöst werden. Die Verträge müssen eingehalten werden.
    Also wenn die Griechen auch die Kredite niemals zurückzahlen können, ein paar Milliarden fliessen wieder nach Deutschland zurück, nur halt nicht an „uns“ sondern an gewisse Konzerne (hoffe die zahlen wenigstens ihre Steuern hier)!
    Mich stört nicht, dass wir den Griechen helfen, nur die Verlogenheit stört mich. Es war doch von Anfang an klar, dass Griechenland Geld brauchen wird. Aber nein, erstmal sagt der griechische Staatschef sie wollen kein Geld sondern Solidarität (Ja klar).
    Dann kommt die Merkel und gibt die Madame No, weil in NRW Wahlkampf ist. Dabei war doch klar, dass die EU und damit auch Deutschland den Griechen was zahlen wird . Dann reden sie erstmal von 8 Milliarden, mittlerweile sind es wieviel 128 Milliarden in 3 Jahren?
    Und wen der Ackermann ausspricht was jedem eh klar ist, nämlich dass Griechenland die Kredite nicht so einfach zurückzahlen werden kann, dann beschweren sich die Politiker auch (oh nein das soll doch niemand wissen)
    Ich bete, dass Griechenland die nötigen Reformen durchführt und dies ausreichen wird, die Krise irgendwie zu überstehen (was ja noch in den Sternen steht)

  56. laqntzelotz
    Und von einer Mehrwertsteuererhöhung sprechen jetzt schon einige Politiker und Wirtschaftsheinis, nur eine Frage der Zeit bis die kommt.

  57. „Und ein bisschen mehr Solidarität mit den Menschen in Griechenland wär auch nicht verkehrt.“
    Allerdings!
    Ich kann so nur meine Abscheu über manche Äußerungen hier kundtun.
    Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt, so auch mein Land Österreich, und da hat man nunmal mehr zu tragen als andere! Deutschland und die anderen Reichen profitieren doch auch davon.
    Persönlich betrachtete ich den europäischen Einigungsprozess ja leider schon vor vielen Jahren als gescheitert, als immer mehr Missgunst und Zwietracht diesen zu bestimmen begannen :-(

  58. Gerade hier wo es doch auch um Ausgrenzung von Menschen und deren computerspielende Lebensweisen, Freizeitgestaltungen zumindest, geht beziehungsweise gehen sollte, sollte doch wirklich ein Mindestmaß an Solidarität vorhanden sein.

  59. Es ist ein alter Hut, dass Deustchland mit seinem stetigen Außenhandels-Überschuss, der weit überwiegend durch den EU-Binnenhandel entsteht, die anderen Länder dazu zwingt, Produkte auf Pump zu kaufen. Darüber wiederum freuen sich die (deutschen) Banken – so lange, bis ihnen der ganze Laden um die Ohren fliegt.

    Die unausgeglichene Exportbilanz der europäischen Staaten verursacht das Drama – und das heißt: DEUTSCHLAND verursacht das Drama, oder genauer: Die wenigen global Player, die in Deutschland vom Export leben.

    Nochmal: Der DEUTSCHE Steuerzahler steht dafür gerade, dass Griechenland sich bei DEUTSCHEN Rüstungskonzernen (und ich füge an: auch durch sein Engagement im Bereich des DEUTSCHEN Maschinenbaus) zu großzügig investiert hat.

    Kurz: Der deutsche Steuerzahler zahlt jetzt für das, worauf Schröder immer so stolz war: Dass Deutschland „EXPORTWELTMEISTER“ war.

    Wenn etwa in Portugal und Spanien Produkte aus Deutschland DREIßIG PROZENT GÜNSTIGER angeboten werden können als EINHEIMISCHE Produkte, was bedeutet das? Durch die deutschen Dumping-Löhne hat sich die deutsche Wirtschaft einen derartigen Exportvorteil verschafft, dass spanische und portugiesische Firmen an die Wand gefahren werden. Wovon soll dann aber Spanien und Portugal diese Importe deutscher Waren eines Tages ZAHLEN?

