Rech und Grässlin fordern “Killerspielverbot”

(tv-südbaden) Die “Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg” hat eine dreitägige Lehrerfortbildung zum Thema “Killerspiele” angeboten. Vor Ort war neben Heribert Rech (Innenminnister Baden-Württemberg) auch Jürgen Grässlin (Bundessprecher der “Deutschen Friedensgesellschaft” und Unterzeichner des “Kölner Aufrufs); Beide sprachen sich für ein Verbot von “Killerspielen” aus.

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66 Gedanken zu “Rech und Grässlin fordern “Killerspielverbot”

  1. “Wie kennen sie sich mit “Killerspielen” aus?

    “ich kenn mich schon damit aus, ich nutze sie bloß nicht.”

    Mit der Aussage disqualifiziert sich der Herr Rech schon, weil es zeigt, das er absolut keine ahnung von der Materie haben kann.

  2. Mag blöd klingen aber was im Interview und Videobeitrag vorkommt ist teilweise echt gut.
    Natürlich gibts ein paar Stellen bei denen man die Augen verdreht, aber was die Kompetenz mit dem Thema angeht hat der Innenminister schon ne Ahnung.

  3. Ich kenne mich schon mit Büchern aus, ich lese sie nur nicht :)

    Ich versteh echt nicht wieso sich da nicht irgendwelche journalisten/politische gegner draufstürzen. Sonst geilen sich alle an einem falschen Wort oder einer schlechten formulierung auf ohne ende… aber bei computerspielen isses irgendwie ein pluspunkt seine dummheit offen zur schau zu stellen.

  4. @Krabat
    wenn die Inhalte von kreativen Erzeugnissen als Verbrechen wahrgenommen werden, oder die Sichtweise darauf einer solchen Wahrnehmung zumindest ziemlich nahe kommt (Frieden Krieg, “Killerspiele”, bei Herrn Fromm etwa zumindest auch Ausdruck einer annähernd totalitär gedachten Kriegsindustrie), so ist das nunmal so wie wenn jemand sagen würde ich kenne dieses oder jenes Gift von dem ich eine gesicherte Erkenntnis zu haben glaub, dass es eben schädlich ist. Eine Gefahr für die Gesellschaft, usw.

  5. Nachtrag: @Danny
    Ich fürchte nein, solange unter Weltoffenheit zum Beispiel noch verstanden wird sich mit solchen Erzeugnissen gerade nicht zu beschäftigen, sich davor zu verschliessen – wie es mir gegenüber einmal von einem Grün-Politiker aus Baden-Württemberg geschehen ist, artikuliert wurde, jedenfalls sicher nicht: man schottet sich da eher noch (völlig) ab und führt möglicherweise etwa auch noch (weitere) Netzsperren ein. Meine Prognose

  6. “Ich kenne mich mit Psychologie gut aus, ich nutze sie nur nicht” kann ich auch sagen…
    Immer wenn ich sowas lesen muss frage ich mich “wieso sterben immer nur die guten Leute bei Autounfällen?”
    Ach ja hat heute jemand die Blöd gelesen?
    Da stand ein Artikel drin, dass in Rom eine Frau die Polizei zur Hilfe holen musste, weil ihr 13 Jährige Sohn sich nicht mehr von der Playstation trennen wollte.
    Die hat den Jungen mit Gewalt von der PS losgesagt und die Konsole eingesackt.
    Passt irgendwie hier zu^^

  7. 10 Minuten Counterstrike gespielt und schon meint sie nicht mehr “Out” zu sein und bei den “jungen Leuten” mitreden zu können.
    Das ist ungefähr so, als wenn ich ne’ Ziege streichel und dann behaupte mich mit Doktoren und Zoologen über die Inhalte der Evolutionstheorie diskutieren zu können.

  8. @Booomboy
    Habe ich gelesen und dort stand auch er habe nur Kriegsspiele gespeilt und das die für Jugendliche verboten seien, für uns mag das stimmen aber nicht für Italien dort sind nämlich einige Titel ab 15 oder gar 12 erhältlich die hier gekürzt ab 18 sind.

  9. schon die Verwendung des vorwurfsvollen und Meinungsmachenden Begriff “killerspiele” disqualifiziert.
    Das sie sagt das “Killerspiele” nicht “nutzte” liegt wohl daran das der begriff stigmatisiert (auch von ihr) wurde “gleichbedeutend” mit dem widerwärtiges verbrechen.

  10. Man muss Rech leider lassen, dass er ein wenig Ahnung hat. Ich meine, dass Gewalt in vielen Formen da ist und vorkommt und somit auch auf Jugendliche einwirkt ist ja logisch. Was mich nur stört, sehr sehr stört, ist, dass dieser Faktor auf “Killerspiele” reduziert wird, die es so faktisch (wie von Medien und Politikern beschrieben) nicht gibt und somit alle anderen Faktoren vollkommen außer acht gelassen werden.
    Rech hat jetzt ausnahmsweise zum Beispiel auch mal die Musik angesprochen (die ja von der rechten Szene verwendet wird), was aber weder zu einer Verteufelung der Musik noch zu Verbotsforderungen führt, was ja auch gut ist. Es gibt schließlich nicht nur rechte Musik.
    Aber Fernsehen und Filme (um bei elektronischen Medien zu bleiben) werden stehts übergangen, auch die Gewalt, die in Büchern beschrieben wird und so weiter.

