Modern Warfare 2: Steam sperrt unzensierte Fassung

(Schnittberichte) Besitzer von ausländischen Versionen von Call of Duty: Modern Warfare 2 haben eine böse Überraschung erlebt. Steam verweigert die Aktivierung der unzensierten Version des Shooters und schließt sich so der PC-Version von Saints Row 2 an, als Spiel welches legal nicht mehr in Deutschland gespielt werden kann. Activision bietet deutschen Kunden an, ihre nun unbrauchbaren Spiele mit der zensierten Fassung des Spiels zu ersetzen.

In der berüchtigten „No Russian“-Mission, in der man mit einer Gruppe von russischen Terroristen ein Massaker an einem Flughafen anrichtet, war es in der deutschen Fassung von MW2 nicht möglich auf Zivilisten zu schießen, da die Mission sonst als gescheitert gilt.

107 Gedanken zu “Modern Warfare 2: Steam sperrt unzensierte Fassung

  1. Wer Software mit DRM kauft muss mit sowas leben – es ist ja nicht so, als wäre vor solchen Dingen nicht hinreichend gewarnt worden.

    http://www.gamestar.de/spiele/call-of-duty-modern-warfare-2/news/call_of_duty_modern_warfare_2,44634,2316787.html

    Peinlicher Artikel.

    1. Eine Beschlagnahme aufgrund von Gewaltdarstellung gemäß §131 StGB bedeutet kein Verbot. Erwerb, Besitz und Nutzung sind für Erwachsene völlig legal.

    2. Activision riskiert mit dem Onlinevertrieb ein Strafverfahren im Falle einer Beschlagnahmung, soweit richtig. Das rechtfertigt aber lediglich die Einstellung des Onlinevertriebs für deutsche IPs.

    Activision hat aber auch das Aktivieren von Importversionen über deutsche IPs unterbunden. Diese wurden aber von Zwischenhändlern vertrieben und nicht von Activision. Hier wird also, statt dem direkten Vertrieb durch den Publisher, vielmehr die Nutzung rechtmäßig erworbener Software unterbunden, obwohl die Nutzung vom Gesetzgeber nicht untersagt ist.

    Ich bin erschreckt und bestürzt, dass selbst Experten immer noch das Ammenmärchen „Beschlagnahme = Verbot“ nacherzählen und dafür in der Gamestar Raum kriegen.

  2. @Wyrd Sister:
    Du hast da etwas falsch verstanden, Steam fungiert als Kopierschutz für die im Handel erworbenen Spiele.
    Das heißt, es sind alle Besitzer von Importversionen betroffen, nicht nur die Leute die sich das Spiel bei Steam gekauft haben.
    Ärgerlich ist das Ganze allerdings nur für Leute, die das Spiel noch nicht gekauft haben. Wer das Spiel ein Mal über Steam aktiviert hat, muss dies bei einer Neuinstallation nicht erneut machen.

  3. Soll das vielleicht auch eine Maßnahme sein um mehr dt. Versionen zu verkaufen, um so die durch die Anpassung (Zensur) an den deutschen Markt entstandenen Kosten besser zu rechtfertigen?

    Gib es denn irgendwo eine brauchbare Statistik die Aufschluss darüber gibt wieviele Leute wegen einer geschnittenen dt. Version auf einen Import setzen? Und somit den dt. Markt schwächen bzw. in kleiner erscheinen lassen als er wirklich ist.

  4. Also ich finde die Aussage vom GameStar Anwalt ziemlich erbärmlich. Hier wird eine Grenze überschritten, die selbst nach deutschem Recht eigentlich nicht sein dürfte. Hier wird verhindert, dass ein Spiel in Deutschland gespielt werden KANN! Das muss doch gegen irgendein Gesetzt verstoßen.

  5. „Soll das vielleicht auch eine Maßnahme sein um mehr dt. Versionen zu verkaufen, um so die durch die Anpassung (Zensur) an den deutschen Markt entstandenen Kosten besser zu rechtfertigen?“

    Neun Monate nach Veröffentlichung? Die anderen Spiele Activisions wurden doch auch nicht gesperrt. Außerdem hat die Anpassung wohl dies Mal keine großen Kosten verursacht, gibt ja keine Hakenkreuze in Modern Warfare.
    Der Hauptgrund für Importe dürften die niedrigen Preise in UK sein.

  6. Ich habe ja schon vor ein paar Wochen(!) darauf hingewiesen, dass die Aktivierung des Spieles nicht mehr möglich ist…

    @ Darkfire:
    Richtig. Ein Verbot i.d.S., dass der Besitz und die Nutzung verboten wären (was der „Rechtsexperte“ impliziert), ist eine Beschlagnahme nicht… ein Verbot ist aber. Der Erwerb ist für den Erwerber auch nicht verboten, aber der Vertrieb für den Vertreiber (aber: Es gibt da ein interessantes Urteil des OLG Hamm, dass u.U. den Privatverkauf legitimiert); wenn man als Käufer etwas kaufen darf, aber nirgendwo kaufen kann, weil die Verkäufer es nicht verkaufen dürfen, dann ist die Verbotswirkung shcon hergestellt… aber das sit ja auch nicht das eigentliche Thema, sondern die Sperrung der Aktivierungsmöglichkeit:

    Richtig (i.S.d. Rechtssicherheit) ist es, dass dort Maßnahmen gegen diese spezielle Form des Onlinevertriebs ergriffen werden, sonst bewegt man sich auf ’s Glatteis. Allerdings läßt sich dieses Vorgehen nicht mit den deutschen Gesetzen erklären, sofern es nur darum geht, ein auf einem Trägermedium erworbenes Spiel zu aktivieren. Der unpräzise Verweis auf die „deutschen Gesetze“ greift hier nicht, da das zuständige JuSchG (und das gilt für Trägermedien und darum handelt es sich, egal, ob das Spiel online aktiviert werden muss) keinerlei Passus enthält, der so ein Vorgehen rechtfertigen würde. Es ist rechtlich vollkommen einwandfrei, ein indiziertes oder gar beschlagnahmtes Trägermedium aktivieren zu lassen. Da hier die eigentliche Distribution schon längst abgeschlossen ist, nicht mehr für das Spiel geworben wird o.ä.; das ist reine Kundengängelung… wahrscheinlich, um dt. Kunden zu Nutzung der dt. Version zu nötigen. Oder aber die Rechtsabteilung des Ladens sollte mal dringend ausgewechselt werden…

  7. @Wyrd Sister: Aus diesem Grund würd ich diese SteamSpiele niemals kaufen!
    Steam ist ein DRM und nicht mehr ich habe nur ein Spiel gakauft und zwar HL2 und habe es damals wie heute bereut es gekauft zu haben. (ok kostenlos Portal abzustauben war nicht schlecht, aber Steam macht mehr Ärger als es wert ist.) Problem ist einfach, dass man diese Spiele nicht ohne Steam spielen kann. Ich hoffe die Gamer lernen es endlich und bykotieren endlich diese DRM Machenschaften!

    Happy Coding.

  8. „Also ich finde die Aussage vom GameStar Anwalt ziemlich erbärmlich. Hier wird eine Grenze überschritten, die selbst nach deutschem Recht eigentlich nicht sein dürfte. Hier wird verhindert, dass ein Spiel in Deutschland gespielt werden KANN! Das muss doch gegen irgendein Gesetzt verstoßen.“

    Activision argumentiert sicher damit, dass Importversionen nicht in Deutschland funktionieren müssen, weil sie nicht für den deutschen Markt gedacht sind. Aber welcher Käufer, der nicht regelmäßig auf Gamingnewsseiten surft, weiß das schon?
    Auf alle Fälle ein Grund mal die Verbraucherzentralen zu kontaktieren. Das Angebot Activisions einem die zensierte Version zuzuschicken, ist ja für Leute die unbedingt die Uncut-Version haben wollten keine praktikable Lösung.

  9. „Ich habe ja schon vor ein paar Wochen(!) darauf hingewiesen, dass die Aktivierung des Spieles nicht mehr möglich ist…“

    Warum berichten Schnittberichte, Gamestar, GamersGlobal und co. erst heute darüber? Haben die sich abgesprochen?^^

  10. @ Action Jackson
    Ja, die wollen verhindern, dass sich die Leute das Spiel aus den UK für umgerechnet 30 Euro holen.
    So versuchen sie den Anreiz zu unterbinden die Uncut-Version billig im Ausland zu kaufen.

  11. @ Darkfire:
    Naja… irgendeiner von denen ist da wohl draufgestoßen, dass die Aktivierung nicht mehr möglich ist. Alle anderen schreiben ab. So läuft das auf Newsseiten.

  12. „Ja, die wollen verhindern, dass sich die Leute das Spiel aus den UK für umgerechnet 30 Euro holen.
    So versuchen sie den Anreiz zu unterbinden die Uncut-Version billig im Ausland zu kaufen.“


    Wenn das wirklich die Motivation ist, arbeiten bei Activision Idioten. Das Spiel ist neun Monate alt, 95% der Leute die es haben wollten haben es wohl mittlerweile gekauft.
    Außerdem warum sperrt man dann nicht alle Importversionen von Activisionspielen? Warum nur ein einziges Spiel?
    Ich glaube Activision hat erfahren, dass MW2 bald beschlagnahmt wird und hat deswegen aus Imagegründen das Spiel gesperrt.

  13. Ich suchte heute schon nach einem Beschlagnahmebeschluss für das Ding und ging davon aus, dass ein solcher bereits erging: keine Ahnung warum – muss wohl etwas mit „Wolfenstein“ und „Manhunt 2“ durcheinander gebracht haben. Erinnerte mich nach einem Posting im hiesigen Forum auch dunkel wieder an Vicarochas Information, hörte von dem ganzen aber glaub ich auch von anderer Seite noch.

  14. @Mike L.
    Doch kommt, drüber gesprochen wird schon länger drüber man kann sich nur nicht einigen ob noch in dieser oder erst in der nächsten Konsolengeneration, Quellen für meine Aussagen sind diverse Gamesmagazine wie die GamePro oder auch M Games.

  15. Noch was in eigener Sache, das die Cracker und Raupkopierer mittlerweile wie Helden von den Gamern gefeiert werden verwundert nicht, die Industrie hat selbst dafür gesorgt das es so ist und wenn sie nicht aufpassen wiederholt sich das Aussieben der Firmen durch das Kopieren von Games bei den eigentlich gewünschten Kunden wie es damals zu Zeiten des Amigas und Commodores bereits einmal geschah.
    Ich selbst nutze mittlerweile immer häufiger Cracks weil ich dazu gezwungen bin dies zu tun, obwohl ich alle Vorgaben am geforderteren System erfülle und ich auch die Forderungen der Firmen zbsp. keine virtuellen Laufwerke oder Brennersoftware auf dem Rechner zu betreiben, installieren etc. nachgehe kann ich mittlerweile von 10 Neuerscheinungen mindestens jeweils 3 ohne Crack und co. nicht einmal aktivieren, starten, geschweige denn spielen.

  16. @Dr. t

    Is bei alten Spielen auch so. Il2 Forgotten Battles startet bei mir nicht mit CD-Abfrage (Auch wenn diese selbstverständlich im Original im Laufwerk liegt.).

  17. Dürfen die das überhaupt? Ich meine, man darf doch im Ausland gekauft Spiele hier spielen, also mit welcher Berechtigung hindern die einen daran?

  18. Das ist Activision!
    Seid Bobby Kotick der Chef dieser Firma ist werden Spieler nur noch verarscht.
    Da hat Steam keine Schuld dran!
    Denn, selbst wenn es Steam nicht geben würde, dann gäbe es vielleicht sowas ähnliches wie dieses Battle.Net Blizzard, wo man sein Spiel-Key registrieren muss und dann würden die da deinen Import-Key blockieren.
    Leider gab und gibt es in Deutschland zu viele Idioten die 1. 60,-€für das Kackspiel MW2 bezahlt haben 2. 30,-€ für die beiden Mappacks bezahlt haben und 3. die sicherlich beim nächsten CoD Black Ops wieder 60,-€ zahlen werden.
    Wir haben es also nicht Steam zu verdanken, sondern diesen Idioten die Bobby Kotick das Geld in den Hals schieben.
    Wenn diese Deppen sich dazu entschieden hätten diese Machenschafften zu boykottieren, dann hätten wir das Problem jetzt wohl nicht.
    Bobbi Kotick ist hinter jedem Cent/Dollar her den er kriegen kann weshalb ich die Theorie, man mache es nur um die deutschen Versionen für teures Geld noch unter die Leute zu bringen, Glauben schenken kann.
    Das einzige was hier hilft ist ein kompletter deutscher Boykott sämtlicher Activision Spiele!
    Wenn die sehen, dass die in Deutschland kaum noch Spiele los werden ( am besten wäre es wenn sie keine Spiele hier mehr verkaufen würden), dann werden die sich Gedanken machen müssen, was der Grund dafür sei.
    Aber ob sie darauf kommen, dass wir ihre scheiss Preispolitik boykottieren, dass steht in den Sternen.
    Aber jeder Cent an Activision ist ein Cent zu viel, und auch jeweils ein deutscher Idiot!

  19. Also ich bin Robert Kotick sehr dankbar dass er Bizarre Creations Blur hat machen lassen. Soviel von mir mal wieder zu ihm. Und was da mit Blood Stone anscheinend gewerkelt wird ist vielleicht sogar bahnbrechend für die Industrie in einem positiven Sinn dahingehend, dass ein hoffnungsvoller AAA-Titel ein Viertel Jahr nach Ankündigung schon erscheint
    Seine DICE-Rede war auch alles andere als von schlechten Eltern. Der Mann hat schon was drauf
    http://www.joystiq.com/2010/02/21/activision-ceo-bobby-koticks-full-dice-speech-jack-thompson-sa/

  20. @Booomboy
    Wenn du die Vorbestellerliste für das kommenden Black Ops sehen könntest, ich glaube dir würde Schwarz vor Augen vor Schwindel und Übelkeit. Nein mein Lieber, in Deutschland wird es sich nichts ändern an den Machenschaften mancher Firmen, es wird noch eher schlimmer werden denn es gibt viel zu viele die alles mitmachen und vor sowas wie jetzt oder das was Ubisoft mit seinen Onlinezwang machen habe ich früher gewarnt und nur Hohn und Spott geerntet, ich habe schon 2004 bei der Half-Life 2 Aktivierungsgeschichte geahnt was noch so alles *Tolles auf uns als Kunden und Gamer zukommt.

  21. Sehe ich auch so. Das ist keine Steam angelegenheit, das geht ganz klar von Activision aus. Schließlich kann man andere Liste B Spiele z.B. L4D (uncut version) immernoch aktivieren.

    Das mit dem account sperren ist aber schon eine sehr drastische und mMn völlig übertriebene Maßnahme.
    Man verliert ja unter Umständen dadurch nicht nur die Möglichkeit dieses eine Spiel zu spielen (was schlimm genug wäre), sondern auch noch viele andere rechtmäßig erworbene Titel gleich mit.

    Echt schwach von beiden Firmen (A/B und Valve/Steam) derartige Methoden anzuwenden bzw. zuzulassen.

  22. @Booomboy :

    This ich besitzte die uncut vserion über Steam und sie geht noch (hab 30€ bei ammazon.co.uk gezahlt) ich liebe Steam fast sogar^^ . Aber activision gehört mit leib und seele boykottiert!

  23. @ Boomboy:
    Es ist nicht so, dass niemand Activision boykottieren würde. Ich habe irgendwo einen aufschlussreichen Screenshot gesehen von einer Gruppe namens „Boycott MW2“ oder so von kurz nach erscheinen des Spiels. Über die Hälfte haben da gerade MW2 gespielt. Das Bild trägt zurecht den Namen „Boycott fail“.Die Typen sagen erst, dass sie es warum auch immer boykottieren wollen (ich glaube in der Gruppe ging es um das Fehlen der dedicated Server) und dann kaufen sie es trotzdem.

