“Daily Star” entschuldigt sich bei “Rockstar”

(GamePolitics) Das Blatt “Daily Star” hatte einen Artikel veröffentlicht, nach dem das für polarisierende Spiele bekannte Entwicklerstudio “Rockstar” plane, die “Northumbria shootings” als Videospiel umzusetzen. In einer verblüffend offenen Stellungnahme wird nun eingestanden, dass an der Story nichts dran ist:

“We made no attempt to check the accuracy of the story before publication and did not contact Rockstar Games prior to publishing the story. We also did not question why a best-selling and critically acclaimed fictional games series would choose to base one of their most popular games on this horrifying real crime event.”

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17 Gedanken zu ““Daily Star” entschuldigt sich bei “Rockstar”

  1. Have I told you how a French TV channel mistook an online joke from a real story and made it a special report on “video games that cause suicides” ?

    It happened at the end of 2004. A French gaming site talked about the postponing of the latest “Dead or Alive”, and joked about 147 otakus who would commit suicide by injecting silicon bags and hanging themselves with giant bras. Problem: few days after, French newspaper “Libération” wrote an article about collective suicides in Japan, mentioning (very seriously) the “147 silicon suicides”. And the cherry on the cake: TV-channel “France 2” also mentioned it on a report, claiming : “video games cause suicides, specialists say so” (and also manipulating quotes from the people they interviewed).

    This sparked a furor over French gaming sites and blogs, so much that journalist from “Libération” quickly apologized. So did “France 2”, more or less. First, one of their journalists issued a very short statement, saying that the information was false, but it wasn’t their fault : they blamed an “English-speaking Japanese newspaper”, then they said that anyway, collective suicides exist and are a serious matter. But a couple of days later, they finally called the game blogger who’d made the joke and asked him to debate with them. The blogger defended himself quite well, and the journalist who made the report apologized more or less.

    I plan to send you a couple of articles on this hoax, translated into German.

  2. das war zwar ein unglaublich dämlicher fehler aber ich find’s super wie sie sich auf ehrliche art und weise dafür entschuldigen und irgendwie find ich es total süß dass sie rockstar als entschädigung auch noch ein sümmchen spenden. könnte mir so was bei der BILD nicht vorstellen.

  3. ich bezweifle aber, dass die sich “aus eigenem antrieb” dafür entschlossen haben ihren fehler zuzugeben und eine summe als entschädigung “zu spenden”.
    die presse ist überall auf der welt gleich und wenn was falsches veröffentlicht wird, wird ohne druck keine gegendarstellung veröffentlicht.

  4. dengst du ich hab noch nicht gesucht. wenn ich gut genug englisch könnte hätte ich auch nicht gefragt. aber ich weiß es jetzt durch gamestar

  5. Ich denke man macht sich da auch falsche Vorstellungen davon was Videospiele (heutzutage) eigentlich sind: gerade vor dreißig Jahren – ich denke da an tatsächliche Gewaltpornografie wie “General Custer” – waren sie noch so wie sich da imaginiert wird.
    Welchen Sinn soll es auch machen so ein Gewaltverbrechen 1:1 (!?) umzusetzen?
    Als Reality-Geschichte??
    Also da wurde doch viel verschlafen denk ich: ich erinnere mich gerade wieder mal an jenen Aufwand, welcher in den 1990ern bei Realfilmsequenzen für Computerspiele zum Beispiel gemacht wurde, als fast jede Handbewegung für die damaligen “interaktiven Filme” extra gedreht worden ist
    Es ist soviel passiert (auch dazwischen): kann es wirklich sein, dass diese Revolverblätter das nicht mitbekommen haben ;-)

  6. @ Pyri
    Es scheint so dass nicht nur Revolverblätter die letzten 30 Jahre verschlafen haben, sondern grundsätzlich jeder, der nicht spielt. So scheint es einem zumindest, wenn beispielsweise in Filmen oder Serien jemand ein Game spielt und 8-bit Sounds zu hören sind, obwohl derjenige eindeutig an einer Playstation 2/3 oder Xbox(360) sitzt und dabei Zeug von Highscores und Leveln(nicht die RPG-Variante) labert. Oder halt unsere “Experten” die auch die ganze Zeit Zeug sagen wie “fürs Kopfabtrennen gibt es Extrapunkte”.

  7. @Dave
    30 Jahre sind eine lange Zeit um wenigstens etwas zu lernen, frage mich auch wieso man selbst nach so langer Zeit nur Unsinn über Spiele im Kopf hat. Und noch etwas frage ich mich, werden wir zukünftig anders im Verhalten sein wenn etwas neues kommt und werden auch wir Jahrzehnte brauchen bis wir wenigstens etwas drüber wissen?

  8. @ Doktor Trask:
    Ein interessanter Gedanke, schließlich hat uns die Geschichte ja gelehrt das sich viele Dinge einfach wiederholen und halt eben ganz besonders der “Generationskonflikt”.
    Und geben wird es garantiert etwas wo wir später, wenn sich das Rentenalter nähert genauso fassungslos sind. Die Frage ist dann halt nur wie wir damit umgehen werden.
    Insgesamt denke ich aber das wir wesentlich lockerer an die Sache rangehen werden, denn wir wissen heutzutage das Boulevard und Presse gerne die Unwahrheit erzählen (ein Problem was damals wohl nicht so vertreten war, Propaganda der Nazis mal außen vor gelassen) weshlab wir uns wohl selber ein Bild machen werden bevor wir urteilen, gerade auch weil wir jetzt die Opfer einer “Kampagne” sind :)

  9. Also, die Bild hat auch schon vor 40-50 Jahren rumgelogen was das Zeug hält. Siehe “Die verlorene Ehre der Katharina Blum” von Heinrich Böll von 1974.

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