    Aber selbst dann würden immer noch die eigentlichen Probleme (Familie, Umfeld, soziales Gefüge, etc) außer Acht gelasssen und man könnte es sich eigentlich auch sparen…
    Die Politiker und konservativen Kräfte haben einfach Angst und Unverständnis für dieses neue Medium…(wie es mit fast allen Neuerungen war, z.B. Telefon, Fernsehen und so weiter)

  11. Danke für den Link zur “DFG-VK”. In deren Dunstkreis gehört auch das “Büro für antimilitaristische Maßnahmen”, dessen Webpräsenz unter bamm.de zu finden ist. Das sind die Leute, die bis vor kurzem die Aktion “Tag Y” laufen hatten: Jedesmal, wenn ein Soldat der Bundeswehr in Afghanistan starb, wurde zum “Schampussaufen” am Berliner Ehrenmal der Budneswehr eingeladen, “… denn man muß die Feste feieren, wie sie FALLEN.” Das sind die Leute, die sich die Plakate ausdachten, auf denen das Bild mit dem Sarg und der schwarz-rot-goldenen Flagge mit “Die Bundeswehr auf dem richtgen Weg / Schritt zur Abrüstung / Wieder einer weniger” kommentiert wurde. Spezielle Freunde von mir also.
    .
    Für die DFG-VK ist übrigens auch Zivildienst Kriegsdienst und deshalb kategorisch abzulehnen. Totalverweigerung heißt das Schlagwort.
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    Daß der liebe Herr Rech sich so gut mit der DFG-VK versteht, ist allerdings eine Neuigkeit. Ob man dies als Beleg für die These heranziehen darf, daß die politischen Extreme sich bei den Antipoden begegnen? :]

  12. Solche Fortbildungen sind doch prinzipiell eine gute Idee, und es könnte schon viel mehr getan werden, um 10-Jährige davon abzuhalten den halben Tag brutale Spiele zu zocken.

  13. ist doch längst bekannt, dass rech nicht ganz zurechnungsfähig (argh wortspiel) ist, wenn es um computerspiele geht. mittlerweile ist mir sowas von egal, wer verbote von killerspielen fordert und wie oft er das tut.

  14. @Sunstar
    Das könnte es durchaus sein, wenn verantwortungsvoll mit dem Thema umgegangen werden würde, wird es aber von Seiten der Kritiker zumeist leider nicht. Es gibt genug Spiele die gehören nicht in den Händen von Jugendlichen oder gar Kindern keine Frage aber einen Lehrgang der nur dazu dient Menschen zu zeigen wie man richtig gegen unliebsames hetzt bzw. der nur Meinung machen soll statt richtig aufzuklären und vernünftig zu schulen ist der falsche Ansatz.

  15. Nun ja… das Unsinnige an dem Beitrag ist die Forderung für ein Verbot und die Bezeichnung “Killerspiele” – das zeigt ein nicht wirklich differnziertes Befassen mit der Materie

    das praktische Befassen mit der Thematik allerdings ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, die aber beibehalten werden sollte

  16. Noch was: was genau wurde iegentlich in dem Seminar beleuchtet ?
    Wieder geseier, wie schlimm Spiele in den Händen von Kindern sein können, die sie eigentlich nicht einmal besitzen, geschweige denn spielen dürften, ohne dabei die Rolle der Eltern zu beleuchten ? Oder wurden die wichtigeren Faktoren wie Familie, Freunde`, soziales Umfeld etc. mal einbezogen ?

  17. Was der Herr Rech in diesem Beitrag zumindest zu Beginn sagt, ist jedoch garnicht mal so schlecht. Er meint, dass sich Eltern ihrer Verantwortung bewusst werden müssen und die Welt in der ihre Kindern leben wahrnehmen sollen (sinngemäß). Desweiteren sagt er, dass die Medienkompetenz von Eltern gefördert werden solle (macht auch viel Sinn). Was danach kommt ist wieder der bekannte populistische Bullshit mit dem den Gamern einige Probleme unserer Gesellschaft in die Schuhe geschoben werden.
    Dass diese “Deutsche Friedensgesellschaft” den Zivildienst ablehnt ist (für mich) schon eine Katastrophe für sich. Die machen einen ziemlich linksradikalen Eindruck. Der Zivildienst ist eine einmalige Einrichtung um soziales Verständnis in unserer Gesellschaft zu fördern.

  18. Ich habe ja auch den Dienst an der Waffe getätigt und kenne deren Sprüche die der gute Roland_09 aufzählt zur Genüge, gab ja auch von denen das Poster mit dem Soldaten dessen Kopf durch den eines Schweines ersetzt wurde, nach den Motto Soladten sind Schweine, von solchen Leuten gibt es dann auch die tollen Gewaltaufrufe gegen angehörige der Bundeswehr oder gegen die Polizei, Sicherheitsdienste und sogar gegen die Feuerwehr!

  19. @ Gordon:
    Auch wenn der Anfang an sich gut ist, so macht der Rest alles am Anfang gesagte wieder zu nichte.
    Wenn er sagt, dass Eltern sich ihrer Verantwortung bewusst werden sollen, und dann laut nach Verboten schreit, die eben diese Verantwortung in die Hand des Staates geben, dann ist das ein Oxymoron.

  20. @ Pyri:

    Ich stimme dir zu, hätte aber trotdem eine Frage: Wo würdest du das Ergebnis des kreativen Prozesses einer Band wie “Landser” einstufen?

  21. Wer wirklich unterirdisch in dem Interview ist, das ist die Reporterin. Im Vergleich dazu erscheint Rech aufgeklärt und tolerant. Seine Betonung von Medienkompetenz, Elternverantwortung und den Positiven Aspekten von Computer und Internet finde ich gut. Die Verbotsforderung bzw. Erweiterung/Konkretisierung des 131 ist natürlich bescheuert. Gerade die mangelnde Konkretisierung von Verbotsforderungen ist ja etwas dass hier oft kritisiert wird.