  24. Ich habe von MW auch nur Teil 1 Uncut auf der Xbox 360, den zweiten Teil habe mir schon gar nicht mehr geholt, zu wenig neues und zu viel Abhängigkeit beim Kunden dem Hersteller gegenüber und das sogar bei der Box und das mag ich gar nicht. Ich werde auch Starcraft 2 nicht kaufen da kann jede einzelne Episode noch so gut sein. Wenn ich alle spiele ausliste die ich gekauft hätte ich es aber nicht tat weil mich das Gebaren der Firmen zuwider ist wäre das eine sehr lange Liste.
    Ich bin Sammler und Gamer mit Herz und Seele aber selbst bei mir hört der *Spaß irgendwann, irgendwo auf.

  25. Die Romantikära der 80er und frühen 90er ist halt lange Geschichte, die Zeiten in denen Firmen von 1 Mann Teams oder maximal von 10 Personen geleitet wurden, als Spiele noch in Garagen oder Kellern erschaffen wurden und Spiele der Spiele wegen von Spieler für Spieler entstanden, als der Wille des Kunden noch Gewicht hatte und der Kunde für sein Geld noch Achtung und Gegenleistungen erhielt sind vorbei. Aus der Traum willkommen in der Wirklichkeit kann man da nur sagen, schade und Ärgerlich zugleich ist es aber auf jeden Fall.

  26. Wenn wir Steam nich hätten… hätten wir das Problem (wahrscheinlich) nicht. ;) Aber die Leute wollen ja verarscht werden. Activision und Valve sind ja auch zwei Drecksfirmen :b

  27. Ubisoft, Blizzard(Heißt ja eigentlich Activision-Blizzard) und Electronic Arts kannst du direkt mit auf die Liste der *Schweinefirmen nehmen, diese Firmen behandeln die Kunden alle wie Dreck. Eigentlich könnten wir diese Firmen aber schnell zu Fall bringen, Anfang der 80er haben die Kunden genau das getan durch nicht Beachtung und verweigerte Einkäufe: Die Macht des Geldes, diese Macht in unserer Hand!

  28. @MaxSchmerz

    Nichts gegen Valve! Wie oben in die kommentaren schon richtig gesagt wurde ging diese aktion von activision aus… Un ohen steam gäbs ne eigene rechnologie wie zb battle net die für so was zuständig wäre

  29. @A.M.M.D.:

    1. Valve hat den DRM-Mist erfunden
    2. Sie bieten den Publishern diese Option nunmal an. Wie heißt es so schön: Mitgehangen, mitgefangen

    Hätte man es über eine andere Plattform gemacht, wäre halt diese in Kritik geraten. Aber es ist nunmal Steam geworden. :b

  30. Nunja, ihr überseht aber auch den Konsolen Markt. Dort gibt es solche Aktivierungsgeschichten nicht. Und dort verhält sich Activision einfach enspannter. Ich als hauptsächlich Konsolenspieler mag Activision. Ist zwar scheiße für alle PC Spieler, aber der größere Konsolenmarkt funktioniert eben auch für den Kunden. Es sind nur die PC Spieler, die wie Verbrecher behandelt werden.

    Und diese unglaublich große Vorbesteller Liste für Black Ops. besteht zu großen Teilen bestimmt aus Konsolenspielern, die solche schlechten Erfahrungen nicht gemacht haben.

  31. @The Sorrel
    Doch das gibt es auch auf Konsolen, bei neuen EA-Spielen kann man zbsp. bei Gebrauchtspielen den Onlinemodus nicht nutzen und muß diesen für 10 Euro freischalten, wer eine Xbox 360 hat zahlt aber schon zusätzlich Geld für den Onlinemodus, Activison-Blizzard verlangt für ihr kommendes Spiel eine Zusatzgebühr für das Onlinespielen auch wenn man schon Live bezahlt und läßt sich ab dem kommenden Black Ops auch den Onlinemodus bei Gebrauchtware erst gegen Endgeld freischalten und auf der PS3 fängt es leider noch dieses Jahr so richtig an, desweiteren soll es in der nächsten Konsolengernation genauso werden wie jetzt beim PC um angeblich den Raupkopiermarkt zu bekämpfen.

  32. Zitat, Doktor Trask:
    „Noch was in eigener Sache, das die Cracker und Raupkopierer mittlerweile wie Helden von den Gamern gefeiert werden verwundert nicht, die Industrie hat selbst dafür gesorgt das es so ist und wenn sie nicht aufpassen wiederholt sich das Aussieben der Firmen durch das Kopieren von Games bei den eigentlich gewünschten Kunden wie es damals zu Zeiten des Amigas und Commodores bereits einmal geschah.“….

    Ähm, sorry Doc, aber das verstehe ich jetzt entweder einfach nur falsch, oder du bist einfach zu heftig gegen die Wand gelaufen….
    Warum bitte schön gibt es denn überhaupt sog. Kopierschutzmaßnahmen? Die hat man nicht aus Spaß an der Freude entwickelt. Kopierschutzmaßnahmen egal welcher Art) sind nichts weiter als eine Reaktion auf ein bestehendes Problem und ich sage ganz ehrlich das ich früher im zarten Teenageralter (bin inzwischen 30) auch raubkopiert habe, ohne zu wissen was dabei für wirtschaftliche Schäden entstehen.
    Steam isr eine Plattform die bewiesen hat das Kopierschutzmaßnahmen notwendig sind und auch recht gut funktionieren können, weshalb auch andere Firmen ihre eigenen Systeme entwickeln ( EA, Ubisoft, Microsoft).
    Anstelle jetzt die Firmen anzupfeifen die ihre Produkte schützen wollen, welche für inzwischen Millionen von Dollarn und Euros entwickelt werden, sollte man lieber den Raubkopierern kräftig in den Arsch treten, denn dank denen haben wir doch überhaupt erst den Ärger.
    Und Sprüche wie „die Industrie hat doch selber schuld, warum macht die son Mist?“ sind einfach nur daneben und soll einem wohl die Sache schön reden und raubkopieren als Kavaliersdelikt darstellen.
    Tatsache ist das die Raubkopierer den Ärger angefangen haben, denn anfangs gabs ja keine Schutzmaßnahmen.

    Zum Thema Preis:
    Ich weiß gar nicht was gejammert wird…Als ich 1993 mein erstes Vollpreisspiel bei Brinkmann kaufendurfte, habe ich für Gunship 2000 (Hubschraubersimulation) stolze 120 DM aufn Tresen gepackt, bzw. mein Vater. Umgerechnet also gut 65€. So gesehen sind zu den exorbitant gestiegenen Produktionskosten, der allgmeinen Inflation, Mwst.-Erhöhungrn, gestiegenen Lohnkosten etc… die Spiele günstiger geworden. Angedachte Preise von 60€ bei MW2 oder auch Starcraft II habe ich ehrlich gesagt nirgends gesehen. SC2 gabs/gibts für 39€ beim Fachhändler, MW2 genauso (war nur bei Steam für 60€ zu sehen).
    Und auf eine Firma zu schimpfen weil die Geld verdienen will ist ja lächerlich. Das ist letztlich der einzige Existenzgrund einer Firma. Activision und Konsorten sind keine Wohltätigkeitsvereine und wenn ich ein Produkt habe von dem ich weiß das alle Welt es haben will, dann versuche ich es auch für maximalen Gewinn zu verkaufen.
    Kann ja auch mal eine Durststrecke entstehen.
    Und wems zu teuer ist, der solls halt lassen.
    Über die Qualität und Leistung von MW2 oder auch SC2 brauchen wir uns wohl nicht streiten, die spielen in der Oberliga (wenn jetzt 1-2 Leute was anderes behaupten, dann gehört Ihr der Minderheit an), und keiner von uns schimpft doch auf Audi oder BMW das ihre Oberklassefahrzeuge viele finanzielle Rahmen sprengen.
    Komischerweise wird gerade bei Videospielen verdammt viel für wenig Geld gefordert (Patches, Maps, etc…) bei keinem anderen käuflichem Produkt ist mir soviel nachträgliche Arbeit und Forderung bekannt (ich mag mich natürlich irren), geht meine 40€ Kaffeemaschine kaputt, sagen die allerwenigsten was, schmeissen diese weg und kaufen eine neue…..komische Welt.

    @Doktor Trask: Es ist kein Angriff gegen dich :) , nur wenn ich teilweise hier die Kommentare lese wird mir schlecht und es zeigt sich das die wenigsten überhaupt mal auf die Idee kommen über den Tellerrand zu schauen (warum ein Kopierschutz, warum 60€…)
    und nur das absolut schlimmste und schlechteste unterstellen.
    Diese Herrschaften können sich also gleich dem AAW anschließen, die Herrschaften dort
    gehen nämlich genau so vor……..denkt mal drüber nach

    Eine allgemeine Frage an alle: Es wird oft geschimpft das die Firmen ihre Kunden wie Dreck behandeln, was wird denn erwartet? Ich bitte bei einer evtl. Antwort auf die Frage über besagten Tellerrand zu guggen :)

  33. Natürlich war die Kopie zuerst da, und natürlich wollen die Firmen ihre Produkte schützen und das sollen und dürfen die ja auch aber es darf nicht so sein das die ehrlichen Kunden die sind die das Nachsehen haben. Und manch Kopierschutz dient eher zum Trockenlegen des Gebrauchtmarktes was VIELE aus der Industrie auch zugeben, viele Titel kann man bereits heute nicht mehr weiterverkaufen, tauschen oder verleihen oder selbst Gebraucht kaufen, letzteres ärgert mich sehr da viele titel die nicht vom Fleck weg Erfolg haben schon relativ bald aus den Regalen der Händler verschwinden und alles Interessante kann man sich unmöglich gleichzeitig kaufen und Downloadversionen die es ja immer noch nicht für jedes Game gibt sind für Sammler wie mich keine Option.
    Kopien finde ich als Sammler übrigens Pervers weshalb ich niemals Kopien nutzen werde, nicht mal als *Demoversion und wie ich bereits sagte die Cracks nutze ich nur aus der Not heraus, was nutzt mir ein Originalspiel welches ich nicht spielen kann obwohl ich mich an die *Regeln der Firmen* halte? Recht wenig würde ich mal sagen.

  34. Gut, dass ichs illigal habe! Ja, ich gebs zu! Fickt euch Activision! Dann seit ihr die nächsten, von denen ich nie wieder ein game Kaufe (Mittelfinger zeig)!

  35. @Doktor Trask

    Ja, das stimmt alles, aber es gibt kein Problem mit Installationen oder Aktivierungen. Zumal sind die Zusatzkosten bei XBox Live berechtigt und für Modern Warfare2 bezahlt noch keiner zusätzliche Kosten. Und gerade XBox Live online SPieler haben keine Ahnung von der Zukunft.

  36. @Zielfinder: das Problem mit den Kopierschutzmaßnahmen ist nur, dass mittlerweile manche spiele mit cracks stabiler laufen als ohne. als Beispiel hierfür dient wunderbar AC2: es wird eine permanente Internetverbindung gefordert, dies alleine grenzt schon haushalte ohne Internetanschluss oder Flatrate aus, obwohl es dort evtl auch genug gibt, die Ubisoft Titel spielen wollen. (hier zu sagen, dass das recht wenige sein zählt nicht, sie sind da.)Darüber hinaus war es lange zeit so, dass die Server von Ubisoft, die für das betreiben der spiele notwendig wahren alles andere als stabil liefen wodurch ich, und alle anderen die sich dieses Spiel legal beschafft haben es teils eine Woche lang nicht vernünftig spielen konnten. auch waren die Server wohl ganz gerne mal überlastet, und wehe die eigene Internetverbindung schwächelt mal, denn dann schmeißt dich das Spiel sofort wieder ins Startmenü.
    im Endeffekt bestand die Schwierigkeit das Spiel durch zu spielen nicht darin die (sehr einfachen) Missionen zu absolvieren sondern darin es überhaupt spielbar zu halten.

    wenn Kopierschutzmaßnahmen für den ehrlichen Kunden eine größere Belastung sind, als für den, der sich die spiele auf anderem Wege beschafft, dann läuft da was nicht richtig. an dieser stelle verstehe ich auch die, die sagen sie cracken ihre Spiel, (zumal ich auch nicht verstehe warum man ein Spiel, dass man gekauft hat nicht editieren darf, aber darüber jetzt bitte keine Diskussion)
    denn ganz ehrlich, bei AC2 bin ich mir echt verarscht vorgekommen.

    Zusammenfassend: uns stören keine Kopierschutzmaßnahmen, die sind gut und richtig. aber wer ein Spiel illegal haben möchte, der bekommt es auch, darum dürfen die Firmen ihren Kopierschutz nicht so weit treiben, dass die ehrlichen Kunden in die Illegalität getrieben werden, damit sie überhaupt erst das Produkt nutzen können. selbst chip.de hatte einen Artikel darüber, dass Ubisoft es geschafft hatte Cracker gesellschaftstauglich zu machen und von Mitarbeitern des Hause Ubisoft ist zu hören, dass sie via E-mail permanent zugeflamet werden wegen ihrer Maßnahmen und viele der dort tätigen auch selber die neuen Kopierschutzmaßnahmen für kundenfeindlich halten.

    Zum Preis:
    ich glaube hier bezog man sich darauf, dass man sehr viel Geld für ein Importprodukt ausgegeben hatte, weil man die dt. nicht wollte und einem diese nun aber zwangsläufig aufgedrückt wurde. um bei deinem Beispiel mit den Autos zu bleiben: „hier, das Geld für den Audi tt (oder wie die auch heißen, mein Auto muss fahren und ne Klimaanlage haben. das reicht. ich hab keine Ahnung von so was)“,“okay, und hier bekommen sie ihren Opel Corsa.“
    man bekommt nicht das wofür man sein geld ausgegeben hat. und auch hier nun zu sagen, die Änderungen wären aber doch nur marginal, so ist das egal. sie sind da. ich würde mir meinen Audi tt auch nicht einfach so in Ocker umspritzen lassen nur weil das der Händler so will.

  37. ha deren Seite ist down! Lol, scheint überlastet zu sein! LOOOOOL! Ich werde da auch noch anrufen und denh erklären, dass sie wenn es einmal passieren sollte, das ein spiel bei mir nachträglich zensiert wird, ich auf der Stelle vor Gericht gehen werde! Diese Abzockenden Arschkrampen!

  38. @Soldat-Hans
    Das Spiele zensiert werden und zwar nachträglich gab es in der letzten Zeit öfter, angeblci seien jedesmal Hacker oder Bugs oder Serverprobleme oder interne Schwierigkeiten mit deren Systeme daran schuld was ich aber ich glaube, ich denke man versucht da eher zu testen was geht und wie weit es geht, vor 14 Tagen war zbsp. CSS für einige Zeit cut.

    PS: Das Schimpfwort kenne ich gar nicht, ich merke ich werde alt. (Und bitte solche Ausdrücke lassen, Kinder und Kritiker are watching you)

  39. @Soldat-Hans:
    Bitte begründe mal was dich stört: Was geht nicht?
    Dein illegaler Besitz ist übrigens absolut kontraproduktiv und wird die Kopierschutzmaßnahmen nicht verringern….

    @DT und Hejoba:
    Selbstverständlich habt ihr auch recht mit euren Aussagen, der totgelegte Gebrauchtmarkt im Videospielbereich ist ein Punkt der mich genauso ärgert und was ich den Herstellern auch ankreide.
    Frage ist dann aber: Wenn nicht so, wie dann? Die Vergangenheit hat uns gelehrt das einfache Kopierschutzmaßnahmen nichts bringen, wie will man seine Daten gegen Diebstahl schützen?