  60. @Pyri
    Ich sage ja nicht das wir Griechenland nicht helfen sollten, mich gehen nur die Lügen der Politiker auf dem Nerv und das Geld rangeholt werden muß das wir momentan einfach nicht haben und es wohl so sein wird das wir die Rechnungen anderer zahlen müssen, das ist alles.

  61. @ Darkfire
    sehe ich genauso. Deshalb bin ich auch für einen Mindestlohn, von mir aus gekoppelt an die regional unterschiedlichen Preisniveaus.
    Aber die Merkel sagt ja, sie wolle das lieber regional über Lohntarife regeln.
    Ja na klar dann wird das Problem gelöst, konnte man ja die letzten Jahre beobachten wie sich der Niedriglohnsektor entwicklet hat. Da auf die Tarifparteien zu setzten ist rein Hinhaltetaktik. Ein Mindestlohn würde sich mMn positiv auf die Inlandsnachfrage auswirken, denn Leute die wenig verdienen tendieren nicht dazu viel zu sparen, da sie ihr Einkommen für den Konsum benötigen. Leute die über 65 tausend im Jahr verdienen tendieren eher zum Sparen und entziehen (vereinfacht ausgedrückt) damit dem System im gewissen Maße das Geld.

    “Und ein bisschen mehr Solidarität mit den Menschen in Griechenland wär auch nicht verkehrt.”

    Sehe ich auch so. Wir Deutschen müssen uns da auch an die eigen Nase fassen.
    Und mit dem Finger auf die Griechen zu zeigen und zu sagen, „warum zahlen wir für die faulen Griechen, diese Steuerhinterzieher?“ so wie es die Bildzeitung so gerne tut, ist einfach eklig.
    Jeder von uns würde das genauso machen, wenn er in Griechenland leben würde. Da hat sich ein System entwicklet von Steuerhinterziehung und Bestechung, da kann man als kleiner Grieche nicht so einfach ausbrechen und nicht mitmachen.
    Ich hoffe die bekommen ihre strukturellen Probleme in den Griff und es entwickelt sich eine Mentalität gegen Korruption und Steuerhinterziehung.
    Leider zeichenen ja die Demonstrationen ja ein anderes Bild. Aber die Demonstranten sind so weit ich weiß v.a Beamte, die Angst vor den massiven und nötigen Einschnitten haben, und Nationalisten, die Griechenland aus der EU haben wollen.

  62. Doktor Trask schieb:
    „@Pyri
    Ich sage ja nicht das wir Griechenland nicht helfen sollten, mich gehen nur die Lügen der Politiker auf dem Nerv und das Geld rangeholt werden muß das wir momentan einfach nicht haben und es wohl so sein wird das wir die Rechnungen anderer zahlen müssen, das ist alles.“

    Eben genau das meine ich auch!
    Aber das Deutschland eines der reichsten Länder der Welt sein soll scheint nur in Märchenbüchern zu stehen.
    Denn wäre Deutschland reich, wieso haben wir fast 2 Billionen Euro Schulden?
    Man kann nicht reich und verschuldet zu gleich sein, es sei denn, man will vom Geld anderer Leben (was wirklich dreißte Arbeitslose tun, damit meine ich aber den harten Kern, nicht alle Arbeitslose. Viele wollen arbeiten, wenige aber wollen vom Geld anderer leben).
    Wenn also Deutschland so reich ist, dann frage ich mich wieso wir überhaupt die MwSt erhöht haben und wieso viele Städte und Komunen kein/nicht genug Geld zur Straßensanierung erhalten?
    Ich hoffe ja, dass den Griechen das Geld nur Stück für Stück gezahlt wird und das nur dann, wenn etwas bestimmtes umgesetzt wurde.
    Beispiel:
    Ihr bekommt 10 Milliarden, wenn ihr bei euren Beamten die Bezüge um mindestens 50% gesenkt habt, gesetzlich versteht sich.
    Denn, wenn unsere Regierung das Geld in großen Brocken rüberwirft (50 Milliarden pro Rate), dann wird sich da nichts ändern, weil die jenigen die den Mist in Griechenland verursacht haben sich denken werden „puh noch mal Glück gehabt, ein paar Deppen gefunden zu haben die unseren Mist wieder ausbügeln“.