  22. @meistereder
    Diese Frage stellt sich für mich nicht, würde ich für irrelevant halten, da in solchen Fällen ein politisches Engagement in Richtung eines Extremismus wohl klar gegeben ist. Ein Call of Duty spielen hingegen viele Millionen und eine politisch entsprechende Gesinnung wie sie ein Rainer Fromm fantasiert ist weder gegeben noch aus meiner Sicht irgendwie nachzuweisen. Eine bloße Unterstellung, sowohl gegen fremde bis unbekannte Kreative in den USA, als auch das Publikum.
    Ich kenne die Band nur vom Namen her, aber ein Millionenpublikum außerhalb einer politisch eindeutigen Szene wird sie sich wohl kaum erschlossen haben: nirgendwo auf der Welt. Einer Hassszene mit appellativer Gewalt welche ich gesehen in der populären Kultur (darüber hinaus) für eine perfide Verachtung dieser halte. Ein Call of Duty ist auch eine internationale und keine nationale Angelegenheit, zum Beispiel…

  23. @ Pyri: Danke für die Argumentationshilfe. Die Frage stellt sich zwar nicht für dich, aber ich weiss, dass eine Menge unserer Kontrahenten so denken. Ich war schon dem Argument ausgesetzt, dass man, wenn man keinerlei Kultur für schlecht erklären dürfe, dann auch die Werke eines Veit Harlan in Ordnung gingen. Der politische Extremismus ist ein gutes Argument. Leider unterstellen uns den ja auch bisweilen unsere Gegner.

  24. @meistereder
    Dietrich Kuhlbrodt hat auch einmal argumentiert dass man dessen abscheuliche Filme öffentlich aufführen sollte http://www.filmzentrale.com/rezis2/judsuessdk.htm , aber nicht zuletzt hat das historische Zeitungsprojekt “Zeitungszeugen” 2009 gezeigt wie schwierig so was auch sein kann in D. In Österreich lief das ganze – was hierzulande in Ö keineswegs von rechten HistorikerInnen betrieben wurde – völlig problemlos unter dem Namen “NachRichten” 2008
    Das ganze ist vielfach halt leider schwierig. Wie geht man mit dem extrem antisemitischen französischen Autor Céline um?
    Ein Henry Jenkins vergleicht GTA auch mit dem rassistischen Film “Birth of a Nation” – was ich wie schon eine Kriegsverherrlichung bei Battlefield (Fromm etc.) keineswegs für zutreffend halte. Jenkins argumentiert mit der angeblichen Schlechtigkeit eines GTA zusammen mit “Birth of a Nation”, der sich auch in der Mediathek meiner Universtiät zum Beispiel befindet, gerade für GTA’s Akzeptabilität – man muss es ja nicht goutieren, usw. Vieles wird dabei halt auch entsprechend interpretiert – wo es in Deutschland eben oft auf Verbote hinausläuft.

  25. Im Jahr 2011 ist in BaWü Landtagswahl, in diesem Zusammenhang wird es bestimmt öfters Wahlveranstaltungen der CDU geben.
    Hier kann man natürlich fragen wieso ein CDU Innenminister mit den Linksradikalen vom DFG-VK gemeinsame Sache macht, und in wie weit er die Thesen teilt das:
    Der ISAF Einsatz in Afghanistan an dem Truppen der BRD und USA teilnehmen Völkerrechts- und Grundgesetzwidrig ist
    Ob das Innenministerium BaWü deswegen gegen Soldaten der Bundeswehr und Politiker ermittelt.
    Viel Spaß ;-)

  26. http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/suedwest/baden-wuerttemberg/der-praxistest-lehrer-spielen-killerspiele–32264670.html
    “Wie fühlt sich an, virtuell zu töten?”
    “Bis die Realschullehrerinnen aus Oberndorf am Neckar wieder lebendig sind, vergeht eine halbe Minute. “Ich kann schon verstehen, dass man in diesen Pausen aggressiv wird”, witzelt Mechthild Regner. Jetzt, da sie selbst geballert habe, würden die Schüler sie sicher ernster nehmen, wenn sie mit ihnen über die Gefahren von Killerspielen reden wird. Das hofft sie zumindest.

    “Fortbildung “Killerspiele und Amoklauf””

    “>b> Mit ruhiger Stimme berichtet Rech, Schieß- und Tötungstraining am Computer seien bei Amokläufen oft Teil der Phase vor der Tat. Die Täter hätten meist Spiele wie Counter Strike “inhaliert, möchte ich sagen, wenn man sich die Zeitspannen anschaut.” Immer wieder schlägt der Politiker eine Brücke vom Amoklauf in Winnenden zur Verherrlichung von Gewalt in Computerspielen.”

  27. Hier der Flyer: http://www.lpb-bw.de/fileadmin/veranstaltungen_importdaten/pdfs/5124a10.pdf

    Dort findet ihr auch das Programm:
    “Die Medien, das Böse und wir: Forschungsbefunde zur Jugendgewalt
    Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Direktor Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V.(oder ein Mitarbeiter, Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen) angefragt”

    Das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden stellt sich vor: Ziele, Projekte und Aktionen
    Gisela Mayer und Hardy Schober

  28. Der SWR>>BW-Bericht ist mal wieder absolut einseitig und arbeitet falschen Tatsachen “jetzt liegt er da zerstückelt in Einzelteilen” bei 1.6. Man sieht auch, dass die spawnen und gleich ihre Teammates abschießen m-(.
    Da sind noch eine ganze Reihe anderer Katastrophen drinne, schaut es euch selber an.

  29. Ganz egal was jetzt Tenor des Seminars war, aber 3 Tage nur um über Spiele zu reden? Als ob wir nicht andere Probleme haben. Man, da bring ich in ner Stunde den Leuten das halbe Internet näher und die nutzen 3 Tage für Games…
    Sowas ist echt pervers.