    Bezgl. ehrlicher Kunde: Habt ihr vollkommen Recht mit, ärgert mich genauso. Aber das ist ein generelles Problem, welches wir auch ganz oft in unseren Gesetzsystem finden…Wegen Fehlverhalten einzelner, leiden die braven, denkt nur mal an die Sache mit dem Hundeführerschein: Weil so ein Trottel sein Tier falsch erzieht und dieses dann ein Kind tötet (Hamburg 1999, der kleine Volkan), werden alle Hundebesitzer in einen Topf geworfen und teilweise denunziert. Viele Gesetze sind deswegen entstanden :(

    Man muss generell Daten anders betrachten und kann die nicht behandeln wie einen Toaster, welcher nur einmal existiert. HIer gibt es einfach noch zu viele Lücken im Gesetzsystem wie damit umgegangen werden muss/soll/kann. Eben deshlab weil manche ja wirklich in den Laden rennen und nen Datenträger kaufen, andere wiederum nen DL machen..Was hat man denn dann überhaupt gekauft bei nem DL? DIe Daten? Die Berechtigung? Einen Akrivierungsschlüssel? Ich selber weiß es nicht…
    Daher kannman eben einen Veergleich zwischen Daten und Auto nicht wirklich machen ;)

  40. Ein weiteres Manko der Spielehersteller sind so manche Limited Editions (wenn se denn überhaupt limitiert sind).
    Bsp. FF XIII
    – 08/15 Artbook
    – Soundtrack (den man sich später ja eh nachkaufen kann wenn man die Musik im Spiel geil findet)
    – 3 Esperillustrationen
    – en Sticker
    Dafür sollte man dann 20 (oder warns 25? Euro mehr blechen)
    Nur sowas interessiert mich net, en Artbook ist so gut wie in jeder Collectors (oder Limited oder wie auch immer mans nennt) drin.

    Oder z.B. Street Fighter IV wo, man einfach mal aus Spaß Limited auf die Box draufgedruckt hat (teilweise ham die Läden die Boxen heute noch).

    Da Lob ich mir lieber AC2 (gut meine White Edition ist auch net wirklich limitiert (darum kleines Minus)) mit der Eziofigur, kann ich mir schön ins Regal stellen und hab was für mein Geld bekommen (imo).

  41. Da hast du Recht, Zielfinder. Ich habe letztens warum auch immer längere Zeit über legales downloaden nachgedacht, und bin schlussendlich zu dem Ergebnis gekommen, dass es keinen Grund geben dürfte, warum downgeloadete Spiele/Musik/whatever genauso viel kostet, wie wenn ich im Laden den Datenträger kaufe. Der Großteil der Kosten die für den Hersteller eines Spiels(/Albums/whatever) anfallen, sind die Materialkosten für Datenträger, Handbuch, Verpackung, Transport etc. Bei Downloads sind die alle nicht vorhanden, was sich eigentlich deutlich auf den Preis auswirken müsste. Die Kosten für die kreative Arbeit dahinter sind sogenannte Fixkosten, das heißt egal wie viele CDs ich danach presse, diese Kosten sind immer gleich und je mehr Cds ich mache, desto mehr sind jene Kosten auf die einzelnen Datenträger aufgeteilt, was im Endeffekt den Preis ebenso senken müsste. Da es bei Downloads grundsätzlich eine unbegrenzte Zahl an „Datenträgern“(eine unbegrenzte Zahl an möglichen downloads/Kunden) gibt, müssten für eine ordentliche Preiskalkulation die erwarteten Verkäufe einberechnet werden. Stattdessen werden oftmals die selben Preise wie für die physischen Datenträger verwendet.
    Fazit: legale Downloads sind überteuert.

    Genau wie bei den Preisen verhält es sich mit den illegalen downloads. Bei physischen Datenträgern kann man ganz genau sehen, wie viele abhanden gekommen sind (ob der Dieb die CD danach an andere ausleiht o.ä. ist wieder eine andere Geschichte). Bei downloads geht das nicht so einfach, da ja kein Verlust im Sinne einer fehlenden Sache vorliegt, sondern eine Kopie angefertigt wurde. Dennoch werden mit diesen wackeligen Zahlen Prognosen angefertigt, wie viel das Unternehmen durch downloads verloren hat. In meinen Augen wollen sie sich nur als größere Opfer darstellen als sie sind (ja, sie haben einen Verlust durch downloads) allerdings tun sie so, als ob es einem Weltuntergang gleich kommen würde. Ich erinnere mich noch an damals, als VHS-Aufnahmen das Kino zerstört und Audiokassetten Musik vernichtet hatten. Ach wenn es doch nur noch Filme und Musik gäbe… halt Moment, es gibt noch Filme und Musik. Genauso wird die Spieleindustrie die Raubkopierer überleben, es ist zwar unschön für ein Unternehmen Einnahmeneinbußungen zu haben, aber mit den jetzigen Mitteln ist es für sie absolut unmöglich, Raubkopierer zu stoppen, stattdessen ist es eher nervig für diejenigen, die es sich legal kaufen durch ewig lange „Raubkopierer sind Verbrecher“-Einspieler auf DVDs und Kopierschutze die das Spiel instabil machen oder einem verweigern zu Spielen obwol man die OriginalDVD im Laufwerk hat.

    Der Beitrag ist viel zu lang geworden für meinen Geschmack.

  42. so viel geschrieben und doch was vergessen: mit du hast Recht bezog ich mich darauf, dass Daten anders als Toaster behandelt werden müssen, nur ist mir auch noch nicht so recht klar wie das dann ablaufen sollte.

  43. Die Aussage dieses Winkeladvokaten ist wirklich hochgradig peinlich. Zeigt aber auch, dass die Jugendschutzgesetze in Deutschland viel zu kompliziert sind.

    §131 sagt:
    1. verbreitet,
    2. öffentlich ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht,
    3. einer Person unter achtzehn Jahren anbietet, überläßt oder zugänglich macht oder
    4. herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, ankündigt, anpreist, einzuführen oder auszuführen unternimmt, um sie oder aus ihnen gewonnene Stücke im Sinne der Nummern 1 bis 3 zu verwenden oder einem anderen eine solche Verwendung zu ermöglichen,


    Das ist eine lange und unübersichtliche Liste, aber Kauf und Besitz werden da ausdrücklich nicht erwähnt. Was untersagt ist, ist der Verkauf. Aber das wird eben dadurch umgangen, dass man die Ware im Ausland erwirbt. Auch der Zoll hat da nicht unbedingt etwas dagegen.

  44. Hmmm… dem Kunden, der das beschlagnahmte Spiel bestellt hat, droht die Staatsgewalt natürlich nicht mit Konsequenzen und der ausländische Händler leigt außerhalb des Einflussbereiches deutscher Jurisidiktion… nichtsdestotrotz kan der Zoll kann die Ware aber einziehen, so dass der Besteller diese nie zu Gesicht bekommt (und folglich sein Geld los ist). Muss aber nicht sein.

  45. Zoll ist eine Glückssache. Man findet immer wieder man Geschichten, dass übereifrige Zollbeamte Ware als angebliche Beweise einbehalten. Zu Verfahren kommt es natürlich nie. Die findest aber auch jede Menge Geschichten, in denen Leute beschlagnahmte Filme problemlos beim Zollamt abholen. Es hängt davon ab mit wem man zu tun hat.

    Das ist natürlich kein Problem wenn man einfach innerhalb der EU bestellt. Da gibt es keine Zollkontrollen.

  46. @ Dave
    „…dass es keinen Grund geben dürfte, warum downgeloadete Spiele/Musik/whatever genauso viel kostet, wie wenn ich im Laden den Datenträger kaufe.“

    Da gibt es in der aktuellen Gamestar ein Interview mit einem Game-Einzelhändeler, der seinen Laden nun aufgeben musste.
    Der meint, dass die Download Spiele zurzeit (noch) den selben Preis wie die Spiele im Laden haben, weil die Spielehersteller keinen Preiskampf zwischen den Download- und den normalen Datenträger-Spielen haben wollen, weil sie noch nicht alleine von den Downloads leben. Ein großer Teil des Umsatzes wird halt immer noch klassisch im Laden (Einzelhandel oder Kette) erwirtschaftet. Würden sie aber den Preis der Downloadprodukte senken (was machbar wäre), wäre das der sofortige Todesstoß für den klassischen Datenträgerverkauf. Und dafür ist die Zeit noch nicht reif. Das wird wohl kommen, aber das passiert nicht von heute auf morgen.

  47. @Zoll:
    hab ich bist jetzt sehr gute Erfahrungen mit gemacht. (toi toi toi)

    @Spielfirmen gehen zu Grunde:
    ubisoft hat im Vergleich zu Vorjahr 100% mehr Gewinn gemacht. das ist mal ne Hausnummer!

    @DVD-Einspieler:
    lustiger weise ist es bei vielen DVDs so, dass die nur mit deutscher Sprache kommen. stellt man das ganze auf englich (was einen groß teil der filme einfach viel besser macht!) taucht der nicht auf. gibt halt nur deutsche raubkopierer.

  48. *sigh*

    @Zielfinder und alle denen ich damit auf die Nerven gehe: „…und ich sage ganz ehrlich das ich früher im zarten Teenageralter (bin inzwischen 30) auch raubkopiert habe, ohne zu wissen was dabei für wirtschaftliche Schäden entstehen.“

    Falsch. Es gibt KEINE wirtschaftlichen Schäden. Das ist eine Behauptung der Musik/Film-Lobby und von Studien die selbige in Auftrag gegeben haben.
    ——
    „sollte man lieber den Raubkopierern kräftig in den Arsch treten, denn dank denen haben wir doch überhaupt erst den Ärger.“

    Raubmordkopierern wird schon mehr als genug in den „Arsch getreten“. Genauso wie den ganzen anderen Menschen auch. Das peinliche UrhG schränkt einfach jeden Konsumenten ein. Und warum wird denen in den Arsch getreten? Weil man (wie das FBI behauptet) es mit „organisierter Kriminalität“ zu tun hat welche (wie die Industrie behauptet) „XXX Millionen Dollar Verluste verursacht“? Wohl eher nicht.
    ——
    „und raubkopieren als Kavaliersdelikt darstellen.“

    Raubmordkopieren ist kein Kavaliersdelikt, dass stimmt.
    Es ist überhaupt kein Delikt. Es ist das verdammte Recht auf Privat- und Sicherungskopie.
    Das Ziel eines veröffentlichten Kunstwerkes ist es konsumiert zu werden. Wer ein Kunstwerk veröffentlicht um danach die Verbreitung einzuschränken hat es gar nicht verdient das sein Werk überhaupt konsumiert wird (weder kauf noch illegal bezogen).
    ——
    „Tatsache ist das die Raubkopierer den Ärger angefangen haben, denn anfangs gabs ja keine Schutzmaßnahmen.“
    Laut dem Buch „NO-COPY“ waren die ersten Schwarzkopien Programme die man von einer Datasette auf eine andere kopiert hat. Die Qualität einer Kopie sank dabei aber erheblich. Nur 0,4% der Amerikaner hatten überhaupt Computer um die Datasette zu verwenden. Und schon damals haben Software-Hersteller an Kopierschutz-Maßnahmen gearbeitet. Es gab also Kopierschutz-Maßnahmen als noch überhaupt kein Bedarf dafür bestand. Da der Kopiervorgang ewig dauerte und man meistens wohl nur im Bekanntenkreis kopiert hatte kann man nicht von Kriminalität sprechen (Heute ist das übrigens ERLAUBT eine Kopie anzufertigen und an BEKANNTE/ENGERE FREUNDE zu vergeben). Höhere Verkäufe gab es dadurch übrigens schon damals nicht.
    Also theoretisch hast du Recht. Es gab zuerst die Kopie und dann den Schutz. Aber praktisch war das Kopieren legitim (es war das selbe als wenn man einen Song im Radio aufgenommen hätte) und der Schutz eine nervige Angelegenheit ohne Nutzen.
    Oder um es mit deinen Worten zu sagen: „Die Industrie hat angefangen!“.
    Und das hat sich hochgeschaukelt. Irgendwann hat man den Kopierschutz geknackt und weiter kopiert, dann hat man immer neuere Verfahren entwickelt und immer wieder wurden diese geknackt und die Kopien im engeren Bekanntenkreis weitergereicht.
    Das entwickelte sich zum sportlichen Wettkampf für Cracker. Es gab Boards mit Highscore-Listen. Mehrere Cracker-Gruppen sind gegeneinander angetreten.
    Es war schon damals keine organisierte Kriminalität.
    ——
    „Wenn nicht so, wie dann? Die Vergangenheit hat uns gelehrt das einfache Kopierschutzmaßnahmen nichts bringen, wie will man seine Daten gegen Diebstahl schützen?“

    Die Vergangenheit hat gezeigt, dass gar kein Kopierschutz je funktioniert hat.
    Die Antwort auf deine Frage lautet also: Verzichtet auf jeglichen Kopierschutz. Es kostet extra Geld, es schützt vor nichts (außer ‚ehrlichen Käufern‘), es nervt, es vergewaltigt das Recht auf Privatkopie. Und zu guter Letzt: Raubmordkopien haben keinerlei Einfluss auf die Verkäufe bzw. (das behaupte ich) fördern die Verkäufe sogar.

    Noch etwas Grundsätzliches: Die Definition von Diebstahl setzt voraus, dass eine Objekt bewegt werden kann. Kopierte Daten werden nicht bewegt. Ergo: Kopieren ist was anderes als Stehlen.
    ——
    „Daher kannman eben einen Veergleich zwischen Daten und Auto nicht wirklich machen“

    Wunderbar. Du hast es verstanden.
    Weil dem so ist, kann man Diebstahl und Verletzung des UrhG auch nicht vergleichen.
    ——
    „es zeigt sich das die wenigsten überhaupt mal auf die Idee kommen über den Tellerrand zu schauen (warum ein Kopierschutz, warum 60€…)“

    Um es schon mal vorweg zu nehmen: Ich habe beide Seiten meiner Argumentation beleuchtet. Ich hab vor paar Jahren sogar genauso gedacht wie du.

    MfG
    Thomas

  49. „Ein großer Teil des Umsatzes wird halt immer noch klassisch im Laden (Einzelhandel oder Kette) erwirtschaftet. Würden sie aber den Preis der Downloadprodukte senken (was machbar wäre), wäre das der sofortige Todesstoß für den klassischen Datenträgerverkauf. Und dafür ist die Zeit noch nicht reif. Das wird wohl kommen, aber das passiert nicht von heute auf morgen.“

    Hm also ich weiß nicht wie es mit euch ist, aber ich hab lieber ne Box mit dem Spiel drin im Regal stehen, als nur die Daten auf dem Rechner/Konsole zu haben. Vor allem bei Sammlern wird es wohl weiterhin nur den Kauf des Datenträgers geben.

  50. „Falsch. Es gibt KEINE wirtschaftlichen Schäden. Das ist eine Behauptung der Musik/Film-Lobby und von Studien die selbige in Auftrag gegeben haben.“
    … bitte: Es gibt wirtschaftliche Schäden. Natürlich stimmt die Milchmädchenrechnung nicht, dass jede illegale Kopie gleich einem unverkauften Spiel sei und entsprechende Einnahmen fehlen würden; nicht jeder, der ein Spiel illegal kopiert, würde es auch kaufen, wenn er die Möglichkeit zes zu kopieren nicht mehr hätte… da würde einfach z.T. Verzicht geübt. D.h. aber nicht, dass es den Typus von potenziellem Käufer nicht gibt, der eben das Spiel kaufen würde, wenn er es nicht als illegale kopie erhalten würde. Strittig und hochspekulativ ist nur die Anzahl dieser wegfallenden Käufer, dabei sollte man aber nicht pauschal abstreiten, dass man es hier u.U. vielleicht schon mit einer Menge im durchaus rentablen Bereich zu tun hat. Zu behaupten, es entstünde kein Schaden, ist genau so ein Unfug, wie die erwähnte Milchmädchenrechnung.