  63. Ich finde die Hilfe für Griechenland klasse! Wir stopfen das Schuldenloch mit Schulden! Mit Geld, dass praktisch gar nicht existiert! Genial!

  64. @Pyri:
    „Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt“
    vs
    „Schuldenuhr“

    Wie kann man als Land reich sein wenn man Schulden hat? Wen eine Privatperson in den roten Zahlen ist würde doch niemand sagen, dass er reich ist oder?

    @“Niedriglohn“ und „Mindestlohn“:
    Wie kann es sein dass es Menschen gibt die so rund acht Stunden am Tag arbeiten und dennoch jedes Monat vom Amt ihr Zusatzgeld holen müssen? Tya da könnte ein Mindestlohn viel bringen.

    @“Griechenland“:
    Problem bei einer Hilfe ist nicht, dass sie ihre Systeme so gelebt haben wie sie sind, sondern, dass die Regierung schlicht weg GELOGEN hat was ihre Situation betrifft. Ich bin gespaltener Meinung ob man ihnen wirklich helfen sollte oder beim Pleite gehen zu sehen sollte und das Geld für andere Länder aufsparen sollte…

    @Soldat-Hans: YouTube: „Wie funktioniert Geld?“ Sind 3 Teile.
    ^^ Wie man Geld vom Wert trennt ist dabei sehr gut getroffen ^^

    Happy Coding.

  65. @The_Real_Black
    „Wie kann man als Land reich sein wenn man Schulden hat? Wen eine Privatperson in den roten Zahlen ist würde doch niemand sagen, dass er reich ist oder?“
    So was hat mich früher immer aufgeregt, aber mit dem Alter bin ich da anscheinend auch schon gelassener geworden: ein Staatshaushalt ist mit einem Privathaushalt doch nicht zu vergleichen! Diese Denkweise werd ich nie kapieren – bei dem Verständnis gäbe es überhaupt keine reichen Staaten, weil wirklich schuldenfrei sind höchstens irgendwelche Klein- und Kleinststaaten wie Liechtenstein oder Luxemburg vielleicht noch
    Die USA haben schließlich auch Schulden…
    Und was ist da schon zum Beispiel bloß noch nur mit der Armut in Mexiko
    Sowie der ganzen restlichen Armut auf der Welt?

  66. Stimmt, die USA haben 13 Billionen Dollar Schulden (mehr als die EU, die hat zusammen 9 Billionen), aber die meisten Millionäre (ca. zwei Millionen).
    Die Schulden der afrikanischen Länder pro Einwohner sind entschieden niedriger als die von Deutschland und den USA. Trotzdem beneidet niemand hierzulande Namibia und Südafrika für ihren Reichtum.

  67. Pingback: Stigma-Videospiele: “FAZ auf Irrwegen” | Computerspielberatung.de

  68. Also mal zur Steuerdebatte:

    Würde man Griechenland aus der EU werfen, dann würde das Land buchstäblich vor die Hunde gehen, wegen dummer und inkompeter Politiker (also zumindest das haben Deutschland und Griechenland gemeinsam…). Auch glaube ich nicht, dass der Euro durch den Rauswurf stabiler würde, da dann die EU langfristigimmer kleiner wird und so der Sinn des Euros mehr und mehr auf der Strecke bleibe: Wozu eine Währungsunion, die sich nur auf eine Hand voll Länder bezieht? Welchen Sinn hätte das?

    Darüber hinaus sollte man bedenken, dass ein nicht ganz so starker Euro für den Export sogar eigentlich ganz gut ist und das die Exportwirtschaft, die nicht in Euro-Länder exportiert, unter einem starken Euro sehr leidet.

    Also alles hat Vor- und Nachteile.