  30. amegas, der von dir verlinkte Bericht ist unter aller Sau, alleine schon diese Musik, die man eher aus Horrofilmen kennt soll eindeutig Lebensgefahr “darstellen” bzw. transportieren.
    Dann sind viele Kommentare völlig überflüssig und gehen am Thema vorbei. Diese Kommentare dienen nur dazu eine gewisse Stimmung zu erzeugen. Viele Lügengeschichten waren auch wieder dabei, denn zerstückelte Leichen sieht man in CS nicht. Auch frage ich mich, warum die dort die internationale Version zeigen, die meines Wissens nach die indizierte HL1 Version vorraussetzt?!
    Ich habe viele Jahre CS gespielt und dank meiner HL1 dt-Version konnte ich blut in CS irgendwie nie finden, d.h. ich frage mich da gerade, was die dort genau präsentiert haben, bzw. warum die dort Blut haben?!
    Auch finde ich es lächerlich, dass der Bericht die eigentlich wichtigen Aspekte gar nicht beleuchtet:
    Da werden Menschen scheinbar nicht sonderlich neutral an eine Thematik herangeführt (siehe Anwesenheit der Person “Heribert Rech” – so jemand hat bei Lehrerfortbildungen nichts verloren und kann seinen verbaldurchfall bitte für sich behalten. er hätte als normaler Teilnehmer gerne da hingehen können, aber nach verschiedenen Berichten hat er ja auch den üblichen MÜLL erzählt), dies muss man eindeutig hervorheben, denn so wirken die Lehrer auf mich, wie eine völlig verstörte, inkompetente und dumme Sumpfhuhntruppe.

    Lehrer, die während sie CS spielen sagen, sie würden im Umgamg mit der Waffe geschult, die haben nicht mehr alle Latten am Zaun, oder denen wurde dieser Unsinn wohl eingetrichtert.

    Was ist das Ergebnis einer Lehrer”fortbildung”, wenn die Lehrer scheinbar nichts gelernt haben und in ihren teils erschreckend infantilen Denkmustern verharren?

    Hätte ich über eine solche Veranstaltung berichtet, dann wäre mein Fokus ein anderer gewesen:

    Worum ging es?
    Wie wurden die Inhalte von wem transportiert?
    Standen Fakten im Zentrum oder wurden Meinungen verbreitet(Objektivität!)?
    Was haben die Teilnehmer der Fortbildung mitgenommen?
    Warum haben sie dies so mitgenommen?

    Insgesamt finde ich es erschreckend, dass Journalisten der öffentlich-rechtlichen Medien einfch zu inkompetent und/oder dumm sind, sowas herauszuarbeiten und stattdessen solch bescheuerte Berichte abliefern – die Musik war schon absolut bezeichnend und dies ist nur ein Faktor von vielen, der bei dem Zuschauer dafür sorgt, dass wieder der Gedankengang “Spiele=Böse,Gefahr” festfährt.

    Einfach nur erbärmlich. Ich würde ja glatt mitleid mit diesen infantilen Wesen haben, die sowas verbrechen (gilt für die Berichte, aber auch für alle beteiligten der Fortbildung!), aber im Moment bin ich wieder mal nur sauer, dass für sowas(!) Geld verschwendet wird!

  31. Ich habe mich auch gefragt was der ältere Herr da in CS sehen will, zerstückelte Leichen gibt es in keiner einzigen CS-Version, egal aus welchen Land und egal ob neue Auflage oder ältere Version, für CS gibt es zwar More-Blood-Patches von *Fans die die Blutmenge erhöhen bei Treffern aber Zerstückelungen bieten auch die nicht und echte CSler nutzen ohnehin meistens die Blutleeren Fassungen von CS und seinen Neuauflagen.

  32. Das interessante dabei ist, das die Lehrern abgelenkt werden von so manchen Problemen die in einigen Stuttgartern Schule vor sich geht.
    Einmal geht es um die Werkrealschule, wo es sehr viele Gegner gibt und diesen Bildungsschritt unterbinden möchten. Einige andere Lehrer versuchen jetzt mit großer Motivation einzuführen. Im Jahr 1998 habe ich den Werkrealabschluss erfolgreich gemeistert, trotz ich von einer Sonderschule wegen Sprachprobleme kam. Mehr oder weniger bin ich ein Beweis dafür das ein Sonderschüler diesen Bildungsweg schaffen kann.
    Das zweite Problem liegt am Baumaterial Asbest und das ist auch für einige Krebsarten verantwortlich. Eine Berufsschule musste sogar zwangsmäßig geschlossen werden vor paar Wochen wo ich 2004 bis 2006 eine Technikerweiterbildung gemacht hatte. Das Asbest wird als höhere Gewalt angesehen laut den Stuttgartern Zeitungen, obwohl wir alle Wissen es sind Altlasten von damals.
    Für mich ist dieses Thema Computerspiele in diesem Rahmen ein reines Alibi absitzen und die eigentliche Problematik was zur Zeit ansteht wird unter den Tisch gekehrt bzw. nicht so wichtig gehandelt. So läuft eben die Politik und Probleme werden weiterhin bestehen bis zum nächsten großen Skandal.

  33. @amegas: ich weiß, aber ich denke Medien bieten viele Herausforderungen, nicht nur Spiele. Nimm mal das Thema Viren, Phishing etc. Es gäbe so viel was man da lernen könnte, Medienkompetenz bedeutet halt mehr als 3 Spiele zu kennen. Von daher verstehe ich nicht wieso man sich in Deutschland eigentlich ausschließlich auf Shooter beschränkt. Das wäre so als bietest du Fortbildungen zum Thema Straßenverkehr an und besprichst dann 3 Tage lang Rechts vor Links ohne ein Wort über Geschwindigkeit zu verlieren, da finde ich einfach den Fokus daneben.