  51. Fakt ist, dass man nichts nachweisen kann. Weder Schaden noch Gewinne durch Raubmordkopien. Daher ist dein „Es gibt wirtschaftliche Schäden“ falsch.

    Solange man mir nicht eindeutige Beweise liefern kann bleibe ich auch dabei dass es falsch ist und so lange werde ich auch behaupten, dass das Gegenteil möglich ist.
    Du kannst nicht Millionen Menschen wegen theoretischer Verluste kriminalisieren. Das halte ich für Fragwürdig.

    Ist es nicht außerdem unwissenschaftlich „Es ist so [dass Schäden entstehen]“ zu sagen ohne es Beweisen zu können? Wenn, dann hat man gefälligst von einer Hypothese zu sprechen. Das tut aber niemand und schon gar niemand von der Musik-Lobby.

  52. Ich gehe mal davon aus das von allen was kopiert höchstens 6-8% auch wirklich gekauft werden würde, es fragt sich allerdings auch wie hoch der Verlust ist durch Leute die zbsp. die Spiele nicht erwerben können weil sie zbsp. kein oder nur ein langsames Internet haben, in Deutschland alleine sollen von den 25 Millionen Gamern rund 6 Millionen betroffen sein, zumindest stand das mal so in der Chip und der Computer Bild drin oder wie hoch der Verlust ist durch Leute die wegen dem DRM etc. ganz bewußt einige Titel auslassen (Zu letzteren gehöre ich zbsp. selbst, obwohl ich Games eigentlich leidenschaftlich gerne sammle, ich habe auch hunderte von Original-Games für den PC).

  53. … bin ich im falschen Film? Erst haust du einen Satz raus, wie „Es gibt KEINE wirtschaftlichen Schäden.“ und dann schmeißt du mit dem Hinkelstein in deinem Glashaus rum, man solle von Hypothesen reden und mein Beitrag sei „unwissenschaftlich“. Ein bisschen Selbstreflexion dürfte nicht schaden, deine Aussage ist nämlich midnestens ebenso „falsch“.

    Aber sind wir mal diplomatischer: Ich muss den Schaden nicht „beweisen“, die „Hypothese“, dass es auch nur einen potenziellen Käufer gibt, der sich verhält, wie beschrieben, ist plausibel genug (und m.E. durchaus plausibler als die andere Behauptung, dass jeder, der ein Spiel kopiert, es ohnehin nicht gekauft hätte – das ist naiv)… und damit wäre schon ein Schaden entstanden… ein marginaler, aber ein Schaden. Um mehr ging es in meinem Beitrag nicht.

    Warum du jetzt mit dem Thema Kriminalisierung ankommst, erschließt sich mir auch nicht… ich habe keinerlei Kommentar zu irgendwelchen Konsequenzen dieser Spekulation formuliert…

  54. Schade, dass es hier keine Sammelklage gibt.

    Das würde dann auch die faulen Deutschen Gamer aus den Stühlen auf die Barrikaden bringen.

  55. ThomasR04IG: „Ist es nicht außerdem unwissenschaftlich “Es ist so [dass Schäden entstehen]” zu sagen ohne es Beweisen zu können? “
    Beweise bitte du, dass es keine Schäden gibt!
    .
    Happy Coding.

  56. Ich bin auch der Meinung, dass die Raubkopiererei wirtschaftlichen Schaden verursacht. Die Größe ist spekulativ. Aber das der Schaden nicht unerheblich ist, halte ich für annehmbar.

    @ El Konsolero
    Ich habe auch lieber ne DVD, genauso wie du. Aber der Download-Vertrieb hat für die Hersteller ganz erhebliche Vorteile, und deswegen versuchen die Hersteller diese Art des Vertriebs durchzusetzen. Nun das muss nicht nur Nachteile für die Kunden mit sich bringen. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Am Ende muss das jeder für sich selbst entscheiden.

  57. lanzelotz:
    .
    „Nun das muss nicht nur Nachteile für die Kunden mit sich bringen.“
    .
    Welche Vorteile hätte rein digitaler Vertrieb denn?
    .
    Fassen wir zusammen:
    .
    – Publisher / Anbieter erhalten absolute Freiheit über das Spiel: Unzensierte Versionen werden nachträglich zensiert oder deaktiviert, die Mod-Fähigkeit oder einzelne Mods kann bzw. können durch Zwangs-Updates unterbunden werden und langsam beginnen die Firmen zu entdecken, dass sich die Spielgewohnheiten ihrer Kunden zu Marketing-Zwecken aufzeichnen lassen (Beispiele: An welchen Stellen bleiben die meisten Spieler hängen? Wann verlassen sie das Spiel? Welche Levels, Waffen, Skins sind am Beliebtesten? — diese Infos sind hinsichtlich künftiger Entwicklungen Gold wert).
    – Gibt es keine Retail-Version mehr, liegt das alleinige Preismonopol bei den Herstellern. Siehe Activision: der werte Herr Kotick meinte einst, er würde gerne noch mehr für seine Spiele verlangen. ‚Modern Warfare 2‘ war wohl ein erster „Testlauf“: der Preis wurde kurzerhand auf allen Systemen auf 10 Euro über Durchschnitt erhöht (PC: 59,99 Euro, Konsole: 69,99 Euro). Was geschah? Die Lemminge stürmten die Läden und schlugen sich darum, Milchbub-Bobby das Geld in die A****ritze stecken zu „dürfen“. Mit rein digitaler Distribution könnte er die Preise noch stärker anheben, weil es keinen anderen (legalen) Weg mehr gäbe, an das Spiel zu kommen, als den von Activision festgelegten Preis zu zahlen. Momentan existiert zumindest der Preiskampf unter den Retailern (der es auch möglich machte, den Preis von ‚StarCraft II‘ auf unter 40 Euro zu drücken. Was gerne vergessen wird: Europäische Preisempfehlung seitens Activision ist erneut 59,99 Euro) und die Möglichkeit des günstigen Imports – bei digitalem Vertrieb durch Activision selbst dürften wir für ‚Call of Duty 23‘ wahrscheinlich 99,99 Euro hinblättern. Wer nun meint, dass die Kunden eine derartige Preisexplosion nicht mitmachen würden, ist angesichts der Verkaufszahlen des „Resurgance Map Pack“ (für ‚Modern Warfare 2‘ – 5 Multiplayer-Karten für ganze 15 – in Worten, FÜNFZEHN – Euro, auch auf dem PC) grenzenlos naiv.
    – Stichwort Import: Deutsche Gamer hätten bei alleiniger dititaler Distribution ein massives Problem, das sich schon heute in Form des Xbox Live Marktplatzes äußert. Spiele, die nicht für den dt. Markt gedacht sind, gibt es auf selbigem dann einfach nicht. Die Folge: der Umgang mit VPN-Tunnels wird gezwungenermaßen zum Standardwerkzeug jedes dt. Zockers.
    .
    Ich sehe keinen, wirklich KEINEN EINZIGEN Vorteil in digitaler Distribution. Alles, was ich sehe, ist Gängelung, Kontrolle und Befriedigung der menschlichen Faulheit (eines der häufigsten Pro-Argumente für Steam: man kann Spiele von überall aus runterladen und braucht keine Datenträger mitschleppen, man muss die Disc zum Spielstart nicht mehr im Laufwerk haben, dank des internen Auto-Patchers muss man nicht mehr selbst nach Updates suchen, …). Die vermeintlichen „Vorteile“, von denen du sprachst, müsstest du mir bei Zeiten einmal darlegen…

  58. @ Liquide Snake

    Ich habe mich auf die zukünftige Entwicklung bezogen und bewusst generell ausgedrückt.
    Ich meint es müssen sich nicht ZWANGSLÄUFIG nur Nachteile für den Kunden ergeben.
    Was für den einen ein Nachteil darstellt und einen Grund eine bestimmtes Game nicht zu kaufen, juckt wieder ein anderen gar nicht.
    Du und ich wissen beiden nicht was die Zukunft des digitalen Vertriebs mit sich bringt. Vielleicht gibt es dank diesem einen höheren Preisdruck und führt zu preiswerteren Spielen. Aber auch ein hoher Preisdruck hat seine Nachteile. Es kommt immer auf die Perspektive an.
    Mir persönlich stoßen die Schattenseiten des digitalen Vertreibs, die du in deinem Kommentar beschreiben hast, auch sauer auf. Folgerichtig habe ich mir z.B die Modern Warfare Games nie gekauft.
    Ich möchte was die Vorteile angeht gar nicht so sehr ins Detail gehen, weil sich manche eben hoffentlich noch ergeben werden (z.B eine Verschiebung der Machtverhältnisse vom Handel bzw. Publisher hin zum Hersteller).
    Aber wenn du ein konkretes Beispiel willst, so hat der digitale Vertrieb den Vertrieb von Nicht-Mainstream-Games (World of Goo, Braid, Limbo usw.) enorm vereinfacht bzw teilweise erst ermöglicht.
    Manche juckt das nicht, für andere ist das eine enorm positive Entwicklung.
    Kurz alles hat seine Vor- und Nachteile.
    Schau dir nur den Trend mit den DLC zur Zeit an. Natürlich gibt es Abzocke wie die Modern Warfare Mappacks, aber es gibt auch DLCs, die ihr Geld wert sind (GTA4 Ballad of Gay Tony). Aber das muss am Ende, wie ich sagte, jeder für sich selbst beurteilen.
    Was du in deinem letzten Absatz als „Befriedigung menschlicher Faulheit“ bezeichnest, ist wieder so ein Punkt. Für dich und mich sind das keine Vorteile, für manch anderen schon, Was nebenbei gemerkt für mich völlig in Ordnung ist, wenn jemand darin für sich einen Vorteil sieht.

  59. @TRB: „Beweise bitte du, dass es keine Schäden gibt!“

    Wie ich schon beschrieben habe: Die ersten Raubmordkopien waren eigentlich legitime Kopien. Man hat diese legitime Kopie kriminalisiert mit der Begründung des wirtschaftlichen (und kulturellen) Verlustes.
    Die Aktion ging also von Anderen aus und diejenigen haben gefälligst Beweise zu liefern.
    Das ist vergleichbar mit der Unschuldsvermutung: Man will Raubmordkopierer in den Knast stecken/Man beschuldigt Raubmordkopierer einen Schaden zu verursachen, dann muss der Kläger aber auch beweisen, dass es Schäden gibt die durch sie verursacht werden.

    Wie ich vorher auch schon schrieb: Man kann weder das eine noch das andere derzeit beweisen. Der Unterschied ist aber, dass die Beweislast nicht bei denen liegt, die etwas tun was man schon seit Jahrzehnten tut (nämlich Medien kopieren).

    Aber wenn du jetzt ad hoc einen Beweis willst der mindestens so glaubwürdig ist wie die ‚Beweise‘ der Musik-Lobby: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/17/17076/1.html

    [Ironie]Beweislast erfüllt. Raubkopierren ist nun offiziell erlaubt.[/Ironie]
    —–
    @Vic: Solange keine Schäden bewiesen wurden sind die „Kläger“ in der Beweispflicht. Solange gilt der Status „Keine Schäden“ (bzw. „Unschuldig“) für mich.

    Und wie glaubwürdig du es hältst dass ein Schaden entsteht ist eigentlich Banane (genauso wie es egal ist was ich glaubwürdiger finde).
    Man muss beachten, dass wir hier darüber diskutieren ob Schwarzkopierer einen hypothetischen Gewinn minimieren.
    D.h. Man müsste erst einmal praktisch annehmen können wie viel Gewinn/Einnahmen ein Hersteller einfahren würde, wenn es keine illegalen Kopien gäbe. Und dann müsste man den realen Wert dagegen halten. Solange man keine „Was-wäre-wenn“-Maschine erfindet ist dies unmöglich und so lange ist die Behauptung, dass ein Schaden entsteht falsch (genauso wie das ein Gewinn entsteht).

    Ich finde es übrigens zu naiv anzunehmen es gäbe nur „Alles-Käufer“, „Alles-Kopierer“ und „Wenn es keine Kopien geben würde, würde er es sich trotzdem nicht kaufen“.
    Es gibt z.B. auch noch „Hat es sich gekauft, weil er vorher eine illegale Kopie getestet hat“ und „Hat sich zwar dieses Produkt gekauft, kauft sich aber wegen der Enttäuschung nie wieder eins beim selben Hersteller“.
    Es gibt zahllose verschiedene Szenarien die durch Schwarzkopien positiv, negativ oder auch gar nicht beeinflusst werden.

    „Warum du jetzt mit dem Thema Kriminalisierung ankommst, erschließt sich mir auch nicht… ich habe keinerlei Kommentar zu irgendwelchen Konsequenzen dieser Spekulation formuliert…“
    Das ist richtig. Tut mir Leid.
    Es gibt nur nicht so viele Menschen die sagen „Es entsteht ein Schaden“ und dabei gleichzeitig denken „Der Schaden ist doch egal. Schwarzkopierren ist voll dufte“. Das war nur meine Annahme.

  60. In den USA herrscht soweit ich weiß zum Beispiel schon einmal gar kein Recht auf eine Privatkopie.
    Und das find ich auch gut so

    Also ich schätze auch als Konsument digitale Distribution: bei mir stapeln sich die Spiele und Filme vielfach in die Höhe und ich sehe, dass ich etwas wo ich nur kann digital erwerbe
    Es sind bei mir wahre Medienberge welche ich abzubauen versuche. Tagtäglich
    Der Wiederkauf fällt dann zwar weg, aber ich verkaufe auch um Platz zu schaffen
    Da mag ich aber (auch) eine krasse Minderheit sein, weil ich Spiele und Filme so wie ich und andere Leute wohl wenn dann nur Bücher behandeln. Das heißt ich les nicht eines nach dem anderen durch sondern viele gleichzeitig. Sehr viele, über viele viele Jahre

    Darüber hinaus bevorzuge ich digitale Distribution auch als Rezipient, weil ich keine Datenträger wechseln brauche und schneller von einem Medium zum anderen sogar gelangen kann dadurch
    Ich freu mich auch schon riesig bis Sony dieses Arthouse-Filmportal veröffentlicht, hoffentlich auch in Österreich – hab mich vor einigen Monaten dort schonmal registriert, weil über den PC längere Videos gucken mag ich einfach nicht :-)

    Hier sehe ich auch den einzigen Nutzen und Vorteil der Existenz von Raubkopien, und zwar nicht in den schändlichen Kopien selbst welche ich weiterhin für Verbrechen halte, sondern in deren Infrastruktur. Dort wo es diese Kopien gibt, gibt es für gewöhnlich nämlich auch anderes illegales, jedoch solches welches es woanders nicht gibt, und zwar weil sich zu wenige Leute offenkundig dafür interessieren. Es gibt so viele seltene und ältere Filme, die nirgendwo oder kaum je veröffentlicht worden sind – wohl einfach aus Mangel an Pflege und Interesse eben. Aber irgendjemand hatte mal eine Kopie, irgendwann gab es mal ein Band, eine Fernsehausstrahlung, und das stellen die Leute dann ins Netz und verbreiten so tatsächlich Kultur. Ja das ist Kulturverbreitung. Manches davon gibt es zwar auch auf Youtube zum Beispiel in voller Länge zu sehen, weil sich sowieso niemand rechtlich darum kümmert auch oder gar keiner heutzutage berechtigt Rechte dazu einfordern kann, illegal ist deren Verbreitung jedoch irgendwie so oder so, aber Youtube gibt auch ein prüdes Amerika wieder – also löschen die auch vieles aus Europa zum Beispiel. Deshalb sehe ich ACTA mittlerweile auch als kulturelle Bedrohung an, zwar so nur über Umwege, aber ACTA wird auch das betreffen.

