Spiele(nd) verstehen auf der CXT 14

Am kommenden Wochenende findet in Wiesloch die 14. Auflage der LAN-Party Convention-X-Treme statt. In diesem Jahr wird die CXT erstmals mit Unterstützung des Verbands für Deutschlands Video- und Computerspieler (VDVC) ein Beratungsangebot abgerundet. Interessierte Personen können sich am Samstag, den 26. Juni, ab 14:30 über Gaming, Jugendschutz, Technik und LAN-Kultur informieren lassen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
In ihrer langen Tradition hat sich die CXT zu einer der größten Veranstaltungen ihrer Art gemausert und zieht regelmäßig hunderte volljährige Computerspieler an, die sich dort auch für die Weltmeisterschaft des LAN-Gamings qualifizieren können. Nach der aufgeheizten Debatte, mit der sich die Gamer im letzten Jahr konfrontiert sahen, wurde den Computerfreunden Karlsdorf-Neuthard zunächst untersagt, die öffentlichen Hallen der Heimatgemeinde zum 14. Mal nutzen. In der Folge kam es zu weiteren Problemen, einen neuen Veranstaltungsort zu finden. So sagte die Leitung des Europaparks ab, nachdem der Mitvertrag für die dortige Halle schon in trockenen Tüchern geglaubt wurde. Umso erfreuter zeigt sich der Vorsitzende der Computerfreude, Patrick Oettinger, dass nun in der nahe Heidelberg gelegenen Eissporthalle in Wiesloch eine neue Auflage des Community-Treffens stattfinden kann:
„Im Wiesloch haben wir endlich einen passenden und verlässlichen Veranstaltungsort gefunden. Im Nachhinein betrachtet ist die Eissporthalle sogar deutlich besser als die übrigen Hallen, die wir in Erwägung gezogen hatten.“
Nun werden also kilometerweise Kabel verlegt und eine Infrastruktur geschaffen, wie sie sonst nur größere Unternehmen besitzen. Computerspieler aus ganz Deutschland werden anwesend sein und ein Wochenende lang die Nacht zum Tag machen. Neben dem elektronischen Sport wird auch Möglichkeit geben, Spiele der Fußball-WM live zu verfolgen. Gäste, die neben dem Beratungsangebot zum Beispiel auch den Eistee- und Kaffeeservice nutzen wollen, haben einen Eintritt von 2€ zu zahlen.
Das parallele Beratungsangebot gehört zur Anfang des Jahres gestarteten Jugendschutzkampagne des VDVC. Ziel der Initiative „Spiele(nd) verstehen“ ist die Vermittlung der Verständnisses für das Hobby Video- und Computerspiele. „Jugendschutz ist wichtig und erwachsenen Spielern ein wichtiges Anliegen. Durch Hysterie und übertriebenen Aktionismus macht man mehr kaputt, als man schlussendlich erreicht“, so Patrik Schönfeldt, Vorstandsvorsitzender des VDVC. David Hinrichs, Aufsichtsratsmitglied des VDVC, ergänzt: „Unser Programm soll einen Zugang zu der Thematik bieten und Vorurteile gegenüber Gamern und der LAN-Kultur abbauen. Nur so kann sinnvoller Jugendschutz mit Augenmaß funktionieren.“
Bei der Umsetzung setzt der VDVC auf eine Beteiligung der Gamer selbst. Nach einer Einführung in die Grundbegriffe stehen den Besuchern persönliche „Paten“ zur Seite. So können sich Eltern unbekümmert aufmachen, die Welt ihrer Kinder zu erkunden, und haben ständig einen Ansprechpartner für Fragen und Hilfestellungen. Weil es auf der LAN-Party auch Spiele zu sehen gibt, die nicht für Kinderaugen bestimmt sind, wird zusätzlich eine Betreuung für mitgenommene Sprösslinge angeboten werden.

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