  34. @Mars
    Ich denke es geht einfach um die unerwünschten-unliebsamen Inhalte, zur -Ächtung-. Unter -Gewalt- kann sich fast jeder etwas vorstellen und das ist so auch leicht abzulehnen. Mit Viren werden schon viel Geschäfte gemacht: der Schutz davor ist doch durchaus bewusst. Und unter etwas wie Phishing kann sich jemand schonmal vielfach nichts vorstellen – im Gegensatz zu Gewalt

  35. @Pyri: aber genau das ist das was ich an der Veranstaltung kritisiere. Die Lösung für alle Herausforderungen ist Medienkompetenz, und es bringt halt nix nur Kompetenz zu einem Punkt zu vermitteln. D.h. egal was dort gesagt wird, aber ich halte diese fokusierte Veranstaltung generell für fehlgeplant.

  36. Wieso siehst du da ein Problem Mars? Ein paar Lehrer halluzinieren fröhlich vor sich hin, indem sie sich einbilden, abgetrennte Körperteile zu sehen, die es in dem Spiel gar nicht gibt und meinen, nachdem sie ein paar Runden CounterStrike gespielt zu haben, mitreden zu können und sowas wie Medienkompetenz zu erlernen.
    Ist doch alles super.

    Das Problem ist einfach das total ahnungslose Stümper für andere, noch ahnungslosere Stümper solche Seminare entwickeln. Hin und wieder werden dann ein paar echt arme Opfer(Gamer) eingeladen, die dann, nachdem so jemand, wie der gute und liebenswürdige Heribert – einfach nur zum knuddeln der Typ oder nicht? – seinen hochkaritige, inhaltlich immerhin für seine Zwecke perfekte Hassrede gehalten hat, den so indoktirinierten Lehrern binnen weniger Stunden das beibringen sollen, was Jahrzehnte dauert.
    Dass die Opfer da dann auf bereits mit Meinung befüllte Leerkörper antreffen, die dann, aufgrund der Reden von dem knuffigen Heribert bereits so negativ auf das Thema eingestellt sind, dass sie eben das obige dahinphantasieren, das ist das eigentlich traurige.
    Denn da kommen Menschen hin, die Ahnung haben und etwas vermitteln wollen und sie können froh sein, wenn sie den Schaden, der bereits angerichtet wurde, wieder beheben können und am Ende ein +-0 herauskommt.

    Das Interessante an dem Wort Medienkompetenz ist ja der Teil “Kompetenz”. Man stelle sich mal vor, man kennt sich gar nicht im Bereich Mathematik aus und dann wird ein Seminar veranstaltet, das binnen weniger Stunden eine “Mathematikkompetenz” vermitteln solle, damit ein “sich lange in die Mathematik einarbeiten” überflüssig wird.
    Da würde jeder Mathelehrer, der begeistert zu einem Medienkompetenz-Seminar geht nur weinen.

  37. @maSu
    Wenn Leute auf Seminaren, Veranstaltungen etc. geladen sind nur um sie als letztens ranzuziehen und dann vorzuführen ist wiederwärtig kommt aber bei diesen Thema immer wieder vor. Verstehe desweiteren auch nicht was es bringt Leuten etwas zu klären wenn man selbst nicht den Hauch einer Ahnung hat, hier beim Thema ist Uninformiert+Ahnungslos=Medienkompetenz(?) so scheint es mir.

  38. @MaSu: ich halte die Veranstaltung prinzipiell für richtig, denn Lehrern Medienkompetenz zu vermitteln ist ein guter Ansatz der weiterverfolgt werden muss. Ob die Referenten hier qualifiziert waren habe ich nicht beurteilt, das wäre natürlich Voraussetzung, da ich meine Kritik eine Stufe höher ansetze:
    Selbst wenn die Veranstaltung dieses Thema perfekt abgehandelt hätte so fehlt doch einfach zu viel Inhaltliches, da zu viele Themen ausgeblendet werden.
    Aber mal im Ernst: Medienkompetenz erlernen dauert Jahrzehnte? :D
    Komiker.

  39. @Mars
    Die Frage ist doch eher was jeweilig darunter – unter dem Wort Medienkompetenz – verstanden wird.
    Die Leute um Spitzer oder Sichtwechsel sehen darin ja vor allem scheinbar einen Kampfbegriff der bösen Mediengewaltindustrie welche von der angeblichen Unmoral, Verwerflich- und Gefährlichkeit ihrer unethischen Inhalte damit ablenken will
    Einen Nebelbegriff der geistigen Umweltverschmutzer

  40. Naja, die Definition disqualifiziert sich glaub ich selbst. Aber Medien sind einfach mehr als Games, folglich ist Medienkompetenz auch mehr als Wissen über Spiele. Und gerade Lehrer hätten ja noch andere Dinge die sie sich anschauen sollten, sei’s SchülerVZ, überhaupt was Handys können etc.