    Von der (Videospiel-)Industrieseite denk ich wird wie Michael Pachter es auch sieht über kurz oder lang es nur mehr digitale Distribution geben. Das Medium Videospiel im Zentrum wird sich demnach so wandeln wie vielleicht dereinst die Wochenschauen zum Fernsehen wechselten
    Alles wird, wie im Fall der Fälle jetzt schon, über Konten nur mehr verbunden sein – viel, immer mehr und am Ende wohl auch nur mehr, als Cloud
    So wird sich die elektronische Medienlandschaft auch als solche wandeln. Irgendwann wird es nur noch Bildschirme geben, trotz Manfred Spitzer, und dazugehörige Breitband-Anbindungen. Irgendwelche set-tops oder halt Konsolen und Computer. Vielleicht noch Boxen die heute unbekannt sind. Das Fernsehen wie man es heute kennt wird dann verschwinden, und zwar so, dass es die IT-Medien-resistenten Leute gar nicht merken. Die und ihre Ressentiments, deren Hass, gegen interaktive(re) Medien sterben irgendwann dann auch mal wirklich aus, aber ich fürchte nicht so wie man es sich heutzutage vielleicht mancherorts wünscht… Der politische Einfluss des Print, der traditionellen Eliten auch im Netz, sowie des Rundfunks der für mich bedrohlichsten Figur von heute in Deutschland, Norbert Schneider, wird für viele Generationen wie ich fürchte noch bestehen bleiben. Da werden immer wieder Leute auch nachkommen. Vielleicht wird sich manches abbauen, die Piraten in den Bundestag einziehen und die Multitude verstärkt werden, ein generelles Umdenken sehe ich aber nicht kommen.
    Ich denke Sony wird auf der diesjährigen Gamescom eine (noch) massive(re) Kooperation mit dem ZDF ankündigen (über seine Playstation-Marke). Weiß irgendwer hier aus Deutschland eigentlich was darüber? Die Kooperation wurde ja schon letztes Jahr, oder gar im Jahr davor, angekündigt.
    Deutschland mag sich da meinem Vernehmen nach auch technisch nur nicht ändern, wohin das führt kann ich naturgemäß noch nicht sagen, aber diese Resistenz dagegen erscheint mir mittlerweile schon eine Besonderheit zu sein. Vielleicht deutet sie doch darauf hin, dass gerade den Spielen bald mit noch mehr Restriktionen und der Gewalt des Staates begegnet wird, noch brutaler als über die Indizierungen und Beschlagnahmungen jetzt schon – also doch in Richtung (Total-)Verbote.
    Sie hängt natürlich grundsätzlich mit der eher geringen Verbreitung von Kreditkarten zusammen, sowie einer gewissen Aversion gegen (traditionelle) Videospiel-Controller, vor allem gegen größere wie jenen der Xbox 360 – irgendwie scheint die Playstation 3 auch akzeptabler zu sein, aber dennoch find ich sollte man sich das einmal überlegen.

  61. @ ThomasR04IG:
    „Solange keine Schäden bewiesen wurden sind die “Kläger” in der Beweispflicht. Solange gilt der Status “Keine Schäden” (bzw. “Unschuldig”) für mich.“
    … abermals: Du fokussierst offenbar rechtliche Konsequenzen, ich nicht. Ich habe keinen Kommentar in die Richtung getätigt, ob und welche Konsequenzen ich gem. der skizzierten Schädigungsgefährdung für richtig erachte. Ich habe mich generell zur Gefährdungslage geäußert und deine Behauptung, es sei „Falsch“, dass ein wirtschaftlicher Schaden entstünde, als Verklärung dementiert (das ich das ähnlich faktisch formuliert habe, wie du, kannst du mir nicht zum Vorwurf machen – m.E. relativiert der Rest meines Ausgangsbeitrages auch diesen vermeintlichen Charakter einer Faktenpostulierung; to be discussed). Ich habe auch keine Intention, zum Thema Rechtslage und -konsequenzen zu diskutieren.
    Abermals: Mein Argument ist, dass ein Schaden wahrscheinlicher ist, als die absolute Nichtschädigung (s.o.), ungeachtet der Frage der Intensität/Qualität des potenziellen Schadens (und du scheinst mir nun auch zuzustimmen, dass es die Kategorie der potenziellen Käufer, die ein Spiel kopieren, es aber kaufen würden, wenn sie es nicht kopieren könnten, existiert… das reicht für meine Argumentation voll und ganz aus).

    Ich diskutiere auch keinen konkreten Fall, in dem z.B. eine konkrete Person angeklagt würde, ergo funktioniert das in-dubio-pro-reo-Argument nicht, es existieren i.d.S. weder „Kläger“, noch „Beklagte“ im juristischen Sinne. Aber konkret: Richtig ist i.d.S., dass es „Banane“ ist, wer von uns beiden welche Möglichkeit für glaubwürdiger erachtet, wichtig ist die Perspektive der „Kopierschützer“… die haben allen Grund, die Möglichkeit der Reduzierung eines potenziellen Gewinnes als realistischer zu erachten. Ob aber eine Reaktion notwendig ist, Erfolg verspricht oder gar kontraproduktiv sein mag etc., ist eine Frage, zu der ich mich nicht artikuliert habe; ungeachtet dessen muss z.B. der Hersteller i.d.S. nicht irgendwie konket „beweisen“ können, welcher Schaden möglich ist, es reicht die „Hypothese“, dass generell ein Schaden möglich ist (ungeachtet dessen Qualität/Intensität), um hier einen legitimen Interventionsgrund zu artikulieren.

    Du bist da schon bei einer Diskussion gelandet und scheinst eine Positionierung meinerseits zu vermuten, ohne dass auch ich bei dieser Diskussion gelandet wäre… und bei einer Stellungnahme eventueller rechtlicher Konsequenzen bin ich um so weniger gelandet. Aber: Ein Hersteller mag eine übermäßige Reaktion zeitigen und z.B. auch bzgl. legitimer Käufer mittels Kopierschutzmaßnahmen einen Generalverdacht artikulieren, dass ist sein Recht (und er muss sich nicht wundern, für diese Kundengängelung abgestraft zu werden), eine „Kriminalisierung“ im eigentlichen Sinne ist das aber auch nicht, da müßte z.B. ein rechtlicher Rahmen diese Bewirken…. aber wie gesagt: Das ist nicht mein Thema.

    „Ich finde es übrigens zu naiv anzunehmen es gäbe nur “Alles-Käufer”, “Alles-Kopierer” und “Wenn es keine Kopien geben würde, würde er es sich trotzdem nicht kaufen”.“
    Sooo… what? Ich habe nicht argumentiert, es gäbe nur diese Kategorien, diese reichten aber für die Argumentation.

    Aber um es mal auf den Punkt zu bringen: Ich finde Kopierschutzmaßnahmen auch doof… und illegale Kopien ebenso. ^^

  62. lanzelotz:
    .
    „Vielleicht gibt es dank diesem einen höheren Preisdruck und führt zu preiswerteren Spielen.“
    .
    Unwahrscheinlich. Das würde voraussetzen, dass Portale wie Steam, Gamesload oder Direct2Drive die Zukunft sind, wovon ich nich ausgehe. Warum sollte man einem „Zwischenhändler“ beim digitalen Vertrieb ein Stück vom Kuchen abgeben? Ubisoft macht’s vor – zwar bieten sie ihre PC-Spiele nach wie vor auch über die Stores diverser Download-Anbieter an, sobald Uplay aber eine ausreichend große Verbreitung hat, können sie ihre Produkte selbst darüber vermarkten. Ich rechne damit, dass jeder große Publisher seinen eigene DRM-Middleware auf die Beine stellen wird (Online-Stores mit Download-Service hat bereits fast jeder) – vielleicht nicht morgen oder übermorgen, aber in ein paar Jahren. Dann geben sie und nur sie den Preis für ihre Produkte an. Dass Publisher A ein Spiel für, sagen wir 29,99 Euro anbietet, kann Publisher B dann auch egal sein – wenn jemand das legendäre ‚Call of Duty‘ spielen möchte, wird er Activision die geforderten 60 Euro hinlegen müssen – wenn nicht mehr…
    .
    „Schau dir nur den Trend mit den DLC zur Zeit an.“
    .
    Ich schaue ihn mir an – und sehe: es ist jetzt möglich, mit einem Spiel mehrfach abzukassieren. Statt – wie es früher notwendig war – ein komplettes Spiel abzuliefern, werden nun einfach Teile daraus entfernt und als DLC angeboten (siehe bspw. ‚Assassin’s Creed II‘ – aller DLC, der dafür erschienen ist, hätte im Hauptspiel bereits enthalten sein sollen, wurden dann aber entfernt – laut Ubisoft, weil das Spiel sonst „zu umfangreich“ geworden wäre – klar… *roll eyes*). Natürlich auch zu einem unumgänglichen Monopol-Preis, weil mit der deutschen Version eines Spiels oft nur der DLC vom deutschen Marktplatz kompatibel ist (weshalb eine gefakte IP auch kein Geld spart). Natürlich kann ich die Publisher auch verstehen – warum etwas gratis hergeben (wie neue Maps, Kostüme, Waffen), wenn man dafür Geld verlangen kann? Früher ging das nicht – gerade am PC wären sie ausgelacht worden, hätten sie versucht, für ein Map-Pack ein Entgelt zu verlangen. Heute sperren sie einfach die Mod-Fähigkeit eines Megasellers wie ‚Modern Warfare 2‘, schon lassen sich auch die bisher mit kostenlosem Content verwöhnten PC-Spieler bereitwillig in den A**** f***en. Gewiss, man wird nicht zum Kauf gezwungen, aber förmlich dazu genötigt – wenn man dauernd von den Servern fliegt, weil man die benötigte Map nicht gekauft hat, wird das mit der Zeit öde. Vorteil?
    .
    Dass die Produkte von Indie-Entwicklern mehr Beachtung finden ist eine gute Sache, ja – dazu hätte es aber kein Steam gebraucht. Vor allem fahren Valve, Microsoft und Co. erst seit ein paar Jahren auf der Indie-Förderungsschiene, weil’s eine lukrative Einnahmequelle zu sein scheint – für die Anbieter, nicht für die Entwickler. Ohne schwarzmalen zu wollen, aber ich möchte wissen, wie viel der ‚Limbo‘-Entwickler Playdead für jeden der unverschämt teuren Live-Downloads – 1.200 Microsoft-Points für einen Titel hinzulegen, den man nach 4 Stunden durch hat, tut weh – zu sehen bekommen. Ich schätze, weniger als Ubisoft für ihre ‚Assassin’s Creed II‘-Häppchen, schließlich ist Playdead kein „Big Player“ wie Ubisoft, sondern ein „niemand“ und sollte froh sein, dass sie und ihr Werk überhaupt bemerkt werden…
    .
    Das ist natürlich rein hypothetisch gesprochen – wie du es auch tust. Bis jetzt ist mir kein offizieller Kommentar eines Indie-Entwicklers über die Einzelheiten ihrer Bezahlung durch Steam etc. bekannt…
    .
    Ich zweifle übrigens nicht daran, dass digitale Distribution die Zukunft des Gaming ist. Vielleicht wird sie sogar noch weiter gehen, sollten die in onLive gesetzten Anstrengungen fruchten. Ebenso wenig zweifle ich allerdings daran, dass ich mir, wenn es soweit ist, eine andere Freizeitbeschäftigung suchen werde. Mein A**** wird nicht an Leute wie Herrn Kotick verkauft – das ist ein Versprechen.

  63. @Vic: „Du fokussierst offenbar rechtliche Konsequenzen, ich nicht.“

    Mit dieser Aussage wollte ich zum einen die rechtliche (oder moralische) Seite ansprechen, ja. Aber ich wollte auch anmerken, dass eine Feststellung ohne Beweise eine Falschaussage ist. Das ist in der Wissenschaft wohl kaum anders als in der Juristerei? Normalerweise formuliert man doch wohl eher Hypothesen und Theoreme. Nicht aber ‚Tatsachen‘. Tatsachen kann man nur formulieren, wenn es wirklich eindeutig ist (und selbst da muss man offen bleiben dafür, dass es eventuell doch falsch ist).
    Also nochmal: Es ist falsch das ein wirtschaftlicher Schaden entsteht. Liefere glaubhafte Beweise dann ändere ich meine Meinung. Solange behaupte ich aber auch, dass das Gegenteil – also ein Gewinn – möglich ist, genauso wie es möglich ist, dass es keinerlei Einflüsse gibt. Ich will auch nicht die Möglichkeit außer acht lassen, dass es je nach Album, Film oder Spiel durch Schwarzkopien mal zu Schäden und mal zu Gewinnen kommen kann.

    „Mein Argument ist, dass ein Schaden wahrscheinlicher ist, als die absolute Nichtschädigung (s.o.), ungeachtet der Frage der Intensität/Qualität des potenziellen Schadens“

    Erstmal: Richtig ich erkenne an, dass es Leute gibt die ein Spiel kaufen würden wenn es keine Schwarzkopien geben würde. Ich erkenne aber auch an, dass es Menschen gibt, die etwas gekauft haben, eben weil sie vorher eine Schwarzkopie bezogen haben (Ich kenne solche Leute sogar persönlich). Ich erkenne auch an, dass es Leute gibt, die sich ein Spiel nie gekauft hätten, auch oder selbst wenn es keine Schwarzkopien gäbe. Ich erkenne auch an, dass es enttäuschte Käufer gibt und die sind prinzipiell noch enttäuschter als Schwarzkopierer – da sie Geld verloren haben (und daraus resultierend werden diese Käufer das Produkt vielleicht zurückgeben, verkaufen, verschenken, nie wieder ein Produkt beim selben Hersteller kaufen, anderen empfehlen dieses Produkt nicht zu kaufen, etc.). Ich erkenne auch an, dass eine höhere Verbreitung (durch Schwarzkopien) auch darin mündet, dass es mehr Menschen gibt, die ein Spiel weiter empfehlen werden oder aber andere davon abhalten enttäuscht zu werden.

    Ich halte es daher für wahrscheinlicher dass es einen positiven Einfluss durch Schwarzkopien gibt, zumindest aber, dass sich Schaden und Gewinn ausgleichen (+/- 0).
    (Ein großes Plus dazu ist dann aber noch die erhöhte Verbreitung von Kunstwerken/Kultur – daher spreche ich auch von Kulturverbreitung)

    „ungeachtet dessen muss z.B. der Hersteller i.d.S. nicht irgendwie konket “beweisen” können, welcher Schaden möglich ist, es reicht die “Hypothese”, dass generell ein Schaden möglich ist (ungeachtet dessen Qualität/Intensität), um hier einen legitimen Interventionsgrund zu artikulieren.“

    Wären mit der gleichen Argumentation „Killerspiele“ heute nicht bereits verboten? „Die Politik/AAW/andere müssen nicht beweisen dass es richtig ist, es reicht eine (für wen auch immer) glaubhafte Hypothese das es so ist“.
    Oder anders: Spitzer, Pfeiffer und Co. behaupten es gibt einen Schaden und sie haben Studien dazu angefertigt, demnach hat man eine ‚glaubhafte‘ Hypothese und kann beruhigt Videospiele verbieten o.ä..

    Ich kenne keine einzige Studie, die nicht von der Musik- oder Software-Lobby in Auftrag gegeben (oder finanziert) wurde und zu dem Ergebnis kommt, es gäbe Schäden. Ich kenne dafür eine Hand voll Studien von der Musik- und Software-Lobby die einen Schaden festgestellt haben. Die Glaubwürdigkeit dieser Studien kann man aber wohl stark anzweifeln. Die Glaubwürdigkeit deiner Hypothese konnte – so weit ich weiß, ich lasse mich auch gerne eines besseren belehren – noch nicht untermauert werden.