    Ich denke mal das Hauptproblem ist einfach, dass auch Deutschland die Schulden wohl niemals zurückzahlen kann. 1,7billionen… woher nehmen und nicht stehlen? Ich habe schon vor der NRW-Wahl zu Bekannten gesagt: die Steuern müssen massiv erhöht werden. Mehrwertsteuer auf 25% oder ähnlich drastische Methoden, damit es überhaupt möglich wäre, einen ausgeglichenen Haushalt abzuliefern. Dann noch die Ausgaben reduzieren (u.a. Entwicklungs- unf Aufbauhilfen) und man könnte in 200 Jahren evt die Schulden merklich reduziert haben.
    Aber es ging ein Aufschrei durch die Runde, als ich von Steuererhöhungen sprach, weil wir ja schon zuviel zahlen würden… joa… und? Wir haben Schulden, also Maul halten und durch!

  69. Wenn Steuererhöhung, dann doch bitte aufs Zinseinkommen. Die Besteuerung von Zinseinkommen ist im Vergleich zur Besteuerung von Lohn/Gehalt zu niedirig, das ist doch eine irgendwie ungerecht.

  70. Man mag von der Griechenland situation halten was man will, was mich aber immerwieder arg verwirrt ist mit welcher leichtigkeit die regierung in solchen fällen hunderte milliarden aus dem ärmel schüttelt. Wie es ja zB auch in der finanzkrise passiert ist…

    Geht es dagegen um langfristige wichtige zukunftsinvestitionen wie zB forschung, bildung kinder und familienhilfe wird um jede einzelne milliarde gefailscht als wäre das ganze rausgeschmissenes geld. Aber das ist wohl doch alles recht OT ;)

  71. Also:
    Ein Staat muss nicht schuldenfrei sein, weil man annimmt das er lange (bzw. bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter) „lebt“. Es ist für Deutschland nur wichtig ob der Staatshaushalt ausgeglichen ist, denn daraus leitet sich die Kreditwürdigkeit ab. Im Moment läuft das so: Deutschland nimmt Kredit -> Kredit wird fällig -> Deutschland nimmt neuen Kredit um Kredit 1 zu bezahlen. Bei diesem Geldfluss ist es egal wieviele Schulden man hat ob 1,7 2,0 oder 5 Billionen. Übrigens sind die Zinsen für die Steuern im Staatshaushalt enthalten, deswegen lass ich sie außen vor.
    @Densor
    Deutschland zaubert das Geld nicht aus dem Hut es sind nur Bürgschaften. Bsp. Griechenland: dort leihen Banken dem Land nur noch Geld wenn jemand anderes bürgt, also bürgt die EU. Das bei anderen Sachen gefeilscht wird liegt daran, dass diese Ausgaben direkt die Staatskasse betreffen.

  72. @Pyri: „bei dem Verständnis gäbe es überhaupt keine reichen Staaten“
    Hey du hast meinen Punkt genau erfasst…
    Man sollte als Bürger mal Überlegen warum sich keiner Gedanken macht, dass die Schuldenuhr nicht ruckwärts läuft? Oder hofft man auf einen Overflow?
    „mehr als Double_Max Schulden und wir sind fein raus…“
    (Double_Max = 1.79769313486232 E+308 )
    Wenn die Schulen Uhr wenn auch langsam auf null laufen würde, dann wäre mir egal wem wir helfen, aber so kommen wir aus den Schulden nie raus…

    Für mich ist ein Land reich wenn es einen positiven Staatshaushalt hat!
    Bzw Schulden abgebaut werden.

    Von www steuerzahler de
    „Zuwachs / Sekunde 4.481 €“
    „Schulden / Kopf 20.891€“
    Wenn da mal ein Minus davor steht gehts uns wieder gut…

    Ansonsten vergleiche ich es gerne weiter mit Privathaushalten, denn in den USA ist die Angst immer noch groß vor der „Kreditkartenpleite“ da viele Amerikaner auf Kredit kaufen und zuspät sehen wie sie auf Schulden sitzen. Der Staat lebt auch auf Pump und auch hier kümmert es keinen wann die Blase platzt… und wenn sie platzt (dass sie platz ist ja klar) ist es egal wie gut es dem Volk im Moment geht da dann alles Zusammenbricht degegen ist die Wirtschaftskriese ein müdes Lächeln.

    außer man verbietet in Deutschland schnell Geld und schreibt per Gesetz vor, dass man nur noch für das Gemeinwohl arbeitet… so können wir und drücken ansonsten siehts doch schlimm aus.