  41. @Mars:
    Ich möchte dir einmal erklären, warum es durchaus Jahrzehnte dauern kann, bis man Medienkompetenz alleine im Bereich der Videospiele erlernt/entwickelt hat:

    Man muss eine Entwicklung langfristig verfolgen, erkennen und verstehen können. D.h. man muss den Kontext zu den Spielen kennen, viele Spiele kennen und dann aus diesem Kontext heraus das aktuelle Spiel beurteilen.
    D.h. es bringt nichts, sich mit CounterStrike zu beschäftigen, es 2 Wochen zu Spielen, wenn man nicht weiß, zu welcher Zeit das Spiel von wem entwickelt wurde und warum es sich so verbreiten konnte.
    Counterstrike ist nicht nur wegen der Spielmechanik ein Massenphänomen geworden, da gibt es erheblich mehr Gründe für. D.h. wenn man wissen will, warum CS so beliebt ist und warum es so ist, wie es gerade ist, dann muss man alleine zu dem einen Spiel schon eine ganze Menge Informationen zusammentragen.
    Zu dem Kontaext von CS gehören aber auch andere Spiele aus der Zeit. Zum Beispiel Q3 oder UT. Man muss die großen Konkurrenten kennen, wissen, warum die drei Spiele koexistieren konnten und völlig unabhängig Fans zusammenscharen konnten.

    Medienkompetenz bedeutet nicht, ein Spiel gespielt zu haben, sondern zu verstehen, warum das Spiel entwickelt wurde, warum der Hersteller (gilt auch für Mods) diese Chance so genutzt hat, welche Nische noch frei war, wie sich das Spiel im Laufe der Jahre entwickelt hat, usw.

    Nur so kann man dann einen Nachfolger einigermaßen vernünftig einordnen und bewerten. Erscheint ein neues Spiel mit einer neuen Darstellungsweise, wie zB ModernWarfare2, dann ist auch hier eben jener Kontext zu berücksichtigen: Wer hat das warum so hergestellt und warum spielen das Menschen, was empfindet man bei dem Spielen, wenn man sich in die verschiedenen “Spielercharaktere” hineinversetzt?!
    “Spielercharaktere” bedeutet hier nicht Spielfigur, sondern verschiedene Personengruppen, die das Spiel spielen. D.h. wir haben alteingesessene Shooterfans, die das Spiel wegen der Taktik und Herausforderung spielen und am anderen Ende des Spektrums haben wir Kiddies, die das Spiel nur Spielen, weil es als Böse beworben wurde (mehr oder weniger unfreiwillig).

    D.h. Medienkompetenz bedeutet auch, die Gefühlwelt der Konsumenten dieser Medien nachvollziehen zu können, wozu eben sehr umfangreiche Kenntnisse über den Kontext von nöten sind.

    Dies lernt kein Lehrer in Seminaren, das lernen Lehrer im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern, in Gesprächen, die auf Augenhöhe geführt werden, ohne dass Vorurteile präsentiert werden.
    Eltern müssen sich für ihre Kinder interessieren, aber auch Lehrer müssen sich für die Welt, in der die Kinder leben interessieren. DAs ganze funktioniert aber nur, wenn Lehrer sich langfristig und dauerhaft dafür interessieren und ein Vertrauensverhältnis zwischen Lehrern und Schülern existiert.

    Der Mangel an Medienkompetenz ist schleichend eingetreten, während der letzten ~20 Jahre, in denen Videospiele eigentlich nur als “böse” abgestempelt wurden und sich so die ältere Generation einen grund zurechtgebogen hat, die Interessen der Jugend zu ignorieren. Das ist ein grundsätzliches gesellschaftliches Problem, das lässt sich nicht dadurch lösen, dass ein paar Eltern von inkompetenten Spinnern und Verschwörungstheoretikern CounterStrike vorgestellt bekommen: “Hier, das ist CS, ein professionelles Tötungsträningsprogramm der US Armee”.

    Alleine dass es schon solche “Seminare” gibt, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass etwas konsequent falsch läuft.

    Daher dauert das entwickeln von Medienkompetenz jahrzehnte, bzw. ein ganzes Leben, weil sich die Medien konsequent weiter entwickeln und man ungeheuer viel Kontextwissen benötigt, das man nicht durch kurzfristige Schulungen einflößen kann, sondern selbstständig, durch eine Vorurteilsfreie und Offene Lebensart konstant aufnehmen muss.

    Im Falle von Videospielen haben somit extrem viele Menschen midnestens 2 Jahrzehnte Nachholbedarf, bei vielen anderen Dingen ist es nicht anders, aber gerade jene, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, müssen sich der Einflüsse und Interessen der “Klienten” bewusst sein und diese respektieren, sowie sich selbst darüber informieren – freiwillig und vorurteilsfrei (so weit das möglich ist).

  42. @Mars
    Wenn sie sich von selbst schon disqualifizieren würde, täte sie wohl kaum unwidersprochen in Mainstream-Medien noch präsentiert werden können ;-) Das noch dazu andauernd – und anhaltend. Geradedazu vielleicht sogar schon mehr als ansehnlichen Vorstellungen von “Meinungschefs” wie jenem aus dem Tagesspiegel zum Beispiel entsprechen. Da fragt man nicht Leute wie den Admin von hier, oder etwa maSu was sie denken auch, sondern zum Beispiel eben den Leiter eines Klinikums in Ulm, usw. Dass das KFN zum Beispiel lediglich ein eingetragener Verein und keine universitäre Einrichtung darstellt, spielt da auch keine Rolle

  43. @MaSu: also das finde ich völlig falsch. Warum? Das was du forderst sind annähernd perfekte Kenntnisse. 99% aller Menschen (dazu gehören vermutlich wir alle) haben von überhaupt nichts so eine hohe Kenntnis, insofern ist das für mich unrealistisch. Du hattest mal ein Beispiel mit dem Evolutionsbiologen gebracht. Wenn ich das übertragen bedeutet das dass niemand sich Evolutionsbiologe nennen kann der nicht Jahrelang die Ursuppe (am Besten am realen Objekt) studiert hat und nicht mindestens 2 Evolutionssprünge selbst erlebt hat. Das scheint mir leicht unrealistisch.
    Also du kannst natürlich sagen: alles weniger als das ist keine MEdienkompetenz, aber das Niveau, was du forderst, ist garantiert nicht das was ein Lehrer oder so braucht. Ich mein, du forderst doch eigentlich auch Medienkompetenz von Eltern. Wie sollen die denn während der Schwangerschaft etwas nachholen was Jahrzehnte dauert?