    Es bleibt – bis jetzt, für mich – also bei einer Hypothese bei der es egal ist wer die nun glaubwürdiger findet. Und das alleine reicht nicht aus um irgendwelche Folgerungen daraus zu ziehen (härtere Strafen für Schwarzkopierer o.ä.) oder jemanden auf 1.000EUR/Song Schadensersatz zu verklagen (gab auch schon höhere Strafen).
    (Anm.: Ich sage jetzt nicht, dass du Forderungen gestellt hast. Ich gehe auf deine Argumentation ein, dass eine Hypothese als Grund ausreicht um Forderungen zu stellen.)

    Um es auf den Punkt zu bringen: Ich finde Kopierschutzmaßnahmen auch doof. Schwarzkopien/Privatkopien finde ich aber voll in Ordnung. ;)

  64. Ich denke das man zukünftig keine Spieledaten mehr direkt kaufen kann bzw. das sie sich auf der heimatlichen Festplatte befinden sondern sondern das man nur nur noch Zugangs-Accounts bekommt die natürlich Vollpreis kosten, vermutlich werden auch die Preise eher steigen und länger oben bleiben wegen den gestiegenen Entwicklungskosten und der dann vorhandenen Monopolstellungen der Firmen, die eigentlichen Spieledaten werden dann auf den Servern der Hersteller/Entwickler liegen. In diese Richtung arbeiten viele Firmen ja bereits und ich meine damit nicht direkt sowas wie den Verleih&Kauf-Service OnLive der Spiele anbietet die es auch auf Datenträgern gibt aber das Prinzip ist ganz ähnlich.

  65. wobei sich sowas erst dann durchsetzen wird, wenn schnelles internet 16k sich weit verbreitet hat.
    im moment haben die wenigsten so eine geschwindigkeit, weil sie nicht überall verfügbar ist.

  66. @Booomboy
    Ach Booomboy das wird sich auch ohne diese Verbreitung durchsetzen, die die das dann nicht haben haben dann eben Pech gehabt, sieht man doch schon an der Situation jetzt, wer kein Internet hat kann viele Spiele nicht mal starten und wer nur langsames hat kann sowas wie die aktuellen und künftigen Ubisoftspiele vergessen.

  67. ich sollte ja noch sagen, was nachträglich nicht geht:

    Die Nachträgliche zensur, in der man nicht mal sein Geld zurückbekommen kann!

    Wenn das die neuen Zustände sind ist für mich klar! Nur noch illigaler download bei Activison! Ist der Teil nach 5 Jahren immer noch ungeschnitten erlaubt, kaufe ich wenn ich dran denke nach.

    Neuen Vorteil zu den vielen, einer Illigalen Version bitte einfügen: Keine Angst vor Nachträglicher Zensur und Sperrung nur wegen undzensierter Fassung!

    Wers umgehen will muss mit einem Gesperrten Account bei steam rechnen! Alter ich glaub ich tick ab! Gehts noch! Wer ist den der Verdammte Kunde? Ich mache auch Kundendienst als Altenpfleger und muss fast jeden Wunsch meiner Klienten erfüllen und die machen mit den Kunden was sie wollen, als seien wir so wichtig, wie nen Scheisshaufen in der Wüste! Aber bitte, wenn Activison meint, wir Käufer sind nicht wichtig gut, dann lade ich ab jetzt eben jedes Spiel! Scheint ja Geld für die nicht wichtig zu sein! Kein Problem hab ichs für was anderes! Brauch mal ne neue Festplatte. Das Geld ist dann ja da! Danke Activison ich wusste gar nicht, wie sehr ihr auf Geld/ eure Kunden scheisst.

  68. „Mit dieser Aussage wollte ich zum einen die rechtliche (oder moralische) Seite ansprechen, ja. Aber ich wollte auch anmerken, dass eine Feststellung ohne Beweise eine Falschaussage ist. Das ist in der Wissenschaft wohl kaum anders als in der Juristerei? Normalerweise formuliert man doch wohl eher Hypothesen und Theoreme. Nicht aber ‘Tatsachen’. Tatsachen kann man nur formulieren, wenn es wirklich eindeutig ist (und selbst da muss man offen bleiben dafür, dass es eventuell doch falsch ist).
    Also nochmal: Es ist falsch das ein wirtschaftlicher Schaden entsteht.“
    ……… merkst du es wirklich nicht?

    „Wären mit der gleichen Argumentation ‚Killerspiele‘ heute nicht bereits verboten? ‚Die Politik/AAW/andere müssen nicht beweisen dass es richtig ist, es reicht eine (für wen auch immer) glaubhafte Hypothese das es so ist‘.
    Oder anders: Spitzer, Pfeiffer und Co. behaupten es gibt einen Schaden und sie haben Studien dazu angefertigt, demnach hat man eine ‘glaubhafte’ Hypothese und kann beruhigt Videospiele verbieten o.ä..“
    Wenn du meinen kompletten Beitrag gelesen hättest, wäre unstrittig, dass ich über Maßnahmen der „Kopierschützer“, d.h. der Hersteller geschrieben habe und für gesetzliche Konsequenzen ein anderes Maß nutze (zum dritten Mal). Das passendere Beispiel wäre, dass Manfred SPITZER seine Kinder Spiele, die er als „Killerspiele“ diffamiert, nicht spielen läßt aufgrund seiner „Hypothese“… da kann man dann auch über Sinn und Unsinn dieser Maßnahme debattieren. Das ist aber ein anderes Thema, als dessen Versuch, aufgrund seines Glaubens generelle, gesetzliche Verbote zu etablieren. Ich verstehe nicht, wo da das Verständnisproblem ist?

    BTW: Wo du immer mit Hypothesen ankommst… für die gelten prinzipiell auch Plausibilitätsprüfungen. Was den Schaden/Gewinn-Ausgleich betrifft, so halte ich deine Argumentation für eine – sorry – „pro illegale Kopien“-Apologetik; die Hersteller sollten erstmal prinzipiell vom positiven Nutzen der illegalen kopien ausgehen, bzw. davon,d ass dies keine Auswirkung hat. Ich könnte jetzt so wie du argumentieren und „Beweise“ dafür verlagnen… aber das ist in die eine, wie die andere Richtung Quatsch (s.o.). Aber ungeachtet dessen habe ich ja angemerkt, dass es nur darum geht, ob die Hersteller davon ausgehen können oder nicht, dass ein Schaden entsteht; das können sie (um Redundanz zu vermeiden s.o.).

    „Es bleibt – bis jetzt, für mich – also bei einer Hypothese bei der es egal ist wer die nun glaubwürdiger findet. Und das alleine reicht nicht aus um irgendwelche Folgerungen daraus zu ziehen (härtere Strafen für Schwarzkopierer o.ä.) oder jemanden auf 1.000EUR/Song Schadensersatz zu verklagen (gab auch schon höhere Strafen).“
    Abermals: Ich schrieb nicht von gesetzlichen Konsequenzen und nutze bei dem Thema ein anderes Maß……… Oder: JA! Das ist keine Legitimation für „härtere Strafen für Schwarzkopierer o.ä.“ oder generell „höhere Strafen“ (s.o.). Das habe ich aber auch in meinem Ausgangsbeitrag anklingen lassen. Insofern suchst du dir mit mir den falschen Diskussionspartner für dein ceterum censeo.

    Und nur damit keine Missverständnisse auftauchen: Ich habe zu reinen Privatkopien auch gar nichts gesagt (da ich eben das Thema juristische Implikationen gar nicht aufgegriffen habe).

    Sooo, damit müßte das Thema jetzt aber auch endlich erledigt sein.

  69. @Vic:
    „……… merkst du es wirklich nicht?“

    Ich sehe schon worauf du hinaus willst, nur habe ich Probleme mich hier richtig auszudrücken. Ich bleibe bei beiden scheinbar gegenläufigen Aussagen.
    Ich versuche es vielleicht noch mal:
    Wissenschaftlich betrachtet gilt die erste Aussage. Man kann nicht sagen „Es ist so“ ohne Beweise zu liefern. Man kann aber sagen „Es könnte so sein“. Die zweite Aussage gilt, wenn man moralisch (oder juristisch?) über das Thema diskutieren will – darum ging es auch, als ich den ersten Beitrag geschrieben habe. Denn noch ist nichts eindeutig oder glaubwürdig genug. Und wenn man auf die Idee kommen sollte irgendwelche Forderungen zu stellen (was die Lobby schon Jahrelang macht und auch in dem Beitrag von Zielfinder der Fall war), dann ist man für mich in der Pflicht auch Beweise zu liefern.

    Zur Analogie: In entsprechenden Absatz ging es immer nur um „Reaktionen“ der Hersteller und dazu zählte ich auch „Forderungen an den Gesetzgeber stellen“. Darauf bezog sich mein Vergleich (Forderungen stellen ohne Beweise zu liefern).
    Aber wenn es dir darum nicht ging, dann hat sich das ja erledigt.

    „Was den Schaden/Gewinn-Ausgleich betrifft, so halte ich deine Argumentation für eine – sorry – “pro illegale Kopien”-Apologetik; die Hersteller sollten erstmal prinzipiell vom positiven Nutzen der illegalen kopien ausgehen, bzw. davon,d ass dies keine Auswirkung hat.“

    Wovon die Publisher ausgehen ist mir ziemlich egal. Sie sollen, wenn sie Forderungen an die Politik oder an das „Gewissen der Menschen“ stellen auch Beweise liefern, mehr will ich von denen nicht. Sie können von mir aus weiter – aufgrund ihrer eigenen ‚Ängste‘ – Kopierschutz und Online-Aktivierungen einbauen wie sie lustig sind (und müssen mit den Konsequenzen leben).
    Von der Politik und von den Bürgern erwarte ich mir aber eine gewisse Neutralität.
    Da gilt (zumindest für mich): Wenn man bisher keine Schäden nachgewiesen hat, dann soll man auch nichts fordern und Schwarzkopierer kriminalisieren.
    Und hier könnte ich meine Analogie wieder hervorholen: Solange nicht bewiesen ist das Videospiele (psychischen) Schaden verursachen, soll man auch nicht noch mehr Einschränkungen für Videospieler fordern. Denn dazu gibt es (noch) keine Grundlage.

    Zur angeblichen Rechtfertigung: Wozu soll ich mich rechtfertigen? Ich beziehe keine illegalen Kopien. Ich lebe da recht Industrie-schädigend: Ich vertraue keiner Demoversion und keiner Spielzeitschrift o.ä.. Entweder mich überzeugt ein Spiel (oder auch Musik und Film) sofort oder ich verzichte auf das Spiel. Ich darf mir ja keine illegalen Kopien besorgen um die Spiele zu testen und 60EUR für ein Kauf auf Gut-Glück ist mir zu riskant. Legalisiert „Raubkopien“, dann kann ich die Spiele testen und werde sie dann auch kaufen, wenn sie mir gefallen.

    Wenn, dann bin ich trotzig, aber ich rechtfertige mich nicht. ;)

    „Und nur damit keine Missverständnisse auftauchen: Ich habe zu reinen Privatkopien auch gar nichts gesagt“

    Ich weiß. Davon habe ich angefangen. Wenn man mit Leuten diskutiert oder Nachrichten liest/hört, setzen die meisten Menschen (vor allem aus der Lobby) Privatkopie und „Raubkopie“ gleich. Daher habe ich beide gleichzeitig (aber getrennt) genannt.

    „Sooo, damit müßte das Thema jetzt aber auch endlich erledigt sein.“

    Mich nervt dieses Thema schon jahrelang. Und ich wünschte das Thema wäre auch irgendwann mal erledigt.
    Ich klinke mich dann mal mit den Worten aus, mit denen ich mich auch eingeklinkt habe: *sigh*

  70. @Doktor Trask:“@Booomboy: Ach Booomboy das wird sich auch ohne diese Verbreitung durchsetzen, die die das dann nicht haben haben dann eben Pech gehabt, sieht man doch schon an der Situation jetzt, wer kein Internet hat kann viele Spiele nicht mal starten und wer nur langsames hat kann sowas wie die aktuellen und künftigen Ubisoftspiele vergessen.“

    Richtig ich müsste mir meiner Internetverbindung nicht mal versuchen so einen Mist von Ubisoft zu starten da ich an einen richtig langsamen Anschluss sitze. Von Verbindungsproblemen beim Surfen zB zu GameStar (mit vielen Animationen und Bildern) kommt es immer wieder zu Timeouts meines Browsers. Was soll man da mit einen Spiel was bem kleinsten Verbindungsabbruch sofort beendet?

    Ausdem vergessen die Firmen einen Punkt: Man bindet so Geld! Oder sie rechnen damit, aber irgendwann ist das Geld der Käufer gebunden zB an WOW oder Die Sims oder am xten Mappack von COD oder oder oder… Was dann wenn die Kaufkraft zum erliegen kommt für neue Produkte?
    Einfach man lockt die Kunden zu seinen Spiel bei dem es kostenlose Zusatzinhalte gibt oder man ganze Spiele bekommt ohne, dass man sich anmelden muss oder sonst einen Heckmeck treiben muss. Dies wird dann aber als weltbewegende Wende der Entwickler angesehen werden, was aber füher zum guten Ton der Publisher einfach gehört hat.

    Naja bis dahin wünsche ich Ubi und Co Täglich Hackerangriffe, Serverbrände und Datenbvelust an den Hals, dass es sich für sie nicht lohnt sowas weiter zu treiben.

    Happy Coding.

  71. Wenn es um Activision geht, sind Raubkopien genau das richtige. Wie soll man sonst so ner Firma in den Arsch treten. Aber auch THQ wegen Saints Row 2!

    Ich werde mich noch informieren, was wäre wenn ich das spiel hätte: Habe ich auch die Möglichkeit mein Geld zurückzubekommen?

  72. Ich warte ja noch darauf, dass man für das Nutzen von Spielen, die nur Offline zu nutzen sind, generell online sein muss (das gibts ja schon…) und darüber hinaus noch eine monatliche Gebühr zahlen muss.
    Ich zähle die Tage schon und Entweder wird Ubisoft oder ActivisionBlizzard den Murks verbrechen.

  73. @maSu
    Das ist natürlich polemisch, weil dafür müsste es auch eine Leistung geben. Es mag ja Leute geben welche die Leistung hinter monatlichen Gebühren generell nicht sehen, aber irgend etwas von Substanz muss schon da sein, deshalb wird es im klassichen FPS-Genre so schnell auch kein solches Bezahlmodell geben glaub ich. Obwohl sicher gerade ein Kotick so was plant, und die Netzwerke kosten auch einfach viel Geld. Wenn immer mehr SpielerInnen womöglich noch dazu kommen wird das irgendwann, über kurz oder lang, auch nicht mehr anders gehen denk ich. Ich weiß nicht was EA mit Battlefield 3 plant – vielleicht geht das erstmals in die Richtung. Neu-Käufer von „Battlefield Bad Company 2“ wurde nämlich schon so was wie ein Abo zur Verfügugn, mit dem VIP-Map-Pass. Die Frage ist ob ein steter Nachschub neuer Karten allein dafür ausreichen würde – für Konsolenspiele wohl schon, aber PC-Spieler welche ihre Mods in vielfältiger Weise schätzen werden da kaum mitmachen. So wird der PC halt auch immer uninteressanter für das große Geschäft in der Richtung
    Und so hat letzten Endes auch die Mentalität der PC-Spieler zum kommerziellen Tod ihrerer bevorzugten Plattform in weiten Bereichen geführt.
    Ich fand die Kartenpakete für Modern Warfare 2 bereits unverschämt teuer: fünfzehn Euro pro Stück…

  74. Soldat-Hans:
    .
    Durch Kaufverzicht, aber zugleich auch durch Spielverzicht. Ansonsten bist du bloß ein Krimineller, der sein Gewissen dadurch zu beruhigen sucht, dass er sich selbst als „Robin Hood“ im Kampf gegen die Publisher-„Raubritter“ sieht. Lädst du Spiele runter, gibst du den Publishern nämlich in ihrem Bestreben Recht, die „Daumenschrauben“ bei PC-Spielen immer stärker anzuziehen…

  75. @maSu
    Das mit den zahlen für Offline-Games war ja das was Kotick auch schon mal vorgeschlagen hatte (Er war aber nicht der einzige und wird nicht der letzte bleiben), allerdings waren viele Entwickler mit diesen Vorschlag *bisher wenig glücklich.