    @Markus: Klar sinds Bürgschaften für Griechenland, aber die werden so wies aussieht aber auch im großen Umfang benötigt, daher ist die Frage wie man so einfach „hunderte milliarden aus dem ärmel schüttelt“ schon berechtigt.

    @Saichiiro: Zuspät… die FAZ hat sich schon blös gestellt.

    Happy Coding.

  73. Bezüglich der Frage, opb die Medien in anderen Berecihen genaus dumm und verhetzend vorgehen wie bei „Killerspielen“: selbstverständlich! Es geth jedem so, der sich in einem bestimtmen ereich etwas auskennt, dass er über die Behandlung des Themas in dem Mainstreammedien nur Lachen oder Weinen kann. Leider fällt einem das immer nur in den eigenen Spezialgebieten auf, und meistens denkt man dann, in jedem anderen Bereich wird anständig recherchiert, ausgewogen berichtet, usw.. Das ist natürlich nicht so, „Killerspiele“ und das „böse Internet“ sind keine Spezialfälle, bei denen alle Journalisten plötzlich kollektiv vollkommen anders arbeiten als bei allen anderen Themen. Kampagnenjournalismus und das schlichte Abschreiben von Pressemitteilungen ist in jedem Themenbereich absolut dominant. Gegen solche Manipulation hilft nur, nichts blind zu glauben, was durch die Mainstreammedien verbreitet wird. Natürlich ist selber nachrecherchieren, mehrere Meinungen betrachten, usw. anstrengender als einfach alles hinnehmen was einem vorgekaut wird, aber es lohnt sich auf jeden Fall!

  74. @Tavay: Stimmt! In vielen Bereichen schreiben die Autoren bei Zeitungen Mist und von den was die TV Magazine verzapfen will ich garnicht anfangen. Auch in Bereichen Strahlenschutz und Umweltschutz wird viel erzählt was man nicht mehr als Halbwissen bezeichnen kann.

    Happy Coding.

  75. @TRB
    Das Geld kommt von Banken, nicht vom Staat. Sprich: die Banken schütteln das Geld aus dem Ärmel. Grundvoraussetzung für die Kredite ist aber eine Bürgschaft, da die Geschäfte zw. Griechenland und den Banken sonst zu risikoreich wären. Also wenn Griechenland nun doch pleite geht packen wir einfach die Schulden aus der Bürgschaft auf unseren Schuldenberg, das Ergebniss ist das der Staatshaushalt mit Zinsen belastet wird. Kein Problem, solange wir immernoch einen halbwegs soliden Haushalt haben.
    .
    Dein Beispiel mit den amerikanischen Motten bei Kreditkarten stimmt in sofern das es auch da um Überschuldung geht, sprich wenn man Kredite nicht mehr bedienen kann. Das ist der Fall, wenn der Staatshaushalt zu stark negativ ist. Also, solange D. (jetzt endlich) den Weg über des ausgeglichenen Haushalts geht ist alles OK.

  76. @Mystical13
    Naja im Mönchengladbacher Stadtspiegel wurde Final Fantasy zum Strategiespiel gemacht und in der Krefelder Version wurde aus WoW mal ein Kriegsspiel (DEn selben Fehler beging der gute Pfeiffer ja auch mal). Ist also weder ungewöhnlich noch neu das Spiele in Genre eingeteilt werden mit denen die nichts zu tun haben, Fatal wird es nur wenn es ein Unliebsames Genre ist, denn dann kann es unnötige Probleme für das Spiel geben.

  77. @Dr. Trask
    naja ich weis nich. ob das so viel Probleme fürs Spiel gibt…
    Wer das Spiel haben will, der kaufts sich dann auch, wer vorher Eltern hatte, die dagegen sin, hat sie auch dannach, so viel wird sich da wohl nicht ändern.

  78. @Mystical
    Es geht sich ja nicht nur um die Eltern, es geht auch um die Kritiker die ein Spiel ganz schnell schaden können wenn sie es in eine Schublade ablegen, in der es nichts zu suchen hat.

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