  44. @Mars
    Ich denke das was maSu fordert ist mit ein paar einfachen Grundregeln doch problemlos herstellbar. Es müssen ja keine Kenntnisse tatsächlich bestehen: es muss schließlich auch nicht viel Wissen über Literaturgeschichte vorhanden sein um ganze Haufen von Büchern eben nicht verbrennen lassen zu wollen

  45. Ich denke auch dass man über Vorträge und etwas selber spielen mal zumindest einen vernünftigen Grundstock legen kann. Aber MaSu fordert ja quasi explizit dass ein Nicht-Gamer (oder einer der sich nicht sein ganzes Leben lang damit beschäftigt) nie genug Wissen haben kann. Dem habe ich widersprechen.

  46. Mars: ein Nicht-Gamer kann durchaus genug wissen haben, er/sie muss nur die Entwicklung von Videospielen konsequent mitverfolgt haben, statt zu sagen: “ne, widerlich, mach ich nich!”.
    Wenn jemand, z.B. ein Lehrer im Dialog mit den Schülern steht, ein Vertrauensverhältnis besteht und der Lehrer nicht mit Vorurteilen um sich wirft, dann werden die Kinder mit dieser Person auch über Videospiele reden.
    Wenn diese Person dann Wissenslücken bei sich selbst bemerkt muss weiter nachgefragt werden und ggf. daheim oder in der Schule auf den Schul-PCs (sofern vorhanden und dafür geeignet) auch mal angespielt werden.
    Auf diese Art und Weise würde ein Lehrer (oder eine Lehrerin) ganz nebenbei das genannte Beispiel “UT Q3 und CS” kennenlernen. Die Person würde von den jeweiligen Lagern erfahren, was an dem Spiel toll gefunden wird, wer das Spiel entwickelt hat usw. (bei indizierten Titeln natürlich schwer, aber es geht hier ja nur um das Prinzip).
    D.h. selbst wenn die Lehrer(innen) nur wenig oder gar nicht Spielen, erhalten sie tiefe Einblicke, die, wenn die Vorurteile mal kurz abgelegt werden könnten, umfangreiches Wissen mit sich bringen würden.
    Ich verlange nicht, dass jemand viel spielt um “mithalten” zu können, ich verlange lediglich von jenen Personen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, ein ehrliches und möglichst vorurteilsfreies Interesse an den Lebensinhalten der Kinder.
    Videospiele sind eindeutig ein solcher Lebensinhalt, einer von vielen. Warum wird in Musikunterricht teilweise HipHop gehört? Weil hier und da mal ein Musiklehrer erkannt hat, dass Mozart und Co. bei den Kindern nicht ankommen, bzw. in deren Leben keine Rolle spielen. D.h. man muss sehr wohl über Mozart und Co reden, kann aber auch Hobbys und Interessen der Schüler mit einbeziehen.
    D.h. wenn man Filmbesprechungen in Deutsch (üblicherweise irgendwann 8.-10. Klasse) vornimmt, dann kann man das doch auch, wenn die Schüler(innen) dies wollen, auf Videospiele ausweiten.
    Darüber hinaus glaube ich, dass die Lehrer sich problemlos mal Spiele der Schüler ausleihen könnten, wenn ein entsprechend gutes Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler existiert. D.h. Lehrer könnten kostenlos wertvolle Einblicke bekommen.
    Warum sollten Schüler als Hausaufgabe irgendwelche Filme gucken, nur weil der Lehrer die schon kennt und so wenig “arbeit” hat? Wenn der Schüler über Videospiele berichtet, bestehen erhebliche Schnittstellen zu Unterrichtsfächern:
    Mathematik
    Informatik
    Deutsch
    Kunst

    Zum Beispiel könnte man das Spiel Diablo2 im Religionsunterricht als super Vorlage nehmen: Man kann mit den Schülern darüber reden, wie die verschiedenen Namen und Mythen entstanden, sowie der Bezug zur Religion usw.
    Videospiele bieten enorm viele Schnittstellen zu bekannten Unterrichtsfächern, man muss diese nur nutzen. Warum muss man in Kunst bite allen Müll malen, der von den Schülern als Langweilig empfunden wird? Warum kann man nicht kreativ etwas zu einem Videospiel malen/modellieren?!
    Natürlich muss dann nicht der ganze Kurs so etwas machen, aber man kann es anbieten. Arbeiten mit Ton: Jeder modelliert etwas nach, dass er/sie aus dem Privatleben kennt, also aus Hobby oder sonstigen Bereichen und stellt dann sein Objekt am Ende vor, legt den Kontext dar usw.
    Lehrer würden so ganz beiläufig lernen und könnten, bei Interesse die Spiele auch selbst anspielen.

    Die Seminare sind da eher schädlich, da die Lehrer so ganz bewusst nicht von den Schülern lernen, sondern Mist eingetrichtert bekommen. Schule darf keine einseitige Sache sein, bei der Lehrer wissen an Schüler vermitteln und fertig. Das ganze muss auch umgekehrt geschehen und funktionieren. Dieser umgekehrte Weg muss gefördert werden, das geht aber eben genau mit Seminaren gar nicht!