  76. „Ansonsten bist du bloß ein Krimineller“

    Wenn er seine Kopien von einem ‚engen Freund‘ oder ein Familienmitglied erhält dann ist dies ERLAUBT und LEGAL (Privatkopie – darf an bis zu 8[?] Personen weitergegeben werden und diese Personen dürfen es ebenfalls an die gleiche Anzahl Leute weitergeben, usw.). Es darf sich dabei aber verständlicherweise nicht um ein ‚Gewerbe‘ handeln. Ich ignoriere hierbei aber bewusst die idiotische Einschränkung „wenn man keinen Kopierschutz umgehen muss“, denn dies macht die gesamte Privatkopie hinfällig.

    „Lädst du Spiele runter, gibst du den Publishern nämlich in ihrem Bestreben Recht, die “Daumenschrauben” bei PC-Spielen immer stärker anzuziehen…“

    Ist kein Argument.
    „Wenn du dein Spiel auf dem Flohmarkt verkaufst (was dein gutes Recht ist), gibst du den Publishern Recht mit ihrem Bestreben ihre Spiele an einen einzigen Kunden zu binden“.

  77. @LiquidSnakE

    Meiner Meinung nach sagt Activison mit der Aktion, dass sie unser Geld nicht brauchen, da wir so wichtig sind wie nen Scheisshaufen in der Wüste. Für mich ist das ein eindeutiges Signal dafür, dass die auch ohne Geld leben können.

    Und bitte fahr nicht immer auf der Schiene, dass alle Kriminell sind die sowas machen, bezeichne doch mal Activision als Kriminell! Die haben sehlbst schuld! Ich habe meine Spiele immer gekauft! Auch von Ubisoft, wenns spiel wirklich gut war. Aber bei totalsperre hörts entgültig auf! Da Werde ich anfangen Illigal zu laden! Ich lasse mir nicht von diesen Kriminellen Arschgesichtern sagen was ich darf und was nicht. Bald kauf ich mir nen Britisches Auto oder was und dann stellt es plötzlich den Betrieb ein mit der Begründung, du bist Deutscher dein Auto ist verboten! Aber keine Sorge, du kannst ihn gegen nen Trabbi eintauschen!

  78. Das kommt, weil so viele Idioten in Deutschland auf die Cashcow MW2 hereingefallen sind!
    Ich sage nicht umsonst, dass wir Deutschen ab sofort jedes Activision-Spiel boykottieren sollten.

  79. @ThomasR04IG:Offensichtlich meint LiquidSnakE das herunterladen von Spielen und nicht das Verschenken von Privatkopien, weshalb ich deinen Einwand nicht verstehe, zumal ich nicht glaube das dies der Hauptverbreitungsweg von Kopien ist. Wobei ich mich nicht so mit dem Recht auskenne, aber kommt es bei der Problematik mit den Kopien nicht mehr auf die Nutzungsbedingungen die der Publisher aufstellt an, als auf irgendein garantiertes Recht auf 8 Privatkopien?

  80. @Hogfather
    Die Nutzungsbedienungen sind Rechtlich gesehen nutzlos, da kann drin stehen was will, eine Gültigkeit haben die nicht automatisch nur weil sie drin stehen und sie sind es selbst dann nicht wenn man diesen zugestimmt hat.
    Sicherungskopien darf man bis zu drei Stück gleichzeitig haben, weitergeben darf man sie tatsächlich an bis zu acht Personen nur es darf keine Sicherungsmaßnahmen umgangen werden womit Sicherunsgkopien und Privatkopien beinahe hinfällig sind denn Kopiergeschützt sind gut 90% aller Spiele.

  81. Ich habe nicht alle Beiträge von Soldat-Hans gelesen. Aus den paar die ich gelesen habe geht aber nicht hervor, auf welchem Wege er sich die Kopien besorgt.
    Er wurde – auch wenn es noch so unwahrscheinlich ist, dass er Privatkopien nutzt – vorschnell verurteilt.
    Im übrigen hatte LiquiedSnakE geschrieben, dass man sowohl auf den Kauf als auch auf das Spiel selbst verzichten muss um nicht „kriminell“ zu sein. Und das entspricht nicht den Tatsachen. Man kann sich (legal) ein Spiel (oder andere Medien) besorgen ohne es zu kaufen!
    Es gibt allerdings noch die Einschränkung, dass man technische Schutzmaßnahmen nicht umgehen darf (was die gesamte Privatkopie ziemlich obsolet macht). Dies gilt allerdings nicht für Computerprogramme. Ich weiß nicht wie das juristisch gehandhabt wird, aber Video- und Computerspiele sind rein praktisch noch Computerprogramme.
    Ich merke an dieser Stelle ausdrücklich an, dass ich kein Jurist bin.
    Ich rede hier von §53 Abs. 1 UrhG (und den Einschränkungen durch §95a UrhG).
    Genau aus diesem Grund gibt es übrigens Urheberrechtsabgaben (z.B. GEMA) auf alle Leermedien und weiteres (Druckerpapier, Rohlinge aller Art, Drucker, Brenner, Scanner, Festplatten (je nach Speicherkapazität?), Kassetten,…). Damit gleicht man die ‚Verluste‘ (gleiche Argumentation wie mit Schwarzkopien…) durch Privatkopien aus.

    Ich habe übrigens noch mal nachgesehen: Es sind (laut wiki…) doch nur 7 Kopien die man weitergeben darf.

    Ich weiß nicht wie das juristisch gehandhabt wird, aber ich denke dass Nutzungsbedingungen kein geltendes Recht aushebeln können. Wenn in den Nutzungsbedingungen steht „Du darfst das nicht kopieren und weitergeben“ dann ist das wegen §53 UrhG hinfällig (es sei denn es greift die idiotische Regelung von §95a UrhG).

  82. @Dr. T:
    In § 69a Abs. 5 UrhG heißt es, dass die Bestimmungen aus §95a bis 95d für Computerprogramme nicht gelten.
    Videospiele sind, egal wie man es dreht und wendet, Computerprogramme!

  83. @ThomasR04IG

    Richtig. Man kann in die Nutzungsbedingungen nicht schreiben was man will. Es gilt das Geltende Gesetz. Verstößt die Nutzungsbedingung auf ein Gesetz und Steam tut das in dem es Erworbene Spiele z.B. dir ohne Grund Wegnehmen darf (Z.B. das der Versuch die englische version zu aktivieren mit Sperrung des accounts geahndet wird). Damit ist der Vertrag in bestimmten Punkten hinfällig bzw. nichtig, da er gegen Geltendes Verbraucherschutzgesetz verstößt.

    (Im Rechtskundeunterricht hatten wir Vertäge! Wann sie nichtig sind usw.)

  84. Ui ui ui Vica, da biste aber daneben getreten.
    Schwarzkopien verursachen keine wirtschaftlichen Schäden. Warum? Ganz einfach:
    Das Geld, was nun nicht der Spielehersteller bekommen hat, hat nun jemand anderes bekommen.
    Das wäre auch der Fall gewesen, wenn man keine Schwarzkopie hergestellt hätte. Das „Verzichtsdogma“ ist doch nur zur Beruhigung des eigenen Gewissens, selbst ohne Schwarzkopie hätte man dem Hersteller nen wirtschaftlichen Schaden zugefügt, einfach weil mans nicht gekauft hat. Wenn mans gekauft hätte hätte nun der andere, der das Geld nun hat, nen Schaden zugefügt, weil man seine Ware nicht gekauft hat.
    Verdammt, wenn ich mir Brötchen aufbacke, erleidet der Bäcker unten nen wirtschaftlichen Schaden, da ich nicht bei ihm gekauft habe.

    Und auf das Propagandamaul „Zielfinder“ geh ich garnicht ein, allein schon der herzzerreissende SAtz „wenn ich damals als Teenie gewusst hätte, was für Schäden ich da anrichte“ ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Er kann mit seinen 30 Jahren bestimmt ausrechnen, wieviele Spiele er damals gekauft hätte, und ob das theoretisch nicht irgendwie die anderen Käufe, die er damals getätigt hat, annulieren würde, wodurch WIEDER ein wirtschaftlicher SChaden ensteht. Der übrigens genauso hoch ist wie der Betrag, den er in Spiele investiert hätte. Ein Nullsummenspiel. Den Rest hätte er sich nicht leisten können, also kann per se kein Schaden entstanden sein. Das ist einfach nur eine Frage des Glaubens, keine Frage von messbaren Zahlen. Man versucht ja gerne es mit dem Klauen zu verbinden, was aber nicht funktioniert, das etwas zu DUPLIZIEREN etwas anderes ist als etwas zu LÖSCHEN. Sollte jedem Grundschüler klar sein. Wenn ich was abschreibe ist der Zettel meines Nachbarn ja auch nicht am Ende leer. Alles nur Gedankenkonstrukte, fernab jeglicher Realität.

    Das Propagandamaul Zielfinder lenkt übrigens elegant (?) davon ab, das die heutigen „Kopierschutzsysteme“ zur Austrocknung des Gebrauchtmarktes dienen, vor den SChwarzkopierern haben die Publisher längst die Segel gestrichen. Ist auch irgendwie logisch, bei einem Geschäftsmodell, das eine Maschine im Fokus hat, deren Hauptaufgabe es ist Daten zu verarbeiten, zu interpretieren, zu kopieren(!) und auszugeben, ist es absoulut sinnfrei zu versuchen vorletzteres zu unterbinden.
    Im Internetzeitalter muss man sich einfach damit abfinden, das man mit reinen Informationen nicht mehr den Gewinn macht wie davor. Man ist da von dem Goodwill seiner Kunden abhängig. Das ist keine Sache der Interpretation, das ist eine Tatsache. Kutscher machen heute auch nicht mehr so viel Geld wie im 19. Jahrhundert. Normative Kraft des Faktischen, da kann man noch so viele Gesetze erlassen.

    Und lieber Zielfinder, sag mir doch mal eins: Warum werden eigentlich immer ehrliche Kunden mit den Kopierschutzmaßnahmen belästigt, niemals die SChwarzkopierer? Irgendwie ist das ein schlechter Erziehungsstil den du hier propagieren willst.

  85. „Das Geld, was nun nicht der Spielehersteller bekommen hat, hat nun jemand anderes bekommen.“
    Wenn das Thema illegale Kopien sind und wir es u.a. mit den von mir skizzierten potenziellen Käufern zu tun haben, die nur aufgrund der Kopiermöglichkeit auf den Kauf verzichten (und i.d.S. also z.B. „jemand anderes“ bspw. die Produzenten von Rohlingen o.ä. sind), dann erledigen sich dein Einwand und das Missverständnis schlagartig: Die Spielehersteller erleiden wirtschaftlichen Schaden… und genau darum ging es auch unstrittig (btw: Wirtschaft ist nicht gleich exklusiv die Wirtschaft eines Landes o.ä., sondern auch die eines Spieleherstellers).

    Das Konzept des wirtschaftlichen Schadens ist einfach: Person X hätte Spiel Y gekauft, wenn es die Möglichkeit der Kopie nicht geben würde [wie viele Personen wie Person X handeln o.ä. ist dabei vollkommen irrelevant (s.o.)]. Spielehersteller Z hätte also etwas eingenommen, wenn diese Möglichkeit nicht bestünde; ihr entgeht aber diese Einnahme. Das ist der wirtschaftliche Schaden. Was sonst soll in diesem Rahmen auch ein Schaden sein, wenn nicht dieses Ausbleiben von Einnahmen (und dabei finde ich es eigentlich extrem müßig darauf hinzuweisen, dass nicht jede Art des Ausbleibens von Einnahmen gleich ein Schaden, resp. ein Schaden i.d.S. ist; soviel zu den Äpfel-mit-Birnen-Verleichen). Man wird denen ja kaum aktiv das Geld entziehen. Es geht hier aber (der Klarheit wegen) weniger um die Schädigung durch konkrete Personen in konkreten Fällen, als um eine abstrakte Schädigungsgefährdung aufgrund einer technischen Möglichkeit. Der bewußte Spielverzicht (inkl. Kopierverzicht) und das illegale Kopieren ohne jedwede Kaufabsicht sind zwei Phänomene, die entsprechend anders zu behandeln sind……… aber die habe ich auch nicht in den gleichen Topf geworfen, mein lieber SwA (bei letzterem machte ich z.B. schon klar, dass es natürlich Quatsch ist, dieses Phänomen auf argumentativer Ebene in die gleiche Schublade zu stecken, wie das Phänomen derjenigen, die die Spiele nur augrund der illegalen Kopiermöglichkeit nicht kaufen – die Menge nicht verkaufter legaler Kopien ist nicht gleich der Menge dem im Umlauf befindlichen illegalen Kopien; eine Trivialität).

    So, damit ist das Thema für mich gegessen. Wenn es um Konseuenzen aus meiner Position geht, wende dich an ThomasR04IG, da sind wir auf ähnlicher Linie, so wie es scheint.

    Ui ui ui SwA, da biste aber daneben getreten. *scnr*

  86. Mit etwas Distanz erkenne ich nun deine Argumentation erst richtig Vic. :)

    Die pure Existenz von Leuten die ein Medium kaufen würden, wenn es keine illegalen Kopien geben würde verursachen einen (immer noch theoretischen) Schaden. Unabhängig davon, ob es Menschen gibt die sich sogar ein Medium gekauft haben eben weil sie es vorher kopiert haben oder ob es Menschen gibt, die es selbst mit illegaler Kopiermöglichkeit nicht gekauft hätten.

    Dem kann ich im Grunde zustimmen.
    Ich weiß das du keine Forderungen aufstellst aber dennoch: Mit dieser Argumentation kann man aber immer noch nicht Schwarzkopien per se kriminalisieren. Es gibt schließlich (und das bestreiten viele) auch Menschen die durch Schwarzkopien Gewinne verursachen und Schwarzkopien die weder das eine noch das andere verursachen. Sodass man, wenn man alle Schwarzkopien in einen Topf wirft (was die Lobby-Studien z.B. auch tun), eben keine Millionen Schäden erhält sondern bei +/- 0 landet (oder sogar bei Gewinn > 0).
    Es mag also Menschen geben, die durch ihr Kopierverhalten einen Schaden verursachen (wobei man die im Einzellfall praktisch nicht nachweisen kann), aber das wird durch andere Menschen wieder ausgeglichen, die trotz (oder wegen) der Kopien einen Gewinn verursachen. Zumindest letztere werden zu unrecht von der Lobby und Co. kriminalisiert.

    MfG
    Thomas

  87. „Das Geld, was nun nicht der Spielehersteller bekommen hat, hat nun jemand anderes bekommen.“

    Du willst doch auch für deine Arbeit entlohnt werden, warum gestehst du das Spieleentwicklern nicht zu?
    Selbst 79 Cent teure iPhone Apps werden geklaut:
    http://www.dreisechzig.net/wp/archives/1791

    “ Das “Verzichtsdogma” ist doch nur zur Beruhigung des eigenen Gewissens, selbst ohne Schwarzkopie hätte man dem Hersteller nen wirtschaftlichen Schaden zugefügt, einfach weil mans nicht gekauft hat. “

    Es ist ein Unterschied, ob man etwas nicht kauft oder ob man sich etwas einfach nimmt und nicht dafür bezahlt.