  47. @maSu
    Interessanter Gedanke. Ich habe dieses einseitige Bildungskonzept ja immer schon abgelehnt, leider weiß ich aus meiner eigenen Schulzeit aber auch um SchülerInnen die das überhaupt nicht wollen. Die lehnten noch alles andere als Frontalunterricht ab. Also konnten nicht einmal Gruppenarbeiten leiden – so rückwärtsgewandt war das damals. Ich hatte da auch immer den Eindruck als würden sie (die Schüler) nicht glauben, dass sie etwas mitzuteilen hätten so. Ich erinnere mich noch gut: einmal hieß es “wir sind Jugendliche” und den Rest konnte man sich wohl dazu denken, soll heissen “wir sind nicht dazu da um da etwas in Frage zu stellen, anzuzweifeln”

  48. Nachtrag @Diablo: das Problem mit Diablo in der Theologie ist leider, dass das ähnlich wie der Heavy Metal eher unter Teufelsanbetung, Okkultismus/Satanismus, Weiterleitung an Rainer Fromm ;-) läuft, als unter irgendetwas anderem.
    Ich hab auf meiner Uni mal so ein Buch von einem Theologen in die Finger bekommen, eine Diplomarbeit glaub ich zwar nur, aber das ging schon furchtbar in die Richtung wie Kinder und Jugendlichen über Computerspiele dadurch “verdorben” werden
    Der Titel ist mir leider entfallen

  49. Das einseitige Bildungskonzept scheitert in der weiterführenden Schule nur, weil es niemals angewandt wurde. Schon im Kindergarten hat man den Erziehern nicht zu widersprechen, es findet kein Dialog, sondern viel zu oft ein Monolog statt, man sieht nur den Zeigefinger, sonst aber kaum etwas.
    Spätestens in der Grundschule fällt der Dialog dann völlig unter den Tisch. da wundert es überhaupt nciht, wenn die Kiddies in der weiterführenden Schule “anti” eingestellt sind und generell wenig von sich preisgeben, sie haben es ja nie anders erlebt.

    Wegen Diablo: auch Okkultismus fällt unter Religionsunterricht und auch darüber sollte gesprochen werden (ohne es persé zu verurteilen), auch kann man so Jugendlichen wunderbar zeigen, dass Religion immer einen großen Einfluss auf ihr leben hat, da sie an extrem vielen Stellen auf religiöse Dinge stoßen, sogar in Videospielen. Auch geht es darum, zu zeigen, wie religiöse Dinge, die von Kindern bzw. Jugendlichen oftmals direkt als “öde” empfunden werden, durchaus begeistern können.
    Was haben wir damals alle bei dem Film Matrix Spaß gehabt, ich hab den Film so oft gesehen, ich kann es nciht mehr zählen und als dann jemand ankam und sagte: “Du magst keine Religion, ich zeig dir mal was in Matrix alles einen religiösen Bezug hat!”, das hat mir gezeigt, wie man Religion auch auf vielschichte Art und Weise interessant transportieren kann.
    Plötzlich war Religion nicht mehr langweilig, plötzlich entdecke ich in vielen Filmen extrem starke religiöse Hintergründe, biblische Symbole usw. D.h. indirekt wurde ich für Religion begeistert, auch wenn ich nicht Religiös bin, so interessieren mich die Einflüsse auf Kultur und Gesellschaft sehr.
    uswuswusw
    Man muss nicht direkt mit der “RainerFrommschenMethode” ankommen und überall das schlechteste sehen, egal wie bescheuert es sein mag. Wenn ich im Fernsehen so Berichte über Satanisten usw sehe (die oft erstunken und erlogen sind), dann muss ich kotzen, wenn ich daran denke, dass Religionsfreiheit da mal wieder mit Füßen getreten wird und eine religiöse Minderheit mal wieder an den Pranger gestellt wird.
    Religionsunterricht sollte weniger eine bestimmte Religion vermitteln oder bestimmte Werte einer bestimmten Religion, sondern stattdessen Einflüsse von Religion auf Kultur und Gesellschaft beleuchten, gute, wie auch schlechte, offensichtliche, wie auch gut versteckte – das gilt AUCH für neue Medien, besonders, da KInder und Jugendliche gerade bei neuen Medien lernen müssen, die Symbolik zu interpretieren.
    Alleine der Anime “Death Note” hat bei mir eine enorma Faszination hinterlassen, da dort durch die biblischen Symbole enorm viel indirekt transportiert und erzählt wird – durch kleinigkeiten, bis hin zur Fusswaschung.
    Ich bin kein gläubiger Christ, aber da habe ich dann doch gemerkt, wie viel ich über die Bibel alleine durch den Konsum moderner Medien gelernt habe – ohne es direkt wahr zu nehmen.

  50. Ehrlich gesagt finde ich aber, von Ausnahmen abgesehen, Frontalunterricht besser. Man lernt in der Zeit viel mehr, und zu viel Dialog macht es durchaus schwieriger (wenn auch nicht unmöglich) den Schülern klar zu kommunizieren dass sie eben nicht auf derselben Stufe sind, sondern der Lehrer die Klasse führt.

  51. Frontalunterricht kann auch die Schüler mit einbeziehen, Referate/Vorträge usw schaden nicht und sollten viel häufiger über Themen gehalten werden, die für die Schüler auch von interesse sind, da man in den Themen am besten “freies Reden” üben kann.
    Auch will ich nicht, dass der Lehrer/die Lehrerin die Schüler dauernd fragen muss, ich erwarte einfach, dass sich der Lehrplan an die Schüler/innen anpasst. Wir können Schüler nicht permanent mit uninteressantem Müll bombardieren und uns dann beschweren, dass die Kinder unbedarft uU böse Spiele spielen.
    Videospiele gibt es nun seit 20 Jahren, wann tauchen diese mal im Lehrplan auf? Erst dann, wenn die neue Jugend ein neues Hobby hat, dass dann permanent ignoriert wird?!

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