    „Das Propagandamaul Zielfinder lenkt übrigens “

    Der beleidigende Ton zeigt, dass er wohl doch einen wunden Punkt bei dir getroffen haben muss.

    „Es gibt schließlich (und das bestreiten viele) auch Menschen die durch Schwarzkopien Gewinne verursachen“

    Natürlich gibt es die, schau dir nur die Verkaufszahlen von Flashmodulen für den DS an oder von Raubkopien in Asien. Raubkopien sind ein Millionengeschäft und in vielen Ländern sehr lohnenswert.
    Jedenfalls hat man kein Recht Programme an denen Dutzende Menschen jahrelang gearbeitet haben, kostenlos runterzuladen. Das ist das Gleiche wie wenn man (übers Internet) die Diplomarbeit eines anderen klaut und als seine ausgibt.

  88. Du hast meinen Ausschnitt (beabsichtigt?) im völlig falschem Kontext genannt.
    Es heißt immer „Schwarzkopierer verursachen Schaden“ und ich sagte „Schwarzkopien verursachen Gewinne“. Die Gewinne beziehen sich in meiner Aussage auf die Hersteller.
    Im übrigen handelt es sich beim Großteil des Schwarzkopien-Markt nicht um organisierte Kriminalität oder/und um Millionengeschäfte!

    „Das ist das Gleiche wie wenn man (übers Internet) die Diplomarbeit eines anderen klaut und als seine ausgibt.“

    Nein ist es nicht. Bei Schwarzkopien behauptest du nicht, dass es dein Werk sei. Du vervielfältigst (= verbreitest) es nur. Der Urheber ist und bleibt der Urheber.

    „Du willst doch auch für deine Arbeit entlohnt werden, warum gestehst du das Spieleentwicklern nicht zu?“

    Weil Schwarzkopierer nicht per se Schaden verursachen!
    Im übrigen, dass sage ich in diesen Debatten immer mindestens drei mal, sind Schwarzkopien überhaupt nicht mit Diebstahl oder gar Raub(mord) zu vergleichen.

  89. Also die Aussage „“Schwarzkopien verursachen Gewinne“ macht nur Sinn, wenn man davon ausgeht, dass sich die Leute ohne die Möglichkeit zu kopieren ihre Konsolen nie gekauft hätten.

    „Im übrigen, dass sage ich in diesen Debatten immer mindestens drei mal, sind Schwarzkopien überhaupt nicht mit Diebstahl oder gar Raub(mord) zu vergleichen.“

    Es ist zumindest ein Erschleichen von Leistungen. Wer schwarzfährt, hat ja theoretisch auch keinen Schaden verursacht. Der Zug wäre ja auch ohne einen gefahren.

  90. Wieso kommen eigentlich nach dem Vergleich mit Diebstahl so oft die Vergleiche mit Schwarzfahren?

    Beim Schwarzfahren verursacht man einen ganz realen Schaden!
    Du verbrauchst physisch einen Steh oder Sitzplatz.
    Du wiegst etwas und verursachst somit einen höheren Verbrauch der Fahrzeuge.
    Nicht zu vergessen den erhöhten Verschleiß und damit einhergehend vermehrte Wartungsarbeiten. Und so weiter.
    Diese entstehenden Kosten werden alle (u.a.) durch Fahrkarten gedeckt.

    Bei einer Schwarzkopie nimmst du niemandem etwas weg und verringerst auch nicht den Wert oder beschädigst gar das Werk (Film, Spiel, Musik) an sich.

    „Also die Aussage ‚Schwarzkopien verursachen Gewinne‘ macht nur Sinn, wenn man davon ausgeht, dass sich die Leute ohne die Möglichkeit zu kopieren ihre Konsolen nie gekauft hätten.“

    Nein das ist zu eindimensional gedacht.
    Grundsätzlich unterscheide ich mehrere Arten von Schwarzkopierern:
    A – Ohne Kopiermöglichkeit hätten sie sich die Ware gekauft (verursacht Schaden)
    B – Ob mit oder ohne Kopiermöglichkeit hätten sie die Ware nicht gekauft (kein Schaden)
    C – Durch die Kopie wurden sie zum kaufen bewegt (verursacht Gewinne)
    Wobei ich glaube die Mehrheit ist vom Typ B.
    Und es besteht eine hohe Chance, dass Schwarzkopierer vom Typ B zum Typ C avancieren!
    Sobald Typ B die Möglichkeit zum kopieren wahrnimmt kann es passieren dass sie zum kaufen bewegt werden. Und wenn nicht, dann hat der Publisher auch nichts verloren.

    Und dann gibt es noch eine Minderheit die professionell Schwarzkopien anfertigt und verkauft. Aber um die geht und ging es mir noch nie.

  91. “Also die Aussage ‘Schwarzkopien verursachen Gewinne’ macht nur Sinn, wenn man davon ausgeht, dass sich die Leute ohne die Möglichkeit zu kopieren ihre Konsolen nie gekauft hätten.”
    .
    Ja naja bei der PSOne und später bei der PS2 war das aber wirklich so, viele hätten die nie gekauft wenn das mit den Kopien nicht gegangen wäre und bei der Xbox 1 war es später als das Kopieren und abspielen auf der Xbox leicht möglich war auch so und betrifft auch die aktuelle nachfolgekonsole immer mehr, viele kaufen die 360 haben aber von Anfang an nicht vor Originale dafür zu erstehen, würden sie nicht kopieren können hätten sie aber auch kein interesse an der Box.

  92. Warum sollte jemand, der ein Spiel bereits als Kopie durchgespielt hat, es danach noch kaufen? Da ergibt für mich keinen Sinn.
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    "Ob mit oder ohne Kopiermöglichkeit hätten sie die Ware nicht gekauft (kein Schaden)"
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    Das ist irgendwie die Standardausrede aller Kopierer. Ich glaub nicht, dass die Kopierer wenn sie die Spiele nicht mehr umsonst bekommen, beschließen in Zukunft aufs Spielen zu verzichten. Eher importieren sie es günstig im Ausland, um zumindest noch ein wenig zu sparen.
    Gelegenheit macht Diebe, es ist nunmal ziemlich einfach alles kostenlos im Netz zu bekommen und wenn die Freunde es auch machen sinken die eigenen Skrupel.
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    "Beim Schwarzfahren verursacht man einen ganz realen Schaden!"
    <
    Der ist in einem großen Zug aber wirklich nur marginal.
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    "Bei einer Schwarzkopie nimmst du niemandem etwas weg und verringerst auch nicht den Wert oder beschädigst gar das Werk (Film, Spiel, Musik) an sich."
    <
    Wieder ein ausgelutschtes Standardargument, ich nehm niemanden etwas weg also schade ich auch keinem.
    Fakt ist, dass ich keine Nutzungsrechte an einem aktuellen Spiel habe und mir diese einfach für für lau nähme.
    Glaubst du es wird noch jemand Spiele entwickeln, wenn alle so handeln?

  93. Viele Raubkopierer entwickeln bei ihren tun auch einen fast schon krankhaften Sammelwahn, es wird kopiert was unter die Finger kommt selbst wenn es Schund ist und wenn überhaupt wird ein Spiel dann nur noch kurz angezockt und landet dann bei den 1000 anderen Kopien und diese Gruppe Raubkopierer ist am weitesten verbreitet von allen Raubkopiererarten.

  94. Anhang:
    Diese Gruppe würde aber die kopierten Titel nie kaufen oder wenn dann wirklich nur die Toptitel und dann auch nur zu einen möglichst kleinen Preis.

  95. „Ja naja bei der PSOne und später bei der PS2 war das aber wirklich so, viele hätten die nie gekauft wenn das mit den Kopien nicht gegangen wäre und bei der Xbox 1 war es später als das Kopieren und abspielen auf der Xbox leicht möglich war auch so und betrifft auch die aktuelle nachfolgekonsole immer mehr, viele kaufen die 360 haben aber von Anfang an nicht vor Originale dafür zu erstehen, würden sie nicht kopieren können hätten sie aber auch kein interesse an der Box.“
    .
    Aber viel Gewinn machen die Hersteller doch nicht mit ihren Konsolenverkäufen.
    Wahrscheinlich ist auch die miese Qualität der meisten Spiele Schuld an den vielen Kopien. Kein Wunder, dass kaum jemand mehr bereit ist 50 Euro für ein halbfertiges Spiel auszugeben, das erst mit teuren DLCs vollständig ist.
    Außerdem sind die meisten Spiele innovationslose Shooter, hab ich alles schon hundert Mal gesehen.
    .
    „Bei einer Schwarzkopie nimmst du niemandem etwas weg und verringerst auch nicht den Wert oder beschädigst gar das Werk (Film, Spiel, Musik) an sich.“
    .
    Dennoch gehören die meisten Filme, Spiele und Lieder jemanden und es sollte dessen Entscheidung sein, ob er damit Geld machen will, es verbuddeln will oder es kostenlos ins Netz stellt.
    Wenn ich ein Programm entwickelt habe, möchte ich doch auch dass die Firmen dafür bezahlen. Schließlich haben wir da viel Geld und Zeit reingesteckt. Windows 7 ist auch keine Freeware und darüber beschwert sich niemand.

  96. Google und co. klauen persönliche Daten auch nicht wirklich, die sind schließlich alle noch da. :-D
    .
    „Viele Raubkopierer entwickeln bei ihren tun auch einen fast schon krankhaften Sammelwahn“
    .
    Sammelwahn gibts auch unter normalen Käufern, muss gerade an ein Zitat von Pyri denken.
    Außerdem ist jeder Download ein Risiko (Abmahnanwälte der Content-Mafia haben Hochkonjunktur) und kostet Zeit.
    Dann frage ich mich schon, wenn einem die Spiele keinen Cent wert sind, warum investiert man dann so viel Mühe, Risiko und Zeit in das Erwerben der Spiele?

  97. @Trekkie
    Das frage ich mich auch oft, ich galube die Kopierer wissen es oft genug selbst nicht.
    .
    PS: Wer meine Bude sieht denkt vielleicht auch das ich verrückt bin bei der Menge die hier steht (man vergißt aber leicht das es 22 Jahre brauchte um das alles zusammen zu tragen).
    350 VHS
    Rund 1600 DVD’s
    30 UMD’s (Habe nicht mal eine PSP)
    500 PSOne Games
    400 PS2
    100 Xbox
    120 Xbox 360
    600 PC-Games
    40 GC
    50 DC
    150 GB/40GBC
    etc.

  98. Ich hab nicht viel Zeit, deshalb nur eine kurze Antwort:
    „Wieder ein ausgelutschtes Standardargument, ich nehm niemanden etwas weg also schade ich auch keinem.“

    Ja tut mir Leid das ich das Argument immer bringen muss. Das sagt aber mehr über euch aus als über mich. Ich nenne nur die Fakten und zwar nur deshalb, weil ihr sie scheinbar nicht kennt oder (bewusst) ignoriert.
    Diebstahl und Verletzung der Urheberrechte sind zwei paar Stiefel. Von „Raubkopien“ will ich gar nicht erst anfangen zu reden. Raub ist noch sehr viel weiter weg von Urheberrechtsverletzung.

    Den zweiten Teil des Satzes hast du dir ausgedacht. Ob Schwarzkopien Schaden verursachen oder nicht ist ein anderes Thema (was aber auch in meinem letzten Beitrag behandelt wurde).

    Mir ging es mit dieser Aussage lediglich darum, dass man hier nicht von „klauen“, „Diebstahl“ oder „Raub(kopien)“ sprechen sollte. Denn dann bepisse ich mich immer vor lachen und das riecht immer so streng.

  99. „Warum sollte jemand, der ein Spiel bereits als Kopie durchgespielt hat, es danach noch kaufen? Da ergibt für mich keinen Sinn.“

    1.: Wer sagt denn, dass er es durchgespielt hat?
    2.: Damit die Kreativen gefördert werden für Ware die einem gefällt.
    3.: Wenn jemand unentschlossen ist ob er sich etwas kauft und sich zum testen erst eine Kopie lädt, ist der Sprung zum geplanten Kauf auch nicht mehr weit.
    4.: Ich kenne selbst solche Personen, gebe dir also keine Mühe zu behaupten es gibt sie nicht.
    —-
    „Das ist irgendwie die Standardausrede aller Kopierer.“

    Ich bin kein Schwarzkopierer! Ich bin noch viel schlimmer. ;)
    Ich kaufe nur was mich von Anfang an überzeugt (was nicht viel ist). Wenn nur ein Hauch von Unsicherheit herrscht werde ich keinen Kauf riskieren. Da ich mir keine Kopien laden darf, wird mich auch nichts zum kaufen bewegen können. Die Hersteller sind die einzigen die dabei verlieren.

    Aber um noch mal auf die nicht vorhandene Ausrede zurück zu kommen: Willst du bestreiten es gibt keine Leute die mit oder ohne die Möglichkeit zum Schwarzkopieren keinen Kauf getätigt hätten?
    Dann gebe ich dir mal eine kleine Rechenaufgabe:
    Jemand hat ca. 5.000 Songs auf seinem Rechner (alle Schwarzkopiert) und ist ca. 16 Jahre alt (und Schüler ohne Bafög).
    Stelle dir nun vor es gibt keine Schwarzkopien: Hätte er sich von seinem quasi nicht vorhandenem Geld 5.000 Songs gekauft? Die Frage sollte eigentlich sein: Hätte er sich so viele Songs überhaupt jemals leisten können?

    Anderes Beispiel: Du schaffst es gerade so am Monatsende bei +/- 0EUR Einkommen zu landen. Du hast dir nur ein einziges Spiel runter geladen. Wie viele Spiele hättest du gekauft, wenn es keine Schwarzkopien gebe?

    Anderes Beispiel: Du verdienst zwar genug aber kaufst dir eigentlich generell keine Lieder und keine Videospiele. Du hörst nur Radio und guckst Fernsehen, das reicht dir.
    Ohne Schwarzkopien hättest du so weiter gelebt. Vielleicht hättest du dich dazu entschlossen, mal eine CD zusammenzustellen mit deinen Lieblings-Songs.
    Aber da du kein Geld ausgibst verzichtest du doch darauf. Es sei denn du nutzt Schwarzkopien. Dann hättest du es umgesetzt.

    Oder grundlegend gesprochen: Willst du mir weiß machen, dass alle Kopierer sich ihr komplettes Archiv illegal erworbener Werke komplett gekauft hätten wenn es keine Schwarzkopien geben würde?
    —–
    @Trekki: „Dennoch gehören die meisten Filme, Spiele und Lieder jemanden und es sollte dessen Entscheidung sein, ob er damit Geld machen will, es verbuddeln will oder es kostenlos ins Netz stellt.“

    Da musst du unterscheiden.
    Wenn du ein Bild zeichnest und nur dieses eine Exemplar existiert, dann gehört es dir (es sei denn du verkaufst/verschenkst es).
    Wenn du ein Bild zeichnest, es einscannst und es ins Netz stellst, dann bist du nur der Urheber (der als einziger das Recht hat damit Geld zu verdienen). Es gehört aber der Welt. Das ist auch schon der Crux.
    Es gibt keine Mischform, auch wenn man es mit unserem UrhG versucht hat. Das ist zum scheitern verurteilt.
    Du kannst nicht gleichzeitig dein Werk in die Welt setzen und dann noch Besitzansprüche geltend machen. Was willst du tun? Die einzige Möglichkeit die besteht ist die, dass du alle (Käufer, nicht-Käufer und Schwarzkopierer) beschuldigst dir mutwillig Schaden zu wollen. Und für diese Respektlosigkeit sollte man eigentlich gar keine kopiergeschützten Werke mehr kaufen oder laden.

    „Windows 7 ist auch keine Freeware und darüber beschwert sich niemand.“

    Richtig. Das gleiche kann man auch zu Musik, Film und Spielen sagen. Aber warum sollte man sich auch darüber beschweren?

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